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Kirchliche Entwicklungsarbeit in Afrika – eine Erfolgsgeschichte Beat Dietschy 26.10.2007.

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Präsentation zum Thema: "Kirchliche Entwicklungsarbeit in Afrika – eine Erfolgsgeschichte Beat Dietschy 26.10.2007."—  Präsentation transkript:

1 Kirchliche Entwicklungsarbeit in Afrika – eine Erfolgsgeschichte Beat Dietschy

2 2 Brot für alle (BFA) in Kürze –BFA ist der Entwicklungsdienst der evangelischen Kirchen der Schweiz Gegründet 1961, mit zwei Büros in Bern und Lausanne –BFA informiert die Öffentlichkeit über Entwicklungspolitik Jährliche ökumenische Kampagne –BFA unterstützt über 350 Entwicklungsprojekte in 60 Südländern Wir stärken Gemeinschaften, die ihre Zukunft selber in die Hand nehmen Die Projekte reichen von der Unterstützung von Bauernkooperativen bis zum Aufbau von Gemeinschaftsmedien 15 Schweizer Partner sind für die Durchführung der Projekte zuständig –BFA setzt sich für globale Gerechtigkeit und eine nachhaltige Entwicklung ein Unsere Schwerpunkte sind: Fairer Handel, Faire Finanzbeziehungen, Korruptionsbekämpfung, Menschenrechte und Entwicklung

3 3 Die Welt in 5 Minuten… In 5 Minuten: …sterben 50 Kinder an Hunger und Unterernährung weltweit …gibt BFA SFr. 130 für Entwicklungshilfe und -politik aus …gibt die Schweiz SFr. 21'000 für Entwicklungshilfe aus …verschwinden US$ 16'000 aus den Erdöleinnahmen von Angola in die Korruption …zahlen Entwicklungsländer US$ 1.2 Millionen Zinsen für ihre Auslandschulden …werden weltweit US$ 3.8 Millionen Bestechungsgelder bezahlt …werden mehr als US$ 6.5 Milliarden auf den Devisenmärkten ausgetauscht

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9 9 Korruption und gestohlene Gelder IrakHussein10 bis 40 Mrd US$ IranShah M. Pahlavica. 35 Mrd US$ IndonesienSuharto15 bis 35 Mrd US$ ElfenbeinküsteH. Boigny7 bis 10 Mrd US$ PhilippinenMarcos5 bis 10 Mrd US$ Zaire/ DR KongoMobutu5 bis 6 Mrd US$ NigeriaBuhari / Abacha2 bis 6 Mrd US$ AngolaDos Santos4 bis 5 Mrd US$ KeniaMoica. 3 Mrd US$ LiberiaTaylorca. 3 Mrd US$ PakistanButthoca. 3 Mrd US$ MaliTraore1 bis 2 Mrd US$ TogoEyadema1 bis 2 Mrd US$ PeruFujimori0.6 bis 1.5 Mrd US$ ÄquatorialguineaObiang0.5 bis 1 Mrd US$ Kongo (Brazzaville)Sassou Nguesso0.7 bis 0.8 Mrd US$ GuatemalaPortillo0.6 bis 0.6 Mrd US$ –Zwischen US$ Milliarden wurden von ca. 20 Potentaten gestohlen –Komplizenschaft der Industrieländer –Davon eingezogen und zurückgeführt: < US$ 4 Milliarden

10 10 Verschuldung und Korruption –Zusätzlich von Diktatoren verursachte Staatsschulden (Milliarden US$): IndonesienSuharto126 BrasilienMilitärjunta100 ArgentinienMilitärjunta65 PhilippinenMarcos40 SüdafrikaApartheid22 PakistanMilitärjunta19 SudanNimeiry / al-Mahdi17 NigeriaBuhari / Abacha14 ThailandMilitärjunta14 ChilePinochet13 Zaire/ DR KongoMobutu13 EthiopiaMengistu4 KeniaMoi4 BolivienMilitärjunta3 MalawiBanda2 ParaguayStroessner2 SomalienSiad Barre2 HaitiDuvalier1 LiberiaDoe1 SalvadorMilitärjunta1 TOTAL 463 Muss die Bevölkerung dieser Länder die Schulden ihrer Unterdrücker zurückzahlen? Welcher Anteil der Schulden ist legitim? Illegitim?

11 11 Das Konzept der "Illegitimen Schulden" –BFA fordert zusammen mit anderen Nichtregierungs- organisationen: Die Anerkennung und Streichung von illegitimen Schulden Die Anerkennung der Mitverantwortung der Gläubiger (reiche Länder oder internationale Finanzinstitutionen) 1.Die Regierung wurde nicht demokratisch gewählt 2.Das Projekt bringt der Bevölkerung keinen Nutzen 3.Die Gläubiger sind sich Punkt 1 und 2 bewusst

12 12 Leichen im Keller der reichen Länder

13 13 Was sind die Probleme im globalen Finanzsystem? –Verschuldung und Korruption –Ungleichheit –Instabilität und Finanzkrisen –Kapitalflucht aus armen Ländern In Kürze:  Es fliesst mehr Geld aus den armen Ländern heraus als hinein.

14 14 Ungleichheit –Die reichsten 0.7% der Welt besitzen US$ 33.2 Billionen (US$ 33'200'000'000'000) –Dies entspricht der Wirtschaftsleistung aller afrikanischen Länder während 10 Jahren –"Die Finanzglobalisierung tendierte dazu, die Ungleichheit zu erhöhen" (Recherchen des Internationalen Währungsfonds in: IMFSurvey Magazine, 10. Okt. 2007)

15 15 Kapitalflucht –Abfluss von Kapital vom Süden zum Norden Entwicklungshilfe: US$ 25 Milliarden Kapitalflucht: US$ 30 Milliarden –Beispiel Afrika:

16 16 Formen der Kapitalabflüsse –Dienst von (legitimen und illegitimen) Schulden Entwicklungsländer zahlen jeden Tag mehr als US$ 300 Millionen an Zinsen auf ihre Auslandsschulden (legitim und illegitim) –Instabilität der Finanzmärkte Finanzkrisen verursachen grosse Kapitalabflüsse –Korruption, "kriminelle" Gelder, Geldwäscherei „Als Sani Abacha Ende der 1990er Jahre Diktator von Nigeria war, hatte die Zentralbank die Weisung, jeden Tag US$ 15 Million auf sein Konto in der Schweiz zu überweisen.“ (The Economist, 5. Feb. 2002) –Halblegale und illegale Finanzströme Kapitalflucht aus kriminellen Aktivitäten, Korruption und Steuerhinterziehung: US$ 1'000-1'600 Milliarden jährlich; grosser Anteil davon aus Entwicklungsländern –Das Problem Steueroasen In Lateinamerika legen reiche Privatpersonen über 50% ihres Vermögens in Steueroasen an (weltweit: US$ 11'500 Milliarden) Gewinnrückführung und -verlagerung durch multinationale Unternehmen In Ecuador beträgt die Steuerhinterziehung bei der Einkommenssteuer >60%

17 Länderbeispiel: Die Demokratische Republik Kongo (DRK)

18 18 Die Demokratische Republik Kongo –65 Millionen Einwohner –Eines der ärmsten Länder der Welt Staatseinnahmen 2007: US$ 2.8 Milliarden (= Kanton Tessin) >50% der Bevölkerung hat keinen Zugang zu Trinkwasser –Reiches Land: Kupfer, Kobalt, Diamanten, Gold, … Ende der 1960er Jahre: Gleicher Entwicklungsstand wie Südkorea

19 19 Gründe der Armut in der DR Kongo –Mobutu: Dank Unterstützung der USA und Frankreich 32 Jahre an der Macht 1961: Nach Ende der Kolonialisierung nur 6 Monate Demokratie (Lumumba) 1965: Mobutu kommt an die Macht 1997: Mobutu wird vertrieben Privatvermögen von US$ 4-6 Milliarden angehäuft (entspricht damals ca. 2/3 der öffentlichen Schulden) 2006: Erste demokratische Wahlen, Präsident Kabila –Systematische Plünderung der Staatskasse Einnahmen aus dem Bergbau im grossen Stil veruntreut Nationalisierungen zwecks Selbstbereicherung Verbreitete Korruption Immer weniger Sozialausgaben –2 Kriege und Millionen Tote

20 20 DR Kongo: Illegitime Schulden –Das Mobutu-Regime wurde mit Krediten aus dem Norden unterstützt "Entwicklungskredite" Exportkredite für Waffenverkäufe an die DR Kongo 1982: Bericht des IWF (Int. Währungsfonds) über die Praktiken des Mobutu-Klans Trotzdem wurden danach noch Milliarden ausgeliehen –Der Staudamm von Inga US$ 2 Milliarden Investitionskosten Alle Machbarkeitsstudien negativ (Projekt nicht rentabel) Leistet bis jetzt nur 4% seiner Kapazität Vor allem multinationale Unternehmen haben dank Exportgarantien profitiert –Schuldenerlässe der Industrieländer ungenügend Auslandsschulden: Von US$ 10.8 Milliarden (2006) auf US$ 5.1 Milliarden (2007) Zu zahlende Zinsen auf Auslandsschulden: US$ 233 Millionen (2007) Keine Anerkennung der Mitverantwortung

21 Kann man also überhaupt noch in die Entwicklung investieren?

22 22 Fliesst das Geld nicht gleich wieder weg oder gelangt in die falschen Hände?

23 23 Rückführung von Potentatengeldern –BFA gehört zur Schweizer "NGO- Koalition" über Potentatengelder Zusammen mit der Erklärung von Bern, der Aktion Finanzplatz Schweiz, Transparency International Schweiz und weitere Nichtregierungsorganisationen Kontakte mit Bundesverwaltung und Lobbying –Erfolg im Fall Abacha (Nigeria) US$ 506 Millionen auf Schweizer Bankkonten gefroren und zurückgeschickt Langer Verhandlungsprozess Schweiz – Nigeria – Weltbank Monitoring der rückgeführten Gelder durch WB –Mobutu (DR Kongo) und Duvalier (Haiti) (Nur) ca. SFr. 8.0 bzw. 7.6 Millionen blockiert Kein gültiges Rechtshilfegesuch Lösung gefordert

24 Korruptionsbekämpfung: Kampagne für korruptionsfreie Schulen in Westafrika

25 25 Was ist Korruption? Missbrauch einer anvertrauten Machtstellung zu privatem Nutzen –Bestechung –Vorteilsgewährung –Vetternwirtschaft

26 26 So funktioniert Korruption In- oder Ausländische Firma Güter/Dienstleistungen Geld Öffentl. Auftraggeber Privat- konto Schmier- geld

27 27 Die grosse und kleine Korruption –Die "kleine" Korruption Systematische Korruption: "Geschenke", ungerechtfertigte "Kommissionen" und Privilegien, persönlicher Gebrauch von öffentlichen Gütern, Vorteilsgewährung an Freunde, usw. Betrifft v.a. arme Entwicklungsländer, aber Armut ist nicht die einzige Ursache Finanzierung der Staatsausgaben durch Korruptionsgelder Die Wirtschaft ist "informell" Teufelskreis Armut Korruption –Die "grosse" Korruption Korruption auf hoher Ebene im Staat und in Konzernen Veruntreuungen von öffentlichen Geldern durch die Elite Einflussnahme auf die Politik durch legale oder illegale Wirtschaftsgruppen Banken und Finanzinstitute z.T. als Komplizen –Alle Sektoren und Institutionen sind potentiell betroffen! Öffentlicher Sektor Privatsektor Internationale Organisationen Zivilgesellschaft Grosse Straflosigkeit!

28 Die Kampagne für korruptionsfreie Schulen

29 29 Geographische Ausdehnung –Die Kampagne läuft z.Z. in Ghana, Nigeria (N und S) und Benin. Erweiterung auf Burkina Faso, Togo, Sierra Leone, Libera und Guinea Conakry vorgesehen

30 30 Umfrage über die Wahrnehmung der Korruption in Ghana –Ghana Integrity Initiative (GII), Juli 2005 Durchgeführt in Kumasi, Sekondi-Takoradi und Accra-Terma (Süd-Ghana) 900 befragte Durchschnittsbürger –92.5% finden, Korruption sei in Ghana verbreitet –61% finden, die Situation verschlechtere sich zusehends –Vermutete Gründe für die Korruption: (Mehrfachnennungen möglich)

31 31 Umfrage über die Wahrnehmung der Korruption in Ghana –49.6% gaben an, schon einmal "Opfer" gewesen zu sein –17.6% gaben an, schon einmal "Täter" gewesen zu sein –Welche Bereiche glauben die Leute, seien von Korruption stark betroffen? (Mehrfachnennungen möglich)

32 32 Die Kampagne für korruptionsfreie Schulen –Nov. 2000: Subregionale Konferenz über Korruption, Frieden und Entwicklung Brot für alle zusammen mit dem "Fellowship of Christian Councils and Churches in West Africa" (FECCIWA) Studie: Die Korruption verschärft die Unterentwicklung- und Gewaltprobleme in der Region Bisher keine koordinierte Anstrengungen durch Kirchen, um die Korruption zu bekämpfen –Okt. 2002: Pilotprojekt in ausgewählten Schulen –Nov. 2003: Die "International Campaign for corruption-free schools" wird in Westafrika offiziell lanciert Schnelles Wachstum der Kampagne und grosses Interesse seitens der Schulen - Warum in Schulen? Fördert besseres Verständnis der Korruptionsproblematik unter Jungen Korruption als Verhaltens- und Wertproblem Einfluss auf zukünftigen Generationen

33 33 Diskussion –Zitate: "La corruption est une question d'éducation" "Ce que nous faisons n'est pas plus qu'une goutte d'eau dans la mer, mais je veux que les gens voient tomber cette goutte" "Temptation is the fight between Heaven and Satan" "Better to build a child than to repair a man" "Catch them young!" "If you want to kill a tree, start with the roots" "Corruption is the gain of something which is not on merit" "Corruption has no head nor tail" "Corruption is undignified; everybody loses their dignity in contact with corruption"

34 34 Organisation der Kampagne Center for Management and Institutional Development (CMID) Übersicht und Koordination der Kampagne Nationale Kirchenräte Schulen Lokale Studentenklubs Patrons Clubs Insgesamt nehmen mehr als 400 Schulen und Tausende Schüler an der Kampagne teil

35 35 Aktivitäten (1)

36 36 Aktivitäten (2)

37 37 Aktivitäten (3)

38 38 Partnerschulen 1.PRESEC (Presbyterian Boys Secondary School) 2.AGSS (Accra Girls Secondary School )

39 39 Mikrokredite als Anlagemöglichkeit –"Mikrokredite": Kleinstkredite für die Armen Fokus auf arme Regionen ("nicht bankfähig") Gender-Gerechtigkeit Ein Instrument zur Armutsbekämpfung –Neue (und weniger neue) Anlagemöglichkeiten In der Schweiz: Anlagefonds Genossenschaften Stiftungen

40 40 HEKS-Projekt: „Karité-Butter“ in Burkina Faso

41 Kirchliche Entwicklungsarbeit in Afrika – kann eine Erfolgsgeschichte sein! Beat Dietschy

42 42 DANKE, DASS SIE UNS UNTERSTÜTZEN UND SOLIDARISCH INVESTIEREN!

43 Kampagne «0.7% – gemeinsam gegen Armut»

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