Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

6/25/2015Prof. Dr. Robert1 (k)ein Auslaufmodell „Soziale Marktwirtschaft“ im Zeitalter der Globalisierung GRUNDKURS II.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "6/25/2015Prof. Dr. Robert1 (k)ein Auslaufmodell „Soziale Marktwirtschaft“ im Zeitalter der Globalisierung GRUNDKURS II."—  Präsentation transkript:

1 6/25/2015Prof. Dr. Robert1 (k)ein Auslaufmodell „Soziale Marktwirtschaft“ im Zeitalter der Globalisierung GRUNDKURS II

2 6/25/2015Prof. Dr. Robert2 „Wie Phönix aus der Asche? Es ist noch nicht einmal ein Jahrzehnt her, da galt Deutschland als der kranke Mann Europas, als ein international kaum wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort mit einer zu hohen Unternehmens- besteuerung, mit einem völlig inflexiblen institutionellen Regelwerk auf dem Arbeitsmarkt, mit einem die Eigeninitiative eher bremsenden System der Sozialen Sicherung und – vor allem – unfähig zu durchgreifenden Reformen.“ „Die Wahrheit in der Mitte“ Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Jahresgutachten 2010/11, S. 1

3 6/25/2015Prof. Dr. Robert3 Grundbegriffe I Was ist Wirtschaften? Wirtschaften ist ein komplexer sozialer und arbeitsteiliger Prozess mit dem Ziel, den planmäßigen Einsatz knapper Güter zur Erfüllung menschlicher Wünsche zu verwirklichen. Was ist eine Wirtschaftsordnung? „Die Wirtschaftsordnung eines Landes besteht in der Gesamtheit der jeweils realisierten Formen, in denen Betriebe und Haushalte miteinander verbunden sind, in denen also der Wirtschaftsprozess in concreto abläuft“ (Eucken).

4 6/25/2015Prof. Dr. Robert4 Grundbegriffe II Was ist eine Wirtschaftsverfassung? Eine Wirtschaftsverfassung liegt vor, wenn die für das Wirtschaftsleben wichtigen Ordnungsstrukturen in den rechtlichen Grundlagen eines Staates festgeschrieben sind. Was ist ein Wirtschaftssystem? Ein Wirtschaftssystem ist gleichbedeutend mit der Gesamtheit der ökonomischen, politischen, kulturellen und natürlichen Umwelt, in die die einzelnen Wirtschaftseinheiten eingebunden sind.

5 6/25/2015Prof. Dr. Robert5 „Soziale Marktwirtschaft“ Die „Soziale Marktwirtschaft“ ist zum einen ein Modell, ein Leitbild zum anderen eine Wirklichkeit, eine Wirtschaftsordnung Sie beruht gedanklich – also als Wirtschaftsordnungsidee - auf zwei Elementen: Zum einen dem wettbe- werbspolitischen Leitbild des Ordoliberalismus Walter Eucken Zum anderen dem Gedanken des sozialen Ausgleichs.

6 6/25/2015Prof. Dr. Robert6 Herkunft des Begriffs „Soziale Marktwirtschaft“ Der Begriff „Soziale Marktwirtschaft“ stammt von Alfred Müller-Armack. Für ihn war die „Soziale Marktwirtschaft“ ein der Gestaltung harrender progressiver Stilgedanke, eine ordnungspolitische Idee, „ … deren Ziel es ist, auf der Basis der Wettbewerbswirtschaft die freie Initiative mit einem gerade durch die marktwirtschaftliche Leistung gesicherten sozialen Fortschritt zu verbinden.“

7 6/25/2015Prof. Dr. Robert7 Konstitutive Elemente der „Sozialen Marktwirtschaft“ : Individueller Entfaltungsspielraum gesichert durch eine rechtsstaatlich verfasste Politik der Wettbewerbsordnung. Stabilisierung des Marktgeschehens mit Hilfe der Konjunkturpolitik, insbesondere der Geldpolitik. Bewältigung des Strukturwandels durch Gestaltungs- und Anpassungssubventionen. Größtmögliche Marktnähe bei allen staatlichen Interventionen. Sozialer Ausgleich durch eine aktive Sozialpolitik.

8 6/25/2015Prof. Dr. Robert8 „Soziale Marktwirtschaft“ und Globalisierung Soziale Marktwirtschaft ist eine staatliche Veranstaltung. Globalisierung als Prozess der Entgrenzung und Verflechtung – als time-space-Kompression – erschwert diese staatliche Veranstaltung. Die Außenorientierung der Sozialen Marktwirtschaft nimmt zu. Infolgedessen wird es schwieriger: Wirtschaftsprozesse so zu gestalten, dass sie kostengünstig, störungsfrei, sicher und nachhaltig abgewickelt werden können. Regeln und Institutionen so zu handhaben und weiter zu entwickeln, dass auf der betrieblichen, der gesamtwirtschaftlichen und der weltweiten Ebene das Problem der ökonomischen Knappheit bestmöglich geregelt wird. Ordnungs- und Steuerungswege zu finden, die es erlauben, nicht nur zu wettbewerbspolitisch, sondern auch zu sozial vertretbaren Ergebnissen zu gelangen.

