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Projekt: Die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe folien_gvo_030930.ppt Auswirkungen.

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1 Projekt: Die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe folien_gvo_ ppt Auswirkungen der Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) auf die Betriebe des Kraftfahrzeughandwerks und die dort Beschäftigten Sitzung Fachausschuss VW/Audi am in Northeim Dr. Stefanie Weimer Im Rahmen des Projekts: „Die Reform der GVO und die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe“ der Hans Böckler Stiftung

2 Projekt: Die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe folien_gvo_ ppt Reform der GVO – Die wichtigsten Änderungen Trennung Vertrieb Service zEine Trennung von Vertrieb und Service ist möglich: die Entscheidung liegt beim VertragsbetriebVertrieb Mehrmarkenvertrieb zDer Händler darf – im gleichen Ausstellungsraum – verschiedene Marken verkaufen; der Hersteller darf den Handel mit verschiedenen Marken nicht verbieten (Mehrmarkenvertrieb) Niederlassungsfreiheit zDer Händler darf von seinem Standort aus Fahrzeuge EU-weit anbieten und ab 2005 EU-weit beliebig viele Niederlassungen eröffnen – ohne Zustimmung des Herstellers (Niederlassungsfreiheit)Werkstatt Kontrahierungszwang zDer Hersteller darf die Zahl seiner Vertragswerkstätten nicht mehr beschränken – jede Werkstatt, die die Standards erfüllt, muss autorisiert werden (Kontrahierungszwang) Mehrmarkenservice zEiner autorisierten Werkstatt kann der Hersteller nicht verbieten, auch Fahrzeuge anderer Marken zu reparieren bzw. sich als Werkstatt für zusätzliche Marken autorisieren zu lassen (Mehrmarkenservice) freier Datenzugang zHersteller müssen technische Daten, Reparaturwerkzeuge und Schulungsangebote auch für unabhängige Werkstätten zugänglich machen (freier Datenzugang) OE-Teileliberalisierung zErsatzteile, die in gleicher Qualität in die Erstausstattung geliefert werden, gelten als Originalersatzteile – künftig auch für Vertragswerkstätten Direktbezug beim Teilehersteller oder über den freien Teilehandel möglich (OE-Teileliberalisierung)

3 Projekt: Die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe folien_gvo_ ppt Ziele der EU Befürchtungen Reform der GVO zGrößere wirtschaftliche Freiheiten und Entwicklungsmöglichkeiten für die markengebundenen Betriebe des Kfz-Gewerbes zDadurch: Stärkung der Position des Kfz-Gewerbes gegenüber den Herstellern zNeue Marktchancen für freie Werkstätten, Auffangperspektiven für gekündigte Markenhändler zNiedrigere Neuwagenpreise für den Verbraucher zNiedrigere Servicepreise für den Verbraucher (Liberalisierung des Teilehandels, zusätzliche Serviceanbieter) zBeschleunigung des laufenden Konzentrationsprozesses: Verschwinden mittelständischer Betriebe, Vordringen großer Handelsgruppen zWeiterer Abbau von Arbeitsplätzen (Synergieeffekte des Konzentrationsprozesses) zGefährdung der Ausbildungsleistungen der Branche (mittelständische Betriebe als Hauptträger der Erstausbildung) zEindringen neuer Handelsformen in das Neuwagengeschäft (Internethandel, Supermärkte, EU-weite Megadealer) zKeine Preisvorteile für den Verbraucher, sondern eher Preissteigerungen (in Folge des Konzentrationsprozesses auf der Anbieterseite und steigender Vertriebskosten der Hersteller)

4 Projekt: Die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe folien_gvo_ ppt Entwicklung von Betrieben und Beschäftigung im Kfz-Gewerbe Entwicklung von Betrieben und Beschäftigung im Kfz-Gewerbe (Stand Januar 2003) Zahl der Kfz-Betriebe 1997 bis 2002Beschäftigte im Kfz-Gewerbe 1997 bis 2002 (inkl. Inhaber und Auszubildende) (-1,5 %) (-2,1 %) (-2,6 %) (-3,5 %) (-1,1 %) (-1,0 %) (-2,3 %) (-2,7 %) Quelle: Geschäftsbericht des ZDK 2003

