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‚Erstes und letztes Ziel unserer Didaktik soll es sein, die Unterrichtsweise aufzuspüren und zu erkunden, bei welcher die Lehrer weniger zu lehren brauchen,

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Präsentation zum Thema: "‚Erstes und letztes Ziel unserer Didaktik soll es sein, die Unterrichtsweise aufzuspüren und zu erkunden, bei welcher die Lehrer weniger zu lehren brauchen,"—  Präsentation transkript:

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2 ‚Erstes und letztes Ziel unserer Didaktik soll es sein, die Unterrichtsweise aufzuspüren und zu erkunden, bei welcher die Lehrer weniger zu lehren brauchen, die Schüler dennoch mehr lernen.‘ Johann Amos Comenius (1592 – 1670) Aus: Wolfgang Michalke – Leicht, Kompetenzorientiert unterrichten, Kösel 2011, S.7

3 „Wenn ich will, dass ein Schüler das christliche Gottesbild versteht, muss ich darauf Rücksicht nehmen, wie er überhaupt versteht.“ Grundsätze der Kompetenzorientierung im Religionsunterricht“, RPZ Impulse extra, 2014

4 https://hoffnung2012.wordpress.com/author/derweiterdenker/page/2https://hoffnung2012.wordpress.com/author/derweiterdenker/page/2 vom

5 Implementierung/ LehrplanPlus 2016/ Martina Prucker/ Martin Kreuzer

6 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Willkommen bei LehrplanPLUS bearbeitet von: Martina Prucker Martin Kreuzer

7 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN 1. Das Projekt LehrplanPLUS Bayern

8 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN 1. Das Projekt LehrplanPLUS Bayern Ja!

9 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN LehrplanPLUS: von der Praxis für die Praxis

10 Von Vorgaben und Umfragen Welche Faktoren beeinflussten den Lehrplan? Deutsche Bischofskonferenz: Kirchliche Richtlinien zu den Bildungsstandards in Sek.I Vorgaben des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung Auswertung der Lehrplanumfrage ( Online-Befragung vom Mai 2012)2012) Vorgaben und Wünsche des Religionspädago- gischen Zentrums Quelle: Bernhard Pollin, 2016

11 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Das PLUS an LehrplanPLUS

12 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN  Aktualisierung  Optimierung Das PLUS an LehrplanPLUS

13 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Kompetenzorientierung (KMK-Bildungsstandards) Das PLUS an LehrplanPLUS

14 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Kompetenzorientierung „Kompetent ist eine Person, wenn sie bereit ist, neue Aufgaben- oder Problemstellungen zu lösen, und dieses auch kann. Hierbei muss sie Wissen bzw. Fähigkeiten erfolgreich abrufen, vor dem Hintergrund von Werthaltungen reflektieren sowie verantwortlich einsetzen.“ (Kompetenzdefinition im LehrplanPLUS) Das PLUS an LehrplanPLUS

15 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Kompetenz Kompetent ist eine Person, wenn sie bereit ist, neue Aufgaben- oder Problemstellungen zu lösen, und dieses auch kann. Hierbei muss sie Wissen bzw. Fähigkeiten erfolgreich abrufen, vor dem Hintergrund von Werthaltungen reflektieren sowie verantwortlich einsetzen HA Schule/Hochschule

16 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Kompetenzorientierung Perspektivenwechsel … Das PLUS an LehrplanPLUS

17 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN … Perspektivenwechsel Aktueller Lehrplan: Inhalte LehrplanPLUS: Kompetenzerwartungen  INPUT-Orientierung Was muss ich „behandeln“? z. B. Die Goldene Regel (Mt 7,12).  OUTCOME-Orientierung Welche nachhaltigen Kompetenzen sollen die SuS erwerben? z. B. Richtig Handeln mit Hilfe der Goldenen Regel (Mt 7,12). Das PLUS an LehrplanPLUS

18 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Harmonisierung der Übergänge und Anschlüsse durch schulartübergreifende Absprachen Das PLUS an LehrplanPLUS

19 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Benutzerfreundlichkeit Das PLUS an LehrplanPLUS

20 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN 2. Aufbau des neuen LehrplanPLUS Bildungs- und Erziehungsauftrag der RealschuleFächerübergreifende Bildungs- und Erziehungsziele FachprofilGrundlegende KompetenzenFachlehrpläne

21 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Hans-Georg Gadamer, Wahrheit und Methode „Jede Aussage hat Voraussetzungen, die sie nicht aussagt. Nur wenn diese Voraussetzungen mitgedacht werden, kommt die Wahrheit der Aussage zum Vorschein. Jede Aussage ist eine Antwort auf eine Frage. Will man die Aussage ermessen, so muss man sich zuerst auf die Suche nach jener Frage machen, auf die diese Aussage wirklich Antwort ist.“ Lernaufgabe 1: 5‘ Fassen Sie die Kernaussage des Zitates mit eigenen Worten/in einem Satz zusammen.

22 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Hans-Georg Gadamer, Wahrheit und Methode „Jede Aussage hat Voraussetzungen, die sie nicht aussagt. Nur wenn diese Voraussetzungen mitgedacht werden, kommt die Wahrheit der Aussage zum Vorschein. Jede Aussage ist eine Antwort auf eine Frage. Will man die Aussage ermessen, so muss man sich zuerst auf die Suche nach jener Frage machen, auf die diese Aussage wirklich Antwort ist.“

23 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Grundfähigkeiten entwickeln… In Deutsch geht es um die Fähigkeiten wie Sprechen und Lesen. In Mathematik geht es u.a. um die Fähigkeit mathematische Probleme zu lösen, Tabellen auszuwerten, mit Zirkel und Lineal zu zeichnen und all dies auch anderen zu erklären… In Englisch geht es um die Fähigkeiten, englische Worte oder Texte zu verstehen, daraus Informationen zu entnehmen und darauf zu reagieren.

24 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Und der Religionsunterricht

25 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Lernaufgabe 2: 10‘ 1. Notieren Sie sich Ihre Gedanken dazu. Tauschen Sie sich mit Ihrem Nachbarn über Ihre Ergebnisse aus. 2. Versuchen Sie nun, Ihre Ergebnisse in Form einer allgemein gültigen Definition zu formulieren.

26 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Im Religionsunterricht geht es um Gegenstände, Handlungen, Geschichten, Texte, Bilder, Fragen, die etwas über das Christentum und andere Religionen und Weltanschauungen aussagen. (domänenspezifische Blickrichtung).

27 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Religionsunterricht will sensibel machen für religiöse Handlungen und Phänomene und lebensbedeutsame Orientierung aus Glauben und Ver-Antwort-ung im Lebensvollzug in der Gemeinschaft ermöglichen.

28 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Wie können wir das erreichen? -genau hinschauen und sorgfältig beschreiben (wahrnehmen) -wissen, warum es so ist (verstehen) -sich dazu eine eigene Meinung bilden und Position beziehen (urteilen) -auch etwas ausprobieren (gestalten) -sich mit anderen darüber austauschen (kommunizieren) -und mit anderen zusammenarbeiten und zusammenleben (teilhaben)

29 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Kompetenzstrukturmodell - Religion Gegenstandsbereiche prozessbezogene Kompetenzen

30 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN religiöse Phänomene wahrnehmen religiöse Sprache verstehen und verwenden religiöse Zeugnisse verstehen (und deuten) in religiösen Fragen begründet urteilen sich über religiöse Fragen und Überzeugungen verständigen religiöses Wissen darstellen aus religiöser Motivation handeln [Kirchliche Richtlinien zu Bildungsstandards 2004] Perzeption: wahrnehmen Kognition: verstehen Volition: urteilen Interaktion: kommunizieren Performanz: gestalten Partizipation: teilhaben Dimensionen der Erschließung des Religiösen

31 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Grundlegende Kompetenzen Die Grundlegenden Kompetenzen beschreiben in Kurzform, über welches Wissen und Können die Schüler am Ende einer Jahrgangsstufe verfügen sollen.

32 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Vergleich: Grundwissen - Grundlegende Kompetenzen Bisher: Grundwissen Religion, 5. Jgst. Abraham und Sarah als Beispiele für ein Leben aus dem Glauben Biblischer Gehalt der Wörter „Glauben“, „Segen“ und „Gottes Bund“... Neu: Grundlegende Kompetenz Zu Beginn der Realschulzeit nehmen die Schülerinnen und Schüler ihre Individualität wahr, deuten die Vielfalt unter den Menschen als Chance und gehen respektvoll miteinander um. In der Beschäftigung mit Abraham reflektieren sie, wie wichtig Vertrauen für den Lebensweg und das Zusammenleben in der Gemeinschaft sind.... Lern- aufgabe 3: Vergleichen Sie beide Entwürfe und besprechen Sie Ihre Ergebnisse mit Ihrem Nachbarn. 5‘

33 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Vergleich: Grundwissen - Grundlegende Kompetenzen Bisher: Grundwissen Religion, 5. Jgst. Abraham und Sarah als Beispiele für ein Leben aus dem Glauben Biblischer Gehalt der Wörter „Glauben“, „Segen“ und „Gottes Bund“... Neu: Grundlegende Kompetenz Zu Beginn der Realschulzeit nehmen die Schülerinnen und Schüler ihre Individualität wahr, deuten die Vielfalt unter den Menschen als Chance und gehen respektvoll miteinander um. In der Beschäftigung mit Abraham reflektieren sie, wie wichtig Vertrauen für den Lebensweg und das Zusammenleben in der Gemeinschaft sind....

34 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Aufbau von Kompetenzen A. Modell innerhalb einer Lernsequenz: Das Wissen und Können schreitet z.B. von 1.reproduzieren: kennen / wissen / zusammenfassen 2.verstehen: das Prinzip erkennen 3.reorganisieren: erläutern / darstellen / vergleichen: Zusammenhänge herstellen / auf andere Bereiche übertragen 4.beurteilen, anwenden, reflektieren und gestalten: Probleme lösen, ein eigenes Urteil bilden und die Lösung anwenden (das Wozu der Sache)

35 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN B. Grundlegendes Modell der „inhaltlichen Erweiterung“ Aufbauprinzipien: -vom Sachlichen zum Existentiellen -vom Nahen zum Fernen -vom Einfachen zum Komplexen -vom Aneignen zum Vergleichen und Anwenden -vom Episodischen zum Zusammenhängenden

36 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Gegenstandsbereich „Jesus Christus“ (JC) 5 SuS beschreiben wichtige religiöse, politische und wirtschaftliche Lebensbedingungen in Israel zur Zeit Jesu. Sie skizzieren zentrale Orte und Stationen des Wirkens Jesu Christi, sind sich bewusst, dass Jesus als Jude aufwuchs, erläutern das Neue seiner Botschaft und erklären, dass diese zu Konflikten führen musste. 7 SuS kennen und erläutern Texte und Merkmale der Reich-Gottes-Verkündigung Jesu Christi und zeigen, wie dessen Botschaft von der Liebe und Menschenfreundlichkeit Gottes Menschen verändert hat. Sie benennen das Herausfordernde und Provozierende dieser Botschaft und setzen sie in Beziehung zu ihrem eigenen Leben und zu anderen Biografien. 8 SuS stellen die Bedeutung der Sakramente der katholischen Kirche in ihren wesentlichen Zügen dar und erklären die Unterschiede von Zeichen, Symbol und Sakrament. Sie verstehen und erläutern, dass sich in Jesu Christi Handeln die Zuwendung Gottes zu den Menschen zeigt und deshalb alle Sakramente ihren Grund in ihm haben. Sie entdecken und beschreiben Spuren des Göttlichen in ihrem Alltag und sind bereit, ihre Wirklichkeit in diesem Sinne wahrzunehmen. 9 SuS setzen sich mit Sterben und Tod als Grenzsituation auseinander und tauschen sich darüber aus. Sie diskutieren Deutungsansätze des Todes Jesu, erläutern neutestamentliche Zeugnisse der christlichen Auferstehungshoffnung und Vorstellungen davon in anderen Religionen. Sie reflektieren Endzeiterwartungen und beschreiben, wie Menschen aus dieser Erwartung heraus ihrem Leben einen Sinn gaben bzw. geben. 10 SuS analysieren außerbiblische Quellen über Jesus von Nazareth. Sie setzen sich mit den Jesusdarstellungen im Judentum und Islam auseinander und interpretieren die biblischen Glaubensaussagen zu Jesus Christus. Sie stellen Zusammenhänge zu deren Ausdeutung in der Kunst her und hinterfragen ihr eigenes Bild von Jesus neu.

37 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Lernaufgabe 4:10‘ 1. Lesen Sie einen Lernbereich Ihrer Wahl der ‚Lehrplantapete‘ des neuen LehrplanPlus in vertikaler Weise. 2. Vergleichen Sie Ihre Eindrücke mit denen Ihres Partners und besprechen Sie diese.

38 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN

39 Tops und Flops oder was Reli-Lehrer lieben oder nicht 1.Islam 2.Gewissen 3.Tod 4.Menschenwürdiges Leben 5.Schöpfung 6.Hinduismus/Buddhismus 1.Bibel lernen Zeit Gemeinsamer Anfang Zukunftshoffnungen Sexualität Fremde Kulturen 5.6

40 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Fachlehrpläne mit Kompetenzerwartungen und Inhalten Der Fachlehrplan untergliedert sich in Lernbereiche (thematische Unterkapitel). Diese enthalten Kompetenzerwartungen sowie die dazugehörigen Inhalte. Kompetenzerwartungen und Inhalte werden in der Regel getrennt voneinander dargestellt oder in begründeten Ausnahmen integriert in einem Text beschrieben.

41 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Was ist eine Kompetenzerwartung? Die Schülerinnen und Schüler … geben die Abrahamsgeschichte in Grundzügen wieder, deuten sie als Erzählung von Glaubenserfahrungen des Volkes Israel, und illustrieren ihren Charakter als Vertrauens- und Zumutungsgeschichte. Aus Religion, Jgst. 5, Lernbereich 5.1: „Auf Gott vertrauen“ – einen neuen Anfang wagen

42 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Fachlehrplan – Beispiel: Religion, 5. Jgst. Getrennte Darstellung der Inhalte Lernbereich 5.1: „Auf Gott vertrauen“ – den Anfang wagen Kompetenzerwartungen Die Schülerinnen und Schüler... geben die Abrahamsgeschichte in Grundzügen wieder, deuten sie als Erzählung von Glaubenserfahrungen des Volkes Israel, und illustrieren ihren Charakter als Vertrauens- und Zumutungsgeschichte. (K, V, G)... Inhalte zu den Kompetenzen Abrahams gläubiges Vertrauen, z. B. Berufung Abrahams (Gen 12,1-9), Abraham im Bund mit Gott (Gen 15,1-6), Gott zu Gast bei Abraham (Gen 18,1-33) Ich und die Anderen: Begabung als Chance und Auftrag; Gleichnis von den Talenten (Mt 25,14-30)...

43 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN VERGLEICH ALTER LEHRPLAN / NEUER LEHRPLAN: THEMENBEREICH ‚ABRAHAM‘ Zu Lernaufgabe 5:

44 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Grundlegende Kompetenzen zum Ende der Jahrgangsstufe 5 Zu Beginn der Realschulzeit nehmen die Schülerinnen und Schüler immer mehr ihre Individualität wahr, deuten die Vielfalt unter den Menschen als Chance und gehen respektvoll miteinander um. In der Beschäftigung mit Abraham reflektieren sie, wie wichtig Vertrauen und Offenheit für den Lebensweg und das Zusammenleben in der Gemeinschaft sind. KR5 Lernbereich 1: Auf Gott vertrauen – einen neuen Anfang wagen (ca. 10 Std.) Kompetenzerwartungen Die Schülerinnen und Schüler...  tauschen sich über ihre Stärken und Schwächen aus, um sich selbst und die anderen kennenzulernen sowie die Bedeutung der persönlichen Begabungen wertzuschätzen.  bringen ihre Hoffnungen, aber auch Ängste und Verunsicherungen angesichts des Schulwechsels zum Ausdruck und gehen dabei achtsam und wertschätzend mit persönlichen Äußerungen um.  erläutern, was Vertrauen für den Einzelnen und die Gemeinschaft bedeutet, und nehmen die Fähigkeit zu vertrauen als ein Geschenk wahr.  geben die Abrahamsgeschichte in Grundzügen wieder, deuten sie als Erzählung von Glaubenserfahrungen des Volkes Israel und illustrieren ihren Charakter als Vertrauens- und Entscheidungsgeschichte. Inhalte zu den Kompetenzen:  Ich und die Anderen: Begabung als Chance und Auftrag, Gleichnis von den Talenten (Mt 25,14-30), Umgang mit Schwächen  gemischte Gefühle angesichts des Neuanfangs, aktives Zuhören, Offenheit, Empathie und Respekt  Merkmale von Vertrauen; Vertrauensübungen und (biblische) Vertrauensgeschichten; Grenzen des Vertrauens  Abrahams gläubiges Vertrauen, z. B. Berufung Abrahams (Gen 12,1-9), Abraham im Bund mit Gott (Gen 15,1-6); Gott zu Gast bei Abraham und Sara (Gen 18,1-16), Erzählung von Abraham und Isaak (Gen 22, 1-14)

45 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN 3. Praktisches Arbeiten mit LIS (LehrplanInformationsSystem)

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49 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Beispiel: LB 7/3 „Bei euch aber soll es anders sein!“ – Jesu Botschaft vom Reich Gottes Inhalte Jesu Sichtweise: …. Option für die Schwachen, z. B. Zuwendung zu den Kindern und den Verlorenen (Mk 10,13-16; Lk 15,11-32); Seligpreisungen (Mt 5,3-12); Heilungen (z. B. Mk 2,1- 12; Lk 13,10-17); Frage nach der wahren Gerechtigkeit (Mt 20,1-16) Deutung eigener Reifungs- und Wachstumsprozesse … Einsatz für die Armen in der Nachfolge Jesu, z. B. Franz von Assisi, Mutter Teresa; Einsatz für soziale Gerechtigkeit, z. B. Erwin Kräutler, Bischof Tutu Realisierung … Lernbereiche: Inhalte Unterscheidung verbindlicher und fakultativer Inhalte

50 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Lernaufgabe 6:10‘ Markieren Sie mit einem blauen und roten Stift im Lernbereich 6.2 (Arbeitsblatt) die fakultativen und die verbindlichen Lerninhalte. Vergleichen Sie Ihre Ergebnisse mit Ihrem Nachbarn.

51 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN KR6 Lernbereich 2: „Ich will mitten unter euch wohnen!“ – Gott nahe sein (ca. 10 Std.) Inhalte zu den Kompetenzen: heilige Orte anderer Religionen, z. B. Mekka, Orte der Kumbh Mela, Varanasi, Fuji, heilige Orte der Antike wie Delphi Orte der Präsenz Gottes (Lev 26,11-13), z. B. Bundeslade (z. B. Ex 25,10-21), Tempel (z. B. 1 Kön 8,27-30, Ps 84), Jerusalem (Jes 60,1-22); Kultkritik (Jer 7,1-11); Allgegenwart Gottes (Ex 3,14) Menschwerdung Gottes (Lk 2,1-20), z. B. Verklärung (Lk 9,28-36), Jesus und die Samariterin (Joh 4,19-26) Möglichkeiten der Christusbegegnung, z. B. in Gebet und Sakramenten als Zeichen der besonderen Nähe Christi (z. B. Eucharistie, Firmung), im Kirchenraum (z. B. Tabernakel, ewiges Licht), in der Nächstenliebe (Mt 25,34-40), z. B. Elisabeth von Thüringen, Christophorus Erinnerungsorte: Heiliges Land (z. B. Grabeskirche, See Genezareth), Rom (z. B. Petrus- und Paulusgrab)

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63 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN 4.Kompetenzorientierte Aufgaben an der Realschule

64 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Inhalt : 1.Wie beeinflusst die Kompetenzorientierung den Unterricht? 2.Warum spielen kompetenzorientierte Aufgaben im neuen Lehrplan eine wichtige Rolle? 3.Was versteht man unter einer kompetenzorientierten Aufgabe? 4.Kompetenzorientierte Aufgaben: Klare Trennung von Aufgaben unterschiedlichen Charakters 5.Checkliste zur Analyse und Konstruktion kompetenzorientierter Aufgaben

65 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN 4.1 Wie beeinflusst die Kompetenzorientierung den Unterricht?

66 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Welche Kompetenzen sollen die Schülerinnen und Schüler erwerben bzw. stärken – und welche Lernsituationen benötigen sie hierfür? Anschluss- fähiges Wissen Angestrebte Kompetenz Inhalt Kompetenzorientierung im Unterricht Kompetenzorientierter Unterricht Erworbene Kompetenz Die Unterrichtsplanung geht von der angestrebten Kompetenz aus.

67 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Erworbene Kompetenz Kompetenzorientierter Unterricht Anschluss- fähiges Wissen Kompetenzorientierung im Unterricht Unterrichts- planung Angestrebte Kompetenz 1. Schritt: Kompetenz/en auswählen 2. Schritt: angestrebte Kompetenz bedingt Auswahl der Lernform, der Lernmethode und der Lernsituation Inhalt

68 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN die gesamte kompetenzorientierte Unterrichtsplanung maßgeblich steuern. zeigen, wie die Kompetenzbeschreibungen des Lehrplans konkret umgesetzt werden. das Anforderungsniveau in einzelnen Jahrgangsstufen illustrieren. zeigen, wozu bestimmte Dinge gelernt werden. 4.2 Kompetenzorientierte Aufgaben spielen im neuen Lehrplan eine wichtige Rolle, weil sie …

69 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN 4.3 Was versteht man unter einer kompetenzorientierten Aufgabe?

70 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Beispiele zur Konstruktion kompetenzorientierter Aufgaben bisherige Aufgabenstellung: Am nächsten Tag sitzt Zachäus mit seiner Familie (Frau, Schwiegermutter, Söhne, Töchter) beim Frühstück. Er erklärt, was er mit seinem Geld machen will. Die anderen sind erstaunt, bestürzt und widersprechen zum Teil. Da erklärt ihnen Zachäus seine Geschichte mit Jesus. Spielt das Gespräch. veränderte Aufgabenstellung: Vorschlag 1: Perspektiverweiterung Am nächsten Tag sitzt Zachäus mit seiner Familie (Frau, Schwiegermutter, Söhne, Töchter) beim Frühstück. Er erklärt, was er mit seinem Geld machen will. Die anderen schauen ihn an. So kennen sie Zachäus nicht. Da erzählt er ihnen seine Geschichte mit Jesus. Spielt das Gespräch und berichtet im Anschluss, warum ihr es so und nicht anders gespielt habt. Lehrplanbezug: 5.3: Erfahrungen mit Gott – Die Heilige Schrift Kompetenzerwartung SuS erschließen mithilfe altersgerechter Methoden (Nacherzählen, Nachspielen) sowie unter Berücksichtigung der jeweils vorliegenden Sprachform biblische Texte zu Gotteserfahrungen in Grundsituationen menschlichen Daseins, beziehen die so gewonnenen Aussagen ansatzweise auf ihr eigenes Leben und zeigen eine respektvolle Haltung gegenüber der Heiligen Schrift. Inhalte biblische Zeugnisse menschlicher Grunderfahrung: z.B. Geringschätzung und Angenommensein (Lk 19,1-10) Vorschlag 2: Vernetzung Stell dir vor, am nächsten Tag trifft Zachäus auf die Ehebrecherin und sie kommen ins Gespräch über Jesus. Schreibt auf, worüber sich Zachäus und die Ehebrecherin unterhalten würden. Spielt das Gespräch und berichtet im Anschluss, warum ihr es so und nicht anders gespielt habt. Beispiel 1

71 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Lernaufgabe 7 Martin Luther sitzt zu Hause an seinem Schreibtisch und arbeitet an einer Predigt für den Reformationstag. Er sucht in der Bibel nach einem geeigneten Text und findet diesen im Lukasevangelium (Lk 18, 9-14). Er liest den Text nochmals ganz genau und ist begeistert. Aufgabe: 1.Was meinst Du: Weshalb wählt Martin Luther gerade diesen Text aus dem Lukasevangelium für seine Predigt? 2.Für wen stehen die Personen im Text? 3.Um das Wesentliche seiner Lehre herauszuarbeiten, kürzt Luther den Bibeltext. Reduziere den Text auf seine Kerngedanken! 4.Lies den gekürzten Text deinem Nachbarn vor. Welche Übereinstimmungen / Unterschiede entdeckt ihr? Tauscht euch darüber aus! 5.Fasse den gekürzten Text zu einer Glaubens-Kurz-Formel zusammen! 6.Verfasse eine kurze Ansprache als Wort zum Reformationstag, in der Du Luthers Lehre zur Sprache bringst. Der Bibeltext befindet sich auf dem Arbeitsblatt. Beispiel 2

72 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Einigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten, erzählte Jesus dieses Beispiel: Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten ; der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stellte sich hin und sprach leise dieses Gebet: Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort. Ich faste zweimal in der Woche und gebe dem Tempel den zehnten Teil meines ganzen Einkommens. Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wagte nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser kehrte als Gerechter nach Hause zurück, der andere nicht. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden. Zwei Männer beten. Der Pharisäer: Ich, Ich! Der Zöllner: Gott, sei mir Sünder gnädig!

73 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Verarbeiten: Anwendung 1 Zwei Männer beten. Der Pharisäer: Der Zöllner: Gott, sei mir Sünder gnädig!

74 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Liturgische Farben im Kirchenjahr Beispiel 3

75 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Lernaufgabe: Sichere Dein Wissen: Es gibt verschiedene liturgischen Farben in der römisch- katholischen Kirche. Zähle diese auf! Erkläre die Bedeutung dieser Farben und benenne die Feste, an denen sie im Gottesdienst Verwendung finden. Alternative: Multiple – Choice- Zuordnungsaufgabe /Farben- Bedeutung) Fehler im Text: Fehlerfinden etc. Die liturgischen Farben bezeichnen die Farben von liturgischen Gewändern; diese werden zu bestimmten Zeiten in den katholischen Gottesdiensten verwendet.

76 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Anwendungs- bzw. Anforderungssituation

77 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Wende Dein Wissen an: Betrachte obiges Bild! Beschreibe das Bild: Was siehst Du? Zähle auf! Was ist das Problematische bzw. Fragwürdige in diesem Bild? Benenne es! Ordne das Bild dem Kirchenjahr bzw. dem kirchlichen Festkreis und Fest zu. Stimmen die Farbe des Messgewandes und der dargestellte Festtag überein? a.Begründe Deine Antwort! b.Wenn Nein, was ist falsch und wie lautet Deine Antwort? c.Schreibe dazu Pfarrer Mayer eine !

78 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Weiterführende Fragen 1. Die Pfarrei bereitet sich auf ein bestimmtes Fest vor. Benenne es. 2. Belege deine Antwort mit Beispielen dafür. 3. In dem Bild sind aber auch Fehler zu finden. Benenne diese. 4. Vergleiche deine Antworten mit denen deines Partners.

79 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Qualitätskriterien für kompetenzorientierte Aufgaben (1) Aufgaben entwickeln Kompetenzen in klar definierten Bereichen klare Zielorientierung zu Beginn (Transparenz über die Schritte der Erarbeitung) Aufgabenstellung erfolgt über passende Operatoren Aktivierung von vorhandenem Vorwissen und Können (Situationen des Erkundens, Entdeckens und Erfindens) exemplarische, für Lernende bedeutsame Inhalte Kompetenzorientierte Aufgaben müssen nicht zwangsläufig alle der genannten Kriterien aufweisen!

80 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Qualitätskriterien für kompetenzorientierte Aufgaben (2) Lebenswelt- und Anwendungsbezug: Einbettung in einen Kontext Problemorientierung Anbahnung von Transfer Zeigen den Lernzuwachs Phasen der direkten Instruktion / Phasen des individuellen Arbeitens kooperatives Lernen gleiche Handlungs- und Problemlösesituation für alle ABER: unterschiedliche Lernwege und Lernstrategien zur Bewältigung der Aufgabe (d.h. es gibt Angebote für Hilfen und Herausforderungen) > variable Zugänge

81 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Qualitätskriterien für kompetenzorientierte Aufgaben (3) gestufter und individualisierter Aufbau (passende Strategien, Hilfestellungen/Lernmaterialien) Aktivierung zum selbstständigen Lernen Ggf. komplexe Problemlösesituation und ein (bewertbares) Produkt als Ergebnis Möglichkeit, den eigenen Lernerfolg und die angewandten Lernstrategien zu reflektieren (z. B. durch Vorgabe transparenter Kriterien) Verankerung des neu Gelernten im Wissensnetz

82 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Und jetzt sind Sie dran…. Lernaufgabe 810‘ Entwickeln Sie eine geeignete Lernaufgabe mit einem der nachfolgenden Bilder. Bedenken Sie dabei den didaktischen Einsatzort Ihrer Lernaufgabe und den Lehrplanbezug. Verwenden Sie geeignete ‚Operatoren‘ für Ihre Lernaufgabe aus der Liste ‚prozessbezogene Kompetenzen – Operationalisierungen‘.

83 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN 1 bizibizipic.depic.de

84 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN 2 Unbekannte Quelle

85 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN 3 MZ/ Dez 2015

86 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN 4 Unbekannte Quelle

87 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN 5 Aktion Brot für die Welt, 2009

88 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN 4.4 Kompetenzorientierte Aufgaben: Klare Trennung von Aufgaben unterschiedlichen Charakters Lernaufgaben zur Kompetenzentwicklung Übungsaufgaben zur Vertiefung, Festigung und Automatisierung bereits erreichter Kompetenzen > Kompetenzentwicklung bedarf auch expliziter Übungsphasen! Die Lehrkraft entscheidet darüber, wann sie den Einsatz von Übungsaufgaben als didaktisch sinnvoll erachtet. Prüfungsaufgaben zur Kompetenzüberprüfung

89 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Lernen und üben

90 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Bedeutung von Lernaufgaben „ Der Aufbau von Kompetenzen ist ein aktiver, im Kern selbstgesteuerter und konstruktiver Prozess, den jeder Lernende selbst vollziehen muss. Deshalb führen Instruktion und Anleitung im Unterricht nicht zwangsläufig zur Entwicklung von Kompetenz. Ein kompetenzorientierter Unterricht bietet den Schülerinnen und Schülern durch motivierende Aufgaben Gelegenheit, aktiv, selbstgesteuert und in vielfältigen Anwendungskontexten zu lernen.“ (Lankes, ISB-Jahrbuch 2011, S. 28 f.)

91 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Die Rolle von Übungsphasen „Erworbene Kompetenzen können nur dann nachhaltig gefestigt und in neuen Situationen angewendet werden, wenn sie intensiv eingeübt wurden. „Regelmäßiges Üben und Trainieren ist ein wichtiger Bestandteil des kompetenzorientierten Unterrichts“ (Feindt/Meyer 2010, 31) Gute kompetenzorientierte Lernaufgaben sollten daher stets auch Gelegenheit zum Üben bieten.“ (Leitfaden für die Entwicklung kompetenzorientierter Aufgaben, ISB München, 2013, S.9)

92 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Angebote zur Differenzierung innerhalb einer Lernaufgabe Differenzierung durch  Hilfen bei Teilaufgaben, die individuell gewählt werden können (z. B. sprachliche Hilfen, kleine instruktive Texte, Übungsangebote, strategische Hilfen)  zusätzliche Herausforderungen für leistungsstärkere Schüler (z.B. zusätzliche Rechercheaufgabe)

93 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN 4.5 Checkliste zur Analyse und Konstruktion kompetenzorientierter Aufgaben

94 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN kognitive Aktivierung? Vernetzung? Üben oder Neues? Lebensweltbezug?

95 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN kognitive Aktivierung? kooperative Arbeitsform? Vernetzung?

96 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Metakognition?

97 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Harald Martensen, Über die zunehmende Zahl von Nichtschwimmern Pressemeldung der DLRG vom : Ende der 80er Jahre hätten 90% der Viertklässler den Freischwimmer besessen, heute nur noch 50%. Umgerechnet auf die Gesamtbevölkerung bedeutet dies, dass wir zu 25% ein Volk von Nichtschwimmern sind. Die Zahl der Ertrinkungsopfer in Deutschland sinkt seit Jahren ertranken in Deutschland 5000 Personen, 2013 nur noch 383. Folgerungen…

98 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN Folgerung: „Um Menschen vor dem Ertrinken zu schützen, muss man ihnen also gar nicht das Schwimmen beibringen. Es genügt, sie frühzeitig aufzuklären, dass tiefes Wasser gefährlich ist. Dies entspricht dem Trend in der Bildungspolitik, auswendig gelerntes Wissen wird abgelehnt. Statt irgendwelchen Fakten und Zahlen sollen die Schüler einfach „Kompetenzen“ erwerben. Statt in stumpfsinnigem Drill auswendig zu lernen, wie die Kraulbewegung geht, erwerben die Kinder die Nichtertrinkerkompetenz, Gewässer zu meiden. Dieses Prinzip lässt sich in sämtlichen Fächern anwenden. Ich sehe das kritisch! [aus: Zeit-Magazin vom , Nr. 43]

99 STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN HA Schule/Hochschule

100 Können wir das schaffen? Ja, wir schaffen das!

101 Du findest den Weg nur, wenn du dich auf den Weg machst. (Mary Ward)

102 Danke für Ihre Aufmerksamkeit!


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