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Erstlesen - Erstschreiben Gabriele Steinmair, MA

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Präsentation zum Thema: "Erstlesen - Erstschreiben Gabriele Steinmair, MA"—  Präsentation transkript:

1 Erstlesen - Erstschreiben Gabriele Steinmair, MA http://steinmair.jimdo.com

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3 Buchstabenfolgen lesen und schreiben 31.03.2015 Beim dekodierenden Lesen trainieren Kinder das Zusammenschleifen von Buchstaben. Wichtig ist, dass sie bereits Laute aus Wörtern heraushören und diesen Lauten auch Buchstaben zuordnen können. Beim lautgetreuen Schreiben werden die gehörten Laute als Buchstaben aufgeschrieben. Um diese Übungen erfolgreich zu trainieren, müssen die Kinder alle Buchstaben gut kennen.

4 Erstes Zusammenlauten 31.03.2015 4

5 Zusammenlauten Dauerkonsonanten (z.B. m, r, s, n, f) mit Vokalen verbinden und umgekehrt Silbenlift Lesezug, Lesefenster u.a. Lautgebärden Beobachtung der Mundbewegungen 31.03.2015 5

6 Silben – ein Weg zum Wort 31.03.2015 6

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9 Silben und Pseudowörter 31.03.2015 9

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11 Alphabetische Strategie Zitat von Gerheid Scheerer-Neumann (2001): „Wenn sie noch nicht beherrscht wird, muss die alphabetische Strategie, also das Erlesen bzw. lautorientierte Schreiben, im Zentrum der Förderung lese-rechtschreibschwacher Kinder stehen. Sie ist unverzichtbar!“ 31.03.2015 11

12 Lernangebote zur Weiterentwicklung der logografischen Phase 31.03.2015 12

13 Lernangebote zur Weiterentwicklung der alphabetischen Phase 31.03.2015 13

14 Die 2 Wege des Lesens (vgl. Schründer-Lenzen, 2013, S. 44f 31.03.2015 14 Direktes Lesen Das zu lesende Wort wird sofort abgerufen wird, indem es direkt mit dem mentalen Lexikon verglichen wird. Indirektes Lesen; Lautierendes Lesen Das Wort wird über Analyse und Synthese von Lauten und Lautkomplexen rekonstruiert. Je besser die lexikalische Ebene der Leserin und des Lesers entwickelt ist, umso eher erfolgt das Erlesen auf direktem Weg. Im fortgeschrittenen Leseprozess wird nur noch bei schwierigen oder unbekannten Wörtern auf die Lautanalyse zurückgegriffen).

15 Bingo 31.03.2015 15

16 Memory 31.03.2015 16

17 Fliegenklatsche 31.03.2015 17

18 Lautleseverfahren, Cornelia Rosebrock 31.03.2015 18

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21 Kieler Leseaufbau (Dummer-Smoch, L., Hackethal, R. (1999) 31.03.2015 21

22 Prinzipien des Aufbaus Beschränkung auf Wörter mit 1:1 Zuordnung zwischen Lauten und Buchstaben Lautieren statt Buchstabieren Silbentraining Stufenweise Einführung von Vokalen und Konsonanten Beachten von Schwierigkeitsgraden der Wortstruktur Unterstützung des Leseaufbaus durch Lautgebärden 31.03.2015 22

23 Lesekarten 31.03.2015 23

24 Silbenteppiche 31.03.2015 24

25 Silben – ein Weg zum Wort 31.03.2015 25

26 Delfino - Förderprogramm 31.03.2015 26 https://www.delfino.cc/Home/MainMenu?withTherapis t=True&logout=1#

27 Lauttreues Schreiben Pilotsprache (Schreibsprache) lautes, gedehntes und überdeutliches Vorsprechen/Mitsprechen beim Schreiben Synchrones Sprechschreiben Mitsprechstrategie: gleichzeitiges Sprechen und Schreiben in Silben mit bewusster Silbenpause! Kontrolle der Lautfolge durch Markieren der Selbstlaute und Silben(Finger)bögenkontrolle Verwendung von lauttreuen Wörtern Orientierung am Grundwortschatz 31.03.2015 27

28 Zusatzmaterial Mappen 31.03.2015 28

29 4-Säulen-Modell nach Brügelmann 31.03.2015 29

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31 4 Säulen Systematisches Einführen von Schriftelementen und Leseverfahren Gemeinsames (Vor-)Lesen von Kinderliteratur Freies Schreiben eigener Texte Aufbau und Sicherung eines Grundwortschatzes 31.03.2015 31

32 Gemeinsames (Vor-)Lesen von Kinderliteratur Lust auf Bücher und auf Lesen bekommen Entdecken, dass Schriftzeichen Bedeutung tragen Baumuster und Sprachformen von Texten kennenlernen Auseinandersetzung mit verschiedenen Selbst- und Weltsichten Information gewinnen 31.03.2015 32

