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Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 1 WS Wien Diplomlehrgang für ADHD Therapie Verhaltenstherapeutische Programme.

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Präsentation zum Thema: "Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 1 WS Wien Diplomlehrgang für ADHD Therapie Verhaltenstherapeutische Programme."—  Präsentation transkript:

1 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 1 WS Wien Diplomlehrgang für ADHD Therapie Verhaltenstherapeutische Programme – Einführung PEP und THOP Juni 2007 Linz Dr. Inez Freund-Braier KJP Köln

2 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 2 Einführung und Theorie Vorstellung meine Person Vorstellungsrunde –Vorerfahrungen, –Zielsetzungen für den Workshop

3 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 3 Organisatorisches –Handhabung des Skripts –Erwartungen an die Teilnehmer Pünktlichkeit Beiträge ins gemeinsame Gespräch Einbringen von Beispielen aus der eigenen Praxis Engagement –Anteil Theorie und Praxis

4 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 4 T herapieprogramm für H yperaktives und O ppositionelles P roblemverhalten Klinisch orientiertes Eltern-Kind-Programm im Einzelkontakt, bei Einbezug von Schule etc. für Kinder (meist) im Schulalter Erprobung: In der Klinik vorgestellte Kinder im Vorschulalter, Elterngruppe in der Klinik P räventionsprogramm für E xpansives P roblemverhalten In den Kindergärten ausgewählte (Risiko-)Kinder im Vorschulalter Eltern- / ErzieherInnengruppe 10 Treffen à 1½ Std. vor Ort Mit Unterstützung der Deutschen ForschungsGemeinschaft E n t w i c k l u n g des Programms !

5 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 5 T H O P Familienbausteine Kindbausteine

6 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 6 PEP PEP-ELPEP-ER

7 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 7 Theorie Expansives Verhalten ist im gewissen Rahmen normal (Trotzphase) Verhaltensauffälligkeiten nehmen mit dem Alter ab Aber: Kinder die über die Vorschulzeit hinweg Verhaltensprobleme zeigen haben eine schlechte Prognose Die Stabilität der Symptome beträgt in diesem Alter 50%, im Schulalter 60-70%

8 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 8 Fallbeispiele Videos

9 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 9 Erinnern sie sich an das letzte Thema! 1. Wie sie Veränderungen vorbereiten! 3. Was sie über das neue Thema wissen sollten! 2. Wie sie den Plan in die Tat umsetzen ! 4. Was sie bis zur nächsten Sitzung konkret tun können ! 5. Memo Info JobPlan Handeln A u f b a u Wie sind die Sitzungen aufgebaut?

10 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 10 1.Std. Mein Kind – Freud & Leid

11 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 11 Seit dem letzten PEP-Termin... Sind Fragen offen geblieben? Job

12 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 12 Welche Probleme haben sie mit dem Kind? Was klappt gut? Was mögen sie besonders an dem Kind? P E P - T h e m a Das Kind – Freud und Leid Info

13 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 13 T H O P Familienbausteine

14 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 14 Schieflage Info

15 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 15 Ausgleich Info

16 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 16 Mutter Vater andere: Name des Kindesheutiges Datum Beurteiler F r a g e b o g e n ! Problemsituationen mit dem Kind Plan Bitte geben sie an, wie problematisch die jeweilige Situation in den letzten zwei Monaten für sie war. 1. Wenn das Kind allein spielt Wenn das Kind mit anderen spielt Bei den Mahlzeiten Beim An- und Ausziehen Beim Waschen und Baden Wenn sie telefonieren Beim Fernsehen Wenn Besuch kommt Wenn sie andere besuchen In der Öffentlichkeit (z.B. Geschäfte, Bus) Wenn die Mutter zu Hause beschäftigt ist Wenn der Vater zu Hause ist Wenn das Kind etwas erledigen soll Beim Zubettgehen Im Auto sehr ziemlich ein wenig gar nicht

17 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 17 sind Problemsituationen Lernsituationen Info

18 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS Problemsituationen mit dem Kind TOP 5 in dieser Gruppe Info

19 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 19 1.Nehmen sie ihren Fragebogen Problemsituationen mit dem Kind zu Hilfe. 2.Wählen sie 3 Situationen aus, die sie als besonders belastend empfinden und die sie verändern wollen. Es sollte mindestens eine Situation dabei sein, an der nur sie und dieses Kind beteiligt sind. 3.Natürlich können sie auch Situationen auswählen, die nicht vorgegeben sind. 4.Markieren sie diese Problemsituationen auf ihrer Liste. 5.Stellen sie sich zu jedem Problem die richtigen Fragen!... Probleme Plan

20 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 20 Wie reagieren sie meistens? Was macht das Kind dann meistens? V o r b e r e i t u n g ! Problem 1Problem 2 Problem 3 Wie wird es nächstes Mal laufen? Was genau macht das Kind ? Wie sieht die Situation konkret aus? Plan

21 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 21 P r o t o k o l l ! Probleme Problemverhalten Situation trat nicht auf Wie belastend war das Problem? Es hätte nicht schlimmer sein können nie ständig Kein Problem 4. Wie problematisch war das Verhalten des Kindes insgesamt? Mutter Vater andere: Name des Kindesheutiges Datum Beurteiler Wie häufig trat das Problem- verhalten auf? Beurteilen sie bitte für die vergangene Woche: 1. wie häufig das beschriebene Problemverhalten aufgetreten ist 2. wie belastend oder beeinträchtigend sie das Problem empfunden haben Handeln

22 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS Übertragen sie ihre drei Hauptprobleme in die freien Felder im Protokoll Probleme. 2. Anhand der nächsten beiden Spalten beurteilen sie bitte, wie häufig das Problemverhalten in der letzten Woche aufgetreten ist und wie belastend es für sie war. 3. Falls die Situation gar nicht auftrat, können sie dies in der letzten Spalte markieren. Probleme Bitte ergänzen sie auch Namen und Beurteiler sowie das heutige Datum. Handeln

23 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 23 V o r b e r e i t u n g ! Schöne Situationen mit dem Kind 1. Wenn ich mit meinem Kind spieleJa 2. Wenn ich meinem Kind etwas vorlese Ja 3. Wenn wir zusammen eine Arbeit tun Ja (z.B. Kuchenbacken) 4. Beim Kuscheln im Bett Ja 5. Beim Schmusen zwischendurch Ja 6. Wenn wir etwas Schönes unternehmen Ja 7. Bei sportlichen Aktivitäten Ja 1. ist fröhlich Ja 2. ist sehr offen Ja 3. hat Charme Ja 4. sieht hübsch aus Ja 5. interessiert sich für Vieles Ja 6. begreift schnell Ja 7. kann sich gut ausdrücken Ja 8. lernt schnell jemanden kennen Ja 9. ist hilfsbereit Ja 10. ist sehr sportlich Ja 11. kann viel aushalten Ja 12. ist kreativ, einfallsreich Ja 13. probiert Neues aus Ja Erleben sie diese Situationen mit dem Kind als angenehm? Was fällt ihnen selbst noch ein? Ergänzen sie! Situation: angenehm? Was mögen sie an dem Kind? Was fällt ihnen selbst noch ein? Ergänzen sie! Das Kind: zutreffend? Mutter Vater andere: Name des Kindesheutiges Datum Beurteiler Plan

24 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS Kreuzen sie auf der Vorbereitung Schöne Situationen mit dem Kind an, ob sie diese Situationen mit dem Kind als angenehm erleben. 2. Beschreiben sie möglichst viele andere positive Situationen mit dem Kind oder Eigenschaften des Kindes, die sie als besonders schön erleben. Dabei sollten sie folgende Regeln beachten: - Achten sie auf alles, was ihnen an dem Kind gefällt, also auch auf Kleinigkeiten und Selbstverständlichkeiten. - Achten sie auf üblicherweise schwierige Situationen, wenn diese besser laufen als sonst. Schöne Situationen Plan

25 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 25 BLITZUMFRAGE Was finden sie gut an dem Kind? Was klappt gut?

26 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 26 Grundsätzlich: 1. Zeigen sie dem Kind, wenn sie etwas gut finden. Wie machen sie das? 2. Wenn das Kind positiv auf sie zugeht, schenken sie ihm kurze Zeit Aufmerksamkeit. z.B. Wenn das Kind zu ihnen kommt und Ihnen sein gemaltes Bild zeigen möchte, können sie kurz Ihre Tätigkeit unterbrechen und sein Werk bewundern: Das gefällt mir gut!. 3. Gehen sie aktiv auf das Kind zu! Schöne Situationen mit dem Kind Handeln

27 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 27 P r o t o k o l l ! Schöne Situationen DatumWas lief gut? Wie habe ich reagiert? Notieren sie bitte täglich in der nächsten Woche, was mit dem Kind gut gelaufen ist und worüber sie sich gefreut haben. Denken sie dabei bitte auch an Kleinigkeiten und Selbstverständliches. Nehmen sie sich jeden Abend etwas Zeit und besprechen sie diese positiven Erlebnisse mit dem Kind. Wie deutlich haben sie die positiven Eigenschaften / Verhaltensweisen des Kindes insgesamt empfunden? Überhaupt nicht Es hätte nicht besser sein können Mutter Vater andere: Name des Kindesheutiges Datum Beurteiler Handeln

28 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 28 Zum nächsten PEP-Termin... 1.Tragen sie Schöne Situationen täglich ins Protokoll ein. 2.Sprechen sie jeden Abend mit dem Kind über die schönen Ereignisse des Tages. 3.Bringen sie das Protokoll mit. 4.Erwarten sie keine Wunder!! Job

29 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 29 BLITZUMFRAGE Was halten sie davon ? Denken sie, das ist umsetzbar ?

30 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 30 Wie hat es ihnen heute gefallen... Telefonkontakt möglich am... Nächste Sitzung am... Das Wichtigste in aller Kürze... Zum Aufhängen vor Ort PEP-M emo ! Das heutige Thema zum Nachlesen in ihrer Mappe PEP-Z usammenfassung ! Memo

31 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 31 Wollen sie ein Verhalten des Kindes verändern ? Formulieren sie eindeutig, was sich wie verändern soll. Nehmen sie Verhaltensänderungen des Kindes genau wahr. Wollen sie mehr wertvolle Zeit mit dem Kind verbringen ? P E P - M e m o Probleme / Schöne Situationen Schenken sie positiven Eigenschaften und Stärken des Kindes mehr Aufmerksamkeit. Gehen sie aktiv auf das Kind zu. Zeigen sie dem Kind, dass sie etwas gut finden. Notieren sie Schöne Situationen im Protokoll. Sprechen sie abends mit dem Kind über positive Ereignisse des Tages. Memo

32 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS Std. Teufelskreis & Gemeinsame Spielzeit

33 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 33 P E P- T h e m a Der Teufelskreis und Gemeinsame Spielzeit Wie geraten Eltern und Kinder in den Teufelskreis ? Wie können sie aus dem Teufelskreis aussteigen ? Info

34 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 34 T H O P Familienbausteine

35 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 35 T e u f e l s k r e i s Eltern drohen Eltern geben nach Eltern reagieren aggressiv Nein Eltern ratlos Nein wird befolgt? Nein wird befolgt? Aufforderung durch Eltern Ja Andere Tätigkeit Info Wiederholung d. Aufforderung Nein wird befolgt? Ja Andere Tätigkeit Ja Andere Tätigkeit Ja

36 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 36 Was lernt das Kind im Teufelskreis? Info Auch wenn Mama und Papa mich bestrafen, weiß ich, dass ich sie beeinflussen kann. (Negative Aufmerksamkeit ist besser als keine.) Mama und Papa siegen, weil sie stärker sind als ich. Wenn ich stärker bin als andere, kann ich siegen. Wer stärker ist, hat Recht oder bekommt Recht. Was meine Eltern sagen, muß ich nicht ernst nehmen! Ich muß das Nörgeln von Mama und Papa nur lange genug aushalten, dann muss ich doch nicht das tun, was sie eigentlich von mir wollen.

37 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 37 Was lernen Eltern im Teufelskreis ? Info Ich bin eine schlechte Mutter / ein schlechter Vater. Mein Kind treibt mich noch in den Wahnsinn! Ich muß eben doch hart durchgreifen, mein Kind will es wohl so! Nie klappt diese Situation mit meinem Kind, ich kann mich bei dem Kind einfach nicht durchsetzten!

38 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 38 Worauf sollten sie achten? Info Planen &Handeln

39 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS Gehen sie in Gedanken vor allem die Situationen oder Verhaltensprobleme durch, die auf ihrem Protokoll Probleme stehen. 2. Ordnen sie diese in die erste Stufe des Teufelskreises ein (dem Kind eine Aufforderung stellen). Entsteht in diesen Situationen öfter der beschriebene Teufelskreis? 3. Bringen sie das Ergebnis dieser Überlegungen in die Gruppe ein. Teufelskreis Plan

40 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 40 1.Gesundheitliche Probleme 2.Finanzielle Schwierigkeiten 3.Probleme am Arbeitsplatz 4.Probleme mit Verwandten 5.Probleme mit Freunden oder Nachbarn 6.Ehe- und Partnerschaftskonflikte 7.Eigene emotionale Probleme Was den Teufelskreis noch anheizt Info

41 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 41 Schieflage Info

42 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 42 weniger Schieflage 1. Gemeinsame Spielzeit Info

43 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS Stärken sie die positive Beziehung zum Kind, z.B. durch eine Gemeinsame Spielzeit Plan G r u n d r e g e l n zum Ausstieg aus dem Teufelskreis

44 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 44 T H O P Familienbausteine

45 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 45 Gemeinsame Spielzeit ist hilfreich beim Ausstieg aus dem Teufelskreis, weil... Info konfliktfreie Zeit aktiv hergestellt wird. positive Zuwendung an Bedeutung gewinnt. man wertvolle Zeit miteinander verbringt. man sich wieder von der liebenswerten Seite kennen lernt.

46 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 46 Mit Lego, Autos, Puppen Bilderbücher anschauen Malen Verstecken, Rollenspiele Puzzle Mensch ärgere Dich nicht Memory (mit Gucken) Turmbauen (mit Umschmeißen).... WAS könnten wir spielen ? Eigene Ideen WER SPIELT ? & WANN ? Mutter Vater andere: Name des Kindesheutiges Datum Beurteiler Plan V o r b e r e i t u n g ! Gemeinsame Spielzeit

47 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS Entspannen sie sich und machen sie es sich mit dem Kind bequem. Lassen sie sich auf das Spiel des Kindes ein (Spielzeit ist keine Lernzeit!). 2. Beobachten und Beschreiben sie, was das Kind macht. 3. Stellen sie keine Fragen und sagen sie dem Kind nicht, was es tun soll. 4. Loben sie das Kind oder sagen sie ihm etwas, worüber es sich freut. 5. Wenn das Kind sich problematisch verhält, ignorieren sie dieses Verhalten aktiv. Ausgenommen: zerstörerisches, aggressives Verhalten, dann Beenden! 6. Notieren sie ihre Eindrücke vom Spielablauf im Protokoll Gemeinsame Spielzeit. Gemeinsame Spielzeit Handeln

48 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 48 Datum Bemerkungen Wer hat mitgespielt? Wie war die Spielzeit? Kind Eltern Mutter Lego, Piraten Wollte gern weiterspielen Was wurde gespielt? Dauer (Min.) Mutter Vater andere: Name des Kindesheutiges Datum Beurteiler Handeln P r o t o k o l l ! Gemeinsame Spielzeit

49 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 49 Eltern und Kinder geraten in einen Teufelskreis, wenn… Eltern Aufforderungen oft wiederholen oder drohen, Eltern ratlos werden und nachgeben oder aggressiv reagieren, andere Belastungen den Teufelskreis anheizen. Das Modell Teufelskreis kann helfen, weil… es zeigt, wie Kinder und Eltern in schwierige Situationen geraten, Problemsituationen vorhersehbar werden, man schwierige Situationen vorbereiten kann. Die Gemeinsame Spielzeit kann helfen aus dem Teufelskreis auszusteigen, weil… konfliktfreie Zeit aktiv hergestellt wird, positive Zuwendung an Bedeutung gewinnt, man sich wieder von der liebenswerten Seite kennen lernt, man wertvolle Zeit miteinander verbringt. Memo P E P - M e m o Teufelskreis & Basis I zum Ausstieg: Gemeinsame Spielzeit

50 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS Std. Energie sparen & auftanken

51 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS Stärken sie die positive Beziehung zum Kind, z.B. durch eine Gemeinsame Spielzeit. 2. Sparen sie Energie. Achten sie darauf, dass sie außerdem feste Zeiten der Entspannung bzw. des Auftankens für sich in den Alltag einbauen Plan G r u n d r e g e l n zum Ausstieg aus dem Teufelskreis

52 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 52 P E P - T h e m a Energie sparen & Auftanken Basis II zum Ausstieg aus dem Teufelskreis Wie können sie ihren Tagesablauf planen? Wo können sie feste Zeiten der Entlastung einplanen? Info

53 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 53 Energie sparen & Auftanken Gerade Kinder mit expansivem Problemverhalten brauchen Aufmerksamkeit, Orientierung und Struktur. Feste Rituale, Zeit- und Raumstrukturierung sowie Zeiten für eigenes Auftanken können alltägliche Konflikte reduzieren. Insgesamt ist eine höhere Strukturierung für solche Kinder hilfreicher als größere Freiräume. Die Resultate im Alltag belohnen den erhöhten Anfangsaufwand. Info

54 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 54 weniger Schieflage Info 1. Gemeinsame Spielzeit 2. Energie sparen & Auftanken

55 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 55 MontagDienstag Mittwoch DonnerstagFreitagSamstagSonntag Aufstehen Frühstück Kita / Schule Arbeit Mittagessen Abholen Abendessen Zu Bett gehen Fixpunkte Plan T a g e s p l a n !

56 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 56 1.Welchen (festen) Ablauf haben sie zu Hause? Planen sie möglichst Fixpunkte (feste Zeiten) für : Aufstehen, Mahlzeiten, zur Arbeit gehen, zu Bett gehen u.s.w. 2.Tragen sie diese festen Zeiten in die VorbereitungTagesplan ein. 3.Tragen sie auch andere feste Termine pro Woche ein. 4.Markieren sie freie Zeiten auf ihrem Tagesplan. 5.Markieren sie Situationen, in denen häufig Stress entsteht. Planen sie mind. eine kindgemäße Aktivität pro Tag Planen sie Zeit für sich ein, denn Veränderungen brauchen Kraft ! Plan Tagesplan

57 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 57 1.Gesundheitliche Probleme 2.Finanzielle Schwierigkeiten 3.Probleme am Arbeitsplatz 4.Probleme mit Verwandten 5.Probleme mit Freunden oder Nachbarn 6.Ehe- und Partnerschaftskonflikte 7.Eigene emotionale Probleme Was den Teufelskreis noch anheizt Info

58 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 58 Stress... Vermeidbar Verändern durch Energie sparen Planen Entzerren Verlegen Streichen Delegieren... Unvermeidbar Entgegenwirken durch Auftanken Entspannen Ablenken /raus kommen Sich etwas Gutes tun Bewegen Sorgen mitteilen Info

59 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 59 Stress- Situation Wie kann ich sparen ?Wie kann ich auftanken ? Entscheiden sie! Kind trödelt morgens zu spät in Kita 15 Min. früher aufstehen = Zeitpuffer vermeidbarunvermeidbar Plan V o r b e r e i t u n g ! Energie Gelungen?

60 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 60 Ein geplanter Tagesablauf entlastet, weil... der Tag überschaubar wird (Diskussionen einsparen). jeder mehr zu seinem Recht kommt. Energie gespart wird und. das Auftanken (Entspannung) geplant sein will. Stress unterscheiden: Vermeidbar Energie sparen Unvermeidbar Auftanken Memo P E P - M e m o Energie sparen & Auftanken (Basis II zum Ausstieg aus dem Teufelskreis) regelmäßig in den Tagesplan einbauen

61 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS Std. Regeln & Aufforderungen

62 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 62 Plan 1. Stärken sie die positive Beziehung zum Kind, z.B. durch eine Gemeinsame Spielzeit. 2. Sparen sie Energie. Achten sie darauf, das sie außerdem feste Zeiten der Entspannung bzw. des Auftankens für sich in den Alltag einbauen. 3. Stellen sie eindeutige Regeln auf und geben sie dem Kind wirkungsvolle Aufforderungen G r u n d r e g e l n zum Ausstieg aus dem Teufelskreis

63 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 63 T H O P Familienbausteine

64 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 64 P E P - T h e m a Das regeln wir! Regeln und Aufforderungen Welche Regeln sind ihnen in ihrer Familie wichtig? Wie können sie diese formulieren? Was sind wirkungsvolle Aufforderungen? Info

65 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 65 T e u f e l s k r e i s Eltern ratlos Eltern drohen Eltern geben nach Eltern reagieren aggressiv Nein Ja wird befolgt? Aufforderung durch Eltern Andere Tätigkeit Info Wiederholung d. Aufforderung wird befolgt? Andere Tätigkeit Ja

66 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 66 Belohnung / Positive Konsequenz Wiederholung der Aufforderung und Ankündigung der negativen Konsequenz Ausstieg aus dem T e u f e l s k r e i s wird befolgt? Durchführung der negativen Konsequenz Nein wird befolgt? Nein Ja Regel / Aufforderung durch Eltern Belohnung / Positive Konsequenz Info

67 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 67 Regeln aufstellen Wirkungsvolle Aufforderungen geben Positive Konsequenzen, wenn Aufforderungen befolgt werden Negative Konsequenzen, wenn Aufforderungen nicht befolgt werden Info Die erweiterte A m p e l

68 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 68 Warum sind Regeln in Familien so wichtig ? Weil Eltern Verantwortung tragen ? ? Info weil Grenzenlose Freiheit Kinder überfordert weil sie Orientierung, Sicherheit und Halt geben (Fels in der Brandung)

69 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS Problemsituation ( Protokoll Probleme ) Familienregel ?Warum wichtig ? Bereit, Regel umzusetzen? V o r b e r e i t u n g ! Regeln und wirkungsvolle Aufforderungen Mutter Vater andere: Name des Kindesheutiges Datum Beurteiler Plan

70 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 70 Plan Regeln 1.Formulieren sie in der Vorbereitung Regeln und wirkungsvolle Aufforderungen zu jeder Problemsituation jeweils die Regel, die einzuhalten ist. 2.Achten sie darauf, dass sie in der Regel formulieren, was das Kind tun, nicht nur was es lassen soll. 3.Achten sie dabei auch auf Alter und Entwicklungsstand des Kindes, vermeiden sie Überforderung. 4.Überlegen sie, warum Ihnen diese Regeln wichtig sind. Beantworten sie sich dabei folgende Fragen: - Warum halte ich diese Regel für sinnvoll und nötig ? - Was könnte passieren, wenn das Kind diese Regel nicht befolgt ? - Was will ich durch die Regel erreichen ? 5.Können sie für die Einhaltung der Regel sorgen ? 6.Können sie die Regeln für das Kind gut sichtbar aufhängen ?

71 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 71 Handeln Wirkungsvolle Aufforderungen 1.Stellen sie nur dann eine Aufforderung, wenn sie bereit sind, sie auch durchzusetzen. 2.Sorgen sie dafür, dass das Kind aufmerksam ist, wenn sie die Aufforderung geben. 3.Geben sie immer nur eine Aufforderung 4.Äußern sie die Aufforderung eindeutig und nicht als Frage / Bitte ( Nicht: Könntest du bitte dein Zimmer aufräumen?, sondern: Du räumst jetzt dein Zimmer auf. ) 5.Lassen sie das Kind die Aufforderung wiederholen. 6.Überprüfen sie, ob das Kind der Aufforderung nachkommt. 7.Konzentrieren sie sich zunächst nur auf die Aufforderungen, die zu den Situationen auf ihrem Protokoll Probleme gehören.

72 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 72 ROLLENSPIEL Wie könnten wirkungsvolle Aufforderungen konkret aussehen ? An einem Beispiel ausprobieren! ? !

73 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 73 Was lernt das Kind aus wirkungsvollen Aufforderungen? Was Mama und Papa sagen, ist wichtig und ernst zu nehmen. Ich kann mich auf ihr Wort verlassen. Info

74 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 74 Was lernen Eltern aus wirkungsvollen Aufforderungen? Ich bin mir sicher, denn ich weiß, was ich will. Das Kind wird es ernst nehmen ! Die nächste Situation klappt besser ! Info

75 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 75 Datum Familienregel ? Wie reagiert das Kind ? Wirkungsvolle Aufforderungen gestellt? P r o t o k o l l ! Regeln und wirkungsvolle Aufforderungen Mutter Vater andere: Name des Kindesheutiges Datum Beurteiler Handeln Ja nein

76 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 76 Regeln in Familien sind wichtig, weil… sie Orientierung, Sicherheit und Halt bieten (Fels in der Brandung), grenzenlose Freiheit Kinder überfordert, Eltern Verantwortung tragen. Bei Problemverhalten von Kindern: 1.Regel bestimmen! 2.Regel für sich begründen! 3.Regel eindeutig formulieren! Sie stellen wirkungsvolle Aufforderungen: 1.Bereit, diese auch durchzusetzen? 2.Kind aufmerksam? 3.Nur eine Aufforderung gegeben? 4.Aufforderung nicht als Frage / Bitte gestellt? 5.Kind Aufforderung wiederholen lassen ! 6.Kind Aufforderung nachgekommen? Memo P E P - M e m o Regeln und Aufforderungen

77 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS Std. Positive Konsequenzen

78 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 78 Plan 1. Stärken sie die positive Beziehung zum Kind, z.B. durch eine Gemeinsame Spielzeit. 2. Sparen sie Energie. Achten sie darauf, das sie außerdem feste Zeiten der Entspannung bzw. des Auftankens für sich in den Alltag einbauen. 3. Stellen sie eindeutige Regeln auf und geben sie dem Kind wirkungsvolle Aufforderungen. 4. Positive Konsequenzen, wenn Aufforderungen befolgt werden G r u n d r e g e l n zum Ausstieg aus dem Teufelskreis

79 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 79 T H O P Familienbausteine

80 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 80 P E P - T h e m a Gut so! Positive Konsequenzen Was sind positive Konsequenzen? Warum sind positive Konsequenzen wichtig? Was ist eine Punkteschlange? Info

81 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 81 Andere Tätigkeit T e u f e l s k r e i s Eltern ratlos Eltern drohen Eltern geben nach Eltern reagieren aggressiv Nein Ja wird befolgt? Aufforderung durch Eltern Andere Tätigkeit Info Wiederholung d. Aufforderung wird befolgt? Ja

82 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 82 Belohnung / Positive Konsequenz Wiederholung der Aufforderung und Ankündigung der negativen Konsequenz wird befolgt? Durchführung der negativen Konsequenz Nein wird befolgt? Nein Ja Regel / Aufforderung durch Eltern Belohnung / Positive Konsequenz Info Ausstieg aus dem T e u f e l s k r e i s

83 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 83 Regeln aufstellen Wirkungsvolle Aufforderungen geben Positive Konsequenzen, wenn Aufforderungen befolgt werden Negative Konsequenzen, wenn Aufforderungen nicht befolgt werden Info Die erweiterte A m p e l

84 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 84 positive Aufmerksamkeit Loben Gemeinsames Tun Privilegien Materielle Belohnung Info Positive Konsequenzen Verschiedene Formen: durchführbar erfolgen sofort erfolgen regelmäßig Eigenschaften:

85 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 85 Info Positive Konsequenzen sind hilfreich,... weil sie am Positiven ansetzen und damit den Blickwinkel verändern (Perspektivwechsel) weil sie Lernen zum Ziel haben und damit auch eine langfristige Wirkung weil sie bei manchen Problemen Voraussetzung für zusätzliche negative Konsequenzen sind ( Genaueres dazu in der kommenden Sitzung ).

86 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 86 Positive Konsequenzen sind so wichtig, weil... Lob macht uns stark Info häufiges Loben die positive Beziehung zum Kind stärkt Was positive Folgen hat, tun wir öfter & machen wir gut

87 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 87 BLITZUMFRAGE Wie sehen sie das ? Halten sie das für richtig/wichtig ? Wie sind ihre Erfahrungen ?

88 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 88 Schenken Sie dem Kind Aufmerksamkeit, wenn es von sich aus auf Sie zu kommt (etwas fragt, zeigen will), auch wenn es nur eine sehr kurze Zeit sein kann. Klopfen Sie dem Kind auf die Schulter. Streichen Sie dem Kind über das Haar. Sagen Sie einfach Danke! Sagen Sie dem Kind, dass Sie nun gemeinsam etwas Schönes tun, weil es sich so positiv verhalten hat. Auch eine zusätzliche Gemeinsame Spielzeit kann eine Belohnung sein. Im Einzelfall kann auch materielle Belohnung sinnvoll sein. Plan Beispiele: Loben, aber richtig

89 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS V o r b e r e i t u n g ! Positive Konsequenzen Plan Problemsituation / Regelpositive Konsequenz

90 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 90 Plan Positive Konsequenzen 1.Übertragen sie zunächst die Problemsituation und die Regel, die sie mit positiven Konsequenzen gezielt verändern wollen von ihrem Protokoll Probleme in die Vorbereitung Positive Konsequenzen. 2.Überlegen sie verschiedene Möglichkeiten, wie sie dem Kind zeigen können, dass sie sein positives Verhalten bemerkt haben. 3.Tragen sie diese verschiedenen Möglichkeiten als positive Konsequenzen ein. 4.Sie können mit dem Kind über ihren Plan sprechen und diesen offen legen. Viele Kinder motiviert es, wenn sie wissen, dass die Eltern sich nun gezielt darauf konzentrieren wollen, wenn es klappt.

91 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 91 Handeln Positive Konsequenzen 1.Denken sie daran, wirkungsvolle Aufforderungen zu stellen. 2.Sobald das Kind die Aufforderung befolgt, loben sie es und führen sie ggf. die verabredete positive Konsequenz durch. 3.Lassen sie Positive Konsequenzen besonders dann folgen, wenn das Kind eine Aufgabe erfüllt hat, ohne dass sie es direkt dazu aufgefordert haben. 4.Wenn Loben und allgemeine positive Konsequenzen allein nicht ausreichen führen sie eine Punkteschlange ein. 5.So setzen sie am positiven Verhalten des Kindes an. Für manche Probleme kommen zusätzlich negative Konsequenzen in Frage ( Genaueres dazu in der kommenden Sitzung ).

92 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 92 Was lernt das Kind aus positiven Konsequenzen ? Es ist schön, wenn ich das tue, was Mama und Papa mir sagen, sie freuen sich darüber. Ich werde das öfter tun. Info Ich bin Mama und Papa wichtig. Was Mama oder Papa mir sagen, meinen sie ernst.

93 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 93 Was lernen Eltern aus positiven Konsequenzen ? Es ist schön mit meinem Kind. Info Was ich tue, zeigt Wirkung Wir können Dinge im Guten regeln.

94 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 94 Die Punkteschlange ist hilfreich... bei komplexen Verhaltensweisen, denn so können einzelne Handlungsschritte belohnt werden. zur Steigerung der Motivation des Kindes bei schwierigen / unangenehmen Aufgaben. bei Verhaltensweisen, die sie am Tag häufig vom Kind einfordern. weil sie das Verhalten des Kindes in kleinen Schritten belohnen können. Weil sich das Kind mit entscheidet und sich attraktive Belohnungen aussuchen kann. Info

95 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 95 1.Überlegen sie, für welche Regel auf ihrer Liste sie eine Punkteschlange einsetzen wollen. 2.Legen sie gemeinsam mit ihrem Kind eine Wunschliste für Sonderbelohnungen verschiedener Größe an, z.B.: - mit den Eltern ein Spiel spielen - etwas vorgelesen bekommen - auf einen besonderen Spielplatz gehen - mit dem Vater Fußball spielen - einen bestimmten Film im Fernsehen sehen dürfen - Hamburger essen gehen - Schwimmen gehen - schrittweise Belohnungen (z.B. Duplo- oder Lego-Steine für ein Schiff o.Ä. oder Puzzle-Teile).... Die Punkteschlange Plan

96 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 96 P u n k t e s c h l a n g e ! 1. Anzahl der Punkte Anzahl der Punkte können eingetauscht werden in: Name des Kindes Ich bekomme Punkte, wenn ich es schaffe, folgende Regeln einzuhalten : Ich darf meine Punkte eintauschen Plan

97 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 97 P u n k t e s c h l a n g e ! Ich bin die Punkteschlange von Name Handeln

98 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS Beschreiben sie dem Kind möglichst genau die Verhaltensweisen, für die es einen Punkt gibt. Zerlegen sie eine umfangreichere Handlung in kleine Einzelschritte (z.B. An- bzw. Ausziehen, Waschen). 4.Bestimmen sie die Anzahl der Punkte, die für die Sonderbelohnungen notwendig sind. (Kleinste Belohnung für etwas mehr als die Hälfteder möglichen Punkte am Tag.) 5.Legen sie gemeinsam mit dem Kind fest, wie die erzielten Punkte markiert werden. Oft reicht dies schon aus. 6.Hängen sie die Punkteschlange an gut sichtbarer Stelle in der Wohnung auf. Plan Die Punkteschlange

99 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 99 Handeln Die Punkteschlange 1.Erinnern sie das Kind zu Beginn der Situation an die Punkteschlange und machen sie ihm Mut. 2.Geben sie dem Kind sofort einen Punkt auf der Punkteschlange, wenn es die Aufforderung befolgt hat (auch vereinbarte Teilschritte). Durch diese zeitliche Nähe stärken sie den Zusammenhang zwischen Verhalten und Konsequenz. 3.Besprechen sie abends mit dem Kind, wie gut die Punkteschlange geklappt hat. 4.Entziehen sie keine Punkte, wenn sich das Kind im Verlauf des Tages in anderen Situationen problematisch verhält. 5. Tauschen sie die Punkte in Sonderbelohnungen ein. 6.Keine zu hohen Erwartungen! Aller Anfang ist schwer!

100 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 100 wirkungsvolle Aufforderungen gestellt? Datum Verhalten des Kindes/Regel Positive Konsequenz Mutter Vater andere: Name des Kindesheutiges Datum Beurteiler Handeln P r o t o k o l l ! Positive Konsequenzen

101 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 101 Verschiedene Formen: Positive Aufmerksamkeit Loben Gemeinsames tun Privilegien Materielle Belohnung Die Punkteschlange : Gezielt für bestimmtes Problem planen Kind an die Regeln erinnern und Mut machen Punkte eintragen und eintauschen Keine Punkte entziehen 1.Wirkungsvolle Aufforderungen stellen 2.Positive Konsequenzen, wenn es klappt 3.Besonders loben, wenn es von selbst klappt Memo P E P - M e m o Positive Konsequenzen Eigenschaften: durchführbar sofort erfolgen regelmäßig erfolgen

102 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS Std. Negative Konsequenzen

103 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 103 G r u n d r e g e l n zum Ausstieg aus dem Teufelskreis Plan 1. Stärken sie die positive Beziehung zum Kind, z.B. durch eine Gemeinsame Spielzeit. 2. Sparen sie Energie. Achten sie darauf, das sie außerdem feste Zeiten der Entspannung bzw. des Auftankens für sich in den Alltag einbauen. 3. Stellen sie eindeutige Regeln auf und geben sie dem Kind wirkungsvolle Aufforderungen. 4. Positive Konsequenzen, wenn Aufforderungen befolgt werden. 5. Negative Konsequenzen, wenn Aufforderungen nicht befolgt werden. 6. Verlangen sie nicht zu viel vom Kind und sich selbst.

104 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 104 T H O P Familienbausteine

105 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 105 P E P - T h e m a So nicht! Negative Konsequenzen Was sind negative Konsequenzen? Warum sind negative Konsequenzen wichtig? Was ist eine Auszeit? Info

106 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 106 durchführbar erfolgen sofort erfolgen regelmäßig ergeben sich aus dem Problemverhalten zielen auf das Verhalten, nicht auf die Person (im Unterschied zu Strafe = Abwertung) sind zeitlich begrenzt (angemessene Dauer) Eigenschaften: Aktives Ignorieren Wiedergutmachung Entzug von Privilegien Einengung des Handlungsspielraums Auszeit Verschiedene Formen: Info Negative Konsequenzen

107 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 107 sind hilfreich, wenn positive Konsequenzen allein sich nicht als wirksam erwiesen haben. wenn das negative Verhalten massiv ausgeprägt ist (zerstörerisches / aggressives Verhalten). weil sie sich damit gut gerüstet fühlen. Negative Konsequenzen Info

108 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 108 Negative Konsequenzen sind so wichtig, weil... Man die Situation abschließen und wieder wertvolle Zeit mit dem Kind verbringen kann. Info Eltern nicht egal ist, ob und wie das Kind etwas macht Eltern Möglichkeiten des Handelns brauchen, damit sie nicht hilflos sind Kinder nur selten durch bloße Einsicht lernen Verantwortliches Handeln durch Konsequenzen gelernt wird

109 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 109 BLITZUMFRAGE Wie sehen sie das ? Halten sie das für richtig/wichtig? Wie sind ihre Erfahrungen?

110 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 110 Ignorieren sie das Verhalten des Kindes aktiv, wenn es versucht, sie zu provozieren. Lassen sie das Kind das verschüttete Wasser wieder aufwischen. Das Kind kann sich nach dem Essen keinen Nachtisch aussuchen, weil es sich nicht an die Regeln gehalten hat, d.h. die verabredete positive Konsequenz bleibt aus. Führen sie die Hand des Kindes, wenn es seine Jacke nicht allein aufhängt oder die Schuhe nicht allein wegstellt. Führen sie eine Auszeit ein, wenn sie merken, dass sich das Kind in einem Konflikt nicht beruhigen kann. Plan Beispiele: Negative Konsequenzen

111 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 111 Problemsituation / RegelNegative Konsequenz Plan V o r b e r e i t u n g ! Negative Konsequenzen

112 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 112 Plan Negative Konsequenzen 1.Übertragen sie zunächst die Problemsituation und die Regel, die sie mit negativen Konsequenzen gezielt verändern wollen von ihrem Protokoll Probleme in die Vorbereitung Positive Konsequenzen. 2.Überlegen sie verschiedene Möglichkeiten, wie sie dem Kind zeigen können, dass sie mit seinem Verhalten nicht einverstanden sind. 3.Tragen sie diese verschiedenen Möglichkeiten als negative Konsequenzen ein. 4.Sprechen sie mit dem Kind über ihren Plan und legen sie diesen offen. Damit bereiten sie sich selbst und das Kind auf die nächste schwierige Situation vor.

113 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 113 Negative Konsequenzen Handeln 1. Denken sie daran, wirkungsvolle Aufforderungen zu stellen. 2. Sobald das Kind die Aufforderung befolgt, loben sie es und führen sie ggf. die verabredete positive Konsequenz durch. 3. Benennen sie die Regelverletzung und kündigen sie die negative Konsequenz an. 4. Geben sie dem Kind eine Chance: Befolgt es die Aufforderung jetzt, loben Sie es dafür und führen sie ggf. die verabredete positive Konsequenz durch. 5. Befolgt das Kind die Aufforderung jetzt nicht, führen Sie die negative Konsequenz durch....

114 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 114 Pssst! Handeln Negative Konsequenzen 6.Führen sie keine langen Diskussionen mit ihrem Kind. Nicht reden sondern handeln! 7. Führen sie die negative Konsequenz möglichst ruhig durch. Um so wirksamer ist sie!... Was brauchen sie, um ruhig zu bleiben?

115 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 115 Alles was ich tue, hat eine Konsequenz. Info Was lernt das Kind aus negativen Konsequenzen? Ich bin Mama und Papa wichtig. Was Mama oder Papa mir sagen, meinen sie ernst.

116 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 116 Wir können die Situation abschließen und wieder wertvolle Zeit miteinander verbringen. Info Was lernen Eltern aus negativen Konsequenzen? Ich kann Schwierigkeiten mit meinem Kind regeln, ohne mich extrem aufzuregen. Ich bin nicht hilflos, denn ich weiß, was ich tun kann.

117 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 117 Die Auszeit Die Auszeit ermöglicht negative Konsequenzen auch im Konflikt! Lieber Ausstieg aus der Situation als Ausbruch von Gewalt! Grmpf !! Zschrnk!! Info

118 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 118 Kind muß die Situation verlassen ( darf z.B. nicht mehr mitspielen ) Kind muß den Raum verlassen ( wenn es z.B. jemanden ständig stört ) Kind muss einen Auszeitort aufsuchen ( z.B. beim Wutanfall ins Elternschlafzimmer, ggf. Tür offen lassen ) Erwachsener verlässt die Situation ( beendet z.B. das Vorlesen) Erwachsener zieht sich an seinen Auszeitort zurück. ( macht z.B. die Küchentür / Zimmertür hinter sich zu ) Info Die Auszeit verschiedene Formen

119 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 119 wenn andere negative Konsequenzen allein sich nicht als wirksam erwiesen haben. wenn die Grenzen anderer deutlich überschritten werden (Schutzfunktion). wenn die Situation zu eskalieren droht. Info Die Auszeit ist hilfreich,...

120 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 120 Die Auszeit Plan 1.Wählen sie eine für die Problemsituation geeignete Form der Auszeit. 2.Achten sie dabei auch auf Alter und Entwicklungsstand des Kindes: Erzeugen sie keine Angst! ( z.B. Tür offen lassen ) 3.Wählen sie ggf. einen geeigneten Auszeitort aus: Nicht attraktiv für das Kind & zur Beruhigung geeignet. 4.Setzen sie die Mindestzeit fest (etwa Lebensalter X 2 Min.). 5.Besprechen sie mit dem Kind ihren Plan und was sie konkret von ihm erwarten. Damit bereiten sie sich selbst und das Kind auf die nächste schwierige Situation vor.

121 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 121 Die Auszeit Handeln Loben sie das Kind, wenn es in schwierigen Situationen die Aufforderungen befolgt ( ggf. pos. Konsequenz ). 2. Erinnern sie das Kind mit fester aber freundlicher Stimme an die Regeln (Es wird nicht geschlagen!) und kündigen sie die Auszeit an. 3. Bewahren sie Ruhe! ( z.B. Zählen sie noch einmal leise bis fünf. ) 4. Befolgt das Kind die Aufforderung, loben sie es dafür und führen sie ggf. die verabredete positive Konsequenz durch. 5. Befolgt das Kind die Aufforderung nicht, führen sie die Auszeit wie geplant durch.

122 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 122 Die Auszeit 6. Streiten und diskutieren sie nicht mit dem Kind solange es in der Auszeit ist! 7. Warten sie, bis die Mindestzeit vorüber ist. Falls das Kind sich noch nicht beruhigt hat, verlängern sie die Auszeit, bis es mind. 1 Minute ruhig war. 8. Loben sie das Kind, wenn es ihm gelungen ist, sich zu beruhigen. 9. Achten sie darauf, dass sich die Auszeit für Ihr Kind nicht lohnt, behalten sie die Aufforderung bei. 10. Notieren sie die durchgeführte Auszeit im Protokoll Konsequenzen! Handeln...

123 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 123 Verhalten des Kindes/Regel Wenn Regel befolgt wird Wenn Regel nicht befolgt wird wirkungsvolle Aufforderungen gestellt? Konsequenzen Datum Mutter Vater andere: Name des Kindesheutiges Datum Beurteiler Handeln P r o t o k o l l ! Konsequenzen

124 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 124 Auszeit durchführen: 1.Loben, wenn es klappt 2.An Regeln erinnern 3.Auszeit ankündigen 4.Wie geplant durchführen 5.Keine Diskussion in der Auszeit 6.Mindestzeit abwarten 7.Verlängern, wenn nicht ruhig 8.Loben, wenn beruhigt P E P - M e m o Negative Konsequenzen Memo Eigenschaften: durchführbar erfolgen sofort erfolgen regelmäßig ergeben sich aus Problemverhalten zielen auf Verhalten, nicht auf Person zeitlich angemessen begrenzt Verschiedene Formen: Aktives Ignorieren Wiedergutmachung Entzug von Privilegien Einengung des Handlungsspielraums Auszeit

125 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS Std. Vertiefung

126 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 126 P E P - M e m o Hausaufgaben Memo Individuellen Hausaufgabenplan einführen! 3. Alles Klar ? JA NEIN WEITER SO! 2.Arbeitsregeln während der Hausaufgaben: Klar? NEIN JETZT KLÄREN! JAWeiter 1.Arbeitsregeln vor den Hausaufgaben: Klar? NEIN JETZT KLÄREN! JAWeiter

127 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 127 Problemverhalten in der Öffentlichkeit Das Kind macht im Supermarkt Theater, weil sie ihm keine Schokolade kaufen. Das Kind brüllt im Restaurant laut herum, weil ihm die Spaghetti nicht schmecken. Das Kind steht im Bus ständig auf und läuft Gefahr hinzufallen oder andere Leute anzurempeln. Beispiele: ! ! ! ! ! Was werden die Leute denken ?!? Info

128 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 128 Plan Problemverhalten in der Öffentlichkeit Beispiele: 1.Basis-Lösungen: Überlegen sie, ob die Anforderung kindgemäß und unumgänglich ist (Samstag in die City ist für 4-jährige sicher nicht angemessen). Dem Kind eine ausfüllende Beschäftigung geben (Im Geschäft grüne Dosen zählen, ausgewählte Waren in den Wagen oder auf das Kassenband legen dürfen). 2.Positive Konsequenzen: Etwas aussuchen dürfen (Kleinigkeit im Laden, Nachtisch im Restaurant), Punkte nach Zeitintervall ohne Probleme, Fingerpunktepläne (Punkte markieren auf den 10 Fingern des Kindes mit Filzstift, Kugelschreiber oder Stickern) 3.Negative Konsequenzen: An der Hand gehen müssen, gemeinsam den Laden verlassen, im Auto sitzen und sich beruhigen müssen (Mutter bleibt in der Nähe).

129 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS Eine Übungssituation auswählen 2.Verhaltensregeln bestimmen 3.Belohnung auswählen 4.Konsequenzen auswählen 5.Plan mit dem Kind besprechen 6.Ausgewählte Situation mit dem Kind aufsuchen 7.Kind an den Plan erinnern und wirkungsvolle Aufforderungen stellen 8. Positive oder negative Konsequenzen sofort durchführen P E P - M e m o Problemverhalten in der Öffentlichkeit Memo

130 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 130 P E P - M e m o Ständiger Streit Es ist wichtig Streitereien von Kindern zu begrenzen, wenn: Kinder sehr aggressiv werden Kinder oft handeln ohne zu denken Rivalität und Streit zum Hauptthema zwischen zwei Kindern wird Weniger Streit dank Plan - z.B. bei Geschwisterstreit: Memo Wie verteilen Sie Aufmerksamkeit und Zuwendung auf die Streitenden? Regeln zum Umgang bei Konflikten mit beiden besprechen! Die Kinder befolgen die Regeln? Loben sie die Kinder! Geht´s nicht allein? Wirkungsvolle Aufforderungen! Befolgen die Kinder die Regeln nun? Positive Konsequenzen! Die Kinder befolgen die Regeln nicht? Negative Konsequenzen! Geht´s noch nicht allein? Konfliktgespräch!

131 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 131 Spieltraining

132 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 132 Viele Kinder mit großer Unruhe und Ablenkbarkeit haben Schwierigkeiten, intensiv und ausdauernd zu spielen. Ausdauerndes Spiel Sie wechseln häufig das Spielmaterial. Sie bringen kein Spiel zu Ende. Sie zeigen bei fast allem, was sie tun, wenig Ausdauer. Sie können kaum allein spielen. Sie langweilen sich schnell. Sie lieben fast nur Spiele, bei denen viel los ist, sie aber selbst wenig gestalten müssen (TV, PC, Playstation, Gameboy etc.). Info

133 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 133 Oppositionelles und aggressives Verhalten entsteht häufig aus Defiziten in diesen Bereichen. Werden die Defizite reduziert, kann sich das Verhalten verändern. Info Spieltraining Die Einhaltung von Regeln wird eingeübt. Das Befolgen von Aufforderungen wird trainiert. Langeweile wird reduziert. Fähigkeiten und Fertigkeiten werden aufgebaut.

134 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 134 Spieltraining - Vorschläge ProblembereichSpielidee Ausdaueralle Spiele Motorische Unruhealle Tischspiele AufmerksamkeitDifferix / Schau genau, Das verrückte Labyrinth, Domino, Uno... Impulsivität Jenga, Memory, Puzzle, Regelspiele... ( Warten / Regeln beachten ) FeinmotorikJenga, Fädelspiele, Aquarium, Mikado, Basteln, Malen... GrobmotorikBewegungsspiele Soziales VerhaltenRollenspiele, Regelspiele, Obstgarten, Räuber Hotzenplotz, Drachenspiel... SprachentwicklungBildbeschreibungen über Bilderbücher und Bildergeschichten Spezifische FertigkeitenMalen, Basteln, Quips... Info

135 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS Besprechen sie mit dem Kind das Spieltraining (was wird gespielt nach welchen Spielregeln & Verhaltensregeln). 2.Beschreiben und kommentieren sie laut, was das Kind macht. 3.Helfen sie dem Kind Probleme selbst zu lösen. 4.Loben sie das Kind, wenn etwas gut gelungen ist. 5.Führen sie das Kind zum Spiel zurück, wenn es abgelenkt wird oder wenn es das Spiel unterbricht. 6.Auch ein Spieltraining darf Freude machen! Motivation! 7.Notieren sie am Ende des Spieltrainings ihre Eindrücke vom Spielverlauf im Protokoll Spieltraining. Spieltraining Handeln

136 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 136 Datum von - bis Was wurde gespielt? Besonderheiten im Verlauf Das Kind fand das Training... Mutter Vater andere: Name des KindesStart-Datum Beurteiler P r o t o k o l l ! Spieltraining Handeln Verhaltensregeln eingehalten? :00-16:15 Skip Bo mit Mama erst Theater, dann schön mitgemacht, 10 Minuten durchgehalten!!!

137 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 137 P E P - M e m o Spieltraining Das Kind... wechselt häufig Spielmaterial, Bringt kein Spiel zu Ende, Zeigt wenig Ausdauer, Kann kaum alleine spielen, Langweilt sich schnell, Ausdauer fast nur bei TV, PC, Playstation, Gameboy etc. ? LERNEN Fördern sie intensives und ausdauerndes Spiel beim Kind 1. Medienkonsum reduzieren 2. Problem / Situation genau beschreiben 3. Ziel / Verhaltensregel festlegen 4. Geeignetes Spiel ausdenken / auswählen 5. Regelmäßig trainieren (3 X 10 Min./ Woche) 6. LOBEN, LOBEN, LOBEN, LOBEN Unterstützung z.B. Punkteschlange 8. Hilfestellungen reduzieren 9. Anforderungen steigern 10. Intensives, ausdauerndes Spiel anregen (auch außerhalb des Trainings) Memo

138 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 138 Selbstinstruktions- training

139 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 139 Selbstinstruktionstraining

140 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 140 Durchführung Ritualisieren des Vorgehens Punkteplan hilft Generalisierung auf Hausaufgaben ermöglichen Kontrolle des Erlernten mittels Detektivbogens

141 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS Der Trainer spricht laut (Modell). 2.Das Kind spricht laut mit Unterstützung des Trainers. 3.Das Kind spricht selbstständig laut. 4.Das Kind flüstert. 5. Coaching der Mutter, diesen Prozess ebenfalls zu unterstützen Methode des lauten Sprechens (Meichenbaum & Goodmann 1971 )

142 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 142 Konzentrationstraining ATTENTIONER

143 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 143 Konzentrationstraining ATTENTIONER Aufbau: Wöchentl. 15 Sitzung je 60 Minuten Zusätzlich Elterngespräche Hausaufgaben (Geheimaufträge) Ziele des Trainings: Training der selektiven Aufmerksamkeit Steigerung von Selbstregulation Aufbau sozial erwünschten Verhaltens Alltagstransfer

144 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 144 Konzentrationstraining ATTENTIONER Training der selektiven Aufmerksamkeit Hemmung der Reaktionsimpulse auf irrelevante Reize Parallele Verarbeitung von Reizen, unter Einbeziehung gleicher oder verschiedener Modalitäten Steigerung von Selbstregulation durch eigenverantwortliches Handeln Hausaufgabenerledigung ohne Elternunterstützung Kontaktaufnahme mit dem Therapeuten im Krankheitsfall

145 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 145 Konzentrationstraining ATTENTIONER Aufbau sozial erwünschten Verhaltens Etablierung und Einhaltung von Gruppenregeln Prosoziales Verhalten Aufgabenzentriertes Arbeiten Alltagstransfer Oft selbständig bereits während des Trainings Etablierung eines Response-Cost-Verfahrens in den familiären Alltag

146 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 146 Selbstmangement

147 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 147 Selbstmanagement Mein Ziel: Es eignen sich gut beobachtbare Verhaltensweisen (z.B. Streiten, Dazwischenreden im Unterricht, Gebrauch von Schimpfwörtern) Die Durchführungszeit sollte auf eine bestimmte Situation begrenzt sein (z.B. Frühstück, bestimmtes Unterrichtsfach) Es sollte zunächst nur an 2-3 Tagen zur Anwendung kommen Es sollte mit einem einfachen Problem angefangen werden, um einen Erfolg zu erzielen. Detektivbogen: Anhand des Detektivbogens wird das erwünschte Verhalten konkretisiert Ein Belohnungssystem kann unterstützend eingeführt werden.

148 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 148 Hier Detektivbogen

149 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten Hogrefe 2005 © PEP-WS 149 Literatur Döpfner, M., Schürmann, S. & Frölich, J.: Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten THOP 3., vollständig überarbeitete Auflage 2002 EUR 69,90 Plück, J.,Wieczorrek, E., Wolff Metternich, T. & Döpfner, M.: Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten (PEP) Reihe: Therapeutische Praxis 2006, In Vorbereitung, ca. 49,95 Euro Jacobs, C., Heubrock, D., Muth, D. & Petermann, F. : Training für Kinder mit Aufmerksamkeitsstörungen Das neuropsychologische Gruppenprogramm ATTENTIONER Reihe: Therapeutische Praxis - Band 29, ,95 Euro


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