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Qualitätsentwicklung & Evaluation von E-Learning – eine kritische Zwischenbilanz Prof. Dr. Patricia Arnold Hochschule München Campus Innovation, 26.11.09,

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1 Qualitätsentwicklung & Evaluation von E-Learning – eine kritische Zwischenbilanz Prof. Dr. Patricia Arnold Hochschule München Campus Innovation, , Hamburg

2 Folie 2 Campus Innovation 2009 Patricia Arnold, Anlass: Zeit für einen Rückblick… Qualitätsentwicklung im e-Learning Bis 2003 (Arnold et.al. 2004) DIN 9000ff. EFQM LQW ZFU Leitfaden Seit 2004 PAS /2 (Prozessmodell) 2004 ISO /3 (Internationaler Standard) 2005/2009 PAS 1037 QM-Stufenmodell) 2004 PAS 1068 Beipackzettel 2006 PAS 1069 Leitfaden 2009 Qualitätsplattform Lernen Gütesiegel TU Darmstadt E-Learning Label TU Darmstadt Certificate of E-Learning (CEL) …

3 Folie 3 Campus Innovation 2009 Patricia Arnold, Struktur des Vortrags 1.Herausforderung Qualität im E-Learning 2.Qualitätsentwicklung im Überblick 3.E-Learning Label der TU Darmstadt 4.Referenzprozessmodell PAS Qualitätsplattform Lernen (QPL) 6.Zwischenbilanz - und neue Herausforderungen

4 Folie 4 Campus Innovation 2009 Patricia Arnold, Herausforderung: Qualität im E-Learning Eine Eigenart von Bildung insgesamt, die sie von anderen Dienstleistungen unterscheidet, ist, dass der Abnehmer der Leistung die Leistung selber mitproduziert. Bildungsarbeit ist die Leistung derjenigen, die sich bilden, sie ist ein Prozess, der wesentlich subjektive Faktoren integriert, wie Interesse, Emotionalität und Engagement. (Küchler 2000) Qualität wird erst im Prozess des Lernens von den Lernenden selbst hergestellt. (Zimmer/Psaralidis 2000) Ko-Produzentenverhältnis von Qualität im Bereich Bildung berücksichtigen!

5 Folie 5 Campus Innovation 2009 Patricia Arnold, Qualität - ein vielschichtiges Konzept Begriffsdimensionen Einhalten / Über- treffen von Standards Fehlerlosigkeit Zweckmäßigkeit Angemessener Gegenwert Transformation: Lernergebnis Qualitätsebenen Input-Aspekte Durchführungs-Aspekte Output-Aspekte Über Qualität […] lässt sich also nicht abstrakt, sondern nur in einem definierten Kontext verhandeln. (Küchler 2000) Produktqualität Prozessqualität Bezugspunkt

6 Folie 6 Campus Innovation 2009 Patricia Arnold, Herausforderung: Qualität im E-Learning II E-Learning hochgradig interdisziplinär, zahlreiche verschiedene Akteure beteiligt, mit je unterschiedlichen Akteursperspektiven auf Qualität: Lernende, Lehrende, Autoren, Medienentwickler, Teletutoren etc. Im Hochschulkontext: Fakultäten, Rechenzentren, Hochschulleitungen etc. Verständigungsprozess über unterschiedliche Akteursperspektiven auf Qualität notwendig Nachweis von Qualitätsmanagementsystemen zunehmend gefordert z.B. in der Anerkennungs- und Zulasssungsverordnung Weiterbildung (AZVW) im Bereich der beruflichen Bildung

7 Folie 7 Campus Innovation 2009 Patricia Arnold, Qualitätsentwicklung im Überblick 1 Qualität auf der Ebene des E-Learning-Produkts (Mikroebene) Z.B. TU Darmstadt Gütesiegel, ZFU-Leitfaden 2 Qualität auf der Ebene eines Bildungsangebots/Studiengangs (Mesoebene) Z.B. TU Darmstadt E-Learning Label, Certifcate of E-Learning 3 Qualität auf Prozessebene der Organisation (Makroebene): Z.B. QM-Modelle PAS (ISO ), PAS 1037 QM Stufenmodell 4 Qualität durch Preise/Auszeichnungen entwickeln – E-Learning Awards 5 Qualität durch Qualifizierung der Lehrenden/Online-Tutoren entwickeln

8 Folie 8 Campus Innovation 2009 Patricia Arnold, Beispiel: Online-Studiengang BA Soziale Arbeit (basa-online) Mikroebene Mesoebene Makroebene Online-Module mit multimedial aufbereiteten Studienmaterialien entwickeln Online-Studiengang an den einzelnen Hochschulen (als Angebot des lebenslangen Lernens gemäß Bologna-Zielen) etablieren Weiterentwicklungsprozesse (Aktualisierung, Evaluation etc.) auf Ebene des Anbieter- Hochschulverbundes entwickeln

9 Folie 9 Campus Innovation 2009 Patricia Arnold, Beispiel E-Learning Label TU Darmstadt Funktionen Definition von EL- Veranstaltungen Kennzeichnung von EL- Angeboten Sicherung einer Mindestqualität Etablierung von Evaluationsmaßnahmen zur Weiterentwicklung Selbstevaluation mittels Online- Fragebogen Evaluation durch Befragung der Studierenden Durchführung Lernerorientierung Erweiterung der Lehr/Lerninhalte Unterstützung der Selbststudiums- phasen Betreuung und Beratung der Studierenden Erweiterung der Lernzugänge Aktivierung der Studierenden Im Lehr/Lernprozess Sonnberger 2008

