Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

1 Bielefeld, 16.12.1999 Hochschulinterne Mittelvergabe als Gestaltungsaufgabe zwischen Modelldesign und change management Dr. Frank Ziegele CHE Centrum.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "1 Bielefeld, 16.12.1999 Hochschulinterne Mittelvergabe als Gestaltungsaufgabe zwischen Modelldesign und change management Dr. Frank Ziegele CHE Centrum."—  Präsentation transkript:

1 1 Bielefeld, Hochschulinterne Mittelvergabe als Gestaltungsaufgabe zwischen Modelldesign und change management Dr. Frank Ziegele CHE Centrum für Hochschulentwicklung

2 2 Bielefeld, Erweiterung der Perspektive bisheriges Thema des Workshops: Technik der Mittelvergabe, optimales Modelldesign erweiterte Perspektive: Konzeption, Einführung und Handhabung des Modells als Prozess der Organisationsentwicklung

3 3 Bielefeld, Thesen ¬ das beste Modelldesign bringt nichts, wenn die Hochschulangehörigen nicht dahinter stehen und keine Bereitschaft zum Wandel und zur Handhabung des Modells besteht! ­ das change management ist bei Mittelverteilungsfragen besonders schwierig, da es um Nullsummenspiele geht! Illustration: typische Probleme

4 4 Bielefeld, Typische Probleme durch unzureichendes change management ¬ Die hochschulinterne Diskussion startet damit, dass eine Gewinner-/ Verlierer-Tabelle auf den Tisch gelegt wird. Von diesem Zeitpunkt an findet keine sachbezogene Debatte mehr statt, sondern ein Verteilungskampf. ­ Neue Modelle werden am grünen Tisch entworfen; bisherige Regelungen werden nicht mehr thematisiert. Dadurch hat man alle, die am alten System gearbeitet haben, gegen sich und kann nicht ausreichend begründen, warum das neue Modell eine sinnvolle Weiterentwicklung darstellt. ® Die hinter dem Modell stehenden Ziele und Strategien werden nicht explizit diskutiert und sind unklar. Damit wird kein Grundkonsens über die Zielorientierung hergestellt; das Modell wird nicht hinreichend legitimiert.

5 5 Bielefeld, Typische Probleme durch unzureichendes change management ¯ Die Hochschulangehörigen werden mit einem fertigen Modell konfrontiert und akzeptieren es mangels Möglichkeit zur Partizipation nicht. ° Neue Modellansätze werden in den Gremien tot diskutiert. ± Die Fachbereiche befürchten unkalkulierbare finanzielle Risiken als Folge von automatisierter Indikatorsteuerung. ² Die einzelnen Hochschulangehörigen erkennen keinen individuellen Nutzen aus neuen Mittelvergabemodellen sondern empfinden die Instrumente als zusätzliche Gängelung durch die Hochschulleitung.

6 6 Bielefeld, Ziele und Ansatzpunkte des change managements ZIELE den Wandel managen dafür sorgen, dass der Veränderungsprozess das richtige Ergebnis hat (funktionsfähiges Modell) dafür sorgen, dass die Beteiligten hinter dem Ergebnis stehen dafür sorgen, dass das neue Modell produktiv eingesetzt wird (Gefahr: Kartellbildung!) ANSATZ- PUNKTE Prozessgestaltung (Konzeptionsphase!) Akzeptanzsicherung (Konzeptions-/Einführungs-/ Handhabungsphase!)

7 7 Bielefeld, Bereiche des change managements im Überblick change management von Mittelvergabemodellen ProzessgestaltungAkzeptanzsicherung Analyse der Rahmenbedin- gungen Vorgehen beim Modelldesign Verteilung von Initiativ- rechten externe Begleitung 2-Ebenen- Diskussion Transparenz Legitimierung strukturierte Partizipation Risiko- begrenzung individuelle Nutzen Lernfähigkeit des Systems Erläuterungen zu den einzelnen Bereichen

8 8 Bielefeld, Analyse der Rahmenbedingungen Abstimmung Vorgehen auf Beschlussorgan (Senat oder Hochschulleitung?) Info-Sammlung: Ansätze anderer Hochschulen, Erfahrungen Analyse der Personenkonstellation u. a. Gewinnung von Meinungsführern

9 9 Bielefeld, Vorgehen beim Modelldesign Kick-off-Workshop durchführen Vermittlung NSM-Logik, demonstrieren, dass Modelle funktionieren (best practices), aufzeigen Vernetzungen (mit Strategie/Globalhaushalt) Orientierungspunkte/Restriktionen erfassen und bewerten extern: Landesmodell, kameralistische Restriktionen intern: altes Modell, strategische Ziele, verfügbare Daten Modellarchitektur erarbeiten Gestaltungsaufgaben definieren, Optionen aufzeigen und bewerten, Gestaltungsentscheidungen treffen Sensitivitätsanalysen durchführen Gestaltungsentscheidungen auf Basis von Kausalitäten im Modell überprüfen Modell abschließend beraten, beschließen und einführen Grundkonsens über Ausrichtung, Verständnis Realitätsbezug des Modells, Eingrenzung Gestaltungs- optionen Einigung über richtiges Modell unter dem veil of ignorance Relativierung Bedeutung der Modellrechnungen, produktive Anwendung

10 10 Bielefeld, Verteilung von Initiativrechten grundlegender Zielkonflikt: top-down- Vorgaben bottom-up- Inpulse Effizienz bei Modellkonzeptionen Einbringen Kompetenzen, Akzeptanz Lösung Konflikt: Gegenstromverfahren mit verteilten Initiativrechten top-down-Inputs Strategische Ziele Zeitvorgaben spez. Aufgaben für Fachbereiche: Anmeldung möglicher Vorabs Verhandlung über Clusterbildung Diskussionsbedarf richtig kanalisieren

11 11 Bielefeld, externe Begleitung Prozesspromotion und -steuerung Informationstransfer über Modelle, best practices Erfahrungstransfer Übernahme von Entwicklungsarbeiten (Engpässe in der Hochschulverwaltung)

12 12 Bielefeld, Ebenen-Diskussionen 2 Argumentationsebenen: generelle Vorbehalte gg. Indikatorsteuerung + Vor- und Nachteile konkretes Modell Problem: Ebenen gehen durcheinander, dadurch Blockaden der Diskussion über Modellkonzeption Umgang mit den Ebenen: Versuch der Trennung Forum für generelle Kritik lassen, an den Anfang stellen, Zeit dafür einräumen, Totschlagargumente diskutieren konkrete Modelldiskussion als abgetrennte 2. Stufe

13 13 Bielefeld, Transparenz laufende Rückkoppelungen über Modellkonzeption zugrunde liegende Daten öffentlich machen Modellrechnungen öffentlich machen, aber: auf begrenzte Aussagefähigkeit hinweisen als Sensitivitätsanalyse anlegen

14 14 Bielefeld, Legitimierung Bisheriges fortentwickeln, aufbauen auf bestehender Basis glaubwürdige Zusammensetzung der Arbeitsgruppe zur Modellentwicklung über strategische Ziele legitimieren Gremien einbeziehen

15 15 Bielefeld, strukturierte Partizipation Modellentwicklung durch Expertengruppe statt Gremien richtig Zusammensetzung der Arbeitsgruppe (Bsp. OL) Gremien + Hochschulöffentlichkeit an den richtigen Stellen beteiligen

16 16 Bielefeld, Risikobegrenzung Begrenzung möglicher Verluste: durch Drehen an Modellparametern oder Abfederung Effekte besser das richtige Modell mit Abfederung Möglichkeiten der Abfederung: Modell zuerst laufen lassen, ohne es finanzwirksam zu machen schrittweise Einführung (steigende Prozentsätze) Kappungsgrenze Verluste bei X % (evtl. zeitlich begrenzt)

17 17 Bielefeld, Individuelle Nutzen direkte Verknüpfung Thema Mittelvergabe mit Thema dezentraler Autonomie (leistungsorientierter Rahmen als Basis für dezentrale Globalbudgets) Vorsicht: zentrale Spielräume behalten, nicht alles weggeben! Aufzeigen Relevanz des Modells für finanziellen Erfolg der Hochschule (von dem jeder Angehörige profitiert): Profilbildung staatliche Mittelvergabe Risikenargumentation ins Positive wenden: Chancen, eigene Mittel durch Leistung und Aufgabenübernahme zu beeinflussen

18 18 Bielefeld, Lernfähigkeit des Systems Evaluation des Vergabemodells vorsehen Nachjustierungen zulassen, wenn Probleme auftauchen beides schon bei Modellkonzeption festlegen

19 19 Bielefeld, Schlussbemerkung Versuch, Wichtigkeit und Komplexität des change managements zu verdeutlichen einige allgemeine Handlungsanweisungen, aber vieles individuell in spezieller Situation einer Hochschule zu entscheiden


Herunterladen ppt "1 Bielefeld, 16.12.1999 Hochschulinterne Mittelvergabe als Gestaltungsaufgabe zwischen Modelldesign und change management Dr. Frank Ziegele CHE Centrum."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen