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Aktuelle Bilanzierungs- und Prüfungsfragen aus der Facharbeit des IDW IDW ERS HFA 27 Einzelfragen zur Bilanzierung latenter Steuern nach den Vorschriften.

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Präsentation zum Thema: "Aktuelle Bilanzierungs- und Prüfungsfragen aus der Facharbeit des IDW IDW ERS HFA 27 Einzelfragen zur Bilanzierung latenter Steuern nach den Vorschriften."—  Präsentation transkript:

1 Aktuelle Bilanzierungs- und Prüfungsfragen aus der Facharbeit des IDW IDW ERS HFA 27 Einzelfragen zur Bilanzierung latenter Steuern nach den Vorschriften des HGB in der Fassung des Bilanzrechts- modernisierungsgesetzes (FN-IDW 2009, S. 337, und WPg Supplement 3/2009)

2 2 Gliederung  Grundkonzeption der latenten Steuern nach BilMoG und konzeptionelle Änderungen gegenüber bisherigem Recht  Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz  Ausgewählte Bereiche Verlustvorträge Ausschüttungs-/Abführungssperre Anhangangaben Personengesellschaften Organschaften Konzernabschluss

3 3 Normadressaten von § 274 HGB n.F. Rechtsform KapG sonstige Kaufleute klein: §§ 274, 274a Nr. 5 mittelgroß / groß Wahlrecht Nicht-Anwendung von § 274 freiwillige Anwendung von... Pflicht zur An- wendung von... § 274

4 4 Grundkonzeption (1) HGB a.F.HGB n.F. AnwendungshinweiseSABI 3/1988IDW ERS HFA 27 AnsatzkomponentenTiming-Konzept (GuV-orientiert) Temporary-Konzept (bilanzorientiert) ZielsetzungAbbildung des „richtigen“ Steueraufwands Gewährleistung eines „richtigen“ Reinvermögensausweises Berücksichtigungspflichtige Differenzen Timing Differences (Entstehung und automa- tische Umkehrung GuV- wirksam) Temporary Differences (er- folgswirksam und -neutral entstandene sowie quasi- permanente Differenzen, deren Realisierung unternehmerischer Disposition bedarf) Aktive latente SteuernPassive latente Steuern VermögensgegenständeHB < StBHB > StB Verbindlichkeiten/ Rückstellungen HB > StBHB < StB

5 5 Beispiele: Ansatz latenter Steuern (1) (1) Aktivum in Steuerbilanz < Handelsbilanz z.B. wegen steuerlicher Mehrabschreibung ohne umgekehrte Maßgeblichkeit (neu, früher i.d.R. nicht möglich) Bei Realisierung zum handelsrechtlichen Buchwert resultiert daraus ein steuerpflichtiger Ertrag von 20  latente Steuerbelastung  Ansatz passiver latenter Steuern

6 6 Beispiele: Ansatz latenter Steuern (2) (2) Rückstellung in Steuerbilanz < Handelsbilanz z.B. wegen § 6a EStG vs. § 253 II HGB n.F. oder steuerlicher Nichtanerkennung bestimmter Rückstellungen Bei Erfüllung der Verpflichtung zum handelsrechtlichen Buchwert resultiert daraus ein steuerlich abzugsfähiger Aufwand von 40  latente Steuerentlastung  Ansatz aktiver latenter Steuern

7 7 Beispiele: Ansatz latenter Steuern (3) (3) Aktivum Steuerbilanz > Handelsbilanz  analog zu (2)  z.B. in Umwandlungsfällen bei handelsrechtlich gewählter Buchwertverknüpfung und steuerlicher Aufstockung (§ 24 UmwG) (4) Passivum Steuerbilanz > Handelsbilanz  analog zu (1)  z.B. § 6b-Rücklage wegen BilMoG ohne umgekehrte Maßgeblichkeit  Umwandlungsfälle  durch BilMoG mehr Anwendungsfälle für latente Steuern

