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Erneuerbare Energien in der Lehrerbildung verankern! Nachhaltig Bauen.

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Präsentation zum Thema: "Erneuerbare Energien in der Lehrerbildung verankern! Nachhaltig Bauen."—  Präsentation transkript:

1 Erneuerbare Energien in der Lehrerbildung verankern! Nachhaltig Bauen

2 2 Erneuerbare Energien dauerhaft in die Lehrerausbildung integrieren Akteure im Lehr- und Lernprozess für Energiefragen der Zukunft qualifizieren Curriculum und Unterrichtspraxis verändern Neue Ausbildungskonzepte und Kommunikations- instrumente entwickeln und testen

3 Zukunftsvisionen Experimente mit EEBereit zur Wende? (auch als Online-Kurs) Fächerübergreifende Projekte zu EE Alternative Mobilität Energie sparen (an Schulen) Nachhaltig bauen Grüne Berufe Ausbildungskonzepte 3

4 Gliederung 1.Klimaschutz und Energiewende 2.Relevanz des Gebäudebereichs für die Energiewende 3.Was bedeutet nachhaltig bauen und wohnen? 4.Ein Dach über dem Kopf – Globale Perspektiven 5.Nachhaltiges Bauen im Unterricht 6.Werkstatt: Nachhaltig Bauen 7.Diskussion und Feedback 4

5 Gebäude und Energiewende 5 Wie viel Prozent entfallen auf: Warmwasser Raumwärme Elektrogeräte und Beleuchtung dena / Energiedaten BMWi (Stand 2008) Fast 40 % des Endenergiever- brauchs in Deutschland entfallen auf den Gebäudebereich und stehen für fast 20 % des gesamten CO 2 -Ausstoßes.

6 2-Grad-Ziel 6 Deutsche Umwelthilfe,

7 Politischer und rechtlicher Rahmen Ziele der Bundesregierung Bis 2020 sollen 14 % der Wärmeenergie aus erneuerbaren Quellen stammen. Der Wärmebedarf soll bis dahin um 20 % sinken (wobei das Vergleichsjahr nicht genannt wird). Die energetische Sanierungsrate bereits gebauter Häuser soll von derzeit 1 auf 2 % pro Jahr steigen.  2050 soll dann quasi die gesamte Wärmeversorgung durch erneuerbare Energiequellen gedeckt werden (klimaneutraler Gebäudebestand). 7

8 Politischer und rechtlicher Rahmen Maßnahmen der Bundesregierung im Jahr 2012 und 2013 Änderung der Energiesparverordnung (EnEV): Kontinuierlich verschärfte Standards, Einführung Anspruchsniveau für ein „klimaneutrales Gebäude“ für Neubauten ab 2021  2013 verabschiedet und damit Umsetzung der EU-Richtlinie Steuerliche Förderung von Sanierungsmaßnahmen kommt nicht zustande  Nach einjährigem Vermittlungsausschuss Dez Streichung aller streitigen Teile Anpassung Mietrecht, u.a. Erweiterung des Wärmeliefer-Contracting  Mai 2013 beschlossen Erarbeitung Sanierungsfahrplan für Bestandsbauten bis 2050  Wird derzeit von BMBVS erarbeitet, noch nicht vorgelegt Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)  Erfahrungsbericht mit einem Jahr Verzögerung Dez vorgelegt Bessere Ausstattung des CO 2 -Gebäudesanierungsprogramms (von 2012 bis 2014: 1,5 Mrd. €/a) und der KfW-Förderprogramme  Läuft Entwurf einer EU-Richtlinie zur Energieeffizienz  Blockade u.a. durch Deutschland, nun Kompromiss 8

9 Scheitert die Energiewende im Heizungskeller? 9 „Die angebliche Energiewende der Bundesregierung geht am Wärmemarkt völlig vorbei.“ Olaf Tschimpke, Präsident Nabu Deutschland „Die Politik scheint derzeit nicht in der Lage zu sein, die nötige Wende am Wärmemarkt einzuleiten“. Holger Krawinkel, Energieexperte VZBV „Wir brauchen eine Lösung für die entscheidende Frage, wer die Kosten der energetischen Gebäudesanierung zahlen soll. Mieter, insbesondere Durchschnitts- und Geringverdienter, sind nicht in der Lage, die Kosten allein aufzubringen. Hier hat die Bundesregierung eine Bringschuld.“ Ulrich Ropertz, Deutscher Mieterbund „Die angestrebte Verdoppelung der Sanierungsrate sowie die höhere Sanierungsintensität sind ohne gesetzliche Regelungen und flankierende finanzielle Anreize nicht erreichbar. Angesichts der langlebigen Investitionen ist unverzügliches Handeln zwingend.“ Dr. Hans-Joachim Ziesing, AG Energiebilanzen

10 Nachhaltig Bauen Was verstehen Sie unter nachhaltigem Bauen? Ökonomische Dimension Ökologische Dimension Sozio-kulturelle Dimension 10 © / pixelio.de Nachhaltige Entwicklung Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre Bedürfnisse nicht mehr befriedigen können. Brundtland-Report 1987

11 Nachhaltig bauen Was sind die Stellschrauben beim nachhaltigen Bauen und Wohnen? Welche Beispiele fallen Ihnen ein? 11 Baumaterial Energieversorgung Architektur/Design Steuerungs- und Regelungstechnik bzw. Verhalten

12 kWh/(m²a) Energiesparhäuser UfU nach: Niedrigenergiehaus Drei-Liter-Haus Passivhaus Null-Energiehaus Plusenergie-Haus Agentur für Erneuerbare Energien Fraunhofer IBP Film P4 Passivhaus

13 Energieverluste über die thermische Hülle 13 institut.de Dämmung Putz und Farbe Dach Fassade Fenster Lüftung Passivhaus Institut / Wikipedia

14 Ökobilanz 14 Kriterien Materialwahl Transmissionsgrad (Wärmeverluste) der Gesamtkonstruktion Dämmvermögen (U-Wert) Verhältnis von verglasten zu unverglasten Flächen

15 Baumaterial 15 thingermejig / Wikipedia Tim Lüdtke / Wikipedia Wer nachhaltig Bauen möchte, sollte Baustoffe wählen, die aus nachwachsenden, gut recycelbaren und lange verfügbaren Rohstoffen bestehen. Bereits bei der Herstellung des Baustoffes dürfen nur sehr geringe Umwelt- belastungen auftreten. Dämmung Organische Faserdämmstoffe: Lehm, Stroh, Hanf, Schaf- und Baumwolle, Kork, Wiesengras- und Holzfasern Recyclingmaterial, Bauschutt etc. Putz und Farbe Solarputz, Solarfarben (Silikonharzfarbe) Dämmputz Fassade und Dach GiPV-Dachziegel GIPV-Fassaden Fenster GiPV-Fenster Isolierglas Dreischeibenwärmeschutzverglasung Dämmung der Fensterrahmen Lüftung Kreuzstromwärmetausch Rotationswärmetausch

16 Energieversorgung: Wärme Solarkollektor Holzpelletheizung Blockheizkraftwerk mit Biotreibstoff Wärmepumpe Brennwertkessel Infrarotheizung Wärme-Contracting Biogas 16 Bundes- verband Wärme- pumpe, Draeger / UfU

17 Energieversorgung: Strom Photovoltaikanlage Kleinwindanlage Wasserturbine Blockheizkraftwerk Ökostrom 17 Nordic Folkecenter for Renewable Energy

18 18 Michael Schmid / Wikipedia Joergens.mi / Wikipedia BMBVS / Christoph Volmer Ludwig Gebauer / Wikipedia Dominik Hundhammer / Wikipedia Architektur/Design

19 Architektur/Design: Visionen 19 Michael Pearce / Architect's Council of Zimbabwe „Die Natur hat über Jahrtausende Erfahrungen in energiesparenden, beweglichen Konstruktionen und im Leichtbau gesammelt. Ingenieure können sich diesen evolutionären Prozess zunutze machen“. Prof. Stefan Schäfer, Institut für Massivbau an der TU Darmstadt Visuelle Bionik Konstruktionen aus der Natur Vorgehensweisen und Verfahren aus der Natur Datenübertragungs-, Entwicklungs- und Evolutionsprinzipien Energieeffizientes Bauen verlangt systemisches und vernetztes Denken!

