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Qualitätsoffensive in der Lehre Vortrag zur Tagung Studium und Lehre nach Bologna: Perspektiven der Qualitätsentwicklung von ZEvA und EIQA in der Evangelischen.

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Präsentation zum Thema: "Qualitätsoffensive in der Lehre Vortrag zur Tagung Studium und Lehre nach Bologna: Perspektiven der Qualitätsentwicklung von ZEvA und EIQA in der Evangelischen."—  Präsentation transkript:

1 Qualitätsoffensive in der Lehre Vortrag zur Tagung Studium und Lehre nach Bologna: Perspektiven der Qualitätsentwicklung von ZEvA und EIQA in der Evangelischen Akademie am 25. Oktober 2012 Dr. Josef Lange, Hannover

2 Vorbemerkungen Hochschule: Bildung und Ausbildung - education and teaching Bildung umfasst gesamten Lebenslauf von frühkindlicher Bildung über allgemein bildende Schulen, Hochschulen, berufl. Qualifikationswege bis zu lebenslangem oder -be- gleitendem Lernen. Bildung = Grundrecht ( Art. 12 (1) GG: Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder aufgrund eines Gesetzes geregelt werden. und damit mehr als ökonomische Verwertbarkeit von Wissen und Können. Wissenschaftsfreiheit (Art. 5 Abs. 3 GG: Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung. Lissabon-Ziel: Making Europe the most competitive and dynamic knowledge based economy in the world, capable of sustainable economic growth with more and better jobs and greater social cohesion ( European Councils Lisbon 2000 and Barcelona 2002 ). © J. Lange, Hannover2

3 Quantitative Angaben 2011/12 (1) Quelle: Statist. Bundesamt, Hochschulen auf einen Blick, 2012; Wissenschaftsrat: Basisdaten Studienanfänger in 2011 ( in 2010) Studienanfängerquote am Altersjahrgang 55 % in 2011 (45 % in 2010, 38 % mit dt. Hochschulzugangsberechtigung); aber: Aussetzung Wehr- und Zivildienst sowie doppelter Abiturjahrgang in BY u. NI, d. h. bereinigt 45 % 2,35 Mio. Studierende im WS 2011/12 (2,19 Mio. WS 2010/11 davon: Bildungsausländer (= 8,3 %), ausländische Studierende (= 11,8 %) HS-Absolventen in 2010 (= 30 % des Altersjahrgangs) Studienerfolgsquote Jahrgang 2002 in 2010: 75 % (U 70; FH 83%); Niedrigste Erfolgsquoten in Mathematik/Natur- wissenschaften: 65 %, Sprach-/Kulturwissenschaften: 70 % © J. Lange, Hannover3

4 Quantitative Angaben 2011/12 (2) Quelle: Statist. Bundesamt, Hochschulen auf einen Blick, 2012 Betreuungsrelation Studierende zu Wiss. Pers. (ohne Drittmittelpersonal) in 2010: U (ohne Humanmedizin) 17,9 mit Bandbreite TH 14,9 bis RP 22,1; NI 15,5 [Platz4]; FH 23,7 mit Bandbreite BW 14,9 bis SH 38,6; NI 22,0 [Platz 2] Promotionsquote = Promotionen je Professur (ohne Drittmittel u. ohne Humanmedizin) an Universitäten in 2010: 0,89 (Bandbreite BY 1,09 bis SL 0,54) Frauenanteil an Promotionen in 2010: 44 % (= plus 10 %- punkte seit 2000) Professorinnenanteil in 2010: 19 % (= plus 9 %-punkte seit 2000) mit Bandbreite BE 29 %, NI 24 %; TH/BY/SH 15 % Lfd. Ausgaben je Studierenden 2009: U mit Bandbreite NI bis BB ; FH mit Bandbreite NI bis HH © J. Lange, Hannover4

5 5 Hochschulpakt 2020 © MWK Niedersachsen

6 6 Hochschulpakt 2020 JahrPrognose 2008 (NI)Prognose 2008 (D)Prognose 2012 (NI)Prognose 2012 (D) NA NA NA NA NA © MWK Niedersachsen

7 Bildung in der Wissensgesellschaft (1) Moderne, arbeitsteilige Gesellschaften in Ländern ohne (im internationalen Vergleich) nennenswerte Bodenschätze sind entscheidend von Bildung und Wissenschaft abhängig: knowledge based society. Hochlohnländer können internationale Wettbewerbsfähig- keit nur erhalten, wenn ihre Produkte und Dienstleistungen im internationalen Vergleich ungeachtet höherer Preise besser und schneller am Markt sind. Die rasche Entwicklung der Wissenschaft v. a. durch die zunehmend größere Zahl von in der Wissenschaft Tätigen führt zu rasanter Wissensexpansion. Dem Fortschritt der Wissenschaften in immer tiefer gehender Spezialisierung entspricht der zunehmende Bedarf an Zusammenschau in der Wissenschaft, weil zu lösende Probleme i. d. R. hoch komplex sind. © J. Lange, Hannover7

