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1. Kurs MKG compact Erfurt, 01.09. – 03.09.2011 1. Tag.

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1 1. Kurs MKG compact Erfurt, – Tag

2 Einführung Sehr geehrte Teilnehmer, nun haben Sie sicherlich viel gelernt bzw. Ihre Kenntnisse aufgefrischt. Nachfolgend können Sie jetzt Ihre Kenntnisse anhand von Fragen, die in der Bildschirmpräsentation nach jeder Frage aufgelöst werden, überprüfen. Sie können dies aber auch anhand eines separaten Antwortbogens überprüfen. Diese sind auf die einzelnen Tage aufgeteilt. Auch hier wünschen wir viel Erfolg!

3 Donnerstag,

4 Traumatologie Unterkiefer/Kiefergelenk A. Neff

5 Frage 1 Mit welcher typischen Komplikation müssen Sie nach konservativer Versorgung einer Gelenkfortsatzfrakur vom Typ Spiessl V am ehesten rechnen? 1.Frey-Syndrom 2.Okklusionsstörungen 3. Ankylosen 4.Nervschädigungen

6 Frage 2 Die Gefahr einer sekundären Dislokation nach osteosynthetischer Versorgung einer Gelenkfortsatzfraktur vom Typ Spiessl IV hängt in der Regel am wenigsten ab von: 1.einer konsequenten postoperativen Ruhigstellung über ca dd 2. der Frakturlokalisation (Knochenangebot) 3. dem verwendeten Osteosynthesematerial 4.der okklusalen Abstützung

7 Frage 3 Welche der folgenden Aussagen trifft am ehesten zu? Bei einer unilateralen tiefen Gelenkhalsfraktur gemäß Definition nach Loukota et al. 1. ist das Ziel der konservativen Therapie eine Konsolidierung in anatomisch korrekter Position unter Wiederherstellung bestmöglicher Okklusion 2. ist der submandibuläre Zugang (Risdon-Apprach) bei der operativen Versorgung Zugang der Wahl 3.kann durch ein Hypomochlion im Seitenzahnbereich der Vertikalverlust effizient kompensiert werden 4.ist nach konservativer Therapie bei stark dislozierten oder luxierten Frakturen mit einer Rate von bis zu 40 % mittlerer und schwerer Dysfunktionen (z.B. Helkimo Grade II und III) zu rechnen

8 Frage 4 Welche der folgenden Aussagen trifft am ehesten zu? Folgende Therapiemöglichkeiten werden für Gelenkopffrakturen mit Vertikalverlust gemäß Definition nach Loukota et al. in der Literatur als Standardverfahren angegeben: 1. Frühmobilisation, z.B. durch sofortige Physiotherapie und weiche Kost 2.operative Versorgung von intraoral endoskopisch gestützt 3.operative Versorgung von intraoral mit transbukkalem Zugang 4.Versorgung über retromandibuläre oder anguläre Zugänge

9 Frage 5 Welche der folgenden Aussagen trifft zu? 1. Eine Gelenkfortsatzfraktur vom Typ Spiessl III bezeichnet eine Gelenkfortsatzbasisfraktur mit Dislokation 2.Gelenkkopffrakturen zeigen einen streng intrakapsulären Frakturverlauf 3.Eine Gelenkfortsatzfraktur vom Typ Spiessl VI bezeichnet eine diakapituläre bzw. Walzenfraktur/ Kapitulumfraktur/Gelenkkopffraktur 4.Die Indikation zur operativen Versorgung von Gelenkfortsatzfrakturen bei Kindern und Jugendlichen wird üblicher Weise großzügig gestellt

10 Frage 6 Welche der folgenden Aussagen zu Gelenkfortsatzfrakturen trifft am ehesten zu? 1.Die operative Versorgung kann die Rate an Okklusionsstörungen nicht wesentlich reduzieren 2.Die konservative Versorgung bietet bessere Vorhersagbarkeit und erlaubt eine schnellere Wiederaufnahme der Funktion 3.Die Entscheidung zur konservativen / funktionellen Therapie oder aber operativen Versorgung hängt in Folge besserer operativer Versorgungsmöglichkeiten heute primär vom verwendeten Osteosynthesematerial ab 4. Risiken und Nachteile einer operativen Versorgung wie Nervläsionen, Narbenbildung sowie Aufwand und Kosten der OP (ITN) sind wesentliche Faktoren, die die Indikationsstellung offen versus geschlossene Verfahren beeinflussen.

11 Frage 7 Welcher der folgenden Zugänge zur operativen Versorgung von Gelenkfortsatzfrakturen ist für die Versorgung von Halsfrakturen gemäß Definition nach Loukota et al. am wenigsten geeignet? 1. präaurikulärer Zugang 2. transparotidealer Zugang 3.angulärer Zugang 4.submandibulärer Zugang

12 Frage 8 Welche der folgenden Aussagen zur Nachsorge nach Gelenkfortsatzfrakturen trifft am ehesten zu? 1. Maßnahmen zur Beseitigung von Okklusionsstörungen sollten grundsätzlich im ersten halben Jahr bzw. bis zu Materialentfernung nicht durchgeführt werden, da insbesondere nach konservativer Therapie noch langfristig Remodellations- und Adaptationsvorgänge zu erwarten sind 2.Die maximale Mundöffnung (SKD) ist ein verlässlicher Parameter zur Überwachung des Funktionsumfangs nach Gelenkfortsatzfrakturen 3. Die Physiotherapie nach osteosynthetischer Versorgung gelenknaher Gelenkfortsatzfrakturen sollte analog zur konservativen Versorgung möglichst forciert-frühfunktionell durchgeführt werden 4.im Falle eines operationsbedingten (Teil-)Ausfalls der Funktion des Nervus fazialis kann ab etwa zwei bis drei Wochen nach OP eine neurologische Untersuchung (EMG/NLG) zur prognostischen Abschätzung des Schweregrades der Schädigung durchgeführt werden

13 Frage 9 Welche der folgenden Aussagen trifft nicht zu? Zu den klinischen Leitsymptomen (fakultativ) einer Gelenkfortsatzfraktur gehören: 1.Okklusionsstörungen im Falle eines Vertikalverlustes der Ramushöhe mit der Folge eines kontralateralen Frühkontakts 2. eingeschränkte Mundöffnung 3.palpatorisch leere Gelenkpfanne 4. Blutung aus dem Gehörgang

14 Frage 10 Welche der folgenden Aussagen zu Unterkieferfrakturen ist am ehesten zutreffend? 1.Bei einer einseitigen Unterkieferparamedianfraktur mit Dislokation besteht die Gefahr einer akuten Atemwegsverlegung 2.Bei einer doppelseitigen Unterkieferparamedianfraktur muss wegen der im Kinnbereich auftretenden Torsionskräfte prinzipiell eine zusätzliche Schienung zur postoperativen Stabilisierung erfolgen 3.Bei einer doppelseitigen Unterkieferparamedianfraktur ist bei der Materialentfernung häufig eine Neurolyse des N. mentalis erforderlich, in deren Rahmen eine Nervschädigung auftreten kann 4.Bei einer doppelseitigen Unterkieferparamedianfraktur werden zur Osteosynthese in der Regel je eine Miniplatte oder Zugschraube verwendet

15 Frage 11 Welche der folgenden Aussagen trifft am ehesten zu? 1.Wegen des hohen Komplikationsrisikos für eine Osteomyelitis sollten Zähne im Bruchspalt grundsätzlich großzügig entfernt werden. 2.Bei einer Osteomyelitis besteht die Gefahr, dass weitere Zähne und sogar Anteile des Kiefers infektionsbedingt verloren gehen 3.Die Therapie der akuten Osteomyelitis besteht in Ruhigstellung (z.B. MMF), großzügigen Abszessdrainagen und frühzeitiger Extraktion der betroffenen Zähne und Kieferabschnitte zur Beseitigung des Keimnachschubs. 4. Nach einer Osteomyelitis sind radiologische Kontrollen mittels Szintigraphie obligat, da eine chronische Osteomyelitis klinisch ggf. inapparent verlaufen kann

16 Frage 12 Als typische Komplikationen und Spätschäden nach Kieferwinkelfrakturen sind für die Aufklärung am wenigsten bzw. nicht relevant? 1.Bruchspaltinfektionen 2.Pseudarthrosen 3. Ankylosen 4.Nervenschädigungen.

17 Frage 13 Welche der folgenden Zuordnungen zur Stabilität der Versorgung von Gelenkfortsatzbasisfrakturen trifft am ehesten zu? (Stabilität absteigend von links nach rechts) 1. Basis: einzelne Titan-Traumaplatte > 3-D-4-Loch Titanplatte 2. Basis: einzelne Titan-Traumaplatte > Zugschraube 3.Basis: einzelne Titan-Traumaplatte > doppelte Titan- Miniplatte 4.Basis: doppelte Titan-Miniplatte > 3-D-4-Loch Titanplatte

18 Frage 14 Welche der folgenden Eigenschaften resorbierbarer Osteosynthesematerialien kommt bei Verwendung in Gelenknähe in erster Linie als Ursache ausgeprägter postoperativer Vernarbungen in Frage? 1.Relaxation ( Längung unter Belastung) 2.Creep ( Kriechverhalten) 3.hochamorphe Struktur 4.bulk degradation ( saure Degradation)

19 Frage 15 Welche der folgenden Aussagen trifft am ehesten nicht zu? Zur Versorgung einer Unterkieferfraktur innerhalb der Zahnreihe können folgende Systeme als primär lasttragend (d.h. ggf. als alleinige Versorgung ausreichend) eingesetzt werden: 1.dynamische Kompressionsplatten (Spanngleitlochplatten) 2.Miniplatten (Systeme 2.0) 3.Mikroplatten (Systeme ) 4.resorbierbare SR-PLLA-PGA-Platten (Systeme )

20 Traumatologie – Mittelgesicht, Orbitarekonstruktion M. Rücker

21 Frage 1 Bei einer Fraktur des Jochbeins kann welcher der folgenden Befunde klinisch nicht erhoben werden? 1. Diplopie 2. Kieferklemme 3. Hypästhesie der Wange 4. Okklusionsstörung 5. Geschmacksstörung

22 Frage 2 Bei einer Fraktur des Orbitabodens kann welcher der folgenden Befunde klinisch nicht erhoben werden? 1. Diplopie 2. Kieferklemme 3. Hypästhesie der Wange 4. Enophthalmus 5. Hypophthalmus

23 Frage 3 Welche Antwort ist richtig? Bei einer Fraktur des NOE-Komplexes 1. bringt der Einsatz der Computer-assistierten Chirurgie keinen Vorteil 2. ist eine Reposition meist frustran 3. können Titandrähte zur Reposition der medialen Lidbänder verwendet werden. 4. ist der koronare Zugang obsolet 5. ist die Reposition fast immer sehr einfach

24 Frage 4 Welche Antwort ist richtig? Für die Rekonstruktion der medialen Orbitawand 1. ist ein koronarer Zugang unerlässlich 2. genügt ein transkonjunktivaler Zugang 3.ist der mediopalpebrale Zugang der geeignetste 4.ist die Kombination aus transkonjunktivalem und transkarunkulärem Zugang geeignet 5. ist die Computer-assistierte Chirurgie sinnlos

25 Frage 5 Welche Antwort ist richtig? Eine intermaxilläre Fixation 1. kann bei Kindern durchgeführt werden 2. kann bei alkoholisierten Patienten durchgeführt werden 3. kann bei Epileptikern durchgeführt werden 4. kann in der Schleimhaut verankert werden 5. sollte für mindestens 6 Wochen durchgeführt werden

26 Frage 6 Welche Antwort ist richtig? Für die anatomisch korrekte Rekonstruktion von ausgedehnten Orbitaboden- und -wandfrakturen eignet sich am besten 1. resorbierbares Material 2. autogener Knochen 3. AAA-bone 4. PDS-Folie 5. Titan-Mesh

27 Frage 7 Welche Aussage zur Computer-assistierten Chirurgie trifft am ehesten nicht zu? 1. sie verkürzt die Ausbildungszeit 2. sie eignet sich für die präoperative Planung 3. sie ermöglicht die intraoperative Navigation 4. sie optimiert den chirurgischen Workflow 5. sie ist ein wesentliches Instrument der Qualitätssicherung

28 Frage 8 Welche Antwort ist richtig? Sichere Frakturzeichen sind: 1. Krepitation, Bulbusmotilitätsstörung, Dislokation 2. Krepitation, Bulbusmotilitätsstörung, Monokelhämatom 3. Krepitation, Dislokation, Abnorme Beweglichkeit 4. Schmerz, Schwellung, Dislokation 5. Schmerz, Dislokation, Abnorme Beweglichkeit

29 Frage 9 Welche Antwort ist richtig? Die Beurteilung von Mittelgesichtsfrakturen ist anhand welcher Röntgenaufnahme sicher möglich durch 1. NNH-Aufnahme 2. OPT-Aufnahme 3. Clementschitsch-Aufnahme 4. CT-Aufnahme 5. MRT-Aufnahme

30 Frage 10 Welche Antwort ist richtig? Eine Le-Fort-I-Fraktur 1. bedeutet den Abriß des zahntragenden Oberkiefer- anteils vom Mittelgesicht 2. verursacht nie eine Okklusionsstörung 3. geht mit Gefühlsstörungen im Bereich N. infraorbitalis beidseits einher 4. wird nicht operativ versorgt, um die Durchblutung des Oberkiefers nicht zu gefährden 5. geht immer mit Wurzelfrakturen einher

31 Frage 11 Welche Antwort ist richtig? Die Verwendung patientenindividueller Implantate 1. verlängert die OP-Dauer 2. ist nicht mehr zeitgemäß 3. ist mit der Computer-assistierten Chirurgie auch in der klinischen Routine realisierbar 4. führt intraoperativ zu Passungsproblemen 5. bedeutet keinen Vorteil gegenüber konfektionierten Implantaten

32 Frage 12 Welche Antwort ist richtig? Der transkonjunktivale retroseptale Zugang 1. führt häufig zu einem Ektropium 2. führt häufig zu Sensibilitätsstörungen an der Wange 3. führt häufig zu Okulomotorikstörungen 4. kann gelegentlich zu Synechien der Konjunktiva führen 5. führt häufig zu einem Entropium

33 Frage 13 Welche Antwort ist richtig? Die Exposition von Titan zur Kieferhöhle 1. ist in der Regel komplikationslos 2. muss unbedingt vermieden werden 3. verursacht rezidivierende Infektionen 4. geht häufig mit chronischen Schmerzen einher 5. führt meistens zur Bildung von Schleimretentionszysten

34 Frage 14 Welche Antwort ist richtig? Bei der sekundären Rekonstruktion von in Fehlstellung verheilten komplexen Mittelgesichtsfrakturen 1. bringt eine präoperative Computer-gestützte Planung keinen Vorteil 2. ist ein interdisziplinäres Zusammenarbeiten unnötig 3. sollte das verwendete Implantatmaterial resorbierbar sein 4. ist der klinische Erfolg von der Verwendung minimalinvasiver Zugänge abhängig 5. muss meistens knöchern überkorrigiert werden

35 Frage 15 Welche Antwort ist richtig? Bei beidseitigen Mittelgesichtsfrakturen 1. ist die Computer-assistierte Chirurgie sinnlos 2. ist die virtuelle Spiegelung erfolgversprechend 3. sind virtuelle Deformationsmodelle erfolgversprechend 4. können individuell präformierte Implantate nicht eingesetzt werden 5. sind mediopalpebrale Zugänge unabdingbar

36 Nasennebenhöhlen- erkrankungen A. Neff

37 Frage 1 Welche Aussage zur Anatomie der Nasennebenhöhlen trifft nicht zu? Im Bereich der mittleren Nasenmuschel münden folgende Strukturen: 1.Hiatus semilunaris und bulla ethmoidalis 2.Ostium maxillare 3. Recessus frontalis 4.Ductus nasolacrimalis

38 Frage 2 Welche Aussage zur Anatomie der Nasennebenhöhlen trifft nicht zu? Die mediale Kieferhöhlenwand wird von folgenden knöchernen Strukturen gebildet: 1.Siebbein mit Processus uncinatus 2. mittlere Nasenmuschel 3. Os nasale 4.Os palatinum

39 Frage 3 Welche der folgenden Aussagen zur Physiologie der Kieferhöhle trifft am ehesten zu? 1. der Luftstrom in der Nase ist hauptsächlich laminar 2. körperliche Belastung führt in der Regel zu einem Anschwellen der Nasenschleimhaut 3.der Schwellungszustand der Nasenschleimhaut ist von hydrostatischen Effekten weitgehend unabhängig 4.die Klimatisierungsleistung der Nase ist eng mit dem Gefäßsystem und der Sekretion verknüpft

