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Conflict Representations Constructive Struggle. Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011.

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Präsentation zum Thema: "Conflict Representations Constructive Struggle. Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011."—  Präsentation transkript:

1 Conflict Representations Constructive Struggle

2 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011

3 Israelische Umsiedlungen aus dem Gazastreifen - Abbau und Räumung israelischer Siedlungen im palästinensischen Gebiet durch israelische Sicherheitskräfte im Jahr Widerstand durch die israelischen Siedler, die evakuiert werden sollen → internationaler Konflikt von hoher Brisanz

4 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 Konfliktlösungsmodelle - Haim Omer und Nachi Alon - innerfamiliäre Konflikte → internationale Konflikte Mikroebene → Makroebene - Grundkonzept : Unterscheidung destruktives und konstruktives Konfliktmanagement

5 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 Destruktive Konfliktform - Dämonisierungsprozess - Gewalt - Schaden - Zerstörung

6 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 Grundelemente der destruktiv-dämonisierenden Konfliktform I )Essential asymmetry II ) The obligation to win III ) The principle of retaliation IV ) The need for total control V )Suspicion and secretiveness VI )The immediacy principle

7 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 I ) Essential asymmetry - „wir sind gut “ – “ihr seid böse ” - die Annahme der Asymmetrie als Ursache destruktiver Konflikte - Gegenseite als böse Macht → Legitimation von Zorn und Gewaltanwendung

8 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 II ) The obligation to win - in destruktiven Konflikten gibt es nur einen Sieger und einen Verlierer - Nachgeben einer Partei → Schwäche

9 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 III ) The principle of retaliation - Prinzip der Vergeltung - Im destruktiven Konflikt sind starke Emotionen wichtiger als deren Konsequenzen - Moralischer Zwang legitimiert Vergeltungsschläge

10 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 IV ) The need for total control - Angst und Drang zur Selbstverteidigung → Ziel ist die totale Kontrolle über den Gegner

11 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 V ) Suspicion and Secretiveness - Misstrauen und Verschwiegenheit → Kontrolle über den Gegner → Schutz vor überraschendem Gegenschlag des Feindes

12 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 VI ) The immediacy principle - verzögerte s Handeln stärkt den Feind - Reaktionen müssen sofort ausgeführt werden → Prinzip der Unmittelbarkeit

13 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 Fazit: The power of the destructive assumptions Bilder von Stefan Zweig

14 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 Konstruktives Konfliktmanagement - Alternative zu einer destruktiven Konfliktform - mehr als die Verfechtung von Toleranz, Menschlichkeit und Rationalität - hoch motivierendes Kampfprogramm: → gewaltfreier Widerstand (non-violent resistance)

15 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 gewaltfreier Widerstand

16 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 gewaltfreier Widerstand „ Ich verteidige mich mit allen möglichen Mitteln, aber ohne zurückzuschlagen.“

17 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 Elemente des konstruktiven Konfliktmanagements I ) The obligation to resist II) Basic similarity and many-voicedness III) Asymmetry of means IV) The illusion of control V) Publicity VI) The principle of ripeness Elemente der destruktiven Konfliktform The obligation to win Essential asymmetry Demonic view, the principle of retaliation The need for total control Suspicion and secretiveness The immediacy principle

18 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 I) The obligation to resist - Pflicht zu systematischem gewaltfreien Widerstand gegenüber Gewaltanwendung - Schwanken zwischen Aggression und Kapitulation - auf internationaler wie auch auf familiärer Ebene - Unterbindung dieser Pendelbewegung durch konsequenten Gewaltverzicht und kontinuierlichen Widerstand

19 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 II) Basic similarity and many-voicedness - Betonung der Koexistenz positiver und negativer Stimmen auf beiden Seiten - Ziel: Stärkung und Schaffung einer Mehrheit gewaltfreier Stimmen - Perspektivenwechsel und neue Definition des Feindes: nicht die gegnerische Gruppe, sondern (gemeinsamer) Kampf gegen Unterdrückung und Gewalt

20 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 III) Asymmetry of means Die Wirkung gewaltfreien Widerstandes als Reaktion auf Gewalt: - Verlust der Legitimität von gewaltsamen Aktionen - hemmende Wirkung - Verunsicherung des Gegners - öffentliche Unterstützung

21 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 IV) The illusion of control - veränderter Fokus : Das Verhalten des anderen ist nicht kontrollierbar → Konzentration auf das eigene Verhalten - persönliche Ebene : Demonstration des Widerstands- und Verteidigungswillens trotz bestehender Unterlegenheit

22 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 V) Publicity - Transparenz und Öffentlichkeit begünstigen den gewaltfreien Widerstand - zentral für die Mobilisierung eines Unterstützungsnetzwerkes - bei häuslicher Gewalt → Ausbruch aus Isolation - Schutz durch den Druck der Öffentlichkeit

23 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 VI) The principle of ripeness - langsames Heranreifen positiver Veränderungen: keine unmittelbare Lösungen (Unmittelbarkeitsprinzip) - die Macht der Ausdauer → kein „ decisive blow “ - Skepsis gegenüber sofortigen Lösungen → bescheidene Ziele

24 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 The power of the constructive assumptions - Überraschungseffekt - Stärkung der Opfer durch detaillierte Aktionsprogramme, persönliches und moralisches Gefühl der Überlegenheit - Verwirrung und Desorganisation der Gewaltanwendenden

25 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011

26 Israelische Umsiedlungen aus dem Gazastreifen - Schwierigkeiten, Emotionen und Komplexität des israelischen Umsiedlungsprozesses → Räumung der israelischen Siedlungen verlief weniger gewaltsam als befürchtet

27 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 SHATIL The New Israel Fund`s Empowerment and Training Center - Entwicklungsprogramm, das auf dem konstruktiven gewaltfreien Konfliktlösungsmodell basiert - Konkrete Anwendung des Modells auf den israelischen Umsiedlungsprozess - Übermittlung der Grundideen an Sicherheitskräfte, Politiker und Opponenten der Umsiedlungen durch Omer und Alon

28 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 Humanisierung des Konfliktes (Basic similarity and many-voicedness) - Dämonisiertes Bild des Gegners → Extremisten und Verräter - Im Umsiedlungsprozess: Betonung der Gemeinsamkeiten und Offenbarung gewisser Emotionen → Verdrängung der Dämonisierung

29 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 Vom psychologischen Krieg zum Dialog und Provokation (obligation to resist) - Fähigkeit mit Provokation umzugehen - Gewalt nicht mit Gegengewalt erwidern - Selbstbeherrschung im konstruktiven Streit als ideeller Wert und Quelle des Stolzes - Sicherheitskräfte im Umsiedlungsprozess: Provokationen mit konstruktiven Antworten begegnen und keine Gewaltanwendung gegenüber barrikadierten Siedlern

30 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 Die Rolle der Medien (publicity) - Öffentlichkeit und Medien dienen dem gewaltfreien Widerstand - Im Umsiedlungsprozess: Medienpräsenz hat mitgeholfen, dass Gewaltanwendungen durch die Konfliktparteien unterlassen wurden

31 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 Wird das konstruktive Lösungsmodell komplexen internationalen Konflikten gerecht?

32 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 Fazit - Gescheiterte Friedensverhandlungen im Jahr Aktuell: Siedlungsstopp durch Israel aufgehoben → immense Komplexität und politische Verflechtungen internationaler Konflikte → Eigendynamik → konstruktives Konfliktmanagement ist kein absoluter Garant für nachhaltige, längerfristige Lösungen in internationalen Konflikten

33 Verhandlungstechnik und alternative Streiterledigung, FS 2011 Fazit - Gemeinsames Blutspendeprojekt zwischen Israelis und Palästinensern unter Mithilfe von SHATIL - Gewaltfreie Kundgebungen und Demonstrationen → Hoffnung, dass das konstruktive Lösungsmodell in Zukunft eine wichtige Alternative zum destruktiven Konflikt darstellt

34 Vielen Dank!


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