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Dr. Vanessa Kubek 1 Humanität beruflicher Teilhabe im Zeichen der Inklusion – Kriterien für die Qualität der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen.

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1 Dr. Vanessa Kubek 1 Humanität beruflicher Teilhabe im Zeichen der Inklusion – Kriterien für die Qualität der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen Wissenschaftspreis der ConSozial 2012

2 Dr. Vanessa Kubek 2 1.Ausgangslage, Relevanz des Themas 2.Forschungsfrage, Aufbau der Arbeit, Methodische Vorgehensweise 3.Theoretische Exploration: Annäherung an ein Verständnis Humaner Arbeit 4.Methodenbasierte Exploration: Befragung von Beschäftigten mit Behinderung 5.Leitbild Humane berufliche Teilhabe 6.Ansätze für ein Analyseinstrumentarium Humane berufliche Teilhabe 7.Zusammenfassung und Ausblick Inhalt

3 Dr. Vanessa Kubek 3 1 Ausgangslage: Berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen Paradigmenwechsel in der Eingliederungshilfe Berufliche Teilhabe: Erwerbsfähigkeit behinderter Menschen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit erhalten, (wieder)herstellen oder verbessern, um Teilhabe am Arbeitsleben möglichst auf Dauer zu sichern UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen: States Parties recognize the right of persons with disabilities to work, on an equal basis with others; this includes the right to the opportunity to gain a living by work… in a labour market and work environment that is open, inclusive and accessible to persons with disabilities… (Art. 27) Empfehlungen der Leistungsträger (=Kostenträger) zur Zukunft der Eingliederungshilfe: Selbstbestimmung, Personenzentrierung, Übergänge aus der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt

4 Dr. Vanessa Kubek 4 1 Relevanz des Themas Herausforderungen: Veränderten rechtlichen und normativen Rahmenbedingungen Rechnung tragen; normative Anforderung an berufliche Teilhabe nicht ausreichend präzisiert Daher: Normative Rahmenbedingungen (Inklusion etc.) operationalisieren Dichotomes Denken (WfbM = schlecht, allgemeiner Arbeitsmarkt = gut) Daher: Wissenschaftliche Grundlage als Beitrag zu einer versachlichten Diskussion Aspekt der Qualität beruflicher Teilhabe in Hintergrund gerückt Daher: Arbeitswissenschaftliche Grundlagen berücksichtigen; Konstrukt der humanen Arbeit (Arbeitswissenschaft) betont Qualität (jedoch Kriterium der Inklusion bisher nicht explizit berücksichtigt) Selbstbestimmung ernst nehmen Daher: Sicht der Zielgruppe berücksichtigen

5 Dr. Vanessa Kubek 5 2 Forschungsfragen Wie können arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse sowie aktuelle politische Forderungen und normative Setzungen im Hinblick auf die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in einem Leitbild Humane berufliche Teilhabe gebündelt werden? Welche Kriterien liegen einer humanen beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen (unter expliziter Berücksichtigung des Kriteriums der Inklusion) zu Grunde? Inwieweit bieten die so gewonnenen Erkenntnisse Ansatzpunkte zur Entwicklung eines Instrumentes zur Erfassung der Humanität beruflicher Teilhabe in unterschiedlichen Arbeitskontexten?

6 Dr. Vanessa Kubek 6 2 Aufbau der Arbeit Theoretische Exploration Methodenbasierte Exploration Konsolidierung des Leitbildes und der Kriterien zur Analyse und Bewertung von Arbeitsplätzen Auseinandersetzung mit Bezugstheorien, normativer und rechtlicher Bezugsrahmen des Leitbildes, qualitative Studie Ansätze für ein Analyseinstrumentarium Entwicklung des Leitbildes Humane berufliche Teilhabe und Operationalisierung Bestandsaufnahme Recht auf berufliche Teilhabe, unterschiedliche Formen beruflicher Teilhabe, Normalität des allgemeinen Arbeitsmarktes