5 Projekt: Die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe folien_gvo_ ppt Hintergrund des Strukturwandels im Kfz-Gewerbe /1 Ausgangssituation Hersteller Eu-weite/weltweite Überkapazitäten in der Automobilproduktion und konjunkturelle Nachfrageschwäche Konzentrationsprozesse und verschärfter Wettbewerb zwischen den Herstellern Druck auf die Gewinnmargen der Hersteller Suche nach Einsparmöglichkeiten und neuen Ertragsquellen im Vertrieb:  dort fallen 25% der Kosten eines Neuwagens an  dort „schlummern” erhebliche zusätzliche Umsatzpotenziale, an denen auch die Hersteller partizipieren möchten („lifecycle-value” eines Fahrzeugs beträgt das Dreifache des Neupreises, höhere Gewinnmargen als im Verkauf)  dort liegt die entscheidende Schnittstelle zum Kunden „Der Vertrieb wird in den nächsten Jahren zu einer Kernkompetenz der Automobilunternehmen heranreifen, über den sie einen wachsenden Anteil ihrer Unternehmensgewinne realisieren“ (Mercer)

6 Projekt: Die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe folien_gvo_ ppt Hintergrund des Strukturwandels im Kfz-Gewerbe /2 Ausgangssituation Kfz-Gewerbe zDominanz mittelständischer, inhabergeführter Betriebe (durchschnittliche Betriebsgröße: 11 Beschäftigte; ca vertragsgebundenen Kfz-Betrieben stehen derzeit noch Unternehmen gegenüber) zZum Teil überbesetzte Netze (insbesondere bei großen Volumenherstellern) zVöllig unzureichende Umsatzrenditen (0,4 % Handel, 2,4 % Service; zum Vgl.: USA: 2 % im Handel) Zielrichtung der Herstellerstrategien zAusdünnung und Straffung ihrer Vertriebsnetze zu Gunsten größerer Unternehmenseinheiten (Annahme: größere Betriebe arbeiten effizienter; geschätztes Einsparpotenzial des Größeneffekts: 15 % der Vertriebskosten) zRealisierung der im Vertrieb liegenden Rationalisierungspotenziale über Professionalisierung des operativen Geschäfts (Instrumente: Personalentwicklung, IT-Unterstützung, Organisation durchgehender Kundenprozesse) zMarkeninszenierung/-profilierung (CI) und Kundenbindung (CRM) gewinnen an strategischer Bedeutung

7 Projekt: Die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe folien_gvo_ ppt Die neuen Verträge – Tendenzen/1 Die neuen Verträge – Tendenzen /1 Zentrale Funktion der Standards für Steuerung von Struktur und Umfang des Händlernetzes durch die Hersteller Die Standards Massive Anhebung der Standards für Vertrieb und Service; Einschätzung von Experten: weit über das für die Sicherung der Qualität notwendige Maß hinaus (Auflagen für Bauten und Ausstattung (CI), Lagerhaltung, Vorführ- und Ausstellungsfahrzeuge, EDV-Ausstattung, Festlegung von Personalschlüsseln und -qualifikationen, Schulungen, jährliche Auditierung, verwaltungsaufwändige Dokumentation betrieblicher Abläufe etc.) zDie neuen Standards treffen bestehende Kfz-Betriebe: Ingangsetzen einer Kosten-Preis-Spirale in einem überbesetzten Markt; Wirtschaftlichkeit für den Betrieb oft nicht mehr gegeben zStandards erschweren Marktzugang für neue Wettbewerber (freie, autorisierte Servicebetriebe) zZielrichtung: Verhinderung von Mehrmarkenvertrieb und Mehrmarkenservice bei bestehenden Betrieben zNichterfüllung erleichtert Kündigung von Verträgen (Kündigungsbedingungen)

8 Projekt: Die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe folien_gvo_ ppt Die neuen Verträge – Tendenzen/2 Die neuen Verträge – Tendenzen /2 Die Margen Die neue Margenstruktur: Senkung der Grundmarge, Erhöhung des Anteils leistungsabhängiger Boni zErreichung leistungsbezogener Boni für den Betrieb zunehmend unkalkulierbar („weiche” Kriterien, Bedeutung von CI- und CRM-Auflagen für Boni) zMargen oft nicht Gegenstand des Händlervertrags, d.h. jederzeit vom Hersteller kündbar zEffekt: steigenden Kosten durch Standards stehen sinkende Margen im Handelsgeschäft gegenüber (ZDK: im Schnitt zwischen 0,2 % und 2,0 % weniger) zSteigende wirtschaftliche Unsicherheit für die Betriebe (Auswirkungen auf Investitionsbereitschaft, Ausbildung, Zugang zu Krediten)