40 Frage 4 Welche der folgenden Aussagen zur Physiologie der Kieferhöhle trifft am ehesten zu? 1. die Rhinomanometrie ist ein Routineverfahren zur Beurteilung einer subjektiven Nasenatmungsbehinderung 2. Eine Ausschaltung des Sympathikus z.B. durch Stellatumblockade führt klinisch zur unspezifischen nasalen Hyporeaktivtivität, eine Auschaltung des Parasympathikus zu einer nicht allergischen vasomotorischen Rhinopathie 3.bei chronischer allergischer Reaktion zeigt das Epithel eine Auflockerung der Zellen, Transsudation und Eosinophileninfiltration 4.die Kieferhöhlenschleimhaut verfügt im Vergleich zur Nasenschleimhaut über mehr Zilien und einen besseren Austausch zwischen Gewebe und Blut und ist daher widerstandsfähiger gegenüber Infektionen

41 Frage 5 Welche der folgenden Aussagen trifft zu? 1.Der Sekrettransport aus der Kieferhöhle erfolgt auf direktem Weg mittels der Zilien (Sol auf Gelschicht) in Richtung auf das Ostium 2.Die Anlage eines Fensters zum unteren Nasengang verbessert den Sekrettransport durch Umgehung des Abflusses gegen die Schwerkraft und beseitigt somit Sekretstaus 3.Durch das Ostium gelangt das Sekret über das Infundibulum und anschließend den Hinterrrand des Processus uncinatus auf die mediale Fläche der mittleren Muschel und in den mittleren Nasengang 4.Die Schlagfrequenz der Zilien wird durch Beta-2- Sympathomimetika vermindert, durch Alpha-2-Sympathomimetika (z.B. Xylometazolin) erhöht.

42 Frage 6 Welche der folgenden Aussagen zur Diagnostik odontogener Kieferhöhlenerkrankungen trifft am ehesten zu? 1.A- und B-Scan erlauben insbesondere im A-Scan die Darstellung der Hinterwand und isolierter Zysten im Reccessus alveolaris 2.Panoramaschichtaufnahmen und NNH-Aufnahmen sind geeignete Maßnahmen der Routinediagnostik zur Abklärung odontogener Entzündungsursachen der Kieferhöhle 3.Im Bereich der Kieferhöhle erlaubt die MRT eine exzellente Darstellung der Weichteilstrukturen, ist weniger artefaktanfällig als das CT und stellt daher das Diagnostikum der ersten Wahl für die KH-Diagnostik dar. 4. CT und DVT erlauben die Beurteilung dünner Knochenstrukturen, das CT ist als Diagnostikum der Wahl z.B. bei unklaren Beschwerden indiziert

43 Frage 7 Welche der folgenden Aussagen zur Diagnostik odontogener Kieferhöhlenerkrankungen trifft am ehesten zu? 1. Die Endoskopie über die Fossa canina bietet in der Regel eine geringere Manipulationsmöglichkeit als der Zugang über den medialen oder unteren Nasengang 2. Die Endoskopie über die Fossa canina erlaubt ein gute visuelle Beurteilung des Ostiums und der Kieferhöhlenschleimhaut 3.Die Endoskopie über die Fossa canina ist meist technisch anspruchsvoller als die Endoskopie über den unteren und mittleren Nasengang 4.Die Endoskopie über den mittleren Nasengang ist in der Regel nach Bougierung ohne Infundibulotomie bzw. Sinusotomie Typ I möglich und bietet gute Manipulationsmöglichkeiten

44 Frage 8 Welche der folgenden Aussagen zur odontogenen Sinusitis maxillaris trifft am ehesten zu? 1. Die Mehrzahl der aller Sinusitiden ist odontogen bedingt. 2.Chronische Sinusitiden sind häufig (Prävalenz bis ca. 10%) und betreffen in absteigender Reihenfolge am häufigsten die Kieferhöhlen, gefolgt von Stirn- und Keilbeinhöhle sowie die Siebbeinzellen. 3. Eine einseitige putride Sinusitis maxillaris ist pathognomonisch für eine rhinogene Ursache 4.Häufige Ursachen odontogener Kieferhöhlenentzündungen sind nach der MAV infizierte radikuläre Zysten und chronische apikale Parodontitiden mit Durchwanderung von Keimen in die Kieferhöhle

45 Frage 9 Welche der folgenden Aussagen zu Zysten in der Kieferhöhle trifft am ehesten zu? 1.Die Mukozele entsteht durch zystische Erweiterungen der Schleimdrüsenausführungsgänge und findet sich daher bevorzugt in Nähe des Ostiums, am Boden und der lateralen Wand 2. Okklusionszysten treten in voroperierten oder traumatisierten Kieferhöhlen auf und können zu Verdrängungen von Nachbarstrukturen führen. 3.Retentionszysten entstehen durch Abflussbehinderungen des Schleims infolge einer Verlegung des Ostiums und führen langfristig zu einer schmerzlosen Dilatation der Nasenenbenhöhle 4. Pseudozysten entstehen vorwiegend auf dem Boden einer apikalen Parodontitis und weisen im Gegensatz zur odontogenen Zyste kein inneres Zystenepithel auf, sind jedoch ebenfalls von einem meist dünnen Knochensaum umgeben.

46 Frage 10 Welche der folgenden Aussagen zur Therapie der Mykosen der Kieferhöhle ist am ehesten zutreffend? 1.Die Klinik der Aspergillus-Mykose entspricht meist der einer subakut bis akut verlaufenden Sinusitis maxillaris 2.Die Aspergillus-Mykose zeigt ähnlich wie die zervikofaziale Aktinomykose nicht selten einen invasiven Verlauf. 3.die Aspergillus-Mykose wird überwiegend durch in die Kieferhöhle verlagerte Abdruckmaterialien z.B. auf Polyäther- oder Polyvinylbasis ausgelöst 4.Die Mukormykose ist zwar eine seltene Infektion, die bei schwer immunsupprimierten Patienten, aber auch bei Patienten mit moderater Immunsuppression oder krankheitsbedingter Abwehrschwäche (z.B. Diabetes mellitus) vorkommen kann.

47 Frage 11 Welche der folgenden Aussagen zur Therapie der chronischen Sinusitis trifft am ehesten zu? 1.Die Initialtherapie erfolgt bei zugrunde liegender MAV mittels Spülung und Drainage (Röhrchen) über die Alveole sowie bei verlegtem Ostium über eine gleichzeitige weitere Röhrcheneninlage über den unteren Nasengang, um den Abfluss zur Nase zu sichern. 2.bei chronischer Sinusitis wird heute primär eine funktionserhaltende Chirurgie mit Belassen der Kieferhöhlenschleimhaut und Wiederherstellung/Sicherstellung der Belüftung angestrebt (sog. Engstellenchirurgie) 3.bei der unkomplizierten, nicht voroperierten odontogenen Sinusitis (MAV, apikale Parodontitis, Zysten, Fremdkörper etc.) ist der osteoplastische Zugang zur Kieferhöhle heute in der Regel nicht mehr indiziert 4. Im Fall einer chronischen Sinusitis in der Folge einer MAV wird bei endoskopisch verlegtem Ostium naturale zur Sicherung der Belüftung ein Kieferhöhlenfenster zum unteren Nasengang mit Einschlagen eines nasalen Schleimhautlappens in die Kieferhöhle im Rahmen der MAV- Deckung durchgeführt.

48 Frage 12 Welche der folgenden Aussagen zur akuten odontogenen Sinusitis trifft am ehesten zu? 1.Differentialdiagnostisch sind vor allem akute Pulpitiden, submuköse, palatinale, ein Fossa canina- oder ein retromaxillärer Abszess abzugrenzen 2.die andern Nebenhöhlen sind in der Regel ebenfalls mit beteiligt 3.radiologisch zeigen sich typischerweise wandständige Polsterbildungen der Kieferhöhlenschleimhaut 4.Komplikationen wie Orbitaabszesse und Meningitiden werden seit Einsatz der Antibiotika de facto nicht mehr beobachtet.

49 Frage 13 Welche der folgenden Aussagen zur Therapie der Mund-Antrum- Verbindung trifft am ehesten zu? 1.Bei frischer MAV muss das Vorliegen einer Sinusitis z.B. anhand eines OPG ausgeschlossen werden 2.Bei verlegtem Ostium wird regelmäßig gespült, ein Spontanverschluss einer MAV ist bei klarem Reflux und unter adäquater Begleittherapie allerdings in diesem Fall nicht möglich 3. Bei Vorliegen einer Restverschattung und klarer Spülflüssigkeit wird bei MAv-Verschluss entweder eine Infundibulotomie durchgeführt oder eine Drainage über den unteren Nasengang gelegt 4.Tritt bei einer Kieferhöhlenspülung kein Reflux auf (z.B. Verlegung der Alveole durch polypöse Schleimhaut), kann der Druck vorsichtig weiter gesteigert werden, solange bis ein Abfluss über das Ostium naturale auftritt.

