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Erstlesen - Erstschreiben Gabriele Steinmair, MA

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Präsentation zum Thema: "Erstlesen - Erstschreiben Gabriele Steinmair, MA"—  Präsentation transkript:

1 Erstlesen - Erstschreiben Gabriele Steinmair, MA

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3 Buchstabenfolgen lesen und schreiben Beim dekodierenden Lesen trainieren Kinder das Zusammenschleifen von Buchstaben. Wichtig ist, dass sie bereits Laute aus Wörtern heraushören und diesen Lauten auch Buchstaben zuordnen können. Beim lautgetreuen Schreiben werden die gehörten Laute als Buchstaben aufgeschrieben. Um diese Übungen erfolgreich zu trainieren, müssen die Kinder alle Buchstaben gut kennen.

4 Erstes Zusammenlauten

5 Zusammenlauten Dauerkonsonanten (z.B. m, r, s, n, f) mit Vokalen verbinden und umgekehrt Silbenlift Lesezug, Lesefenster u.a. Lautgebärden Beobachtung der Mundbewegungen

6 Silben – ein Weg zum Wort

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9 Silben und Pseudowörter

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11 Alphabetische Strategie Zitat von Gerheid Scheerer-Neumann (2001): „Wenn sie noch nicht beherrscht wird, muss die alphabetische Strategie, also das Erlesen bzw. lautorientierte Schreiben, im Zentrum der Förderung lese-rechtschreibschwacher Kinder stehen. Sie ist unverzichtbar!“

12 Lernangebote zur Weiterentwicklung der logografischen Phase

13 Lernangebote zur Weiterentwicklung der alphabetischen Phase

14 Die 2 Wege des Lesens (vgl. Schründer-Lenzen, 2013, S. 44f Direktes Lesen Das zu lesende Wort wird sofort abgerufen wird, indem es direkt mit dem mentalen Lexikon verglichen wird. Indirektes Lesen; Lautierendes Lesen Das Wort wird über Analyse und Synthese von Lauten und Lautkomplexen rekonstruiert. Je besser die lexikalische Ebene der Leserin und des Lesers entwickelt ist, umso eher erfolgt das Erlesen auf direktem Weg. Im fortgeschrittenen Leseprozess wird nur noch bei schwierigen oder unbekannten Wörtern auf die Lautanalyse zurückgegriffen).

15 Bingo

16 Memory

17 Fliegenklatsche

18 Lautleseverfahren, Cornelia Rosebrock

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21 Kieler Leseaufbau (Dummer-Smoch, L., Hackethal, R. (1999)

22 Prinzipien des Aufbaus Beschränkung auf Wörter mit 1:1 Zuordnung zwischen Lauten und Buchstaben Lautieren statt Buchstabieren Silbentraining Stufenweise Einführung von Vokalen und Konsonanten Beachten von Schwierigkeitsgraden der Wortstruktur Unterstützung des Leseaufbaus durch Lautgebärden

23 Lesekarten

24 Silbenteppiche

25 Silben – ein Weg zum Wort

26 Delfino - Förderprogramm https://www.delfino.cc/Home/MainMenu?withTherapis t=True&logout=1#

27 Lauttreues Schreiben Pilotsprache (Schreibsprache) lautes, gedehntes und überdeutliches Vorsprechen/Mitsprechen beim Schreiben Synchrones Sprechschreiben Mitsprechstrategie: gleichzeitiges Sprechen und Schreiben in Silben mit bewusster Silbenpause! Kontrolle der Lautfolge durch Markieren der Selbstlaute und Silben(Finger)bögenkontrolle Verwendung von lauttreuen Wörtern Orientierung am Grundwortschatz

28 Zusatzmaterial Mappen

29 4-Säulen-Modell nach Brügelmann

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31 4 Säulen Systematisches Einführen von Schriftelementen und Leseverfahren Gemeinsames (Vor-)Lesen von Kinderliteratur Freies Schreiben eigener Texte Aufbau und Sicherung eines Grundwortschatzes

32 Gemeinsames (Vor-)Lesen von Kinderliteratur Lust auf Bücher und auf Lesen bekommen Entdecken, dass Schriftzeichen Bedeutung tragen Baumuster und Sprachformen von Texten kennenlernen Auseinandersetzung mit verschiedenen Selbst- und Weltsichten Information gewinnen

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72 4 Säulen Systematisches Einführen von Schriftelementen und Leseverfahren Gemeinsames (Vor-)Lesen von Kinderliteratur Freies Schreiben eigener Texte Aufbau und Sicherung eines Grundwortschatzes

73 Freies Schreiben eigener Texte Lust und Zutrauen zum Verfassen von Texten gewinnen (Kinder diktieren Texte,..) Hilfsmittel benutzen (Anlauttabelle, Bild-Wort- Lexikon, …) Verschiedene Verwendungsformen der Schrift erproben (Einkaufszettel, Brief, …) Austesten von orthografischen Hypothesen und Schreibstrategien durch lauttreues Verschriften

74 Arbeitsauftrag Du hast die Geschichte vom Löwen gehört. Du kannst jetzt etwas zu der Geschichte schreiben, was DIR wichtig ist. Ich schreibe es für dich."