9 Projekt: Die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe folien_gvo_ ppt Die neuen Verträge – Tendenzen/3 Die neuen Verträge – Tendenzen /3 Dateneinblick und -überlassung/Personalpolitik... gläsernen Kfz-Betrieb” auf dem Weg zum „ gläsernen Kfz-Betrieb” zVerpflichtung zu weit reichenden Einblicken des Herstellers in wirtschaftliche Kennzahlen der Kfz-Betriebe (Offenlegung von Bilanzen, Aufstellung und Abstimmung eines jährlichen Businessplans, Teilnahme an Betriebsvergleichen auch für Servicebetriebe, Kundenzufriedenheitsindex) zKostenlose Überlassung von Kundendaten, jetzt auch im Service; Nutzungs- und Eigentumsrechte nicht geregelt ( z.T. expliziter Ausschluss von Abgeltungsansprüchen) zDetaillierte Festlegung der vorzuhaltenden Personalkapazität; detaillierte Regelung betrieblicher Prozessabläufe

10 Projekt: Die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe folien_gvo_ ppt Die neuen Verträge – Tendenzen/4 Die neuen Verträge – Tendenzen /4 Höhere Anforderungen an die Qualifizierung des Personals in Vertrieb und Service zVerpflichtung zum Vorhalten bestimmter Qualifikationstypen (oft in Abhängigkeit von Kapazitätskennzahlen) zVorgeschriebene Weiterbildungsmaßnahmen zVordringen markenspezifischer Zertifikate; Gefahr: Einschränkung der Mobilitätsfähigkeit der Arbeitskräfte (z.B. Audi-Diagnose-Techniker) zZum Teil Überprüfung durch Qualifikationsaudits  Herstellerschulungen werden für die Betriebe kostenpflichtig

11 Projekt: Die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe folien_gvo_ ppt Fazit: Ergebnis der Vertragsverhandlungen zStimmungswandel von positiven Erwartungen zu Ernüchterung und Skepsis – Zerschlagung von Vertrauen und Motivation in oft konfliktreichen Verhandlungsprozessen zZum Teil direkte Verstöße gegen GVO-Bestimmungen; Überprüfung einiger Verträge durch EU-Kommission zStatt Stärkung der Position des Kfz-Gewerbes gegenüber den Herstellern: zunehmendes Ungleichgewicht von Rechten und Pflichten zu Ungunsten der Kfz-Betriebe und Einschränkung unternehmerischer Handlungsspielräume zUnerfüllbare Standards – auch ein Instrument der Hersteller, die Netzbereinigung weiter voranzutreiben: Händler geben von sich aus auf, Vertragskündigung wegen Nichterfüllung der Standards leicht möglich; der Konzentrationsprozess wird beschleunigt zStatt Liberalisierung des Kfz-Marktes: Aufbau neuer Hürden

12 Projekt: Die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe folien_gvo_ ppt Exkurs: Liberalisierung des OE-Teilemarkts /1 Bedeutung des Ersatzteilgeschäfts zVolumen: 16 Milliarden Euro im Jahr z10 % des Umsatzes der Hersteller entfallen auf das Geschäft mit Ersatzteilen zHohe Gewinnmargen der Hersteller im Ersatzteilgeschäft zDerzeit noch stark herstellerzentrierte Beschaffungskanäle: yVertragswerkstätten beziehen 63 % ihrer Ersatzteile über den Automobilhersteller, 37 % über den freien Teilehandel yGroßhandel bezieht 55 % seiner Ersatzteile über die Automobilhersteller, 45 % über Teilehersteller

13 Projekt: Die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe folien_gvo_ ppt Exkurs: Liberalisierung des OE-Teilemarkts /2 Strategien der Akteure Hersteller zVersuch, OE-Teileliberalisierung durch Verträge zu unterlaufen; Verstärkung der OE-Teilekampagnen zVermehrter Einstieg der Hersteller in das Geschäft mit OE-Teilen auf dem freien Markt Gründung einer eigenen Teilehandelsgesellschaft (VW/Audi), aggressive Preisangebote, Etablierung eigener Teilemarken (optifit, Motocraft)Teilehandel  Verstärktes Marketing mit Zielgruppe: VertragswerkstättenTeilezulieferer  Prognose: Zulieferer steigen verstärkt in das Servicegeschäft (Direktbelieferung des Teilehandels) einVertragswerkstätten  Derzeit noch eher konservatives BeschaffungsverhaltenFazit: z.Zt. noch wenig Bewegung im Teilemarkt, aber: Wettbewerber stellen sich auf