50 Frage 14 Welche der folgenden Aussagen zur Therapie der Mund-Antrum- Verbindung trifft am ehesten zu? 1. Der trapezförmige, vestibulär gestielte Schleimhautlappen stellt nach wie vor das Standardverfahren zur Deckung einer frischen MAV dar. 2. Der an der A. platina gestielte Gaumenlappen führt an der Entnahmestelle zu einer Defektsituation am Gaumen, weshalb eine Abdeckung mittels Gaumenplatte obligat ist. 3.Nach einer plastischen Deckung wegen MAV besteht das postoperative Standardregime insbesondere in der Applikation abschwellender Nasentropfen, der Gabe eines Antibiotikums und einem Schnäuzverbot. 4.Beim Wangenlappen nach Axhausen ist die Gefahr, den Stenon- Gang zu verletzten kleiner als bei Verwendung des trapezförmigen, vestibulär gestielten Rehrmann-Lappens

51 Frage 15 Welche der folgenden Aussagen zur Therapie odontogener Zysten trifft am ehesten zu? 1.Therapieverfahren der Wahl stellt bei großen Zysten die Zystantrostomie nach Wassmund mit Fensterung zum unteren Nasengang dar. 2.Odontogene Zysten können das Lumen der Kieferhöhle nicht vollständig verlegen und sich daher auch nicht in angrenzende Strukturen ausbreiten. 3.Odontogene Zysten des Oberkiefers mit oder ohne papierdünne bzw. fehlender knöcherner Trennwand zur Kieferhöhle werden bevorzugt mittels Zystektomie unter Vereinigung der Knochenhöhle mit der Kieferhöhle entfernt, die Belüftung erfolgt mittels Drainage über den unteren Nasengang bzw. eine Infundibulotomie. 4.Odontogene Zysten werden heute analog zu z.B. Choanalpolypen bevorzugt endoskopisch mit Zugang über den mittleren Nasengang behandelt

52 Plastische Chirurgie – lokale und regionale Lappenplastiken J. Schubert

53 Frage 1 Welche Aussage trifft nicht zu? 1. Bei der Narbenexzision sollte ein spannungsfreier Wundverschluss erzielt werden. 2. Eine Narbenkorrektur sollte an einer unreifen Narbe durchgeführt werden. 3. Die spindelförmige Exzision sollte einen Winkel von 30 Grad zu den Hautspannungslinien haben. 4. Die Narbe nach der Narbenexzision kann länger sein als die ursprüngliche Narbe.

54 Frage 2 Was ist die einfachste Methode eines Defektverschlusses? 1. Transpositionsplastik 2. Z-Lappenplastik 3. Mobilisation und End-zu-End-Vereinigung 4. Rotationsplastik

55 Frage 3 Welche Aussage trifft nicht zu? 1. Die RSTL im Bereich des Nasenrückens verlaufen horizontal. 2. Die Linien maximaler Spannung verlaufen senkrecht zu den RSTL. 3. Der Narbenkorrektur dienen die Z-, W-Plastik, broken- line-Technik und spindelförmige Exzision. 4. Vor einer Fistelexzision sollten Bild gebende Untersuchungen durchgeführt werden.

56 Frage 4 Bei der Rekonstruktion eines Defektes nach Basaliomexzision am medialen Lidwinkel (perforierender Defekt zur Nase) kommt in erster Linie in Frage: 1. Ein Vollhauttransplantat mit einer soliden Fettschicht 2. Stirnlappenplastik 3. Gleitlappenplastik 4. Dakryozystorhinostomie und Glabellaplastik

57 Frage 5 Was trifft für regionale Lappen nicht zu? 1. Stammen aus defektfernen Regionen 2. Ermöglichen Ersatz größerer Volumina 3. Werden in der Regel in Lokalanästhesie angelegt 4. Ermöglichen primäre Defektdeckung

58 Frage 6 Was trifft für die indische Nasenplastik nicht zu? 1. Sie ist eine arterialisierte Lappenplastik 2. Sie ist ein Insellappen 3. Sie ist ein Fernlappen 4. Sie ist ein Transpositionslappen

59 Frage 7 Was ist die häufigste Indikation von Nahlappen? 1. Ersatz von Haut und Unterhaut 2. Ersatz von Knochen 3. Ersatz von Muskeln 4. Ersatz von komplexen Strukturen

60 Frage 8 Welcher Aspekt hat bei der Defektdeckung mittels Lokallappenplastik den geringsten Einfluss auf die Durchführung? 1. Ästhetische Einheiten 2. Ausreichende Ernährung 3. RSTL 4. Narkosefähigkeit

61 Frage 9 Der mikrovaskulär anastomisierte Unterarmlappen ist ein 1. Regionaler Lappen 2. Fernlappen 3. Transplantat 4. Insellappen

62 Frage 10 Was ist falsch? Die V-Y-Plastik 1. führt zu einer Verkürzung in der Verschieberichtung 2. ist eine Alternative zur Z-Plastik 3. basiert auf dem Prinzip des Verschiebelappen 4. ist nicht nur in der Haut anwendbar

63 Frage 11 Bei der Ektropiumkorrektur kommt die folgende Technik nicht zum Einsatz: 1. Narbenexzision und Vollhauttransplantat. 2. Z- bzw. V-Y-Plastik 3. Mundschleimhauttransplantat 4. Silikonplomben und Tarsorrhaphie

64 Frage 12 Eingriffe an der Ober- bzw. Unterlippe sind nicht: 1. Friesplastik oder Grimm-Johanson-Plastik 2. W- bzw. herzförmige Exzision 3. Estlander-Plastik 4. Vermilionostomie

65 Frage 13 Welche Aussage trifft für die Limbergplastik nicht zu? 1. Sie ist eine Dehnungslappenplastik 2. Sie setzt eine rhombische Defektkonfiguration voraus 3. Durch die Winkelvariation ist eine Individualisierung möglich 4. Ihre Planung sollte nach Möglichkeit parallel der maximalen Gewebedehnbarkeit erfolgen

66 Frage 14 Für die epithetische Versorgung gilt: 1. Misslingen einer Lappenplastik rechtfertigt den Einsatz 2. Knochenverankerte Epithesen ermöglichen keine Rezidivkontrolle 3. Der Holgers-Score beschreibt die periimplantäre Hautreaktion 4. Bei Kindern mit Mikrotie stellt sie die Therapie der ersten Wahl dar.

67 Frage 15 Welche OP-Technik kommt bei einem Defekt in der Temporalregion eher nicht in Frage? 1. Vollhauttransplantat 2. Limbergplastik 3. Posteriore Wangenrotation Esser 4. Rotationslappenplastik

68 1. Kurs MKG compact Erfurt, – Tag

69 Freitag,

70 Chirurgische Kieferorthopädie M. Ehrenfeld

71 Frage 1 Unter einer Progenie versteht man: 1. Einen umgekehrten Frontzahnüberbiß 2. Einen skelettal zu weit anterior liegenden Unterkiefer 3. Eine sagittale zu weit anterior stehende Kinnprominenz 4. Vergrößert erscheinendes Kinn aufgrund zurückliegendem Oberkiefer

72 Frage 2 Welche Antwort ist nicht richtig? Die Planung einer Dysgnathieoperation orientiert sich an der 1. anzustrebenden Okklusion 2. dem gewünschten Profilverlauf 3. dem Parodontalstatus der Zähne in dem/den zu osteotomierenden Kiefer (n) 4. der gewünschten Lachlinie

73 Frage 3 Welche diagnostischen Maßnahmen gelten als stets notwendige Basisdiagnostik bei der Planung einer Dysgnathieoperation? Welche Antwort ist nicht richtig? 1. Klinische Untersuchung 2. Röntgenbilder in zwei Ebenen (OPT/Fernröntgen seitlich) 3. Schädelbezüglich nach Gesichtsbogenübertragung einartikulierte Kiefermodelle 4. Axiographie der Kiefergelenke

74 Frage 4 Wozu dient der definitive OP-Splint bei Dysgnathieoperationen? 1.Intraoperative Eintellung der Okklusion vor interner Fixation 2. Intraoperative neuromuskuläre Adaptation 3. Bißhebung 4. Stabilisierung von Einzelzähnen

75 Frage 5 Welchen Komplikation tritt im Rahmen einer sagittalen Spaltung im aufsteigenden Unterkieferast nicht auf? 1. Anästhesie N. alveolaris inferior 2. Facialisparese 3. Hypoglossusparese 4. Anästhesie N.lingualis