20 Steuerungs- und Regelungstechnik 20 Jörg Welke / UfU Smart Metering Energiespeicher Regenwassernutzung Geräteauswahl

21 Verhalten Welche Maßnahmen können Sie bei sich zu Hause durchführen, um Ihren Energieverbrauch – v.a. die Heizenergie – zu senken? Pulli tragen im Winter Richtig heizen: Thermostatventil auf 3, Nachtabsenkung Richtig lüften: Stoß- oder Querlüften, Thermostatventil dabei abdrehen Kleine Maßnahmen selber realisieren: Dichtungsband, Heizrohre dämmen etc. Standby vermeiden Deckel auf Topf beim Kochen Umstieg auf Ökostrom und Biogas … 21 Clipart Kostenlose EnergiesparChecks

22 Finanzielle Aspekte 22 Energetische Sanierung Refinanzierung der Mehrkosten über Energieeinsparung Neubau Baukosten erhöhen sich um den Betrag, den die bessere Dämmung kostet CEPHEUS-Studie: Gesamtkosten über 30 Jahre sind bei einem Passivhaus nicht höher als bei einem konventionellen Neubau Weitere Vorteile Höhere Wohnqualität Unabhängigkeit durch energieautarkes Wohnen Keine zukünftigen Energiepreiserhöhungen Bessere CO 2 -Bilanz

23 Solare Kühlung Traditioneller Lehmbau als Vorbild für Passivhaus Häuser aus PET-Flaschen Konzept des 300-Dollar-Hauses 23 Ein Dach über dem Kopf... die globale Dimension „Solar architecture is not about fashion – it is about survival.“ Lord Norman Foster, Architect

24 Nachhaltig bauen im Unterricht Rahmenlehrplan Kunst und fächerübergreifend Grundschule: Modelle bauen, Zukunftsvisionen, Erfinden, Entwickeln und Darstellen Sekundarstufe: Architektur und Design, Technisches Zeichnen, Kommunikation und Mediengestaltung 24 Energiesparhaus gestalten Checkliste Energiesparhaus Entwicklung eines Bionik-Memorys Lotuseffekt_Florentine_pixelio.de, Clipart

25 Bionik-Rätsel 25 Hier entsprechende Bilder einfügen (siehe Notizen)

26 Nachhaltig bauen im Unterricht Rahmenlehrplan Sachunterricht 3/4 Räume erschließen und nutzen Wandel von Lebensverhältnissen darstellen Technische Entwicklungen Energie und Energiesparen Rahmenlehrplan Naturwissenschaften 5/6 Technische und natürliche Stoffkreisläufe Energieumwandlungsprozesse Umgang mit Ressourcen Umweltaspekte 26 Redaktion KON TE XIS Projekt: Lehmklassenzimmer Spiel: Die Stadt der Erleuchtung Käthe-Kollwitz-Oberschule

27 Stadt der Erleuchtung 27 Material Stabile Pappe 10 bis 30 verschiedenartige Holzbauklötze Filz- oder Buntstifte Alufolie (unbeschichtet, stromleitend) 3 Kabel mit Krokodilklemmen 1 Flachbatterie (4,5 V oder Solarzellen) 1 LED 2 Musterbeutelklammern Redaktion KON TE XIS

28 Lehmklassenzimmer 28 Bau eines Lehmklassenzimmers an der Schule 1.Vorstellung des Projektes und Ideensammlung 2.Konzeptentwurf 3.Gewinnen eines Fachbetriebes aus dem Bereich Lehmbau 4.Klärung der Kosten und Erstellung des Finanzplans 5.Durchführung von Messungen Käthe-Kollwitz-Oberschule 6.Gestaltungsvorschläge und Entwürfe 7.Vorbereitung des Raums für die Neugestaltung 8.Workshop(s) zum Lehmbau 9.Durchführung der Umgestaltung begleitet durch den Fachbetrieb 10.Erneute Durchführung von Messungen 11.Auswertungsrunde

29 Nachhaltig bauen im Unterricht Rahmenlehrplan Arbeitslehre: Bauen und Wohnen 7-10 Ökologie: Energie- und Ressourceneinsparung durch Baumaßnahmen und Nutzungsgewohnheiten, Nutzung regenerativer und konventioneller Energieträger, ökologische Siedlungsgestaltung Ökonomie: Handwerkerkosten und Eigenarbeit Symbolische Darstellungsformen: Baupläne, Wohnungs- grundrisse Waren- und Werkstoffkunde: Materialeigenschaften von Baustoffen und Einrichtungsgegenständen Berufs- und Studienorientierung: Berufe und Studienmöglichkeiten im Bereich Bauen und Wohnen Arbeitssicherheit und Gesundheit: Gesundheitsgefährdung durch Baustoffe und Einrichtungsgegenstände 29 Berufsorientierung: SchulBaustelle Klima Online-Kurs Solarenergie: Kapitel „Solararchitektur“ > Online-Kurse

30 30 > Materialien

31 Werkstatt: Nachhaltig bauen Jetzt können Sie kreativ und praktisch tätig werden! Skizze für ein Energiesparhaus entwickeln Experimente am KOSMOS-Modellhaus (Bauen aufeinander auf, Weitergabe an nächste Gruppe!) Interaktive Lernaufgabe im Online-Kurs Solarenergie Tastspiel Öko-Dämmung Solarzellen löten (Schuhkartonhaus gestalten) Einflussfaktoren auf den solaren Ertrag experimentell bestimmen (Photovoltaik) Absorptionsversuch als Beispiel für Kollektorprinzip Wind messen und Windstrom erzeugen Experimente mit der Wasserturbine Energiemessungen mit Thermometer, Luxmeter und Strommessgerät Clipart, UfU

32 EE-Modellschau 32 Solare Zukunft

33 Einbettung der Experimente Welche Kenntnisse und Kompetenzen sollen mit dem Experiment vermittelt werden? Ist das Experiment für die eigene Zielgruppe geeignet? Welche Anpassungen sind notwendig? Wie kann das Experiment in einen Unterrichtsverlauf zum nachhaltigen Bauen eingebunden werden? Wie kann das Experiment ausgewertet werden? Kreative Vorschläge? 33 Clipart Veröffentlichen Sie eigene Unterrichtsentwürfe > Unterrichtsmaterial austauschen Dokument ins Forum hochladen

34 34 Infos und Tipps Lehrerbildung EE Materialpool, Beratung, Vernetzung UfU-Bildungsmaterialien Broschüren, Filme, Online-Kurse Experimentiermaterial Solarsets, Stirlingmotoren, Zubehör Materialkompass Unterrichtmaterial Verbraucherbildung Umwelt im Unterricht 2-wöchig neue Unterrichtsmaterialien zu aktuellen Umweltthemen © Christoph Rossmeissl / PIXELIO Klimaschutzschulenatlas Vernetzung der Schulen, Ö-Arbeit Junge Reporter für die Umwelt Wettbewerb und Material soko klima Beteiligung von Schulen an kommu- nalen Planungen zum Klimaschutz BMUB-Bildungsservice Download von Bildungsmaterialien

35 Diskussion und Feedback 35 Vielen Dank! © Stephanie Hofschlaeger / PIXELIO 5-Finger-Methode Daumen: Was war gut? Was hat mir gut gefallen? Zeigefinger: Welchen Hinweis möchte ich noch geben? Mittelfinger: Was war blöd? Was hat mir nicht gefallen? Ringfinger: Was nehme ich mit? Kleiner Finger: Was ist zu kurz gekommen?


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