8 Bildung in der Wissensgesellschaft (2) Die Herausforderungen der Globalisierung lassen sich unter ökonomischen, ökologischen, gesellschaftlichen und politischen Perspektiven nicht mit weniger, sondern nur mit mehr Wissenschaft bewältigen: internationale wissenschaftliche und wirtschaftliche Verflechtung, nachhaltige Energiegewinnung und -versorgung, Umweltsicherung einschl. Biodiversität und Rohstoffsicherung, großräumige Migration, gesellschaftliche Diversität, intergenerationeller Ausgleich in einer älter werdenden Gesellschaft, Gesundheitsversorgung und -vorsorge, Medizin. © J. Lange, Hannover8

9 Bildung in der Wissensgesellschaft (3) Die Entwicklung der IuK-Technologie führt zu unmittelbarem Zugriff auf Wissen und Information - weltweit an nahezu jedem Ort und zu jeder Zeit - und zur Wissensverbreitung in immer kürzerer Zeit. The question is not whether universities are important to society, to knowledge, or to their members - they are - but rather whether the economic foundation of the present system can be maintained and sustained in the face of the changed flow of information brought about by electronic communication. It is not research and teaching that will be under pressure - they will be more important than ever - but rather their instructional setting, the university system. […] The scenario suggests a change of emphasis for universities. True teaching and learning are about more than information and its transmission. ( Eli M. Noam, Electronics and the Dim Future of the University, in: Science, Vol. 270; 13 October 1995) © J. Lange, Hannover9

10 Bildung in der Wissensgesellschaft (4) Die Entwicklung der Wissensausweitung fordert von der Hochschule die Entwicklung und Vermittlung von Grundlagenwissen und wissenschaftlichen Methoden, damit Informationen und Wissen bewertet und eingeordnet werden können: Faktenerhebung und -bewertung, Theoriebildung, Verifizierung, Falsifizierung, Einordnung in Gesamtzusammenhänge Was ist wert gewusst zu werden? Daraus ergibt sich neue / alte Funktion der Lehre: nicht vorrangig Fakten- und Wissensvermittlung, sondern Einordnung von Fakten und Wissen in Theorien, deren Abwägung, Gesamtzusammenhänge. Führt diese Entwicklung zur Neubewertung der früher so genannten großen Vorlesung, die Überblicke vermittelt? © J. Lange, Hannover10

11 Bildung durch Wissenschaft (1) Expansion des Hochschulbereichs und zunehmende Diversität der Studienanfänger - knapp die Hälfte eines Altersjahrgangs in den Hochschulen und nicht-traditionelle Studierende - fordern von Hochschulen differenzierte Studienangebote im Spannungsfeld zwischen hoch qualifizierter Bildung / Berufsausbildung und Bildung / Ausbildung für Wissenschaft als Beruf. Hochschulen sollten Diversität als Chance in Lehre und Studium, Forschung und Entwicklung sehen: unterschiedliche Sichtweisen fördern Wissenschaft und Innovation. Vor 10 Jahren ( ) Inkrafttreten der Änderung des – heute noch geltenden – HRG mit Einführung von Bachelor- und Master-Struktur neben den traditionellen Abschlüssen Diplom, Magister, Staatsexamen. © J. Lange, Hannover11

12 Bildung durch Wissenschaft (2) Ziel des Bologna-Prozesses: Schaffung eines Europäischen Hochschulraums mit verbesserter Mobilität von Studierenden und Absolventen durch Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen im In- und Ausland im gesamten Europäischen Hochschulraum; wirkt inzwischen international modellhaft. Rückbesinnung auf Baccalaureus und Magister als traditionelle Abschlüsse der europäischen Universität. Ziel des Studiums mit stärkerer Strukturierung durch Modularisierung: Berufsbefähigung (Der nach dem ersten Zyklus erworbene Abschluss attestiert eine für den europäischen Arbeitsmarkt relevante Qualifikation - so die Bologna-Erklärung), nicht Berufsfertigkeit. Eine Universität muss mehr leisten als Ausbildung, nämlich Bildung. Das tut sie mit dem Bachelor nicht. so HRK-Präsident Hippler [SZ vom , S. 6]. © J. Lange, Hannover12

