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6. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (Dresden, 26.-28. September 2002) DGGG: FB III - Workshop Zum Verhältnis von Person.

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1 6. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (Dresden, September 2002) DGGG: FB III - Workshop Zum Verhältnis von Person und Umwelt im Alter: Befunde der Ökologischen Gerontologie Thematische Beiträge II: Zur Aneignung der außerhäuslichen Umwelt Freizeitbezogene Mobilität und Mobilitätswiderstände im Alter: Eine empirische Analyse (Elke Jansen & Udo Käser, Bonn)

2 Freizeitbezogene Mobilität und Mobilitätswiderstände im Alter: Eine empirische Analyse 1. Einleitung 2. Methode 3. Ergebnisse der Dezilen-/Quintilenprüfung 4. Ausblick: Erste multivariate Befunde 5. Diskussion

3 1. Einleitung Einleitung - Methode - Dezilen-/Quintilenprüfung - Multivariate Befunde - Diskussion Erste Ergebnisse des Forschungsprojekts FRAME Kooperationsprojekt der Universitäten Bonn und Dortmund im Auftrag des Ministeriums für Bildung und Forschung: Universität Bonn, Zentrum für Evaluation und Methoden, Professor Dr. G. Rudinger Universität Bonn, Geographisches Institut, Professor Dr. R. Grotz Universität Dortmund, Fachgebiet Verkehrswesen und Verkehrsplanung, Professor Dr. C. Holz-Rau FRAME = Freizeitmobilität aelterer Menschen

4 Globale Fragestellung Einleitung - Methode - Dezilen-/Quintilenprüfung - Multivariate Befunde - Diskussion Wie erschließen sich ältere Menschen im Kontext ihrer außerhäuslichen Freizeitaktivitäten bspw. durch ihre Verkehrsmittelwahl (PKW, Zug, ÖPNV, Fahrrad u.a.) ihre Lebenswelt? Welchen Widerständen begegnen sie hierbei? Wie unterscheiden sich außerhäuslich besonders passive von außerhäuslich besonders aktiven Seniorinnen und Senioren? Spezifische Fragestellung Zielsetzung Skizzierung einer Typologie des Mobilitätsverhaltens älterer Menschen und alterssensibler Mobilitätsbarrieren mit der Absicht einer Hilfestellung für etwaige Probleme in der Aneignung außerhäuslicher Umwelten im Alter

5 Mobilitätswiderstände und -barrieren Einleitung - Methode - Dezilen-/Quintilenprüfung - Multivariate Befunde - Diskussion Es handelt sich um „[...] economic, environmental, and attitudinal factors, including inadequate services and resources, which limit individuals‘ full participation in society.“ (Dunn, 1990) Breite und intensive Beschäftigung mit möglichen Barrieren für Mobilität älterer Menschen in der Ökologischen Gerontologie (z.B. Chaloupka, 1994; Färber, 2000; Marcellini et al., 2000; Mollenkopf et al., 1997; Mott & Riggs, 1994; Rudinger, 1996; Thompson, 1994; Wehman, 1993; Zimmer & Chappell, 1994) Differenziert werden insgesamt neun Barrieren – fünf auf der Ebene der Person, vier auf der Angebots- und Umweltsebene:

6 Einleitung - Methode - Dezilen-/Quintilenprüfung - Multivariate Befunde - Diskussion Gesundheitliche, physische, funktionale Beeinträchtigungen „attitudinal barriers“: persönliche Einstellungen / Befürchtungen „social reasons“: soziale Umstände und Wahrnehmungen Zeitmangel Finanzielle Gründe Angebotsstruktur der Freizeitangebote Raumgrenzen: Wege zum / vom / am Ort des Angebots Verfügbarkeit / Beschaffenheit von Verkehrsmitteln Natur- und Umweltbedingungen (z.B. Wetter)

7 Einleitung - Methode - Dezilen-/Quintilenprüfung - Multivariate Befunde - Diskussion Gesundheit EinstellungenSoziale MotiveZeitmangel Mobilitäts- barrieren Finanzen Raumgrenzen FreizeitangeboteVerkehrsmittelNatur / Umwelt Welche Wechselwirkungen / welche Hierarchien zeigen sich für die verschiedenen Mobilitätsbarrieren?

8 2. Methode Einleitung - Methode - Dezilen-/Quintilenprüfung - Multivariate Befunde - Diskussion Datengrundlage: Interviews mit N = Seniorinnen und Senioren im linksrheinischen Raum Bonn und Umgebung Probandenauswahl: Zufallsauswahl aus mehrfach überbesetzter Bruttostichprobe, die sich aus einer nach Alter (60-69, 70-79, 80+), Geschlecht (weiblich, männlich) und Wohnort (10 Gebiete gemäß geographischer Analyse des Untersuchungsraums) repräsentativ geschichteten Einwohnermeldeamtsstichprobe ergibt. Nettostichprobe entsteht aus der Bereitschaft der angeschriebenen älteren Menschen, am Interview teilzunehmen. Datenauswertung: Repräsentativität der Bruttostichprobe konnte an Nettostichprobe nicht weitergereicht werden, daher Gewichtung der Probanden gemäß der drei Analyseeinheiten, um eine diesbezüglich repräsentative Nettostichprobe zu erzielen.