14 Projekt: Die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe folien_gvo_ ppt Strukturwandel im Kfz-Gewerbe: wie geht es weiter? /1 noch nicht zusätzlich verstärken zDer bisher zu beobachtende Rückgang von Betrieben und Beschäftigung im Kfz-Gewerbe ist noch nicht das Ergebnis der Reform der GVO, sondern der laufenden Netzbereinigung durch die Hersteller. Aber: die Reform der GVO wird diesen Prozess zusätzlich verstärken beginnterst zDer durch die Liberalisierung der GVO ausgelöste Prozess des Strukturwandels im Kfz-Gewerbe beginnt erst. Er wird...  mehrstufig  mehrstufig verlaufen (allmähliche „Konsolidierung” der Netze im Zuge der jährlichen Zertifizierungsrunden, zusätzlicher Schub mit völliger Niederlassungsfreiheit 2005) Betriebstypen neuerBetriebsformen  zu einer anderen Aufteilung des vorhandenen Marktvolumens auf Betriebstypen und zur Entstehung neuer Betriebsformen führen. Diese Neuaufteilung wird nicht beschäftigungsneutral verlaufen regionalen Unterschieden  zu stärkeren regionalen Unterschieden führen Unterschieden in der Netzstruktur  zu stärkeren Unterschieden in der Netzstruktur zwischen den Herstellern/Marken führen Gegenwärtig jedoch noch viele Unwägbarkeiten:  Revision der Standards möglich (Überprüfung der Verträge durch die EU-Kommission, rechtliche Auseinandersetzungen)  Noch keine Daten über Ergebnisse der ersten Zertifizierungsrunde  Umsetzung der Standards durch die Hersteller offen Das heißt: im Folgenden sind nur spekulative Aussagen möglich

15 Projekt: Die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe folien_gvo_ ppt Strukturwandel im Kfz-Gewerbe: wie geht es weiter? /2 Vertrieb Direktvertrieb zZusätzliche Konkurrenz für traditionellen Kfz-Handel durch Ausweitung Direktvertrieb und Einstieg in das Großkundengeschäft durch die Hersteller Mehrmarkenvertrieb  Zusätzlicher Wettbewerbsdruck durch Einstieg – vor allem größerer Händler – in den Mehrmarkenvertrieb – Prognose: wird sich auf Konzernmarken beschränken, eher bei Volumenmarken, eher begrenztes Markenportfolio (keine Autokaufhäuser) Händlergruppen FilialisierungKonzentration zZusätzlicher Wettbewerb durch überregionale Expansion bisher regionaler Händlergruppen, Schub erst 2005 in Folge Niederlassungsfreiheit: weitere Filialisierung und Konzentration Aufgabe des NW-Geschäfts zMittelfristig Aufgabe des NW-Geschäfts durch kleinere Händler, Ausweichen auf Vermittlungsgeschäfte und freien Handel branchenfremder Anbieter zEinstieg branchenfremder Anbieter in das NW-Geschäft: allerdings beschränkt auf Auslaufmodelle, Überkapazitäten etc. – Prognose: Marktanteil < 3 % ausländischer Handelsketten zEinstieg ausländischer Handelsketten ab 2005: allerdings gebremst, da Preisanreiz nach vollzogener EU-Preisharmonisierung entfällt

16 Projekt: Die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe folien_gvo_ ppt Strukturwandel im Kfz-Gewerbe: wie geht es weiter? /3 Service Zahl markengebundener Werkstättenzunehmen höherer Wettbewerbs- und Preisdruck  Die Zahl markengebundener Werkstätten wird zunehmen, dadurch – eventuell vorübergehend – höherer Wettbewerbs- und Preisdruck im Werkstattgeschäft (Zugänge aus Segment der Freien, vor allem: Einstieg von bestehenden Vertragsbetrieben in den Mehrmarkenservice zur Auslastung der Werkstattkapazitäten in einem insgesamt rückläufigen Markt für Service- und Reparaturleistungen) Preis- und MargendruckOE-Teilebezugs zSteigender Preis- und Margendruck durch Liberalisierung des OE-Teilebezugs zWettbewerbsdruckfreie, insbesondere systemgebundene Werkstätten zWettbewerbsdruck durch freie, insbesondere systemgebundene Werkstätten steigt (begünstigt durch: Gleichteilepolitik der Hersteller, verbesserten Zugang zu Daten und Ausrüstung, Zugang zu preisgünstigen OE-Teilen) Prognose: Fahrzeuge im mittleren Fahrzeuglebenszyklus als künftiges „Schlachtfeld“ zwischen Freien und Vertragswerkstätten zAuch im Werkstattbereich Druck auf Bildung größerer Betriebseinheiten angesichts der vom Hersteller geforderten hohen Investitionen