76 Frage 6 Welche Antwort ist nicht richtig bezüglich einer Le Fort I Osteotomie? 1. Die Osteotomielinien sind identisch mit den Frakturlinien einer Le Fort I Fraktur 2. Ist die häufigste Dysgnathieoperation im Oberkiefer 3. Kann die Form der äußeren Nase beeinflussen 4. Das osteotomierte Fragment wird typicherweise mit Miniplatten fixiert und stabilisiert

77 Frage 7 Eine chirurgisch assistierte Gaumennahtsprengung (SARPE) 1.Wird typischerweise transpalatinal durchgeführt 2.Weist kaum Rezidivgefahr auf 3.Wird zumeist als Distraktionsosteogenese durchgeführt 4.Erfolgt zumeist im Wechselgebiß

78 Frage 8 Welche Antwort ist nicht richtig? Bei Blockostetomien 1.Muss mit einer hohen Rezidivrate gerechnet werden 2.Besteht eine erhöhte Gefahr für Zahnwurzelverletzungen 3.Muss auf eine adäquate Blutversorgung des Fragmentes geachtet werden 4.Wird ein Splint zur Okklusionseinstellung angefertigt

79 Frage 9 Die Distraktionsosteogenese (DO) wird bei der konventionellen Dysgnathiechirurgie vorgezogen bei 1.Sagittaler Vorverlagerung des Unerkiefers 2.Sagittaler Rückverlagerung des Unerkiefers 3.Transversaler Erweiterung des Unterkiefers 4.Schluß des mandibulär offenen Bisses

80 Frage 10 Die Entfernung von Osteosyntheseplatten aus Titan nach Dysgnathieoperationen 1.Ist eine fakultative Maßnahme, deren Notwendigkeit nicht bewiesen ist 2.Ist grundsätzlich immer indiziert 3. Sollte spätestens 3 Monate nach der Dysgnathieoperation erfolgen 4.Sollte frühestens 2 Jahre nach der Dysgnathieoperation erfolgen

81 Frage 11 Welche Aussage ist nicht richtig? Eine frontale Segmentosteotomie im Oberkiefer nach Schuchardt/Köle 1.Kann zum Schluss eines offenen Bisses durchgeführt werden 2.Erfordert immer eine postoperative mandibulo-maxilläre Fixation (MMF) 3.Kann zur Korrektur der Oberkieferprotrusion eingesetzt werden 4.weist als eine mögliche Komplikation Durchblutungsstörungen des Fragmentes mit Nekrosen auf

82 Frage 12 Über welche Komplikation muss bei einer Le Fort I Osteotomie nicht aufgeklärt werden? 1.Wetterfühligkeit 2.Erblindung 3.Nekrose des osteotomierten Fragmentes 4.Sensibilitätsstörungen im Versorgungsgebiet des N. infraorbitales

83 Frage 13 Welche Dysgnathieoperationen haben keine potentielle Auswirkungen auf die Stellung der Kiefergelenke? 1.Vorverlagerung des Oberkiefers nach Le Fort II Osteotomie 2.sagittale Spaltung im Unterkiefer 3.Blockosteotomien des Unterkiefers 4.Segmentosteotomien des Unterkiefers

84 Frage 14 Welche Aussage ist in Bezug auf die maxilläre Elongation nicht richtig ? 1.Eine mögliche Alternative zur Oberkieferverkürzung ist die Injektion von Botox zur Korrektur des gummy smile 2.Bei der Oberkieferverkürzung muss regelmäßig das Nasenseptum eingekürzt werden 3.Die Oberkieferverkürzung erfolgt typischerweise durch eine Le Fort I Osteotomie mit Ostektomie 4.Die gewünschte Lachlinie und das Ausmaß der Oberkieferverkürzung wird alleine nach klinischer Untersuchung und nicht durch kephalometrische Analyse bestimmt

85 Frage 15 CT-gestützte Operationsplanung (virtuelle 3D-Planung, Planung anhand von individuellen Schädelmodellen) ist vor allem indiziert 1.Bei spaltbedingten Dysgnathien 2.Zur Oberkieferverlängerung 3.Bei asymmetrischen komplexen Dysgnathien 4.Zur Planung bignather Operationen

86 Speicheldrüsenerkrankungen S. Reinert

87 Frage 1 Welche Aussage trifft zu? 1. Die Gl. parotis ist eine überwiegend seromuköse Speicheldrüse und wird durch den N. facialis in einen oberflächlichen und tiefen Lappen geteilt 2.Die G. submandibularis erhält ihre parasympathischen sekretorischen Fasern über das Ggl. oticum und den N. lingualis und reicht mit dem Proc. unicinatus um den Hinterrand des M. mylohyoideus 3.Die Gl. sublingualis ist kranial des M. mylohyoideus lokalisiert und mündet mit ihrem Ausführungsgang lingual der UK- Frontzähne 4.Die Zellkerne seröser Azini sind in der Regel rundlich und in der Mitte der Zellen lokalisiert, die Zellkerne muköser Azini sind meist abgeplattet und befinden sich im basalen Zellbereich

88 Frage 2 Welche Aussage trifft zu? 1.Die Enzymsynthese in exokrinen Drüsenzellen führt zu membranösen Vakuoloen, die durch Verschmelzung mit der apikalen Zellmembran (Exozytose) freigesetzt werden 2.Im Sekret der Gl. submandibularis ist relativ mehr alpha-Amylase enthalten als im Sekret der Gl. parotis 3.Die sympathische Innervation der Speicheldrüsen führt zur verstärkten Produktion dünnflüssigen, serösen Speichels 4.In den Speicheldrüsen (Gl. parotis mehr als Gl. submandibularis) wird zur Abwehr von Bakterien und Viren Immunglobulin G (IgG) produziert

89 Frage 3 Welche Aussage trifft zu? 1.Der akzessorische Lappen der Gl. Parotis ist aufgrund seiner Lage dorso-medial der des aufsteigenden UK- Astes nur unzureichend einer klinischen Untersuchung zugänglich 2.Die Palpation von Speichelsteinen ist im anterioren Mundboden gut möglich. 3.Die Entleerung von klarer Flüssigkeit bei der Nahrungsaufnahme kann nur durch eine Mund- Antrum-Verbindung bedingt sein. 4.Gl. submandibularis und submandibuläre Lymphknoten lassen sich palpatorisch differenzieren.

90 Frage 4 Welche Aussage trifft zu? 1.Speichelsteine stellen sich in der Kernspintomogrphie (MRT) als helle, signalreiche Strukturen dar. 2.Die B-Scan-Sonographie stellt bei Speicheldrüsenerkrankungen heute das bildgebende Verfahren der ersten Wahl dar. 3.Die Sialographie mit wasserlöslichem Kontrastmittel ist das diagnostische Verfahren der ersten Wahl bei V. a. ein pleomorphes Adenom. 4.Eine sinnvolle Reihenfolge diagnostischer Verfahren beim Parotistumor mit Fazialisschwäche ist die B-Scan-Sonographie, Feinnadelaspirationszytologie und CT-Untersuchung.

91 Frage 5 Welche Aussage trifft zu? 1.Die Stafne-Kavität liegt bildmorphologisch in der Regel knapp unter dem Mandibularkanal. 2.Gangektasien der Gl. parotis sind selten und therapeutisch gut angehbar. 3.Ausgangspunkt der sog. Tauchranula ist die Gl. submandibularis. 4.Bei der traumatischen Durchtrennung des Stenon- oder Wharton- Ganges besteht das Vorgehen der Wahl in der sekundären mikrochirurgisch assistierten Rekonstruktion.

92 Frage 6 Welche Aussage trifft zu? 1.Bei der Sialolithiasis der Gl. submandibularis mit Eiterentlerung aus der Papille und tastbarem Stein im anterioren Mundboden muss zunächst antibiotisch und mit Sialogoga vorbehandelt werden. 2.Ein sonographisch und röntgenologisch negativer Steinnachweis schließt eine Sialolithiasis aus. 3.Bei der Gangschlitzung im Mundboden wird das Epithel des über einer Sonde eröffneten Ausführungsganges an die Mundbodenschleimhaut adaptiert. 4.Bei der Sialolithiasis der Gl. parotis mit Steinlage ca. 2 cm jenseits der Papille erscheint eine endoskopisch assistierte Steinbergung nicht erfolgreich.

93 Frage 7 Welche Aussage trifft zu? 1.Kindliche lymphatische Malformationen im Halsbereich mit Bezug zur Gl. Parotis haben eine spontane Rückbildungstendenz. 2.Der aktuelle Stand der Therapie großer kindlicher Parotis- Hämangiome ist die orale ß-Blocker-Therapie 3.Bei der Gangschlitzung im Mundboden wird das Epithel des über einer Sonde eröffneten Ausführungsganges an die Mundbodenschleimhaut adaptiert. 4.Bei der Sialolithiasis der Gl. parotis mit Steinlage ca. 2 cm jenseits der Papille erscheint eine endoskopisch assistierte Steinbergung nicht erfolgreich.

94 Frage 8 Welche Aussage trifft zu? 1.Von der bakterillen Sialadenistis ist die Gl. submandibularis am häufigsten betroffen. 2.Beim sog. Küttner-Tumor der Gl. submandibularis geht die chronische Entzündung mit Gangproliferation einher und es besteht ein hohes Risiko der Malignisierung. 3.Die Wirkung ionisierender Strahlen führt zu einer Atrophie des bindegewebigen Stromas. 4.Gangektasien stellen eine Prädisposition für die Sialadenitis dar.

95 Frage 9 Welche Aussage trifft zu? 1.Die chronisch-rezidivierende Parotitis des Erwachsenenaltes stellt eine Prädisposition für die Entstehung maligner Lymphome dar. 2.Die Parotitis epidemica hinterlässt meist eine lebenslange Immunität und verläuft in % der Fälle klinisch stumm. 3.Häufigste Arzeimittelnebenwirkung an den Speicheldrüsen ist die Hypersalivation. 4.Von der myoepithelialen Autoimmunsialadenitis (Sjögren- Syndrom) sind v.a. Männer im 6. bis 7. Dezennium betroffen.

96 Frage 10 Welche Aussage trifft zu? 1.Die vollständige konservative Parotidektomie meint Darstellung und Erhalt des N. facialis mit Entfernung des lateralen Drüsenlappens. 2.Die chirurgische Behandlung des pleomorphen Adenoms der Gl. parotis umfasst aus heutiger Sicht die Enukleation des Tumors. 3.Die Rauch-Plastik hat ein relativ hohes Risiko für eine Läsion des N. accessorius. 4.Mit Hilfe der Rauch-Plastik kann bei einer vollständigen konservativen Parotidektomie eine gute ästhetische Rekonstruktion des anderenfalls eintretenden Konturdefizits erfolgen.

97 Frage 11 Welche Aussage trifft zu? 1.Bei einer konservativen Parotidektomie soll die Gabe eines Antibiotikums über ca. 3-4 Tage erfolgen. 2.Das gustatorische Schwitzen (Frey Syndrom) ist heute nur noch relativ selten Folge bei Parotiseingriffen. 3.Mit der Interposition von SMAS oder M. sternocleidomastoideus lässt sich das gustatorische Schwitzen zuverlässig verhindern. 4.Die intradermale Injektion von Botulinumtixin A stellt heute die Therapie der Wahl beim gustatorischen Schwitzen dar.

98 Frage 12 Welche Aussage trifft zu? 1.Das High-grade Mukoepidermoidkarzinomhat eine deutlich bessere Prognose als das Low-Grade Mukoepidermoidkarzinom. 2.Adenokarzinome der Speicheldrüsen kommen relativ häufig in den kleinen Speicheldrüsen vor und metastasieren typischerweise spät hämatogen in die Lunge. 3.Typisches Symptom des adenoid-zystischen Karzinoms ist das klinisch nicht erkennbare Vorwachsen in die Umgebung. 4.Die Mehrzahl der Speicheldrüsentumoren ist maligne.

99 Frage 13 Welche Aussage trifft zu? 1.Bei einem Adenokarzinom der Gl. Parotis ohne Fazialisparese ist aus Radikalitätsgründen immer die Resektion des N. facialis im Sinne einer radikalen Parotidektomie erforderlich. 2.Nach Ersatzplastik des N. facialis durch ein Suralistransplantat ist ein Vitamin B-Komplexpräparat zur Beschleunigung der Nervregeneration indiziert. 3.Bei der Darstellung des Fazialisstammes stellt der Proc. styloideus die Leitstruktur dar. 4.Bei der Präparation der Fazialisäste muss man stets mit Varianten des Nervverlaufs rechnen.

100 Frage 14 Welche Aussage trifft zu? 1.Die aktuelle WHO-Nomenklatur der Speicheldrüsentumoren unterscheidet u.a. benigne und maligne epitheliale Tumoren. 2.Das Verhältnis maligner zu benignen Speicheldrüsentumoren beträgt etwa 2 : 1. 3.Der Begriff pleomorphes Adenom leitet sich aus der Vielgestaltigkeit der epithelialen Strukturen ab. 4.Die maligne Entartung von Whartin-Tumoren ist eine Funktion der Zeit.

101 Frage 15 Welche Aussage trifft zu? 1.Sialadenosen sind nichtentzündliche, meist schmerzlose Schwellungen ins besondere der kleinen Speicheldrüsen. 2.Adenoid-zystische Karzinome der kleinen Speicheldrüsen sind an ihrer derberen Konsistenz häufig klinisch von pleomorphen Adenomen abgrenzbar. 3.Tumoren der Gl. submandibularis werden in der Regel als Ersttherapie durch Exstirpation der gesamten betroffenen Drüse behandelt. 4.Die Feinndelaspirationszytologie (FNA) ist in der Aussagekraft der Stanzbiopsie überlegen.

102 Geschwülste, insbesondere Mundschleimhautkarzinom, einschließlich Rekonstruktion M. Heiland

103 Welche Aussage ist richtig? 1.HPV-positive pharyngeale Plattenepithelkarzinome sind strahlensensibler als HPV-negative. 2.HPV-positive Plattenepithelkarzinome werden antiviral therapiert. 3.Der Anteil HPV-positiver Karzinome ist im Pharynx und in der Mundhöhle gleich hoch. 4.Nur HPV-16 ist in Kopf-Halskarzinomen nachgewiesen worden. Frage 1

104 Welche Aussage ist richtig? 1.Das PET hat sich als Routinestaginguntersuchung etabliert. 2.Die Skelettszintigraphie kann eine lokale Knocheninfiltration und ossäre Fernmetastasennachweisen. 3.Die prätherapeutische Bestimmung von Tumormarkern gehört bei Mundhöhlenkarzinomen zum Standard. 4.Beim Nachweis von zirkulierenden Tumorzellen ist eine Lokaltherapie des Tumors nicht mehr sinnvoll. Frage 2

105 Welche Aussage ist richtig? 1.Beim CUP-Syndrom vermutet man sehr kleine Mundbodenkarzinome als Primärtumore. 2.Nach beidseitiger radikaler Neck dissection ist bei einem CUP- Syndrom eine Strahlentherapie nicht mehr indiziert. 3.Eine Abtragung des Zungengrundes und die Entfernung eventuell noch vorhandener Gaumenmandeln gehören beim CUP-Syndrom zum Therapiestandard. 4.Die Lymphknotenmetastase bei einem CUP-Syndrom ist meistens HPV-positiv. Frage 3

106 Welche Aussage ist bezogen auf das Mundhöhlenkarzinom richtig? 1.N3 bedeutet bilaterale cervicale Lymphknotenmetastasen. 2.Kapseldurchbrechende Lymphknotenmetastasen sind eine Indikation zur adjuvanten Radiochemotherapie. 3.Ein Patient mit einem Tumorstadium pT4 pN1 kann in die DÖSAK – pN1 – Studie eingeschlossen werden. 4.Die sentinel lymph node biopsy ist bei Mundhöhlenkarzinomen Standard. Frage 4

107 Welche Aussage ist richtig? 1. Der Ramus marginalis des Nervus fazialis verläuft in Höhe der Glandula submandibularis epiplatysmal. 2.Der Nervus accessorius unterteilt Level II in Level IIa und IIb. 3.Aufgrund der Spätfolgen ist eine Koniotomie einer Tracheotomie vorzuziehen. 4.Eine Chylusfistel ist eine typische Komplikation nach radikaler Neck dissection der rechten Halsseite. Frage 5

108 Welche Aussage ist falsch ? Typische Nebenwirkungen einer Strahlentherapie sind: 1.Mukositis 2.Xerostomie 3.Pseudomembranöse Enterokolitis 4.Osteoradionekrose 5.Strahlenkarzinom Frage 6

109 Die Prognose bei Kopf-/ Halskarzinomen ist hauptsächlich abhängig von: 1.vom T-Stadium 2.vom N-Stadium 3.vom M-Stadium 4.vom Grading 5.vom Alter Frage 7

110 Eine Neck-dissection der Level I-IV fällt in die Kategorie 1.selektive Neck dissection 2.modifiziert radikale Neck dissection 3.erweitert radikale Neck dissection 4.radikale Neck dissection Frage 8

