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Kompetenzorientierter Unterricht im Fach Geschichte Lern- und Prüfungsaufgaben in Unter-, Mittel- und Oberstufe Kontakt:

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Präsentation zum Thema: "Kompetenzorientierter Unterricht im Fach Geschichte Lern- und Prüfungsaufgaben in Unter-, Mittel- und Oberstufe Kontakt:"—  Präsentation transkript:

1 Kompetenzorientierter Unterricht im Fach Geschichte Lern- und Prüfungsaufgaben in Unter-, Mittel- und Oberstufe Kontakt:

2 Gliederung Bildungspolitischer Hintergrund Begriffsdefinitionen Kompetenzorientierten Unterricht planen Kompetenzbereiche und Lehrplanbezug Aufgabenbeispiele

3 Kompetenzen? Platzhalter wegen Copyright: Cartoon von Uli Stein: Toter Vogel Bitte einfügen!

4 Input (Vorgaben ) Prozess (Unterricht) Output (Lernergebnis) Outcome (Wirkung) Fachlehrpläne (Lernziele) Rahmenbe- dingungen Didaktische Konzepte Unterrichts- formen LernerfolgBerufliche Leistungen Praxiserfolg Kompetenzen Paradigmenwechsel von der Input- zur Outcome-Steuerung Prüfungen Abitur Tests Standards Qualitäts- rahmen

5 Die Jugendlichen setzen sich mit dem Übergang von der alteuropäischen zur industriellen Gesellschaft auseinander. Die Schüler können grundlegende Merkmale der Demokratie nennen. Die Jugendlichen verstehen den durch technische Innovationen bedingten grundlegenden Wandel und seine Konsequenzen für die Gegenwart. Die Schüler können über die Beschäftigung mit dem Alten Ägypten Hochkulturen erkennen und bewerten. Die Schüler kennen grundlegende Merkmale der Demokratie und entwickeln ein Bewusstsein für ihren Wert. Am Beispiel Ägyptens lernen die Schüler Entstehungsbedingungen und Merkmale einer frühen Hochkultur kennen. Lernzielformulierung Kompetenzformulierung beschreibt Prozess beschreibt Kompetenz beschreibt Wissen beschreibt Kompetenz beschreibt Wissen beschreibt Kompetenz

6 Was bedeutet Kompetenz? Kompetenz = Wissen + Können (fachspezifische) Fähigkeit und/oder Fertigkeit Bewältigung konkreter Anforderungssituationen Kompetenzen sind die bei Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, um die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können. Franz Weinert

7 Kompetenzorientiertes Lernen ist auf das Bewältigen von Anforderungen und weniger auf den Aufbau von Detailwissen gerichtet.

8 Artikel 131 der Verfassung des Freistaates Bayern: Die Schulen sollen nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden.

9 Lehrplan Kapitel 1, 1.3 (5) Unerlässlich für die Schüler des Gymnasiums ist der Erwerb überfachlicher Kompetenzen. Zu diesen zählen vor allem Selbstkompetenz (z. B. Leistungsbereitschaft, Ausdauer, Konzentrationsfähigkeit, Verantwortungsbereitschaft, Zeiteinteilung, Selbstvertrauen), Sozialkompetenz (z. B. Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Toleranzbereitschaft, Gemeinschaftssinn, Hilfsbereitschaft), Sachkompetenz (z. B. Wissen, Urteilsfähigkeit) und Methodenkompetenz (z. B. Informationsbeschaffung, Präsentationstechniken, fachspezifische Arbeitsmethoden). Die Einübung und langfristige Aneignung dieser Kompetenzen tragen sowohl zur Verbesserung der Arbeitsqualität als auch wesentlich zur Formung einer gefestigten Persönlichkeit bei. Kompetenzbereiche im Lehrplan des achtjährigen Gymnasiums

10 Kompetenzbereiche im Grundwissen Geschichte In der Jahrgangsstufe 6 erwerben die Schüler folgendes Grundwissen: Fähigkeit, den in Jahrgangsstufe 6 behandelten historischen Zeitraum anhand folgender Daten zu gliedern: seit etwa v. Chr. Übergang zur Sesshaftigkeit; ab 3000 v. Chr. Hochkultur in Ägypten; 5. Jh. v. Chr. Blütezeit Athens; 753 v. Chr. der Sage nach Gründung Roms; 1. Jh. v. Chr. Übergang Roms von der Republik zum Prinzipat; um Christi Geburt Zeitalter des Augustus Fähigkeit, die folgenden historischen Begriffe zu verstehen, analytisch anzuwenden und sich mit ihrer Hilfe in Geschichte und Gegenwart zu orientieren: Quelle; Altsteinzeit; Jungsteinzeit; Hieroglyphen; Pharao; Pyramide; Polytheismus; Monotheismus; Judentum; Antike; Polis; Aristokratie; Olympische Spiele; Ilias und Odyssee; Demokratie; Hellenismus; Senat; Patrizier; Konsul; Republik; Diktator; Kaiserzeit; Limes; Christentum; Staatsreligion; Völkerwanderung; Islam; Mittelalter; Reichsbildung der Franken; Mönchtum Beherrschen von Fertigkeiten und Methoden: Umgang mit historischen Quellen; Unterscheiden von Autorentext und Quelle im Schulbuch; Lesen einfacher Schaubilder, Graphiken und Karten; Verwerten multimedialer Informationsmöglichkeiten Bereitschaft, sich mit Formen geschichtlicher Überlieferung zu beschäftigen; Interesse an den Lebensverhältnissen der Menschen in früherer Zeit; Bewusstsein von der Geschichtlichkeit menschlichen Daseins und menschlicher Zivilisation Wissen, Kenntnisse Methodenkompetenz SelbstkompetenzSozialkompetenz Sachkompetenz Anwenden Einsichten Haltungen

11 Wissen/Kenntnisse Anwenden (=Grundfertigkeiten) Einsichten/Haltungen (Werte) Kompetenzen Grundwissen :

12 Kompetenzbereiche Geschichte Sachkompetenz Methodenkompetenz Urteilskompetenz interkulturelle Kompetenz kommunikative Kompetenz Kompetenz am historischen Diskurs einer Gesellschaft teilnehmen zu können fächerübergreifende Kompetenzen wie Selbstkompetenz und Sozialkompetenz

13 © ISB – Elisabeth Mayr Beispielaufgabe für die Unterstufe Eure Klasse plant eine Ausstellung zum Thema Menschen in vorgeschichtlicher Zeit. Ihr habt verschiedene Abbildungen zur Verfügung: Messerklinge aus Feuerstein – Gehöft mit Wohnraum und Stallungen – Faustkeil – Fibel aus Bronze – Knochen eines Hausrindes – Frühmensch Du bist in deiner Arbeitsgruppe für die zeitliche Reihenfolge zuständig. Stelle die Abbildungen in der richtigen Chronologie (vom Ältesten zum Jüngsten) zusammen! Erweiterung, z. B. für mündliche Arbeitsaufträge: Überzeuge deine Mitschüler, weshalb deine Auswahl die einzig richtige ist! Sachkompetenz Methodenkompetenz konkreter lebensweltlicher Anwendungsbezug! konkreter lebensweltlicher Anwendungsbezug! Anforderungsebene 1: Reproduktion Anforderungsebene 2: Anwenden Anforderungsebene 3: Urteilen kommunikative Kompetenz

14 © ISB – Elisabeth Mayr Beispielaufgabe für die Unterstufe Variationsmöglichkeit: Eure Klasse will eine Ausstellung zum Thema Geschichte der Landwirtschaft gestalten. Du bist als Museumsführer zuständig für das Teilthema Landwirtschaft in der vorgeschichtlichen Zeit. Für eine Schautafel stehen folgende Abbildungen zur Verfügung: Messerklinge aus Feuerstein – Traktor – Gehöft mit Wohnraum und Stallungen – Kessel aus Bronze – von Pferden gezogene Dreschmaschine – Frühmensch Wähle die Abbildungen aus, die nicht zum Thema passen! Platziere die verbleibenden Abbildungen in die richtige chronologische Reihenfolge (vom Ältesten zum Jüngsten)! Nenne zwei weitere Abbildungen, die deiner Meinung nach die Schautafel sinnvoll ergänzen könnten!

15 Beispielaufgabe für die Unterstufe Du bist Christoph Kolumbus und versuchst deiner Frau Felipa in einem Brief zu erklären, warum du die ungewisse Fahrt nach Westen antreten willst. Inwiefern erfüllt dieser Arbeitsauftrag die Kriterien für eine kompetenzorientierte Aufgabenstellung?

16 Beispielaufgabe für die Unterstufe Vorschlag für eine Lernaufgabe mit Kompetenz- orientierung und Anwendungsbezug: In einem Computerspiel 1492 soll Kolumbus einen Brief an seine Frau Felipa schreiben. Um das nächste Level zu erreichen, muss er in dem Brief begründen, warum er die ungewisse Fahrt nach Westen antreten will. Verfasse diesen Brief.

17 Beispielaufgabe für die Unterstufe Mögliche Spezifizierung für eine Prüfungsaufgabe: In einem Computerspiel 1492 soll Kolumbus einen Brief an seine Frau Felipa schreiben. Um das nächste Level zu erreichen, muss er in dem Brief begründen, warum er die ungewisse Fahrt nach Westen antreten will. Verfasse diesen Brief. Erwähne mindestens zwei Gründe. Beachte, dass die Sprache mitbewertet wird. Palos, 1. August 1492 …………………………………., ……………………………………………………………………………………………

18 Arbeitsaufträge: Erstellen Sie eine kompetenzorientierte Lernaufgabe für den Unterricht, eine kompetenzorientierte Prüfungsaufgabe für eine Stegreifaufgabe. Thema: Weimarer Republik Material: Folien-Handouts, LP, Schulbücher, Folie/Stifte KMS vom zum überarbeiteten Lehrplan: Ein kompetenzorientierter Unterricht verknüpft Wissen mit Anwenden und stellt das lebensbedeutsame Lernen der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt.

19 Bei kompetenzorientierter Aufgabenstellung sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden: Lehrplanbezug, Grundwissen Grundwissen nicht nur als Kenntnisse, sondern auch Methoden, Einsichten, Haltungen Lebensweltliche Bezüge Möglichst realistischer Anwendungsbezug Authentizität, authentische Bezüge Motivation Kommunikationssituation, Adressatenbezug Schwierigkeitsgrad Geeignete Materialien (Text, Bilder, Karikaturen …) Lern- oder Prüfungsaufgabe Mündlich oder schriftlich

20 Kompetenzorientierte Unterrichtsplanung: Angestrebte Kompetenz Selbstständig Handeln Zusammenhänge herstellen Anschluss- fähiges Wissen + Können VorgabeErgebnis Lerngelegenheiten: Anwendungs- situationen Reflektieren der Handlung Anknüpfen an Vorerfahrungen Didaktisierung Aktivitäten im Unterricht Vorbereitung Verschiedene Kompetenzen Ziel

21 Beispiel für eine kompetenzorientierte Lernaufgabe in 11/1 Im Rahmen der Erstellung einer Internetseite zur Ständegesellschaft der Frühen Neuzeit müssen Sie eines der beiden folgenden Bilder auswählen. Vergleichen Sie die beiden Bilder und begründen Sie, weshalb Sie sich für ein bestimmtes entschieden haben. Holzschnitt, Johannes Lichtenberg, 1492 Radierung, Gerhard Altenbach, um 1650

22 Beispiel für eine kompetenzorientierte Prüfungsaufgabe in 11/1 1 Skizzieren Sie wesentliche Merkmale der gesellschaftlichen Ordnung in der Frühen Neuzeit. 2.1 Im Rahmen der Erstellung einer Internetseite zur Ständegesellschaft der Frühen Neuzeit müssen Sie eines der beiden folgenden Bilder auswählen. Entscheiden Sie sich für ein Bild. Beschreiben und analysieren Sie dieses. 2.2 Überprüfen Sie, inwiefern das von Ihnen ausgewählte Bild für die Verwendung auf der Internetseite zur Frühen Neuzeit geeignet ist. 1 Geburt bestimmt den sozialen Stand Ausnahme: Klerus hierarchische Struktur religiöse Legitimation politische und soziale Ungleichheit Zugang zu Berufen, Bildung etc. abhängig vom Stand drei Stände (Adel, Klerus, Bürger und Bauern) 2.1 Beschreibung: Wesentliches soll strukturiert dargestellt werden. Analyse: Deutung von wesentlichen Einzelelementen, Aussageabsicht des Künstlers usw. 2.2 Differenzierte Argumentation! Linkes Bild (Treppe): pro: Differenzierte Darstellung der Gesellschaft, hierarchische Struktur … contra: religiöse Aussage (z. B. Vanitas-Motiv) dominiert, hohe Komplexität für Netzverwendung, Rechtes Bild (Holzstich): pro: Einfache, klare Darstellung der Dreistände-Gesellschaft, Netzgeeignet, plakativ, selbsterklärende Bildelemente, wenig Text contra: Vereinfachung, Fehlen der Bürger, Lateinischer Text … Schüler entscheidet sich für ein Bild!

23 © ISB – Elisabeth Mayr Ende

24 Supplement:

25 Beispielaufgabe für die Mittelstufe In deiner Heimatstadt soll das Bismarckdenkmal entfernt werden, da es restaurierungsbedürftig ist und die Restaurierung aber einem Teil des Stadtrates zu teuer erscheint. Schreibe einen Leserbrief an deine Lokalzeitung, in dem du dich dazu äußerst, ob ein Bismarckdenkmal noch zeitgemäß ist! Berücksichtige dabei die politischen Leistungen Bismarcks! Vereinfachung: - Verteidigung der Erhaltung des Denkmals angesichts der politischen Leistungen Bismarcks - Ablehnung der Erhaltung des Denkmals angesichts fragwürdiger Aspekte von Bismarcks Politik auch vorstellbar zu umstrittenen Straßennamen (Hindenburg, Bischof Meiser; Kasernennamen)

26 Anregungen für Lernaufgaben aller Stufen Schüler erstellen ein Quiz für eine historische Zeitschrift Leserkreis: Schülerzeitung, historischer Heimatverein, PM-History, für einen Kindergeburtstag, SZ-online oder andere

27 Anregungen für Lernaufgaben aller Stufen Wikipedia-Artikel 1. Möglichkeit Schüler erstellen einen Wikipedia-Artikel zu einer - historischen Persönlichkeit - zu einem Sachverhalt 2. Möglichkeit - Umarbeiten eines zu schwierigen/umfangreichen/fehlerhaften/ schlecht strukturierten Artikels

28 Gestaltungsfreiheit für Lehrkräfte/Fachschaften Gestaltungsverantwortung Erfolgsverantwortung für das einzelne Gymnasium Mess-Latten: Abitur, Jahrgangsstufentests, PISA,... Keine Detailfülle im Bereich Sachkompetenz (Fachwissen) Grundwissen Nachhaltigkeit sichern Üben, Wiederholen, Vertiefen(Landtagsbeschluss!) Persönlichkeitsentwicklung und Kompetenzorientierung auch Selbstkompetenz, Sozialkompetenz Mit Komplexität umgehen lernen Selbständigkeit, fächerübergreifendes Denken Den Lebensbezug verdeutlichen Handlungsorientiertes Lernen Kompetenzorientierte Unterrichtsplanung im Fach Geschichte auf der Grundlage des bestehenden Lehrplans:


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