Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Urteilskompetenz im Geschichts- unterricht der Kursstufe

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "Urteilskompetenz im Geschichts- unterricht der Kursstufe"—  Präsentation transkript:

1 Urteilskompetenz im Geschichts- unterricht der Kursstufe
Bild: Wikipedia Commons - © Poussin jean

2 Konzentrationslager Buchenwald, 1945
Die Fotografie kann hier aus rechtlichen Gründen nicht wiedergegeben werden. Konzentrationslager Buchenwald, 1945 Pandel: Bildinterpretation I, Schwalbach / Ts. 2008, S. 186

3 Guards Beaten by Liberated Prisoners, Buchenwald, April 1945.
Originalbild-unterschrift: Lee Miller, Guards Beaten by Liberated Prisoners, Buchenwald, April 1945. R. Mißelbeck (Hg.): Prestel-Lexikon der Fotografen, München u. a. 2002, S. 168. Die Fotografie kann hier aus rechtlichen Gründen nicht wiedergegeben werden.

4 Urteilsbildung im Geschichtsunterricht
Gegenstand Wissen Emotion (Vor-) Urteil Kontext Kriterien

5 Gliederung Bedeutung der Urteilsbildung
Grundlegende Begriffe der Urteilsbildung Urteilsbildung und Kompetenzorientierung 4. Praxisbeispiele a) Liedertexte DDR - BRD b) Bild: Geschichte der USA

6 Der Schüler muss wissen, dass man es sich mit dem Urteilen nicht leicht machen darf und dass ihm stets das Verstehen und Begreifen vorausgehen muss. J. Rohlfes, Geschichte und ihre Didaktik, Göttingen 1997, S. 279

7 I. Bedeutung der Urteilsbildung
Urteilsbildung steht im Zentrum des dritten und anspruchsvollsten Anforderungsbereiches der schulischen Ausbildung im gesellschaftswissen- schaftlichen Aufgabenfeld. Ein qualifiziertes Urteil fällen zu können gilt als die Grundlage, um am politischen Leben der Gesellschaft teilnehmen zu können. Kayser, Hagemann, Urteilsbildung, S. 3.

8 I. Bedeutung der Urteilsbildung
Der Anforderungsbereich III (laut EPA)… … umfasst den reflexiven Umgang mit neuen Problemstellungen, den eingesetzten Methoden und gewonnenen Erkenntnissen, um zu eigenständigen Begründungen, Folgerungen, Deutungen und Wertungen zu gelangen. EPA, S. 11

9 I. Bedeutung der Urteilsbildung
Dies erfordert v. a. Leistungen der Reflexion und Problemlösung, nämlich (u.a.): Entfalten einer strukturierten, multiperspektivischen und problembewussten historischen Argumentation Diskutieren historischer Sachverhalte und Probleme Reflektieren der eigenen Urteilsbildung unter Beachtung historischer bzw. gegenwärtiger ethischer, moralischer und normativer Kategorien EPA, S. 11

10 I. Bedeutung der Urteilsbildung
Der Geschichtsunterricht der gymnasialen Oberstufe verfolgt das Ziel, ein Geschichtsbewusstsein zu fördern, das zur Reflexion befähigt. Bildungsplan, S. 217 d. h. Urteilsbildung ist konstitutiv für den Geschichts- unterricht der Kursstufe; sie ist aber nicht ausschließliches Merkmal des SII-Unterrichts, sondern muss in SI angebahnt und eingeübt werden.