13 Bildung durch Wissenschaft (3) Klagen über Verschulung, unzureichende Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen und trotz lfd. Verbesserung immer noch steigerungsfähige nationale und internationale Mobilität ( so Hippler, ebd.) fallen auf Universitäten zurück. Warum leistet Universität diese Aufgabe nicht? Warum wird langjährige Forderung von Wirtschaftsverbänden (= künftige Arbeitgeber) nach Vermittlung fachübergreifender Kompetenzen nicht ernst genommen und umgesetzt? Probleme nicht Folge staatlicher Vorgaben: HRG sieht für Bachelor 3 bis 4 Jahre und Master 1 bis 2 Jahre, insges. im konsekutiven Studium 5 Jahre vor - umgesetzt in den Strukturvorgaben der KMK für Bachelor- und Master- studiengänge. Flexibel inzwischen in allen Ländern (bis 2005 in NW Vorgabe 6-semestriger Bachelor-Studien- gänge; in NI von Beginn an flexibel.) © J. Lange, Hannover13

14 Bildung durch Wissenschaft (4) Überfrachtung der Studiengänge durch Prüfungen nicht Folge politischer Entscheidungen, sondern fachlicher Nicht-Entscheidungen über Kernbestände von Studien- gängen: Lehrangebot jeder Professur aus der Forschung als prüfungsrelevant in Prüfungsordnung verankert. Regelmäßige Durchfallquoten von mehr als 50 % in Klausuren in nicht ausgelasteten Studiengängen bei verfügbaren Mitteln zur Verbesserung der Qualität der Lehre aus 3. Säule HP 2020 und / oder Studienbeiträgen werfen Frage nach Qualität der Lehre und Betreuung auf. Forderung nach Verlängerung der Studienzeit über 5 Jahre hinaus erscheint abwegig. Studiengänge sind strukturiert so anzubieten, dass in der Regelstudienzeit Grundlagenwissen und Methoden des Faches / der Fächer sowie fachübergreifende Kompetenzen - Bildung und Ausbildung / education and training - vermittelt und erworben werden können. © J. Lange, Hannover14

15 Erwartungen an Hochschulen/Studium Hochschulabsolventen: Problemlöser in der Praxis Probleme orientieren sich nicht an Fachgrenzen Kompetenzvermittlung: Grundlagen(wissen), Methoden, Problemdefinition, Problemlösung berufsqualifizierender Abschluss (employability) Internationale Zusammenhänge von Wissenschaft u. Wirtschaft: Internationalität und Interkulturalität 1. Studienabschluss: Rüstzeug für Berufseinstieg, nicht für ganzes Berufsleben, Weiterbildungsfähigkeit Curriculumentwicklung (Erststudium / Weiterbildung) in Kooperation mit künftigen Arbeitgebern Studienangebot in Erststudium und Weiterbildung stärker nachfrageorientiert entsprechend HS-Profil © J. Lange, Hannover15

16 Qualitätsoffensive in der Lehre Inhaltlich Sache der Hochschulen (Art. 5 Abs. 3 GG) Strukturell Sache der Länder in der KMK Finanziell Sache des jeweiligen Landes, aber: 3. Säule HP 2020 durch Bund-Länder-Vereinbarung nach Art. 91 b GG vom bis Mrd. Bundesmittel, kapazitätsneutral – in Landesge- setzen gesichert. 2 Auswahlrunden bis 2012: 178 Vorhaben mit 186 beteiligten Hochschulen, darunter 19 Vorhaben mit bis zu 13 Hochschulen, 60 Hochschulen mit Einzelanträgen und in Verbundvorhaben NI: 81,7 Mio. bis 2016 (U: 45,5; FH 33,3; KMH 2,3 Mio. ) © J. Lange, Hannover16

17 Fördergegenstände Qualitätsoffensive (§ 3 Verwaltungsvereinbarung) Personalausstattung, insbes. vorgezogene Berufungen; Personal für Lehre, Betreuung u. Beratung von Studienbewerbern / Stud., Lehr- u. Prüfungsorganisation; Tutorien; Mentorenprogramme v. a. in Studieneingangsphase u. bei besonderem Beratungsbedarf (Weiter-) Qualifizierung des Personals u. Sicherung der Lehrqua- lität, insbes. Qualifizierungsmaßnahmen für neu Berufene / Einge- stellte in Lehre, Betreuung, Beratung; systematische Weiterbil- dungsangebote u. Nutzungsanreize; Unterstützung u Beratung bei Anwendung bedarfsgerecht differenzierter Lehrmethoden u prüfungsformen; Einführung, Weiterentwickölung u. HS-weite Nutzung HS-interner Systeme zu Qualitätsmanagement u. Quali- tätssicherung in der Lehre; fach- oder methodenbezogene Ver- bünde zur Qualitätsentwicklung des Lehrangebots u. zur Profes- sionalisierung der Lehre Weitere Optimierung der Studienbedingungen u. zur Entwicklung innovativer Studienmodelle, insbes. zu mehr Praxisbezug u. Studieneingangsphase bei heterogener Studierendenschaft © J. Lange, Hannover17


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