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Erstlesen - Erstschreiben

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Präsentation zum Thema: "Erstlesen - Erstschreiben"—  Präsentation transkript:

1 Erstlesen - Erstschreiben
Gabriele Steinmair, MA

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3 Buchstabenfolgen lesen und schreiben
Beim dekodierenden Lesen trainieren Kinder das Zusammenschleifen von Buchstaben. Wichtig ist, dass sie bereits Laute aus Wörtern heraushören und diesen Lauten auch Buchstaben zuordnen können. Beim lautgetreuen Schreiben werden die gehörten Laute als Buchstaben aufgeschrieben. Um diese Übungen erfolgreich zu trainieren, müssen die Kinder alle Buchstaben gut kennen. Phonologische Bewusstheit im weiteren Sinn meint die Beschäftigung mit größeren Einheiten der gesprochenen Sprache, wie zum Beispiel mit Silben oder Reimen. Unter phonologischer Bewusstheit im engeren Sinn versteht man den bewussten Umgang mit den kleinsten Einheiten der gesprochenen Sprache, den Lauten (Phonemen). Für die optimale Entwicklung der phonologischen Bewusstheit wurden Trainingsprogramme entwickelt, die den Kindern Lernerfahrungen in unterschiedlichen Bereichen der Phonologie ermöglichen. Renate Valtin stellt in ihrem Arbeitsbuch "Das schaffe ich" (Arbeitsheft Basis, Braunschweig, Schrödel Verlag) Bereiche vor, die den Kindern Einsichten in die Struktur unserer Sprache gewähren und den Schriftspracherwerb unterstützen.

4 Erstes Zusammenlauten

5 Zusammenlauten Dauerkonsonanten (z.B. m, r, s, n, f) mit Vokalen verbinden und umgekehrt Silbenlift Lesezug, Lesefenster u.a. Lautgebärden Beobachtung der Mundbewegungen

6 Silben – ein Weg zum Wort

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9 Silben und Pseudowörter

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11 Alphabetische Strategie
Zitat von Gerheid Scheerer-Neumann (2001): „Wenn sie noch nicht beherrscht wird, muss die alphabetische Strategie, also das Erlesen bzw. lautorientierte Schreiben, im Zentrum der Förderung lese-rechtschreibschwacher Kinder stehen. Sie ist unverzichtbar!“

12 Lernangebote zur Weiterentwicklung der logografischen Phase

13 Lernangebote zur Weiterentwicklung der alphabetischen Phase

14 Die 2 Wege des Lesens (vgl. Schründer-Lenzen, 2013, S. 44f
Direktes Lesen Das zu lesende Wort wird sofort abgerufen wird, indem es direkt mit dem mentalen Lexikon verglichen wird. Indirektes Lesen; Lautierendes Lesen Das Wort wird über Analyse und Synthese von Lauten und Lautkomplexen rekonstruiert. Je besser die lexikalische Ebene der Leserin und des Lesers entwickelt ist, umso eher erfolgt das Erlesen auf direktem Weg. Im fortgeschrittenen Leseprozess wird nur noch bei schwierigen oder unbekannten Wörtern auf die Lautanalyse zurückgegriffen).

15 Bingo

16 Memory

17 Fliegenklatsche

18 Lautleseverfahren, Cornelia Rosebrock

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21 Kieler Leseaufbau (Dummer-Smoch, L., Hackethal, R. (1999)

22 Prinzipien des Aufbaus
Beschränkung auf Wörter mit 1:1 Zuordnung zwischen Lauten und Buchstaben Lautieren statt Buchstabieren Silbentraining Stufenweise Einführung von Vokalen und Konsonanten Beachten von Schwierigkeitsgraden der Wortstruktur Unterstützung des Leseaufbaus durch Lautgebärden

23 Lesekarten

24 Silbenteppiche

25 Silben – ein Weg zum Wort

26 Delfino - Förderprogramm
https://www.delfino.cc/Home/MainMenu?withTherapist=True&logout=1#

27 Lauttreues Schreiben Pilotsprache (Schreibsprache) lautes, gedehntes und überdeutliches Vorsprechen/Mitsprechen beim Schreiben Synchrones Sprechschreiben Mitsprechstrategie: gleichzeitiges Sprechen und Schreiben in Silben mit bewusster Silbenpause! Kontrolle der Lautfolge durch Markieren der Selbstlaute und Silben(Finger)bögenkontrolle Verwendung von lauttreuen Wörtern Orientierung am Grundwortschatz

28 Zusatzmaterial Mappen

29 4-Säulen-Modell nach Brügelmann
Viele Kinder kommen in die Schule, um Lesen und Schreiben zu lernen. Ein hoher Prozentsatz der Sechsjährigen kann den eigenen Namen schreiben, meistens in Blockschrift. Manche Kinder kennen Buchstaben, einige können sogar lesen. Lehrerinnen und Lehrer haben es bei Schuleintritt mit einer großen Bandbreite an Interessen und Fertigkeiten zu tun, die Herausforderung besteht darin, die Kinder weder zu überfordern noch zu unterfordern. Dennoch ist es möglich, mit den Kindern von Anfang an der Sprache zu arbeiten. Die Kinder brauchen sowohl ausreichend Gelegenheit zum Sprechen. Sie sollen nicht schreiben lernen, indem sie üben, sondern indem sie aufschreiben, was ihnen wichtig ist. Wenn sie aber von Anfang an ihre Gedanken und Ideen aufschreiben sollen, brauchen sie dafür Hilfsmittel. Als Hilfsmittel bietet man den Kindern Wörter an, die ihnen wichtig sind, Wörter, mit denen sie erzählen können. Die Wörter werden nicht nach Kriterien der Rechtschreibschwierigkeit oder nach den enthaltenen Buchstaben ausgewählt, sondern lediglich nach der Bedeutsamkeit für die Kinder.

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31 Systematisches Einführen von Schriftelementen und Leseverfahren
4 Säulen Systematisches Einführen von Schriftelementen und Leseverfahren Gemeinsames (Vor-)Lesen von Kinderliteratur Freies Schreiben eigener Texte Aufbau und Sicherung eines Grundwortschatzes

32 Gemeinsames (Vor-)Lesen von Kinderliteratur
Lust auf Bücher und auf Lesen bekommen Entdecken, dass Schriftzeichen Bedeutung tragen Baumuster und Sprachformen von Texten kennenlernen Auseinandersetzung mit verschiedenen Selbst- und Weltsichten Information gewinnen

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72 Systematisches Einführen von Schriftelementen und Leseverfahren
4 Säulen Systematisches Einführen von Schriftelementen und Leseverfahren Gemeinsames (Vor-)Lesen von Kinderliteratur Freies Schreiben eigener Texte Aufbau und Sicherung eines Grundwortschatzes

73 Freies Schreiben eigener Texte
Lust und Zutrauen zum Verfassen von Texten gewinnen (Kinder diktieren Texte,..) Hilfsmittel benutzen (Anlauttabelle, Bild-Wort-Lexikon, …) Verschiedene Verwendungsformen der Schrift erproben (Einkaufszettel, Brief, …) Austesten von orthografischen Hypothesen und Schreibstrategien durch lauttreues Verschriften

74 Arbeitsauftrag Du hast die Geschichte vom Löwen gehört. Du kannst jetzt etwas zu der Geschichte schreiben, was DIR wichtig ist. Ich schreibe es für dich." Die Kinder malen zum Buch ein einziges Bild. Später diktieren sie dazu den Text. Die Wortbilder der Tiernamen werden durch Namenskarten deutlich. Nach dem Zeichnen diktieren die Kinder den Text, die LL schreiben ihn in Blockschrift zu den Details im Bild. Diese Aufgabenstellung erlaubt ihnen, aus dem Geschehen auszuwählen, was für sie wichtig ist. Es geht nicht um ein schrittweises Nacherzählen der Geschichte, deshalb schleifen sich "und dann" Formulierungen nicht ein. Wer fertig ist, kann im Leseeck die CD zur Geschichte anhören oder die Puzzles zur Geschichte bauen. "Du hast die Geschichte vom Löwen gehört. Du kannst jetzt etwas zu der Geschichte schreiben, was DIR wichtig ist. Ich schreibe es für dich."