8 8 Grundkonzeption (2)  Differenzen müssen in den Folgejahren durch Nutzung oder Abgang der betreffenden Vermö- gensgegenstände oder Schulden voraussichtlich ganz oder teilweise abgebaut werden  Temporäre Differenzen Differenzen zwischen Buchwert und Steuerwert eines Vermögensgegenstands oder einer Schuld, die sich in zukünftigen Geschäftsjahren abbauen und damit zu steuerlichen Be- oder Entlastungen führen

9 9 Grundkonzeption (3)  Quasi-permanente Differenzen Differenzen, deren Realisierung von unterneh- merischer Disposition abhängig ist (z.B. Bewer- tungsunterschiede bei Grund und Boden)  Permanente Differenzen Differenzen, die sich in kommenden Geschäfts- jahren nicht abbauen (z.B. steuerlich nicht ab- zugsfähige Betriebsausgaben und steuerfreie Erträge)

10 10 Grundkonzeption (4)  Abbau der Differenzen muss zu einer Steuerbe- oder -entlastung führen Aktivüberhang latenter Steuern (abzugsfähige Diffe- renzen plus Verlustvortrag übersteigen zu versteu- ernde Differenzen) ist nur anzusetzen, soweit mit einer künftigen Nutzung der Steuervorteile zu rech- nen ist  Beurteilung anhand von Wahrscheinlichkeitsüber- legungen bzw. Ertragsaussichten des Unterneh- mens

11 11 Grundkonzeption (5) Passivüberhang latenter Steuern (zu versteuernde Differenzen übersteigen abzugsfähige temporäre Differenzen plus Verlustvortrag) ist grundsätzlich stets anzusetzen, es sei denn Besonderheiten des Einzelfalls widerlegen die Vermutung einer künftigen Steuerbelastung

12 12 Grundkonzeption (6)  Berücksichtigung von ●Ergänzungsbilanzen bei PersG ●außerbilanziellen Hinzurechnungen (z.B. Investitions- abzugsbetrag § 7g EStG)  Keine Einbeziehung von Sonderbilanzen, da Gesell-schaftersphäre betroffen  Bildung der latenten Steuern grundsätzlich erfolgs- wirksam  Keine Ausnahme beim erstmaligen Ansatz von Ver- mögensgegenständen und Schulden (anders nach IAS und.24: initial recognition exemption)

13 13 Bewertung  Einbeziehung nur der für das Unternehmen rele- vanten Steuern (z.B. bei Personengesellschaften nur GewSt)  Aktive LS sind jährlich auf Werthaltigkeit zu über- prüfen HGB a.F.HGB n.F. Bewertung Steuersatz bei Entstehen der Differenz (Abgrenzungsmethode) (erwartete) unt.-individuelle Steuersätze bei Realisierung (Verbindlichkeits- methode) Keine AbzinsungKeine Abzinsung (Sonderposten eigener Art)

14 14 Darstellung im Jahres- abschluss (1) HGB a.F.HGB n.F. Saldierung Gesamtdifferenzenbetrachtung NettoausweisWahlrecht: Netto- oder Bruttoausweis (Ausweiswahlrecht) Ansatz Passive LS:Pflicht Aktive LS:Aktive LS < Passive LS: Pflicht Aktive LS > Passive LS: Pflicht bis zur Höhe der passiven LS; Wahlrecht für Aktivüberhang Nur Aktive LS: Wahlrecht Aktivierung von LS unterliegt dem Stetigkeitsgebot (§ 246 III)  Keine sachverhaltsbezogene oder teilweise Aktivierung  Aktivierungswahlrecht unabhängig vom Ausweis- wahlrecht

15 15 Darstellung im Jahres- abschluss (2) HGB a.F.HGB n.F. Ausweis Bilanz: aktive LS als eigener Posten passive LS mit gesondertem Ausweis unter den Rück- stellungen  GuV: keine Regelung Bilanz: aktive und passive LS als eigener Posten  GuV: gesonderter Ausweis innerhalb „Steuern vom Einkommen und Ertrag“ Auswirkungen auf Ausschüttungen Ausschüttungssperre, soweit die aktiven LS die passiven LS übersteigen (§ 274 II 3 bzw. § 268 VIII 2) Angabe der aktiven latenten Steuern, aufgrund derer eine Ausschüttungssperre besteht im Anhang (§ 285 Nr. 28)