9 6/25/2015Prof. Dr. Robert9 Folgen globaler Prozesse

10 6/25/2015Prof. Dr. Robert10 Folgen globaler Prozesse Konzentration auf die Erörterung der unabhängigen Variablen Unternehmen Handel und Kapitalverkehr

11 6/25/2015Prof. Dr. Robert11 Unternehmen als Global Player I Es handelt sich vielfach, aber nicht immer um Großunternehmen. Unternehmen mit einer großen Beschäftigtenzahl und Standorten in unterschiedlichen Ländern sind nicht automatisch Global Player Global Player sind Unternehmen, die nicht in lokalen oder regionalen Bezügen, sondern in Weltmarktkategorien denken und handeln. Als Mindestkriterium gilt, dass ein Unternehmen gleichzeitig in Asien, Amerika und Europa vertreten sein muss.

12 6/25/2015Prof. Dr. Robert12 Unternehmen als Global Player IIa „Der Dax haut ab“ UnternehmenAnteil ausländi- scher Aktionäre Umsatz Auslandsanteil Anteil Mitarbei- ter im Ausland Adidas-Salomon85%90%80% Allianz AG47%68%59% Altana40%82%55% BASF53%60%43% Bayr. Hypo94%.. Bayer40%84%58% BMW43%73%25% Commerzbank52%25%23% Continental90%66% DaimlerChrysler49%85%52% Deutsche Bank51%70%59% Deutsche Börse90%.42% Lufthansa22%70%34% Deutsche Post37%50%42% Deutsche Telekom35%44%30% Quelle: FAZ- Sonntagszeitung vom , S. 35

13 6/25/2015Prof. Dr. Robert13 Unternehmen als Global Player IIb „Der Dax haut ab“ UnternehmenAnteil ausländi- scher Aktionäre Umsatz Auslandsanteil Anteil Mitarbei- ter im Ausland Eon54%63% Fresenius Med. Care45%95%94% Henkel.89%80% Infineon.80%56% Linde36%79%65% MAN46%74%36% Metro33%52%44% Münchener Rück50%54%27% RWE36%45%43% SAP40%79%60% Schering59%90%64% Siemens56%79%64% ThyssenKrupp20%65%50% TUI35%54%72% Volkswagen33%73%48% Quelle: FAZ- Sonntagszeitung vom , S. 35

14 6/25/2015Prof. Dr. Robert14 Unternehmen als Global Player III Schlussfolgerungen Die DAX-Unternehmen durchlaufen eine Internationalisierung. DAX-Unternehmen sind für ausländische Investoren attraktiv. In der Regel gilt: Erst wird der Umsatz ausländisch, dann die Belegschaft, dann der Eigentümerkreis. Von 30 Daxunternehmen erwirtschaften 25 den größten Teil ihres Erlöses im Ausland. Von 30 Daxunternehmen beschäftigen 17 mehr als die Hälfte ihrer Mitarbeiter/innen im Ausland. Von 30 Daxunternehmen befinden sich 11 mehrheitlich in der Hand ausländischer Eigentümer.

15 6/25/2015Prof. Dr. Robert15 Handel I: Reale Wachstumsraten des Welt-BIP und des Welthandels Erläuterung: Für 2010 und 2011 Prognosen Quelle: IMF: World Economic Outlook Database, Oktober 2010

16 6/25/2015Prof. Dr. Robert16 Handel II: Deutschland - BIP, Importe und Exporte, jährliche Veränderungen Erläuterungen: In jeweiligen Preisen Quelle: Stat. Bundesamt Deutschland

17 6/25/2015Prof. Dr. Robert17 Handel III: Exporte und exportinduzierte Bruttowertschöpfung Exporte insgesamt, in Mio. Euro ,25 Exportinduzierte Importe in Mio. Euro ,13 Importanteile = Exportinduzierte Importe in Prozent der Exporte 26,7 29,738,1 38,8 39,6 Exportinduzierte Bruttowertschöpfung ,12 Bruttowertschöpfung der Gesamtwirtschaft ,40 Exportinduzierte Bruttowertschöpfung in Prozent der Bruttowertschöpfung der Gesamtwirtschaft 19,8 17,922,0 22,4 23,2 Erläuterung: Exporte = Exporte von Waren und Dienstleistungen Quelle: Bundesministerium der Finanzen 2004; Statistisches Bundesamt 2004.