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72 4 Säulen Systematisches Einführen von Schriftelementen und Leseverfahren Gemeinsames (Vor-)Lesen von Kinderliteratur Freies Schreiben eigener Texte Aufbau und Sicherung eines Grundwortschatzes 31.03.2015 72

73 Freies Schreiben eigener Texte Lust und Zutrauen zum Verfassen von Texten gewinnen (Kinder diktieren Texte,..) Hilfsmittel benutzen (Anlauttabelle, Bild-Wort- Lexikon, …) Verschiedene Verwendungsformen der Schrift erproben (Einkaufszettel, Brief, …) Austesten von orthografischen Hypothesen und Schreibstrategien durch lauttreues Verschriften 31.03.2015 73

74 Arbeitsauftrag Du hast die Geschichte vom Löwen gehört. Du kannst jetzt etwas zu der Geschichte schreiben, was DIR wichtig ist. Ich schreibe es für dich." 31.03.2015 74

75 Diktieren Gesprochene Sprache ist flüchtig. Beim Diktieren erfährt Sprache eine Vergegenständlichung: Vor den Augen des Kindes entsteht Buchstabe für Buchstabe ein geschriebener Text. Das langsame Schreiben allein reicht häufig nicht, um ihren Erzählfluss zu bremsen. Damit die Langsamkeit des Schreibprozesses für die Kinder auch „hörbar“ wird, muss der Erwachsene während des Aufschreibens laut und deutlich mitsprechen, und zwar genau in dem Tempo, in dem er auch schreibt. Der Text sollte in Großbuchstaben notiert werden, weil Kindern diese in der Regel zuerst bekannt sind. 31.03.2015

76 Diktieren Nebeneinander sitzen Die Formulierungen des Kindes werden nicht verändert. Grammatikalische Fehler werden beim Aufschreiben verbessert. Nicht nachfragen und auf längere Texte beharren, sonst entsteht eine Aneinanderreihung von Sätzen. Vorlesen der entstandenen Texte 31.03.2015

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80 4-Säulen-Modell nach Brügelmann 31.03.2015 80

81 Schreiben von Anfang an 31.03.2015

82 Montagsgeschichten 31.03.2015 82

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89 4-Säulen-Modell nach Brügelmann 31.03.2015 89

90 4 Säulen Systematisches Einführen von Schriftelementen und Leseverfahren Gemeinsames (Vor-)Lesen von Kinderliteratur Freies Schreiben eigener Texte Aufbau und Sicherung eines Grundwortschatzes 31.03.2015 90

91 Aufbau und Sicherung eines Grundwortschatzes Die Schreibweise häufig gebrauchter Wörter automatisieren Eigene und wichtige Wörter sammeln (z.B. in einem Schatzkästchen) Modellwörter für unterschiedliche Rechtschreibmuster kennenlernen und automatisieren (Analogiebildung) Alphabetisches Prinzip als Ordnungs- und Suchhilfe kennenlernen 31.03.2015 91

92 Lauttreue Schreibung Basis für die weitere Rechtschreibentwicklung Sie wird akzeptiert und damit den Kindern signalisiert, dass sie bereits lesbar schreiben können. Lautorientiert geschriebene Kindertexte „übersetzen“ und den Kindern damit für ihre weitere orthografische Entwicklung Anregungen und Modelle zu bieten. 31.03.2015

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94 … hin zur Rechtschriftlichkeit Kinder erfahren parallel dazu, dass es mit der „Buch-“ oder „Erwachsenenschrift“ fest verabredete Schreibweisen für die Wörter gibt. In gesonderten Aufgabenstellungen werden deshalb schon früh einzelne, für die Kinder besonders wichtige Wörter in der orthografisch korrekten Schreibweise angeboten und von den Kindern aufgeschrieben und gesammelt. 31.03.2015 94

95 Erste Wörter Blockschrift Kinder sollen nicht schreiben lernen, indem sie üben, sondern indem sie aufschreiben, was ihnen wichtig ist. Wenn sie aber von Anfang an ihre Gedanken und Ideen aufschreiben sollen, brauchen sie dafür Hilfsmittel. Als Hilfsmittel bietet man den Kindern Wörter an, die ihnen wichtig sind, Wörter, mit denen sie erzählen können. (vgl. Marlene Walter) 31.03.2015 95

96 ICH 31.03.2015 96

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98 Frühe Texte 31.03.2015 98

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112 Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten und die Arbeit einzuteilen, sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem endlosen, weiten Meer. Antoine de Saint-Exupéry

113 Schriftarten 31.03.2015 BLOCKSCHRIFT Druckschrift Schreibschrift

114 BLOCKSCHRIFT + 31.03.2015 Schwache Leser und Leserinnen haben keine Probleme mit der Blockschrift. Die Buchstaben sind aus wenigen Grundformen aufgebaut. Die Schrift ist den Kindern von Schildern bekannt. Viele Kinder lernen den Namen in dieser Schrift. Es gibt keine Probleme mit der Groß- Kleinschreibung. Die Kinder müssen nur eine grafische Variante speichern.