75 Diktieren Gesprochene Sprache ist flüchtig. Beim Diktieren erfährt Sprache eine Vergegenständlichung: Vor den Augen des Kindes entsteht Buchstabe für Buchstabe ein geschriebener Text. Das langsame Schreiben allein reicht häufig nicht, um ihren Erzählfluss zu bremsen. Damit die Langsamkeit des Schreibprozesses für die Kinder auch „hörbar“ wird, muss der Erwachsene während des Aufschreibens laut und deutlich mitsprechen, und zwar genau in dem Tempo, in dem er auch schreibt. Der Text sollte in Großbuchstaben notiert werden, weil Kindern diese in der Regel zuerst bekannt sind.

76 Diktieren Nebeneinander sitzen
Die Formulierungen des Kindes werden nicht verändert. Grammatikalische Fehler werden beim Aufschreiben verbessert. Nicht nachfragen und auf längere Texte beharren, sonst entsteht eine Aneinanderreihung von Sätzen. Vorlesen der entstandenen Texte

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80 4-Säulen-Modell nach Brügelmann
Viele Kinder kommen in die Schule, um Lesen und Schreiben zu lernen. Ein hoher Prozentsatz der Sechsjährigen kann den eigenen Namen schreiben, meistens in Blockschrift. Manche Kinder kennen Buchstaben, einige können sogar lesen. Lehrerinnen und Lehrer haben es bei Schuleintritt mit einer großen Bandbreite an Interessen und Fertigkeiten zu tun, die Herausforderung besteht darin, die Kinder weder zu überfordern noch zu unterfordern. Dennoch ist es möglich, mit den Kindern von Anfang an der Sprache zu arbeiten. Die Kinder brauchen sowohl ausreichend Gelegenheit zum Sprechen. Sie sollen nicht schreiben lernen, indem sie üben, sondern indem sie aufschreiben, was ihnen wichtig ist. Wenn sie aber von Anfang an ihre Gedanken und Ideen aufschreiben sollen, brauchen sie dafür Hilfsmittel. Als Hilfsmittel bietet man den Kindern Wörter an, die ihnen wichtig sind, Wörter, mit denen sie erzählen können. Die Wörter werden nicht nach Kriterien der Rechtschreibschwierigkeit oder nach den enthaltenen Buchstaben ausgewählt, sondern lediglich nach der Bedeutsamkeit für die Kinder.

81 Schreiben von Anfang an

82 Montagsgeschichten

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89 4-Säulen-Modell nach Brügelmann
Viele Kinder kommen in die Schule, um Lesen und Schreiben zu lernen. Ein hoher Prozentsatz der Sechsjährigen kann den eigenen Namen schreiben, meistens in Blockschrift. Manche Kinder kennen Buchstaben, einige können sogar lesen. Lehrerinnen und Lehrer haben es bei Schuleintritt mit einer großen Bandbreite an Interessen und Fertigkeiten zu tun, die Herausforderung besteht darin, die Kinder weder zu überfordern noch zu unterfordern. Dennoch ist es möglich, mit den Kindern von Anfang an der Sprache zu arbeiten. Die Kinder brauchen sowohl ausreichend Gelegenheit zum Sprechen. Sie sollen nicht schreiben lernen, indem sie üben, sondern indem sie aufschreiben, was ihnen wichtig ist. Wenn sie aber von Anfang an ihre Gedanken und Ideen aufschreiben sollen, brauchen sie dafür Hilfsmittel. Als Hilfsmittel bietet man den Kindern Wörter an, die ihnen wichtig sind, Wörter, mit denen sie erzählen können. Die Wörter werden nicht nach Kriterien der Rechtschreibschwierigkeit oder nach den enthaltenen Buchstaben ausgewählt, sondern lediglich nach der Bedeutsamkeit für die Kinder.