10 Folie 10 Campus Innovation 2009 Patricia Arnold, Überblick über Evaluationsverfahren Evaluation von E-Learning ExpertenverfahrenEmpirische Verfahren Kriterien- kataloge Cognitive walkthrough … Logfile- Analyse Befragun gen Beobach- tungen + geringer Aufwand, scheinen...Qualität objektiv zu messen - Berücksichtigen Lerner und...Rahmenbedingungen nicht + reale Lernsituation berücksichtigt + Evaluationsdesigns mit Handlungsforschung …möglich + Lernerorientierung - aufwändiger, je spezifisches Design …

11 Folie 11 Campus Innovation 2009 Patricia Arnold, Prozessmodell PAS (ISO ) Prozessmodell PAS (ISO ) Konzeption des Medien- und Interaktions- designs Konzeption Medieneinsatz Konzeption der Kommunikations- möglichkeiten und -formen Anforderung sermittlung Rahmen- bedingungen Konzeption … Produktion … Einführung … Durch- führung Evaluation … Konzeption Produktion Einführung

12 Folie 12 Campus Innovation 2009 Patricia Arnold, Qualitätsmanagementmodelle im Überblick. DIN EN ISO 9000ff. LQW (Lernerorientierte Qualitätstestierung in der Weiterbildung) PAS /2 (Aus– und Weiterbildung mit Schwerpunkt E- Learning) generischspezifisch Hauskonzept Spezifische Entwicklung für die eigene Organisation EFQM (European Foundation for Quality Management ) Branchenunabhängig, Übersetzungsleistung erforderlich für Bildungs sektor PAS 1037 (Organisationen der wirtschaftsorientierten Aus- und Weiter- bildung: QM STUFEN- MODELL) ISO /3 (Informationstechnik - Lernen, Ausbilden und Weiterbilden ) für E-Learning

13 Folie 13 Campus Innovation 2009 Patricia Arnold, Weitere Spezifikationen für E-Learning PAS 1068:2006 Aus- und Weiterbildung unter besonderer Berücksichtigung von e-Learning – Leitfaden zur Beschreibung von Bildungsangeboten Beipackzettel zur Förderung von Transparenz im E-Learning PAS 1069:2009 Aus- und Weiterbildung unter besonderer Berücksichtigung von E-Learning - Leitfaden zum Referenzprozessmodell für Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung - Planung, Entwicklung, Durchführung und Evaluation von Bildungsprozessen und Bildungsangeboten : Leitfaden und Qualitätsprofile für die PAS Leitfaden zur Umsetzung der PAS mit Praxisbeispielen

14 Folie 14 Campus Innovation 2009 Patricia Arnold, Qualitätsplattform Lernen (QPL) Verschiedene etablierte Instrumente der Qualitätsenwicklung sind integriert: Prozessmodell der ISO/IEC (bzw. PAS ), PAS 1068 Leitfaden für die Begutachtung von Fernlehrgängen (ZFU), Qualitätssiegel E-Learning QSEL sowie alle derzeit relevanten Zertifizierungsmodelle wie z.B. LQW, EFQM Kriterienkataloge z.B. des TU Darmstadt-Gütesiegels,. Modularer Aufbau Teil A: Qualität von Bildungsangeboten Teil B: Qualität von Organisationen - Basic Teil C: Qualität von Organisationen – Exzellenz Steht seit Juni 2009 unter Creative-Commons- Lizenz "BY-NC-SA 3.0" online zur Verfügung

15 Folie 15 Campus Innovation 2009 Patricia Arnold, Zwischenbilanz … Es liegen eine Reihe E-Learning spezifischer Zertifizierungsmodelle, Spezifikationen sowie ein internationaler Standard ISO vor - auf Prozess- wie auch auf Produktebene Qualitätsentwicklung muss aber immer kontextualisiert erfolgen, d.h. auf die eigene Organisation, die Rahmenbedingungen, die Lernenden und die Ziele angepasst werden Komplexer Aushandlungsprozess, der Ressourcen und Kommunikation benötigt (QM muss leben) Qualitätsentwicklung ist ein zyklischer, iterativer Prozess Formative Evaluationen mit unterschiedlichen empirischen Verfahren integrieren...und neue Herausforderungen:

16 Folie 16 Campus Innovation 2009 Patricia Arnold, Neue Herausforderungen… Wie lassen sich Qualitätsstandards, Prozessmodelle und Spezifikationen auf E-Learning 2.0 (mit Wikis, Weblogs, Online Communities)sowie im Bereich der Freien Bildungsressourcen (Open Educational Resources OER) anwenden bzw. hier umsetzen? Auf der Agenda 2010 der European Foundation for Quality in E-Learning (EFQUEL) Promote the use of Open Educational Resources through the identification of suitable methods for quality development for Open Educational Resources Increasing usage in Open Educational Resources by creating mechanisms which improve the trust in Open Educational Resources within and outside of education

17 Folie 17 Campus Innovation 2009 Patricia Arnold, Vielen Dank… …..für Ihre Aufmerksamkeit! Kontakt: Prof. Dr. Patricia Arnold Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften Hochschule München


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