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ISG 1 Konzepterstellung für eine lokale Beschäftigungsstrategie in der Region Leipzig – SWOT-Analyse Abschlusspräsentation Dipl.-Volkswirt Marco Puxi ISG-Dresden.

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1 ISG 1 Konzepterstellung für eine lokale Beschäftigungsstrategie in der Region Leipzig – SWOT-Analyse Abschlusspräsentation Dipl.-Volkswirt Marco Puxi ISG-Dresden Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik GmbH Büro Berlin Gorgasring Berlin Tel. 030/ Präsentation – , Uhr Ratsplenarsaal – Neues Rathaus – Leipzig

2 ISG 2 Methodischer Ansatz 1.Längsschnittanalyse auf Ebene der ostdeutschen Kreise/kreisfreien Städte (i.d.R. 10-Jahres-Zeitraum) –Multivariates Regressionsmodell zur Unterscheidung zwischen signifkanten und zufälligen Unterschieden (Trendbetrachtung) –Gleichzeitige Berücksichtigung mehrerer erklärender Variablen und Ermittlung der relativen Wichtigkeit einzelner Einflussgrößen auf die zu erklärende Variable 2.Prognosen für die nächsten 10 Jahre 3.Auswertung vorhandener Primärdaten und Desk-research 4.Analyse der Förderdatenbanken 5.Schriftliche Erhebungen Akteure und Netzwerke sowie Fördermittelakquise 6.Fachinterviews SGB II

3 ISG 3 Gliederung Wirtschaftliche und demographische Entwicklung Erwerbstätigkeit und Beschäftigung Strukturen der Arbeitslosigkeit Allgemeine und berufliche Bildung sowie Hochschulbildung Wirksamkeit von Maßnahmen der Beschäftigungsförderung, von Netzwerkstrukturen und des Fördermittelakquisemanagements SWOT- Ergebnisse Strategische Eckpunkte

4 ISG 4 Wirtschaftliche und demographische Entwicklung - STÄRKEN 1.Dienstleistungszentrum Leipzig: Stadt Leipzig weist sich – durch den überdurchschnittlich hohen Anteil des Dienstleistungssektors an der Bruttowertschöpfung – als regionales Dienstleistungszentrum aus. 2.Investitionsmotor Leipzig: Stadt Leipzig verfügt über eine überdurchschnittlich hohe Investitionsentwicklung. 3.Stabilisierender Faktor Landwirtschaft: Die Landwirtschaft hat in der Region Leipzig einen vergleichsweise höheren Anteil an der Bruttowertschöpfung (LK Döbeln / Torgau-Oschatz). 4.Übereinstimmende Einschätzung von Experten, dass Clusterstrategie zum Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten und zur Stärkung der Potenzialfaktoren beiträgt. 5.Positive Entwicklung der Wachstumsrate der Bevölkerung (Bevölkerungswachstum in Stadt Leipzig, Muldentalkreis und LK Delitzsch. 6.Ausgewogene Altersstruktur der Bevölkerung. 7.Natürliche Wanderungsgewinne durch Geburtenüberschuss. 8.Räumliche Wanderungsgewinne durch Nettozuzüge (Leipziger Land und Muldentalkreis). 9.Überdurchschnittlich gute Versorgung mit Kinderbetreuungsmöglichkeiten (Muldentalkreis / Torgau-Oschatz).

5 ISG 5 Wirtschaftliche und demographische Entwicklung - SCHWÄCHEN 1.Unterdurchschnittliche Industriedichte: Das produzierende Gewerbe hat in der Region Leipzig einen unterdurchschnittlichen Anteil an der Bruttowertschöpfung. Ursache für dieses regionale Ergebnis ist die Situation in der kreisfreien Stadt Leipzig: Hier liegt der Anteil des verarbeitenden Gewerbes an der Bruttowertschöpfung über 13%Punkte unter dem sächsischen Durchschnittswert. Dem gegenüber liegen die entsprechenden Anteilswerte in Landkreisen entweder im sächsischen Trend oder darüber (Landkreis Leipziger Land). 2.Verhaltene Innovationsdynamik in der Region. 3.Niedrige Anzahl der Geburten pro Frauen hinsichtlich der zukünftigen demographischen Entwicklungen Anlass zur Sorge. 4.Schrumpfende Bevölkerung im Landkreis Döbeln; 5.Wenig ausgewogene Altersstruktur im Landkreis Döbeln mit einem überdurchschnittlichen Anteil an Älteren und einem unterdurchschnittlichen Bevölkerungsanteil von Personen im erwerbsfähigen Alter. 6.Nettoabwanderung von 30-65Jährigen aus der Stadt Leipzig.

6 ISG 6 Wirtschaftliche und demographische Entwicklung - CHANCEN 1.Bei Fortschreibung bisheriger Trends gehen positive Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung durch die fortschreitende Tertiärisierung, den starken Bedeutungsgewinn des Verarbeitenden Gewerbes und die Stabilität der Landwirtschaft aus. 2.Eine weitere Verbesserung der Attraktivität der Region könnte zu weiteren Zuwanderungsgewinnen führen, so dass negative Konsequenzen des demographischen Wandels für die Region Leipzig weniger spürbar sind. 3.Wirtschaftliche Entwicklungspotenziale könnten durch eine Verstärkung und Intensivierung der Kooperation zwischen Stadt und Umland sowie durch Stärkung der interregionalen Zusammenarbeit entstehen. 4.Es bestehen Ansiedlungs- und Tourismuspotenziale durch eine konsequente Erschließung der Braunkohlerestflächen.

7 ISG 7 Wirtschaftliche und demographische Entwicklung - RISIKEN 1.Bei Fortschreibung bisheriger Trends bestehen für die wirtschaftliche Entwicklung erhebliche Risiken durch einen weiteren Bedeutungsverlust des Produzierenden Gewerbes mit einhergehenden De-Industrialisierungsprozessen. 2.Verfestigung regionaler Disparitäten bei ausbleibender Abstimmung der wirtschaftspolitischen Handlungsansätze von Stadt und Landkreisen, insbesondere bei der Ansiedlungsförderung.

8 ISG 8 Wirtschaftliche und demographische Entwicklung - Strategische Eckpunkte 1.Chancen der demographischen Entwicklung nutzen: Attraktivität und Lebensqualität der Leipziger Region erhöhen! 2.Verarbeitendes Gewerbe stabilisieren: Ansiedlungen forcieren, aber Bestandspflege nicht vernachlässigen! 3.Clusterstrategie forcieren, Landkreise mit einbeziehen, Wirksamkeit und Effizienz überprüfen! 4.Innovationsdynamik beschleunigen: Kooperation zwischen Hochschulen und Wirtschaft intensivieren! 5.Dienstleistungszentrum Leipzig ausbauen: Entwicklungspotenziale konsequent nutzen! 6.Stadt-Umland-Beziehung bei Wirtschaftsentwicklung und Wirtschaftsförderung verbessern: Regionale Attraktivität für Investoren und Ansiedlungen erhöhen!

9 ISG 9 Erwerbstätigkeit und Beschäftigung - STÄRKEN 1.Ausgewogene Altersstruktur der Beschäftigten: Später eintretende negative Konsequenzen des demographischen Wandels: Unterdurchschnittliche Anteile der über 50Jährigen und überdurchschnittlich hohe Anteilen in den anderen Gruppen Aber: Anteil der unter 20Jährigen an den SV-Beschäftigten in Stadt Leipzig und im LK Leipziger Land unterdurchschnittlich. 2.Überdurchschnittlich hohe Zuwachsraten bei der SV- Beschäftigung im Landkreis Delitzsch. 3.Dienstleistungszentren Leipzig und Delitzsch: Stadt Leipzig entwickelt sich hinsichtlich der Beschäftigtenanteile dynamisch in Kredit-/Verkehrsgewerbe und Immobilienwirtschaft. Überdurchschnittlich hohe Beschäftigtenanteile bestehen auch im Verkehrsbereich für den Landkreis Delitzsch. 4.Stabilisierende Wirkung auf das Beschäftigungssystem hat die Landwirtschaft: Überdurchschnittlich hohe Erwerbstätigen- anteile in Muldentalkreis und Torgau-Oschatz.