7 Dr. Vanessa Kubek 7 2 Methodische Vorgehensweise Methodenbasierte Exploration Konsolidierung des Leitbildes und der Kriterien zur Analyse und Bewertung von Arbeitsplätzen Theoretische Exploration Relevante theoretische Ansätze + normative und rechtliche Grundlagen

8 Dr. Vanessa Kubek 8 3 Theoretische Exploration Entwicklung des Leitbildes Bezugstheorien Leitbild: Humane berufliche Teilhabe Arbeitswissenschaftliche Dimension Rechtliche DimensionNormative Dimension

9 Dr. Vanessa Kubek 9 3 Theoretische Exploration Entwicklung des Leitbildes Bezugstheorien Leitbild: Humane berufliche Teilhabe Arbeitswissenschaftliche Dimension Rechtliche Dimension SGB IX + UN-Behindertenkonvention Formaler Rechtsanspruch: gleichberechtigte Teilhabe, Selbstbestimmung, ganzheitliche Förderung der persönlichen Entwicklung, Inklusion, Sicherung des eigenen Lebensunterhalts. Normative Dimension UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (2006, Art. 27): International verbindlicher Rechtsanspruch u.a. auf Teilhabe an inklusiven Arbeitswelten

10 Dr. Vanessa Kubek 10 3 Theoretische Exploration Entwicklung des Leitbildes Bezugstheorien Leitbild: Humane berufliche Teilhabe Arbeitswissenschaftliche Dimension Rechtliche Dimension SGB IX + UN-Behindertenkonvention Formaler Rechtsanspruch: gleichberechtigte Teilhabe, Selbstbestimmung, ganzheitliche Förderung der persönlichen Entwicklung, Inklusion, Sicherung des eigenen Lebensunterhalts. Normative Dimension Arbeits- und Sozialministerkonferenz etc. Normativer Rahmen: Selbstbestimmung, Eigenverantwortung, Personalzentrierung, Sozialraumorientierung, Gewährleistung, gesellschaftliche Teilhabe. Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK), Deutscher Landkreistag, Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge: Stärkung von Selbstbestimmung und Eigenverantwortung Personenzentrierung Sozialraumorientierung Stärkung der Durchlässigkeit WfbM – allgemeiner Arbeitsmarkt

11 Dr. Vanessa Kubek 11 3 Theoretische Exploration Entwicklung des Leitbildes Bezugstheorien Inklusions- und Exklusionstheorie Theoretische Ansätze zum Personalen Handeln im Kontext der Arbeit Ökologische Systemtheorie Leitbild: Humane berufliche Teilhabe Rechtliche Dimension SGB IX + UN-Behindertenkonvention Formaler Rechtsanspruch: gleichberechtigte Teilhabe, Selbstbestimmung, ganzheitliche Förderung der persönlichen Entwicklung, Inklusion, Sicherung des eigenen Lebensunterhalts. Normative Dimension Arbeits- und Sozialministerkonferenz etc. Normativer Rahmen: Selbstbestimmung, Eigenverantwortung, Personalzentrierung, Sozialraumorientierung, Gewährleistung, gesellschaftliche Teilhabe. Arbeitswissenschaftliche Dimension Gute Arbeit Gestaltung des Beschäftigungsverhältnisses Humane Arbeit Gestaltung von Arbeitsbedingungen Quality of working life Gestaltung von Arbeitsbedingungen und Arbeitsorganisation