115 BLOCKSCHRIFT - 31.03.2015 Texte in Großbuchstaben sind schwer zu lesen. Die Rechtschreibung wird vernachlässigt. Die Wörter sind nicht einfach einzuprägen, weil die Ober- und Unterlängen als optische Hilfen fehlen.

116 Druckschrift + 31.03.2015 Der Buchstabe stellt eine abgegrenzte Einheit in der visuellen Verarbeitung der Schrift dar. Die Druckschrift ist den Kindern aus ihrer naiven Schrifterfahrung in der Umwelt vertraut. Die Druckschrift ist auch die Regelschrift für das spätere Lesen.

117 Druckschrift - 31.03.2015 Die Schreibschrift muss später zusätzlich gelernt werden. Man muss sich jeweils zwei Buchstabenformen merken (groß und klein).

118 Synthetische Methode - Schreibschrift 31.03.2015 118

119 Schreibschrift + 31.03.2015 Das Schreiben mit der Hand ist auf eine verbundene Schrift angewiesen. Man muss nicht mehrere Alphabete nebeneinander lernen.

120 Schreibschrift - 31.03.2015 Häufige Drehrichtungswechsel Diese Richtungswechsel können zu Verkrampfungen der Hand führen oder zu einer Abweichung von der Schriftnorm führen. Schulanfänger und Schulanfängerinnen haben größere Schwierigkeiten, Wörter in Schreibschrift wiederzuerkennen und abzuschreiben als Vorlagen in der Druckschrift.

121 Schreibschrift - 31.03.2015 Die Haltepunkte der Schreibbewegung stimmen nicht mit der Buchstabengliederung des Wortes überein. Wenn die Hand innerhalb eines Buchstaben ruht und dann über die Buchstabengrenze hinausfährt, deckt sich die Schreibmotorik nicht mit den gedanklichen Schriftelementen. Dadurch wird ein bewusstes Einprägen der Rechtschreibung erschwert.

122 Pfötchengriff - Richtige Stifthaltung 31.03.2015 122

123 Grundelemente unserer Schrift Striche in verschiedene Richtungen ( senkrecht, waagrecht, schräg) Striche mit konkretem Anfang und Ende Punkte Bögen, Kreise und Ovale Überkreuzungen 31.03.2015 123

124 Schreibentwicklungsmodell nach Gudrun Spitta 6 Phasen (zwischen 2. und 8./9. Lebensjahr) 124

125 1. Phase: Vorkommunikative Aktivitäten (ab ca. 2 Jahre) Erste Schreibversuche durch Nachahmung äußerer Verhaltensweisen „Kritzelbilder“ Noch kein kommunikativer Charakter 125

126 2. Phase: Vorphonetisches Stadium (von 2-4 Jahren an) Die kommunikativen Möglichkeiten des Schreibens werden entdeckt und genutzt Aus Kritzelbildern werden Mitteilungen Erste Buchstaben tauchen auf Noch keine Phonem-Graphem-Zuordnung 126

127 3. Phase: Halbphonetisches Stadium (von 4-6 Jahren an) Erste Phonem-Graphem-Zuordnung Prägnante Buchstaben „Wortruinen“ Erste Wortgrenzen Keine Links-rechts-Orientierung Beispiele: PP = Puppe ht = hat 127

128 4. Phase: Phonetische Phase (von 5/6/7 Jahren an) Lautfolge in den Wörtern wird abgebildet Lauttreue Schreibung wird möglich Rechtschreibmuster spielen kaum eine Rolle Einhaltung von Wortgrenzen wird sicherer Z.B.:  gen = gehen  Schpiln = spielen  gesdan = gestern 128

129 5. Phase: Phonetische Umschrift mit Rechtschreibmustern (von 6/7 Jahren an, bzw. ab 1./2. Klasse) Kinder erkennen erste orthographische Regelmäßigkeiten Silben erhalten häufiger einen Vokal (aus „rufn“ wird „rufen“) Übergeneralisierung (aus „Vata“ wird „Vater“ und aus „Cola“ wird „Coler“) Erster Grundwortschatz wird zunehmend sicherer 129

130 Grundlegende Kenntnis unseres Rechtschreibsystems Wesentliche Regeln (z.B. Großschreibung von Nomen, Dehnung, Doppelung) sind bereits sicher verankert. Visuelle Korrektur Kinder verfügen sicher über eine große Anzahl von Wörtern (Grundwortschatz ) 130 6. Phase: Übergang zur entwickelten Rechtschreibfähigkeit (ab 8/9 Jahre, bzw. ab 2./3. Klasse)

131 Schreiberwerb ist jedoch nicht nach dem 9. Lebensjahr oder der Grundschulzeit abgeschlossen Kompetenzerwartung: Richtig schreiben Deutsche Rechtschreibung ein komplexes System aus Prinzipien, Regeln & Festlegungen 131


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