17 Projekt: Die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe folien_gvo_ ppt Marktanteile Neuwagengeschäft Der Handel mit Neuwagen wird eine deutliche Marktverschiebung vom traditionellen Handel zum Megadealer erfahren Marktanteilsprognose Neuwagenhandel D ( in Mrd. € bzw. %) Quelle: Mercer Automotive Retailing Survey, DAT Veedal Report Mercer Management Consulting © 2003 <5 % 15 % 85 % <5 % >20 % -20 % % Internet Supermarkt Megadealer multi/single brand OEM direkt (inkl. Niederlassungen) Traditioneller Einmarken-Händler 6887 Bemerkungen yDeutlicher Rückgang im Marktanteil der traditionellen Ein-Marken-Händler (Größe, Professionalität)  Vertragshändler werden sich in größere Dimensionen (500 – Neuwagen p.a.) entwickeln müssen, um erfolgreich zu sein yTeilweise Trennung Vertrieb/Service-Outlets yMegadealer sind die großen Gewinner (z.T. mehrere Marken) yInternet bleibt Ausnahmefall (insb. Informationsmedium, Markenerlebnis, Online-Konfiguration...) ySupermarkt etabliert sich allenfalls bei Aktionen für Low-Cost-Marken e

18 Projekt: Die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe folien_gvo_ ppt Erosion des Servicegeschäfts Im Servicegeschäft wird die traditionelle Vertragswerkstatt unter Druck geraten Marktanteilsprognose Service & Reparatur ( in Mrd. € bzw. %) Mercer Management Consulting © % 10 % 57 % 15 % 10 % 20 % -50 % Zulieferer Fast-Fit-Ketten Sonstige freie Werkstätten Do it yourself Traditionelle Vertragswerkstatt, Megadealer 2224 Bemerkungen yMegadealer werden After-Sales-Geschäfte analog zum Neuwagengeschäft nachziehen yFast-Fit-Ketten gewinnen im preissensiblen Segment yZunehmend höhere technologische Barrieren für kleine Werkstätten yKleine freie Werkstätten verlieren Anteil (Fokus Low Cost, Ende Produktlebenszyklus) yPremium-Marken weniger anfällig als Mainstream und Low Cost yMarktwachstum getrieben durch Bestandswachstum, aber auch gebremst durch geringere Servicekosten pro Fahrzeug % 19 %

19 Projekt: Die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe folien_gvo_ ppt Strukturwandel im Kfz-Gewerbe – Herausforderungen für die Interessenvertretung der Arbeitnehmer Anforderungen im Zusammenhang mit verschiedenen Formen der Unternehmensumwandlung (Verlust Markenstatus, Hereinnahme zusätzlicher Marken, Unternehmensfusion, Teilstilllegung, Kooperationen, Gründung neuer Niederlassungen) zWahrung der erworbenen Rechte der Beschäftigten und der erreichten Arbeitsstandards zSicherung gleicher Standards in allen Betriebsteilen zRegelung der Personalfluktuation zwischen Betriebsteilen zEvtl. Integration neuer Betriebsräte in vorhandene Interessenvertretungsstrukturen Sozialverträgliche Gestaltung des voraussichtlich massiven Beschäftigungsabbaus (Insolvenzen, Synergieeffekte durch Konzentration und Spezialisierung) zNutzung inner- und zwischenbetrieblicher Umsetzung, Eröffnung neuer Einsatzmöglichkeiten für freigesetzte Arbeitskräfte zNutzung tarifvertraglicher Möglichkeiten (Altersteilzeit, Umschulungsansprüche) zAber auch: Suche nach überbetrieblichen Lösungsmöglichkeiten