10 ISG 10 Erwerbstätigkeit und Beschäftigung - SCHWÄCHEN 1.Defizit des Verarbeitenden Gewerbes: Stark unterdurchschnittlicher Anteil an SV-Beschäftigten und Erwerbstätigen. 2.Suboptimale Branchenstruktur in einigen Landkreisen: Überdimensionierter Bausektor in Torgau-Oschatz und Leipziger Land. Unterdurchschnittlichen Anteil an Arbeitsplätzen im Kreditsektor im Leipziger Land. Überdurchschnittliche Anteil an Beschäftigten im Öffentlichen Dienst in Torgau-Oschatz. 3.Überdurchschnittlich hohe Bedeutung an ungesicherten Arbeitsverhältnissen: Stadt Leipzig weist überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten bei Minijobbern und den ausschließlich geringfügig Beschäftigten auf. Überdurchschnittlich hoch ist der Anteil von Minijobbern auch in Torgau-Oschatz. 4.Unausgewogene Qualifikationsstruktur der SV-Beschäftigten in der Stadt Leipzig: Hier gehen signifikant höhere Anteile von Unqualifizierten mit signifikant niedrigeren Anteilen an Facharbeiter/innen einher Fehlende Bindung von Studienabsolventen an die Region.

11 ISG 11 Erwerbstätigkeit und Beschäftigung - CHANCEN 1.Für die Region Leipzig gehen positive Impulse zur Stabilisierung des Beschäftigungssystems und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze aus dem Dienstleistungssektor, dem Verarbeitenden Gewerbe und der Landwirtschaft aus. 2.Durch den stark steigende Bedarf an Hochqualifizierten für die Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft bestehen Arbeitsplatzpotenziale v.a. in den zukunftsträchtigen Wirtschaftsbereichen. 3.Möglicherweise bestehen durch die Erfahrungen im Rahmen der Initiative 50 plus (BMAS, 2 Projekte in Leipzig) Ansätze zur effektiven und nachhaltigen Integration Älterer in das Beschäftigungssystem.

12 ISG 12 Erwerbstätigkeit und Beschäftigung - RISIKEN 1.Das Risiko der Fachkräftelücke besteht, wenn es Unternehmen und öffentlicher Hand nicht gelingt, intensiv in die Fachkräfteentwicklung zu investieren und Hochqualifizierte in der Region zu halten. 2.Durch den sich stark wandelnden Bedarf der Unternehmen hinsichtlich der Qualifikation von Arbeitskräften besteht mehr und mehr das Risiko der Ausgrenzung von Geringqualifizierten. Für Geringqualifizierte bestehen zudem wenig Beschäftigungsperspektiven. 3.Weiterhin Brach liegende Beschäftigungspotenziale im Dritten Sektor.

13 ISG 13 Erwerbstätigkeit und Beschäftigung - Strategische Eckpunkte 1.Verbesserung der Qualifikationsstruktur notwendig: Gezielte Maßnahmen zum Erwerb von anerkannten und am Arbeitsmarkt nachgefragten Qualifikationen für Un- und Angelernte umsetzen! 2.Beschäftigungsmöglichkeiten für Geringqualifizierte schaffen: Innovative Integrationsansätze in der Breite nutzen (Niedriglohn, Kombilohn, Dritter Sektor, bürgerschaftliches Engagement) und im Wettbewerb modellhaft erproben! 3.Hohem Bedarf an Hochqualifizierten entsprechen: Unternehmen bei Nachwuchsplanung unterstützen!

14 ISG 14 Strukturen der Arbeitslosigkeit - STÄRKEN 1.Unterdurchschnittlicher Anteil Jugendlicher an den Arbeitslosen: Der Anteil arbeitsloser Jugendlicher ist im Regierungsbezirk Leipzig signifikant niedriger als im Rest des Freistaates Sachsen insgesamt. 2.Unterdurchschnittlicher Anteil Älterer an den Arbeitslosen: Auch hier zeigt sich, dass Ältere über 55 Jahre vergleichsweise seltener von Arbeitslosigkeit betroffen sind als im Durchschnitt des Freistaates Sachsen. Dieses positive Ergebnis ist insbesondere auf die Entwicklungen in den Landkreisen Döbeln, Muldentalkreis und Torgau-Oschatz zurückzuführen.

