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18.10.2007Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater 1 BWLC – WORKSHOP 18.OKTOBER.2007 Wie sichere ich die Fortführung meines Unternehmens?

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1 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater 1 BWLC – WORKSHOP 18.OKTOBER.2007 Wie sichere ich die Fortführung meines Unternehmens? Teil 2 Rechtliche/Steuerliche Maßnahmen zur Sicherung der Unternehmensnachfolge

2 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater 2 ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS

3 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater 3 A. VORBEMERKUNG Anlass Rechtliche Ebene Steuerliche Ebene Verkauf/Kauf Kaufvertrag ESt´liche/KöSt´liche Auswirkung VerkäuferKäufer Mischformen Übertragungsver -trag mit teilweiser Gegenleistung Vermögensüber- tragung (Renten ) Niessbrauch ESt´liche/ErbSt´liche Auswirkung Schenkung/Erbschaft Schenkungsvertrag/ Testament ESt´liche Auswirkung ÜbergeberÜbernehmer BeschenkterErbe ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS

4 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater Steuerliche Grundlagen /Probleme/ Besonderheiten Steuerliche Grundlagen Verkauf ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS

5 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater 5 ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS Unternehmens- Verkauf - Einzelunternehmen - Personengesellschaft GmbH-Anteile durch natürliche Person durch Kapitalgesellschaft

6 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater Grundlagen aus Verkäufersicht a) Steuerpflicht des Veräußerungsgewinnes ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS

7 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater 7 aa) Verkauf Personengesellschaft/ Einzelunternehmen ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS

8 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater GRUNDLAGEN AUS VERKÄUFERSICHT a)Steuerpflicht des Veräußerungsgewinnes aa)Verkauf Personengesellschaft / Einzelunternehmer Ermäßigter ESt´satz (§34 Abs. 3 EStG) = 56,0 % des durchschnittlichen Satzes, der sich ergäbe, wenn der Veräußerungsgewinn zusammen mit den Rest- einkünften normal besteuert würde (max: 56,0 % v. 42,0 %) = mindestens jedoch 15 % ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS

9 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater 9 aa) Verkauf Personengesellschaft/Einzelunternehmen VORAUSSETZUNGEN: oder 1.Verkäufer hat 55. Lebensjahr vollendet 2.Verkäufer ist dauerhaft berufsunfähig i. S. d. Sozialversicherung 3.Veräußerungsgewinn beträgt max. 5,0 Mio. 4.Verkauf des gesamten Unternehmens bzw. aller Anteile an Personengesellschaft aab) Freibetrag von Euro ,00 aac) Keine Gewerbesteuer ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS

10 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater 10 aab) Freibetrag von Euro ,00 aac) Keine Gewerbesteuer ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS

11 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater 11 zu aa) Verkauf PHG / EU KEINE BEGÜNSTIGUNG (STEUERSATZ/FREIBETRAG) a) Verkäufer < 55. Jahren b) Verkauf von Teilen der Beteiligung an PHG (= Aufnahme eines Gesellschafters) > laufender Gewinn > voller Steuersatz bei ESt > Gewerbesteuer ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS

12 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater 12 zu aa) Verkauf HEILUNG zu a) Umwandlung in GmbH (Fristen !!) zu b) Veräusserungsgewinn bleibt im Unternehmen ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS

13 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater 13 zu aa) Verkauf PHG / EU Keine Begünstigung /Freibetrag c)Veräußerungsgewinn ist zu hoch (> Euro ,00) ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS

14 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater 14 ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS Veräußerungspreis ,00./. Buchwert Eigenkapital ,00 Veräußerungsgewinn ,00 Freibetrag0,00 Beispiel:

15 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater 15 zu aa) Verkauf PHG / EU HEILUNG 1.Schenkungsweise Beteiligung der Ehefrau 55 Jahre (Fristen beachten) 2. Verkauf der Anteile durch Ehefrau / Ehemann ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS

16 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater 16 ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS Euro Veräußerungsgewinn/Person ,00./. max. Gewinn ,00 Minderungsbetrag14.000,00 Veräußerungsgewinnfreibetrag/ Person ,00 Anzusetzender Freibetrag/ Person31.000,00 Ersparnis/Person (56% v. 42% vom ,00 ) 6.930,00 Beispiel:

17 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater 17 ab) Verkauf Kapitalgesellschaft ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS

18 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater 18 ab) Verkauf Kapitalgesellschaft aba)Verkauf durch natürliche Person (§17 EStG) - Halbeinkünfteverfahren, d. h. 50% des Veräußerungs- gewinnes (ist mit normalem) Steuersatz zu besteuern (= je nach Steuersatz bis zu max. 21 %) - Freibetrag von 9.060,00 Euro (=100%) bei Voräußerungs- gewinn von max ,00 Euro) Voraussetzungen: - Beteiligung > 1%< 100% Während der letzten 5 Jahre ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS

19 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater 19 ab 2009: -Abgeltungssteuer von 25,0 % des Veräußerungsgewinnes wenn Anteil im Privatvermögen -Steuerpflicht von 60,0% des Veräußerungsgewinnes, wenn sich die Anteile im Betriebsvermögen befinden (= Maximal - Steuersatz: 60% v. 42% = 25,2) ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS

20 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater 20 ab) Verkauf Kapitalgesellschaft abb)Verkauf durch Kapitalgesellschaft Veräußerungsgewinn = Steuerfrei (§8b KStG) + 5% des Gewinnes gelten als nicht abzugsfähige Betriebsausgabe > 95 % = Steuerfrei ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS

21 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater Besonderheiten aus Verkäufersicht - Beendigung der Betriebsaufspaltung durch Verkauf der GmbH-Beteiligung - Überführung von Wirtschaftsgütern der Kapitalgesellschaft auf Verkäufer - Verkauf des Einzelunternehmens bei Zurückhaltung wesentlicher Betriebsgrundlagen (Maßnahmen,Immobilien) - Verkauf der gesamten Anteile an Personengesellschaft ohne Sonderbetriebsvermögen - Verkauf von GmbH-Anteilen, die innerhalb der letzten 7 Jahre durch Einbringung zu Buchwerten entstanden sind - Pensionsrückstellungen ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS

22 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater Steuerliche Grundlage aus Käufersicht ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS

23 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater STEUERLICHE GRUNDLAGEN AUS KÄUFERSICHT a)Behandlung Kaufpreis/Finanzierung bei Erwerb eines Einzelunternehmen/ einer Personengesellschaft bzw. Anteilen an Personengesellschaft aa)Kaufpreis wird, soweit er den Wert des buchmäßigen Eigenkapitals überschreitet, auf die Wirtschaftsgüter verteilt. ab)Finanzierungskosten sind voll abzugsfähig (ab 2008: bei Gewerbesteuer erfolgt eine Zurechnung von 25% der Zinsen) ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS

24 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater STEUERLICHE GRUNDLAGEN AUS KÄUFERSICHT b)Behandlung Kaufpeis / Finanzierung bei Erwerb von GmbH / AG – Anteilen ba)Kaufpreis für den GmbH-Anteil, soweit er den Nennwert bzw. die steuerlichen Anschaffungskosten des Veräußerers überschreitet. > keine lfd. steuerliche Auswirkung d. h. muss aus Nettoeinkommen d. Erwerbers finanziert werden > beim Weiterverkauf gilt der Kaufpreis als Anschaffungskosten ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS

25 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater STEUERLICHE GRUNDLAGEN AUS KÄUFERSICHT bb) Finanzierungskosten für den Anteilserwerb - bis einschließlich 2008: zu 50% abzugsfähig (Halbeinkünfteverfahren) - ab 2009:: keine Abzugsfähigkeit (abgegolten durch Abgeltungssteuer) : zu 60% abzugsfähig, wenn erworbene Anteile in einer GmbH & Co. KG gehalten werden ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS

26 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater Käufersicht/Besonderheiten - Pensionsrückstellung - Verlustvorträge EU / PHG - Verlustvorträge des Verkäufers werden mit Veräußerungs- gewinn verrechnet. Überschießende Verlustvorträge (gewst´liche) gehen verloren - Kapitalgesellschaft – Mantelkauf Wenn: a)> 50% der Anteile übertragen werden b)Gesellschaft den Geschäftsbetrieb mit überwiegend neuen Betriebsvermögen fortführt > Verlust der wirtschaftlichen Identität > Verlust der Verlustvorträge ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS

27 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater 27 Ausnahme: Zuführung von neuem Betriebsvermögen dient der Sanierung + Gesellschaft den Geschäftsbetrieb in einem nach dem Gesamtbild der wirtschaftlichen Verhältnisse vergleichbaren Umfang 5 Jahre fortführt. ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS

28 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater ACHTUNG Ab 2009 entfällt die Ausnahmeregelung ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS

29 Dipl.-Kfm. Harald Braschoß Wirtschaftsprüfer/Steuerberater VERÄUßERUNGSRENTE - Lebenslange Rente - Kapitalwert der Rente = Wert des Unternehmens Verkäufer: BESTEUERUNGSWAHLRECHTE –nach Zufluss –Sofortbesteuerung (§16/§34 EStG) Käufer: Verteilung des Mehrbetrages der Rente auf die übernommenen Wirtschaftsgüter –Abschreibung Zinsanteil = Betriebsaufgabe ARTEN DER ÜBERTRAGUNG AUS SICHT DES ALT-UNTERNEHMERS/NACHFOLGERS


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