11 I. Bedeutung der Urteilsbildung
Der Schwerpunkt der Abiturprüfung soll zwar lt. EPA im Anforderungsbereich II (Reorganisation und Transfer) liegen, aber: Gute und bessere Bewertungen setzen Leistungen voraus, die deutlich über den Anforderungs- bereich II hinausgehen und mit einem wesent- lichen Anteil dem Anforderungsbereich III zuzuordnen sind. EPA, S. 10

12 II. Grundlegende Begriffe der Urteilsbildung
Reflektieren der eigenen Urteilsbildung unter Beachtung historischer bzw. gegenwärtiger ethischer, moralischer und normativer Kategorien EPA, S. 11 Begriff Urteil Grundlagen des Urteils: Kategorien / Kriterien Art des Urteils: Sachurteil Werturteil Prozess: Urteilsbildung

13 II. Grundlegende Begriffe der Urteilsbildung
Urteil ist eine begründete Stellungnahme zu einer Frage oder einem Problem. Zu beurteilende Frage / zu beurteilendes Problem Urteil Eigene Position (Zustimmung, Ablehnung, Differenzierung) Begründung (schlüssig, sachgerecht, transparent)

14 II. Grundlegende Begriffe der Urteilsbildung
Urteile sind durch eine bestimmte Qualität ihrer Begründungen definiert. Das Ziel der Urteils- bildung besteht in der Initiierung eines Prozes- ses, nicht dem Erreichen eines bestimmten Ergebnisses. Es müssen prinzipiell mehrere begründete Stellungnahmen möglich sein. Kayser / Hagemann, Urteilsbildung, S. PA, S. 10

15 II. Grundlegende Begriffe der Urteilsbildung
Sachurteile sind Urteile auf der Ebene des historischen Gegenstandes. (Grundlage: Quellen) Werturteile sind Urteile auf der Grundlage des gegenwärtigen subjektiven und gesellschaftlichen Normensystems, indem heutige Wertbegriffe verdeutlicht und an den betrachteten Sachverhalt angelegt werden. (Grundlage: Werte / Normen)

16 II. Grundlegende Begriffe der Urteilsbildung
Bedeutung für die Unterrichtspraxis: Der Prozess der historischen Urteilsbildung besteht i. d. R. aus einem Dreischritt: III. Werturteil (als Beitrag zum Geschichtsbewusstsein) II. Sachurteil (Deutung und Interpretation der Quellen) Sachanalyse (z. B. von Quellen)

17 III. Urteilsbildung und Kompetenzorientierung
Schwerpunkt der Kompetenzorientierung Konstruktion des Unterrichts III. Werturteil (als Beitrag zum Geschichtsbewusstsein) Orientierungskompetenz Reflexionskompetenz II. Sachurteil (Deutung und Interpretation der Quellen) Methodenkompetenz Sachanalyse (z. B. von Quellen) Sachkompetenz

18 III. Urteilsbildung und Kompetenzorientierung
Orientierungskompetenz Wert- urteil Kommuni- kation mit anderen Reflexions-kompetenz Sach- urteil Quelle Darstellung Neue Fragen Vermutungen Sach- analyse Begründetes Handeln Methoden-kompetenz Sachkompetenz

19 III. Urteilsbildung und Kompetenzorientierung
Wert- urteil Narrative Kompetenz / Wertorientierung prüfen / Argumentationsfähigkeit / Kritik- und Urteilsfähigkeit Kommuni- kation mit anderen Quelle Darstellung Neue Fragen Vermutungen Handlungskompetenz / Zukunft gestalten / soziales Handeln Begründetes Handeln Fragekompetenz

20 IV. Unterrichtspraxis: a) Beispiel Liedertexte
Aus rechtlichen Gründen kann der Liedtext „Oppositionslied“ hier nicht wiedergegeben werden. Er findet sich in: Hamann, Christoph und Axel Janowitz (Hg.): Feindliche Jugend? – Verfolgung und Disziplinierung Jugendlicher durch das Ministerium für Staatssicherheit. Unterrichtseinheiten zu ausgewählten Fällen. Berlin 2007, S. 89.

