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In Einsamkeit und Freiheit?

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Präsentation zum Thema: "In Einsamkeit und Freiheit?"—  Präsentation transkript:

1 In Einsamkeit und Freiheit?
Wissenschaftliche Praxis im historisch- biografischen Zusammenhang.

2 Georg Christoph Lichtenberg
* Ober-Ramstadt, † Göttingen L. besuchte von das Pädagogium (Da.) und hatte wg. einer Kinderkrankheit eine Wirbelsäulendeformation. ab 1763, Studium der Mathematik und Physik in Göttingen durch ein landgräfliches Stipendium aus Darmstadt. 1770, Reise nach England: Er hatte Kontakt zu König Georg III., war Hofmeister und wurde mittels dieser Kontakte und Expertise Professor in Göttingen. 1775, Prof. in Göttingen (Mathematik/Physik/Naturwissenschaft). 1778Entdeckung von s.g. Staubfiguren als elektrostatische Entladungen: Sichtbarmachung von Elektrizität. Wurde u.A. Grundlage des Xerokopierens. Popularisierung von Wissenschaft in verschiedenen Zeitschriften (‚Göttinger Taschen Calender‘, ‚Deutsches Museum‘, ‚Hannoverisches Magazin‘ etc.). Positioniert sich u.A. gegen „Physiognomik“, und daneben für die Einheit der Wissenschaft. Sehr aktiver Briefwechsler mit über 1600 Sendungen (Edition ist verfügbar). „Begründer des deutschen Aphorismus“: Aus 35 Jahren Tagebüchern, ca Seiten; Wissenschaftlich, philosophisch, poetisch, paradox, komisch etc.

3 Heinrich Hertz * 22.02.1857 Hamburg, † 1.01.1894 Bonn
Nach Abitur 1875, einjähriges Praktikum in einem Baubüro in Frankfurt a.M. Danach, 1876, Studium der Ingenieurswissenschaft in Dresden. Einschübe: 1 Jahr Militärdienst, 1 Jahr Naturwissenschaftsstudium in München. 1878, Fortsetzung des Studiums der Ingenieurswissenschaft, u.A. bei Hermann von Helmholtz in Berlin. Dort, Lösung einer Preisaufgabe Helmholtz‘ aus der „Elektrodynamik“. 1880, Dissertation bei Helmholtz: ‚Über die Induktion in rotierenden Kugeln‘. 1883, Habilitation in Kiel (beim N.N.). 1884, Lehrstuhl für Physik am Karlsruher Polytechnikum. Entdeckung „der Übertragung elektrischer Schwingungen zwischen zwei ungeschlossenen Stromkreisen,“ 1886. H. bewies experimentell die Maxwell‘sche Theorie, „daß elektromagn. Wellen alle typischen Eigenschaften des Lichts besitzen (Reflexion, Brechung und Polarisation). Dieses Experiment-Design ist die Grundlage für die Telegrafie und den Hörfunk. Doch H. wusste das noch nicht.

4 Barbara McClintock * 19.06.1902 Hartford (USA), † 2.09.1992 Huntington
„Lehrte bis 1931 an der Cornell University in Ithaca (N. Y.); nach Lehr- und Forschungstätigkeit an verschiedenen Uni- versitäten von 1942 bis 1967 Mitarbeiterin in der Carnegie Institution of Washington in Cold Spring Harbor (N. Y.). Für ihre (schon 1948 gemachte) grundlegende Entdeckung der ›beweglichen Strukturen in der Erbmasse‹ erhielt sie 1983 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.“ (Quellenangabe: Eintrag "McClintock" in Munzinger Online/Brockhaus - Enzyklopädie in 30 Bänden. 21. Auflage. Aktualisiert mit Artikeln aus der Brockhaus-Redaktion, URL: http://www.munzinger.de/document/ (abgerufen von Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt am ))

5 Werner Heisenberg * 5.12.1901 Würzburg, † 1.02.1976 München
ab 1920, Studium der Physik. Schon im Studium, Veröffentlichungen von wichtigen Beiträgen zur „Atomtheorie“ von Bohr und Sommerfeld. Promotion: 1923 Habilitation: 1924 (!), in Göttingen. 1924/25, Studienaufenthalt bei Niels Bohr in Kopenhagen. Hier knüpften sich für ihn extrem wichtige Kontakte. 1925: ‚Über quantentheoretische Untersuchungen kinematischer und mechanischer Beziehungen‘. Dieser Aufsatz revolutionierte die Quantentheorie. Aufruhr und Streit in der „Science Community“ über die richtige Interpretation der Quantentheorie entscheidet H. diesen zugunsten der „Kopenhagener Auffassung“ mit der ebenfalls von ihm gefundenen „Unschärferelation“. 1927, Ruf auf die Leipziger Professur für theoretische Physik. 1932, Nobel-Preis für Physik. II. Weltkrieg: H. mitleitend an dem deutschen Uranprojekt (Entwicklung atomarer Waffen). Danach, wichtige Rolle in der Wissenschaftspolitik. 1949, Präsident des Deutschen Forschungsrats, der später mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft verschmolz. H. hatte einen starken Einfluss auf C. F. Weizsäcker (aus Quantenforschung wurde Uranprojekt).

6 Der Uranverein 1 (Kernwaffen-Forschung)
Max von Laue * bei Koblenz, † Berlin Dissertation bei M. Planck, Danach Staatsexamen, LA Gymnasien. 1906, Berlin, Habilitation. 1909, Wechsel nach München zu Röntgen und Sommerfeld. „Laue-Diagramme“, Interferenzmuster in Röntgenstrahlung. Begründung der „Röntgen-Strukturanalyse“. Dafür 1914, Nobel-Preis (Physik). Verfechter der Freiheit der Wissenschaft gegen Kommunisten und Alliierte. Carl Friedrich von Weizsäcker * Kiel, † Starnberg 1933, Promotion als Schüler Heisenbergs und Bohrs in Leipzig, dort auch Habilitation 1936. Dann Mitarbeit im Berliner KW-Institut bei Meitner und Hahn. 1937, Entwicklung der „Weizsäcker-Formel“ (über Kernschmelzung). Versuche einer intensiven und vielseitigen Friedensarbeit nach der Freilas- sung aus England, die auch mit zahlreichen Auszeichnungen rezipiert wurde. 1970, Leitung des auf seine Anregung hin in Starnberg entstandenen Max-Planck-Instituts zur Erforschung der Lebensbedingungen der technisch- wissenschaftlichen Welt. Ein „Think-Tank“, dem auch Habermas angehörte.

7 Der Uranverein 2 (Kernwaffen-Forschung)
Walter Gerlach * bei Wiesbaden, † München 1912, Promotion in Tübingen (Stefan-Boltzmannsches Strahlengesetz). 1916, Habilitation. , Professur der Experimentalphysik in München. , Rektor der Universität München. Otto Hahn * Frankfurt a.M., † Göttingen 1901, Promotion in Marburg (organische Chemie) Fand Thorium 228, Thorium 227, die Kernspaltung (von Uran und Thorium) 1907, Habilitation in Berlin. Dort Abteilung für Radiochemie mit Lise Meitner im brandneuen Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie. , Hausarrest bei Cambridge (UK) für Mitarbeit am Uranprojekt (wie alle beteiligten deutschen Atomforscher, außer Meitner, die 1938 als Jüdin fliehen musste.) 1944, Zuerkennung des Nobel-Preises (Chemie). ’45, Kenntnis darüber.

8 Jakob von Uexküll * Keblas (Estland), † Capri (Italien) 1884, Beginn des Studium der Zoologie in Dorpat (Estland). Mit erstem Abschluss (cand. zool.) ging U zur Forschung nach Heidelberg. 1900, Fortsetzung der Forschung an der zoologischen Station Neapel. „Um die Jahrhundertwende las U. Kant, beschäftigte sich in Schriften im Kampf um die Tierseele mit theoretischen und Nomenklaturfragen in der Nervenphysiologie und legte Grundlagen für eine moderne vergleichende Physiologie der wirbellosen Tiere.“ Mehrere Studienreisen unternehmend, führte er das Leben eines Privatgelehrten 1907, Ehrendoktor der Heidelberger Universität (Dr. med.). Eine Lehrberechtigung oder eine Professur hat U. nie erhalten. 1918, Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit. U. hatte ein starkes Interesse an der „Mechanismus-Vitalismus-Debatte“. Dieser trug er seine „Umweltlehre“ bei. baute er das Hamburger Universitätsaquarium um zum „Institut für Umweltforschung“. Dieses leitete er schließlich auch, doch alles auf Basis eine HiWis, ohne Honorarprofessur. U.‘s Umweltlehre wirkte sich auf die Biologie, Psychologie, philosophische Anthropologie etc. aus.

9 Max Weber * 21.04.1864 Erfurt, † 14.06.1920 München
ab 1882, Studium der Staatswissenschaften in Heidelberg, Straßburg und Berlin. 1889, Promotion: ‚Zur Geschichte der Handelsgesellschaften im Mittelalter.‘ 1892‚ Habilitation: ‚Die römische Agrargeschichte in ihrer Bedeutung für das Staats- und Privatrecht.‘ Umfassende Kenntnisse der griechischen Agrarhabgeschichte. 1894, Lehrstuhl für Nationalökonomie in Freiburg. 1897, Berufung nach Heidelberg. Dort Einarbeitung in das Gebiet der Nationalökonomie. , Erkrankung, die die Arbeit zum erliegen brachte. seit 1903, Verlagerung des Fokus‘ auf eine neue theoretische Position: „Aufgabe der Sozialwissenschaften einschließlich der Geschichtswissenschaft als Wirklichkeitswissenschaften, die nicht in erster Linie Gesetzmäßigkeiten, sondern die Kulturbedeutung aller gesellschaftlichen Phänomene rationalem Verstehen zu erschließen berufen sein.“ „Protestantismusthese“ und Untersuchung aller großer Weltreligionen bezgl. des modernen, marktorientierten industriellen Kapitalismus (der nur im Westen entstanden wäre).

10 Konrad Lorenz * 7.11.1903 Wien, † 27.02.1989 Wien
Studium der Medizin in Wien. 1928, Promotion. Neben Assistenzstelle am II. Anatomischen Insti- tut studierte L. Zoologie. 1933, 2. Promotion. 1937, Habilitation für Tierpsychologie in Wien. 1940, Professor für vergleichende Psychologie in Königsberg. 1941, Einzug zum Militär. Seit 1942, Heerespsy- chiater im Lazarett Posen. , Russische Kriegsgefangenschaft in der er das Manuskript für sein ihm wichtig- stes Buch auf das Papier eines Zementsacks schrieb (‚Die Rückseite des Spiegels‘). , Direktor des Max-Planck-Instituts für Verhaltensphysiologie in Seewiesen. 1973, Nobel-Preis für Physiologie und Medizin. L. gilt als Begründer der vergleichenden Verhaltensforschung oder Ethologie. Studien an Graugänsen zum Nachweis angeborenen Verhaltens. Ethologie, eine Disziplin, „die die Evolutionstheorie Darwins auf die Erforschung des Verhaltens bei Mensch und Tier anwendet. L. kritisiert den Menschen u.A. damit, dass ihm aggressives Verhalten angeboren wäre.

11 Ignaz Semmelweis * 1.07.1818 Budapest (Ungarn), † 13.08.1865 Wien
, Studium der Medizin in Pest (Budapest) und Wien. 1844, Promotion in Wien. , Assistenzarzt in der 1. Gebärabteilung des Wiener Allgemeinen Krankenhauses. 1847, „Nachweis, daß das Kindbettfieber eine septische Wundinfektion ist. Vorbeugung: „Ein strenges Desinfektionsregime im Gebär- saal (u.a. durch Händewaschung mit Chlorkalklösung).“ Namhafte Vertreter der Wiener Fakultät erkannten S. seine herausragende Leistung an. Nicht jedoch erhielt er die ihm gebührende Anerkennung in der Öffentlichkeit und bei den Honoratioren der Universität. 1851, Primararzt der Gebärabteilung an einem Krankenhaus in Pest. 1855, Professur der Geburtshilfe an der Pester Universität. 1861, Veröffentlichung: ‚Die Aetiologie, der Begriff und die Prophylaxis des Kindbettfiebers.‘ Miterschaffer der Grundlagen gegen Infektionserkrankungen in der „vorbakteriologischen Era“. 1865, Tragischer Tod an einer Sepsis (komplizierte Infektion) in einer Wiener Psychiatrie.

12 Charles Darwin * 12.02.1809 Shrewsbury (UK), † 19.04.1892 Downe (UK)
, Medizinstudium in Edinburgh. D. entdeckte ein starkes Interesse an Naturwissenschaft. , Theologiestudium am Christ‘s College in Cambridge. Inspiriert von Humboldts Reiseberichte bricht D. mit 22 Jahren auf eine Seereise auf. Der Kapität finanziert die Expedition selbst und ist ach erst 26. Auf dieser Reise stellt D. extrem wichtige Be- obachtungen an, die ihn zu grundlegenden Induktionsschlüssen bringen (Fossilienfunde in Südamerika, Vogelarten auf den Galapa- gosinseln). Seine zoologischen Abhandlungen über die Reise erschienen und machten ihn zu einer Pivotfigur der Science community in Zoologie und Geografie (D. unterhielt hervorragende Kontakte in Cambridge). Die Entwicklung seiner Evolutionstheorie stellte D. zum größten Teil insgeheim an. Sie wieder- sprach zum einen der kirchlichen Vorstellung (der Mensch nicht länger als „Krone der Schöpfung“), zum anderen der Konkurrenztheorie Lamarcks (das Leben entwickle sich prozes- sual). Für D. gedeiht das Leben in Nischen und entwickelt sich durch seine berühmte „Natürliche Selektion“ skizzierte er die Theorie erstmals. 1854, Veröffentlichung der ‚Entstehung der Arten‘.

13 Galileo Galilei * 15.02.1564 Pisa, † 8.01.1642 bei Florenz
, Studium der Medizin an der Universität Pisa. G. ging ohne Abschluss von der Uni. G. war Privatlehrer für Mathe und Physik, worüber er sich während des Medizinstudiums ein fundiertes Wissen aneignete. 1989, Lehrauftrag in Pisa für Mathematik. Möglicherweise fand in dem Rahmen sein Experiment auf dem schiefen Turm von Pisa statt, bei dem er zwei Körper fallen ließ, die trotz unterschiedlicher Gewichte gleich schnell fielen. Er griff damit die Aristotelische Lehre über Bewegung an. Das machte ihn unbeliebt bei vielen Kollegen (Aristoteles war Garant für das gesamte naturwissenschaftliche Weltbild UND dieses war konform mit der Kirchenlehre. 1609: G. verfeinerte die von einem Holländer erfundene Teleskoptechnik zu einer 20 mal stärkeren Vergrößerungsstärke. Er erhielt dafür ein doppeltes Gehalt auf Lebenszeit vom venezianischen Senat. Zudem stellte er Beobachtungen über unser Sonnensystem an. Anhand der Jupitermonde entdeckte G., dass es im Universum mehr als eine Bewegungs- quelle geben musste. Er erkannte auch, dass sich die Bewegung um die Sonne vollzieht. Copernicus‘ Idee, die Erde sei ein Planet, die Sonne das Zentrum des Universums, wurde von G. somit bewiesen. Er schrieb darüber eine Abhandlung in Dialogform für die er vor die Inquisition gestellt wurde. Weil G. die Copernicanische Theorie nicht hypothetisch behan- delt hätte, gelangte das Buch auf den Index und G. wurde unter Hausarrest gestellt.

14 Ernst Häckel * 16.02.1834 Potsdam, † 9.08.1919 Jena
, Medizinstudium in Berlin, Würzburg und Wien. Aufgabe der Praxis als Mediziner und Habilitation für vergleichende Anatomie in Jena 1861. 1862, a.o. Professur in Jena, Leitung des zoologischen Museums und 1865, Ordinariat (Abteilung, Lehrstuhl) für Zoologie. Vertreter der Darwinschen Evolutionstheorie. In Deutschland war er damit ein Pionier. H.‘s Erfolg u.A. mit ‚Die Radiolarien‘ (1862) und ‚Generelle Morph- ologie der Organismen‘ (1866) popularisierten die Evolutionstheorie. H. führte zahlreiche neue Begriffe in die Wissenschaft ein, u.A. „Ökologie“. Beeindruckende Zahl von Reisen, auf denen er für morphologisch-systematische Bücher Tiere (meist Meerestiere, bis hin zu Tiefseetieren) sammelte. H.‘s Übergänge von Wissenschaft und Weltanschauung (Lebensphilosophie) sind fließend. Er vertritt mit unter den Sozialdarwinismus und hypostasiert Goethes „Monismus-“begriff (Urprinzip bis hin zum Pantheismus) bis hin zur Gründung eines „Deutschen Monistenbunds“. H.‘s Bildbände wurden und werden vielfach rezipiert. Er beeinfluste u.A. den Jugendstil und das „Bauhaus“ mit seinem Tafelwerk ‚Kunstformen der Natur‘ ( ).

15 Antoine Lavoisier * 26.08.1743 Paris, † 8.05.1794 Paris
Studium der Rechtswissenschaften und Autorisierung zur Ausübung derer 1764. Vielseitiges naturwissenschaftliches Interesse und Schriften. Begleitung und Assistenz eines Geologen auf einem langen Forschungs- exkursion. 1768 wird L. assoziierter Chemiker an der Akadamie der Wissenschaften in Paris auf die Einreichung einer Arbeit über Wasserproben. 1783, Beweis, dass Wasser das Produkt von der Kombination von Wasserstoff und Sauerstoff ist. 1786 attackierte L. die „Phlogeston-Theorie“. 1787, eine Gruppe französischer Chemiker gibt die ‚Méthode de nomenclature chimique‘ heraus. Ein Buch, das L.‘s Nomenklatur der Elemente antizipiert und bestärkt. L.‘s Entdeckungen und Theorien über die Elemente und Aggregatszustände waren eine echte Revolution in der Chemie. Sein Wirken ist noch immer fester Boden für diese Wissenschaft. 1768, L. wurde Assistent des Einkommenssteuer-Amts und der „Ferme Générale“, der allgemeinen Steuereinzugsbehörde. Auch diente er unter Mitwirkung an der Entwicklung der Waffentechnologie. Obwohl selbst aktiv in der franz. Revolution wurde L. guillotiniert.

16 Georg Forster * 27.11.1754 bei Danzig, † 10.01.1794 Paris (Frankreich)
Bildung über den Vater, der ihn auf Expeditionen mitnimmt. F. eignete sich Kenntnisse an als Übersetzer, Biologe und Völkerkundler. Von nahm er zusammen mit seinem Vater an einer Seereise mit James Cook teil. Es wurde festgestellt, dass es keinen „Südkontinent“ gibt. Daraus hervor ging das Buch ‚A voyage around the world‘ (1778). F. entwickelte die „Teilnehmende Beobachtung“. Dabei protokollierte er Empfindungen und Erfahrungskorrekturen direkt im Text. Für F. gab es eine Art koexistierender Stufen der Menschheitsentwicklung, die sich die Erdoberfläche teilen. , Professur der Naturkunde in Kassel. , in Professur in Wilna. Danach seit 1788 Bibliothekar in Mainz. 1792 nahmen französische Revolutionstruppen Mainz ein. F. wird Revolutionär. Er brachtet die Mainzer Handwerker und Bauern ihre Feudalherren auf und bereiste Paris, um den Anschluß der linksrheinischen Gebiete an Frankreich zu erwirken. Die Revolution begriff er als „Naturgeschichte“. Er verband insofern die Natur- mit der Menschheitsgeschichte.

17 Alexander von Humboldt
* Berlin, † Berlin Studium in Frankfurt (Oder), Göttingen, an der Handelshochschule Hamburg und an der Bergakademie Freiberg. Das Studium war somit sehr vielseitig. , Oberbergmeister bis Oberbergrat in Franken. ab 1793 fasste H. sein Interesse an der Geographie der Pflanzen und an den Tropen Amerikas in einem dreistufigen Forschungsprogramm zusammen. Diese stellt eine methodologische Auseinandersetzung mit Kants „Physischer Geographie“ dar. Demnach trennte H. Geschichte und Geographie. Die Vorbereitung zu der daraus resultierenden Reise dauerte 6 Jahre. H. lernte die Beherrsch- ung modernster Messinstrumente und spanisch. , Reise über die Kanarischen Inseln in das heutige Venezuela, Kuba, Kolumbien, Ecuador, Peru, Mexiko, um schließlich in Bordeaux zu landen und in Paris die Niederschrift und Edition der Reiseberichte durchzuführen. Diese Arbeit währte von Dieses Werk beinhaltet ein Potpourri verschiedenster natur- und geisteswissenschaftlicher Couleur. Zum einen entwickelt er deutliche Menschenrechtsideen im Sinne der Französischen Revolution. Zum anderen profilierte er sich als Kartograf und Geograf.

18 James Watson und Rosalind Franklin
* Chicago (USA) „Ab 1961 Professor für Biologie an der Harvard University in Cambridge (MA). Watson kam über die Virusforschung zur Molekulargenetik. Bereits 1953 post- ulierte er (zusammen mit F. H. C. Crick) das Modell der Doppelhelix (Desoxyribonukleinsäure), das später durch eingehende Forschungen bestätigt werden konnte. Für die Entdeckungen auf dem Gebiet der Moleku- larstruktur der Nukleinsäuren und deren Bedeutung für den Informations- transfer in lebender Materie, die zu den wichtigsten des 20. Jahrhunderts zählen, erhielt er (mit Crick und M. H. F. Wilkins) 1962 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.“ [1] * London (UK), † London „War als Expertin für Röntgenstrukturanalysebeteiligt an der Aufklärung von Strukturen verschiedener Makromoleküle und Viren, darunter auch das Tabakmosaikvirus. Seit Beginn der 1950er‐Jahre arbeitete sie zusammen mit M. H. F. Wilkins an der röntgenkristallografischen Untersuchung von Nukleinsäuren und lieferte wichtige Vorarbeiten für die Entschlüsselung der Doppelhelixstruktur durch F. H. C. Crick und J. D. Watson.“ [2]

19 John von Neumann und Norbert Wiener
* Budapest, † Bonn Studium der Chemie in Berlin und Zürich bis 1926. Im selben Jahr erlangte er einen Dr. in Mathematik von der Uni Budapest. Lehre in Hamburg, Berlin und schließlich Princeton, wo er Professor wurde. Seine „Neumann Algebra“ ist zu einem starken Werkzeug für die Untersuchung der Quantentheorie geworden. Im 2. Weltkrieg trug er zur Atomwaffen- und Wasserstoff- bombenforschung bei. * Columbia Mo. (USA), † Stockholm 1909 graduierte er mit 14 (!) an einer am. Universität zum Mathematiker. Später promovierte er sich in Harvard zum Doktor der Philosophie über mathematische Logik. Als langes Mitglied des MIT etablierte er Kybernetik als Wissenschaft.

20 Copernicus * Thorn (kgl. Preusssen ), † Frauenburg , Studium der Freien Künste in Krakau, aber ohne Abschluss. , Fortsetzung des Studium in Bologna. 1503, Doktortitel in kanonischem Recht an der Universität Ferrara, wo er nie studierte. Damit arbeitete er als Kirchenkanonist am bischöflichen Palast in Warschau. C.‘s Tätigkeiten waren dort administrativ oder medizinisch. Neben diesen stellte er Himmelsbeobachtungen an. Unter der allgemeinen Wissenschaft über die Sterne fasste man zu C.‘s Zeiten sowohl die Astronomie als aber auch die Astrologie zusammen. Insofern behauptete ein gewisser Pico zu C.‘s Zeit, es wäre unmöglich Astrologie zu betreiben. Die Tierkreiszeichen und Planetenkonstellationen würden zu sehr mit Uneinigkeit behandelt werden. Auf die Astronomie wirkte Picos Aussage dadurch gleichsetzbar, dort wäre das Planetenmodell nicht haltbar. Dieses Bild Picos provozierte C. Er brachte mit Hilfe eines persischen Modells alle Planetenbilder seiner Zeit zusammen, was in einer heliozentrischen Weltsicht mündete (Sonne als Zentrum). Es existierten außerdem maßgeblich das aristotelische und das ptolomäische Planetenbild. Die Veröffentlichungen seiner späteren Schriften erfolgten über ein Pseudonym und unter Mithilfe von Wittenbergern. 28. März 2017 |

21 Justus (v.) Liebig * 12.05.1803 Darmstadt, † 18.04.1873 München
, Apothekerlehre , Studium der Chemie in Bonn. , Studium in Erlangen. L. musste die Universität wegen Beteiligung an Studentenprotesten verlassen. Ein darmstädter großherzögliches Stipendium ermöglichte ihm den Abschluss des Studiums in Paris ( ). Das Studium an der École Polytechnique war praktisch fundiert und die Labore auf höchstem Niveau. 1823 wurde L. in Abwesenheit von der Universität Erlangen promoviert. , Lehrstuhl in Gießen und Initiator des Berufs des allseitig gebildeten Chemikers. 1852, Ruf an die Bayerische Akademie der Wissenschaften nach München, dessen Präsident er 1859 wurde. „Mit seinem Werk ‚Die organische Chemie in ihrer Anwendung auf Agricultur und Physiologie‘ (1840) begründete L. die moderne Agrikulturtechnik.

22 Michael Evenarí und Gerhard Herzberg
* Metz (Frankreich), † 1919, Übersiedlung nach Deutschland nach Enteignung durch die Franzosen (Elsaß). , Studium der Botanik in Frankfurt a.M. ’26: Abschluss mit Dissertation. Postdoc-Aufenthalte in Prag und Frankfurt. Dann Botanisches Institut der TH Darmstadt. Das in DA durchgeführte Habilitationsprojekt kam nicht zum Ab- schluss, da E als Jude fristlos entlassen wurde. E. forschte intensiv und erfolgreich in dem Bereich „Pflanzennutzung in Wüsten“ (besonders Wüste Negev in Israel). * Hamburg, † Ottawa (Canada) , Studium an der TH Darmstadt. Abschluss: Dissertation. , Postdoc in Göttingen und Bristol. , Assistenz und Privatdozentur an der TH Darmstadt. Wegen des mächtigen Nazikaders an der TH Darmstadt, der auch Evanarí feuerte, wurde H. der Anstellungsvertrag nicht verlängert. H. emigrierte nach Amerika (Canada, USA) und wurde Professor. 1971, Nobel-Preis für Chemie (als Physiker!). H. war ein sehr vernetz und kollaborativ arbeitender Wissenschaftler.

23 Fritz Haber und Clara Immerwahr
* Breslau, † Basel Studium der Chemie mit Promotion bis 1891 in Berlin, Heidelberg und Zürich, mit Unterbrechung wegen Militärdiensts. 1894, Aufnahme der Arbeit an der TH Karlsruhe über thermische Gas- reaktionen habilitierte sich H. 1906 übernahm BASF H.‘s Haber-Bosch-Verfahren zur „Ammoniak- synthese“ in ihr Forschungsportfolio. Es ist die Grundlage für Dünger. 1911, Übernahme und Aufbau des Kaiser-Wilhelm-Instituts in Berlin für physikalische Chemie . Dort entwickelte chemische Kampfstoffe her. „Der völkerrechtswidrige Einsatz von Chlorgas wurde von ihm ebenso initiiert, vorbereitet und durchgeführt wie die Vervollkommnung chemischer Kampf- und Sprengstoffe.“ H. erhielt 1919 den Nobel-Preis für Chemie für die Ammoniaksynthese. 1933, Emigration nach Cambridge wegen séiner jüdischer Herkunft. * Polkersdorf, † Berlin 1900, Promotion in physikalischer Chemie als erste Frau in Basel. 1901, Heirat mit Fritz Haber. Beide waren zum Christentum konvertierte Juden. I. beging Suizid, der u.U. direkt mit dem Gaseinsatz auf den Schlachtfel- dern zusammenhing, den sie als „Perversion der Wissenschaft“ sah.

24 Literatur HÄHNER, Olaf: Historische Biographik – Die Entwicklung einer geschichtswissenschaftlichen Darstellungsform von der Antike bis ins 20. Jahrhundert. Frankfurt a.M KLEIN, Christian (Hg.): Handbuch Biographie – Methoden, Traditionen, Theorien, Stuttgart, Weimar 2009. WINKELBAUER, Thomas (Hg.): Vom Lebenslauf zur Biographie – Geschichte, Quellen und Probleme der historischen Biographik. o.O

25 Recherche-Instrumente
Deutsche Biographie: Biographie-Portal: BSZ (Bibliographisches Zentrum Baden-Württemberg – Biographische Recherchen) https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=linksammlungen:fabio:biograph#wissenschaftler_forscher HBZ (Hochschulbibliothekszentrum NRW – Werkzeugkasten) NDB – Historisch-biographische Informationsmittel Wikipedia – Liste der biographischen Lexika Frauenbiographien: Jahresberichte für deutsche Geschichte der BBrbg Akad. d. Wiss.

26 Aspekte Zeitgeist Zeitbezug Zeitgenossen
Zeitgebundenheit  Ranke: „Mit den Augen der Zeit“ Geistiges Umfeld Schulbildung / akad. Lehrer/Schüler Selbstreflexion  Schriften Selbstverständnis als Wissenschaftler Wissenshorizonte Kontroversen Religion

27 Person Werk (Wiss. Umfeld) Kollegen Konkurrenten Lehrer Schüler
Kontroversen Biographie i.e.S. Person Wirkung Aktuelle Bedeutung Rezeption Bed. für Seminar Selbstzeugnisse

28 Person und Biograph Werk (Wiss. Umfeld) Kollegen Konkurrenten
Motivation Kontroversen Auftrag Biographie i.e.S. Person Wechselwirkungen Biograph Aktuelle Bedeutung Rezeption Zugang Bed. für Seminar Selbstzeugnisse Quellen Intention/ Botschaft

29 Quellen 1 Alle deutschen Biografien belaufen sich auf die Lexikonartikel aus der DBE. Wörtliche Zitate wurden auf der Folie in Anführungszeichen gesetzt, enthalten wegen des PPT-Formats aber keine weitere Ausweisung. Killy, Walther (Hrsg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie (DBE). Bd. 1-10, Darmstadt, Die Folien zu Michael Evanarí und Gerhard Herzberg arbeiten mit folgenden Onlineressourcen der TU Darmstadt: Evanarí: Herzberg: (Beide zuletzt besucht am ) Alle übrigen Biografien beziehen sich auf die Encyclopedia Britannica, bis auf die hier folgenden und direkt ausgewiesenen Brockhausquellen.

30 Quellen 2 (1, Folie 18) Eintrag "Watson" in Munzinger Online/Brockhaus - Enzyklopädie in 30 Bänden. 21. Auflage. Aktualisiert mit Artikeln aus der Brockhaus-Redaktion, URL: http://www.munzinger.de/document/ (abgerufen von Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt am ) (2, Folie18) Eintrag "Franklin" in Munzinger Online/Brockhaus - Enzyklopädie in 30 Bänden. 21. Auflage. Aktualisiert mit Artikeln aus der Brockhaus-Redaktion, URL: http://www.munzinger.de/document/ Die Weizsäcker Information bezieht sich ebenso auf den Eintrag über ihn im Brockhaus. Die Bilder sind zum größten Teil aus der Encyclopedia Britannica entnommen. Andere Quellen sind aus Bildersuche von google.de frei gewählt. Diese Präsentation wurde zusammengestellt von Daniel Schindler (studentische Hilfskraft bei Prof. Dr. Alfred Nordmann, Institut für Philosophie).


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