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Genetik beim Multiplen Myelom Was unterscheidet gesunde Zellen von Myelomzellen? Dr. Mathilde Födermayr Krankenhaus der Elisabethinen Linz.

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Präsentation zum Thema: "Genetik beim Multiplen Myelom Was unterscheidet gesunde Zellen von Myelomzellen? Dr. Mathilde Födermayr Krankenhaus der Elisabethinen Linz."—  Präsentation transkript:

1 Genetik beim Multiplen Myelom Was unterscheidet gesunde Zellen von Myelomzellen? Dr. Mathilde Födermayr Krankenhaus der Elisabethinen Linz

2 Was ist Genetik? Vererbungslehre (griech. = genea/Abstammung, = genesis/Ursprung) Teilgebiet der Biologie Was sind erbliche Merkmale? Wie werden sie ausgebildet? Wie werden sie von einer auf die nächste Generation weitergegeben? Gregor Mendel, Vater der Genetik ( ), Priester, Naturforscher. Heinzendorf bei Odrau (Österr. – Schlesien) – Brünn Mendelsche Regeln der Vererbungslehre = klassische Genetik

3 Was ist Genetik? Wo spielt sich Genetik im Körper ab? Ein Mensch besitzt: 50 Millionen Millionen (= 50 Trillionen) Zellen Im Zellkern jeder Körperzelle mit Kern (Zellen ohne Kern = Erythrozyten, rote Blutkörperchen) Zellmembran Zellplasma Erbmaterial im Zellkern

4 Was ist Genetik? Wo spielt sich Genetik im Körper ab? Zelle Zellmembran Zellplasma Zellkern

5 Was ist Genetik? Die genetische Information jeder einzelnen Zelle eines Menschen liegt in Form von Chromosomen vor. Jeder Mensch hat 46 Chromosomen = 23 Chromosomenpaare Doppelter Chromosomensatz

6 Was ist Genetik? Chromosomen bestehen aus DNA –Fäden, die um Proteine gewickelt sind. DNA = Desoxyribonucleinsäure, Träger der Erbinformation Nobelpreis für Medizin, 1962

7 Was ist Genetik? Abgespeichert auf der DNA sind : Bauplan von jeder einzelnen Zelle, von Geweben, von einem Organismus Funktion einzelner Zellen, Gewebe, eines Organismus Wie ist die Erbinformation verschlüsselt? Durch die Abfolge der 4 Einzelbausteine der DNA = Basen: Moleküle Adenin, Guanin, Cytosin, Thymin auf DNA Doppelstrang.

8 Was ist Genetik? Gene Gene: Abschnitte der DNA, speichern Information für Eiweisse, Proteine.

9 Was ist Genetik? Genom = Gesamtheit der Erbinformation / DNA OrganismusArtGenomgrößeAnzahl der Gene MenschSäugetier3,2 Gb19,042 SchimpanseSäugetier2,7 Gb19,000 MausSäugetier2,6 Gb20,210 HundSäugetier2,4 Gb19,300 ReisPflanze389 Mb37,544 AnophelesInsekt278 Mb15,189 Plasmodium (Malaria)Einzeller22,8 Mb5,300 HefePilz12,1 Mb6,607 E. coliBakterium4,6 Mb3,200 HIVVirus9,1 kb9

10 Was ist Genetik? ….. Feero WG et.al.: N Engl J Med 2010 Was ist Genetik? Die Entschlüsselung des Codes

11 Was ist Genetik? ….. Feero WG et.al.: N Engl J Med 2010 Was ist Genetik? Die Entschlüsselung des Codes, Synthese von Proteinen

12 Was ist Genetik? Genetischer Code 1966: Entschlüsselung des genetischen Codes drei aufeinander folgende Basen codieren eine von 20 möglichen Aminosäuren (Bausteine der Proteine).

13 Was ist Genetik? Zusammenfassung Fast jede menschliche Zelle besitzt Erbinformation Erbinformation = DNA DNA besteht aus Genen Die erhaltene Information aus Genen dient der Produktion von Proteinen, Eiweißmolekülen für die Zellfunktion.

14 Was ist Genetik? Zellteilung Bis zu einer Billion (10 12 ) Teilungen von der befruchteten Eizelle bis zur Geburt.

15 Genetische Veränderungen Wann spricht man davon? Die Erbinformation wird verändert durch… Mutationen (Ersetzen, Ergänzen, Entfernen einzelner Basen-Bausteine) Translokationen (Verschieben von ganzen DNA-Abschnitten, Chromosomen-Stück-Austausch) genetische Informationen gelangen an ganz andere Stellen, daher z.B. veränderte Proteinbiosynthese Deletionen (Verlust von DNA- Abschnitten) Mutation (oben) Translokation (links) Deletion (rechts)

16 Genetische (und Epigenetische) Veränderungen Wozu können sie im Körper führen? Genetische Veränderungen können weitreichende und schwerwiegende Folgen haben, hinsichtlich z.B.: der Zellfunktion (z.B. Zellen differenzieren sich nicht vollständig, Expression neuer oder zuviel/zuwenig von bestimmten Proteinen) des Zellwachstums (unkontrollierte Vermehrung von Zellen, z.B. Plasmazellen Myelom)

17 Genetische Veränderungen Ihre Bedeutung für die Praxis Hintergedanke: Wozu der Nachweis von genetischen Veränderungen? Gründe für Ursache und Kenntnis über den Verlauf der Erkrankung Subgruppen von Patienten definieren, die auf bestimmte Medikamente / Therapieformen besonders gut / schlecht ansprechen. In welchem Stadium ist die Erkrankung? Auswirkung von Medikamenten auf den einzelnen Patienten

18 Genetische Veränderungen Beispiele beim Multiplen Myelom Myelomzellen können viele veränderte Chromosomen aufweisen. Hyperdiploidie: mehrere Chromosomen sind vermehrt vorhanden (z.B. Trisomie). galt früher als günstiges Merkmal hinsichtlich Verlauf der Erkrankung keine Hyperdiploidie: normaler Chromosomensatz, jedoch sind Chromosomenteile verschoben/verloren. galt als ungünstiges Merkmal

19 Deletion = Verlust von Information: z.B. Verlust einer Kontrollfunktion oder eines Gens … – del(13) = ungünstige Prognose – del(17p) = ungünstige Prognose Translokation : noch von Bedeutung –t(4;14)(p16;q32) = ungünstige Prognose –t(11;14)(q13;q32) = günstige Prognose –t(14;16)(q32;q23) = unklare Bedeutung Genetische Veränderungen Beispiele beim Multiplen Myelom

20 Genetische Veränderungen - WIE Nachweisen? FISH = Fluoreszenz In-situ Hybridisierung Was ist das? Ausgewählte Abschnitte der DNA werden mit Fluoreszenzfarbstoffen nachgewiesen. Karyogramm (konventionell) FISH

21 Zusammenfassung Genetische Veränderungen werden sehr häufig bei Multiplem Myelom gefunden. Forschungsergebnisse zeigen, daß diese mit guter bzw. schlechter Prognose assoziiert sein können. Für die Praxis gilt zur Zeit: gezielte Medikamente, die an einer genetischen Veränderung angreifen, sind Zukunftsmusik.


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