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Fallstudie: Vergessene und verdrängte Theorieansätze der IB-Theorie Theorien des Imperialismus und des Neoimperialismus.

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Präsentation zum Thema: "Fallstudie: Vergessene und verdrängte Theorieansätze der IB-Theorie Theorien des Imperialismus und des Neoimperialismus."—  Präsentation transkript:

1 Fallstudie: Vergessene und verdrängte Theorieansätze der IB-Theorie Theorien des Imperialismus und des Neoimperialismus

2 Orientie- rung: Weltbild: Entwicklungsphasen/Theorieansätze der Disziplin Internationale Beziehungen Akteur orientiert System-/Struktur orientiert Welt als Akteur- Beziehungen Welt als Gesellschaft Welt als EINE Welt Welt als Klassensystem Welt als Staaten-Welt Kopenhagener Schule (Strukt. Realismus) Ökologische Schule Regime-Theorien 1980 Dialektik der Globalisierung 1990 Nord-Süd Ansätze Dependenztheorie Neo- Institutionalismus Theorie komplexer Interdependenz 1970 Kritische, (neo-) marxist. Ansätze Szientistische Ansätze 1960 Funktionalismus Integrationsanaly se Institutionalismus 1950 Realistische Ansätze Strateg. Studien Geopolitik Idealistische Ansätze 1920 Friedens- forschung Englische Schule Imperialismus- theorien Neo-Realismus Weltsystemanalyse Sozial- psych. Ansätze Konstruktivismus 2000

3 Das Zeitalter des Imperialismus Menschen als billige Ware: Sklaven Ab 17. Jh.: Massenhafte Versklavung von Menschen aus Westafrika Ziel: Billige Arbeitskräfte auf den Baumwoll- und Zuckerrohrplantagen Amerikas  „Dreieckshandel“ 1. Sklaven nach Amerika 2. Rohprodukte (Zucker, Tabak, Kakao, Kaffe, Indigo, v. a. aber Baumwolle) nach Europa 3. Gewinnbringender Export von in Europa hergestellten Gebrauchsgütern + Waffen nach Afrika

4 Das Zeitalter des Imperialismus The Scramble for Africa … Nach 1870: verstärktes Interesse der europäischen Mächte an Kolonien ENGLAND: „Vom Kap nach Kairo“  östliche Küstengebiete Afrikas FRANKREICH: „Von Dakar nach Djibouti“  West-Ost-Ausdehnung 1898: Faschoda-Krise: England  Frankreich  Einlenken Frankreichs  “ Entente cordiale“ Weitere Konfliktherde: Kongobecken (Italien, Frankreich, Belgien): Lösung des Konflikts: Kongo-Konferenz v. Berlin 1884/85 Imperialismus: Streben nach politischer, wirtschaftlicher und/oder gesellschaftlich-kultureller Macht über die Grenzen des eigenen Staates hinaus durch Angliederung, Unterwerfung, Eroberung oder wirtschaftliche Bevormundung

5 Imperialismus: Begriff Mit Imperialismus bezeichnet man alle Aktivitäten, die dem Aufbau transkontinentaler Imperien dienen sollen. Dazu gehört neben der erklärten Absicht auch die Macht die eigenen Nationalinteressen imperial zu bestimmen und im internationalen System immer wieder zur Geltung zu bringen. Dabei geht Imperialismus über Kolonial- politik durch seine Betonung als Weltpolitik hinaus; in dieser sind Kolonien nicht nur Zweck an sich, sondern auch austauschbare Machtressourcen im globalen Machtkampf.ImperialismusImperienMachtNationalinteressenWeltpolitikZweckressourcen Darüber hinaus haben imperiale Mächte (wie z. B. das britische Empire des 19. und 20. Jahrhunderts) einen wirtschaftlichen und politischen Einfluss weit über ihre direkten Kolonien hinaus gehabt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Begriff „Imperialismus“ ganz allgemein für Bemühungen benutzt, die eine Weltherrschaft oder zumindest die Herrschaft über großräumige Gebiete außerhalb des eigenen Staates anstreben. EmpireKolonienErsten WeltkriegWeltherrschaft

6 Imperialismus: Interpretationen I John Atkinson Hobson: Imperialism - A Study (1902) In seiner Unterkonsumtionstheorie vertrat H. die Meinung, dass in den Industriestaaten der westlichen Welt die Produktion schneller wachse als die Massenkaufkraft. Die koloniale Ex- pansion stelle daher einen Versuch dar, Absatzmärkte für die Überproduktion sowie Rohstoffquellen und günstige Produktionsstandorte zu erschließen bzw. erst zu schaffen.Unterkonsumtionstheorie H. sah bereits die Grundzüge einer globalisierten Wirtschaft voraus ("Der zunehmende Kosmopolitismus des Kapitals ist das bedeutendste neue Phänomen auf ökonomischem Gebiet in der letzten Generation.", in: Imperialism - A Study). Allerdings warnte Hobson davor, dass die Sonderinteressen der Kapitaleigner die Staatsgeschäfte dominierten. Aus deren radikalem Kapitalismus und Expansionismus gingen notwendigerweise Konflikte mit konkurrierenden Nationen hervor, welche die Mächte bis in die kriegerische Ausein- andersetzung treiben könnten. So könne der Kapitalismus durch seinen Expansionsdrang schlimmstenfalls die gesamte Erde zerstören.