90 Systematisches Einführen von Schriftelementen und Leseverfahren
4 Säulen Systematisches Einführen von Schriftelementen und Leseverfahren Gemeinsames (Vor-)Lesen von Kinderliteratur Freies Schreiben eigener Texte Aufbau und Sicherung eines Grundwortschatzes

91 Aufbau und Sicherung eines Grundwortschatzes
Die Schreibweise häufig gebrauchter Wörter automatisieren Eigene und wichtige Wörter sammeln (z.B. in einem Schatzkästchen) Modellwörter für unterschiedliche Rechtschreibmuster kennenlernen und automatisieren (Analogiebildung) Alphabetisches Prinzip als Ordnungs- und Suchhilfe kennenlernen

92 Lauttreue Schreibung Basis für die weitere Rechtschreibentwicklung
Sie wird akzeptiert und damit den Kindern signalisiert, dass sie bereits lesbar schreiben können. Lautorientiert geschriebene Kindertexte „übersetzen“ und den Kindern damit für ihre weitere orthografische Entwicklung Anregungen und Modelle zu bieten.

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94 … hin zur Rechtschriftlichkeit
Kinder erfahren parallel dazu, dass es mit der „Buch-“ oder „Erwachsenenschrift“ fest verabredete Schreibweisen für die Wörter gibt. In gesonderten Aufgabenstellungen werden deshalb schon früh einzelne, für die Kinder besonders wichtige Wörter in der orthografisch korrekten Schreibweise angeboten und von den Kindern aufgeschrieben und gesammelt.

95 Erste Wörter Blockschrift
Kinder sollen nicht schreiben lernen, indem sie üben, sondern indem sie aufschreiben, was ihnen wichtig ist. Wenn sie aber von Anfang an ihre Gedanken und Ideen aufschreiben sollen, brauchen sie dafür Hilfsmittel. Als Hilfsmittel bietet man den Kindern Wörter an, die ihnen wichtig sind, Wörter, mit denen sie erzählen können. (vgl. Marlene Walter) Viele Kinder kommen in die Schule, um Lesen und Schreiben zu lernen. Ein hoher Prozentsatz der Sechsjährigen kann den eigenen Namen schreiben, meistens in Blockschrift. Manche Kinder kennen Buchstaben, einige können sogar lesen. Lehrerinnen und Lehrer haben es bei Schuleintritt mit einer großen Bandbreite an Interessen und Fertigkeiten zu tun, die Herausforderung besteht darin, die Kinder weder zu überfordern noch zu unterfordern. Dennoch ist es möglich, mit den Kindern von Anfang an der Sprache zu arbeiten. Die Kinder brauchen sowohl ausreichend Gelegenheit zum Sprechen. Sie sollen nicht schreiben lernen, indem sie üben, sondern indem sie aufschreiben, was ihnen wichtig ist. Wenn sie aber von Anfang an ihre Gedanken und Ideen aufschreiben sollen, brauchen sie dafür Hilfsmittel. Als Hilfsmittel bietet man den Kindern Wörter an, die ihnen wichtig sind, Wörter, mit denen sie erzählen können. Die Wörter werden nicht nach Kriterien der Rechtschreibschwierigkeit oder nach den enthaltenen Buchstaben ausgewählt, sondern lediglich nach der Bedeutsamkeit für die Kinder.