15 ISG 15 Strukturen der Arbeitslosigkeit - SCHWÄCHEN 1.Überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten der HLU- Empfänger (Stadt Leipzig /Muldentalkreis) 2.Überdurchschnittlich hohe Anteile erwerbsfähiger HLU- Empfänger (Landkreis Leipziger Land). 3.Arbeitslosenquote in Region Leipzig zwar auf dem gesamt- sächsischen Niveau, allerdings damit auch entsprechend hoch. 4.Ausmaß der Langzeitarbeitslosigkeit ist so hoch wie im Freistaat Sachsen insgesamt. Außerdem: Überproportionale Betroffenheit von Langzeitarbeitslosigkeit für Jugendliche im LK Delitzsch. 5.Arbeitslosigkeit von Nicht-Deutschen v.a. für Stadt Leipzig ein überdurchschnittliches Problem. 6.Menschen mit Behinderungen in Stadt Leipzig und LK Leip- ziger Land überdurchschnittlich häufig arbeitslos. 7.Möglicherweise (Expertenmeinungen) regional überdurch- schnittliche Sucharbeitslosigkeit von Hochschulabsolven- ten keine wissenschaftlich fundierten Aussagen möglich.

16 ISG 16 Strukturen der Arbeitslosigkeit - CHANCEN 1.Verstärkter Bedarf an Arbeitskräften besteht insbesondere im Dienstleistungsbereich und im Verarbeitenden Gewerbe. 2.Die Landwirtschaft wird weiterhin das Beschäftigungssystem stabilisieren. 3.Bei Beibehaltung des bisherigen Niveaus des Einsatzes arbeitsmarktpolitischer Instrumente kann die Arbeitslosenquote deutlich - um ca. 4,5 % - in den nächsten zehn Jahren gesenkt werden. 4.Hinsichtlich der Betroffenheit Älterer von Arbeitslosigkeit kann mit einer deutlichen Entspannung in den kommenden zehn Jahren gerechnet werden. 5.Weiteres Engagement der Wirtschaft zur Reduzierung der Arbeitslosigkeit Jugendlicher.

17 ISG 17 Strukturen der Arbeitslosigkeit - RISIKEN 1.Arbeitsplatzrisiko in Energie, Wasserversorgung und Bergbau. Präventive Maßnahmen – z.B. Weiterbildung, Umschulung etc. – notwendig. 2.Immer weniger Arbeitsplätze für Geringqualifizierte Zunehmende Ausgrenzung vom Arbeitsmarkt und damit auch Verschärfung sozialer Marginalisierungsprozesse. 3.Unter der Annahme eines jährlichen Wirtschaftswachstums kann zunächst das Ausmaß von Langzeitarbeitslosigkeit abgebaut werden. Das Wirtschaftswachstum allein ist aber nicht in der Lage, nachhaltig die Sockelarbeitslosigkeit zu reduzieren. 4.Trotz Wirtschaftswachstum bleiben Chancen jüngerer Arbeitslosen auf einen Arbeitsplatz gering. Auch hier sind demnach gezielte Anstrengungen notwendig, um Jugendlichen nicht nur einen formalen Schul- und Ausbildungsabschluss zu ermöglichen, sondern möglichst frühzeitig auch Berufserfah- rungen und betriebsbezogene Kompetenzen zu vermitteln.

18 ISG 18 Strukturen der Arbeitslosigkeit – Strategische Eckpunkte 1.Ausgrenzung verhindern: Grundsätzlich differenzierte zielgruppenspezifische Integrationsstrategien im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik umsetzen! 2.Hilfebedürftigkeit reduzieren: Beschäftigungsmöglichkeiten für Geringqualifizierte schaffen! 3.Chancen der demographisch bedingten Entlastung des Arbeitsmarktes nutzen: Gezielte und zielgruppen- spezifische Ansätze zur Integration der am Arbeitsmarkt besonders benachteiligten Zielgruppen umsetzen! 4.Risiken der Strukturanpassung frühzeitig abmildern: Frühzeitig Perspektiven für berufliche Neuorientierung bieten!

