Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Anja Schmitt, M.A. Lesekompetenzentwicklung Fachseminar Deutsch.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "Anja Schmitt, M.A. Lesekompetenzentwicklung Fachseminar Deutsch."—  Präsentation transkript:

1 Anja Schmitt, M.A. Lesekompetenzentwicklung Fachseminar Deutsch

2 2 1. Lesekompetenzbegriff nach PISA 2. Lesedidaktik und Lesekompetenz 3. Lesen in allen Fächern 4. Förderung der Lesekompetenz 5. Testformate zur Lesekompetenz (Auswahl) 6. Zusammenfassung und Ausblick Gliederung:

3 3 Lesekompetenz ist die grundlegende Kompetenz schlechthin pragmatisches Konzept von Lesekompetenz: im Kern ein Prozess der Informationsentnahme und –verarbeitung angelegt auf das Messen von Leseverstehensleistungen PISA: Lesekompetenzbegriff (1)

4 4 PISA: Ergebnisse

5 5 für lesedidaktische Belange nicht ausreichend Es fehlen:  die Erwerbswege  die subjektiven und sozialen Funktionen des Lesens  Lesekompetenzbegriff nötig, der die Lernprozesse erfasst, so dass diese gezielt unterstützt werden können  systematische Leseförderung, die alle Bereiche mit einbezieht PISA: Lesekompetenzbegriff (2)

6 6 Lesekompetenz: gezielte Förderung Lesekompetenz kommt nicht von selbst, sondern muss ausgebildet werden, denn 1. Lesen- und Schreibenlernen beginnt vor dem Eintritt in die Schule. 2. Lesen- und Schreibenlernen geht über den Schriftspracherwerb in der Grundschule weit hinaus.  Grundlagen werden in der Familie und in vorschulischen Einrichtungen gelegt.  Schule muss die Lesekompetenz in allen Unterrichtsfächern entwickeln und fördern (z.B. Lesecurriculum). Lesekompetenz: gezielte Förderung

7 7 didaktisches Modell der schulischen Leseförderung: Lesekompetenzmodelle (1): didaktisches Modell der schulischen Leseförderung: Rosebrock/ Nix 2010: 16

8 8 Lesekompetenzmodelle (2): Erwerbsmodell der Lesekompetenz: Garbe 2009: 37

9 9 Auswahl: über Lesefertigkeiten verfügen, sinnerfassend lesen (5/6) Lesestrategien kennen und selbstständig anwenden (5/6) Textfunktionen komplexerer Texte erfassen (7/8) Informationen aus authentischen Texten und mathematischen Darstellungen entnehmen, analysieren und bewerten (9/10) Die SchülerInnen erfassen in Short Stories und längeren Sachtexten die wesentlichen Aussagen. (9/10) Lesekompetenzen (Bildungsstandards/KLP):

10 10 Quellentexte Versuchsaufbau/-anleitung Protokolle Textaufgaben Sachtexte Zeitungstexte literarische Texte Tabellen, Grafiken, Karikaturen … Lesen in allen Fächern:

11 11 Viele der schwachen LeserInnen haben noch in der Sekundarstufe Probleme bei den basalen Leseprozessen:  unzureichende Automatisierung der Dekodierfertigkeiten  stockendes Lesen  Verstehensanforderungen der Texte mental nicht erfüllbar  Lesemotivation leidet Problem: Schwierigkeiten mit basalen Leseprozessen

12 12 Verbesserung der Leseflüssigkeit (Reading fluency) durch Lautlese- Verfahren (Lesetandem, Lesetheater,…) Vielleseverfahren Lesestrategien einüben und anwenden Lesemethoden: ABC-Darium etc. Förderung der Lesekompetenz:

13 13 die exakte Dekodierfähigkeit von Wörtern die Automatisierung der Dekodierprozesse eine angemessen schnelle Lesegeschwindigkeit die Fähigkeit zur sinngemäßen Betonung des gelesenen Satzes, also zu einem ausdrucksstarken Lesen (Rosebrock 2010: 38) Leseflüssigkeit umfasst:

14 14 Die neuere Forschung zeigt:  Die Leseflüssigkeit ist für das Gesamtverständnis eines Textes von zentraler Bedeutung.  Die Automatisierung macht die weitere inhaltliche Verarbeitung eines Textes erst möglich. (vgl. Rosebrock 2010 und Garbe et. al. 2009) Reading-Fluency-Konzept:

15 15 ?nelleuqrettuF erhi neneiblemmaS eid nednif ieW.etlessülhcstne nerhaJ re04 ned ni hcsirF nov lraK eid, ehcarpsrepröK exelpmok enegie enie rüfad nebah neneiB.reteiw nennigelloK erhi na,nednif zu neznalfpthcarT nehcielg eid,dnis gitön uzad eid, nenoitamrofnI ella eis nebeg (znatleznäwhcS dnu –dnuR) eznätdradnatS reiewz slettiM. Stellenwert der Automatisierung sichtbar machen:

16 16 Lautleseverfahren (kein Reihumlesen): wiederholtes Lautlesen, begleitendes Lautlesen Vielleseverfahren: Steigerung der Lesequantität durch Leseolympiade, freie und stille Lesezeiten… Laut- und Vielleseverfahren:

17 17 Seit einigen Jahren weisen Leseforschung und Fachdidaktik stark auf die Bedeutung von Lesestrategien für die Entwicklung von Lesekompetenz hin. Lesestrategien sind mentale Werkzeuge, um hierarchiehohe Verstehensanforderungen von Texten vor, während und nach dem Lesen gezielt zu unterstützen (kognitiv und metakognitiv). Lesestrategien:

18 18 Lesestrategien erfüllen folgende Kriterien:  auf ein bestimmtes Leseziel hin ausgerichtet  systematischer Verbund verschiedener Strategien  bei guten Lesern weitgehend automatisiert und routiniert Das Unsichtbare sichtbar machen: Was tue ich beim Lesen? Lesestrategien:

19 19 Gliederung in drei Lesephasen:  vor dem Lesen  während des Lesens  nach dem Lesen Auswahl geeigneter Strategien:  Vorwissen aktivieren: Vermutungen über den Inhalt anstellen  vor der Lektüre Fragen stellen und später beantworten  wichtige Wörter/ unbekannte Wörter markieren  Stichwörter aufschreiben  Sinnabschnitte und Überschriften  Mindmap erstellen  Absätze reformulieren  Zusammenfassen  Randbemerkungen aufschreiben  … Lesestrategien:

20 20 Leselotse Lesenavigator Lesezeichen für die Sek.I Textdetektive Reziprokes Lehren …  stützen den Erwerb von Lesestrategien durch systematisches Vorgehen  schülerorientierter Unterricht, selbstständiges Lernen wird gefördert  geeignet für literarische Texte und für Sachtexte  schrittweise Einführung und kontinuierliche Verwendung in allen Fächern Instrumente zur Einübung von Lesestrategien:

21 21 Lesestrategien: Beispiele „Leselotse/Lesenavigator “ Leselotse: Klasse 3-8Lesenavigator: Klasse 6-8

22 22 Lesestrategien: Beispiel „Lesenavigator “ brandenburg.de

23 23 Zielsetzung: Wenn wir erwarten, dass Schüler Lesestrategien im Unterricht anwenden, müssen wir sie zuerst explizit vermitteln und einüben, und zwar in allen Fächern! Anleitung zu einem selbstständigen Strategieeinsatz  selbstgesteuertes Lernen Selbstregulierter Strategieansatz:

24 24 Lesen darf nicht auf einen „Kurs“ reduziert werden, sondern muss habitualisiert/automatisiert werden. Nachhaltige Vermittlung von Lesestrategien und somit Förderung der Lesekompetenz durch:  längerfristig angelegten Unterricht  Anwendung der Strategien in allen textbasierten Fächern Lesen im Unterricht:

25 25 Lesemethode: ABC-Darium der Schlüsselbegriffe Texte öffnen Türen: 97

26 Anja Schmitt, M.A.26 Beispiele: Salzburger Lesescreening (Klasse 5-8) Elfe-Test (Klasse 1-6) Bayerischer Jahrgangstest Würzburger Lesestrategie- und Wissenstest Stolperwörter-Test … Testformate „Lesekompetenz“:

27 27 Durchführung: in der Gruppe jeweils am Ende der Klassenstufen 5/6/7/8 (Versionen A/B) Messgegenstand: misst die basale Lesefertigkeit; Lesegeschwindigkeit als wichtigster Indikator Testmethode: SchülerInnen lesen leise eine Liste sehr einfacher Sätze und markieren am Ende jedes Satzes, ob die Aussage wahr oder falsch ist. Salzburger Lesescreening (5-8):

28 28 Rohwert der Leistungsbeurteilung: Anzahl der in drei Minuten korrekt bearbeiteten Sätze Ermittlung der Leseleistung anhand einer Tabelle: : überdurchschnittlich… valider Test zum Aufdecken von Leseschwächen Salzburger Lesescreening (5-8):

29 29 Salzburger Lesescreening (5-8): Beispiel

30 30 standardisierter Test für die Klassenstufen 1-6 Wortverständnis, Lesegeschwindigkeit (Computer), Satz- und Textverständnis Einzel-/Gruppentest Elfe (1-6):

31 31 Elfe (1-6): Beispiel „Textverständnis“

32 32 Lesekompetenz:  die grundlegende Kompetenz  vielschichtiger Begriff  geht alle Fächer an 6. Zusammenfassung Ziel: gemeinsame Entwicklung eines langfristig angelegten schulinternen Lesecurriculums, das alle textbasierten Fächer umfasst

33 33 Konzept zur Lesekompetenz (LPM):  Lesekompetenz über die Jahrgänge hinweg systematisch aufbauen und fördern  längerfristige Entwicklung von Modulen geplant, wissenschaftlich begleitet von Frau Prof. Dr. Garbe VERA 8: 2012 nur im Fach Deutsch IQB: Deutsch konkret. Für weiterführende Schulen. Cornelsen-Scriptor. (erscheint) Ausblick: Lesekompetenz auf lange Sicht entwickeln

34 34 Gaile, Dorothee (Hrsg.)(2006): Lesen macht schlau. Berlin: Cornelsen-Scriptor. Garbe, Christine/ Holle, Karl/ Jesch, Tatjana (2008): Texte lesen. Textverstehen, Lesedidaktik, Lesesozialisation. Schöningh: UTB. Klute, Wilfried (2006): Sachtexte erschließen: Grundlagen, Texte und Arbeitshilfen für den Deutschunterricht der Sekundarstufe I. Berlin: Cornelsen-Scriptor. Lange, Reinhardt (2007): Die Lese- und Lernolympiade. Aktive Leseerziehung mit dem Lesepass nach Richard Bamberger. Baltmannsweiler: Schneider. Nix, Daniel (2006): Das Lesetheater. In Praxis Deutsch. Heft 199. S Rosebrock, Cornelia/ Nix, Daniel (2006): Grundlagen der Lesedidaktik und der systematischen schulischen Leseförderung. Baltmannsweiler: Schneider. Bibliographie:

35 35 Praxis Deutsch. Vorlesen und Vortragen. Heft 199/2006. Praxis Deutsch. Sachbücher und Sachtexte lesen. Heft 189/2005. Texte öffnen Türen (2008). Reihe Unterrichtsentwicklung. Hessisches Kultusministerium Internetquellen: Bibliographie:


Herunterladen ppt "Anja Schmitt, M.A. Lesekompetenzentwicklung Fachseminar Deutsch."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen