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Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Wichtige Fragen eines Mittelständlers beim Markteintritt in China.

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Präsentation zum Thema: "Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Wichtige Fragen eines Mittelständlers beim Markteintritt in China."—  Präsentation transkript:

1 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Wichtige Fragen eines Mittelständlers beim Markteintritt in China

2 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Einführung in die Problematik Vorüberlegungen zu China Struktur eines Engagements / Haftung Rechnungslegung Finanzierung Versicherung Steuern

3 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Teil 1 Was man sich vorher überlegen sollte

4 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Markt und Wettbewerb Wer seinen spezifischen Markt nicht kennt, hat so gut wie keine Chance. Das gilt erst recht für China

5 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Markt und Wettbewerb  Einstiegs-Szenario ist oft eine single-source-Situation oder Produktion für nur einen Kunden  Welche Gründe treiben die Entscheidung zu einem Engagement in China an ?  Gibt es Alternativen ?  Breiter Beschaffungsmarkt für Lohnfertigung  Strategische Allianzen versus Alleingang

6 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Kernfragen eines Businessplans in Bezug auf China-Engagement  Markt und Wettbewerb  Ressourcen-Management / Personal  Produktportfolio in D und CN, Vertrieb  Kalkulation  Kapitalbindung und Finanzierung

7 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Ressourcenmanagement  Familiäre Umgebung der Führung  Ersatz in D für den China-Verantwortlichen  Stabilität der Geschäftsprozesse in Deutschland

8 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Produktportfolio  Der Zugriff auf eine eigene Produktion in China verändert das Produktportfolio in Deutschland  Reine Billigproduktion versus Entwicklung und Aufbau eines Kompetenzzentrums  Kundenorientierte Produkte: muss das Produkt für den chinesischen Markt gleich gut sein, wie für den deutschen Markt?

9 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Kalkulation  Produktivität bei einfachen Tätigkeiten ist in China höher als in Deutschland  Bei komplexen Tätigkeiten ist die Produktivität in China geringer Preisvorteil = Preisdruck bei Produktion in China

10 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Kalkulation  Logistikkosten bei Produktion in Deutschland ca. 6 %; in China entlang der Küste ca. 22 %, im Binnenland ca. 40 %  Investitionen bei Import teurer als zuhause  Immobilien / Mieten oft höher als in Deutschland  Personalkosten regional stark unterschiedlich

11 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Kapitalbedarf = Investition + working capital Kapitalbindung

12 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Kapitalbindung  Infolge Logistik / Transport befindet sich immer Ware unterwegs  Risk-management erfordert höhere Vorratshaltung  Forderungslaufzeiten in China sehr lange

13 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Teil 2 Struktur eines Engagements

14 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Standardfall Die Entscheidung für China ist gefallen. Es soll eine Tochtergesellschaft in China gegründet werden, die Rechtsform ist noch offen A- GmbH China- Gesellschaft 100%

15 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Folgen einer 100% Tochter  Entstehung eines Konzerns  Konzernhaftung  Erweiterter nationaler Jahresabschluss  Eigene / separate Prüfungspflicht für die Konzernbilanz  Eigenschaft „KMU“ gefährdet  Dadurch Fördergelder, KfW-Kredite in Frage  Erweiterte steuerliche Pflichten  ggf. neue Größenordnung hinsichtlich steuerlicher Betriebsprüfung

16 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Alternative Lösung Die Konzernbildung lässt sich verhindern:  Parallele Struktur aufbauen z.B. über Holding in D, in der Schweiz oder in Hongkong

17 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft A- GmbH China- Gesellschaft Holding 100% DCH Parallel-Struktur vermeidet Konzern

18 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Rechtsformen in China  Representive office  WOFE: Wholley Owned Foreign Enterprise  FICE: Foreign Invested Comercial Enterprise  Joint Venture

19 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft representive office Vorteile  Keine Stammkapital  Dauerhafte Repräsentanz  Kontaktaufbau  Recherche / Monitoring  Eigenes Personal vor Ort  Steuerbefreiung möglich Nachteile  Kein operatives Geschäft  Haftung des Stammhauses  Personal über FESCO  Kostenträchtig  Steuern nach cost+Methode  Steuern Chief representive

20 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft WOFE ( 100% Tochter)  Für nahezu alle Geschäftszweige erlaubt  Rechtsverständnis analog GmbH  Board of directors, bzw. bei Umsatz < 1 Mio. RMB nur „acting director“ statt board.  Gesetzlicher Vertreter = chairman  Neu: Aufsichtsrat (supervisor board)  Gesellschafterversammlung bei mind. zwei Gesellschaftern

21 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft WOFE (100% Tochter) Vorteile  zügige Gründung, da keine Verhandlung mit chinesischem Partner  Flexible Unternehmensführung  ev. Schutz von know-how Nachteile  Mindeststammkapital  Personalaufbau  Teilweise Beschränkung in der Zulassung (z.B. Automotive nur als JV)

22 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft FICE (Handelsgesellschaft)  Geschäftsgegenstand : Distribution“  Binnenhandel mit Waren in China  Einzelhandel  Großhandel  Provisionsgeschäfte  Franchising  Keine lokalen Beschränkungen

23 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft FICE in Zollfreihandelszone  Spezielle Freihandelszonen eingerichtet  Unternehmensgegenstand: international trading & simple processing  Einfuhrabgaben erst bei Verlassen des Zollfreigebiets

24 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Joint Venture Gemeinschaftsunternehmen mit chinesischem Partner Equity Joint Venture In der Praxis wichtigste Form Contractual Joint Venture

25 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Business-scope Der business-scope als Grundlage der business- license bestimmt den abschließenden Rahmen dessen, was dem Unternehmen an Tätigkeit erlaubt ist. Steuerliche und örtliche Rahmenbedingungen sind regelmäßig an den business-scope geknüpft. Verstöße können zum Entzug der Geschäftslizenz führen und berühren auch das Strafrecht

26 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Business-scope  Produktion  Handel  Produktion und Handel  Dienstleistung

27 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft scope: reine Produktion  Wertschöpfungsanteil China mind. 20% (in Europa: 40%). Kriterium: Änderung von Produkt A in Produkt B. Zusammensetzen von Baugruppen kann als Produktion anerkannt werden, muss aber nicht  Zugelassen nur in speziellen Districten  Keine Handelsgeschäfte erlaubt  Besondere steuerliche Förderung (2+3)  Encouraged Status nach Errichtung  i.d.R. WOFE zu empfehlen

28 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft scope: Produktion und Handel  Bei Handelsumsatz > 30% ist kein Status als Produktionsgesellschaft  Keine tax rule applies 2+3  Kein encouraged status (Einfuhr von Maschinen nicht zoll- und USt-frei)  i.d.R WOFE zu empfehlen, besser WOFE + FICE

29 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft scope: reiner Handel  Offshore-Struktur in der Schweiz mit Zwischenhandelsgesellschaft  In China als FICE zu empfehlen

30 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft scope: Dienstleistung  Rep.office Steuerbefreiung möglich  Shanghai: Steuervorteile, obwohl nicht im Gesetz geregelt (15 % CIT statt 33%)

31 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Teil 3 Haftung

32 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Haftung des Unternehmens  Haftung mit dem gesamten Vermögen = Gründungskapital + nicht ausgeschüttete Gewinne  Spezielles Thema: Produkthaftung  risk-management hat hohe Bedeutung  Versicherungswesen in China   Europa

33 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Haftung des Konzerns Der Konzern haftet i.d.R. unbeschränkt für alle Verbindlichkeiten des untergeordneten Unternehmens Konzernbildung immer bei einheitlicher Leitung und Beteiligung ab 25%

34 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Gesellschafterhaftung in D + CN  Gesellschafterdarlehen werden ev. zu Haftkapital (§ 32a GmbHG); dies gilt auch für Geschäftsgebäude im Privatbesitz  Rückzahlung bereits erhaltener Zinsen, Mieten und nicht gutgläubiger Ausschüttungen nach § 32a GmbHG  Insolvenzrisiko des „Konzerns“ wegen Überschuldung erhöht sich, dadurch Verlust der Beteiligung möglich  In China gilt ab 2006 eine normierte Gesellschafterhaftung

35 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Haftung des Geschäftsführers  Verpflichtung auf Satzung und Dienstvertrag  gesetzliche Pflichten nach deutschem Recht  Verstöße gegen chinesisches Recht

36 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Teil 4 Finanzierung

37 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Erfolg: G+V-Planung Gesucht: Erfolg Bilanzplanung gesucht: Kapitalbindung: Total investment = registred capital + working capital Liquiditätsplanung: Kapitalbedarf in der Zeitreihe Kapitalaufbringung: Eigenmittel / Fremdmittel Einfluss auf Höhe des Stammkapitals Finanzplanung Investitionsplanung Eigeninvestition / Sacheinlage / Leasing Importquote bei encouraged status oft max % des Stammkapitals

38 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Finanzierung durch Eigenmittel  Die Höhe der Investition hat Einfluss auf das Stammkapital. Bei Investitionen bis 3 Mio. $ müssen mindestens 70% der Investition muss durch Eigenkapital unterlegt sein. bei 3-10 Mio. $ analog 50%  Darüber hinaus sind Gesellschafterdarlehen möglich in Höhe von max. 30% bzw. 50% der Investitionen, alternativ Bankdarlehen

39 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Gesellschafterdarlehen  Müssen angemeldet und registriert werden vor Einzahlung bei der SAFE (State Administration for Foreign Exchange).  Rückzahlung gemäß Vereinbarung bedarf der Genehmigung der SAFE wie alle Auszahlungen)  Problem bei Nachinvestitionen wegen Verhältnis 70/30  Lieferantenkredit über 6 Monate gilt als Darlehen / Rückzahlverbot wenn nicht vorher angemeldet und 70/30 gewahrt

40 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Sacheinlagen  Anrechnung der eingebrachten Wirtschaftsgüter auf das Stammkapital ist möglich  Voraussetzungen, Folgen  Import gebrauchter Maschinen nur u.E. zulässig  Wertgutachten mit genauester Dokumentation  Genehmigung erforderlich  Festlegung in der Satzung  Rückführung der Maschinen schwierig und teuer

41 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Finanzierung der Investition  Vorsteuer (VAT) auf Anlagevermögen wird i.d.R. nicht erstattet  Import von Anlagegütern kostet ca. 32% (Zoll 15% und VAT 17%)  Eigengenutzte Betriebsanlagen im Rahmen der Gesamtinvestitionssumme dürfen bei Gewährung des „encouraged status“ zoll- u. einfuhr- umsatzsteuerfrei eingeführt werden

42 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Vorteilhafte Gestaltung  Investitionsgüter (neu) kauft der Gesellschafter und bringt diese in das chinesische Unternehmen ein. Import gebrauchter Maschinen ist nur in Ausnahmefällen möglich und zu empfehlen.  Dadurch Vorsteuerabzug in Europa, keine Einfuhrabgaben in China

43 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Bankdarlehen  Bei start-ups keine Finanzierung durch Banken in China ohne ausreichende Sicherheiten im Heimatland i.d.R. in Form einer Garantie  Bevor eine Firma überhaupt einen Kredit aufnimmt, muss sie sich bei der People's Bank of China (=Zentralbank) als Kreditnehmer registrieren.  Bei einmal erteilter Genehmigung sind spätere Aufstockungen leichter möglich

44 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Bankdarlehen Kredite bzw. das Kreditlimit werden von der Bank an die SAFE gemeldet  Die Zentralbank führt eine Kreditdatenbank, welche täglich von den Banken mit neuen Daten gepflegt wird.  Jede Überweisung wird gemeldet und registriert

45 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Teil 5 Versicherung

46 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Sinnvolles Mindestpaket  Betriebshaftpflicht (third party company liability)  Schützt Arbeitnehmer und Kunden  Produkthaftpflicht  Elementarschäden Sachversicherung (property all risk)  Nur Zusätze zur property all risk zu haben:  Betriebsunterbrechung und Elektronikversicherung

47 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Schwer versicherbare Risiken  Betriebsunterbrechung für supplier  Problem wenn nur ein Kunde vorhanden ist und dieser z.B. durch Brand ausfällt  Vermögenschadenhaftpflicht

48 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Teil 6 Rechnungslegung

49 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Rechnungslegung / Jahresabschluss Einzelbilanzen nach jeweils nationalem Recht  In Landessprache  In Landeswährung  Prüfungspflicht nach nationalem Recht D und

50 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Eigenkapital fix Fremdkapitalkapital D Anlagevermögen D Umlaufvermögen D Bilanzsumme D EK-Quote 20% Fremdkapitalkapital C Anlagevermögen C Umlaufvermögen C Bilanzsumme China + EK-Quote neu X% = Bilanzsumme Konzern Konzernbilanz

51 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Reform der Rechnungslegung  Ab 2007 quasi IFRS für börsennotierte AG  Wahlrecht für ausländisch investierte Gesellschaften  HB 1 und HB 2 nähern sich einander an

52 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Teil 7 Steuern

53 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Einfluss aktueller Rechtsänderungen in Deutschland und in China auf die Steuerstrategie ausländisch investierter Gesellschaften

54 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Rechtsänderungen Deutschland  Steueränderungsgesetz 2007 (gültig ab 2007)  SEStEG (gültig ab )  BMF-Schreiben zu Funktionsverlagerungen  Jahressteuergesetz 2007 (gültig ab 2008)  Reform der ErbschSt gültig ab 2007 ?

55 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft  Europäisierung des UmwStG (SEStEG)  EUGH: Betriebsstätten-Verlust abzugsf.?  EbschSt / SchenkSt:  Bewertung von Unternehmensvermögen nach EU-Recht Einfluss von Europa-Recht

56 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Weitere geplante Gesetze  Abschaffung des Halbeinkünfteverfahrens  Abgeltungssteuer für Kapitaleinkünfte (voraussichtlich ab 2009)  Überarbeitung des § 1 AStG in 2007

57 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Und weil das alles zu schwierig ist und das Steuerrecht immer komplizierter wird… erhebt die Finanzverwaltung ab 2007 für verbindliche Auskünfte mindestens € und für Verständigungsverfahren mindestens € an Gebühren. Eine Änderung des Antrags wird aber schon für € angeboten.

58 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft  Änderung der Rechnungslegung / Bewertung  beschlossene Steuerreform per  Abschaffung der Begünstigung von Ausländern  Einführung einer Quellensteuer auf Dividenden  normierte Gesellschafterhaftung ab Rechtsänderungen in China

59 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Änderungen der bilateralen Abkommen / DBA - Betriebsstätte -

60 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Direktgeschäft, Betriebsstätte  Direktgeschäft im Ausland  Betriebsstätte nach § 12 AO, nicht aber nach Art. 5 DBA (Warenlager)  Betriebsstätte nach § 12 AO, und nach Art. 5 DBA  KSt und GewSt in D, keine Steuer in China  Nur KSt in D, aber keine GewSt (§ 9 Abs.3) keine Steuer in China  Keine Steuer in D, Steuer in China

61 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft OECD: Aufweichung des Begriffs Betriebsstätte  Bisher:  Verfügung über feste räumliche Einrichtung  Abschlussvollmacht und Wohnsitz  Künftig  Mehr als 6 Monate Präsenz (ohne Räume)  Nutzung fremder Räume reicht aus  Annahme der Vollmacht „per se“ d.h. automatische Akzeptanz der akquirierten Aufträge  Vertreter / Unternehmer wird persönlich steuerpflichtig

62 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Besteuerungsrecht von Staaten  Wer in Deutschland einen Sitz oder Ort der Geschäftsleitung bzw. als Privatperson einen Wohnsitz hat, ist dort mit seinem Welteinkommen steuerpflichtig.  Dasselbe gilt (u.E. gleichzeitig) auch für China  Deutschland besteuert die Vermögens- Nachfolge durch Erbschaft oder Schenkung, China faktisch nicht

63 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Doppelbesteuerung ?  DBA soll dies verhindern, regelt nur materielles Recht zu Steuern vom Ertrag und vom Vermögen, nicht z.B. ErbschSt, VAT / USt. Verfahrensrecht ist nicht geregelt  deutsches Außensteuerrecht und chinesische „cost+Methode“ generieren partielle Doppelbesteuerung  Absolute Steuerbefreiung in beiden Staaten gleichzeitig ist aber möglich

64 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Weitere Steuerliche Faktoren Deutschland  § 8a KStG: Einschränkung der Eigenfinanzierung  AStR: aktive und passive Einkünfte  erweiterte Steuerpflicht bei Erbschaft

65 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft  Dividenden und Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften in China steuerpflichtig,  Verlustvortrag China bis zu 5 Jahre, kein Rücktrag  Prüfungstätigkeit wird zunehmen Weitere Steuerliche Faktoren China

66 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Auswirkungen auf die Steuerstrategie

67 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Kernziele einer Steuerstrategie  Gesamtbelastung auf Ebene der Gesellschaft und ihrer Gesellschafter soll minimiert werden  Flexible Anpassung an Veränderungen  Vermeidung von Steuerrisiken Haftung, abhängig von Rechtsgestaltung Mehrfachbesteuerung

68 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Ganzheitliche Betrachtung ist gefragt  Mehrjahresentwicklung im Blickfeld  Scheingewinnbesteuerung vermeiden  Dynamische Strategie versus statische Installation  Tax benefits sollen genutzt werden  Gesellschafter-Besteuerung individuell berücksichtigen

69 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Steuerliche Gefahren bei der Trennung / Transfer von Ergebnis  Stützung einer Auslandstochter führt zu AK auf die Beteiligung, nicht zu abzugsf. BA  Stützung der Mutter über Verr.preise führt bei Aufdeckung zu Doppelbesteuerung

70 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft kurzfristig umsetzbare Empfehlung  Kompetenzen prüfen, Betriebsstätten ja / nein  Tax rulings effizient schützen und nutzen  operatives Ergebnis in China besteuern  Beteiligungs- und Finanzierungsergebnisse in Deutschland ansiedeln

71 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Mittelfristige Steuerstrategie  Einfluss des Europa-Rechts zur strukturellen Veränderung nutzen  Ausschüttungspolitik vor dem Hintergrund künftiger Quellenbesteuerung in D und CN  Auslandsvermögen vor dem Hintergrund ErbschSt / SchekSt prüfen

72 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Ebene Gesellschaft – Gesellschafter  Zuordnung von Anstellungsverhältnissen  Struktur der Gesellschaft entscheidet über Dividendenbesteuerung  Direkte Verlustverrechnung bei rep.office in der Hand der Gesellschafter (einzeln oder als Personengesellschaft)

73 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft A- GmbH China- Gesellschaft Holding 100% DCH Parallel-Struktur vermeidet Konzern und spart Steuern

74 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft China- Gesellschaft Holding CH Marge besteuern mit 8% Operatives Ergebnis steuerfrei bzw. Steuer max 25% Dividende steuerfrei ev. Quellensteuer CN 10% Gesellschafter Dividende zur Hälfte steuerfrei ev. Abgeltungssteuer 25% A-GmbH

75 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Grundlagen einer Gesamt- Steuerstrategie  China  bietet (noch) begrenzte tax-holidays an  Regulärer Steuersatz beträgt derzeit ca. 33%. Besteuerung von Verlusten nach der cost+ Methode  Deutschland  plant eine Reform der Unternehmenssteuer mit dann ca. 29% Steuern  Schweiz  als Standort einer möglichen Holding und Auslands- trading-company verlangt 5%

76 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Steuern im internationalen Umfeld  Jedes Land hat ein eigenes vitales Interesse Steuern einzunehmen.  Wer in Deutschland wohnt, ist hier mit seinem Welteinkommen steuerpflichtig.  Wer im Ausland tätig wird, steht unter erhöhter Beobachtung und hat besondere Pflichten zu erfüllen  China erhebt gleichzeitig Anspruch auf die Besteuerung

77 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Doppelbesteuerung  Soll verhindert werden durch DBA  Bilaterale Abkommen sollen dies zu erreichen helfen, klappt aber nur bedingt, Verfahrensrecht ist nicht geregelt  deutsches Außensteuerrecht und chinesische „cost+Methode“ generieren partielle Doppelbesteuerung

78 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft gleitender Übergang des Besteuerungsrechts  DBA Deutschland-China (nur materielles Recht)  Unselbständige Einheit / rep. office  rep.office mit Entscheidungsträger  Betriebsstätte / selbständiges Unternehmen  DBA-Regelung nur für Ertragsteuern

79 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Weitere Steuerliche Faktoren  § 8a KStG: Einschränkung der Unternehmensfinanzierung  AStR: aktive und passive Einkünfte  Dokumentation der Verrechnungspreise  Erbschaftsteuer nicht harmonisiert  Differenzierte Umsatzsteuerproblematik

80 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Steuersätze in China  25 % nationale Corporate Income Tax ab 2008  +3% lokale Corporate Income Tax  15% in Sonderwirtschaftszonen  Zielvereinbarungen (tax ruling) möglich

81 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Umsatzsteuer VAT (Value Added Tax)  Regelsatz 17% auf  Warenverkauf  Lohnfertigung  Reparatur- und Ersatzleistungen  Keine vollständige Erstattung beim Export (Regelsatz der Erstattung 13%)  Anerkennung als Steuerschuldner nötig, um offizielle Steuerrechnungen (fabiaus) ausstellen zu dürfen)

82 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Umsatzsteuer : Business Tax  Regelsatz 3 oder 5% wird erhoben auf  Beratungsleistungen  Vermietung  Darlehenshingabe  Lizenzen  Steuersatz im Bereich Unterhaltung bis zu 20%

83 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Besteuerung rep. office in China  Ist das office mit einem Entscheidungsträger besetzt, dann entsteht ein eigenes Steuersubjekt  Deutschland läßt die Ausgaben von € dann nicht mehr zum Betriebsausgabenabzug zu, das kostet € Steuern.  China besteuert nach der cost-plus-Methode einen fiktiven Gewinn, das kostet ca €.

84 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Besteuerung einer Produktionsgesellschaft  Encourages status nach Errichtung beantragen, Einfuhr von Maschinen und Anlagen zoll- und USt-frei möglich im Gründungszeitraum  tax rule applies führt zu Steuerferien für die ersten beiden Jahre ab Erreichung der Total- Gewinnschwelle + 3 Jahre halber Steuersatz

85 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Besteuerung einer Handels- oder Dienstleistungs-Gesellschaft  Kein ecouraged status möglich  Regelsteuersatz 33%, künftig 28%

86 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Besteuerung einer gemischten Gesellschaft  Encourages status mit tax applies kann gewährt werden, entfällt aber rückwirkend wenn Produktionsumsatz unter 50% liegt  Encouraged status meist verbunden mit max. import-rate von 70-80% des Stammkapitals  Empfehlung: getrennte Gesellschaften

87 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Besteuerung eines Joint Ventures  Sonderstatus mit Befreiung möglich, lokal verhandeln und Angebote vergleichen (tax ruling)  Regelsteuersatz aktuell noch 33%

88 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Steuerstrategie  Keine „Klimmzüge“ versuchen, aber  Gewinne stufenweise legal da entstehen lassen, wo sie wenig Steuern kosten und das Fiskaldenken den Unternehmer nicht diskriminiert  Zeitpunkt der Verwirklichung einer „Betriebsstätte“ gem. DBA läßt sich z.B. über die Verteilung von Kompetenz regeln

89 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Fazit

90 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Erst eine halbwegs konkrete Vorstellung vom Inhalt und den Zielen des Geschäfts ggf. in der Zeitreihe ermöglicht die Festlegung einer vorteilhaften Strategie zur Erreichung der Ziele und Eingrenzung von Risiken

91 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft  Mittelständler brauchen Lösungen, die im Ernstfall nicht das gesamte Unternehmen umwerfen  Unverzichtbar ist auch die Analyse der bestehenden Verträge in Deutschland speziell vor dem Hintergrund des geplanten Auslands-Engagements

92 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Gesellschaftsrecht in Deutschland  Deutsche Gesellschaft: Satzung beachten, da diese oft ein umfassendes Wettbewerbsverbot und „Allmachtsanspruch“ enthalten  Prüfung der gesellschaftsrechtlichen Grundlagen.  Folge bei Verstoß: Pflichtverletzung und ev. Untreue des GF; persönliche und unbegrenzte Haftung für alle Risiken

93 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft  Businessplan erstellen  Stufenplan erarbeiten  Risikopotenzial bestimmen  Kapitalbindung in der Zeitachse erkennen  Konzernbildung verhindern  Parallele Struktur aufbauen z.B. über Holding in D oder in der Schweiz  Kompetenzen und Führungsstruktur festlegen

94 Steuerberater- und Rechtsanwalts- Partnerschaft Empfehlung  Nicht schwarz-weiß denken, sondern in den vielen Grau-Stufen dazwischen  China muss man erleben. Also hinfahren, mit anderen reden, die dort schon Erfahrungen haben. Vieles ist vor Ort unkomplizierter, als man sich das von zuhause aus vorstellt.


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