96 ICH In der ersten Schulwoche erarbeiten die Kinder das Wort "ich". Die Kinder erzählen von sich und während des Gesprächs schreibt die Lehrerin oder der Lehrer das Wort "ich" auf ein Plakat. Rätselraten beginnt, manche kennen einen Buchstaben aus diesem Wort. In weiteren Übungen wird das Wort in Regenbogenfarben nachgespurt, zerschnitten, wieder zusammengesetzt und täglich in verschiedenen Varianten geübt. Nachdem einige Tage mit diesem ersten Wort gearbeitet wurde, schreiben die Kinder ihre ersten Texte: was sie von sich erzählen möchten, was sie in der Schule gerne arbeiten, was sie zu Hause gerne tun, was sie mit dem Papa/der Mama gerne spielen, was sie am Abend zu tun haben, was in der Früh in der schule geschehen muss... Im Kreis lesen die Kinder ihre Geschichten vor , bekommen Rückmeldungen und sind unglaublich stolz auf die entstandenen Werke. Das Vorlesen der entstandenen Texte dient gleichzeitig als Leseübung, die höchst motivierend wirkt. In weiterer Folge werden Wörter wie "mag, kann, habe, Mama, ein Haustier... erarbeitet, sodass sich das Repertoire der Kinder ständig erweitert, die Texte bunter und vielfältiger werden. (vgl. Walter 2012, S. 37ff)

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98 Frühe Texte Methodisch-didaktische Überlegungen für die Arbeit mit Bildern: Die Bilderfolge muss für alle Kinder gut sichtbar sein. Die Bilder können alle auf einmal, aber auch einzeln hintereinander angeboten werden. Die Kinder brauchen genügend Zeit, um sich die Details auf den Bildern anzusehen. Fehlende Bilder regen die Fantasie an. Zu den Bildern können Wörter, Stichwortgruppen oder Sätze als Formulierungshilfe angeboten werden (auf der Grundstufe I als Differenzierungsmaßnahme für Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache bzw. für förderbedürftige Kinder). Die Schüler/innen wählen eine Zeitform, in der sie die Bildgeschichte abfassen (Präsens oder Präteritum). Als sprachliche Vorarbeit können Wortsammlungen (Nomen, Verben, Adjektive) zu den einzelnen Bildern erstellt werden. Übungsvarianten: Eine Bildfolge ist gegeben, dieser sind ungeordnet vorgegebene Sätze zuzuordnen. Bildfolge und Stichwortgruppen sind vorgegeben. Eine Bildreihe ist ungeordnet vorgegeben, die Kinder ordnen sie und schreiben eine Geschichte dazu. Vor der Verschriftlichung kann die Bildgeschichte im Rollenspiel dargestellt werden. Eine Bildfolge zerschneiden, Sprechblasen mit Text dazuzeichnen. Danach erst die Geschichte schreiben. Bildgeschichten aus Auswahlsätzen zusammenstellen. Mehrere Schülergruppen erhalten jeweils ein Bild der Geschichte. Sie schreiben den Text zu diesem Bild. Danach werden die Textteile zusammengefügt und die Geschichte überarbeitet und verändert (gleicher Name, einheitlicher Ort der Handlung,…) Nur ein Bild (Anfang, Mitte, Schluss) wird vorgegeben, die Schüler diskutieren und schreiben danach, was vorher und nachher geschehen sein könnte (geht schon in Richtung „kreatives Schreiben“). Ausgehend von einem Text (einer Geschichte) werden Szenen dargestellt, fotografiert und daraus eine Bildgeschichte erstellt Das soll beim Abfassen der Bildgeschichte beachtet werden: Einen motivierenden, emotionalen Zugang zu den Bildern schaffen, z.B. durch eine Rollenspiel-Einleitung, durch Rätsel, den Einsatz von Gegenständen, Stofftieren, Figuren, etc., die in der Bildgeschichte eine Rolle spielen, u. ä. Genaues Betrachten der Bilder – jede Einzelheit bedeutet etwas! Danach eine zusammenhängende Geschichte erzählen. Zeit und Ort der Handlung erfinden. Die Personen sprechen lassen und ihnen Namen geben – die direkte Rede verwenden. Gefühle der Personen beschreiben – auch die Mimik und Gebärden deuten. Die Bilder so genau beschreiben, dass sie sich der Leser ohne Bilder gut vorstellen kann – Tipp: Ein/e Schüler/in sitzt mit dem Rücken zum gezeigten Bild. Übergänge zwischen den Bildern erfinden. Eine passende Überschrift finden, die neugierig macht. Erzählzeit Präsens oder Präteritum wählen, dann bei der gewählten Zeit bleiben.

