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Bilanz und GuV am Beispiel einer OHG (in sehr vereinfachter Form) Ausgangspunkt: § 238 HGB 1. Bei Neugründung einer OHG: Erstellung einer Eröffnungsbilanz.

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Präsentation zum Thema: "Bilanz und GuV am Beispiel einer OHG (in sehr vereinfachter Form) Ausgangspunkt: § 238 HGB 1. Bei Neugründung einer OHG: Erstellung einer Eröffnungsbilanz."—  Präsentation transkript:

1 Bilanz und GuV am Beispiel einer OHG (in sehr vereinfachter Form) Ausgangspunkt: § 238 HGB 1. Bei Neugründung einer OHG: Erstellung einer Eröffnungsbilanz §§ 240 Abs. 1, 242 HGB 2. Erfassung von Geschäftsvorgängen während eines Geschäftsjahres: GuV-Rechnung §§ 242 Abs. 2 HGB 3. Am Ende des Geschäftsjahres: Erstellung einer Bilanz §§ 240 Abs. 2, 242 HGB. Gliederungsvorschriften: § 247 HGB! §§ 264ff. HGB gelten nur für Kapitalgesellschaften (Ausnahme: § 264a HGB) Praxis orientiert sich an §§ 264ff. HGB, insbesondere § 264c HGB

2 Eröffnungsbilanz (Zahlenangaben immer in Tausend Euro) AktivaPassiva I. AnlagevermögenI. Eigenkapital* 1. Grundstücke 501. Kapitalanteile 2. Langfristige Beteiligungen 50a. Anfangsbilanzkonto A 50 II. Umlaufvermögenb. Anfangsbilanzkonto B Forderungen aLuL 502. Rücklagen 0 2. Kasse 03. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 0 4. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0 ____II. Fremdkapital __ *: Posten nach gesetzlicher Konzeption nicht vorgesehen, § 120 Abs. 1 HGB sieht nur Ausweis von Gesellschafterkapitalkonten vor; oft aber weitere Teilung in feste Kapitalkonten je Gesellschafter (Kapitalkonto I) und variable Konten (Kapitalkonto II) mit weiteren Unterkonten (Personensteuer, Bar- und Sachentnahmen, etc.) üblich

3 Geschäftsvorfälle im Laufe eines Geschäftsjahres Die OHG verkauft planmäßig ihre Produkte und erwirtschaftet Erträge mit ihren langfristigen Beteiligungen. (siehe nächste Folie: GuV) Am 01. April tritt die OHG Forderungen im Wert von 50 an A im Wege der berechtigten Entnahme ab. Ebenfalls am 01. April tritt B Forderungen im Wert von 50 an die Gesellschaft ab, um seine Einlage zu erhöhen. (siehe Folie: Gewinnverteilung)

4 GuV (nach Umsatzkostenverfahren in Listenform § 275 Abs. 3 HGB) Bezeichnung des PostensBetrag Umsatzerlös verkaufte Produktmenge Umsatzaufwand (Produktionskosten,…)400 = Bruttoergebnis vom Umsatz600 […] + Erträge aus Beteiligungen200 - Abschreibungen auf Beteiligungen100 […] = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 700 […] - Steuern200 = Jahresüberschuss/-fehlbetrag+ 500

5 Bilanzierung vor Gewinnverteilung AktivaPassiva I. AnlagevermögenI. Eigenkapital 1. Grundstücke 501. Kapitalanteile 2. Langfristige Beteiligungen 150a. Eigenkapitalkonto A 0 II. Umlaufvermögenb. Eigenkapitalkonto B Forderungen aLuL Rücklagen 0 2. Kasse Gewinnvortrag/Verlustvortrag 0 4. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 500 ____II. Fremdkapital __ Erläuterung: Langfristige Beteiligungen und Forderungen je + 100; Kasse = 500 Erläuterung: Jahresüberschuss aus GuV + 500; Kapitalkonto A -50, B +50. Praxis mit mehreren Unterkonten: Die Entnahme des A und die Einzahlung des B werden zunächst nur auf dem Privatkonto des Gesellschafters erfasst. Zur Bilanzerstellung werden die Salden dieser Konten auf die Eigenkapitalkonten gebucht. (Bilanz vor Gewinnverteilung wird üblicherweise nicht erstellt)

6 Gewinnverteilung § 121 HGB Gesellschafter AGesellschafter B Anfangskapital50 Kapitalverzinsung gem. § 121 Abs. 1 HGB (4 %)*0,53,5 Gewinnverteilung gem. § 121 Abs. 3 HGB**248 Privatentnahmen500 Einzahlungen050 Kapitalveränderung+ 198,5+ 301,5 Endkapital248, 5351,5 *§ 121 Abs. 2 HGB: Verzinsung erfolgt pro rata temporis. Für A gilt: 50*0,04=2; (2/12)*3 = 0,5; Für B gilt: 0,5+((100*0,04)/12)*9= 3,5 ** 500-4= 496/2= 248

7 Bilanzierung nach Gewinnverteilung AktivaPassiva I. AnlagevermögenI. Eigenkapital 1. Grundstücke 501. Kapitalanteile 2. Langfristige Beteiligungen 150a. Schlussbilanzkonto A 248,5 II. Umlaufvermögenb. Schlussbilanzkonto B 351,5 1. Forderungen aLuL Rücklagen 0 2. Kasse Gewinnvortrag/Verlustvortrag 0 4. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0 ____II. Fremdkapital __ Erläuterungen: 1. Jahresüberschuss an Kapitalkonto A 249,5; 2. Jahresüberschuss an Kapitalkonto B 250,5. Buchungen in der Praxis mit mehreren Unterkonten: 1.GuV-Konto an Privatkonto A/B 248,5/251,5 2.Privatkonto A/B an Eigenkapitalkonto A/B 248,5/351,5 3.Eigenkapitalkonto A/B an Schlussbilanzkonto A/B 248,5/351,5.

8 Bilanz und GuV am Beispiel einer KG Bilanzierungsvorschriften entsprechen der Rechtslage bei der OHG. Auf die Besonderheiten des Kommanditisten wird im folgenden eingegangen. Ausgangslage: Die KG hat 2 Gesellschafter. A ist Komplementär, B Kommanditist mit einer Einlage von 50. Die KG hat im ersten Jahr Verluste in Höhe von 50 hinnehmen müssen (Forderungsausfall), die unter den Gesellschaftern angemessen gem. § 168 Abs. 2 HGB verteilt wurden (im Zweifel nach Kapitalanteilen: hier also hälftig). Praxis: GV schließt Kommanditisten normalerweise vom Verlust aus.

9 Bilanz zu Beginn des Geschäftsjahres 02 nach Verlustverteilung Jahr 01 AktivaPassiva I. AnlagevermögenI. Eigenkapital 1. Grundstücke 501. Kapitalanteile 2. Langfristige Beteiligungen 50a. Kapitalkonto A 25 II. Umlaufvermögenb. Kapitalkonto Kommanditist B Forderungen aLuL 02. Rücklagen 0 2. Kasse 03. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 0 3. Forderungen gegen B* 254. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0 ____II. Fremdkapital __ *: Beim Komplementär wir der Verlust direkt auf dem Kapitalkonto verbucht. Beim Kommanditisten ist ein aktives Bestandskonto (sog. Verlustanteilskonto) zu bilden (Korrekturposten zur Passivseite). Der Kommanditist muss die Forderung nicht begleichen (keine Nachschusspflicht), aber keine Gewinnausschüttung (§ 169 Abs. 1 S. 2 Hs. 2 HGB. Zukünftige Gewinn werden gegen Forderung verbucht.

10 Geschäftsvorfälle im Jahr 02 - Gewinn Während des 2. Geschäftsjahres erwirtschaftet die KG einen Gewinn von 50. Im Gesellschaftsvertrag findet sich keine Regelung zur Gewinnverteilung. Es gelten die gesetzlichen Bestimmungen §§ 168, § 121 Abs. 1 und 2 HGB. § 168 Abs. 2 HGB ist stark auslegungsbedürftig. Kapitalanteile geben Hinweis (s.o.). A will seinen Gewinnanteil in der Gesellschaft belassen, B möchte ihn ausgeschüttet haben.

11 Gewinnverteilung Geschäftsjahr 02 Komplementär AKommanditist B Anfangskapital2550 Kapitalverzinsung (4 %)*12 Restgewinnverteilung **15,6731,33 Privatentnahmen00 Einzahlungen00 Kapitalveränderung+ 16,67+ 33,33 Endkapital41,6750*** *§§ 168, 121 Abs. 1 HGB: Für B: 50*0,04= 2; Für A: 25*0,04= 1 ** § 168 Abs. 2 HGB: Verhältnis Kapitalanteile (1:2) Restgewinn: 47 (50-3) 31, 33 (B) und 15,67 (A) Gefahr bei Abstellen auf Kapitalanteile für die Verteilung von Gewinn und Verlust wird sichtbar: Obwohl Komplementär mehr riskiert, nimmt er wegen des Verlust im Geschäftsjahr 01 weniger am Gewinn teil (daher in der Praxis oft abweichende Regelung im GV). *** Kommanditeinlage verändert sich nicht § 167 Abs. 2 HGB.

12 Bilanz nach Gewinnverteilung im Geschäftsjahr 02 AktivaPassiva I. AnlagevermögenI. Eigenkapital 1. Grundstücke 501. Kapitalanteile 2. Langfristige Beteiligungen 50a. Kapitalkonto A* 41,67 II. Umlaufvermögenb. Kapitalkonto Kommanditist B Forderungen aLuL 0II. Fremdkapital 2. Kasse 501. Verbindlichkeiten gegen B** 8,33 3. Forderungen gegen B** 02. Sonstige Verbindlichkeiten __ * GuV-Konto an Kapitalkonto A 16,67. ** GuV-Konto an Forderungen gegen B 25; GuV-Konto an Verbindlichkeiten gegen B 8,33. Bevor B Anspruch auf Gewinn hat, ist sein Verlustkonto auszugleichen § 169 Abs. 1 S. 2 Hs. 2 HGB. Gewinn ist als Verbindlichkeit der Gesellschaft zu buchen und erhöht nicht den Kapitalanteil des Kommanditisten (§ 167 Abs. 2 HGB).

13 Geschäftsvorfälle im Jahr 02 - Verlust Die Gesellschaft erwirtschaftet im zweiten Jahr keinen Gewinn, sondern einen weiteren Verlust von 50 (Langfrisitge Beteiligungen müssen abgeschrieben werden). Der Verlust wird, mangels abweichender Vereinbarung im GV, nach Kapitalanteilen verteilt (1:2). A (Kapitalanteil 25) muss einen Verlust von 16,67 tragen und B (Kapitalanteil 50) trägt rechnerisch einen Verlust in Höhe von 33,33. Kapitalanteil von B wird negativ. § 167 Abs. 3 HGB steht dem nicht entgegen. Regelt nur, dass bei Insolvenz Komplementär für Verlust aufkommen muss.

14 Zur Erinnerung: Bilanz zu Beginn des Geschäftsjahres 02 AktivaPassiva I. AnlagevermögenI. Eigenkapital 1. Grundstücke 501. Kapitalanteile 2. Langfristige Beteiligungen 50a. Kapitalkonto A 25 II. Umlaufvermögenb. Kapitalkonto Kommanditist B Forderungen aLuL 02. Rücklagen 0 2. Kasse 03. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 0 3. Forderungen gegen B 254. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0 ____II. Fremdkapital __50 125

15 Bilanz nach Verlustverteilung im Geschäftsjahr 02 AktivaPassiva I. AnlagevermögenI. Eigenkapital 1. Grundstücke 501. Kapitalanteile 2. Langfristige Beteiligungen 0a. Kapitalkonto A* 8,33 II. Umlaufvermögenb. Kapitalkonto Kommanditist B Forderungen aLuL 02. Rücklagen 0 2. Kasse 03. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 0 3. Forderungen gegen B** 504. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0 III. Nicht durch Vermögenseinlage gedeckte Verlustanteile B** 8,33 II. Fremdkapital ___50 108,33 Abschreibung von langfristigen Beteiligungen erfordert keinen Buchungssatz, in GuV- Rechnung enthalten. * Kapitalkonto A an GuV-Konto 16,67. ** 1. Forderungen gegen B an GuV-Konto Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteile B an GuV-Konto 8,33.


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