20 Projekt: Die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe folien_gvo_ ppt Strukturwandel im Kfz-Gewerbe – Herausforderungen und kein Ende... zSicherung des Umfangs und der Qualität der Ausbildung zVerhinderung einer zunehmenden Abschottung markenspezifischer Fachkräftearbeitsmärkte zUmgang mit den Folgen von Mehrmarkenvertrieb und Mehrmarkenservice:  Neue Konfliktpotentiale: künftig unterschiedliche Entlohnungssysteme in einer Werkstatt?  Verstärkt markenübergreifendes Denken und Handeln der Betriebsräte erforderlich zHandlungsstrategien angesichts der zunehmenden Einschränkung unternehmerischer Handlungsspielräume der Kfz-Betriebe:  Immer mehr betriebliche Tatbestände werden vom Hersteller vorgeschrieben: z.B. Personalkapazität, Qualifizierung  Betriebsräte verlieren aktionsfähigen Ansprechpartner; wirksame betriebliche Interessenvertretung wird erschwert

21 Projekt: Die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe folien_gvo_ ppt Strukturwandel im Kfz-Gewerbe – auch neue Chancen für die Arbeit der Interessenvertretung zTrend zu größeren Unternehmen könnte Bildung von Betriebsräten erleichtern zUnternehmensfusionen ermöglichen Bildung eines Gesamtbetriebsrats:  Recht des GBR zur Einleitung von BR-Wahlen in bisher betriebsratslosen Betriebsteilen (BetrVG §17a)  Aufgabe: Zusammenlegung von bisherigen Einzelbetriebsräten zu arbeits- und aktionsfähigem GBR-Gremium  Nutzung anderer, durch die Reform des Betriebsverfassungsgesetzes gegebener Möglichkeiten zur Bildung unternehmensübergreifender BR-Formen:  Bildung eines Gemeinschaftsbetriebsrats an Stelle einzelbetrieblicher Interessenvertretungen  Bildung eines unternehmenseinheitlichen Betriebsrats per Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung

22 Projekt: Die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe folien_gvo_ ppt „Die Reform der GVO und die Neuordnung des Automobilvertriebs“ Ziele: zFortlaufende Analyse des Strukturwandels im Kfz-Gewerbe; Fokus auf Folgen für Beschäftigung, Qualifikation und Arbeitsbedingungen zHerausarbeitung von Handlungsmöglichkeiten und Erarbeitung von Handlungshilfen für die Interessenvertretungsarbeit im Strukturwandel zAusloten innovativer, insbesondere überbetrieblicher Lösungsansätze:  Welche Möglichkeiten eines Einbezugs der Hersteller in die Bewältigung der beschäftigungspolitischen Folgen des Strukturwandels gibt es?  Welche Rolle können die Fachausschüsse für eine sozialverträgliche Gestaltung des Strukturwandels spielen? Ein Forschungsvorhaben des ISF München im Auftrag der Hans Böckler Stiftung

23 Projekt: Die Neuordnung des Automobilvertriebs – Herausforderungen für Betriebe, Belegschaften und Betriebsräte im Kfz-Gewerbe folien_gvo_ ppt Vorgehensweise im Projekt zAuswertung vonDatenExpertengespräche zAuswertung von Daten; Expertengespräche bei Herstellern, Händlerverbänden und anderen brancheneinschlägigen Akteuren zExpertengesprächeBetriebsräten Fachausschüsse zExpertengespräche mit Betriebsräten aus dem Kfz-Gewerbe und Mitgliedern der Fachausschüsse betrieblicher Fallstudienin Kfz-Betrieben zDurchführung betrieblicher Fallstudien in Kfz-Betrieben, die von Umstrukturierungsprozessen betroffen sind. Suche nach exemplarischen Umstrukturierungsfällen...  an denen sich typische Handlungsanforderungen und Probleme der Interessenvertretung in solchen Prozessen ablesen lassen  an denen sich übertragbare Lösungen erarbeiten lassen Rückkopplung zLaufende Rückkopplung und Diskussion der Ergebnisse in die Interessenvertretungsgremien der Branche AbleitungvonLösungen zGemeinsame Ableitung von Lösungen und übertragbaren Handlungsstrategien, Ingangsetzung von Initiativen Fazit Das Projekt...  ist eine Kombination von Forschung und Umsetzung  braucht die Kooperation von Forschung und Interessenvertretung


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