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112 Wenn du ein Schiff bauen willst,
so trommle nicht Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten und die Arbeit einzuteilen, sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem endlosen, weiten Meer. Antoine de Saint-Exupéry

113 Schriftarten BLOCKSCHRIFT Druckschrift Schreibschrift

114 BLOCKSCHRIFT + Schwache Leser und Leserinnen haben keine Probleme mit der Blockschrift. Die Buchstaben sind aus wenigen Grundformen aufgebaut. Die Schrift ist den Kindern von Schildern bekannt. Viele Kinder lernen den Namen in dieser Schrift. Es gibt keine Probleme mit der Groß-Kleinschreibung. Die Kinder müssen nur eine grafische Variante speichern.

115 BLOCKSCHRIFT - Texte in Großbuchstaben sind schwer zu lesen.
Die Rechtschreibung wird vernachlässigt. Die Wörter sind nicht einfach einzuprägen, weil die Ober- und Unterlängen als optische Hilfen fehlen.

116 Druckschrift + Der Buchstabe stellt eine abgegrenzte Einheit in der visuellen Verarbeitung der Schrift dar. Die Druckschrift ist den Kindern aus ihrer naiven Schrifterfahrung in der Umwelt vertraut. Die Druckschrift ist auch die Regelschrift für das spätere Lesen.

117 Druckschrift - Die Schreibschrift muss später zusätzlich gelernt werden. Man muss sich jeweils zwei Buchstabenformen merken (groß und klein).

118 Synthetische Methode - Schreibschrift

119 Schreibschrift + Das Schreiben mit der Hand ist auf eine verbundene Schrift angewiesen. Man muss nicht mehrere Alphabete nebeneinander lernen.

120 Schreibschrift - Häufige Drehrichtungswechsel
Diese Richtungswechsel können zu Verkrampfungen der Hand führen oder zu einer Abweichung von der Schriftnorm führen. Schulanfänger und Schulanfängerinnen haben größere Schwierigkeiten, Wörter in Schreibschrift wiederzuerkennen und abzuschreiben als Vorlagen in der Druckschrift.

121 Schreibschrift - Die Haltepunkte der Schreibbewegung stimmen nicht mit der Buchstabengliederung des Wortes überein. Wenn die Hand innerhalb eines Buchstaben ruht und dann über die Buchstabengrenze hinausfährt, deckt sich die Schreibmotorik nicht mit den gedanklichen Schriftelementen. Dadurch wird ein bewusstes Einprägen der Rechtschreibung erschwert.

122 Pfötchengriff - Richtige Stifthaltung

123 Grundelemente unserer Schrift
Striche in verschiedene Richtungen ( senkrecht, waagrecht, schräg) Striche mit konkretem Anfang und Ende Punkte Bögen, Kreise und Ovale Überkreuzungen

124 Schreibentwicklungsmodell nach Gudrun Spitta
6 Phasen (zwischen 2. und 8./9. Lebensjahr)

125 1. Phase: Vorkommunikative Aktivitäten (ab ca. 2 Jahre)
Erste Schreibversuche durch Nachahmung äußerer Verhaltensweisen „Kritzelbilder“ Noch kein kommunikativer Charakter Phase1 : Vorkommunikative Aktivitäten (von ca. zwei Jahren an) Diese Phase ist gekennzeichnet durch Kritzeln. Erste Versuche, mit Hilfe von (Schreib-)Geräten Spuren auf Papier (oder anderen Flächen) zu erzeugen. Das Hervorbringen von Kritzelbildern durch Bewegung von Gegenständen auf Materialien bereitet Kindern dieses Alters sichtliches Vergnügen und Erstaunen. Sie experimentieren mit Schreibgeräten und beobachten, welche Spuren die Schreibgeräte hinterlassen. Die Arbeit geschieht aus reiner Funktionslust., oft wechseln die Kinder zwischen re und li Hand. Es bringt erste Erfahrungen im absichtlichen Hervorbringen dauerhafter Spuren. Alle weiteren Phasen tragen im Gegensatz zu diesen ersten Aktivitäten grundsätzlich bereits kommunikativen Charakter.

