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Blutbild Blutbild nennt man abgekürzt eine Untersuchung, die mikroskopisch und photometrisch die zellulären Anteile des Blutes in ihrer Menge bestimmt.

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3 Blutbild Blutbild nennt man abgekürzt eine Untersuchung, die mikroskopisch und photometrisch die zellulären Anteile des Blutes in ihrer Menge bestimmt und auf diese Weise ein "Bild" über das Blut gibt. Heute verwendet man zur Gewinnung des Blutbildes überwiegend automatische Zählgeräte (Coulter-Counter).

4 Zellen des Blutes Erythrozyten = Rote Blutkörperchen Leukozyten = Weiße Blutkörperchen Thrombozyten = Blutplättchen Retikulozyten = Unreife Erythrozyten Ermittelt man die jeweiligen prozentualen Anteile dieser Zellen, so spricht man von einem Differenzialblutbild

5 weiße Blutkörperchen Neutrophile Granulozyten Eosinophile Granulozyten Basophile Granulozyten Monozyten Lymphozyten Rr r U

6 Ferner kann man bei einem Blutbild auch messen: Hämatokrit =Anteil der Zellen am Blutvolumen Hämoglobin =Roter Blutfarbstoff Methämoglobin =chemische Variante des roten Blutfarbstoffs MCH und HbE =Färbekoeffizient und mittlerer korpuskulärer Hämoglobingehalt MCHC, MCV und RDW = Zustand der Erys u.a. in Bezug zum Hämoglobin

7 Erythrozyten Aufgabe der roten Blutkörperchen ist der Sauerstofftransport, den sie mit Hilfe des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) bewerkstelligen

8 Die roten Blutkörperchen transportieren den Sauerstoff (02) von der Lunge in den gesamten Körper. Der so in den Körper transportierte Sauerstoff ist für die Energiegewinnung lebensnotwendig. Auf dem Rückweg durch den Körper nehmen die roten Blutkörperchen einen Teil des Stoffwechselprodukts Kohlendioxyd (CO2) mit zur Lunge. Hier wird das Kohlendioxyd wieder abgegeben und ausgeatmet. Im ungefärbten Blutausstrich sieht man die roten Blutkörperchen als etwa gleich große, runde, blasse Scheiben, die in der Mitte leicht eingedellt sind. Die roten Blutkörperchen enthalten den roten Blutfarbstoff, das Hämoglobin. Ein gesunder erwachsener Körper verfügt über rund Milliarden roter Blutkörperchen. Die normale Lebensdauer eines Erythrozyten beträgt etwa 120 Tage.

9 Das rote Blutkörperchen geht (nach Verbrauch seiner Energiereserven) durch Alterung zu Grunde. In gleichem Maße wie alte rote Blutkörperchen absterben, entstehen neue im Knochenmark. REFERENZ-/NORMALWERTE: Männer 4,5 - 5,9 106/µl (Mill./mm³) Frauen 4,1 - 5,1 106/µl (Mill./mm³)

10 Krankhafte Veränderungen Krankhafte Veränderungen der roten Blutkörperchen betreffen in der Regel folgende Faktoren: Die Anzahl Die Größe Die Form Die Färbbarkeit Den Hämoglobingehalt

11 Anämie = Blutarmut (zu wenig Erys) Ursachen: Chronischer Blutverlust Erythrozytenbildungsstörungen Verschiedene Nierenerkrankungen (renale Anämie) Verschiedenen Vitaminmangelerscheinungen (Vit. B12- oder Folsäuremangel) Eisenmangel Eiweißmangel Verschiedene Krebsarten Knochenmarkserkrankungen Verdrängung der normalen Bildung bei Leukämie

12 Gesteigerter Erythrozytenabbau = hämolytische Anämie. Mögliche Ursachen: verschiedene Defekte der Erythrozyten (zum Beispiel: Kugelzellen, Sichelzellen) chemische Stoffe und Arzneimittel (zum Beispiel: Arsen, Chinin, Sulfonamide) Infektionskrankheiten (zum Beispiel: Malaria)

13 Polyglobulie = zu viele Erys Diese kann unter anderem bei folgenden Krankheiten auftreten: Verringerter Sauerstoffgehalt im Blut (zum Beispiel durch Aufenthalt in großen Höhen, Lungen- und Herzerkrankungen) Störungen des roten Blutfarbstoffs (zum Beispiel bei Rauchern, Methämoglobinämie) Hormonelle Steigerung der Bildung der roten Blutkörperchen (Morbus Cushing, Kortikoid - oder Androgentherapie) Nierenkrebs Polycythaemia rubra vera (Bluterkrankung)

14 Pseudoglobulie = relativ zum Blutvolumen zu viele Erys, wie zum Beispiel bei Flüssigkeits- verlust Die Größenänderung der Erys verläuft in beide Richtungen: Zu große Erythrozyten nennt man Makrozyten. Sie treten zum Beispiel bei Alkoholismus, Vitamin-B12-Mangel oder Folsäuremangel auf. Zu kleine Erythrozyten nennt man Mikrozyten. Sie treten bei Eisenmangel auf.

15 Formveränderung der Erythrozyten Bei vielen Anämien und bei Herzklappenersatz kann die Form verändert sein (zerrissene Erythrozyten, Schistozyten). Angeborene Anämien durch Formveränderungen sind z. B. die Kugel- und Sichelzellenanämie Formveränderungen erschweren die Anpassungsfähigkeit der Erythrozyten bei der Passage durch enge und gekrümmte kleine Blutgefäße. Als Folge davon werden sie in der Milz aussortiert und vermehrt abgebaut.

16 Änderung der Färbbarkeit der Erythrozyten Normalerweise erscheinen Erythrozyten im Blutausstrich nach der Pappenheim- Färbung als rote, ovale Scheiben mit zentraler Aufhellung. Ist der Patient aber beispielsweise an einer Bleivergiftung oder einer Anämie erkrankt, können sie blau bis grau sein oder blaue Pünktchen aufweisen (Basophilie).

17 Retikulozyten Retikulozyten = Vorstufe der Erys. Diese entstehen im Knochenmark aus Vorläuferzellen über mehrere Zwischenstufen. Die Retikulozyten werden aus dem Knochenmark in das Blut abgegeben und wandeln sich dort in reife Erythrozyten um. In einer abgenommenen Blutprobe ist es möglich, mit speziellen Färbemethoden, die Retikulozyten von den Erythrozyten zu unterscheiden und zu zählen. Im menschlichen Körper findet ständig eine Neubildung von Erythrozyten statt, um alte, aussortierte rote Blutkörperchen zu ersetzten. In der Laboruntersuchung kann man aus der Zahl der Retikulozyten schließen, wie schnell und in welchem Verhältnis rote Blutkörperchen nachgebildet werden.

18 Gründe für die Bestimmung des Retikulozyten-Wertes: Die Blut bildende Aktivität des Knochenmarks kann überprüft werden. Man kann verschiedene Formen der Anämie unterscheiden Der Wert wird zur Abklärung der Frage, ob die Behandlung einer Mangelanämie anschlägt, bestimmt (zum Beispiel bei Vit. B12-Mangelanämie, Folsäure- oder Eisenmangelanämie). Es wird abgeklärt, ob nach einer Knochenmarks- transplantation die Erythrozytenreifung funktioniert. Nach einer Behandlung mit Erythropoetin (Epo, ein körpereigenes Hormon, das die Zahl der roten Blutkörperchen ansteigen lässt) statt Bei der Behandlung mit einigen Zytostatika (eine Form der Krebstherapie).

19 Das Untersuchungsmaterial ist eine Blutprobe. Um Retikulozyten von Erythrozyten unterscheiden zu können werden sie mit einem bestimmten Farbstoff angefärbt. Dieser Farbstoff färbt Strukturen in den Retikulozyten (Kern) an, die bei einem fertigen Erythrozyten nicht mehr vorhanden sind. REFERENZ-/NORMALWERTE relative Anzahl Erw.: 2,3 ± 1,2 % (der Erys) absolute Anzahl Erw.: 92 ± (hoch9)/l

20 zu niedrige Retikulozytenwerte Bei einer Behandlung mit Zytostatika (eine Form der Krebstherapie). Bei einer Störung der blutbildenden Funktion des Knochenmarkes (zum Beispiel bei einer Mangelanämie, chronischer Infektion oder Krebs). Bei einem Mangel an Erythropoetin (zum Beispiel bei einer Nierenerkrankung).

21 zu hohe Retikulozytenwerte Bei chronischem Mangel an Sauerstoff (Aufenthalt in großen Höhen) Nach Blutungen (Verlust von roten Blutkörperchen) Bei krankhaft gesteigertem Zerfall von roten Blutkörperchen Bei der Behandlung einer Mangelanämie (zum Beispiel bei Vit. B12-, Folsäure- oder Eisenmangelanämie) Bei der Behandlung mit Erythropoetin

22 Leukozyten ( /mm³) Hauptaufgabe der Leukozyten ist die Abwehr von Krankheitserregern. Der Name weiße Blutkörperchen leitet sich von der Tatsache ab, dass bei einer Färbung des Blutausstrichs die Leukos die Farbe nicht annehmen und deshalb unter dem Mikroskop hell bis weiß erscheinen. Weiße Blutkörperchen sind gewissermaßen die Blutpolizei. Sie machen Krankheitserreger unschädlich und schützen so den Körper vor Infektionen. Sie spielen eine wesentliche Rolle bei Entzündungen, bakteriellen Infektionen und Wurminfektionen sowie bei allergischen Reaktion und den Autoimmunkrankheiten, bei denen der Körper fälschlicherweise eigene Zellen und Gewebe angreift.

23 Neutrophile Granulozyten Die neutrophilen Granulozyten sind mit 50 bis 80 % die zahlenmäßig stärkste Art der weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Sie sind die wichtigsten Funktionsträger im unspezifischen Abwehrsystem des Blutes. Neutrophile Granulozyten bleiben durchschnittlich nur Stunden im Blutkreislauf. Häufig wandern sie in die Schleimhautoberflächen aus. Die Hälfte der neutrophilen Granulozyten wird nicht durch den Kreislauf transportiert, sondern haftet an der Innenseite der Gefäße, vor allem in Lunge und Milz. Diese ruhenden Zellen können in Stresssituationen (zum Beispiel bei Kortison- und Adrenalinwirkung) schnell mobilisiert werden.

24 Beim Beginn von Infektionen nehmen die neutrophilen Granulozyten im Blut besonders rasch zu ("neutrophile Kampfphase"). Sie "fressen" (phagozytieren) Bakterien und Gewebetrümmer. Eiter besteht zum größten Teil aus neutrophilen Granulozyten oder aus ihren Zelltrümmern. Sie können Stoffe (Eicanoside) freisetzen. Diese sind wichtig bei der Entstehung von Entzündungsreaktionen, von Schmerzreiz und bei der Blutstillung. REFERENZ-/NORMALWERTE Erw.: /µl ( %) oder 0,55 - 0,75

25 zu niedrige Granulozytenwerte Bei Blutvergiftung (Sepsis) Bei Typhus oder Brucellose Bei Virusinfektionen Bei Malaria Knochenmarksschädigung Bei der Einnahme von bestimmten Medikamenten, beispielsweise von Zyto- und Thyreostatika Bei Agranulozytose

26 zu hohe Granulozytenwerte Bei bakteriellen Infektionen (z. B. Tuberkulose, Pneumonie) und Pilzkrankheiten Bei diabetischem, hepatischem und urämischem Koma Bei chronisch entzündlichen Erkrankungen Bei Leukämie Bei Krebs (Carcinom) Bei Schock Bei Kortisontherapie Bei Impfungen Polycythämia vera Bei Rauchern

27 Eosinophile Granulozyten Eosinophile Granulozyten machen nur % der Leukozyten aus. Ihre Zahl unterliegt einer 24-Stunden- Periodik. Am späten Nachmittag und am frühen Morgen ist ihre Anzahl um rund 20 % niedriger, um Mitternacht rund 30 % höher als der 24-Stunden-Mittelwert. Die eosinophilen Granulozyten können Bakterien und Gewebereste "fressen" (phagozytieren). Die Zahl der eosinophilen Granulozyten ist besonders bei einer abklingenden Infektion erhöht. Man spricht dann von einer "lymphozytär-eosinophilen Heilphase". REFERENZ-/NORMALWERTE Erw.: /µl (2 - 4%) oder 0,02 - 0,04

