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Aktuelle europäische Entwicklungen im Hinblick auf den Abschlussprüferberuf Dr. Helmut Klaas, IDW.

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Präsentation zum Thema: "Aktuelle europäische Entwicklungen im Hinblick auf den Abschlussprüferberuf Dr. Helmut Klaas, IDW."—  Präsentation transkript:

1 Aktuelle europäische Entwicklungen im Hinblick auf den Abschlussprüferberuf Dr. Helmut Klaas, IDW

2 2  Abschlussprüferhaftung  Qualitätssicherung  Vereinfachtes Unternehmensumfeld (Simplification)  Kapitalbeteiligung Externer an Prüfungsgesell- schaften

3 3 Abschlussprüferhaftung (1)  Auftrag der Abschlussprüfer-RL an die EU- Kommission (Art. 31) Bericht über Auswirkungen der nationalen Haftungsregelungen für AP auf die europäischen Kapitalmärkte Analyse von Haftungsbegrenzungen Handlungsempfehlungen  Einrichtung eines beratenden Forums

4 4 Abschlussprüferhaftung (2)  Studie von London Economics  Ergebnisse der Studie Marktkonzentration Versicherungsschutz Haftungsregime und Prüfungsqualität Haftungsbegrenzung

5 5 Abschlussprüferhaftung (3)  Konsultationspapier der EU-Kommission 4 Optionen zur Haftungsbegrenzung (1)Fixe betragsmäßige Grenze auf EU-Ebene (2)Größe des geprüften Unternehmens (Marktkapitalisierung) (3)Prüferhonorare (4)Proportionalhaftung

6 6 Abschlussprüferhaftung (4)  Reaktionen Beibehaltung bestehender nationaler Regelungen Mehrheitlich Befürwortung einer Haftungsbe- grenzung (70 %) 38 % pro Proportionalhaftung; 30 % pro Proportionalhaftung + betragsmäßige Grenze  Ausblick Empfehlung der Kommission zum Jahresende 2007? Haftung von Netzwerken?

7 7 Qualitätssicherung (1)  Mögliche Systeme der Qualitätssicherung (1)Inspections (2)Delegated inspections (3)Monitored peer review (4)Peer review  Begriff der Qualitätssicherung nach Art. 29 der AP-RL  Qualitätssicherungssystem in Deutschland Monitored peer review für alle Inspections für Prüfer von Unternehmen des öffentlichen Interesses

8 8 Qualitätssicherung (2)

9 9 Qualitätssicherung (3)  Überlegungen der EU-Kommission für eine neue Empfehlung zur Qualitätssicherung  Hintergrund: Anerkennung der europäischen Qualitätssicherungssysteme durch den PCAOB  Beschränkung der Empfehlung auf Prüfungen von public interest entities Weitere Beschränkung möglich auf Prüfungen börsennotierter Unternehmen  Einführung eines Inspections-Systems mit Beschränkung des Anwendungsbereichs auf die Prüfungen von public interest entities

10 10 Qualitätssicherung (4)  Letztverantwortung für das externe Qualitäts- sicherungssystem: öffentliche Berufsaufsicht (public oversight body)  Durchführung der inspections durch die Berufs- aufsicht selbst oder durch eine andere geeignete Berufsorganisation  Weitgehende Eingriffsrechte der Berufsaufsicht Genehmigung der Methodologie Genehmigung der Untersuchungsberichte Ernennung der Inspektoren Verhängung von Sanktionen

11 11 Qualitätssicherung (5)  Vom Berufsstand unabhängige Finanzierung  Cooling-off-Periode von 2 Jahren für Inspektoren  Teilnahme von Inspektoren anderer Mitgliedstaaten an den Inspektionen  Kritisch: Veröffentlichung von zusammengefassten Ergebnissen der Inspektionen  Kritisch: Aufhebung der bisherigen Empfehlung  Veröffentlichung der Empfehlung voraussichtlich Ende 2007

12 12 Vereinfachtes Unternehmensumfeld (Simplification) (1)  Politische Initiative der EU-Kommission Absenkung der Bürokratiekosten um 25 % Alle Rechtsgebiete mit EU-Zuständigkeit  Im Fokus insbesondere: Deregulierungspotenzial für die Wirtschaft belastende Regelungen in folgen- den Bereichen Gesellschaftsrecht Rechnungslegung Prüfung  Nicht jedoch: Deregulierung des Berufsstands (z.B. Abschlussprüferrichtlinie)

13 13 Vereinfachtes Unternehmensumfeld (Simplification) (2)  Vorgehensweise bei Gesellschaftsrechtsrichtlinien: Abschaffung oder Reduzierung (Option 1) oder Vereinfachungsmaßnahmen (Option 2) für:  2. EU-Richtlinie (Gründung der AG sowie Erhaltung und Änderung ihres Kapitals)  3. und 6. EU-Richtlinie (Verschmelzung und Spaltung von AGs)  12. EU-Richtlinie (GmbH mit einem einzigen Gesellschafter) Vereinfachungsmaßnahmen (Option 2) für:  1. EU-Richtlinie (Offenlegung)  11. EU-Richtlinie (Offenlegung von Zweignieder- lassungen)

14 14 Vereinfachtes Unternehmensumfeld (Simplification) (3)  Kritik an Vorschlag der Aufhebung der 2. EU- Richtlinie Kern des EU-Kapitalmarktrechts würde entfallen Harmonisierung hatte gute Gründe:  Erhöhte Rechtssicherheit  „Vertrauensgrundlage, die ein funktionierender Binnenmarkt braucht“  Transparenz  Mindestschutz für Dritte  Keine (27) Einzelstaatenregelungen  Wettbewerbsfähigkeit Alternative: Fortentwicklung der Vorschriften zur Kapitalerhaltung und Ausschüttungsbemessung

15 15 Vereinfachtes Unternehmensumfeld (Simplification) (4)  Vereinfachungen für KMU bei Rechnungslegung und Abschlussprüfung Einführung der Kategorie „Kleinstbetriebe“  Ausnahme von der Anwendung der 4. RL bei Kapitalgesellschaften mit Jahresumsatz < 1 Mio. €, Bilanzsumme < €, Beschäftigte < 10  Entscheidung der Mitgliedstaaten über Anforderungen an Rechnungslegung, z.B. Verwendung steuerlicher Gewinnermittlungs- vorschriften

16 16 Vereinfachtes Unternehmensumfeld (Simplification) (5)  Alternative: unternehmensspezifische Rege- lungen zur Gewinnermittlung und -verwendung im Gesellschaftsvertrag; individuelle Verein- barungen mit Gläubigern (covenants)  Intransparenz, erhöhte Rechtsunsicherheit, höhere Bürokratiekosten  Lösung: keine Ausnahme von der Rechnungslegung sondern Erleichterungen

17 17 Vereinfachtes Unternehmensumfeld (Simplification) (6)  Anpassung der Schwellenwerte regelmäßige Erhöhung Verlängerung der Übergangsfrist für KMU bei Überschreiten der Schwellenwerte von 2 auf 5 Jahre; Verkürzung der Frist bei Unterschreiten auf 1 Jahr Kritisch:  Weder rasches Wachstum noch einmaliges umsatzschwaches Jahr werden angemessen berücksichtigt  Spielräume für Sachverhaltsgestaltungen  Freistellung der Kleinunternehmen von den Offenlegungspflichten

18 18 Vereinfachtes Unternehmensumfeld (Simplification) (7)  Ausweitung der für Kleinunternehmen geltenden Ausnahmevorschriften auf mittelgroße Unter- nehmen Erleichterungen insbesondere für mittelgroße Unternehmen mit weitgehender Identität von Management und Eigentümern aber: bei nichtgeschäftsführenden Gesellschaftern, Gläubigern und anderen Stakeholdern sogar erhöhtes Interesse an Finanzinformationen denkbar

19 19 Vereinfachtes Unternehmensumfeld (Simplification) (8) Unklar, ob Erleichterungen auch Prüfungspflicht einbeziehen Kompensation der Prüfungspflicht durch freiwillige Prüfungen, Absicherungen anderer Art (debt covenants) Folgen für die Funktionsfähigkeit des Marktes

20 20 Vereinfachtes Unternehmensumfeld (Simplification) (9)  Vereinfachung für alle Unternehmen, z.B. Abschaffung der Regelungen zur Angabe latenter Steuern Abschaffung bestimmter Angabepflichten im Anhang Alternative: Abschaffung von nicht mehr sach- gerechten Wahlrechten der EU-Bilanzrichtlinien  Komplexitätsreduktion

21 21 Kapitalbeteiligung Externer an Prüfungsgesellschaften (1)  Vorgaben der Abschlussprüfer-RL (Art. 3) (1)Mehrheitsbeteiligungen nur von in der EU zugelassenen Abschlussprüfern (2)Keine Aussagen zu Minderheitsbeteiligungen  Minderheitsbeteiligungen Externer, auch gewerblicher Unternehmen, zulässig (3)Zusammensetzung des Managements mehrheitlich aus in der EU zugelassenen Abschlussprüfern (sog. European approval)

22 22 Kapitalbeteiligung Externer an Prüfungsgesellschaften (2)  Umsetzung der RL in deutsches Recht Übernahme der Vorgaben von (1) und (3) in die WPO Keine Übernahme von (2)  Beschränkung der Zulassung von Minderheits- beteiligungen Externer auf sozietätsfähige Berufe (vBP, StB, RA)

23 23 Kapitalbeteiligung Externer an Prüfungsgesellschaften (3)  Aktuelle politische Diskussion Hohe Konzentration im Markt für Prüfungen börsennotierter und großer Unternehmen Hauptmarktzugangsbeschränkungen für mittelgroße Prüfungsfirmen  Reputation  Kapazitäten  Internationale Managementstrukturen  Haftungsrisiken  Gesetzliche Restriktionen hinsichtlich Eigentum und Management

24 24 Kapitalbeteiligung Externer an Prüfungsgesellschaften (4)  Vergabe einer Studie durch EU-Kommission an Oxera Consulting zu „Eigentumsvorschriften für Prüfungsfirmen und ihre Auswirkungen auf die Konzentration im Markt für Abschlussprüfer“ (November 2006)  Veröffentlichung des Oxera-Berichts (230 Seiten und 200 Seiten Anhang) am

25 25 Kapitalbeteiligung Externer an Prüfungsgesellschaften (5)  Ergebnisse der Oxera-Studie: Eröffnung neuer Investitions- und Zugangs- chancen durch Erleichterung der Eigentums- und Managementvorschriften bei Prüfungsgesell- schaften  Wahl einer optimalen Unternehmens- und Finanzstruktur  Preiswertere neue Markteintrittsmöglichkeiten Partnerorientierte Eigentümerstruktur der Prüfungsfirmen verantwortlich für den Anstieg der erwarteten Kapitalrendite sowie für Ein- schränkungen des Zugangs zum Kapital

26 26 Kapitalbeteiligung Externer an Prüfungsgesellschaften (6) Bestätigung der Existenz und Bedeutung weiterer Marktzugangsbeschränkungen, wie z.B. Reputation Keine signifikante Beeinträchtigung der Unab- hängigkeit des Abschlussprüfers durch alternative Eigentums- und Managementstrukturen  Mögliche Interessenkonflikte durch andere legislative Maßnahmen oder zusätzliche Sicherungsmaßnahmen lösbar

27 27 Kapitalbeteiligung Externer an Prüfungsgesellschaften (7)  Fazit Ergebnisse der Oxera-Studie insgesamt enttäuschend  Aussagen z.T. unbegründet, nebulös, wenig konkret  Wegbereitung für die Zulassung von Mehrheitsbeteilungen Externer – Unvereinbar mit Abschlussprüfer-RL  Reaktion der EU-Kommission, auch im Hinblick auf das zu erwartende Doc Morris-Urteil des EUGH?


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