9 Einleitung - Methode - Dezilen-/Quintilenprüfung - Multivariate Befunde - Diskussion Operationalisierung der Aktivität: Angaben zum außerhäuslichen Freizeitverhalten bei insgesamt 26 unterschiedlichen Aktivitäten (bspw. Verwandtenbesuch, Radtouren, VHS, Ehrenamt, Tagesausflug, Garten) aus 6 Bereichen (Soziale Aktivitäten, sportliche Aktivitäten, Bildung und Kultur, Verein und Ehrenamt, Ausflüge, Sonstiges) Auswertungsverfahren: Dezilenprüfung und Quintilenprüfung für außerhäuslich hoch- bzw. wenigaktive ältere Menschen. Ausblick: Deskriminanzanalyse als multivariates Verfahren.

10 Einleitung - Methode - Dezilen-/Quintilenprüfung - Multivariate Befunde - Diskussion Berücksichtigte Einflussgrößen: Alter, Geschlecht, Gesundheit, Führerscheinbesitz, PKW-Verfügbarkeit, Kinderzahl, Familienstand, Schulabschluss, Äquivalenzeinkommen, Äquivalenzwohnraum, Wohnungsimmanente Freizeitqualität, Wohnraum, Persönliche Zufriedenheitsmaße, Generalisierte Kompetenzerwartung, Zufriedenheit mit Verkehrsmitteln, Mobilitätsprobleme und -widerstände, Aktivitätsinhalte, Verkehrsmittelnutzung und andere

11 Einleitung - Methode - Dezilen-/Quintilenprüfung - Multivariate Befunde - Diskussion 3. Ergebnisse der Dezilen-/Quintilenprüfung Wie aktiv sind die 10% (20%) Probanden mit der höchsten Aktivität und wie aktiv sind die 10% (20%) Probanden mit der geringsten Aktivität? Wie unterscheiden sich die 10% (20%) Probanden mit der höchsten Aktivität von den 10% (20%) mit der geringsten Aktivität hinsichtlich Demographie, Einstellung und Verhaltensweisen?

12 Einleitung - Methode - Dezilen-/Quintilenprüfung - Multivariate Befunde - Diskussion Wie aktiv sind die 10% (20%) Probanden mit der höchsten Aktivität und wie aktiv sind die 10% (20%) Probanden mit der geringsten Aktivität? 10%: Hochaktive zeigen durchschnittlich 2-3 Aktivitäten pro Tag, Wenigaktive 2-3 Aktivitäten pro Woche. 20%: Hochaktive zeigen durchschnittlich knapp 2 Aktivitäten pro Tag, Wenigaktive ca. 4 Aktivitäten pro Woche.

13 Einleitung - Methode - Dezilen-/Quintilenprüfung - Multivariate Befunde - Diskussion  Tendenzielle Bestätigung des Bilds des aktiven älteren Menschen – selbst außerhäuslich wenigaktive Seniorinnen und Senioren sind nicht völlig passiv. Ihre Aktivitäten sind zwar seltener, aber immer noch regelmäßig und nicht nur sporadisch. M = 439, Md = 404

14 Einleitung - Methode - Dezilen-/Quintilenprüfung - Multivariate Befunde - Diskussion Wie unterscheiden sich die 10% (20%) Probanden mit der höchsten Aktivität von den 10% (20%) mit der geringsten Aktivität hinsichtlich Demographie, Einstellung und Verhaltensweisen? 10%: Alter und Gesundheit – Wenigaktive sind durchschnittlich 5 Jahre älter als Hochaktive (M W = 75 Jahre, M H = 70 Jahre) und haben erheblich größere gesundheitliche Einschränkungen. Geschlecht – Zur Gruppe hochaktiver älterer Menschen zählen im Vergleich wesentlich häufiger Frauen als Männer: In der Gruppe der Wenigaktiven sind 56.2% der Probanden weiblich, bei den Hochaktiven 66.2%.

15 Einleitung - Methode - Dezilen-/Quintilenprüfung - Multivariate Befunde - Diskussion Gesundheitsempfinden / Zufriedenheit / Einstellungen – Hochaktive fühlen sich gesundheitlich besser und sind mit ihrem Leben retro-, intro- und prospektiv zufriedener als Wenigaktive. Zugleich erleben sich Hochaktive als kompetenter und gewinnen aus ihren außerhäuslichen Freizeitaktivitäten mehr Lebensfreude. Weiterhin sind Sie autonomer in der Wahl ihrer Verkehrsmittel. Verkehrsmittelnutzung – Hochaktive Ältere verwenden alle Verkehrsmittel häufiger als Wenigaktiven. Hinsichtlich der Wahl des primären Verkehrsmittels gibt es keine Unterschiede bei zu Fuß gehen, Linienbus, Bahn, Zug und Auto (Selbstfahrer); Unterschiede zeigen sich bei Fahrrad, Auto (Beifahrer) und Taxi: Während Hochaktive wesentlich häufiger als Wenigaktive auf das Fahrrad als primäres Verkehrsmittel zurückgreifen, nutzen Wenigaktive erheblich häufiger passive Beförderungsmittel.