126 2. Phase: Vorphonetisches Stadium (von 2-4 Jahren an)
Die kommunikativen Möglichkeiten des Schreibens werden entdeckt und genutzt Aus Kritzelbildern werden Mitteilungen Erste Buchstaben tauchen auf Noch keine Phonem-Graphem-Zuordnung Phase2: Vorphonetisches Stadium (von ca. 2-4 Jahren an) Die Kinder beginnen, die kommunikativen Möglichkeiten von Schreiben zu entdecken und zu nutzen. Das Kind kritzelt, während es spricht. Aus Kritzeleien werden jetzt Mitteilungen. Sobald der letzte Laut verklungen ist, heben die Kinder den Stift ruckartig vom Papier: Kritzelbriefe mit wohldefinierten Botschaften werden verfasst. Das Kind entdeckt in dieser Phase den Zusammenhang zwischen Gesprochenem und Geschriebenem. Erste Buchstabenformen (Vorformen) tauchen auf, meist als Großbuchstaben, teilweise als Bruchstücke von Buchstaben. Die Buchstaben werden ohne Erfassung der Phonem-Graphem-Zuordnungen verwandt. Buchstabe und Bildzeichen werden häufig kombiniert

127 3. Phase: Halbphonetisches Stadium (von 4-6 Jahren an)
Erste Phonem-Graphem-Zuordnung Prägnante Buchstaben „Wortruinen“ Erste Wortgrenzen Keine Links-rechts-Orientierung Beispiele: PP = Puppe ht = hat Phase 3: Halbphonetisches Stadium (von ca. 4-6 Jahren an) Das Kind entwickelt in seinen Schreibversuchen erste Vorstellungen davon, dass Buchstaben die Laute eines Wortes abbilden. Das Kind weiß noch nicht um die Bedeutung der einzelnen Buchstaben. Die bislang eher zufällig benutzten Buchstaben werden jetzt in ihrer Funktion erprobt: sie werden so ausgewählt, dass sie Laute eines Wortes wiedergeben. Dabei werden meistens nur die für das Kind besonders prägnanten Laute (Lautgruppen) abgebildet. Oft werden Zeilen linksläufig geschrieben. Zwei, drei oder vier Buchstaben stehen dabei häufig für ein ganzes Wort. PP = Puppe ha = hat wl = weil Fbd = Fahrgeld

128 4. Phase: Phonetische Phase (von 5/6/7 Jahren an)
Lautfolge in den Wörtern wird abgebildet Lauttreue Schreibung wird möglich Rechtschreibmuster spielen kaum eine Rolle Einhaltung von Wortgrenzen wird sicherer Z.B.: gen = gehen Schpiln = spielen gesdan = gestern Phase 4: Phonetische Phase (ca. von 5-7 Jahren an) Die Kinder verfeinern ihre Fähigkeit zur Abbildung der Lautstruktur von Wörtern. Immer häufiger gelingt es, die gesamte Lautfolge eines Wortes – streng nach rein phonetischen Regeln – abzubilden, das heißt die Kinder schreiben lauttreu. Dabei wird die Lautanalyse orientiert an der Lautung der Umgangssprache vorgenommen. Vata (Fata) = Vater Schpiln = spielen gesdan = gestern dsurük = zurück Sprachtypische Rechtschreibmuster oder Regelmäßigkeiten spielen kaum eine Rolle. Die Einhaltung von Wortgrenzen wird sicherer.

