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Mark-Oliver Rödel Ökologie Teil II: Autökologie Vorlesung 5 Licht, Wasser, Osmoregulation.

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Präsentation zum Thema: "Mark-Oliver Rödel Ökologie Teil II: Autökologie Vorlesung 5 Licht, Wasser, Osmoregulation."—  Präsentation transkript:

1 Mark-Oliver Rödel Ökologie Teil II: Autökologie Vorlesung 5 Licht, Wasser, Osmoregulation

2 Licht Energie für Photosynthese Zeitgeber Orientierung Visuelle Kommunikation

3 Jahreszeiten Richtung der Solarstrahlung im Verlauf der Jahreszeiten mit maximaler Variationsbreite des Einfallwinkels von +/- 23,5° (Winkel der Rotationsachse der Erde zur Umlaufbahn) unterschiedlich starke Erwärmung Jahreszeiten

4 Tageslängen im Jahresverlauf Monat Tageslänge (Stunden) z.B. Norditalien z.B. Kuba

5 Aktivität von Schaben unter Tag/Nachtwechsel und unter Dauerdunkel Aktivität von Fliegen unter Tag/Nachtwechsel (Tage 1-7) und unter Dauerdunkel ab Tag 8.

6 Schlupf von Zuckmücken unter Tag/Nachtwechsel und unter Dauerlicht

7 Gezeitenzyklus MHWS, MNWS: mittleres Hoch- bzw. Niedrigwasser bei Springtiden MHWN, MNWN: mittleres Hoch bzw. Niedrigwasser bei Nipptiden Ein Zyklus Ebbe / Flut: 12:25 Stunden

8 Clunio entwickelt sich (meist) im Meerwasser (z.B. C. marinus 2,5-3 mm; Larve maximal 5,7 mm) Wohnröhren der Larven auf Fels- oder Sandboden der unteren Gezeitenzone geflügelt, ungeflügelt mit großen Genitalzangen, mit denen es das bei der Begattung packt Fortpflanzung nur während einer Zeitspanne von etwa 2 h gesichert (Ebbe) Felswattmücke Clunio bei Clunio aquilonius (Japan) sucht das auf der Wasseroberfläche gleitend eine -Puppe auf, die sich nur mit Hilfe des zur Imago häuten kann das berührt die -Puppe mit den Vorderfüßen, die Puppenhaut platzt vorn-oben und wird nun in wenigen sec vom mit den Hinterfüßen und Genitalzangen nach hinten gestreift sofort anschließend Begattung und Eiablage das stirbt auf dem Gelege

9 Bei arktischen Populationen wirkt die Temperaturerhöhung als Schlupfreiz gezeitenperiodische Schlüpf- und Fortpflanzungszeiten bei arktischen Populationen von Clunio marinus im Freiland (Tromsö, Norwegen) und im Versuch mit 1-3 Temperaturerhöhungen als Zeitgeberreiz Tidenhub Freiland

10 Saisondimorphismus bei Landkärtchenfalter, Araschnia levana durch Tageslänge ausgelöst Kurztag orange Frühjahrsform Langtag dunkle Sommerform Freiland 18/6 Langtag (20°C) 8/15 Kurztag (20°C)

11 Polarisationsmuster Arthropoden (Komplexaugen) können polarisiertes Licht wahrnehmen z.B. Bienen und Wüstenameisen nützen polarisiertes Licht zur Orientierung Cataglyphis

12 Polarisationsmuster des Himmels

13 Orientierung nach der Sonne bei Molchen Mittag (klar) Sonnenuntergang (klar) Sonnenuntergang (bewölkt) einzelner Molch vorhergesagte Laufrichtung mittlere beobachtete Laufrichtung

14 zelluläre Prozesse an wässriges Medium gebunden Konzentrationen von Metaboliten und Enzymen wichtig für Geschwindigkeit von biochemischen Reaktionen und für Zellstrukturen osmotische Effekte zwischen verschieden konzentrierten Lösungen Wasser

15 Feuchteabhängigkeit der Entwicklung bei Wanderheuschrecken Dauer der geschlechtlichen Entwicklung von Locusta migratoria (1) und Schistocerca gregaria (2) in Abhängigkeit von der relativen Luftfeuchte, ausgedrückt als die Zahl der Tage zwischen der Imaginalhäutung und der ersten Eiablage. Locusta migratoria rel. Luftfeuchte (%) Entwicklungsdauer

16 Feuchteabhängigkeit des Reproduktionserfolges bei Wanderheuschrecken Zahl der je Weibchen abgelegten Eikapseln bei Locusta migratoria (1) und Schistocerca gregaria (2) in Abhängigkeit von der relativen Luftfeuchte. rel. Luftfeuchte (%) Eikapseln

17 Beziehung zwischen Temperatur und Feuchte höchst möglicher Wasserdampfgehalt (g/m³) 30,317,39,44,82,21,10,5 g/m³ °C Die Feuchtigkeit von mit Wasserdampf gesättigter Luft bei unterschiedlichen Temperaturen: Wassergesättigte Luft von 10°C ist nur noch zu 25% gesättigt wenn sie auf 35°C erwärmt wird.