12 Dr. Vanessa Kubek 12 3 Arbeitswissenschaftliche Dimension Gute Arbeit Gestaltung des Beschäftigungsverhältnisses Humane Arbeit Gestaltung von Arbeitsbedingungen Quality of working life Gestaltung von Arbeitsbedingungen und Arbeitsorganisation Theoretische Exploration Entwicklung des Leitbildes Bezugstheorien Inklusions- und Exklusionstheorie Theoretische Ansätze zum Personalen Handeln im Kontext der Arbeit Ökologische Systemtheorie Leitbild: Humane berufliche Teilhabe Rechtliche Dimension SGB IX + UN-Behindertenkonvention Formaler Rechtsanspruch: gleichberechtigte Teilhabe, Selbstbestimmung, ganzheitliche Förderung der persönlichen Entwicklung, Inklusion, Sicherung des eigenen Lebensunterhalts. Normative Dimension Arbeits- und Sozialministerkonferenz etc. Normativer Rahmen: Selbstbestimmung, Eigenverantwortung, Personalzentrierung, Sozialraumorientierung, Gewährleistung, gesellschaftliche Teilhabe. Exklusion: Ausgrenzung von Personen in sozialen Systemen; Art und Ausmaß sozialer Teilhabe und Ausgrenzung Begriff steht zunehmend stellvertretend für Konstrukt soziale Ungleichheit Inklusion: Internationale Inklusionsforschung stark auf Schulbereich fokussiert (Porter, Booth/Ainscow, Hinz) Einbezogensein als vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft, unabhängig von Fähigkeiten; untrennbare, heterogene Gruppe Veränderungen im System, nicht Anpassung der Person

13 Dr. Vanessa Kubek 13 3 Arbeitswissenschaftliche Dimension Gute Arbeit Gestaltung des Beschäftigungsverhältnisses Humane Arbeit Gestaltung von Arbeitsbedingungen Quality of working life Gestaltung von Arbeitsbedingungen und Arbeitsorganisation Theoretische Exploration Entwicklung des Leitbildes Bezugstheorien Inklusions- und Exklusionstheorie Theoretische Ansätze zum Personalen Handeln im Kontext der Arbeit Ökologische Systemtheorie Leitbild: Humane berufliche Teilhabe Rechtliche Dimension SGB IX + UN-Behindertenkonvention Formaler Rechtsanspruch: gleichberechtigte Teilhabe, Selbstbestimmung, ganzheitliche Förderung der persönlichen Entwicklung, Inklusion, Sicherung des eigenen Lebensunterhalts. Normative Dimension Arbeits- und Sozialministerkonferenz etc. Normativer Rahmen: Selbstbestimmung, Eigenverantwortung, Personalzentrierung, Sozialraumorientierung, Gewährleistung, gesellschaftliche Teilhabe. Personales Handeln im Kontext der Arbeit – Relevante theoretische Ansätze: Handlungsregulationstheorie (Oesterreich; Hacker; Volpert) Motivationstheorien (Porter/Lawler u.a.) Modelle der Arbeitszufriedenheit (Bruggemann/Groskurth/Ulich) Stresstheorien (Karasek; Lazarus; Siegrist u.a.) Abgeleitetes Ziel im Hinblick auf zu erstellendes Leitbild: Objektive Arbeitssituation (Arbeitsgestaltung etc.) und subjektive Wahrnehmung berücksichtigen

14 Dr. Vanessa Kubek 14 4 Methodenbasierte Exploration Konsolidierung des Leitbildes und der Kriterien zur Analyse und Bewertung von Arbeitsplätzen Theoretische Exploration Zwischenergebnis: Entwurf: Leitbild und Operationalisierung Methodenbasierte Exploration Befragung von Reha-Experten + beschäftigten Menschen mit Behinderung

15 Dr. Vanessa Kubek 15 4 Methodenbasierte Exploration Modifikation und Operationalisierung des Leitbildes Gruppendiskussion mit Reha-Experten Ziele: 1)Leitbild und Operationalisierung an Erkenntnissen aus der Praxis spiegeln 2)Relevante Dimensionen im Hinblick auf theoretisches Sampling für Befragung von beschäftigten Menschen eruieren Modifiziertes Leitbild bzw. angepasste Kriterien Qualitativer Stichprobenplan Interviews mit beschäftigten Menschen mit Behinderung Subjektive Sicht auf Beschäftigungssituation in Erfahrung bringen Relevante Bewertungskriterien in Erfahrung bringen Schriftliche Befragung von Reha-Experten

