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Gabriele Steinmair, MA Planen und Gestalten.

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Präsentation zum Thema: "Gabriele Steinmair, MA Planen und Gestalten."—  Präsentation transkript:

1 Gabriele Steinmair, MA Planen und Gestalten

2 Literatur Arnold, Retterath, Schürmann, Wunderlich. Lernstationen planen können. In: Grundschule 12/1998. Meyer, H. Leitfaden Unterrichtsvorbereitung. Berlin: Cornelsen Scriptor, Meyer, H. Unterricht analysieren, planen und auswerten. In: Kiper, H., Meyer, H. Topsch, W. Einführung in die Schulpädagogik (S ). Berlin: Cornelsen Scriptor, Jank, W.; Meyer, H. Ratschläge zur Unterrichtsvorbereitung. In: dies. Didaktische Modelle. Frankfurt am Main: Cornelsen Scriptor,

3 Unterrichtsplanung Mit Unterrichtsplanung wird jener Teil der Unterrichtswirklichkeit bezeichnet, in dem die Entscheidungen darüber fallen, was und wie im Einzelnen unterrichtet wird: welche Zielsetzungen angesteuert, welche Themen behandelt, welche Methoden angewendet, welche Medien eingesetzt werden sollen und festgestellt wird, unter welchen besonderen Bedingungen diese Entscheidungen jeweils getroffen werden sollten (vgl. Peterßen 1996, S. 1)

4 Stufen der Unterrichtsplanung Unterrichtsplanung meint bedeutend mehr als die unmittelbare und kurzfristige Planung von Unterrichtsstunden (alltagssprachlich als ‚Vorbereitung’ bezeichnet). Unterrichtsplanung beginnt bereits dort, wo die ersten Ziele von Unterricht definiert werden. Für Peterßen (1996) beginnt die Unterrichtsplanung bereits bei der Formulierung der allgemeinen Bildungsziele eines Staates, bei der Schulgesetzgebung, setzt sich fort im Lehrplan, um dann von den Lehrenden in mehreren Stufen zunehmend konkretisiert zu werden (Jahresplan,, Wochenplan, Tagesplan, Unterrichtsentwurf)

5 Einzelstunden Einzelstunden, die aus dem Zusammenhang gerissen sind, sollten nicht geplant werden! Es gilt vielmehr Unterrichtseinheiten zu konzipieren - ausgehend von dieser sollten die jeweiligen Einzelstunden geplant werden

6 Konzentration auf den Lehrplan oder die Kinder? „Anspruchsvolle Lehrerinnen, die fach-, methoden- und sozialkompetent sind, benötigen fast keinen Lehrplan, denn sie lehren nicht nach Plan, sondern unterrichten Schüler (sic!). Für sie genügt ein Blick in den Plan zur Groborientierung (...) und dann beginnen sie mit der Arbeit. Sie suchen zunächst einmal den Kontakt zu den Schülern und zur Lerngruppe, eruieren die Lernvoraussetzungen, stoßen natürlich auf Lernlücken, verfahren lückenschließend, planen gemeinsam (...). Und so werden sich anspruchsvolle Lehrerinnen kurz am Lehrplan orientieren, um sich dann voll auf die Schüler zu konzentrieren.“ (Becker 2001, S. 42)

7 Voraussetzung: Lehrplan Das setzt voraus, den Lehrplan während der Ausbildung gut kennen zu lernen, seine Struktur und auch den Rahmencharakter zu verstehen.

8 Unterrichtsplanung im engeren Sinn Planungen durch Lehrende oder Teams: Jahresplanung, Wochenplanung, Unterrichtsentwurf für einzelne Sequenzen

9 Fokussierung der Planung Studierende neigen dazu, die Bedeutung der Unterrichtsvorbereitung zu überschätzen bzw. einseitig zu sehen. Ein starres Festhalten an der Planung führt dazu, dass Äußerungen von Schülern, die nicht im Vorfeld der Planung berücksichtigt worden sind, als Störfaktoren angesehen werden. Bereitet man sich hingegen ungenau oder überhaupt nicht vor, so hat dies keineswegs zur Folge, dass der Unterricht dann besonders schülerorientiert wäre

10 Fazit Die Kinder schon frühzeitig über die Ziele des Unterrichts informieren und Kinder an der Planung beteiligen Kinder in ihren Äußerungen während der Durchführung des Unterrichts ernst nehmen Die Planung als roten Faden im Hintergrund sehen flexibel damit umgehen (Teile auslassen, umstellen, passende Themen der Kinder aufgrei- fen, unerwartete Klassensituationen bearbeiten..)

11 Dimensionen der Planung Lernende und ihre Voraussetzungen Lehrziele Auswahl der Lerninhalte Unterrichtsmethoden Sozialform Lernmittel / Medien Differenzierung Sicherung des Unterrichtsertrags

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14 Vorbereitung der Lehr- und Lernumgebung Didaktisch-methodische Vorentscheidungen Sitzordnung Materialausstattung Einrichtung des Klassenzimmers Herstellung von Freiarbeitsmaterialien …

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16 Themenwahl und Aufgabenstellung Das Thema einer Stunde benennt konkret, was der Unterrichtsgegenstand sein soll. Ist das Thema festgelegt, kann eine erste Formulierung der Aufgabenstellung erfolgen. Sie definiert, was die Kinder tun sollen

17 Teilziele Kognitiv: Wissen, Denken, Problemlösen, intellektuelle Fähigkeiten; „DENKEN“ Affektiv: Gefühle und Wertungen, Einstellungen und Haltungen, wird auch als sozial-emotionaler Lernzielbereich bezeichnet, „FÜHLEN“. Lernziele im affektiven Bereich werden häufig „Erziehungsziele“ genannt. Psychomotorisch: „BEWEGEN“. In den letzten Jahren werden diese Lernzielbereiche um den sozialen und kommunikativen Bereich erweitert

18 Taxonomie von Lernzielen

19 Wissen: beschreiben, wiedergeben, niederschreiben Verstehen : austauschen, interpretieren, unterscheiden, erklären, zusammenfassen, fortsetzen, verdeutlichen, umsetzen, ableiten, berechnen, definieren, umsetzen Anwenden (neue Situation): berechnen, lösen, zeigen, nachweisen, gebrauchen Analyse : zerlegen, aufgliedern, unterscheiden, in Beziehung setzen, ableiten, nachweisen, untersuchen, vergleichen Synthese: verändern, umordnen, zusammenfügen, verbinden, kategorisieren, entwerfen, entwickeln, formulieren, konstruieren, verfassen Bewertung : beurteilen, bewerten, schlussfolgern, rechtfertigen, abwägen, behaupten, belegen, entscheiden, begründen, auswählen Kognitive Ziele nach der Taxonomie Neuböck-Hubinger, B Praxiskompass für den Unterricht, S. 28

20 Affektive Ziele nach der Taxonomie Neuböck-Hubinger, B Praxiskompass für den Unterricht, S. 28 Empfinden, aufnehmen : zuhören, aufmerksam verfolgen, zusehen, mitlesen, mitmachen Reagieren, antworten : an der Diskussion teilnehmen, Interesse zeigen, helfen, Freude finden an Werten : rechtfertigen, teilnehmen, auswählen, begeistern, Engagement zeigen Aufbau einer Wertordnung: kombinieren, verallgemeinern, verbinden, akzeptieren, entwickeln Bestimmtsein durch Werte, Charakterbildung : Selbstvertrauen zeigen, kooperieren, vorschlagen, revidieren, bestätigen, Sicherheit zeigen, auf eigene Fähigkeiten vertrauen, eigene Meinung ändern

21 Psychomotorische Lernziele Schreiben, zeichnen, basteln, hämmern, schneiden, falten, vorzeigen, ruhige Linienführung beherrschen, mehrere Bewegungen gleichzeitig ausführen, Zeichengeräte richtig handhaben,

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23 Bedingungsanalyse Gegenstand der Bedingungsanalyse ist die Ermittlung der wesentlichen Voraussetzungen: Klassensituation Lernvoraussetzungen Richtlinien (Standards, Lehrplan)

24 Lernende und ihre Voraussetzungen Entscheidend für die Wahl der Lerninhalte und die Bestimmung der Lernziele sind die Lernvoraussetzungen der Schüler/innen. Diese können nie exakt bestimmt, sondern nur in etwa eingeschätzt werden. Eine genaue Beobachtung der Schüler/innen ist dazu unabdingbar. Individuelle Voraussetzungen/Begabungen Kognitive Lernvoraussetzungen Motivationale Lernvoraussetzungen Familiale Voraussetzungen Kulturelle Voraussetzungen

25 Unterschiedliche Lernvoraussetzungen Differenzierungsmaßnahmen in lehrerzentriert geplanten Unterrichtssequenzen erfordert jedoch zwingend zusätzlich offenere Unterrichtskonzeptionen, die die Diversität der Lerngruppe besser berücksichtigen können Allerdings dürfen kindzentrierte, offene Unterrichtskonzeptionen nicht als Allheilmittel angesehen werden – und auch in diesen Konzeptionen bedürfen Kinder unterschiedlicher Begleitung durch die Lehrpersonen

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27 Didaktische Strukturierung Gegenstand der didaktischen Strukturierung ist die Herstellung eines begründeten Zusammenhangs von Inhaltsentscheidungen (THEMATISCHE ANALYSE - SACHANALYSE) Zielentscheidungen (DIDAKT. ANALYSE) Methodenentscheidungen (METHODISCHE ANALYSE)

28 Thematische Analyse, Sachanalyse Die Auswahl der Lerninhalte wie auch der Lernziele ist nicht beliebig, sie orientiert sich an übergeordneten Kriterien, dem Lehrplan. Dieser lässt jedoch gerade in Bezug auf die Lerninhalte große Gestaltungsspielräume zu, da der österreichische Volksschullehrplan ein sog. Rahmenlehrplan ist. Es ist eine selbstverständliche Aufgabe der Lehrenden, sich über die Sache zu informieren, sich einzulesen. Zu diesem Zweck benötigt man aktuelles und reichhaltiges Informationsmaterial

29 Didaktische Analyse Fachliche Bedeutung : Welche Rolle spielt das Thema in den Lehrplänen, in den Schulbüchern? Gegenwartsbedeutung, Gegenwartsbezug : Ist das Thema von Interesse für die Kinder, gibt es Anknüpfungspunkte in der kindlichen Lebenswelt, gibt es einen aktuellen Anlass für die Behandlung des Themas? Zukunftsbedeutung: Welche Bedeutung hat das Thema für die Zukunft der SchülerInnen (innerhalb der Schullaufbahn, aber auch für das Leben?)

30 Methodische Analyse „Unterrichtsmethoden sind die Formen und Verfahren, in und mit denen sich Lehrer (sic!) und Schüler (sic!) die sie umgebende natürliche und gesellschaftliche Wirklichkeit unter institutionellen Rahmenbedingungen aneignen.“ (Meyer, 2002, S. 45) Frontalunterricht, Stillarbeit, gelenktes Unterrichtsgespräch, Freiarbeit, Wochenplanunterricht, Werkstattunterricht usw

31 Sozialformen Sozialformen regeln die Art und Weise, in der Lehrerinnen, Lehrer, Schülerinnen und Schüler im Unterricht miteinander kooperieren. Es gibt vier verschiedene Sozialformen: Frontalunterricht (auch Klassen- oder Plenumunterricht) Gruppenunterricht Partnerarbeit (auch: Tandemarbeit) Einzelarbeit (auch Still- oder Alleinarbeit genannt)

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33 Stundenplanung.docx

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35 Beispiel einer Planung Kurzentwurf: Spinnen Langentwurf: Kombinatori k

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71 Praxisbeispiel hexenbrief.doc

72 Funktionen der Unterrichtsplanung nach Meyer Belegfunktion Steuerungsfunktion Ausbildungsfunktion Legitimationsfunktion

73 Belegfunktion Die Unterrichtsplanung weist eine umfassende, intensive planerische Tätigkeit nach und ist Produkt und Beleg für einen Prozess didaktischen Denkens. Sie ist ein qualitativer Leistungsnachweis des Lehrenden, gibt Auskunft darüber, ob die Lehrenden die wichtigsten didaktischen Fragestellungen berücksichtigt haben. Vor allem gibt sie Auskunft über Zielbereiche.

74 Steuerungsfunktion Die Planung soll Anfängern und Anfängerinnen behilflich sein, sich zielstrebig und konsequent zu verhalten, um ein bestimmtes Lehrziel zu erreichen und ein Abgleiten in einen „Verlegenheitsunterricht“ zu vermeiden. Die schriftliche Planung schafft zudem ein gewisses Maß an Sicherheit.

75 Ausbildungsfunktion Planungen erhöhen die Beobachtungs-, Reaktions- und Reflexionsfähigkeit durch Unterrichtsplanung. Die Unterrichtsplanungen von Studierenden in den ersten Semestern sind in der Regel umfangreich, weil die unterschiedlichen Dimensionen zuerst erarbeitet und reflektiert werden müssen. In der Praxis werden Planungen auch als Kurz- Aufzeichnungen gehandhabt.

76 Legitimationsfunktion Schriftliche Unterrichtsplanungen erfüllen nicht nur während des Studiums, sondern auch in der Praxis eine Legitimationsfunktion gegenüber der Schulaufsicht, aber auch gegenüber den Eltern. Nur durch eine gründliche Vorbereitung kann ich als Anfänger darüber Rechenschaft ablegen, ob das, was ich den Schülern zumuten will, zu begründen und zu legitimieren ist.“ (Meyer, 2002)

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