18 Feuchteabhängigkeit bei Wanderheuschrecken Reaktionsoberfläche der Interaktionen von Feuchtigkeit und Temperatur auf die Mortalität/das Überleben von Schistocerca gregaria Nymphen. rel. Luftfeuchte (%) Temperatur (°C) Überleben (%)

19 Wasserabgabe: Kot Urin Evaporation über die Oberfläche Evaporation bei der Atmung Kühlungsevaporation Salzdrüsen Trophallaxis Abgabe von Markierpheromon Säugen manche Tiere (z. B. Esel) können 40% des Wassers verlieren, Menschen sterben bei einem Verslust von mehr als 15%

20 Schutz vor Wasserverlust (hängt häufig mit Verdunstungskühlung zusammen, also auch Vermeidung von Aufheizung)

21 Tiere aus warmen / trockenen Habitaten verlieren relativ weniger Wasser über Haut im Vergleich zur Atmung (Beispiel verschiedene Reptilien) g verdunstetes Wasser (Haut und Atmung) / 100 g Körpergewicht und Tag Anteil der Verdunstung über Haut und Atmung

22 wasserundurchlässige Außenhaut, z.B. Wachsschicht auf der Kutikula von Insekten (langkettige Kohlenwasserstoffe)

23 Wasserverlust über die Haut ist an den jeweiligen Lebensraum angepasst Bibio Dermacentor Artverdunstetes H 2 O in mg pro 1 cm² Oberfläche (bei 0,13 kPa) Sumpffliege (Bibio)900 Schabe (Periplaneta)49 Wanderheuschrecke (Schistocerca) 22 Tse-Tse Fliege (Glossina) 13 Mehlwurm (Tenebrio)6 Mehlmilbe (Acarus)2 Zecke (Dermacentor)0,8 Glossina

24 Temperaturabhängigkeit des Wasserverlustes bei Schaben Temperatur (°C) Wasserverlust (mg h -1 ) Verdunstung nimmt generell mit höherer Temperatur zu (Dreiecke); ab einer bestimmten Grenztemperatur schmelzen die Wachse der Kutikula (Kreise) = Verdunstung steigt schlagartig an

25 REM-Aufnahme eines von 16 Stigmata von Scarabaeus flavicornis. Ist durch eine Klappe verschließbar. Verminderung der Wasserabgabe bei der Atmung

26 CO 2 -Abgabe eines Schwarzkäfers (Pimelia) ohne Wasserstress Verminderung der Wasserabgabe bei der Atmung Zeit (min) CO 2 Abgabe (ml h -1 ) CO 2 -Abgabe unter Wasserstress CO 2 Abgabe (ml h -1 ) Zeit (min)

27 Wasserabgabe wird durch diskontinuierliche Atmung verringert CO 2 (cm³ g-1 h-1) H 2 O (mg g -1 h -1 ) hier bei einer Ameise, Pogonomyrmex diskontinuierliche Abgabe von Kohlendioxid und Wasser bei Insekten durch Öffnen und Schließen von Stigmata Zeit (min)

28 Ammoniak (ist primäres Endprodukt = keine extra Energie notwendig, braucht aber sehr viel Wasser zum Ausscheiden) Harnstoff (braucht wenig Energie bei der Herstellung, braucht aber viel Wasser zum Ausscheiden) Salze der Harnsäure als Paste oder trockene Substanz ausscheidbar (energieaufwendig, aber sehr wenig wasserlöslich) Wassereinsparung durch Konzentrierung des Urins und Modus der N-Ausscheidung Exkretion und Wasserabgabe NH 3

29 Exkretion und Lebensraum Ammoniak ammoniotelisch Harnstoff ureotelisch Harnsäure uricotelisch Exkret- stoffe aquatisch terrestrisch aquatisch / terrestrisch

30 Kreideriedfrosch Hyperolius nitidulus in Savannengebieten Westafrikas Trockenzeit extreme Temperaturen (45°C im Schatten) kein offenes Wasser Jungtiere (0,2-0,6 g) ästivieren (übersommern) an einem Grashalm (bis zu 100 Tage) der direkten Sonne ausgeliefert sind voll reaktionsfähig Amphibien in Trockengebieten

31 Kreideriedfrosch Hyperolius nitidulus Amphibien in Trockengebieten

32 Anpassungen des Kreideriedfrosches gegen Wasserverlust können bis zu 50% des Körperwassers verlieren Haut an den exponierten Stellen praktisch wasserundurchlässig (Mechanismen nicht ganz klar, evtl. Lipidschichten, Mucus u.ä.) andere Stellen wasserdurchlässig normal hermetisch verschlossen bei Taubildung Wasseraufnahme Häutungen alle 1-3 Tage (Wasserverlust) bei Temperaturen über 37°C werden sie weiß Iridophoren (Zellen, die Guaninkristalle enthalten) reflektiert ca. 80% der Strahlung im sichtbaren Bereich und im nahen IR erst ab 45°C benutzen sie Verdunstungskühlung Stickstoffendprodukte in Form von Guanin in der Haut gelagert

33 Auch andere Froscharten mit gutem Verdunstungsschutz Chiromantis xerampelina Phylomedusa sauvagii Überzieht sich mit Wachsschicht Cyclorana platycephala speichert Wasser und bildet Kokon aus Zeit (h) Gewicht (g) Frösche (und Chamäleon) bei 25°C und 20-30% relativer Luftfeuchte gehalten


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