28 Zu niedrige eosinophile Granulozytenwerte Bei schwerern akuten Infektionen wie beispielsweise Typhus, Masern, Bazillenruhr, Blutvergiftung (Sepsis) Bei Stress, Cushing-Syndrom, Kortikoid- Therapie

29 Zu hohe eosinophile Granulozytenwerte Bei Wurminfektionen (wie z.B. Trichinen, Echinokokken, Askariden) Bei allergischen Erkrankungen (wie Asthma, Neurodermitis, allergischer Schnupfen) Bei Scharlach eosinophilem Lungeninfiltrat Autoimmunerkrankungen (wie akuter Sarkoidose, Morbus Addison) einigen Krebsarten (MorbusHodgkin, chronisch- myeloische Leukämie)

30 Basophile Granulozyten Basophile Granulozyten sind die zahlenmäßig schwächste Unterart der Leukos. Sie machen unter diesen nur 0,5 - 1 % aus. An der Oberfläche dieser Zellen befinden sich Andockstellen (IgE-Rezeptoren) für bestimmte körperfremde Stoffe (spezifische Antigene). Wenn zum Beispiel Pollen, an diese Rezeptoren andocken, kommt es zu einer allergischen Reaktion. Basophile Granulozyten, die allergische Reaktionen vermitteln, sind gewissermaßen die Gegenspieler der eosinophilen Granulozyten, die allergische Reaktionen dämpfen. Zudem können basophile Granulozyten Lockstoffe für eosinophile Granulozyten freisetzen und sich so indirekt an der Abwehr beteiligen. REFERENZ-/NORMALWERTE Erw.: /µl (0 - 1%) oder 0,0 - 0,01

31 zu hohe basophile Granulozyten Allergische Erkrankungen wie Arzneimittel- oder Nahrungsmittelüberempfindlichkeiten Urtikaria Nach einer Milzentfernung (Splenektomie) Diabetes mellitus Parasitenbefall Rheumatoide Arthritis Bei chronisch-myeloischer Leukämie Myeloproliferatives Syndrom (Polycythämia vera) Tuberkulose

32 Monozyten Monozyten machen % der Leukozyten aus und sind die größten Leukos. Außerdem sind am besten in der Lage, Bakterien und Gewebetrümmer unschädlich zu machen (zu phagozytieren, d.h. wörtlich zu "fressen"). Monozyten bleiben etwa 14 Tage im Blutkreislauf. Danach wandern sie in das umgebende Gewebe ein, wo sie größer werden und dann als Histiozyten oder Gewebe-makrophagen bezeichnet werden. Sie sind vor allem in Lymphknoten, Lunge, Leber, Milz und Knochenmark zu finden. Gemeinsam mit den basophilen Granulozyten vermitteln und fördern sie allergische Reaktionen.

33 Monozyten werden im Differenzialblutbild bestimmt. Eine Erhöhung der Monozytenzahl findet sich regelmäßig auf dem Höhepunkt einer Infektion, der "monozytären Überwindungsphase". Das kann entweder die Wendung zur Heilung ankündigen, aber auch einen Rückfall bedeuten. Eine alleinige Verminderung der Monozyten- zahl ist nicht bekannt. Sie tritt nur auf bei genereller Verminderung der Leukozyten. REFERENZ-/NORMALWERTE Erw.: /µl (2 - 8 %) oder 0,02 - 0,08.

34 zu hohe Monozytenwerte Bei Infektionen wie Tuberkulose, Syphillis oder Brucellose Bei Autoimmunerkrankungen (Sarkoidose, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) Bei verschiedenen Krebsarten (Leukämien, multiples Myelom, Hodgkin Lymphom) Bei bakterieller Herzinnenhautentzündung (Endokarditis) Bei Mononukleose

35 Lymphozyten Lymphozyten gehören zu den Leukozyten. Sie sind die eigentlichen spezifischen Abwehrzellen des menschlichen Körpers. Lymphozyten sind die kleinsten weißen Blutkörperchen. Sie machen % der Leukozyten aus. Aber nur 4 Prozent der Lymphozyten des Menschen befinden sich im Blutkreislauf, bei kleinen Kindern sind es über 50 Prozent. Rund 95 % der im Knochenmark und in den lymphatischen Organen Thymus, Milz, Mandeln, den Peyerschen Plaques und Lymphknoten gebildeten Lymphozyten sind auch dort gespeichert. Bei Bedarf können sie in die Blutbahn abgegeben werden.