19 ISG 19 Allgemeine und berufliche Bildung sowie Hochschulbildung – STÄRKEN 1.Stabilisierende Wirkung von Handwerk, Freien Berufen und Landwirtschaft auf das Duale Ausbildungssystem. Gegenüber dem Freistaat Sachsen sind die entsprechenden Anteile dieser drei Ausbildungsbereiche an den Ausbildungsverträgen insgesamt überdurchschnittlich hoch.

20 ISG 20 Allgemeine und berufliche Bildung so- wie Hochschulbildung – SCHWÄCHEN 1.Überdurchschnittlicher Anteil von Schulabgängern ohne Schulabschluss, v.a. Stadt Leipzig sowie LK Döbeln, Delitzsch und Muldentalkreis. 2.Unterversorgung mit Ausbildungsplätzen: Wie der Freistaat Sachsen insgesamt ist auch die Region Leipzig von einem anhaltend hohen Defizit an Ausbildungsplätzen gekennzeichnet. Keine Entlastung aufgrund der sog. Altbewerber. 3.Unterdurchschnittliche Anteile an den Ausbildungsverträgen in Industrie und Handel: Entgegen dem gesamtsächsischen Trend weist die Region Leipzig einen signifikant niedrigeren Anteil von Ausbildungsverträgen im Ausbildungsbereich von Industrie und Handel aus, der sich in erster Linie mit dem fehlenden Besatz der Region mit Industrieunternehmen erklären lassen dürfte.

21 ISG 21 Allgemeine und berufliche Bildung so- wie Hochschulbildung – CHANCEN 1.Fachkräftenachwuchs kann gesichert werden, wenn: –Unternehmen bei der betrieblichen Erstausbildung unterstützt werden, –Der Praxisbezug von über-/außer-betrieblichen/betriebsnahen Ausbildungsalternativen erhöht wird, –die Kooperation zwischen allgemein- und berufsbildenden Schulen und Wirtschaft sowie zwischen Unternehmen und Hochschulen intensiviert wird und –Der Anteil von Hochschulabsolventen am Arbeitskräfteangebot steigt. 2.Vermeidung von Schulversagen durch gezielte Unterstützung leistungsschwacher Schüler an Mittelschulen und durch eine generelle Erhöhung der Qualität der Schulbildung. 3.Sicherung des Fachkräftenachwuchses mit Hochqualifizierten durch Ausweitung von mathematisch-naturwissenschaft- lichen und technisch-ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen sowie Verbesserung der Studienbedingun- gen an den Leipziger Hochschulen.

22 ISG 22 Allgemeine und berufliche Bildung so- wie Hochschulbildung – RISIKEN 1.Schulversagen bzw. das Verlassen der Mittelschulen ohne Schulabschluss wird in der Region Leipzig zu einem immer wichtigeren Problem: Bei sinkenden Beschäftigungsmög- lichkeiten für Geringqualifizierte sind für Jugendliche ohne Schulabschluss bereits frühzeitig Karrieren im öffentlich finanzierten Transfersystem vorprogrammiert. 2.Hochschulabsolventen: Die Leipziger Hochschulen verlieren hinsichtlich ihres Anteils an Absolventen in den technisch- ingenieurwissenschaftlichen sowie mathematisch- naturwissenschaftlichen Disziplinen an Bedeutung gegenüber den anderen sächsischen Hochschulen. Für expandierende, technologieintensive und innovative Wirtschaftsbereiche bzw. Unternehmen engen sich damit die Chancen für hochqualifiziertes Fachkräftepotenzial aus der Region ein.

23 ISG 23 Allgemeine und berufliche Bildung so- wie Hochschulbildung – Strategische Eckpunkte 1.Ausbildungslücke schließen: Unternehmen gezielt bei Ausbildung begleiten! 2.Berufsbezogenheit der allgemeinen schulischen Bildung erhöhen: Kooperationen Schule-Wirtschaft intensivieren! 3.Schulversagen reduzieren: Gezielte Bildungsförderung leistungsschwacher Schüler und individuelle sozialpädagogische Betreuung ausweiten! 4.Mathematisch-naturwissenschaftliche und technisch- ingenieurwissenschaftliche Studienangebote erhöhen und Studienstandort Leipzig profilieren!

24 ISG 24 Beschäftigungsförderung, Netzwerke und Fördermittelakquise – STÄRKEN 1.Strukturfonds insgesamt: Leichte Erhöhung des Wirtschafts- wachstums und Stärkung der Potenzialfaktoren Langfristig positive Effekte auf das Beschäftigungssystem möglich. 2.EAGFL-A: Stabilisierung der Landwirtschaft und Erhöhung der Attraktivität der ländlichen Räume. 3.URBAN II, LEADER+ und EQUAL: Wichtige Impulse bei der Lösung spezifischer Probleme in der Region Leipzig. Besonders erfolgreich: Erprobung/Umsetzung innovativer Modelle, Intensivierung der Netzwerkarbeit und Einbeziehung der Bürger in die Projektumsetzung. 4.Berufliche Erstausbildung: Überdurchschnittliche Erfolge bei der Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Beschäftigung - insbesondere bei der GISA - in der Region.

25 ISG 25 Beschäftigungsförderung, Netzwerke und Fördermittelakquise – STÄRKEN 5.Region Leipzig: Ausgewiesenes Potenzial an engagierten Akteuren, deren innovative Projekte positiv auf das Beschäftigungssystem wirken (einschl. kleiner Initiativen, Vereine und Organisationen im sozialen Bereich). 6.Grundsätzlich positiv: Hohe Zahl an Akteuren (ca. 200), deren jeweilige Profile und Ansätze die Lösung spezifischer lokaler, zielgruppenbezogener und/oder inhaltlicher Fragestellungen ermöglichen. 7.Die Akteure verfügen über wichtige Ressourcen im Rahmen einer hohen Mitarbeiterkompetenz. 8.Akteure in der Region Leipzig zeichnen sich darüber hinaus auch durch die hohe Bedeutung partnerschaftlicher Ansätze aus.

26 ISG 26 Beschäftigungsförderung, Netzwerke und Fördermittelakquise – SCHWÄCHEN 1.Beschäftigungswirkungen des Strukturfondseinsatzes blieben – auch aufgrund der mangelnden Fondsintegration – hinter den Erwartungen zurück. 2.EFRE: Vergleichsweise geringe Beschäftigungswirkungen durch Abbau direkter Investitionsbeihilfen an Unternehmen zugunsten der Infrastrukturförderung von Städten und Gemeinden. 3.EAGFL-A: Vergleichsweise geringe Beschäftigungs- wirkungen durch Priorität auf andere Ziele 4.ESF: Unterdurchschnittliche Integrationserfolge in der Region Leipzig. 5.Geringe Effizienz des ESF durch fehlende Orientierung der Förderung an individuellen Stärken und Schwächen der Arbeitslosen, fehlendem Unternehmensbezug, Aufwand und Bürokratie und mangelnde Verwertbarkeit am Arbeitsmarkt.

27 ISG 27 Beschäftigungsförderung, Netzwerke und Fördermittelakquise – SCHWÄCHEN 6.Insgesamt unterdurchschnittliche Nutzung der Strukturfonds im Regierungsbezirk Leipzig: Lediglich rd. ein Fünftel der verausgabten Strukturfondsfördermittel entfällt auf die Region Leipzig. 7.Erstausbildung: Erhebliche Fehlallokationen (25 % der Jugendlichen) bei der Zuweisung von Jugendlichen in die 12 unterschiedlichen Förderangebote in Sachsen. 8.Für innovative Strategien und Ansätze (Gin, Art. 6 ESF): Zu selten ein Transfer in die Regelförderung der Strukturfonds. 9.SGB II: Noch keine harten Fakten. Aber: Von den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten des arbeitsmarktpoliti- schen Instrumentariums wird zu wenig Gebrauch gemacht Dominanz von AGH, die als wenig zielführend für eine Arbeitsmarktintegration eingeschätzt werden. 10.Mangelnder Fokus der Akteure auf die strategische Relevanz der berufsbegleitenden Weiterbildung.

28 ISG 28 Beschäftigungsförderung, Netzwerke und Fördermittelakquise – SCHWÄCHEN 11.Fehlen eines regional und thematisch übergeordneten Netzwerks zur integrierten Beschäftigungsförderung von Stadt und Landkreisen in der Region. 12.Unübersichtlichkeit von Akteurs- und Netzwerkstrukturen bei über 50 Netzwerken. 13.Vergleichsweise geringe Bedeutung von Qualitätsmanage- mentsystemen, innovativen Projektansätzen und Erfolgs- kontrollen in der praktischen Arbeit der Akteure. 14.Mangelnder Unternehmensbezug in der Projektarbeit der relevanten Akteure und eingeschränkte Einbeziehung von Unternehmen als Partner für aktive Beschäftigungsförderung. 15.Fördermittelakquisemanagement: Defizit an effizienten Managementstrukturen.

29 ISG 29 Beschäftigungsförderung, Netzwerke und Fördermittelakquise – CHANCEN 1.SGB III: Erhöhung der Effektivität und Effizienz Ausweitung der Qualifizierungsförderung sowie der Förderung zusätzlicher Arbeitsplätze für Arbeitslose über Lohnkostenzuschüsse zu Lasten der Beschäftigungsförderung 2. Arbeitsmarkt. 2.SGB II: Erhöhung der Effektivität und Wirksamkeit durch stärkere und ausgewogenere Nutzung des gesamten, zur Verfügung stehenden Instrumentariums. 3.Alle arbeitsmarktbezogenen Instrumente: Höhere Wirkungen – wie z.B. bei QAB oder des JobPate Muldentalkreis – durch zielgerichtete Kombination der Fördermöglichkeiten (integrierte Förderansätze). 4.Effizienzsteigerung der Arbeitsmarktpolitik durch stärkere Orientierung an den individuellen Stärken und Schwächen der Arbeitslosen erreicht werden. 5.Existenzgründungsförderung: Koppelung der Förderangebote mit Coaching-Anteilen zur Sicherung der Nachhaltigkeit verstärkt.

30 ISG 30 Beschäftigungsförderung, Netzwerke und Fördermittelakquise – CHANCEN 6.Grundsätzlich: Stärkere Koppelung von investiven Förderangeboten (z.B. GA/EFRE) mit Fördermöglichkeiten der aktiven Arbeitsmarktpolitik (SGB III, SGB II und ESF des Freistaates Sachsen). 7.Beschäftigungspotenziale könnten im regionalen Kontext im Rahmen der Cluster-Strategie durch eine aktivere Einbindung der Landkreise erschlossen werden, so dass Ausstrahlungseffekte auch positiv in den Landkreisen wirken. 8.Bislang nur unzureichend genutzte Beschäftigungspotenziale bestehen in den sozialen Dienstleistungen, den Vereinen, Stadtteilinitiativen und Kulturbetrieben in der Region Leipzig. 9.Verbesserung der Effizienz der Kooperationsbeziehungen von Akteuren und Netzwerken durch Orientierung an einer thematisch übergreifenden, regional ausgerichteten Beschäf- tigungsstrategie und durch Erhöhung der Transparenz.

31 ISG 31 Beschäftigungsförderung, Netzwerke und Fördermittelakquise – CHANCEN 10.Erhöhung der Effizienz von Projekten der Beschäftigungs- und Arbeitsmarktförderung durch Erhöhung der Professionalität von Akteuren in der Projektplanung, -steuerung und Umsetzung und Stärkung des Unternehmensbezugs. 11.Verbesserung von Möglichkeiten zur Umsetzung regionaler Modellprojekte und zum Ergebnistransfer. 12.Der bisherige, eher einseitig auf Infrastrukturförderung ausgerichtete EFRE Fördermittelansatz sollte überdacht werden. Eine stärkere Orientierung auf die Förderung einzelbetrieblicher Investitionen könnte einen wesentlichen Beitrag leisten, das strukturelle Defizit der Region, insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe zu reduzieren.

32 ISG 32 Beschäftigungsförderung, Netzwerke und Fördermittelakquise – RISIKEN 1.ESF: Fachliche Dezentralisierung erschwert Umsetzung integrierter und innovativer Projektansätze. 2.SGB II: Dilemma fehlender Arbeitsplätze für Geringqualifizierte bei bislang wenig überzeugenden Konzepten Weitere Verfestigung von Langzeitarbeitslosigkeit und Hilfebedürftigkeit und steigender Gefahr sozialer Marginalisierung. 3.Berufsvorbereitende und -orientierende Maßnahmen: Ohne Effizienzverbesserung steigende Gefahr der frühzeitigen Programmierung von Warteschleifenkarrieren. 4.Weitere Verstärkung regionaler Disparitäten bei ausbleibender Intensivierung der Kooperation von Stadt und Landkreisen bei der Beschäftigungs- und Wirtschaftsförderung und Umsetzung vorwiegend lokaler Entwicklungsstrategien. Außerdem: Wettbewerbssituation zwischen Stadt und Landkreisen verzögert abgestimmtes Handeln z.B. gegenüber Fördermittelgebern.

33 ISG 33 Beschäftigungsförderung, Netzwerke und Fördermittelakquise – RISIKEN 5.Weitere Synergie- und Effizienzverluste in der Beschäfti- gungsförderung bei Beibehaltung der unübersichtlichen Akteurs- und Netzwerkstrukturen sowie des eher unkoordinierten Fördermittelauqisemanagements bei Ämtern und Behörden. 6.Anstehende Veränderungen auf gesetzlicher Ebene (Auslaufen des Wettbewerbs zwischen ARGEn und zkT im Jahr 2010 und Neu- bzw. Umstrukturierung der Trägerstrukturen; veränderte strategische und instrumentenbezogene Förderung durch die Arbeitsagenturen im Rechtskreis SGB III) sowie auf der fördertechnischen Ebene (Reduzierung der Strukturfondsmittel für die Region Leipzig durch das sog. Phasing-out).

34 ISG 34 Beschäftigungsförderung, Netzwerke und Fördermittelakquise – Strategische Eckpunkte 1.Fondsintegration der Strukturfonds verstärken: Einsatz der zur Verfügung stehenden Fördermöglichkeiten besser koordinieren! 2.Nutzungsgrad der Strukturfondsförderung erhöhen: Chancen gezielter nutzen! 3.Unternehmensbezogenheit des EFRE einschl. GA erhöhen: Für Ansiedlungen und Erweiterungen stärker nutzen! 4.Qualität des ESF erhöhen: Mehr Klasse statt Masse! 5.Effektivität des SGB III erhöhen: Vorrang von Qualifizierung! 6.Effektivität des SGB II erhöhen: Gesamte Bandbreite des aktiven arbeitsmarktpolitischen Instrumentariums nutzen und Förderinstrumente zielgerichtet und individuumszentriert miteinander kombinieren!

35 ISG 35 Beschäftigungsförderung, Netzwerke und Fördermittelakquise – Strategische Eckpunkte 7.Professionalität der Akteure bei Planung, Steuerung und Umsetzung von Projekten sowie bei Kooperation mit Unternehmen erhöhen: Kompetenzen bei Qualitätsmanagement, Organisation und Umsetzung innovativer Projektansätze sowie Erfolgskontrollen erhöhen! 8.Effizienz der Fördermittelakquise von Behörden und Ämtern erhöhen: Transparenz schaffen, verbindliche Kooperationsstrukturen einführen! 9.Effizienz der Beschäftigungs- und Arbeitsmarktförderung erhöhen: Regional übergeordnete Koordinierungsinstanz schaffen!

36 ISG 36 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!


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