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Strukturelle Koppelung und die Autonomie des Sozialen Wolfgang Zierhofer Impulsreferat zur Tagung: Umwelt als System – System als Umwelt? Systemtheorien.

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Präsentation zum Thema: "Strukturelle Koppelung und die Autonomie des Sozialen Wolfgang Zierhofer Impulsreferat zur Tagung: Umwelt als System – System als Umwelt? Systemtheorien."—  Präsentation transkript:

1 Strukturelle Koppelung und die Autonomie des Sozialen Wolfgang Zierhofer Impulsreferat zur Tagung: Umwelt als System – System als Umwelt? Systemtheorien auf dem Prüfstein (der Geographie) Gesprächskreis Integrative Projekte in der Geographie 15./16. Juni 2007, Geographisches Institut, Universität Bonn

2 Autonomie des Sozialen – ein Problem? Ausgangspunkte, Kontext: –Verhältnis physische Geographie – Humangeographie –Methodische Verbindung von Natur- und Sozialwissenschaften –Ökologische Krise, Technikfolgen, nachhaltige Entwicklung Anerkannt: Mensch, Kulturen, Gesellschaften wirken massiv auf ihre physische Umwelt ein. Umstritten: Welche Rolle spielen physische Sachverhalte für die soziale Ordnung? Gründe, Argumente: –Konzepte der Selbstorganisation des Sozialen (Realität sui generis, Privatsprachenargument, Autopoiesis usw.) –Diskreditierung von Naturalismen (Geodeterminismus, Rassismus, Sexismus, Soziobiologismus usw.) Dennoch: physische Gegebenheiten sind sozial relevant!

3 Was sagt die Systemtheorie dazu? Umwelt Autopoietische Systeme: durch eigene Beobachtung konstituiert System Allopoietische Systeme: durch externen Beobachter konstituiert Autopoiesis

4 Autopoiesis und Umweltbeziehungen Autopoiesis heisst, interne und externe Zustände zueinander in Beziehung setzen. Aber welche Beziehung? Zugänge bei Luhmann: –Strukturelle Koppelung: notwendige Voraussetzung für die Fortsetzung von Operationen (zwischen verschiedenen Systemen) –Interpenetration: gemeinsame Operationen (gleichartiger Systeme) Befriedigend? –Nur teilweise: nicht nur harte Bedingungen berücksichtigen, sondern auch Ausrichtungen, Orientierungen –Nicht nur Fortsetzung der Operationen interessant, sondern deren Eigenschaften (z.B.: Zahlung / Betrag; Vorschrift / Inhalt)

5 Koppelung von Strukturen Luhmann: Strukturen sind Bedingungen, die den Anschlußbereich von Operationen eines Systems begrenzen. Im Folgenden: Struktur bezeichnet Ordnungen oder Eigenschaften von Operationen eines Systems. Strukturelle KoppelungKoppelung von Strukturen Existenz von Operationen: notwendige Bedingungen, nicht hinreichende Bestimmung Eigenschaften von Operationen: nicht-notwendige Bedingungen, partiell hinreichende Bestimmung Grenze oder Kontinuum? Übersetzung?

6 Koppelung von Strukturen und Autonomie Strukturelle Koppelung: Autonomie durch Umweltbedingungen (Präzise: Bedingungen der Möglichkeit für Operationen) These: Grundsatz gilt auch für die Koppelung von Strukturen –D.h.: Systeme schaffen sich Optionen für Operationen (bzw. Autonomie), indem sie sich an ihrer Umwelt ausrichten. –Beispiel: für eine Tätigkeit die Eigenschaften eines Materials oder Lebewesens nutzen. –Das entspricht der klassischen Konzeption von Technologie. Umformulierung der These: Technologien schaffen Autonomie durch Koppelung von Strukturen.

7 Koppelung physischer und sozialer Strukturen Physische StrukturenSoziale Strukturen Einwirkung Ausrichtung Autopoiesis – strukturelle Koppelung oder Koppelung von Strukturen – ist eine Leistung des Systems, nicht der Umwelt! Optionen für Operationen ergeben sich durch selbstgewählte Ausrichtung an Strukturen der Umwelt. Physische Strukturen sind Rahmenbedingung oder dienen als Vorlage für soziale Strukturen.

8 Kulturelle Evolution – Autonomie durch Koppelung Allgemein wird die kulturelle Evolution als Ausweitung von Handlungs- und Strukturoptionen verstanden. Spezifisch für das Selbstverständnis der Moderne: –Steigerung der Unabhängigkeit von der Natur. –Unabhängigkeit durch die Natur- und Ingenieurwissenschaften Steigerung der Ausrichtung an und der Eingriffe in die Natur! Physische Strukturen Soziale Strukturen Physische Strukturen Soziale Strukturen Einwirkung Ausrichtung ModerneAndere Kulturen

9 Fazit Autonomie: Kulturen richten sich in der Welt ein – und richten die Welt für sich ein. Relativierung: Eigenschaften und Eigendynamiken der physischen Welt werden auf die soziale Welt übertragen. Gesellschaftstheorie: Zusammenhang von Ausrichtung und Einwirkung systematisch berücksichtigen! Geographie: Spielarten der Ausrichtung an physischen Gegebenheiten empirisch untersuchen, den Kreislauf schließen!

10 Je strikter die Koppelung, desto autonomer das System! Danke für Ihre Koppelung.


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