16 Dr. Vanessa Kubek 16 4 Übergeordnetes Ziel der Befragung: Ganzheitliche Sicht auf humane berufliche Teilhabe generieren Leitfragen: Inwieweit schlagen sich die Inhalte des Leitbild-Entwurfs in der Einschätzung der Beschäftigten nieder? Inwieweit müssen die Kriterien zur Operationalisierung des Leitbildes auf Basis der Befragungsergebnisse angepasst werden? Inwiefern unterscheiden sich bewertende Kriterien nach Arbeitskontext bzw. Behinderungsart? Sind Unterschiede in der Arbeitszufriedenheit in Abhängigkeit vom Arbeitskontext festzustellen? Befragung von Beschäftigten I Ziel der Befragung

17 Dr. Vanessa Kubek 17 4 Herausforderung: Befragung von Menschen mit Behinderungen Qualitatives Design Methodik: Problemzentriertes Interview (Witzel) Befragungsinhalte: Erzählen Sie mir von Ihrer Arbeit! Was gefällt Ihnen bei Ihrer Arbeit? Was gefällt Ihnen nicht bei Ihrer Arbeit? Bewertung der genannten Aspekte nach Wichtigkeit Bewertung der genannten Aspekte nach Zufriedenheit Befragung von Beschäftigten II Gegenstand der Befragung

18 Dr. Vanessa Kubek 18 4 Relevante Merkmalsausprägungen, die die Fallauswahl leiten: Art der Behinderung Tätigkeitsfeld Unterschiedliche institutionelle Kontexte bzw. Beschäftigungsrahmen Interviews: 54 Personen, darunter Primärer Sektor: 4, Sekundärer Sektor: 7, Tertiärer Sektor: 43 Psychisch behindert: 34, geistig behindert/lernbehindert: 16, sonstige: 4 Vollständige Transkription der Interviews, anschließend Auswertung nach Strauss/Corbin Befragung von Beschäftigten III Qualitativer Stichprobenplan, Befragungsumfang, Auswertungsmethodik

19 Dr. Vanessa Kubek 19 4 Arbeitsumgebung, Arbeitsgestaltung, Arbeitsplatz: Raumgröße und -ausstattung Lautstärke, Umgebungsbedingungen Gruppengröße Vorhandensein von Rückzugsräumen Personalausstattung und -fluktuation Sauberkeit Weg zur Arbeit Humane Arbeit aus der Perspektive von Beschäftigten III Einflussfaktoren

20 Dr. Vanessa Kubek 20 4 Arbeitstätigkeit: Physische und motorische Anforderungen Varianz bzw. Vielfalt Zeitdruck Arbeitsmenge Leerlaufphasen bzw. Umgang mit Leerlaufphasen Intellektuelle Anforderungen Möglichkeit, dazu zu lernen Möglichkeit zur Weiterqualifikation Entfaltungsspielraum Verantwortungsbereich / Entscheidungsspielraum Gefühl der Beanspruchung Bewältigung der Arbeitsaufgabe Berücksichtigung individueller Interessen und Bedürfnisse Humane Arbeit aus der Perspektive von Beschäftigten IV Einflussfaktoren

21 Dr. Vanessa Kubek 21 4 Inner- und außerbetriebliche Kooperationsformen: Verhältnis zu nicht-behinderten Kollegen Teamarbeit Haltung der Kollegen gegenüber Menschen mit Behinderungen Führungsverhalten der Vorgesetzten Kommunikation zwischen Beschäftigten und Vorgesetzten Kundenkontakt Humane Arbeit aus der Perspektive von Beschäftigten V Einflussfaktoren

22 Dr. Vanessa Kubek 22 4 Betriebliche Arbeitsbeziehung: Betriebsausflüge, Feste Pausen- und Urlaubsregelung Frühstücks- und Mittagessensgestaltung Lohnsystem Arbeitszeitenregelung Vertragsgestaltung (z.B. zeitliche Befristung) Vergütung Humane Arbeit aus der Perspektive von Beschäftigten VI Einflussfaktoren