21 IV. Unterrichtspraxis: a) Beispiel Liedertexte
Möglicher Stundenverlauf: Einstieg: Präsentation des Liedtextes „Oppositionslied“ – spontane Reaktionen Entwicklung von Untersuchungsfragen Erarbeitung (z. B. GA arbeitsteilig) – Sachanalyse Interpretation der Quellenlage – Vorfall aus Sicht der Stasi und aus Sicht der Punks bewerten – Sachurteil aus zweierlei Perspektive

22 IV. Unterrichtspraxis: a) Beispiel Liedertexte
Aus rechtlichen Gründen kann der Liedtext „Rattenplage“ hier nicht wiedergegeben werden. Er findet sich in: Hamann, Christoph und Axel Janowitz (Hg.): Feindliche Jugend? – Verfolgung und Disziplinierung Jugendlicher durch das Ministerium für Staatssicherheit. Unterrichtseinheiten zu ausgewählten Fällen. Berlin 2007, S.102.

23 IV. Unterrichtspraxis: a) Beispiel Liedertexte
Möglicher Stundenverlauf - Fortsetzung: Kontrastieren mit Liedtext „Rattenplage“ Bewertung: Darf ein Staat Zensur ausüben? – Werturteil Wesentlich ist die Erkenntnis, dass das Entscheidende nicht das Ergebnis des „Verbotes“ durch den Staat ist, sondern in der Frage der Legitimation der Entscheidung liegt. Die Frage, ob der Staat Zensur in diesem Sinne ausüben darf, ist offen zu diskutieren.

24 IV. Unterrichtspraxis: b) Beispiel Bild / USA
Material: L. Kurz: Centennial Mirror, 1776 – Lithograph by American Oleograph Co., Copyrighted by the American Company, Milwaukee, Wisconsin, 1876. Quelle: 501/sizes/l/ vom

25

26

27

28

29

30

31

32

33

34

35

36

37 IV. Unterrichtspraxis: b) Beispiel Bild / USA
Vorschlag für eine Klausuraufgabe: Beschreiben Sie die Struktur des Bildes „Centennial Mirror“ (1876) und arbeiten Sie dessen Gesamt- aussage heraus (8 VP) 2. Stellen Sie sich vor, Sie seien Redakteur in einem Schulbuchverlag, der ein neues Geschichtsbuch für die Kursstufe herausbringen möchte. Es wird der Vorschlag geäußert, den „Centennial Mirror“ als Auftaktbild für das USA-Kapitel auszuwählen. Erörtern Sie, ob – und gegebenenfalls unter welchen Bedingungen – dieser Vorschlag sinnvoll ist. (8 VP)

38 IV. Unterrichtspraxis: b) Beispiel Bild / USA
Mögliche Vorgehensweise für die zweite Aufgabe: Perspektive bewusst machen Kriterien festlegen Kriterien am Material überprüfen – und daraus Argumente entwickeln Zusätzliche Bedingungen für den Einsatz formulieren bzw. Alternativen entwickeln Fazit formulieren Kriterien zur Bewertung der Urteilskompetenz am Beispiel dieser Aufgabenstellung

39 Verwendete Literatur Einheitliche Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung. Geschichte. München 2005. Gautschi, Peter: Guter Geschichtsunterricht. Grundlagen, Erkenntnisse, Hinweise. Schwalbach / Ts Hamann, Christoph und Axel Janowitz (Hg.): Feindliche Jugend? – Verfolgung und Disziplinierung Jugendlicher durch das Ministerium für Staatssicherheit. Unterrichtseinheiten zu ausgewählten Fällen. Berlin 2007.

40 Verwendete Literatur Kayser, Jörg und Ulrich Hagemann (Hg.): Urteilsbildung im Geschichts- und Politikunterricht. Bonn 2005. Mißelbeck, Reinhold (Hg.): Prestel-Lexikon der Fotografen. München u. a Pandel, Hans-Jürgen: Quelleninterpretation. Die schriftliche Quelle im Geschichtsunterricht. Schwalbach / Ts Pandel, Hans-Jürgen: Bildinterpretation. Die Bildquelle im Geschichtsunterricht. Bildinterpretation I. Schwalbach / Ts Rohlfes, Joachim: Geschichte und ihre Didaktik. Göttingen 1997.


Herunterladen ppt "Urteilskompetenz im Geschichts- unterricht der Kursstufe"

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen