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By Marcel Kaiser, Sören Hersemann, Stefan Horstmann, Johannes Knepper, Marc Südmeier, Thorben Vogt, Tim Westermann, Karl Kopka, Felix Wittenfeld Referat.

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1 by Marcel Kaiser, Sören Hersemann, Stefan Horstmann, Johannes Knepper, Marc Südmeier, Thorben Vogt, Tim Westermann, Karl Kopka, Felix Wittenfeld Referat zur Hyperinflation

2 Definition Das Wort Inflation kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Aufblähung. Inflation entsteht, wenn sich die Geldmenge stärker ausdehnt als das Güterangebot. Das Geld verliert an Wert, seine Kaufkraft nimmt ab. Gemessen wird die Inflationsrate am prozentualen Anstieg der Verbraucherpreise. Nach dem Tempo des Anstiegs unterscheiden sich die schleichende Inflation (5 bis 10%), die beschleunigte (20%), galoppierende (bis 50%) und die Hyperinflation (über 50%). Den Anstieg unter 5% bezeichnet man als normale Teuerungsrate.

3 Gründe der Hyperinflation zu Beginn des Krieges (August 1914) wird die gesetzliche Noteinlösepflicht in Gold aufgehoben, das heißt, dass sich niemand mehr seinen Kontostand in Gold auszahlen lassen kann der Plan der Deutschen war es, der Geldvermehrung durch die Ausbeutung der Kriegsgegner entgegenzusteuern, nachdem Deutschland über diese triumphiert hat durch die Niederlage Deutschlands blieben die erwarteten Zahlungen der Kriegsgegner aus das Deutsche Reich musste als alleiniger Träger der Kriegsschuld die Reparationskosten selber zahlen, wodurch es zur Hyperinflation in Deutschland kam

4 Das Problem der Kriegsschulden Beginn des Kriegs: deutsche Wirtschaft fällt zusammen Knappheit von Rohstoffen und Agrarprodukten Es kommt zur bürokratischen Kriegswirtschaft Hauptproblem: Finanzierung des Kriegs einzige Lösung: Steuererhöhung Es wurde mehr Geld in Umlauf gebracht (das fünffache der Menge von 1914) Hyperinflation war sicher, da die Preise auf dem Schwarzmarkt ständig stiegen Krieg verloren > 154 Milliarden Mark Schulden (Reparationen, Kriegsfolgelasten, Versorgung der Hinterbliebenen, Wiedereingliederung der Soldaten in die Wirtschaft) 1919: Haushaltsdefizit von 5 Milliarden Mark Reichsfinanzreform nützt nichts, da die Zolleinnahmen sinken

5 Der Ausweg der Schuldenkriese Um endlich aus der Schuldenkrise zu kommen sah die Reichsregierung nur einen einzigen Weg, weitere Darlehen bei der Reichsbank aufzunehmen, die durch dauernde Neuausgaben von Banknoten finanziert wurden. Andere Auswege aus der Schuldenkrise waren ausgeschlossen, da bei einer Steuererhöhung die private Kaufkraft noch weiter geschwächt werden würde. Die Staatsbankrotterklärung kam auch nicht in Frage, da das die Streichung der Staatsschulden zur Folge hätte. Die ganze Bevölkerung hatte dem Staat Kriegsanleihen gegeben, worauf das Volk Zinsen bekam. Wenn nun aber der Staat Bankrott angemeldet hätte, wäre das ganze Wirtschaftsleben zum Erliegen gebracht worden, da ein großer Teil der Bevölkerung ihr ganzes Vermögen in die Kriegsanleihen investiert hatte. Da nun immer neue Banknoten gedruckt wurden, trieb die Reichsregierung immer mehr die Geldentwertung voran, welche eine Hyperinflation zur Folge hatte. Das Endergebnis einer Hyperinflation wäre genau dasselbe wie bei einem Staatsbankrott, doch die politischen Folgen wären weitaus weniger dramatisch. Die Schuld könnte dann auf die Gegner geschoben werden, weil diese hohe Reparationskosten gefordert hatten und somit den bewussten Wertverlust der Mark herbeiführten. Die Inflation beseitigte automatisch alle Schulden des Staates im eigenen Land, die durch die Anleihe von Ausgaben entstanden sind. Somit hatten die Kriegsschulden am 15. November 1923 in der Höhe von 154 Milliarden Mark nur noch einen Wert von 15 Pfennigen im Jahre 1914.

6 Verlauf Die Menge der Lebensmittel (Nahrung, Bekleidung, Heizstoffe usw.) für den Verbrauch im Inland mit der Dauer des Krieges ab. Außerdem wurden erhebliche Mittel für die Unterhaltung der Armee gebraucht. Die für den Konsum verfügbaren Geldmittel nahmen nicht im gleichen Maße ab. Die Preise stiegen. Um Unruhen zu vermeiden, wurden die Löhne der Preisentwicklung angepasst, wenn auch mit deutlicher Verspätung. Und um die Vermögenden nicht aufzubringen, wurden die Steuern nicht angemessen angehoben. Trotzdem bekam nur ein kleiner Kreis von besonders Reichen die allgemeine Verarmung, bedingt durch Güterknappheit und Teuerung, nicht zu spüren. (Vgl. dazu auch ausführlicher den Beitrag Sozial- und Wirtschaftsgeschichte im Ersten Weltkrieg.) Damit war der Keim der Inflation gelegt. Im November 1918 überstiegen die Schulden des Reiches mit ca. 150 Milliarden Mark das Volkseinkommen des Jahres 1919 von geschätzten 142 Milliarden Mark. Weil der Krieg verloren wurde, konnte das Deutsche Reich die Kriegslasten nicht auf andere Staaten abschieben.

7 Hyperinflation schnelle Lösung des Problems der Kriegsschulden durch Hyperinflation 1921 Banknoten bis 1000 Mark; schon 1922 bis Mark Anfang 1922: Wertminderung der Mark auf 1/10 des Vorkriegswertes; Sommer ´22 1/100 Juli 1923: 1 US-Dollar = 1Million Mark; November ´23: 1 US-Dollar = 1 Billion Mark Anfang Oktober 1923: 1 Liter Milch kostet 5,4 Millionen Mark Ende November ´23: 1 Liter Milch kostet 360 Millionen Mark Trotzdem weitere Produktion von Geldscheinen mit 133 Druckereien, so dass 3788 Trillionen Mark im Umlauf sind ! Wochengehälter werden mit Wäschekörben abgeholt und sofort ausgegeben Ende ´23: Zusammenbruch des Währungssystems: Tausch Güter gegen Güter

8 Gründung der Rentenbank Die Rentenbank wurde am15. Oktober 1923 gegründet und sofort mit der Ausgabe der Rentenmark beauftragt. Wert: 1 Rentenmark = 1 Billion Papiermark 1 US Dollar = 4,20 Rentenmark Das Vertrauen der Bevölkerung in die Rentenmark führt schließlich zum Erfolg der Währungssanierung. Die Parteien des Reichstags verabschieden Ende 1923 ein Gesetz, in dem der Staat sich selbst verbietet, neue Geldmengen in Umlauf zu bringen. In Folge dieses Gesetzes stehen die Notenpressen schließlich wieder still. Anfang 1924 ist die Inflation überwunden und im gleichen Jahr wird die Rentenmark von der Reichsmark abgelöst.

9 Quellen > wikipedia.org Schulze, Hagen, Weimar-Deutschland , Siedler Deutsche Geschichte, S Tormin, Walter (Hg.), Die Weimarer Republik, Edition Zeitgeschehen, Fackelträger- Verlag Hannover, Information zur politischen Bildung, Weimarer Republik, Heft 261, 4/1998 Erzinger, Wolfgang (Hg.), Deutsches Münzen Magazin, EMS-Verlag Stuttgart, 6/1998 Bertelsmann Lexikon Geschichte, Bertelsmann Electronic Publishing, 1996 Das neue Taschenlexikon, Bertelsmann Lexikon Verlag Gütersloh, 1992 > Microsoft Encarta


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