18 Handel IV:Regionale Struktur des deutschen Warenhandels in Mio. Euro Handel IV:Regionale Struktur des deutschen Warenhandels in Mio. Euro JahrInsgesamtEU- Länder Übrige europ. Länder Außereuro- päische In- dustrieländer Asiatische Staatshan- delsländer Entwick- lungs- länder 1991a) b) a) b) a) b) a) b) a) b) /25/2015Prof. Dr. Robert18 a) Warenausfuhr, b) Wareneinfuhr Quelle: Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

19 6/25/2015Prof. Dr. Robert19 Handel V: Steigerung des intraregionalen Handels von ca. 30 Prozent des Welthandels in den 50er Jahren auf ca. 50 Prozent zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Konzentration des Welthandels auf wenige regionale Integrationsgemeinschaften. Der Welthandel wächst rascher als das Welt-BIP. Der deutsche Außenhandel wächst schneller als das deutsche BIP. Für den deutschen Außenhandel hat nach wie vor die Europäische Union überragende Bedeutung. 75 Prozent der deutschen Ausführen gehen in die Länder der industrialisierten Welt.

20 Kapitalverkehr I: Ausländische Direktinvestitionen in Mrd. US-Dollar (Inflow) 6/25/2015Prof. Dr. Robert20 Für 2010 und 2011 Schätzungen Quellen: UNCTAD Handbook of Statistics 2009; UNCTAD World Investment Report 2010

21 6/25/2015Prof. Dr. Robert21 Kapitalverkehr II: Deutsche Direktinvestitionen im Ausland und ausländische Direktinvestionen in Deutschland Erläuterung: Ab 2000 in Mrd. Euro. Quelle: Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamatwrtschaftlichen Situation.

22 Kapitalverkehr III: Direktinvestitionen nach Geberländern 6/25/2015Prof. Dr. Robert22 Quelle: World Investment Report 2010 Angaben in Mrd. US-Dollar

23 Kapitalverkehr IV: Direktinvestitionen nach Nehmerländern 6/25/2015Prof. Dr. Robert23 Quelle: World Investment Report 2010 Angaben in Mrd. US-Dollar

24 Kapitalverkehr V: Devisenumsatz pro Handelstag in Mrd. US-$ 6/25/2015Prof. Dr. Robert24 Quellen: Bank für internationalen Zahlungsausgleich, Zeitungsmeldungen

25 6/25/2015Prof. Dr. Robert25 Kapitalverkehr VI Der Welthandel wächst schneller als das Welt- BIP. Der weltweite Kapitalverkehr wächst schneller als der Welthandel. Die weltweiten Devisentransaktionen steigen schneller als die weltweiten Direktinvestitionen. Von diesen Entwicklungen ist Deutschland im Sinne einer Einbindung in die Globalisierung zentral betroffen. Der negative Saldo beim langfristigen Kapital- verkehr gilt als Hinweis auf eine schlechte Standortqualität Deutschlands.

26 6/25/2015Prof. Dr. Robert26 Globale Ökonomie – Risiken für die „Soziale Marktwirtschaft“ Zwang zu Produktionssteigerungen mit international handelbaren Gütern und Dienstleistungen Relative und absolute Einkommenseinbußen für den Produktionsfaktor „einfache“ Arbeit Veränderungen in der Beschäftigungsstruktur und im Beschäftigungsniveau Mittelmaß des Bildungssystems im internationalen Vergleich Volatilität der nationalen und internationalen Finanzmarkt- architektur Starke Verschuldung der öffentlichen Haushalte Lockerung der Bindungen des Verhaltens von Akteuren an staatliche Spielregeln

27 6/25/2015Prof. Dr. Robert27 Globale Ökonomie – Chancen für die „Soziale Marktwirtschaft“ Entstehung neuer Absatz- und Beschaffungsmärkte Intensivierung des Wettbewerbs in Verbindung mit Preisvorteilen Unternehmensexpansion durch internationale Diversifizierung Neujustizierung der Standortfaktoren (Reform der Unternehmensbesteuerung u. Arbeitsmarktreformen) Gewinne durch Technologietransfer Moderater Kurs der Tariflohnpolitik

28 6/25/2015Prof. Dr. Robert28 Strategien zum Umgang mit der Globalisierung Klassische staatliche Stabilisierungs-, Verteilungs- und Allokationspolitiken erweisen sich als zunehmend ungeeignet Drei mögliche Strategien als Antwort auf Globalisierung: Protektionismus - Abwehr Globale Politikkoordination - defensiv Gestaltung der Globalisierung - offensiv

29 6/25/2015Prof. Dr. Robert29 Modernisierung der „Sozialen Marktwirt- schaft“ als Antwort auf Globalisierung Handlungsfelder z.B. Flexibilisierung von Lohnstrukturen bzw. der Arbeitsmärkte Ermutigung von F&E-Aktivitäten, Entbürokratisierung Reduktion administrativer und gesetzlicher Regulierungen der Güter- und Faktormärkte Verringerung von Lohnnebenkosten durch Reformen der Sozial- und Rentensysteme Bildungspolitische Reformen Dezentralisierung der föderativen Aufgaben- und Lastenverteilung

30 6/25/2015Prof. Dr. Robert30


Herunterladen ppt "6/25/2015Prof. Dr. Robert1 (k)ein Auslaufmodell „Soziale Marktwirtschaft“ im Zeitalter der Globalisierung GRUNDKURS II."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen