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INTERKULTURELLES CLIL – MODUL IM FACH GESCHICHTE Niveau B1 – B2 VERLORENE HEIMATEN ETHNISCHE FLUCHT UND VERTREIBUNG IM XX. JAHRHUNDERT © Entwurf von Maria.

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1 INTERKULTURELLES CLIL – MODUL IM FACH GESCHICHTE Niveau B1 – B2 VERLORENE HEIMATEN ETHNISCHE FLUCHT UND VERTREIBUNG IM XX. JAHRHUNDERT © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

2 BAUSTEIN 3 Flucht der Italiener aus Istrien und Dalmatien BAUSTEIN 3 Flucht der Italiener aus Istrien und Dalmatien BAUSTEIN 1 Das Jahrhundert der Flüchtlinge BAUSTEIN 2 Flucht und Vertreibung der Volksdeutschen BAUSTEIN 4 Der griechisch-türkische Bevölkerungsaustausch BAUSTEIN 5 Die Menschenrechte und die Charta der Vertriebenen © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

3 EINSTIEG : PLAKAT UND ZAHLEN ZUM THEMA A 1 a) PLAKAT ZUM THEMA BETRACHTEN UND BESCHREIBEN b) INFORMATIONEN AUS DEMPALKAT MIT DEN ZAHLEN EINER TABELLE VERKNŰPFEN UND HYPOTHESEN ZUR GESCHICHTE AUFSTELLEN A 2 WELTWISSEN AKTIVIEREN HAUPTINFORMATIONEN AUS EINER VIDEOSEQUENZ FESTHALTEN & HYPOTHESEN AUFSTELLEN U.VERGLEICHEN A 3 WORTSCHATZ AKTIVIEREN: BEGRIFFE IM LEXIKON NACHSCHLAGEN A 4AUTONOM RECHERCHIEREN.ERGEBNISSE AUF EINER FOLIE ODER POWERPOINT-PRÄSENTATION ZUSAMMENSTELLEN UND VORTRAGEN A 5 INFORMATIONEN AUS DER GESCHICHTE IN DER MUTTERSPRACHE LESEN UND IN DER FREMDSPRACHE WIEDERGEBEN. © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia Aufgabenstellung 1 Aktivierung des nötigen Vorwissens a)zum Wortschatz b)zu den sachbezogenen Inhalten

4 StadtEinwohner Flüchtlinge Veli Lošinj Cres Rijeka Koper Novigrad Rovinj Zadar Mali Lošinj Pula Angaben aus Il rumore del silenzio: la storia dimenticata dell'Adriatico Orientale", hersg. : Lega Nazionale - Trieste, della Presidenza della Provincia di Roma, della Fondazione "Ugo Spirito", AUFGABE 1 Um welchen Gedenktag geht es hier? Betrachtet das Plakat verknüpft alle Informationen mit den Angaben der Tabelle und mit eurem Vorwissen zum Thema. Vergleicht im Plenum. © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia AUFGABE 2 HINFŰHRUNG ZUR ZEITCHRONIK Der Abzug aus Istrien und Dalmatien wird in der DVD Trieste Sotto –, Marino Maranzana. ISTITUTO LUCE 2003, dokumentiert. Seht euch die zentrale Sequenz an, und b eschreibt anschließend die besondere emotionale Situation der Menschen. Was geht in ihren Köpfen vor? Könnt ihr auch beschreiben, wie ihr euch in ihrer Situation fühlen würdet?

5 A 02 WAS IST EUCH ZUM THEMA SCHON BEKANNT ? Das Bild zeigt die Foiba von Basovizza: Was ist eine foiba, woher kommt das Wort? Wo gibt es foiben ? Welche Rolle spielten sie in der Geschichte ? Notiert zuerst eure Antworten, und das, w orüber ihr gerne mehr wissen möchtet. Recherchiert dann im Internet oder in der Bilbliothek. Bei der "Foiba von Basovizza wurden Mai 1945 aus Rache oder als politische Reaktion gegen den Widerstand zum politischen Expansionismus des kommunistischen Jugoslawiens italienische Gefangen, Soldaten, Polizisten und Zivilisten, darunter viele Frauen und Kinder beim Zwangstransport ins Lager von den jugoslawischen Partisanen getötet. Das italienische Wort "foiba" kommt aus dem Lateinischen "fovea, und bedeutet Höhle. Es geht dabei um eine Felshöhlen, die durch die Aktion der im Wasser gelösten Kohlensäure an korrodierbaren Kartsgesteinen entstanden ist.Sie erreichen auch 200 Meter Tiefe und haben die Form eines umgekippten Trichters. In Istrien gibt es mehr als Foiben © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

6 A 4 RECHERCHE UND PRÄSENTATION Auf dem Gebiet der italienischen Region Friuli Venezia Giulia finden sich immer noch viele Spuren, die von den tragischen politischen und ethnischen Massakern bei den Foiben zeugen. Untersucht nun in Gruppenarbeit einige davon [ LINKTIPP ]. Tragt eure Ergebnisse auf einer Folie, oder PowerPoint-Präsentation zusammen und stellt sie in der Klasse vor. Folgende Leitfragen sollen euch dabei helfen: Name der Foiba Lage der Foiba Was ist hier passiert? Wann und von wem wurden die Fakten bekannt gegeben. © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

7 ( Auszug aus "Il rumore del silenzio: la storia dimenticata dell'Adriatico Orientale", hersg. : Lega Nazionale - Trieste, della Presidenza della Provincia di Roma, della Fondazione "Ugo Spirito", 2001.) Con la firma a Parigi del Trattato di Pace del 10 febbraio 1947 l'Italia cede alla Jugoslavia chilometri quadrati con Pola, Fiume e Zara. Su abitanti, italiani ( secondo Tito) vengono profughi in Italia. Vengono insultati dai comunisti ad Ancona, Bologna, Venezia e Milano. Ottantamila fuggono nelle Americhe e in Australia, centomila vengono accolti nella Regione Friuli - Venezia Giulia, gli altri vengono ricoverati nelle baracche di 109 campi profughi, dal Carso alla Sicilia. TEXT 1. PROFUGHI. © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia A 5 Lest den italienischen Text der Infobox und beantwortet die Fragen auf Deutsch.. 1.Welche Gebiete wurden durch den Pariser Vertrag Italien annektiert? 2.Aus welchem Jahr ist der Pariser Vertrag? 3.Welcher Anteil der Bevölkerung emigriert nach Italien? 4.Wohin ziehen die anderen?

8 Aufgabenstellung 2 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia FRAGEN ZUR VORGESCHICHTE FACHINHALT VERSTEHEN A 6ZU EINEM EREIGNIS DEN ORT / DEN ABLAUF / DIE MERKMALE ANGEBEN A 7 BEZIEHUNGEN ZWISCHEN GESCHICHTE UND LITERATUR ( ZEITZEUGEN ) HERSTELLEN A 8LANDKARTEN UND TABELLEN INTERPRETIEREN ANGABEN MIT HILFE VON REDEMITTELN MÜNDLICH WIEDERGEBEN A 9NACH DEN TEXTANGABEN GRAPHIKEN ERSTELLEN A 10BEZŰGE HERSTELLEN ( ÄHNLICHE SITUATIONEN VERGLEICHEN ) A 11 ANGABEN EINER VOLKSZÄHLUNG INTERPRETIEREN A 12FACHTEXT LESEN UND SINNGEMÄβ ERGÄNZEN

9 1. Wer sind heute und wer waren die Italiener in Istrien und Dalmatien? Wo lebten sie vor ihrem Abzug? FRAGEN ZUR VORGESCHICHTE © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

10 TEXT 1.1 Aus Istriens Geschichte (1) s/ jpg M 1 Charte von der Provinz Venedig und den oestreichischen Kuestenlaendern Istrien © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia Hochmittelalter von 500 bis 1000 Im Norden und Osten grenzte Istrien an die römische Provinz Noricum, im Süden an die damalige Provinz Dalmatiam. Nach der Teilung des Römischen Reiches fiel Südistrien zusammen mit der Provinz Dalmatien an das oströmische Reich. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es von den Goten und von den Langobarden erobert, und schlieβlich 803 in die fränkische Mark Friaul eingegliedert. 933 erhielt die Republik Venedig freies Schifffahrtrecht zum Handel an der istrianischen Küste Infolge dessen ließen sich Italiener hier und im Festland Westistriens nieder, während slawische Bevölkerung die östliche Adriaküste und das Festland Ostistriens besiedelte. Ab 828 bildete Istrien mit der Grafschaft Friaul die Mark Aquileja, die 1077 an das Patriarchat von Aquileja annektiert wurde.

11 Spätmittelalter und Frühe Neuzeit Im XIII. Jahrhundert eroberte Venedig Istrien: Mit Ausnahme Inneristriens, das unter dem österreichischen Einfluss stand, blieb das Gebiet unter venezianischer Herrschaft bis sich 1797 die Dogenrepublik auflöste. Während der türkischen Invasionen flüchteten rumänische Hirten zwischen dem XIV. und dem XVI. Jahrhundert nach Istrien, wo sie mit den Nachfolgern der venezianischen Besiedlern zu einer istrorumänischen Volksgrupe verschmolzen 1. Sie bildeten die mit den Bauern, Fischern und Kaufleuten italienischer Kultur und den slawischen Karsthirten ein friedliches buntes Völkergemisch: Die istrovenezianische oder istriotische Bevölkerung lebte an der Küste und in den Städten Istriens; auf dem Land wohnten im Norden Slowenen, in der Mitte und im Süden Istriens Kroaten und Siedler aus den Balkanen. Alle sprachen als Lingua franca den italovenetianischen Dialekt. Text 1.1 Aus Istriens Geschichte (2) © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia 1 verschmolzen < verschmelzen= sich eng miteinander verbinden.

12 . AUFGABE 6:ERGÄNZE. ORDNE DANN CHRONOLOGISCH Name des Vaters Name Studium Nach der Teilung des Römischen Reiches fiel zusammen mit der Provinz Dalmatien an das oströmische Reich, dessen Hauptstadt Byzanz war (später Konstantinopel, heute Istanbul). Im Laufe der Jahrhunderte wurde es von den Goten und von den Langobarden erobert, und 803 in die fränkische Mark Friaul eingegliedert. 933 erhielt die Stadt Venedig das Recht mit den Schiffen die istrianische Küste entlang zu fahren, um dort Handel zu betreiben. Infolge dessen ließen sich Italiener an der Küste und im Festland Westistriens nieder, während slawische Bevölkerungen die östliche Adriaküste und das Festland Ostistriens besiedelten. Ab 828 bildete Istrien mit der Grafschaft Friaul die Mark Aquileia, die 1077 unter die Herrschaft der Patriarchen von Aquileja kam. Spätmittelalter und Frühe Neuzeit Im XIII Jahrhundert eroberte Venedig Istrien: Mit Ausnahme Inneristriens, wo Österreichs Einfluss herrschte, blieb Istrien unter venezianischer Herrschaft bis sich 1797 die Venezianische Republik auflöste. Während der türkischen Invasionen flüchteten zwischen dem XIV. und dem XVI. Jahrhundert rumänische Hirten nach Istrien. Hier vermischten sie sich mit den Nachfolgern der ladinischen Besiedlern zu einer istrorumänischen Volksgrupe, die mit den venezianischen Bauern, Fischern und Kaufleuten und den slawischen Karsthirten ein friedliches buntes Völkergemisch bildete. Damals bewohnte istrovenezianische oder istriotische Bevölkerung die Küste und Städte Istriens; auf dem Land lebten im Norden Slowenen, im Herzen und im Süden Istriens Kroaten, wo sich auch Siedler aus den Balkanen niedergelassen hatten. Alle sprachen den italovenetianischen Dialekt als Lingua franca. AUS ISTRIENS GESCHICHTEWann ? (ab wann? Von wann bis wann?) Wo?Wie?/Warum? - es grenzte an die römische Provinz Noricum - der südliche Teil Istriens fiel an das oströmische Reich - es wurde in die fränkische Mark Friaul eingegliedert - Italiener ließen sich an der Küste und im Festland Westistriens nieder - es bildete mit der Grafschaft Friaul die Mark Aquileia - es kam unter die Herrschaft der Patriarchen von Aquileja - es wurde von den Goten und von den Langobarden erobert - es stand unter die Republik Venedig - nach Istrien flüchteten rumänische Hirten, die mit den venezianischen Bauern, Fischern und Kaufleuten und den slawischen Karsthirten friedlich zusammenlebten. © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

13 Text 1.2 Istriens Mehrsprachigkeit. Das waldige Gebiet wurde ab 1640 von einer balkanischen Siedlergruppe urbar 1 gemacht, die aus Angst vor den Türken in die istrianische Territorien der Republik Venedig zogen, als 1630 fast alle Einwohner der Gegend der Pest erlagen 2 berichtet der gebürtige Istrier Schriftsteller Fulvio Tomizza in seinem Werk La miglior vita" über seinen Geburtsort. Seine Familie, die aus den Balkanen flüchtete, wurde von der Republik Venedig mit Boden beschenkt, erlernte aus Dankbarkeit die Sprache der Venezianer. Tomizzas Stammvater nahm später viele Hirten und Handwerker, die aus dem slawischen Hinterland an die Küste zogen, zu sich auf. 1 urbar = nutzbar ; 2 erlagen < erlegen = an etwas sterben Leicht verändert aus : Istrische Träume. Die mehrsprachigen Grenzgänger zwischen Triest und Fiume/Rijeka § 18 AUFGABE 7: Welche geschichtlichen Ereignisse erkennt ihr in Fulvio Tomizzas Familiengeschichte? a)………………………………………… b) ………………………………… c) ………………………………………… © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

14 1.3 Istrien – Im XX. Jahrhundert Nach der k. u. k.-Volkszählung von 1910 hatte das österreichische Istrien Einwohner. Menschen Prozent Sprache (41.6%) serbokroatische Dialekte (36.5%) italienische Dialekte, vorwiegend Istrovenetisch und Istriotisch (13.7%) Slowenisch (3.3%) Deutsch 882 (0.2%) Rumänisch (Istrorumänisch) (0.5%) andere Sprachen M 2 G © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia AUFGABE 8: Fasse die Angaben nach dem Beispiel mündlich zusammen - Unter den Habsburgern sprach 41,6 Prozent der Bevölkerung Istriens serbokroatische Dialekte …. - An der westlichen Küste wohnten die meisten….. - Das Hinterland und die östlichen Küste waren dagegen von …..besiedelt… - …. Prozent der Einwohner sprachen… Einwohner romanischer Sprache und venetianischer Kultur Angaben nach :http://it.wikipedia.org/wiki/Istria % 90-95% 70-90% 50-70% 25-50% 00-25%

15 Stammväter der heutigen italienischen Dalmatinern waren die romanisierten Illyren und die Angehörigen der Republik Venedig, die die Gebiete an der Adria besiedelten. Zara/Zadar war im Mittelalter Dalmatiens wichtigste Stadt.1409 kam der Küstenstreifen, in den Besitz des Königs von Ungarn und Neapel, späte an die Republik Venedig - und zwar bis zu ihrem Verfall (1797). Im 18. Jahrhundert wurden Triest, Istrien und Dalmatien Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie. Damals lebten in Triest und dem umgebenden Hochland knapp Menschen, davon die Hälfte Italiener, Slowenen, und die anderen Deutsche und Kroaten. In Istrien lebten Menschen. 40 Prozent der Bevölkerung waren Italiener, 43 Prozent Kroaten, 4 Prozent Slowenen, der Rest war multiethnisch fiel Dalmatien an das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen bis auf Zara/Zadar und einige Inseln, die als italienische Gebiete erklärt wurden. Text 1.4 Dalmatien © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia A 9 Erstellt auf dem PC zwei Graphiken mit den Angaben zur Bevölkerungsgruppen, die im 18.Jahrhundert in Istrien und Dalamzien lebten. A 10 Vergleicht die Geschichte Dalmatiens und Istriens miteinander. Fasst mit Hilfe der Redemittelbox zusammen- Redemittel im Vergleich zu Dalmatien, erfolgte in Istrien…..Sowohl in Istrien als auch in Dalmatien Während in Istrien……, ……. in Dalmatien….So wie in Istrien gab es in Dalmatien Im Unterschied zuEbenso viel/e……

16 1.5 Dalmatien – K. u. k.-Volkszählungen zur Sprache Angaben nach i/Dalmati_italiani © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia A 11 Berichte nach den Angaben der Volkszählungen zur Sprache: a)Welche Sprachgruppe Dalmatiens wird von 1890 bis 1910 gröβer? Wo? b)Welche Volksgruppe bildet ethnischen Minderheiten?

17 Text Fiume/Rijeka A 12 Ergänze beim Lesen mit den Vokabeln aus der Liste besetzte / Einwanderung/erklärte/ kam…zum / Konkurrenzkampf / Monarchie / übernahmen /verboten /Vorbild / Weltkrieges Fiume/Rijeka, ………… ……Habsburger Reich und wurde 1717 von Kaiser Karl VI. zum Freihafen erklärt, der sich im ………………. mit der Dogenrepublik zum achtgrößten Hafen Europas entwickelte und zur Zeit der der österreichisch-ungarischen …………... als Hauptseehafen für das ganze ungarische Hinterland dient gliederten 1 es die Franzosen an Italien, darauf kam es wieder unter die Habsburger bis 1918, als Rijeka dem Königreich Ungarn zugesprochen wird. Von den Einwohnern der Stadt waren damals 1920 die Hälfte Italiener, Kroaten, die anderen Slowenen, Ungarn, Deutsche und Juden. Am 12. September 1919 …………… der italienische Nationalist und Schriftsteller Gabriele d Annunzio während der Pariser Friedensverhandlungen nach dem 1. Weltkrieg die Stadt, und ………………… sie unter italienischer Regentschaft. Am 12. November 1920 bestimmte der Vertrag von Rapallo zwischen Italien und dem SHS-Königreich die Entstehung des Unabhängigen Freistaats Fiume (einschließlich des Hinterlandes) nach dem Danziger …………………… kam die Stadt mit den Inseln Cres und Losinj Italien an Italien. Fiume (Rijeka) hatte zu dieser Zeit ca Einwohner, waren Italiener und Kroaten. Mit dem Ziel der Italienisierung des Gebiets wurden Kroaten und andere Nichtitaliener entweder assimiliert oder vertrieben, die kroatische Sprache ……………………, und die ……………………von Italienern in diese Region. gefördert. Nach dem Ende des zweiten …………………… wurde es 1947 an das jugoslawische Kroatien zugesprochen 2. 1 gliederten..an zusprechen= zuerteilen,anerkennen © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

18 Mit dem 2. Weltkrieg nahm Italien seine expansionistischen Pläne in den Balkanen wieder auf, und besetzte zusammen mit Deutschland Jugoslawien. Die Landkarte zeigt die Aufteilung der Gebiete. n ach tia gif tia gif DEUTSCHLAND ITALIEN o Italien annektiert größtenteils Slowenien als italienische Provinz und Dalmatien o Deutschland ewirbt die nödlichen Gebiete Sloweniens und die westliche Gebiete Rumäniens o Ungarn erwirbt die Gebiete, die von Bevölkerung ungarischer Sprachgruppe bewohnt waren o Das faschistische kroatische Regierung von Pavelic beschlieβt insgesamt etwa serbische Slowenen nach Altserbien zu deportieren, nach dem Beispiel der deutschen Bevölkerungspolitik in Slowenien, die die slowenische Bevölkerung nach einem Rassenwert klassifizierte. Die Aussiedlung begann am 7. Juni UNGARN DEUTSCHLAND SERBIEN RUMÄNIEN © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

19 2 Wann und wo fand der Abzug und Flucht der Italiener aus Istrien und Dalmatien statt? © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

20 FACHINHALT VERSTEHEN A 14 FACHTEXT LESEN UND FAKTEN CHRONOLOGISCH BESTIMMEN A 16 FACHTEXT LESEN UND ZAHLEN INTERPRETIEREN LERNSTRATEGIEN ZUM FACHWORTSCHATZ A 15 FACHVOKABELN ERKENNEN UND GRUNDWORTSCHATZ ZU DIESEM THEMA ERSTELLEN INTERKULTURELLE ERZIEHUNG A 17 BEZIEHUNGEN ZUR EIGENEN GEGENWART HERSTELLEN Aufgabenstellung 3

21 M 3 Die Flucht begann 1944 mit der Evakuierung von Zara/Zadar nach alliierter Bombardierung und hielt bis in die fr ü hen 1960er Jahre an. © Stefan Walter, Berlin Quelle: Ausstellung im Kronprinzenpalais/Berlin Erzwungene Wege. Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN, Friedrichstraße 35/V, Wiesbaden v.de/Vertreibung/italiener/land karte_italiener.htm v.de/Vertreibung/italiener/land karte_italiener.htm © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia A 13 Berichte : was zeigt die Karte und welche Informationen werden hier vermittelt?

22 TEXT 2. 1 Der istrianische oder julisch –dalmatischen Abzug (1) Schon bevor der 2. Weltkrieg zu Ende ging, begann die Flucht aus Istrien, aus den Gebieten der Kvarnar-Bucht und aus Dalmatien. Man flüchtete aus Angst vor ethnischer Säuberung und politischer Rache, und, weil man sich vor dem kommunistischen Regime unsicher fühlte. Mit dem Pariser Friedensvertrages fielen dann die Städte und zwei Drittel Istriens bis auf die Umgebung von Triest, an die Föderative Volksrepublik Jugoslawien, da der Marschalls Josip Broz, Tito gennant,mit seiner Jugoslawischen Volksbefreiungsarmee diese Gebiete schon vorher besetzt hatte. Jugoslawien erlieβ keinen Vertreibungsdekret. Eine erste Phase des Abzugs, das sogenannte schwarze Exil fand nach dem Waffenstillstand vom 8. September 1943 statt: die Flüchtlinge waren überwiegend Beamte und Mitarbeiter der faschistischen Regierung, die sich vor Repressalien der. Volksbefreiungsarmee retten wollten. Ab 1945 begann die zweite Phase der Abwanderung, eine spontanen, desorganisierte Massenflucht. Die dritte Phase fand nach dem Londoner Memorandum (1954) statt, als die nordwestliche Küste Istriens (die so genannte B-Zone) Jugoslawien zugesprochen wurde. Triest und sein Umland (die sogenannte A-Zone), bislang unter alliierter Verwaltung, fiel an Italien zurück. Diese Phase endete um © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia A 14 Verbinde richtig und ergänze die Jahreszahlen Das schwarze Exil vor 19….nach dem Londoner Memorandum Der spontane AbzugAb 19….In der Nachkriegszeit Der organisierte AbzugVon 19…. bis 19….. nach dem Waffenstillstand vom 8. September

23 Es zogen insgesamt Flüchtlinge aus allen Gesellschaftsschichten 1 ab: erreichten Italien, der Rest emigrierte weltweit. Nur wenige Italiener blieben in Jugoslawien, und zwar entweder, weil sie nicht reisefähig 2 waren oder,weil sie mit dem Regime von Tito simpatisierten. Jeder durfte ganz wenig Gepäck und Geld mitnehmen, der Besitz musste als Teil der Kriegesreparationen aufgegeben werden. Man flüchtete z. T. insgeheim 3 auf Land- oder Seewege, mit Küstenbooten oder in Passagierdampfern aus Pola/Pula. Sogar Ruderboote überquerten die Adria. Der Historiker Raoul Pupo schreibt: Wer die jugoslawischen Bürgerschaft beantragen wollte, musste - als Kommunist die Staatsangehörigkeit an Jugoslawien beantragen - der slawischen Volksgruppe angehören - beweisen, sich gegen das faschistische und imperialistiche italienische Regime erklärt zu haben. Er setzt fort: …kein Italiener erfüllte diese Bedingungen... ohne Bürgerschaft, musste man als staatenloser Mensch, abziehen. 1 e Gesellschaftsschicht = soziale Klasse 2 reisefähig = in der Lage zu verreisen ; 3 insgeheim = heimlich, still und leise © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia TEXT 2. 1 Der istrianische oder julisch –dalmatischen Abzug (2 ) A 15 Unser Fachlexikon zu diesem Thema: Sammelt alle Vokabeln die spezifisch zum Thema sind und erstellt gemeinsam den Grundwortschatz zu dieser Lerneinheit zusammen ( jeder von euch könnte zum Beispiel Vokabeln zu 3 Buchstaben ausuchen. Eine Redaktion sollte dann die ganze Endfassung betreuen.).

24 TEXT 2.2 Wie viele Fl ü chtlinge zogen aus istrianischen oder julisch –dalmatischen Gebieten ab? nach der Historikerin Marina Cattaruzzi Menschen. (M. Cattaruzza, L'Abzug istriano: questioni interpretative, [in:] Esodi. Trasferimenti forzati di Bevölkerung nel Novecento europeo, Napoli, 2000, p. 209). nach dem Historiker Roul Pupo: Menschen. Zum Ausmaß des Exodus gibt es gegensätzliche Meinungen, einerseits weil eine genaue Berechnung nicht unternommen wurde, als es noch möglich war, andererseits, weil man sowohl in Italien als auch im ehemaligen Jugoslawien die geschätzte Zahl der Flüchtlinge zu politischen Zwecken brauchte. Man geht von einer unterschätzenden Zahl von Menschen –, die sich nur auf die in Italien registrierten Flüchtlinge bezieht, jedoch die Leute nicht berücksichtigt, die in den ersten Jahren der Nachkriegszeit nicht über Italien auswanderten, und in Italien als Flüchtlinge nicht registriert wurden- bis zur aufgerundeten Zahl von , die aber der italienischen Bevölkerung Istriens vor dem Krieg schwer entspricht. Nach besseren Abschätzungen aus den Fünfziger Jahren, die man später wiederholte, sollten der Exodus etwa Menschen betroffen haben. (R. Pupo, L'Abzug degli Italiani da Zara, da Fiume e dall'Istria: un quadro fattuale, [in:] Esodi. Trasferimenti forzati di Bevölkerung nel Novecento europeo, Napoli, 2000, p , n. 40). nach dem Priester Flaminio Rocchi : Menschen nach den kroatischen Demographen Vladimir Žeriavić: Menschen kamen aus kroatischem Gebiet, ohne die Gebiete, die heute in Slowenien liegen mitzurechnen. Laut Angabe der italienisch-slowenischen historisch-kultureller Kommission etwa Flüchtlinge aus den Gebieten Istriens, die heute Slowenien gehören. © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

25 A 16 Der Ausmaβ des Abzugs 1Wieviele Italiener betraf der Abzug aus Istrien und Dalmatien nach dem Historiker Raoul Pupo? Aus welchem Grund konnte eine Zählung aller Flüchtlinge nicht stattfinden? die Ergebnisse der Zählung gingen verloren viele wanderten unangemeldet aus. man fand eine Zählung aller Flüchtlinge unwichtig 3Wieviele Menschen flüchteten laut Angabe der italienisch- slowenischen historisch-kultureller Kommission aus dem slowenischen Istrien ? © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia A 17 RECHERCHE Findet wie viele Menschen heute in Istrien und Dalmatien wohnen. Vergleicht mit den Zahlangaben, die die Flüchtlinge aus diesen Gebieten betreffen Welcher Anteil der Bevölkerung verlieβ die Heimat?

26 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia Aufgabenstellung 4 A 18 a URSACHEN MIT FOLGEN VERBINDEN A18 b TEXTZUSAMMENHANG ERKENNEN A 19 LANDKARTEN VERGLEICHEN A 20 INTERKULTURELLERE VERGLEICH VERLORENE HEIMATEN DER VOLKSDEUTSCHEN UND DER ITALIENER A 21 AUS EINER QUELLE IN DER MUTTERSPRACHE AUF DEUTSCH BERICHTEN A 22 PROJEKT - INTERVIEW

27 3. Was führte zur Flucht der Italiener aus Istrien und Dalmatien? © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

28 TEXT 3.1 Von der ethnischen Mehrheit zur Minderheit. ( 1) Die Entstehung eines einheitlichen italienischen Staates beunruhigte den Habsburger Kaiser, der eher dazu bereit war, den slowenischen und kroatischen als den italienischen Nationalismus zu unterstützen. Daher veranlasste er, sowohl in den östlichen Gebieten Friauls als auch in Istrien und Dalmatien nur slowenische und kroatische Beamte einzustellen. Es wurde die Zuwanderung slawischer und ungarischer Bevölkerung gefördert, was die Italiener empörte und ihre Hoffnungen auf die Annexion aller Gebiete mit italienischer Bevölkerungsminderheit oder – mehrheit an Italien verstärkte. Dem Aufkommen der nationalimperialistischen Politik entsprach zu Ende des XIX.Jahrhunderts eine konkrete Hoffnung auf Eroberungen von Kolonien und von Lebensraum. Auf Grund des Annexionenprogramms ( 1915, London) trat Italien in den ersten Weltkrieg ein, die Erwartungen wurden aber von den späteren Friedensverträgen enttäuscht. Nachdem nur das Julische Venetien und die Stadt Fiume/Rijeka Italien angegliedert worden waren, verbreitete sich das Gefühl der sogenannten vittoria mutilata, und zwar des verstümmelten Sieges, das das Aufkommen des Nationalismus und Mussolinis Faschismus begünstigte. © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

29 A 18 a Verbindet die Ursachen mit den entsprechenden Folgen. Besprecht dabei welche Folgen dann selbst zur Ursache geworden sind Ursache Folgen 1.Das Annexionenprogramm ( 1915, London) 2.das Gefühl der sogenannten vittoria mutilata, und zwar des verstümmelten Sieges 3.das Aufkommen der nationalimperialistischen Politik 4.das Aufkommen des Nationalismus und Mussolinis Faschismus 5.die Italiener hoffen auf die Annexion aller Gebiete mit italienischer Bevölkerungsminderheit oder – mehrheit an Italien 6.die Italiener sind empört 7.die Zuwanderung slawischer und ungarischer Bevölkerung wird gefördert 8.Entstehung eines einheitlichen italienischen Staates 9.Italien tritt in den ersten Weltkrieg ein. 10.konkrete Hoffnung auf Eroberungen von Kolonien und von Lebensraum 11.nur das Julische Venetien und die Stadt Fiume/Rijeka werden Italien angegliedert 12.nur slowenische und kroatische Beamte werden eingestellt.

30 © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia 3. 3 Das Schicksal A 18 b Verbinde den ersten Satzteil mit der zweiten Hälfte Unmittelbar vor der Niederlage Deutschlands und des faschistischen Regime Italiens, besetzte die Jugoslawische Volksbefreiungsarmee im Namen des Sozialismus Istrien und Dalmatien dass der Faschismus die slowenische Minderheit in Julisch Venetien zwangitalienisiert, und alle politischen Gegner vor Gericht gezogen und oft zu Tode verurteilt hatte, Die Gründe der ersten schwarzen Flucht nach 1943 von allen Beamten der faschistischen Verwaltung, um sowohl den Nazifaschismus als auch die italienische expansionistische Auβenpolitik zu bekämpfen, die seit Ende des XIX. Jahrhunderts Forderungen 1 nach den balkanischen Gebieten erhoben. Bei der zweiten Phase kam es zu.,andererseits die Angst vor neuen Massakern bei den Foiben. Einerseits verbreitete sich eine Massenpsychose vor politischen und ethnischen Verfolgungen - offizielle jugoslawische Quellen schätzen, dass unter Mussolini etwa Slowenen und Kroaten die Heimat in italienischen Gebieten verlassen mussten.,Dort wo schon die Gegner oder Feinde Faschisten und die Nationalsozialisten hingerichtet worden waren, liegen in der Niederlage des Fachismus. Man wusste, dass der Faschismus die slowenische Minderheit in Julisch Venetien zwangitalienisiert, dazu alle politischen Gegner vor Gericht gezogen und oft zu Tode verurteilt hatte, hatten nämlich erneute Gewaltaktionen, diesmal aber von jugoslawischen Partisanen, stattgefunden Die Rache an Italienern, die selbst keine Faschisten gewesen waren um ethnischen Problemen und Ansprüche Italiens auf die Gebiete der Dogenrepublik vorzubeugen. Die dritte Phase des Abzugs entsprach der Politik des neu entstandenen sozialistischen Jugoslawiens ab: einer unerwarteten Massenabwanderung der italienischen Bevölkerung man wollte die Italiener zur Abwanderung aus slowenischen und kroatischen Gebieten treiben - jedoch unter dem Faschismus als Italiener Vorteile genossen hatten, - lag in der Luft

31 3.4 Der Widerstand Ab 1941 begann der jugoslawische Widerstand. Gegen die italienische Besetzung leistete die slowenische OF Widerstand (kommunistische Freiheitsfront), die besonders im Gebiet der Stadt Triest aktiv war. Nach 1943 schlossen sich viele italienische Antifaschisten an dieser Bewegung: die italienische Armee führte viele Menschen vor Militärgericht. Es wurden viele Todesurteile ausgesprochen, man verschleppte slawische Partisaner und Bürger in Internierungs- und Konzentrationslager. Auf dem Land kam auβerdem zu Repressalien: ganze Dörfer wurden in Brand gesteckt und viele Menschen an Ort und Stelle erschossen. © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

32 3. 5 Die Zone A und die Zone B Als der Krieg zu Ende kam die Stadt Triest und ihre Umgebung nach einer kurzen jugoslawischen Herrschaft unter Alliierten Besatzung. Am 10.Februar 1947 wurde in Paris ein Friedensvertrag zwischen den von den Alliierten und Italien unterzeichnet. Das Territorium wurde in zwei Zonen eingeteilt : Zone A umfasste hauptsächlich Triest und wurde von britischen und amerikanischen Soldaten besetzt. Zone B umfasste den Nordwesten Istriens Von Capodistria/Koper bis Cittanova/Novigrad und wurde von der Jugoslawischen Volksarmee besetzt. © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia rtrag_von_Osimo.png

33 3. 6 Der Vertrag von Osimo Der Vertrag von Osimo, besiegelte am 10. November 1975 die bereits 1954 mit dem Londoner Memorandum erfolgte die endgültige Aufteilung des ehemaligen Freien Territoriums Triest zwischen Italien und Jugoslawien10. November LondonerMemorandumFreien Territoriums Triest A 19 Vergleicht die Landkarten vor und nach dem Vertrag von Osimo. Was fällt euch auf? Grenzziehung zwischen Italien und Jugoslawien nach dem Vertrag von Osimo o.png © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

34 3. 7 Die italienische Regierung nahm die Flüchtlinge zuerst in Dörfern auf und gliederte sie später in die Gesellschaft ein. Die meisten wanderten allerdings nach Amerika und Australien aus. Das italienische Parlament verabschiedete am 30. Marzo 2004 folgendes Gesetz © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia A 20 INTERKULTURELLER VERGLEICH Informiert euch, ob es in Deutschland auch so einen Gedenktag gibt? Wie wird er gefeiert? Besprecht in der Klasse : Welche Unterschiede stellt ihr zur Flucht und Vertreibung der Volksdeutschen fest?

35 3. 8 Una valigia e via Aus: FF – Südtiroler Illustrierte (19/95) von Riccardo Della Sbarba, § 20. Chi erano e che ruolo hanno avuto a Bolzano gli esuli dall'Istria e dalla Dalmazia. Come Alcide De Gasperi li trasferì in Sudtirolo per portare a compimento l'Italiennizzazione…. È rimasto chiuso in cantina per dieci anni, il grande armadio in noce della famiglia Negri. "È tutta la vita di mio marito..." sussurra la signora Wally. Dentro, impolverate, ci sono migliaia di schede anagrafiche, pacchi di corrispondenza, documenti dei Ministeri degli Interni e degli Esteri, della Repubblica Popolare Jugoslava, del Commissariato del governo di Bolzano. Tutto in ordine alfabetico, scritto nella calligrafia nitida del buon funzionario Alfredo Negri, classe 1904, per vent'anni dirigente dell'ufficio anagrafe del comune di Bolzano – lo stesso lavoro che aveva fatto a Fiume (Rijeka) ai tempi dell'annessione Italienna. Era questa dell'armadio, però, l'anagrafe che più amava Alfredo Negri: quella dei profughi scappati dall'Istria, da Fiume e dalla Dalmazia tra il 1945 ed il 1947 e poi rifugiatisi qui, a Bolzano a cercare un'altra vita. Un'anagrafe che Negri compilava nel tempo libero in qualità di responsabile a Bolzano della "Associazione Venezia Giulia e Dalmazia'. Quanti erano? Lo schedario contiene solo i profughi censiti dopo il Un appunto del 1950 indica 472 capifamiglia più 1150 familiari in tutta la provincia. In realtà il mondo degli esuli doveva arrivare in Sudtirolo quasi a tremila persone….. Tra la fine della guerra ed il 1955 il capo del governo, il democristiano Alcide De Gasperi, fece di tutto per attirare in Sudtirolo i profughi istriani e dalmati dando disposizione agli uffici del Ministero degli Interni di proporre loro Bolzano come prima meta. Su questa gente De Gasperi aveva un piano tutto suo – lo aveva in mente già durante le trattative di pace, quando respinse la proposta degli alleati di tenere un referendum in Istria e Dalmazia, rispondendo che altrimenti si sarebbe dovuto concedere l'autodeterminazione anche ai sudtirolesi…. Nella mente di De Gasperi dunque, il destino del Sudtirolo e quello dei profughi si intrecciavano per molte ragioni. I profughi avevano vissuto a lungo in un clima asburgico e mitteleuropeo, erano plurilingui (Italienno, tedesco, croato e spesso francese) e tutto, qui da noi, ricordava la loro terra d'origine: il cibo, l'arredamento la convivenza con gente diversa. Ma erano anche persone fedelissime agli interessi nazionali dell'Italien, specialmente quelli arrivati in Istria e Dalmazia dopo il 1919, al seguito di Gabriele D'Annunzio. Quasi tutti, tra il 1943 ed il 1945, erano entrati volontari nell'esercito della Repubblica di Salò anche per difendere i propri beni. Fedeli all'Italia e perfettamente bilingui: De Gasperi cercò di trasferirne in Sudtirolo quanti più poté, per l'"Italiennizzazione morbida" di questa terra. Non fu facile però convincere i profughi a restare quassù. Cercavano una nuova Heimat, erano abituati ad un'atmosfera laica, aperta, cordiale, mitteleuropea e molti di loro non riuscirono a sopportare il clima ostile che li accolse in Sudtirolo. Specialmente i più poveri, come quel gruppo di minatori istriani che, non trovando un nuovo lavoro, chiesero al viceprefetto di "poter presto emigrare in Australia". Restarono invece i benestanti e i piccoli borghesi: diplomati e laureati, insegnanti, pubblici impiegati, avvocati, notai, medici. Il governo riconobbe i loro precedenti impieghi e dispose la loro "riassunzione obbligatoria" negli uffici pubblici del Sudtirolo AUFGABE 21 Schreibt einen kurzen Bericht auf deutsch nach folgenden Leitfragen. - Was beduetet der Titel?- Was ist das Thema ? – Wovon wird berichtet? – Wer kam nach Südtirol, um ein neues Leben anzufangen? – Wie viele Menschen? Woher? Welches Ziel nahm sich De Gasperi vor? Welche Spraceh sprachen sie? Was waren sie von Beruf? © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

36 SCHLUSSTEST Die Bevölkerung Istriens und Dalmatiens. 1 War die italienische Bevölkerung Istriens und Dalmatiens einheimisch? oder wurde sie den Gebieten der Republik Venedig herbeigerufen? Ja, sie war autochton/einheimisch Nein, sie wurde aus den Gebieten der Republik Venedig herbeigerufen Nein, sie kam spontan nach und nach in diese Gebiete. 2 Wo lebte in Istrien und Dalmatien italienische Bevölkerung ? hauptsächlich auf dem Land hauptsächlich an der Küste sowohl auf dem Land als an der K üste Welchem Sprachsystem gehört ihre Sprache? dem italienischen Sprachsystem dem slawischen Sprachsystem einem autochtonen Sprachsystem 4 Wurde die italienische Bevölkerung von der Habsburger Verwaltung begünstigt oder benachteiligt? begünstigt benachteiligt weder benachteiligt noch begünstigt 5Erkläre den Grund zu Antwort 4 aus Simpatie zu Italien begünstigt aus Furcht vor dem italienischen Nationalismus begünstigt diskriminiert, um den italienischen Nationalismus zu unterdrücken. 6 Wie wollte die Habsburgische Regierung den italienischen Nationalismus unterdrücken? durch die Reaktion vom slowenischen und kroatischen Nationalismus. durch die Unterstützung slawischer Zuwanderung in Städte, wo vorwiegend Italienische Beamte in den öffentlichen Ämtern angestellt waren. durch Zwangsvertreibungen 7 In welcher Stadt förderte man am meisten die ungarische Zuwanderung? in Koper / Capodistria in Rijeka /Fiume in Rovinj/ Rovigno. 8 Wie waren bei der Bevölkerung Istriens und Dalmatiens nach der Habsburger Volkszählungen zur Sprache vom Jahre 1910 a.Slowenisch b.Italienisch c. Serbokroatisch d. Deutsch verteilt? (41.6%) Einwohner sprachen a b c d (36.5%) Einwohner sprachen a b c d (13.7%) Einwohner sprachen a b c d (3.3%) Einwohner sprachen a b c d 9In welcher der drei Städten Dalmatiens wohnten die meisten Italiener? a) in Split b) in Dubrovnik c) in Zadar d) in Rijeka e) in Krk © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

37 Die Ursachen des Abzugs aus Istrien. Fragebogen. 1Welche Nationalismen prallen im Habsburger Reich zusammen? Äöβ ? 2Wann zeigte der italienische NationaIismus expansionistische Ansprüche? 3Welche Gebiete der Balkanen beanspruchte Italien nach dem Ende des 1.Weltkrieges in den Friedensverträgen? 4Waren die Gebiete vom Julischen Venetien, die nach dem 1. Weltkrieg zu Italien kamen nur von romanischer oder auch von slawischer Bevölkerung bewohnt? 5Welche politische Entscheidungen traf der italienische Faszismus in Bezug auf die slawischen Bevöllkerungen, die vor dem 2.Weltkrieg in den Gebieten des italienischen Reichs lebten? 6Man spricht von Groll und Rache seitens der slawischen und kroatischen Bevölkerungen Italien gegenüber. Aus welchem Grund bildeten sich und wuchsen diese negativen Gefühle? 7 Welche Absicht hatte die Jugoslawische Volksbefreiungsarmee in den istrianischen und dalmatischen Gebieten ? Aus welchem Grund? 8Wurde der Abzug der italienischen Bevöllkerungenvon den jugoslawischen Behörden gefördert oder gehemmt? 9Unter welchen Bedingungen hätte die italienischeBevölkerung auf jugoslawischem Gebiet bleiben können ? Unter welchen Bedingungen © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia

38 A 22 PROJEKTTIPP INTERVIEW Befragt eine ältere Person aus eurem Bekanntenkreis zur Familiengeschichte von Menschen, die aus Istrien oder Dalmatien ausgewandert sind. Achtet darauf, dass folgende Stationen beschrieben werden: Welche Gründe für den Abzug lagen ursprünglich vor? Wie lange lebte die Familie in welcher Region? Welche besonderen Auswirkungen hatte der Erste Weltkrieg auf die wirtschaftliche und soziale Situation der Familie? Welche besonderen Auswirkungen hatte der Zweite Weltkrieg auf die wirtschaftliche und soziale Situation der Familie? Lasst euch die Situation der Familie während der Nachkriegszeit schildern. Vielleicht könnt ihr auch Fotos einscannen und für eine Präsentation verwenden? Erkundigt euch, ob ihr die Ergebnisse des Interviews (evtl. auch Namen) in der Schule veröffentlicht dürft. Veröffentlicht eure Ergebnisse auf einem Plakat! Stellt es im Klassenzimmer/in der Schule aus, damit möglichst viele Menschen einen Einblick in die Geschichte der Verlorenen Heimaten gewinnen können. © Entwurf von Maria Cristina Berger und Adriano Ceschia


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