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Die Globalisierung. GESCHICHTE DER GLOBALISIERUNG.

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Präsentation zum Thema: "Die Globalisierung. GESCHICHTE DER GLOBALISIERUNG."—  Präsentation transkript:

1 Die Globalisierung

2 GESCHICHTE DER GLOBALISIERUNG

3 Ziel: Handelswege finden für Gewürze aus Asien  Marco Polo in China (13. Jh.)  Exkursionen von Kolumbus und Vasco da Gamas  Magellans erste Weltumsegelung 1521

4 Die Handelswege orientieren sich an den kontinentalen Küsten mit europäischen Handelsstationen und in Innerasien an der seit der Antike bekannten Seidenstrasse). Ausnahme: der Transatlantikhandel

5 Das britische Empire ist das erste weltumspannende Handels-imperium. Die Briten sind an der Kontrolle der Handelsrouten und dem freien Handelsfluss interessiert. Ein funktionierendes Bankensystem und die Ausgabe von Staatsanleihen finanzieren die Handelshäuser wie die Ostindische Teekompanie im 18./19. Jh.

6 Mit Ausnahme Grossbritanniens (und der USA) geht es den imperialististischen Mächten nicht um Handel, sondern vor allem um Prestige und Verbreitung ihrer nationalen Kultur.

7  Die Monroe-Doktrin (1823): Die USA betrachten den amerikanischen Kontinent als ihr Einflussgebiet.  Der „Dollar-Imperialismus“: Die Abhängigkeit vor allem der lateinamierikanischen Staaten wird durch Nieder-lassungen amerikanischer Firmen und finanzieller Unterstützung willfähriger Regierungen gesichert. Notfalls wird offen oder verdeckt auch eingegriffen (Guatemala, Chile, Panama, Grenada, …)  Der amerikanische Hegemonieanspruch ist (fast) immer wirtschaftlich begründet: „Was gut für das Land ist, ist auch gut für General Motors und umgekehrt.“  Als Sieger der Weltkriege werden die USA zur Supermacht und im Kalten Krieg zum „Weltpolizisten“.

8 Autoritäre Regime (deutscher Militarismus im 1. Weltkrieg, Faschismus, NS-Diktatur und Kommunismus) haben einzig ihre Machtausdehnung im Sinn (im Inneren wir gegen aussen). Liberalismus und Kapitalismus sind nach dem Börsencrash von 1929 in der Krise und stellen kein positives Modell dar. Weichenstellung in Richtung Globalisierung Die USA als stärkste Wirtschaftsmacht fordert in verschiede- nen Dokumenten die Freiheit der Völker, freien Zugang zu nationalen Märkten und die Sicherheit der Handelsrouten.  14-Punkte-Programm von US-Präsident Wilson 1918  Völkerbundsakte 1919  Atlantikcharta 1941

9 Die amerikanische Forderung nach weltweiten „open doors“ - d.h Freihandel – wird von der Sowjetunion abgelehnt, ebenso der Marshall-Plan. Dieser führt jedoch zu einer vertieften Integration der westli- chen Wirtschaften inklusive Japans. Die kriegszerstörten Länder BRD und Japan werden in der Folge zu wichtigen Stützen der Weltwirtschaft. In Westeuropa beginnt in den 1950er Jahren die wirtschaft- liche Zusammenarbeit, die schliesslich in der Europäischen Union (EU) als politischem Zusammenschluss endet (1992). Die Entkolonialiserung ( ) führt zum wirtschaftlichen Aufstieg der südostasiatischen „Tigerstaaten “. Organisationen wie die OECD, GATT und heute die WTO bemühen sich um den freien Welthandel.

10 EXKURS DER NEOLIBERALISMUS ALS THEORETISCHE GRUNDLAGE DER GLOBALISIERUNG

11 Die Stagflation Mitte der 1970er Jahre Die Wirtschaft in den Industriestaaten war geprägt von einer Mischung aus Wachstumsschwäche und steigender Inflation Staatliche Steuerung der Konjunktur versagte und die Keynesianer mit dem Konzept des deficit spending gerieten in die Defensive. Die neoliberale Chicagoer Schule Ökonomen wie Milton Friedman propagierten neue Lösungen: im Zentrum war der Abbau jeglicher staatlicher Regulierung. In Chile unter Militärdiktator Pinochet wurde das Konzept erprobt. Thatcher und Reagan Im Grossbritannien setzte Margret Thatcher 1979 eine neoliberale Revolution um. In Amerika folgte ihr ab 1981 Ronald Reagan.

12 Liberalisierung : freies Unternehmertum Deregulierung : Abbau von Regulationen Privatisierung : Abbau / Verkauf von Staatsunternehmen Flexibilisierung : Abbau von Rechten und Regulierungen für Arbeitnehmer Freihandel : Abbau von Zoll- und Handelsschranken Die Politik (der Staat) beschränkt sich auf  institutionelle Rahmensetzungen der Marktwirtschaft (Gesetzgebung, Ordnung)  die Etablierung neuer Märkte und  die Ordnungspolitik - wenn nötig.

13  Unerschütterlicher Glaube an die Marktmechanismen  Grösstmögliche Freiheit von Unternehmungen und Individuen  Keine Staatsintervention in den Wirtschaftskreislauf  Abbau der Staatsausgaben: Private Unternehmungen können Infrastruktur besser unterhalten.  Abbau des Wohlfahtsstaates: das Individuum soll nicht vom Staat abhängig sein und zum Schmarotzer werden.  Abbau von Rechten der Gewerkschaften und Arbeitnehmern, um die freie Entfaltung der Unternehmungen nicht zu gefährden.

14  Die freie Marktwirtschaft wird auf Osteuropa und die Nachfolgestaaten der Sowjetunion ausgedehnt.  Chinas Aufstieg zur Wirtschaftsmacht beschleunigt sich.  In China wie in Russland nimmt die Wirtschaftstätigkeit stark zu, die Entwicklung des zivilen Sektors in Bezug auf politische Mitsprache (Demokratisierung) und wirtschaftliche Chancengleichheit (Einkommensschere) wird vernachlässigt – ein Gefahrenpotenzial für die Zukunft dieser Wirtschaften.  Transnationale Grossunternehmen – vor allem amerikanische wie Coca-Cola, McDonalds, Exxon, IBM, etc – besetzen die neuen Märkte und nutzen die billigen Arbeitskräfte und nicht vorhandenen staatlichen Regulationen. Sie verdrängen damit einheimische Mitbewerber.  Die wirtschaftliche Globalisierung wird jetzt umgesetzt.

15  US-Präsident George H. Bush spricht 1989 von einer „neuen Weltordnung“ mit den USA, der einzigen verbliebenen Supermacht, als Taktgeber und Ordnungshüter.  Der amerikanische Politikwissenschafter Francis Fukuyama spricht vom „Ende der Geschichte“ (1992)  Der britische Historiker Eric Hobsbawm kritisiert den schwindenden Einfluss politischer Institutionen: „Wir haben es mit einer rasant globalisierenden Weltwirtschaft zu tun, die auf transnationalen Privat- unternehmen basiert und diese tun alles, um sich staatlichen Gesetzen und Steuern zu entziehen, was dazu führt, dass selbst „big governments“ ihre Volks- wirtschaften nur noch eingeschränkt kontrollieren können.“ (2006)

16  Die Politik hält nicht Schritt: Die neoliberale Wirtschafts-theorie führt zu grossen Einkommensunterschieden innerhalb der Volkswirtschaften wie auch zwischen reichen und armen Ländern.  Die Rolle der USA als einziger verbliebener Supermacht Die Amerikaner schaffen es nicht, eine gerechte Weltordnung zu fördern.  Neokonservative Lobbies in den USA schaffen es, Lösungen für den Palästinakonflikt zu verhindern und die Interessen der Ölmultis durchzusetzen.  In Russland verläuft der Transformationsprozess von Planwirtschaft zu Marktwirtschaft chaotisch und ohne politische Steuerung.  China wird zwar wegen des Massakers von 1989 gemahnt, ist aber für die westlichen Regierungen schon ein zu wichtiger Markt um Menschenrechte einzufordern.

17 ASPEKTE DER GLOBALISIERUNG

18 OECD: „Prozess, durch den Märkte und Produktion in verschiedenen Ländern immer mehr voneinander abhängig werden – dank der Dynamik des Handels mit Gütern und Dienstleistungen und durch die Bewegung von Kapital und Technologie.“ Allgemeine Definition Unter Globalisierung wird die Veränderung der Weltwirtschaft verstanden, die zu mehr länderübegreifenden Transaktionen führt. Auch im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich findet eine Globalisierung statt. Beispielsweise werden heutzutage viele Produkte in den westlichen Industrieländern kaum noch hergestellt, sondern nur noch in China und anderen Billiglohnländern. Hierzu zählen zum Beispiel Produkte wie Textilien und Spielzeuge.

19  Der technologische Fortschritt - Verkehrswesen: Einsatz von Containern - Telekommunikation: Internet, , Mobiltelefon - Computergestützte Dienstleistungen und Produktion  Deregulierungen bei Verkehr und Handel - erhöhte Mobilität von Menschen - erhöhte und billigere Transportkapazitäten - Abbau von Visazwängen und Handelsschranken - Liberalisierung der Finanzmärkte  Grössere Standortkonkurrenz - Outsourcing von Arbeitsplätzen in Billiglohnländer

20 - Die Ungleichheit auf nationaler und internationaler Ebene nimmt zu - Negative Folgen wie Arbeitsplatzabbau und Umwelt- einwirkungen bekommen meist diejenigen zu spüren, die am wenigsten profitieren: Die Arme in Nord und Süd. - Die Migration aus Entwicklungsländer in die Industrieländer führt zu Fremdenfeindlichkeit - Der Abbau von Staatsleistungen wegen Steuersenkun- gen bringt den Mittelstand in Bedrängnis. - Forderungen nach mehr Flexibilität und Mobilität am Arbeitplatz erhöhen Stress und Gesundheitsproble-me (und die Ausgaben im Gesundheitswesen)

21 - Der staatliche Einfluss auf die Wirtschaft nimmt ab.  Allerdings wurde die Hilfe des Staates angesichts der Finanzkrise 2008 gefordert und angenommen. - Die Bedeutung des Nationalstaates nimmt ab. Trotzdem steigen Angst vor Neuem und Fremdenfeindlichkeit in vielen Staaten an. Populistische Parteien werden mit einschränken-den und vereinfachten Forderungen zu Meinungsführern (N.B.: es ist leichter, gegen etwas zu stimmen als für Veränderungen). - Politikinteresse und Demokratieverständnis nehmen angesichts der Ohnmacht von Regierungen ab.

22 - Der freie Güterfluss verbreitert das Angebot der Konsumenten (vor allem in den reichen Ländern) - Billigeres Reisen fördert das Interesse an anderen Ländern und Kulturen, es führt aber auch zur Zerstörung einheimischer Strukturen und Sitten in armen Ländern. - Die weltweite Verbreitung von Laden- und Restaurantketten führen zu Monotonie. - Musik wird einerseits zum weltweiten Einheitsbrei, anderseits können ethnische Trends entstehen (z.B. Salsa, Reggae, afrikanische Rythmen, …) - Der (westliche) „Kulturimperialismus“kann zu Abwehr- reaktionen und Zielscheibe von Hass werden

23 Die technologischen und logistischen Voraussetzungen für die wirtschaftliche Globalisierung erleichtern auch die Tätigkeiten des organisierten Verbrechens und von Terrornetzen.  Der Drogenhandel (inklusive Zigaretten), in den verschiedene Mafiaorganisationen involviert sind.  Der internationale Waffenhandel, der sowohl von Privaten wie von Staaten getrieben wird. Nie gab es so viele Waffen auf dem Markt wie nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion!  Der international vernetzte Terrorismus, seit 1990 vor allem von islamistischen Gruppen wie al Kaida gefördert und von Bushs „War on Terrorism“ angefeuert.

24 Karten* zur Globalisierung * Alle Karten von

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26 Armut Reichtum

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28 Import Export

29 Import

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31 Kriegstote Waffenexporte

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