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15 Monopol. Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Während Unternehmen im vollständigen Wettbewerbsmarkt Preisnehmer sind,

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Präsentation zum Thema: "15 Monopol. Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Während Unternehmen im vollständigen Wettbewerbsmarkt Preisnehmer sind,"—  Präsentation transkript:

1 15 Monopol

2 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Während Unternehmen im vollständigen Wettbewerbsmarkt Preisnehmer sind, haben Monopole Einfluss auf die Preise ihrer Güter. Ein Unternehmen ist ein Monopolist, wenn es der einzige Verkäufer eines Gutes ist, das Produkt keine nahen Substitute hat.

3 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg WARUM GIBT ES MONOPOLE Der grundlegende Ursache für die Entstehung von Monopolen sind Eintrittsbarrieren in den Markt.

4 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Warum gibt es Eintrittsbarrieren Eintrittsbarrieren entstehen durch drei Faktoren: Ein Unternehmen hat das Eigentum an einer für die Produktion wichtigen Ressource. Regierungen erlauben nur einer Unternehmung, in einem Bereich tätig zu sein (staatliches Monopol). Ein einziges Unternehmen am Markt produziert am kostengünstigsten (natürliches Monopol).

5 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Eigentum an Schlüsselressourcen Obwohl Eigentum an Schlüsselressourcen Monopole schaffen kann, spielt dieser Fall in der Praxis kaum eine Rolle.

6 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Durch die Regierung geschaffene Monopole Eine Regierung kann den Markteintritt behindern, indem sie einem Unternehmen das Recht einräumt, allein in einem Markt tätig zu sein. Patente und Copyrights sind wichtige Beispiele für staatlich abgesicherte Monopolisierungen zum Nutzen der Gesamtgesellschaft.

7 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Natürliches Monopol Eine natürliches Monopol entsteht dann, wenn ein einzelnes Unternehmen ein Produkt oder eine Dienstleistung zu geringeren Kosten herstellt als zwei oder mehrere Unternehmen. Dies bedeutet, dass zunehmende Skalenerträge über den gesamten Bereich der Marktproduktion anfallen.

8 Abbildung 1: Zunehmende Skalenerträge als Ursache der Monopolbildung Produktmenge Durchschnittskosten 0 Kosten

9 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg PRODUKTIONS- UND PREISENTSCHEIDUNGEN DES MONOPOLISTEN Monopol versus Polypol Der Monopolist ist der einzige Produzent, ist mit einer negativ geneigten Nachfragekurve konfrontiert, kann Preise verringern, um den Absatz zu erhöhen. Das Unternehmen im Polypol ist eines von vielen Produzenten, ist mit einer horizontalen Nachfragekurve konfrontiert, ist Preisnehmer, erhält für seinen Output – ob viel oder wenig – immer den gleichen Preis.

10 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Abbildung 2: Nachfragekurven für Polypolisten und Monopolisten Produktionsmenge Nachfrage (a) Nachfragekurve für den Polypolisten(b) Nachfragekurve des Monopolisten 0 Produktionsmenge 0 Preis Nachfrage Preis

11 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Der Erlös des Monopolisten Gesamterlös P Q = E Durchschnittserlös E/Q = DE = P Grenzerlös E/ Q = GE

12 Tabelle 1: Gesamterlös, Durchschnittserlös und Grenzerlös eines Monopolisten Wasser- menge Wasserpreis () Gesamterlös () Durchschnitts- erlös () Grenzerlös () QP E = P Q DE = E/Q GE = E/ Q

13 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Der Erlös des Monopolisten Der Grenzerlös des Monopolisten ist immer geringer als der Verkaufspreis eines Gutes. Die Nachfragekurve ist negativ geneigt. Wenn ein Monopolist den Preis senkt, weil er eine Einheit mehr verkaufen will, dann sinkt der Erlös für die gesamte Ausbringungsmenge. Damit ergeben sich zwei Effekte auf den Gesamterlös (P Q): Der Mengeneffekt: Da mehr verkauft wird, ist Q größer. Der Preiseffekt: Um mehr zu verkaufen, wird P gesenkt.

14 Abbildung 3: Die Kurven der Nachfrage und des Grenzerlöses beim Monopol Wassermenge Preis () –1 –2 –3 –4 Nachfrage (Durchschnittserlös) Grenzerlös

15 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Gewinnmaximierung Ein Monopol maximiert Gewinne, wenn es die Menge produziert, bei der die Grenzkosten gleich dem Grenzertrag sind. Es benutzt die Nachfragekurve um Preis und Menge zu bestimmen, bei denen die Gewinne maximal sind.

16 Abbildung 4: Gewinnmaximierung eines Monopolisten MengeQ 1Q 1 Q 0 Kosten und Erlös Nachfrage Durchschnittskosten Grenzerlös Grenz- kosten Monopol- preis Q MAX B 1. Ein Monopolist maximiert seinen Gewinn mit der Produktionsmenge, bei der Grenzerlös und Grenzkosten gleich groß sind. A 2. Sodann benützt er die Nachfragekurve, um den Preis zu ermitteln.

17 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Gewinnmaximierung Monopol und Polypol im Vergleich Bei einem Unternehmen im Polypol ist der Preis gleich den Grenzkosten. P = GE = GK Bei einem Monopolisten übersteigt der Preis die Grenzkosten. P > GE = GK

18 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Der Gewinn des Monopolisten Der Gewinn ist gleich dem Gesamterlös minus den Gesamtkosten. Gewinn = Gesamterlös - Gesamtkosten Gewinn = (E/Q - K/Q) Q Gewinn = (P - DK) Q

19 Abbildung 5: Der Gewinn eines Monopolisten Monopol- gewinn Durchschnitts- kosten Menge Monopol- preis Q MAX 0 Kosten und Erlös Nachfrage Grenzkosten Grenzerlös Durchschnittskosten B C E D

20 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Der Gewinn des Monopolisten Ein Monopolist erzielt wirtschaftliche Gewinne, wenn die Preise über den gesamten Durchschnittskosten liegen.

21 Abbildung 6: Der Markt für Arzneimittel Menge 0 Kosten und Erlöse Nachfrage Grenzerlös Preis während der Patent- laufzeit Monopol- menge Preis nach Wegfall des Patents Grenz- kosten Konkurrenz- menge

22 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg WOHLFAHRTSEINBUßEN DURCH MONOPOLE Anders als eine Unternehmung im Polypol liegen beim Monopolisten die Preise über den Grenzkosten. Vom Standpunkt der Konsumenten ist ein solcher Preis nicht wünschenswert. Vom Standpunkt der Unternehmung ist dies jedoch sehr wünschenswert. Welche Wohlfahrtseffekte ergeben sich, die über die Umverteilung hinausgehen?

23 Abbildung 7: Das effiziente Produktionsniveau Menge 0 Preis Nachfrage (Wert für Käufer) Grenzkosten Wert für Käufer ist größer als Kosten für Monopolisten Wert für Käufer ist kleiner als Kosten für Monopolisten Kosten des Monopolisten Kosten des Monopolisten Wert für Käufer Effiziente Menge

24 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Der Nettowohlfahrtsverlust Weil bei einem Monopol die Preise über den Grenzkosten liegen, entsteht eine Diskrepanz zwischen dem, was Konsumenten zu zahlen bereit wären, und den Kosten des Produzenten. Diese Diskrepanz führt dazu, dass die Ausbringungsmenge unter dem sozialen Optimum liegt.

25 Abbildung 8: Die Ineffizienz des Monopols Menge 0 Preis Nettowohlfahrts- verlust Nachfrage Grenzerlös Grenzkosten Effiziente Menge Monopol- preis Monopol- menge

26 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Der Nettowohlfahrtsverlust Der Wohlfahrtsverlust ist ähnlich zum Wohlfahrtsverlust bei Steuern. Der Unterschied ist der, dass im Fall der Steuern der Staat die Erlöse der Steuern erhält, im Fall der Monopole deren Besitzer.

27 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg WIRTSCHAFTSPOLITISCHE MAßNAHMEN GEGEN MONOPOLE Dem Problem von Monopolen kann eine Regierung auf vier Arten begegnen: monopolisierte Märkte dem Wettbewerb öffnen, Monopole regulieren, Monopole verstaatlichen, nicht einschreiten.

28 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Fusionskontrollen Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Bundeskartellamt kann Fusionen untersagen. Bundeswirtschaftsminister kann Entscheide des Bundeskartellamts umstoßen (Eon und Ruhrgas im Jahr 2003).

29 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Regulierung Die Regierung kann die Preise im Monopolmarkt festlegen. Die Allokation der Ressourcen ist dann optimal, wenn die Preise gleich den Grenzkosten sind. Im Falle des natürlichen Monopols würde dies jedoch zu Verlusten führen.

30 Abbildung 9: Grenzkostenpreise bei natürlichem Monopol? Verlust Menge 0 Preis Nachfrage Durchschnittskosten Regulierter Preis Grenzkosten Durchschnitts- kosten

31 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Verstaatlichung Eine Regierung kann sich entscheiden, ein Monopol zu verstaatlichen. Als Problem hat sich erwiesen, dass Staatsunternehmen wenig Anreize haben, Kosten zu senken.

32 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Nicht einschreiten Ein Regierung kann sich entscheiden, das Marktversagen zu tolerieren. Dies ist dann optimal, wenn die Kosten der Regulierung über den Kosten des Marktversagens liegen.

33 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg PREISDISKRIMINIERUNG Preisdiskriminierung oder Preisdifferenzierung nennt man die Geschäftspraktik, gleiche Güter an verschiedene Kunden zu unterschiedlichen Preisen zu verkaufen. Perfekte Preisdiskriminierung wäre dann gegeben, wenn ein Monopolist die Zahlungsbereitschaft jedes einzelnen Kunden kennt und ihm genau diesen Betrag abverlangt.

34 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg PREISDISKRIMINIERUNG Preisdiskriminierung hat zwei wichtige Konsequenzen: Es erhöht die Gewinne des Monopolisten. Es verringert den Nettowohlfahrtsverlust.

35 Abbildung 10: Wohlfahrtsnivellierung mit und ohne Preisdifferenzierung Gewinn (a) Monopolist mit Einheitspreis Preis 0 Menge Nettowohlfahrts- verlust Nachfrage Grenzerlös Konsumenten- rente Verkaufte Menge Monopol- preis Grenzkosten

36 Abbildung 10: Wohlfahrtsnivellierung mit und ohne Preisdifferenzierung Gewinn (b) Monopolist mit vollständiger Preisdifferenzierung Preis 0 Menge Nachfrage Grenzkosten Verkaufte Menge

37 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg PREISDISKRIMINIERUNG Beispiele von Preisdiskriminierung Kinokarten Flug- und Bahnkarten Rabatte und Sonderpreise Mengenrabatte

38 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Die Verbreitung von Monopolen Wie verbreitet sind Monopole? Monopole sind weit verbreitet. Die meisten Unternehmen verfügen über eine gewisse Kontrolle über ihre Preise vor allem wegen Produktdifferenzierungen. Unternehmen mit großer Marktmacht sind selten. Wenige Güter sind gar nicht substituierbar.

39 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Zusammenfassung Ein Monopolist ist ein Alleinverkäufer auf seinem Markt. Er ist mit einer fallenden Nachfragekurve für sein Produkt konfrontiert. Bei einem Monopolisten liegt der Grenzertrag immer unter dem Preis für sein Gut.

40 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Zusammenfassung Wie bei einer Unternehmung bei vollständiger Konkurrenz wird ein Monopolist Gewinne maximieren, indem er die Menge produziert, bei der Grenzkosten und Grenzerträge gleich sind. Anders als bei einem Unternehmen im Polypol wird der Preis den Grenzerlös, und damit die Grenzkosten, übersteigen.

41 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Zusammenfassung Die gewinnmaximierende Produktmenge des Monopolisten liegt unter derjenigen, die die Summe vom Konsumenten- und Produzenten- rente maximiert. Den Ineffizienzen kann durch Fusionskon- trollen, der Regulierung von Preisen oder Verstaatlichung begegnet werden. Wenn die Wohlfahrtsverluste niedriger sind als die Kosten der Regulierung, dann ist es sinnvoll, von einer Intervention abzusehen.

42 Institut für Wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Zusammenfassung Monopolisten können ihre Gewinne dadurch erhöhen, indem sie je nach Zahlungsbereit- schaft unterschiedliche Preise für unterschied- liche Kunden setzen. Preisdiskriminierung kann die Nettowohlfahrt erhöhen.


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