75 Diktieren Gesprochene Sprache ist flüchtig. Beim Diktieren erfährt Sprache eine Vergegenständlichung: Vor den Augen des Kindes entsteht Buchstabe für Buchstabe ein geschriebener Text. Das langsame Schreiben allein reicht häufig nicht, um ihren Erzählfluss zu bremsen. Damit die Langsamkeit des Schreibprozesses für die Kinder auch „hörbar“ wird, muss der Erwachsene während des Aufschreibens laut und deutlich mitsprechen, und zwar genau in dem Tempo, in dem er auch schreibt. Der Text sollte in Großbuchstaben notiert werden, weil Kindern diese in der Regel zuerst bekannt sind

76 Diktieren Nebeneinander sitzen Die Formulierungen des Kindes werden nicht verändert. Grammatikalische Fehler werden beim Aufschreiben verbessert. Nicht nachfragen und auf längere Texte beharren, sonst entsteht eine Aneinanderreihung von Sätzen. Vorlesen der entstandenen Texte

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80 4-Säulen-Modell nach Brügelmann

81 Schreiben von Anfang an

82 Montagsgeschichten

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89 4-Säulen-Modell nach Brügelmann

90 4 Säulen Systematisches Einführen von Schriftelementen und Leseverfahren Gemeinsames (Vor-)Lesen von Kinderliteratur Freies Schreiben eigener Texte Aufbau und Sicherung eines Grundwortschatzes

91 Aufbau und Sicherung eines Grundwortschatzes Die Schreibweise häufig gebrauchter Wörter automatisieren Eigene und wichtige Wörter sammeln (z.B. in einem Schatzkästchen) Modellwörter für unterschiedliche Rechtschreibmuster kennenlernen und automatisieren (Analogiebildung) Alphabetisches Prinzip als Ordnungs- und Suchhilfe kennenlernen

92 Lauttreue Schreibung Basis für die weitere Rechtschreibentwicklung Sie wird akzeptiert und damit den Kindern signalisiert, dass sie bereits lesbar schreiben können. Lautorientiert geschriebene Kindertexte „übersetzen“ und den Kindern damit für ihre weitere orthografische Entwicklung Anregungen und Modelle zu bieten

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94 … hin zur Rechtschriftlichkeit Kinder erfahren parallel dazu, dass es mit der „Buch-“ oder „Erwachsenenschrift“ fest verabredete Schreibweisen für die Wörter gibt. In gesonderten Aufgabenstellungen werden deshalb schon früh einzelne, für die Kinder besonders wichtige Wörter in der orthografisch korrekten Schreibweise angeboten und von den Kindern aufgeschrieben und gesammelt

95 Erste Wörter Blockschrift Kinder sollen nicht schreiben lernen, indem sie üben, sondern indem sie aufschreiben, was ihnen wichtig ist. Wenn sie aber von Anfang an ihre Gedanken und Ideen aufschreiben sollen, brauchen sie dafür Hilfsmittel. Als Hilfsmittel bietet man den Kindern Wörter an, die ihnen wichtig sind, Wörter, mit denen sie erzählen können. (vgl. Marlene Walter)

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98 Frühe Texte

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112 Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten und die Arbeit einzuteilen, sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem endlosen, weiten Meer. Antoine de Saint-Exupéry

113 Schriftarten BLOCKSCHRIFT Druckschrift Schreibschrift

114 BLOCKSCHRIFT Schwache Leser und Leserinnen haben keine Probleme mit der Blockschrift. Die Buchstaben sind aus wenigen Grundformen aufgebaut. Die Schrift ist den Kindern von Schildern bekannt. Viele Kinder lernen den Namen in dieser Schrift. Es gibt keine Probleme mit der Groß- Kleinschreibung. Die Kinder müssen nur eine grafische Variante speichern.