16 16 Darstellung im Jahres- abschluss (3) Fall 1 aktive Latenzen 60 passive Latenzen 100 steuerliche Verlustvorträge 0 Gesamtdifferenz 40 x angenommener Steuersatz 50 % Alternative 1 passive latente Steuern 20 Alternative 2 aktive latente Steuern 30 passive latente Steuern 50

17 17 Darstellung im Jahres- abschluss (4) Fall 2 aktive Latenzen120 passive Latenzen100 steuerliche Verlustvorträge 0 Gesamtdifferenz 20 x angenommener Steuersatz 50 % Alternative 1 weder passive noch aktive latente Steuern Alternative 2 aktive latente Steuern10 Alternative 3 aktive latente Steuern 60 passive latente Steuern 50 Alternative 4 aktive latente Steuern 50 passive latente Steuern 50

18 18 Besonderheiten bei kleinen KapG und NichtkapG  Kein Ansatz aktiver latenter Steuern  Passivierungspflicht im Einzelfall nach § 249 I 1 HGB zu prüfen; dann gilt aktive Latenzen und steuerliche Verlustvorträge fließen in Rückstellungsbewertung ein keine Berücksichtigung quasi-permanenter Diffe- renzen (lt. Begründung zum RegE kein Schuld- charakter) Steuersatz bei voraussichtlicher Realisierung (§ 253 I 2 HGB: Erfüllungsbetrag)  Abzinsung nach § 253 II HGB kann unterbleiben

19 19 Gliederung  Grundkonzeption der latenten Steuern nach BilMoG und konzeptionelle Änderungen gegen- über bisherigem Recht  Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz  Ausgewählte Bereiche Verlustvorträge Ausschüttungs-/Abführungssperre Anhangangaben Personengesellschaften Organschaften Konzernabschluss

20 20 Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz (1) zwingend Abweichungen fakultativ Zunahme wegen Wegfall der umgekehrten Maßgeblichkeit (§ 5 I 2 EStG a.F.) i.d.R. Ansatz latenter Steuern Abweichung nur bei entsprechender Bilanzierung ggf. Ansatz latenter Steuern

21 21 Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz (2)  Zwingende Abweichungen (Beispiele) Drohverlustrückstellungen Folgebewertung eines derivativen Geschäfts- oder Firmenwerts Bewertung von Deckungsvermögen (wenn beizulegender Zeitwert > AK) Sonderposten mit Rücklageanteil Diskontierung von Rückstellungen

22 22 Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz (3)  Fakultative Abweichungen (Beispiele) selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegen- stände/Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens Disagio handelsrechtliche Abschreibung von Finanzanlage- vermögen bei voraussichtlich nicht dauernder Wert- minderung handelsrechtliche FiFo-Bewertung des Vorratsver- mögens

23 23 Gliederung  Grundkonzeption der latenten Steuern nach BilMoG und konzeptionelle Änderungen gegen- über bisherigem Recht  Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz  Ausgewählte Bereiche Verlustvorträge Ausschüttungs-/Abführungssperre Anhangangaben Personengesellschaften Organschaften Konzernabschluss

24 24 Verlustvortrag (1) Annahme: KSt-Verlustvortrag = GewSt-Verlustvortrag = laufender Gewinn in Zukunft: 800 p.a. (Fünf-Jahres-Planung liegt vor) l. Schritt: Verrechnung gleichartiger Differenzen Nicht verrechneter Verlustvortrag: II.Schritt Nutzung Verlustvortrag: 800 x 5 Jahre =  Möglichkeit der Aktivierung latenter Steuern in Höhe von (KSt- + GewSt-Satz) x 4.000

25 25 Verlustvortrag (2) Regelungen  Einbeziehungspflicht (§ 274 I 4 HGB)  Begrenzung: Bei der Berechnung aktiver LS, soweit Verrechnung innerhalb der nächsten fünf Jahre erwartet  Keine zeitliche Begrenzung bis zur Höhe der passiven latenten Steuern (IDW ERS HFA 27, Tz. 14)  Analoge Anwendung auf Zinsvorträge (Begründung RegE)

26 26 Verlustvortrag (3) Fragestellungen  Planungshorizont: Keine Planung! Prüfungshemmnis wegen Gesetzesverstoß?  Unterschiedliche Verlustvorträge: KSt/GewSt/Zinsschranke/§ 15a EStG  Mindestbesteuerung nach § 10d II EStG über EUR 1,0 Mio.  Im Falle eines bevorstehenden Gesellschafter- wechsels evtl. Verlust bei der steuerlichen Ver- rechenbarkeit berücksichtigen (§ 8c KStG, § 10a S. 10 GewStG)

27 27 Verlustvortrag (4)  Relevanz des Zeitpunkts der Verrechenbarkeit aus Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen, deren Abbau zum Ent- stehen steuerpflichtiger Erträge führt, kann keine steuerliche Belastung resultieren, soweit steuerliche Verlustvorträge bestehen Verlustvortrag sichert vor entstehenden steuerlichen Belastungen aus dem Abbau der Wertdifferenz ohne zeitliche Beschränkung

28 28 Verlustvortrag (5) (teilweise) Nichtberücksichtigung bzw. steuerlicher Verlustvorträge „> 5 Jahre“ würde zum Ansatz künftiger Steuerbelastung führen, die in dieser Höhe tatsächlich gar nicht zu erwarten ist Wortlaut von § 274 I 4 HGB steht dem nicht ent- gegen:  begrenzt die Berücksichtigung des steuerlichen Verlustvortrags auf die „Berechnung aktiver latenter Steuern“, die indes nicht Gegenstand dieses Berechnungsschritts ist

29 29 Gliederung  Grundkonzeption der latenten Steuern nach BilMoG und konzeptionelle Änderungen gegen- über bisherigem Recht  Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz  Ausgewählte Bereiche Verlustvorträge Ausschüttungs-/Abführungssperre Anhangangaben Personengesellschaften Organschaften Konzernabschluss

30 30 Ausschüttungs- /Abführungssperre (1)  Ausschüttungssperre gemäß § 268 VIII HGB  Bezieht sich auf Bilanzwerte  Bei Ermittlung gemäß § 268 VIII 2 HGB sind Be- träge, die bereits nach Satz 1 und 3 berücksich- tigt wurden, zu korrigieren  Abführungssperre gemäß § 301 S. 1 AktG

31 31 Ausschüttungs- /Abführungssperre (2)  Anhangangabe nach § 285 Nr. 28 HGB aufge- gliedert in Beträge aus Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des AV Aktivierung latenter Steuern Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert (Deckungsvermögen)

32 32 Ausschüttungs- /Abführungssperre (3) ausschüttungsgesperrter Betrag sonstige passive latente Steuern aktive latente Steuern passive latente Steuern Überhang des beizulegenden Zeitwerts von Deckungsvermögen über die AHK passive latente Steuern selbst geschaffene immaterielle Vermögens- gegenstände des Anlage- vermögens PassivaAktiva

33 33 Ausschüttungs- /Abführungssperre (4) 1.Buchwert der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände (§ 248 II HGB) EUR 2.Zeitwert der nach § 246 II 2 HGB zu verrechnenden Vermögensgegenstände EUR abzüglich Anschaffungskosten derselben Vermögensgegenstände EUR (gesperrt, sofern Wert positiv)200 EUR 3.abzüglich passive latente Steuern auf 1. und 2. (31,5 % von 1.200) -378 EUR 4.Aktive latente Steuern nach § 274 HGB1.000 EUR abzüglich passive latente Steuern nach § 274 HGB (inkl. latenter Steuern aus 3.) EUR zuzüglich passiver latenter Steuern, die bereits nach 3. berücksichtigt wurden 378 EUR (gesperrt, sofern Wert positiv)323 EUR Ausschüttungsgesperrter Betrag (Fortsetzung nächste Folie) EUR

34 34 Ausschüttungs- /Abführungssperre (5) (Fortsetzung von vorheriger Folie) Ausschüttungsgesperrter Betrag1.145 TEUR 5.Frei verfügbare Rücklagen2.000 TEUR 6.zuzüglich Gewinnvortrag/ abzüglich Verlustvortrag200 TEUR 7.abzüglich ausschüttungsgesperrter Betrag TEUR Ausschüttungsfähiger Betrag nach § 268 VIII HGB1.055 TEUR

35 35 Gliederung  Grundkonzeption der latenten Steuern nach BilMoG und konzeptionelle Änderungen gegen- über bisherigem Recht  Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz  Ausgewählte Bereiche Verlustvorträge Ausschüttungs-/Abführungssperre Anhangangaben Personengesellschaften Organschaften Konzernabschluss

36 36 Anhangangaben (1)  Angabe auch dann, wenn kein Ausweis erfolgt  Befreiung für kleine und mittelgroße KapG/KapCo  Nach IDW ERS HFA 27, Tz. 36, reichen qualitative Angaben aus  Streitig, ob Überleitungsrechnung vom erwarteten Steueraufwand zum ausgewiesenen Steueraufwand erforderlich ist [nach Gesetzeswortlaut (-), lt. Begrün- dung RegE BilMoG (+); IDW ERS HFA 27, Tz. 35 (-)] HGB a.F.HGB n.F. Gegenstand der Angabepflicht Erläuterung eines aktivischen Abgrenzungspostens (§ 274 II 2) Differenzen und/oder steuer- liche Verlustvorträge, auf denen die LS beruhen Angewandte Steuersätze (§ 285 Nr. 29)

37 37 Anhangangaben (2) Steuerliche Verlustvorträge 941 TEUR Abziehbare temporäre Differenzen 649 TEUR TEUR Zu versteuernde temporäre Differenzen1.320 TEUR Nicht angesetzter Betrag270 TEUR Angewendeter Steuersatz: 31,5 % Minimalanforderungen?

38 38 Anhangangaben (3) Zum Abschlussstichtag verfügt die Gesellschaft über einen nicht genutzten körperschaftsteuerlichen Verlustvortrag von TEUR und über einen nicht genutzten gewerbesteuerlichen Verlustvortrag von TEUR zur Verrechnung mit künftigen Gewinnen. Auf Basis einer Fünf-Jahres-Planung wird mit einer Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge in Höhe von jeweils TEUR gerechnet. Bezüglich der nutzungsfähigen Verluste wurde ein latenter Steueranspruch von TEUR erfasst. Hinsichtlich der verblei- benden Verlustvorträge wurde kein latenter Steueranspruch berücksichtigt. Die latenten Steuern wurden auf Basis des durchschnittlichen Gewerbe- steuersatzes in Höhe von 12 % sowie des Körperschaftsteuersatzes inklusive Solidaritätszuschlag in Höhe von 15,825 % ermittelt. Deskriptive Darstellung?

39 39 Gliederung  Grundkonzeption der latenten Steuern nach BilMoG und konzeptionelle Änderungen gegen- über bisherigem Recht  Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz  Ausgewählte Bereiche Verlustvorträge Ausschüttungs-/Abführungssperre Anhangangaben Personengesellschaften Organschaften Konzernabschluss

40 40 Personengesellschaften (1) (+):= Ansatz latenter Steuern (-):= kein Ansatz latenter Steuern (+) (-) Handelsbilanz Gesamtbilanz der Mitunternehmerschaft SteuerbilanzErgänzungsbilanzSonderbilanz

41 41 Personengesellschaften (2) Sonderbilanzen (1)  Keine Berücksichtigung bei Ermittlung der latenten Steuern (vgl. IDW ERS HFA 27, Tz. 14)  Begründung § 274 HGB: Bestehen Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, […]

42 42 Personengesellschaften (3) Sonderbilanzen (1)  Begründung (Fortsetzung)  ABER Sonderbetriebsvermögen wird nicht in der Handelsbilanz bilanziert, da Zurechnung zum Eigentum des Gesellschafters und weder Zugang, Abgang noch Verbrauch Geschäftsvorfälle der HB sind. keine Verfügungsmacht des Unternehmens über Vermögensgegenstand

43 43 Personengesellschaften (4) Sonderbilanzen (2) Beispiel MU GmbH ist zu 100 % an der TU KG als Kommanditist beteiligt und ver- mietet der TU KG ein Gebäude. Das Gebäude wird in der Handelsbilanz mit EUR ,00 und in der Steuerbilanz mit EUR ,00 bilanziert. Ermittlung latenter Steuern Das Gebäude stellt Sonderbetriebsvermögen bei der TU KG dar.  TU KG: Bei der Ermittlung der latenten Steuern bleibt das Gebäude unbe- rücksichtigt.  MU GmbH: In Höhe der Unterschiede zwischen Handels- und Steuer- bilanz: EUR ,00 sind passive latente Steuern zu bilden.  Achtung: nur Steuerlatenzen für Steuern des Bilanzierenden: hier nur KSt Bewertung: EUR ,00 x 15,875 % (KSt inkl. Soli) = EUR 3.968,75

44 44 Personengesellschaften (5) Ergänzungsbilanzen  Berücksichtigung bei Ermittlung der latenten Steuern (vgl. IDW ERS HFA 27, Tz. 10), da es sich um steuerliche Korrekturen zu den Handelsbilanzwerten handelt. Anlässe: entgeltlicher Erwerb eines Gesellschaftsanteils über oder unter dem Buchwert Einbringung eines Betriebs, Teilbetriebs oder eines Mitunternehmer- anteils in eine Personengesellschaft (§ 24 UmwStG) Inanspruchnahme einer personenbezogenen Steuervergünstigung (z.B. § 6b EStG), deren Voraussetzungen nicht von allen Gesell- schaftern erfüllt werden Übertragung von einzelnen Wirtschaftsgütern zwischen Gesellschaf- ter und Personengesellschaft unentgeltlich oder gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten (§ 6 Abs. 5 Satz 3 und 4 EStG)

45 45 Personengesellschaften (6)  Beispiel E und F sind je zur Hälfte an der EF OHG beteiligt. X erwirbt den Geschäftsanteil des F für EUR ,00. Das Kapitalkonto des F in der Steuerbilanz beträgt EUR ,00. Im Gebäude und in den Vorräten sind anteilige stille Reserven in Höhe von EUR ,00 und EUR ,00 enthalten.  Ergänzungsbilanz X: Gebäude21.000,00Mehrkapital50.000,00 Vorräte14.000,00 GoF15.000,00 EUR

46 46 Ermittlung der latenten Steuern (Gewerbesteuersatz 15 %) Ansatzdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz: GebäudeEUR21.000,00 x 15 %=EUR3.150,00 VorräteEUR14.000,00 x 15 %=EUR2.100,00 GoFEUR15.000,00 x 15 %=EUR2.250,00 aktive latente SteuernEUR7.500,00 Personengesellschaften (7)

47 47 Gliederung  Grundkonzeption der latenten Steuern nach BilMoG und konzeptionelle Änderungen gegen- über bisherigem Recht  Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz  Ausgewählte Bereiche Verlustvorträge Ausschüttungs-/Abführungssperre Anhangangaben Personengesellschaften Organschaften Konzernabschluss

48 48 Organschaft (1) Organträger Organgesellschaft EAV Organträger (1) rechtliche BetrachtungsweiseOT (2) wirtschaftliche BetrachtungsweiseOG (3) „akademische“ Betrachtungsweiseweder OT noch OG HBStB =

49 49 Organschaft (2) Grundsatz:Bildung latenter Steuern beim OT Ausnahme:soweit Steuerbe- bzw. Steuerentlastung auf die Zeit nach Beendigung des EAV entfallen  OG Ausschüttungs-/ Abführungssperre:positiver Saldo der latenten Steuern Vororgan. Verlustvorträge OG:keine Berücksichtigung, bleiben eingefroren Hinweis:bei Aufstellung der Bilanz des OT muss die Steuerbilanz der OG vorliegen Problem:bei „nicht korrekter“ Ausführung des EAV => steuerliche Nichtanerkennung der Organschaft

50 50 Organschaft (3) Steuerumlagevertrag  Bilanzierung der latenten Steuern weiterhin beim OT  neben der Bilanzierung der laufenden Steuerumlagen erscheint auch die Bilanzierung einer latenten Steuerumlage vertretbar (zu diskutieren; vgl. auch E-DRS 24.32)

51 51 Organschaft (4) Beispiel 1  Die A-GmbH ist Organträger (OT) und die T-GmbH ist Organgesellschaft (OG) des Organkreises der A-GmbH. Die T-GmbH erwirtschaftet ein handelsrechtliches Ergebnis vor Steuern von 100. Das steuerliche Ergebnis beträgt 80, da die Abschreibungen handelsrechtlich geringer sind, was sich im Folgejahr umkehrt. Der Steuersatz beträgt 30 %.

52 52 Organschaft (5) OrgangesellschaftJahr 01Jahr 02Summe Ergebnis vor Steuern Steuerumlage Latente Steuerumlage-660 Ergebnis nach Steuern Ergebnisabführung Jahresüberschuss000 Aktive latente Steuerumlage000 Passive latente Steuerumlage600 Dem OT zuzurechnendes Eink

53 53 Organschaft (6) OrganträgerJahr 01Jahr 02Summe Ergebnis OT vor Steuern000 Erträge aus Beteiligungen Erträge aus Steuerumlagen Ergebnis vor Steuern Tatsächliche Steuern Latente Steuern-660 Latente Steuerumlage6-60 Ergebnis nach Steuern Aktive latente Umlage600 Passive latente Steuern600 Steuerlicher Ausgleichsposten-1400

54 54 Organschaft (7) Beispiel 2  Sachverhalt wie Beispiel 1, jedoch ist das handelsrechtliche Ergebnis in diesem Beispiel um 20 geringer aufgrund höherer Abschreibungen. Es resultiert somit eine aktive latente Steuer aus temporären Differenzen der OG. Die latente Steuer wird beim OT gebucht und es erfolgt die Erfassung einer latenten Steuerumlage analog § 274 HGB n.F. Hinweis: Abführungssperre zu beachten

55 55 Organschaft (8) OrgangesellschaftJahr 01Jahr 02Summe Ergebnis vor Steuern Steuerumlage Latente Steuerumlage6-60 Ergebnis nach Steuern Ergebnisabführung Bilanzergebnis600 Ausschüttungssperre600 Aktive latente Steuerumlage600 Dem OT zuzurechnendes Eink

56 56 Organschaft (9) OrganträgerJahr 01Jahr 02Summe Ergebnis OT vor Steuern000 Erträge aus Beteiligungen Erträge aus Steuerumlagen Ergebnis vor Steuern Tatsächliche Steuern Latente Steuern6-60 Latente Steuerumlage-660 Ergebnis nach Steuern Ausschüttungssperre600 Aktive latente Steuern600 Passive latente Steuerumlage600 Steuerlicher Ausgleichsposten2000

57 57 Organschaft (10) Beispiel 3  Die Gesellschaft aktiviert selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von 50. Weitere Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz bestehen nicht. Im Folgejahr werden diese Vermögensgegenstände veräußert. Abschreibungen bleiben unberücksichtigt.

58 58 Organschaft (11) Hinweis  Für das Beispiel wird unterstellt, dass die passive latente Steuer auf die temporären Differenzen in den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen die Ausschüttungssperre reduziert (analog § 268 VIII HGB).

59 59 Organschaft (12) OrgangesellschaftJahr 01Jahr 02Summe Ergebnis vor Steuern Steuerumlage Latente Steuerumlage Ergebnis nach Steuern Ergebnisabführung Bilanzergebnis350 Ausschüttungssperre3500 Passive latente Steuerumlage1500 Dem OT zuzurechnendes Eink

60 60 Organschaft (13) OrganträgerJahr 01Jahr 02Summe Ergebnis OT vor Steuern000 Erträge aus Beteiligungen Erträge aus Steuerumlagen Ergebnis vor Steuern Tatsächliche Steuern Latente Steuern Latente Steuerumlage Ergebnis nach Steuern Ausschüttungssperre000 Aktive latente Steuerumlage1500 Passive latente Steuern1500 Steuerlicher Ausgleichsposten000

61 61 Gliederung  Grundkonzeption der latenten Steuern nach BilMoG und konzeptionelle Änderungen gegen- über bisherigem Recht  Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz  Ausgewählte Bereiche Verlustvorträge Ausschüttungs-/Abführungssperre Anhangangaben Personengesellschaften Organschaften Konzernabschluss

62 62 Konzernabschluss (1) Grundkonzept – Latente Steuern aus Konsolidierungs- maßnahmen (1) HGB a.F.HGB n.F. Regelung§§ 306 i.V.m. 274 KonzeptTiming-KonzeptTemporary-Konzept AnsatzAnsatzpflicht für aktive und passive latente Steuern Ausweis  Grds. saldierter Ausweis  Zusammenfassung mit LS nach § 274  Abgrenzungsposten oder Rückstellung  Brutto-Ausweis zulässig als „Sonderposten eigener Art“ BewertungUnternehmensindividuelle Steuersätze bei Realisierung  kein „Konzernsteuersatz“  auch bei Erstkonsolidierung gem. § 274 II

63 63 Konzernabschluss (2) HGB a.F.HGB n.F. Ausnahmen  Unterschiedsbetrag gem. § 301 III  Outside basis differences Übergangseffekte  bisher nicht erfasste Differenzen  aufgedeckte stille Reserven aus Erstkonsolidierung Grundkonzept – Latente Steuern aus Konsolidierungs- maßnahmen (2)

64 64 Konzernabschluss (3) Beispiel – Outside basis differences Jahr 01HBStBGesellschaft AHBStB Beteiligung an B 100 EK 100 Jahr 01HBStBGesellschaft BHBStB Vermögensgegenstände 300 EK 100 Schulden 200 Im Jahr 02 erwirtschaftet die Kapitalgesellschaft B einen Gewinn von 20: Jahr 01 HBStBGesellschaft AHBStB Beteiligung an B100 EK100 Jahr 01HBStBGesellschaft BHBStB Vermögensgegenstände320 EK-Vortrag100 Gewinn 0220 EK120 Schulden200

65 65 Konzernabschluss (4) § 306 S. 4 HGB n.F.  Steuerlast in GewRL!  Bei Ausschüttungen von TU an MU entsteht im Konzern eine Steuerlast aus dem „Nichts“ Outside basis differences

66 66 Konzernabschluss (5) Steuerlast aus  1 ≙  2  1 =Passive Steuerlatenz x 0,05 x (KSt- + GewSt-Satz)    =Aktive Steuerlatenz x (KSt- + GewSt-Satz)  3 =Passive Steuerlatenz x (KSt- + GewSt-Satz) Steuersatzproblematik (1)

67 67 Konzernabschluss (6)  Wahlrecht für aktive Latenzen HB Il? Wahlrecht kann neu ausgeübt werden! Steuersatzproblematik (2)

68 68 Konzernabschluss (7)  Konzernsteuerquote für Konsolidierungsvorgänge  Individueller Steuersatz des betroffenen Unternehmens ● Zwischengewinne: Empfänger ● Wertberichtigungen: Gläubiger  Konzerneinheitlicher Steuersatz grundsätzlich nicht mehr zulässig  Ausnahmsweise: Bewertung nach Begründung des RegE auch mit konzerneinheitlichem Steuersatz möglich, wenn unwesentlich Steuersatzproblematik (3)

69 69 Übergangsregelungen – Erfolgsneutrale Anpassung historischer Kaufpreisallokationen Erwerb/Erstkonsolidierung : AK 5.000, EK 1.000, stille Reserven in immateriellen VG 3.000, Steuersatz 30 % AfA Gebäude 10 Jahre, AfA immaterielle VG 3 Jahre, AfA GuF 4 Jahre Konzernabschluss (8)


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