129 Kinder erkennen erste orthographische Regelmäßigkeiten
5. Phase: Phonetische Umschrift mit Rechtschreibmustern (von 6/7 Jahren an, bzw. ab 1./2. Klasse) Kinder erkennen erste orthographische Regelmäßigkeiten Silben erhalten häufiger einen Vokal (aus „rufn“ wird „rufen“) Übergeneralisierung (aus „Vata“ wird „Vater“ und aus „Cola“ wird „Coler“) Erster Grundwortschatz wird zunehmend sicherer Phase 5: Phonetische Umschrift, bei der in zunehmendem Maße typische Rechtschreibmuster integriert werden (von ca. sechs, sieben Jahren an beziehungsweise ab Jahrgangsstufe 1/2) Die Kinder entwickeln ein Gespür dafür, dass die Schreibung der Wörter neben der Bestimmung durch die allgemeine Laut-Buchstaben-Zuordnung außerdem noch durch weitere orthografische Regelmäßigkeiten beeinflusst wird. Die Kinder beachten erste Regeln der Rechtschreibkonventionen. Silben erhalten jetzt immer häufiger einen Vokal (malen statt maln..), auslautendes –en und –er erhalten einen Vokal. aus „libr“ wird „liber“ (lieber), aus „rufn“ wird „rufen“, aus „wr“ wird „war“, aus „bak“ (bag) wird „bank“ (bang). Ein und derselbe lange Vokal kann von einem Kind innerhalb eines Textes noch ganz verschieden geschrieben werden; für das Wort „vier“ können zum Beispiel folgende und weitere ähnliche Schreibweisen nebeneinander benutzt werden: fir, fia, fihr, fier, vihr, . . . Die Abbildung wahrnehmbarer, aber für Bedeutung bzw. Schreibung irrelevanter Laute lässt nach: aus „baei“ wird „bei“ aus „ware“ wird „war“ aus „siefei“ wird „sfei“ (zwei) Teilweise werden neue Schreibstrategien übergeneralisiert. Da aus „Vata“ (früher) jetzt „Vater“ geworden ist, wird häufig im Analogieschlussverfahren 6 Stufenmodelle der Schriftsprachentwicklung nun aus „lila“ auch „liler“ oder aus „Sofa“ auch „Sofer“ und aus „Claudia“ eben „Claudier“. Der in der Schule angebotene und geübte Grundwortschatz wird zunehmend sicherer und beeinflusst die Schreibung neuer Wörter.

130 Grundlegende Kenntnis unseres Rechtschreibsystems
6. Phase: Übergang zur entwickelten Rechtschreibfähigkeit (ab 8/9 Jahre, bzw. ab 2./3. Klasse) Grundlegende Kenntnis unseres Rechtschreibsystems Wesentliche Regeln (z.B. Großschreibung von Nomen, Dehnung, Doppelung) sind bereits sicher verankert. Visuelle Korrektur Kinder verfügen sicher über eine große Anzahl von Wörtern (Grundwortschatz) Phase 6: Übergang zur entwickelten Rechtschreibfähigkeit (von ca. acht, neun Jahren an beziehungsweise in den Jahrgangsstufen 2/3) Die meisten Kinder verfügen jetzt über eine grundlegende Kenntnis unseres Rechtschreibsystems (Phonem-Graphem-Zuordnung): Grundlegende Regeln sind bereits sicher verankert (Großschreibung von Nomen sowie nach Punkt, Ausrufungs- und Fragezeichen; Feststellen der Endschreibung bei Auslautverhärtung durch Verlängern... ) . Wortaufbau (Morpheme, Wortfamilienprinzip), Schreibung von Vor- und Nachsilben und zusammengesetzten Wörtern werden in immer größerem Ausmaß beherrscht. Auch die Fähigkeit, Dehnungs- und Kopplungszeichen korrekt zu gebrauchen, nimmt zu. Bei Unsicherheit wird nicht mehr ausschließlich auf die akustische Lösungshilfe zurückgegriffen, sondern in zunehmendem Maße die visuelle Korrekturhilfe mit herangezogen, d.h.: alternative Schreibweisen können visuell erprobt bzw. korrigiert werden. Die Kinder verfügen inzwischen sicher über eine große Anzahl von Wörtern (Grundwortschatz).

131 Schreiberwerb ist jedoch nicht nach dem 9
Schreiberwerb ist jedoch nicht nach dem 9. Lebensjahr oder der Grundschulzeit abgeschlossen Kompetenzerwartung: Richtig schreiben Deutsche Rechtschreibung ein komplexes System aus Prinzipien, Regeln & Festlegungen


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