16 Einleitung - Methode - Dezilen-/Quintilenprüfung - Multivariate Befunde - Diskussion Spezifische Mobilitätsprobleme: Bei Hochaktiven stehen Hindernisse im Vordergrund, aufgrund anderweitiger Verpflichtungen zu wenig Zeit für noch mehr Aktivitäten nachzugehen. Gerade sie nennen schlechte Verkehrsanbindung als einen Grund, nicht noch weiteren Aktivitäten nachgehen zu können. 20% Demographische Variablen: Finanzielle Situation, Wohnraum und Elternschaft treten als Unterschiedvariablen hinzu – hochaktive Ältere verfügen über ein höheres monatliches Einkommen, größere Wohnungen und haben durchschnittlich mehr Kinder als Wenigaktive. Alter und Gesundheit behalten ihre Wirksamkeit bei, das Geschlecht besitzt sekundär keine Bedeutung.

17 Einleitung - Methode - Dezilen-/Quintilenprüfung - Multivariate Befunde - Diskussion Verkehrsmittelnutzung: Alle Verkehrsmittel werden von Hochaktiven signifikant häufiger genutzt als Wenigaktive. Bei der Wahl des primären Verkehrsmittels zeigen sich im Gegensatz zur Dezilenprüfung keine Differenzen mehr in der Häufigkeit der Benutzung des Fahrrads. In Zusammenhang steht dies mit dem Gesundheitszustand, dessen Einfluss nicht mehr so stark ist. Hierdurch können autonome Verkehrsmittel wie das Fahrrad auch von Wenigaktiven noch verwendet werden.

18 Einleitung - Methode - Dezilen-/Quintilenprüfung - Multivariate Befunde - Diskussion Gesundheit EinstellungenSoziale MotiveZeitmangel Mobilitäts- barrieren Finanzen Raumgrenzen FreizeitangeboteVerkehrsmittelNatur / Umwelt Primäre Barrieren Wenig- / Hochaktiver Sekundäre Barrieren Wenig- / Hochaktiver Nachgeordnete Barrieren Wenig- /Hochaktiver G: Vermittelt über Gesundheit ?: Offene Fragestellung ? ? G G

19 4. Multivariate Befunde Einleitung - Methode - Dezilen-/Quintilenprüfung - Multivariate Befunde - Diskussion Konzept einer gestaffelten Dezilenprüfung Erste (vorläufige) Bestätigung der spezifischen Bedeutung gesundheitlicher Faktoren für außerhäusliche Freizeitaktivität Diskriminanzanalyse als alternatives Verfahren

20 4. Multivariate Befunde Einleitung - Methode - Dezilen-/Quintilenprüfung - Multivariate Befunde - Diskussion Konzept einer gestaffelten Dezilenprüfung Erste (vorläufige) Bestätigung der spezifischen Bedeutung gesundheitlicher Faktoren für außerhäusliche Freizeitaktivität Diskriminanzanalyse als alternatives Verfahren 5. Diskussion Bedeutung der Lebenszufriedenheit Ausblick auf qualitative Nacherhebung und Workshop Bedeutung der Generalisierten Kompetenzerwartung

21 Quellen: Chaloupka, C. (1994). Was hat es mit der Veränderung der Leistungsfähigkeit älterer Verkehrsteilnehmer wirklich auf sich?. In U. Tränkle (Hrsg.), Autofahren im Alter. Mensch – Fahrzeug – Umwelt (S ). Köln: Verlag TÜV Rheinland GmbH. Dunn, P. A. (1990). The Economic, Social, and Environmental Obstacles which Seniors with Disabilities confront in Canada. Canadian Journal of Community Mental Health, 9, Färber, B. (2000). Neue Fahrzeugtechnologien zur Unterstützung der Mobilität Älterer. Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, 33, Marcellini, F., Mollenkopf, H., Spazzafumo, L. & Ruoppila, I. (2000). Acceptance and the use of technological solutions by the elderly in the outdoor environment: findings from a European survey. Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, 33,

22 Mollenkopf, H., Marcellini, F., Ruoppila, I., Flaschenträger, P., Gagliardi, C. & Spazzafumo, L. (1997). Outdoor mobility and social relationships of elderly people. Archives of Gerontology and Geriatrics, 24, Mott, S. & Riggs, A. (1994). „I would if I could“: The Effect of Mobility Problems On The Activities of Older People. Australian Journal on Ageing, 13, Rudinger, G. (1996). Alter und Technik. Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, 29, Thompson, I. (1994). Woldenberg Village: An Illustration of Supportive Design for Older Adults. Experimental Aging Research, 20, Wehman, P. (1993). The Challenge of Public Transportation and Mobility. In P. Wehman (Hrsg.), The ADA Mandate for Social Change (S ). Baltimore, Maryland: Paul H. Brookes Publishing Co. Zimmer, Z. & Chappell, N. L. (1994). Mobility Restriction and the Use of Devices Among Seniors. Journal of Aging and Health, 6,


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