7 Imperialismus: Interpretationen II Im Marxismus wurde der Imperialismus zunächst von Karl Kautsky als eine bestimmte Politik zur Unterwerfung eines außerhalb des Staates liegenden, agrarischen Territoriums verstanden.MarxismusKarl Kautsky Dem widersprach die marxistische Wirtschaftstheorie, die den Imperialismus als besondere, fortgeschrittene Entwicklungsstufe (Stadium) des Kapitalismus beschrieb.marxistische WirtschaftstheorieKapitalismus Die (ältere) Imperialismus-Theorie Rosa Luxemburgs ging dabei analytisch von der Sättigung des inneren Marktes, der Eroberung des Weltmarktes und der Konkurrenz um denselben durch die nationalen Kapitale aus (Imperialismus als Mittel zur Überwindung von Überproduktionskrisen in den Industriestaaten).Rosa Luxemburgs Dagegen rekurrierte Lenins spätere Imperialismustheorie empirisch auf das Auftreten bestimmter Entwicklungs-Erscheinungen des Kapitalismus (z. B. die Verschmelzung von Industrie- und Bank- kapital zum Finanzkapital) Lenin sah zudem die monopolistische Phase des Kapitalismus, die er als Kennzeichen des Imperialismus bezeichnete, als dessen höchstes und letztes Stadium überhaupt an (Imperialismus als notwendiges Entwicklungsstadium des Kapitalismus vor dessen Zusammenbruch).Lenins

8 Imperialismus: Interpretationen III Im strengen Gegensatz zur marxistischen Auffassung hat der Ökonom Schumpeter den Imperialismus nicht als notwendiges Ergebnis der Konkurrenz in einer kapitalistischen Wirtschafts- ordnung angesehen. Vielmehr sah er ihn als Ausdruck eines irrationalen Chauvinismus von Oberschichten zur Festigung ihrer Macht. Insofern könne er in allen Stadien der Geschichte und in verschiedenen politischen Systemen vorkommen.SchumpeterChauvinismus

9 Literaturtip Eric J. Hobsbawm: Das imperiale Zeitalter , Frankfurt a.M.: Fischer 2004 [TB 16391]Eric J. Hobsbawm Gregor Schöllgen: Das Zeitalter des Imperialismus, 4. Auflage München: Oldenbourg 2004[Oldenbourg Grundriß der Geschichte Bd.15]Gregor Schöllgen Mommsen, Wolfgang J.: Imperialismustheorien. Ein Überblick über die neueren Imperialismusinterpre- tationen, Göttingen: Vandenhoeck 1980Mommsen, Wolfgang J.

10 Noch‘n Literaturtip Ouverture 0910 IB Theorie Lille 2009 CDRom\I. EXTRAPARADIGMATIC THEORIZING PDF-Datei Imperialismustheorien – Übersicht von R.Rilling

11 Structural Imperialism The Structural imperialism model was developed by the Norwegian sociologist Johan Galtung He argued that the world is divided into a developed centre and an underdeveloped periphery He defines structural imperialism as a “sophisticated type of dominance relation which cuts across nations basing itself on a bridge- head which the centre of the centre nation establishes in the centre of the periphery nation for the joint benefit of both”

12 Structural Imperialism For Galtung there is a harmony of interest between the core of the centre and the centre in the periphery nation less harmony of interest within the periphery nation than within the centre nation disharmony of interest between the periphery of the centre nation and the periphery of the periphery nation

13 Centre: Modern industry Urban centers Population centres modern culture Periphery: Mountain areas backward areas minorities Centre:Modern industry Urban centers Population centres modern culture Periphery: Mountain areas backward areas minorities

14 Structural Imperialism For Galtung In terms of values and attitudes, the elite in the periphery is closer to the elite in the centre than to groups in the periphery. Why ? Southern states receive information about the North and little information about fellow developing countries. The information flow is determined by capital flows as well as by historical and colonial ties. News flows from the core to the periphery via the transnational news agencies. The core actors define the news according to –their needs –and criteria for the developed world market.

15 Centre-Periphery-Model Premisses: The relationship between nations is a relationship of power The „developed“ countries are centres of economic, political, social and cultural power The relationship between nations is also a relationship of dominance and dependency There is also a „centre“ in the periphery

16 Centre-Periphery-Model Structural imperialism is characterized by the following relationships: –There is a harmony of interests between the centre of the centre and the centre of the periphery –there is a disharmony of interests between the peripheries of the centre and the peripheries of the periphery –between the periphery of the centre and the periphery of the periphery the disharmony of interests is biggest.

17 disharmony cities; rich, elites, companies Periphery Third world, & since 1990, Second world countries Center First world countries rural areas; workers, farmers, poor cities; rich, elites, multi-nationals Galtung’s Center-Periphery Model center periphery center periphery rural areas; workers, farmers, poor harmony Richest 10% of Latin Americans took 48% of total national incomes. Poorest 10% of Latin Americans got 1.6% of total national incomes. Richest 10 % in the First World took 29% of total national incomes. Poorest 10% in the First World got 2.5 % of total national incomes. In USA, the richest 20% consume 60%; the poorest 20% consume 3%.

18 Galtung’s Center-Periphery Model Three Stages of Imperialism 1) plunder 2) barter 3) monetary exchange: Since World War II, the USA has dominated world financial institutions, such as the World Bank and Internal Monetary Fund (IMF), and world trade organizations: GATT and WTO, and regional trade associations: NAFTA and FTAA.

19 Literaturtip Galtung, Johan. Eine strukturelle Theorie des Imperialismus, in: Senghaas, Dieter (Hg.). Imperialismus und strukturelle Gewalt, Frankfurt 1972, S (orig. 1971)

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