36 Man unterscheidet zwei Typen von Lymphozyten: B-Lymphozyten (Bone = Knochen) und T-Lymphozyten (Thymus). Diese haben verschiedene Bildungsorte, verschiedene Aufgaben und ein unterschiedliches Aussehen. Von beiden Unterarten existieren kurzlebige Lymphozyten, die nur sieben Tage aktiv sind, und langlebige Lymphozyten, die 500 Tage ihren Dienst versehen können. Letztere arbeiten als "Gedächtniszellen". Sie sind in der Lage, sich den Erreger einer überstandenen Infektion zu merken. Bei einer erneuten Infektion mit dem Erreger können sie so viel schneller und effektiver reagieren.

37 Lymphozyten werden routinemäßig bei jeder Blutuntersuchung bestimmt. Sie sind von zentraler Bedeutung bei der Immunabwehr des Körpers. Regelmäßig erhöht ist die Lymphozytenzahl in der "Lymphozytär- eosinophilen Heilphase" eines Infekts, wenn die absolute Leukozytenzahl schon wieder zurückgeht. REFERENZ-/NORMALWERTE Männer & Frauen: /µl ( %) oder 0,25 - 0,45.

38 zu niedrige Lymphozytenwerte Bei AIDS Bei bestimmten Medikamententherapien (Zytostatika, Kortison) Bei einer Strahlentherapie Bei Miliar-Tuberkulose Bei verschiedenen Krebsarten (Lymphome) Bei systemischen Lupus erythematodes Bei Cushing Syndrom

39 zu hohe Lymphozytenwerte Bei Virusinfektionen wie Mononukleose oder Röteln Bei Keuchhusten, Toxoplasmose oder Typhus Bei verschiedenen Krebsarten (Leukämie, Lymphome)

40 Thrombozyten Thrombozyten sind kernlose, scheibenförmige Blutkörperchen (Blutplättchen) mit einem Durchmesser von drei Mikrometern. Sie überleben im Blut etwa zehn Tage. Ungefähr ein Drittel der Blutplättchen befindet sich in der Milz. Gebildet werden die Thrombozyten im Knochenmark. Thrombozyten sind wichtig für die Blutstillung und Blutgerinnung. Sie registrieren, dass die Gefäßwand verletzt ist, kleben aneinander und bilden einen Pfropf auf der Gefäßwandöffnung. Sie verhindern damit, dass Blut verloren geht und Keime in den Körper gelangen. Gleichzeitig setzen sie Stoffe frei, die die Blutgerinnung in Gang setzen, das so genannte intrinsische System.

41 Wenn die Blutplättchen nicht richtig funktionieren können, oder wenn es zu wenige im Blut gibt, kommt es zu einer verstärkten Blutungsneigung. Der verletzte Patient blutet in diesem Fall länger als üblich. Nachgewiesen wird die Zahl der Blutplättchen durch Auszählung. Die Funktion kann man mit der Blutungszeit prüfen. Ist die Funktion der Blutplättchen hochgradig gestört, kann es auch zu Blutungen ohne äußeren Anlass kommen, zu den so genannten Spontanblutungen. Ist die Zahl der Blutplättchen massiv erhöht, besteht das Risiko einer Thrombose. Als Thrombose bezeichnet man die Bildung eines Blutgerinnsels. REFERENZ-/NORMALWERTE Erw.: /µl oder (hoch9)/l

42 Zu niedrige Thrombozytenwerte Bildungsstörungen wie die aplastische Anämie Knochenmarkserkrankungen Vitamin B12-Mangel, Folsäuremangel Alkoholkrankheit Verschiedene medikamentösen Therapien (Kortison, Gold, Chloramphenicol, Phenylbutazon, Phenytoin, Thiaziden, Zytostatika, Heparin) Strahlentherapie Erythrozytenzerfall (Hämolyse) Überfunktion der Milz Verbrauchskoagulopathie Autoantikörper HELLP-Syndrom Chronisch-myeloische Leukämie

43 zu hohe Thrombozytenwerte Chronische Entzündung Akute Infektion Entfernung der Milz (Splenektomie) Operationen Schwangerschaft Therapie mit Kortison Polycythämia vera


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