115 BLOCKSCHRIFT Texte in Großbuchstaben sind schwer zu lesen. Die Rechtschreibung wird vernachlässigt. Die Wörter sind nicht einfach einzuprägen, weil die Ober- und Unterlängen als optische Hilfen fehlen.

116 Druckschrift Der Buchstabe stellt eine abgegrenzte Einheit in der visuellen Verarbeitung der Schrift dar. Die Druckschrift ist den Kindern aus ihrer naiven Schrifterfahrung in der Umwelt vertraut. Die Druckschrift ist auch die Regelschrift für das spätere Lesen.

117 Druckschrift Die Schreibschrift muss später zusätzlich gelernt werden. Man muss sich jeweils zwei Buchstabenformen merken (groß und klein).

118 Synthetische Methode - Schreibschrift

119 Schreibschrift Das Schreiben mit der Hand ist auf eine verbundene Schrift angewiesen. Man muss nicht mehrere Alphabete nebeneinander lernen.

120 Schreibschrift Häufige Drehrichtungswechsel Diese Richtungswechsel können zu Verkrampfungen der Hand führen oder zu einer Abweichung von der Schriftnorm führen. Schulanfänger und Schulanfängerinnen haben größere Schwierigkeiten, Wörter in Schreibschrift wiederzuerkennen und abzuschreiben als Vorlagen in der Druckschrift.

121 Schreibschrift Die Haltepunkte der Schreibbewegung stimmen nicht mit der Buchstabengliederung des Wortes überein. Wenn die Hand innerhalb eines Buchstaben ruht und dann über die Buchstabengrenze hinausfährt, deckt sich die Schreibmotorik nicht mit den gedanklichen Schriftelementen. Dadurch wird ein bewusstes Einprägen der Rechtschreibung erschwert.

122 Pfötchengriff - Richtige Stifthaltung

123 Grundelemente unserer Schrift Striche in verschiedene Richtungen ( senkrecht, waagrecht, schräg) Striche mit konkretem Anfang und Ende Punkte Bögen, Kreise und Ovale Überkreuzungen

124 Schreibentwicklungsmodell nach Gudrun Spitta 6 Phasen (zwischen 2. und 8./9. Lebensjahr) 124

125 1. Phase: Vorkommunikative Aktivitäten (ab ca. 2 Jahre) Erste Schreibversuche durch Nachahmung äußerer Verhaltensweisen „Kritzelbilder“ Noch kein kommunikativer Charakter 125

126 2. Phase: Vorphonetisches Stadium (von 2-4 Jahren an) Die kommunikativen Möglichkeiten des Schreibens werden entdeckt und genutzt Aus Kritzelbildern werden Mitteilungen Erste Buchstaben tauchen auf Noch keine Phonem-Graphem-Zuordnung 126

127 3. Phase: Halbphonetisches Stadium (von 4-6 Jahren an) Erste Phonem-Graphem-Zuordnung Prägnante Buchstaben „Wortruinen“ Erste Wortgrenzen Keine Links-rechts-Orientierung Beispiele: PP = Puppe ht = hat 127

128 4. Phase: Phonetische Phase (von 5/6/7 Jahren an) Lautfolge in den Wörtern wird abgebildet Lauttreue Schreibung wird möglich Rechtschreibmuster spielen kaum eine Rolle Einhaltung von Wortgrenzen wird sicherer Z.B.:  gen = gehen  Schpiln = spielen  gesdan = gestern 128

129 5. Phase: Phonetische Umschrift mit Rechtschreibmustern (von 6/7 Jahren an, bzw. ab 1./2. Klasse) Kinder erkennen erste orthographische Regelmäßigkeiten Silben erhalten häufiger einen Vokal (aus „rufn“ wird „rufen“) Übergeneralisierung (aus „Vata“ wird „Vater“ und aus „Cola“ wird „Coler“) Erster Grundwortschatz wird zunehmend sicherer 129

130 Grundlegende Kenntnis unseres Rechtschreibsystems Wesentliche Regeln (z.B. Großschreibung von Nomen, Dehnung, Doppelung) sind bereits sicher verankert. Visuelle Korrektur Kinder verfügen sicher über eine große Anzahl von Wörtern (Grundwortschatz ) Phase: Übergang zur entwickelten Rechtschreibfähigkeit (ab 8/9 Jahre, bzw. ab 2./3. Klasse)

131 Schreiberwerb ist jedoch nicht nach dem 9. Lebensjahr oder der Grundschulzeit abgeschlossen Kompetenzerwartung: Richtig schreiben Deutsche Rechtschreibung ein komplexes System aus Prinzipien, Regeln & Festlegungen 131


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