23 Dr. Vanessa Kubek 23 4 Organisationsbezogene Faktoren: Strukturierung von Arbeitsabläufen Alleinstellungsmerkmale im Hinblick auf Produkte Eigenproduktion (WfbM) Planungshorizont Kommunikationsstrategie seitens der Geschäftsführung Gesellschaftliche Rahmenbedingungen / Unternehmensumfeld: Kundenbedürfnisse / Kundenanforderungen Gesellschaftliche Anerkennung / Image der Arbeitsstätte Humane Arbeit aus der Perspektive von Beschäftigten VII Einflussfaktoren

24 Dr. Vanessa Kubek 24 4 Höchste Bedeutung (alle Befragte): Arbeitstätigkeit / Arbeitsaufgabe Zusammenarbeit mit / Verhältnis zu Kollegen Verhältnis zum Vorgesetzten Vergütung (insbesondere Arbeitsplätze außerhalb WfbM) Wichtige Bedeutung (Menschen mit psych. Beeinträchtigung): Nähe des Arbeitsplatzes zum allg. Arbeitsmarkt / Normalität Arbeiten ohne Zeitdruck / Stress Vergütung Sauberkeit Humane Arbeit aus der Perspektive von Beschäftigten VIII Einflussfaktoren

25 Dr. Vanessa Kubek 25 4 Individuelle Ebene (Auszug): Wertschätzung, Akzeptanz, Respekt gegenüber Vorgesetzten Positive Haltung gegenüber Kollegen Sich nützlich fühlen Vertrauen in eigene Fähigkeiten wächst Stolz empfinden Weder unter- noch überfordert fühlen Zufrieden sein mit der Vergütung Entwicklungen und Fortschritte wahrnehmen Sich wohlfühlen Motiviert sein Gerne zur Arbeit gehen Identifikation mit Produkten, Betrieb und Kunden Humane Arbeit aus der Perspektive von Beschäftigten IX Wirkfaktoren

26 Dr. Vanessa Kubek 26 4 Organisationale Ebene: Positives Betriebsklima Hohe Qualität Kundenbindung Kreation innovativer Produkte Insbesondere Menschen mit psych. Beeinträchtigung: Haltung gegenüber behinderten Kollegen verändert sich Berufliche Vorerfahrung wird gewinnbringend eingebracht Verbesserungsprojekte im Betrieb werden angestoßen Verbesserung ihrer individuellen Gesundheitssituation Humane Arbeit aus der Perspektive von Beschäftigten X Wirkfaktoren

27 Dr. Vanessa Kubek 27 5 Leitbild Humane berufliche Teilhabe Theoretische Exploration Relevante theoretische Ansätze + normative und rechtliche Grundlagen Methodenbasierte Exploration Befragung von Reha-Experten + beschäftigten Menschen mit Behinderung Konsolidierung des Leitbildes und der Kriterien zur Analyse und Bewertung von Arbeitsplätzen

28 Dr. Vanessa Kubek 28 5 Humane berufliche Teilhabe orientiert sich an den individuellen Fähigkeiten, Kompetenzen und Interessen der Beschäftigten, stärkt deren Selbstbestimmung und Eigenverantwortung, wirkt Beeinträchtigungen hinsichtlich Partizipation und Aktivität entgegen und bietet die Möglichkeit, den eigenen Lebensunterhalt durch Arbeit zu verdienen. Durch geeignete organisatorische, personen- und umweltbezogene Rahmenbedingungen werden die fachlichen und überfachlichen Kompetenzen, die psychische und physische Gesundheit, die persönliche Entwicklung, Motivation und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten erhalten bzw. gefördert. Humane berufliche Teilhabe setzt die soziale Integration in eine Arbeitsorganisation voraus und fördert die gesellschaftliche Teilhabe durch inklusive Kulturen, Strukturen und Praktiken. Über die genannten Effekte auf individueller Ebene hinausgehend fördert humane Arbeit ein positives Betriebsklima sowie eine hohe Qualität der hergestellten Produkte bzw. erbrachten Dienstleistungen und generiert somit eine hohe Kundenzufriedenheit. Leitbild Humane berufliche Teilhabe I

29 Dr. Vanessa Kubek 29 5 Leitbild Humane Berufliche Teilhabe II: Wirkgefüge

30 Dr. Vanessa Kubek 30 5 Leitbild Humane Berufliche Teilhabe III Beispiel für Operationalisierung b) Wirkungen Individuelle Ebene Erhalt / Förderung der fachlichen und überfachlichen Kompetenzen und der persönlichen Entwicklung Teilnahme an Bildungs-/ Qualifizierungsangeboten Weiterbildungsintensität (Häufigkeit, Freistellung) T Transfer Gelerntes – ArbeitMöglichkeit zum Transfer der Kursinhalte auf die Arbeit B Transfer Gelerntes – Arbeit – Alltag / Privatleben Möglichkeit zum Transfer der Kursinhalte auf die Arbeit und darauffolgend auch auf das Privatleben B Persönliche Entwicklungen / Fortschritte Fortschritte im Rehabilitationsprozess: Soziale Kompetenz, Selbstwahrnehmung, Selbstreflexion, Kontaktfreudigkeit / Kontakte zulassen, Abbau von Ängsten, Akzeptanz der Behinderung B Reflexionsmöglichkeit in Gruppen B (Reha-Experten) Selbstreflexionsfähigkeit / Kritikfähigkeit; Fähigkeit, Kritik zu äußern Angebot an sozialen Kompetenztrainings T+B Teilnahmequote an sozialen Kompetenztrainings T+B T: Theorie; B: Befragung

31 Dr. Vanessa Kubek 31 6 Ziel des Instrumentariums: Analyse der Humanität beruflicher Teilhabe Betriebsspezifische Selbstbewertungen Querschnittsuntersuchungen Betrachtungsebenen: bedingungsbezogen + personenbezogen Einsatzszenarien Humane berufliche Teilhabe (HuberT) variieren nach Befragungsumfang: Vollerhebung / Stichprobe (Führungskräfte und Beschäftigte) Befragungsarten Auswertungsarten Anschlussfähigkeit, erforderliche Expertise Ansätze für ein Analyse- und Messinstrument Humane berufliche Teilhabe (HuberT)

32 Dr. Vanessa Kubek 32 7 Leitbild Humane berufliche Teilhabe und dessen Operationalisierung integrieren: relevante (arbeitswissenschaftliche) Theorien bzw. wissenschaftliche Vorarbeiten (psychologische Arbeitsanalyseverfahren, internationale Literatur zur Quality of Working Life usw.) normative Setzungen und rechtliche Rahmenbedingungen Einschätzung von Reha-Experten subjektive Sicht von Beschäftigten Kriterien zur Operationalisierung bilden Grundlage für Analyseinstrumentarium Wissenschaftliche Grundlage für Bewertung von Arbeitsplätzen Methodische Erkenntnisse zur Befragung von Menschen mit Behinderungen Zusammenfassung

33 Dr. Vanessa Kubek 33 7 Übertragbarkeit auf Arbeitsplätze von Menschen ohne Behinderung? Zielgruppenspezifische Perspektive durch UN-Behindertenrechtskonvention etc. Befragung zielgruppenspezifisch Aber: Theoretische Bezugspunkte nicht zielgruppenspezifisch Kern = Inklusionsgedanke nicht zielgruppenspezifisch Weiterer Forschungsbedarf: Prüfung der Übertragbarkeit Konzeption der Erhebungsinstrumente auf Basis der Analysekriterien Überprüfung der wissenschaftlichen Güte des Analyseinstrumentariums Ausblick

34 Dr. Vanessa Kubek 34 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Kontakt: Dr. Vanessa Kubek Institut für Technologie und Arbeit (ITA) Trippstadter Str Kaiserslautern Tel Web:www.ita-kl.de


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