111 Im Rahmen des Tumor-stagings gilt für eine durchzuführende Panendoskopie: 1.sie kann bei Zungengrund-/Hypopharynxtumoren und superfizieller Mukosaaffektion zur histologischen Diagnosesicherung sinnvoll sein 2.sollte immer standardmässig durchgeführt werden 3.gibt es nur im staging in der HNO-Heilkunde 4.kann man leicht in LA durchführen Frage 9

112 Für einen cT1, cN0, MX PEC der Mundhöhle gilt: 1.eine histologische Diagnossicherung ist nicht notwenig 2.eine wait and see Strategie ist sinnvoll 3.nach histologischer Diagnosesicherung sollte neben einer Tumorresektion eine selektiv Neck dissection erfolgen 4.nach histologischer Diagnosesicherung ist neben einer Tumorresektion eine selektive Neck dissection nicht notwendig Frage 10

113 Sie wollen einen Patientin nach dem aktuell geltenden TNM System klassifizieren. Der Patient weist klinisch einen 3,5cm großes, histologisch gesichertes Plattenepithelkarzinom des Mundbodens links auf, hat multiple metastasenverdächtige Lymphknoten im Level II und III links sowie in der Mittellinie und klinisch wie radiologisch keine nachgewiesenen Fernmetastasen. Wie lautet die korrekte Formel? 1.cT2, N2c, M0 2.rcT2, N2b, M0 3.cT2, N2b, MX 4.cT2, N2b, M0 Frage 11

114 Welche Aussage zur Neck dissection bei Speicheldrüsenmalignomen trifft zu? 1.Bei einem Malignom der kleinen Speicheldrüsen muss eine Neck dissection nicht erfolgen 2.Bei Malignomen der Glandula parotis gilt die Ausräumung der Level I-III als Standard 3.Bei Karzinomen der Glandula parotis sollten die häufiger auftretenden Skip Metastasen zur Planung der Neck dissection bedacht werden 4.Eine Neck dissection wird bei unauffälliger Sonographie des Halses generell nicht durchgeführt. Frage 12

115 Welche Aussage zu molekulargenetischen Veränderungen bei Mundhöhlenkarzinomen trifft zu? 1.Es sind bereits mehrere molekulargenetische und unstrittig prognostisch relevante Marker beim Mundhöhlenkarzinom beschrieben worden. 2.CyclinD1 wird beim Mundhöhlenkarzinom nicht exprimiert 3.CCND1 bzw. CyclinD1 ist bei Plattenepithelkarzinomen im Kopf- Hals-Bereich immer zu 20% überexprimiert bzw. amplifiziert. 4.Die molekulargenetischen Veränderungen weisen im Hinblick auf die anatomische Lage der Karzinome signifikante Unterschiede auf. Frage 13

116 Welche Aussage trifft zu? 1.Eine präoperative Gefäßdarstellung ist aufgrund der anatomischen Variationen vor einem mikrochirurgischen Latissimuslappen immer notwendig. 2.Der Allentest ist für die Untersuchung der Handdurchblutung vor einem Radialislappen meistens nicht ausreichend. 3.Aufgrund von pAVK und eventuell vorhandenen anatomischen Variationen ist vor einem mikrochirurgischen Fibulatransplantat eine Gefäßdarstellung der unteren Extremität sinnvoll. 4.Das osteokutane mikrochirurgische Beckenkammtransplantat ist einer der am meisten verwendeten Lappen zur Deckung komplexer Gewebedefekte. Frage 14

117 Welche Aussage für den Level II Topographie der Halslymphknotenregionen trifft zu? 1.Enthält die mittlere Gruppe der tiefen jugulären Lymphknoten 2.reicht von der Schädelbasis bis zur Karotisbifurkation bzw. Zungenbein; 3.wird begrenzt nach ventral durch die Hinterkante des M. sternocleidomastoideus 4.wird begrenzt nach dorsal durch die laterale Grenze des M. sternocleidomastoideus Frage 15

118 Lippen-Kiefer-Gaumenspalten M. Ehrenfeld

119 Frage 1 Lippenspalten entstehen in der 1.3./4. Schwangerschaftswoche 2.5./6. Schwangerschaftswoche 3.7./8. Schwangerschaftswoche 4.11./12. Schwangerschaftswoche

120 Frage 2 Welche Aussage trifft bei der Behandlung von Kindern mit breiten Gaumenspalten und LKG-Spalten nicht zu? 1.Eine Trinkplatte soll Mund- und Nasenhöhle trennen 2.Trinkplatten werden mit Haftcreme eingeklebt 3.Trinkplatten gestatten den Aufbau eines Unterdruckes beim Saugvorgang 4.Durch Trinkplatten kann die Stellung der Spaltsegmente beeinflusst werden

121 Frage 3 Der angestrebte Zeitpunkt für den Beginn einer Behandlung durch eine Trinkplatte ist: 1.Baldmöglichst nach der Geburt 2.Nach der 2.postpartalen Woche 3.Nach der 4..postpartalen Woche 4.Nach der 8. postpartalen Woche

122 Frage 4 Welche Aussage trifft nicht zu? Patienten mit unoperierten Gaumenspalten können spaltbedingt folgenden Funktionsstörungen aufweisen: 1.Sprachstörungen 2.Sprechstörungen 3.Gleichgewichtsstörungen 4.Störungen der Atmung

123 Frage 5 Eine offene Rhinophonie kann durch folgende Maßnahmen therapiert werden. Welche Aussage ist nicht richtig? 1.Vorverlagerung des Oberkiefers 2.Velopharynxplastiken 3.Logopädie 4.Augmentation der Rachenhinterwand

124 Frage 6 Zu welchem Prozentsatz werden Lippenspalten in spezialisierten Pränatalzentren erkannt? 1.unter 50 % % 3.70 – 90% 4.Über 90 %

125 Frage 7 Welche Operationstechnik zum Lippenverschluss beinhaltet eine Kolumellaverlängerung bei einseitigen LKG-Spalten? 1.Le Mesurier 2.Tennison/Randall 3.Millard 4.Wellenschnitt

126 Frage 8 Welche Aussage trifft zu? 1.Eine sekundäre Osteoplastik wird im Wechselgebiss durchgeführt 2.Eine sekundäre Osteoplastik wird im bleibenden Gebiss durchgeführt 3.Eine sekundäre Osteoplastik wird nach nicht erfolgreicher primärer Osteoplastik durchgeführt 4.Eine sekundäre Osteoplastik erfolgt nach Wachstumsabschluss

127 Frage 9 Welche der genannten Spaltformen wird relativ am seltensten beobachtet? 1.Isolierte einseitige Lippenspalte 2.Hart-Weichgaumenspalte 3.Einseitige Lippen-Kiefer-Spalte 4.Bilaterale Lippen-Kiefer-Spalte

128 Frage 10 Welche Möglichkeiten gibt es, ein persistierendes Restloch am Hartgaumen zu verschließen? Welche Aussage trifft nicht zu? 1.Zungenlappen 2.Submentaler Insellappen (Submental Island Flap) 3.Mikrochirurgischer radialer Unterarmlappen 4.Facial Artery Musculo-Mucosal (FAMM) Flap

129 Frage 11 Welche Sekundäroperationen können bedenkenlos vor dem Wachstumsabschluss durchgeführt werden? 1.Korrekturen von Muskellücken (Muskelplastiken) 2.Chirurgische Kieferverlagerungen (Dysgnathieoperationen) 3.Insertion dentaler Impantate in die Kieferspalte 4.Rhinoplastiken

130 Frage 12 Welche Ausssage trifft nicht zu? 1.Bei einer bilateralen LKG-Spalte mit schwerwiegender Kolumellaverkürzung sollte eine Kolumellaverlängerung in den ersten Lebensjahren erfolgen 2.Frühe Kolumellaverlängerungen haben zum Ziel, das Wachstum der Nasenknorpel zu ermöglichen 3.Zur frühen Kolumellaverlängerung wird häufig die Transplantation eines retroaurikulären Composite-Grafts eingesetzt 4.Die Anwendung postoperativer Nasenstents ist bei kleinen Kindern problematisch

131 Frage 13 Welche Aussage trifft zu? 1.Ein möglichst früher Hartgaumenverschluss ist essentiell für die Herstellung einer ungestörten Nahrungsaufnahme 2.Der operative Hartgaumenverschluss wird so spät wie möglich durchgeführt, um das transversale Kieferwachstum nicht negativ zu beeinflussen 3.Beim operativen Hartgaumenverschluss wird die Knochenlücke mit einem Knochentransplantat geschlossen 4.Die Hartgaumenspalte wird typischerweise mit alleine durch Mukoperiostlappen verschlossen

132 Frage 14 Welche Aussage trifft zu? 1.Eine Lippenadhäsion beinhaltet eine Muskelplastik des M. orbicularis oris 2.Eine Lippenadhäsion kann die Stellung der Kieferelemente beeinflussen 3.Ist nur bei bilateralen Lippenspalten indiziert 4.Ersetzt bei inkompletten Lippenspalten den definitiven Lippenverschluss

133 Frage 15 Welche Aussage trifft nicht zu? Eine typische Spaltnasendeformität bei einseitiger LKG- Spalte ist gekennzeichnet durch: 1.Anteriore Nasenseptumdeviation zur Spaltseite 2.Tiefstand des Flügelknorpels auf der Spaltseite 3.Asymmetrie der Naseneingänge 4.Kolumellaverkürzung auf der Spaltseite

134 1. Kurs MKG compact Erfurt, – Tag

135 Samstag,

136 Mundschleimhaut- erkrankungen T. E. Reichert

137 Frage 1 Welche Schleimhauteffloreszenz gehört zu den Sekundäreffloreszenzen? 1.Makula 2.Vesikula 3.Ulkus 4.Bulla

138 Frage 2 Zu welchen lebensbedrohlichen Zuständen kann das Angioödem (Quinke-Ödem) führen? 1. Sepsis 2. Herzinfarkt 3. Akutes Leber- und Nierenversagen 4. Atemwegsverlegung

139 Frage 3 Welches Virus ist für den Herpes labialis verantwortlich? 1.Varicella zoster-Virus 2. Zytomegalie-Virus 3.Humanes Papillomvirus 4.Herpes simplex-Virus (HSV 1)

140 Frage 4 Welche Mundschleimhauterkrankung/-veränderung wird nicht durch humane Papillomviren (HPV) verursacht? 1.Verrucae vulgares 2.Condylomata acuminata 3.Aphthen 4.Orale Papillome

141 Frage 5 Welche Faktoren führen nicht zu einer Prädisposition für eine orale Mykose? 1.Abwehrschwäche bei Glukokortikoid- oder Chemotherapie 2.Allergische Prädisposition 3.Abwehrschwäche bei HIV-Infektion 4.Stoffwechselstörung bei Diabetes mellitus

142 Frage 6 Welche Erkrankung gehört nicht zu den präkanzerösen Konditionen? 1. Eisenmangel 2.Leukoplakie 3.Oraler Lichen planus 4.Xeroderma pigmentosum

143 Frage 7 Welche Eigenschaften besitzt die proliferative verrucöse Leukoplakie (PVL) nicht? 1.selten 2.aggressiv verlaufend 3.beginnt häufig als fokale Hyperkeratose mit anschließender multifokaler Ausbreitung 4.in der Regel harmlos

144 Frage 8 Welche der genannten potentiell malignen Mundschleimhauterkrankungen besitzt das höchste Entartungsrisiko? 1.Erythroplakie 2.Sclerodermie 3.Homogene Leukoplakie 4.Syphilis

145 Frage 9 Welche Eigenschaften gehören zu einer Perlèche (Cheilitis angularis)? 1.Sie tritt typischerweise einseitig auf 2.In der Regel sind junge Menschen betroffen 3.Ursächlich sind häufig Prothesenstomatitis und Vitaminmangelzustände 4.Sie breitet sich rasch auf die ganze Mundhöhle aus

146 Frage 10 Welche Eigenschaften gehören nicht zu einem Oralen Lichen Planus (OLP)? 1.Isomorpher Reizeffekt (Köbner-Phänomen) 2.Wickham-Streifen 3.Kann nicht in ein orales Plattenepithelkarzinom transformieren 4.Behandlungsbedürftig ist in der Regel der erosive/symptomatische OLP

147 Frage 11 Welches therapeutische Vorgehen ist beim symptomatischen OLP nicht sinnvoll? 1.Optimierung der Mundhygiene 2.Eliminierung irritativer Faktoren (z.B. scharfe Kanten an Prothesen) 3.Lokale Gabe von Kortikosteroiden evtl. in Kombination mit Antimykotika 4.Radiatio

148 Frage 12 Welche Ursache führt nicht zu einer atrophischen Mangelzunge? 1.Zöliakie (Sprue) 2.Katarakt 3.Lebererkrankungen 4.Eisenmagelanämie

149 Frage 13 Was gehört nicht zu den möglichen oralen Symptomen einer akuten Leukämie? 1.Gingivitis 2.Mundschleimhautulzera 3.Mundsoor 4.Morsicatio buccarum

150 Frage 14 Welches Symptom gehört nicht zum Melkersson-Rosenthal- Syndrom? 1.Heterotope Talgdrüsen (Fordyce-Flecken) 2.Lingua plicata 3.Cheilitis granulomatosa 4.Einseitige Facialisparese

151 Frage 15 Welche Aussage bezüglich der bullösen Immundermatosen ist falsch? 1.Die Mundschleimhaut ist bezüglich einer mechanischen Belastung besonders empfindlich 2.Implantate sind kontraindiziert 3.Das Tragen einer schleimhautgetragenen Prothese kann zur schmerzhaften Blasenbildung führen. 4.Die Epidermolysis bullosa kann aufgrund der Vernarbungstendenz der Mundschleimhaut zu einer deutlich reduzierten Mundöffnung führen

152 Odontogene Tumoren H. Pistner/ H. Kosmehl

153 Frage 1 Welcher Tumor tritt am häufigsten im Kieferknochen auf ? 1.Ameloblastom 2.Malignes Lymphom 3.Osteosarkom 4.verkalkender epithelialer odontogener Tumor (Pindborg) 5.odontogenes Myxom

154 Frage 2 Von welchen Läsionen oder Tumoren ist eine genetische Abweichung definiert? 1.enossales Karzinom 2.fibröse Dyplasie 3.Odontom 4.aneurysmatische Knochenzyste 5.Ameloblastom

155 Frage 3 Für welchen Tumor gibt es eine Leitlinie der Deutschen Krebsgesellschaft, die die Anwendung von chemischen devitaliserenden Lösungen zur Rezidivprophylaxe empfiehlt ? 1.odontogenes Myxom 2.ameloblastisches Fibrosarkom 3.Odontom Verbundtyp 4.keratozystischer odontogener Tumor KZOT 5.zentrales Riesenzellgranulom

156 Weichteil– und Knochenentzündungen Bisphosphonate J. Piesold

157 Frage 1 Charakterisieren Sie die odontogenen Infektionen und Abszesse! 1.Es handelt sich um eine aus der Mundhöhlenflora hervorgehende bakterielle anaerobe Entzündung 2.Es handelt sich um eine aus der Mundhöhlenflora hervorgehende bakterielle anaerobe-aerobe Mischinfektion 3.Es handelt sich um eine aus der Mundhöhlenflora hervorgehende baketerielle aerobe Entzündung 4.Es handelt sich um eine überwiegend virale Mischinfektion

158 Frage 2 Die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sind im Internet auf der homepage folgender Organisation/Gesellschaft hinterlegt: 1.DGMKG – Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie 2.ASO – Arbeitskreis für supportive Maßnahmen in der Onkologie 3.AWMF - Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften 4.DGZMK – Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde

159 Frage 3 Welches therapeutische Vorgehen hat – unter Berücksichtigung komplizierender Allgemeinerkrankungen – bei odontogenen Weichteilinfektionen und den meisten Knocheninfektionen Priorität? 1.Chirurgische Vorgehensweise mit Eröffnung und Drainage des Abszesses/Sequestrotomie und oder Kortikotomie bei Knochenmarkentzündungen 2.Grundsätzlich eine primäre hochdosierte antibiotische Therapie 3.Grundsätzlich eine kombinierte chirurgische und hochdosierte antibiotische Therapie 4.Schmerztherapie

160 Frage 4 Eine kombinierte chirurgische und primäre hochdosierte antibiotische Therapie ist grundsätzlich indiziert: 1.Bei allen odontogenen pyogenen Infektionen 2.Ausschließlich bei der Osteoradionekrose und Bisphosphonat-assoziierten Kiefernekrosen 3.Niemals, solange keine Erreger-Resistenz- Bestimmung vorliegt 4.Bei retromaxillären, pterygomandibularen/ paraphbaryngealen, sublingualen und Abszessen der Fossa canina, spezifischen Infektionen wie der Aktinomykose, allen Formen der Kieferknochen- entzündung, Osteonekrose sowie bei Ausbreitungstendenz und komplizierten Allgemeinerkrankungen

161 Frage 5 Chronische subkutane Abszesse, eine brettharte Infiltration mit multiplen Einschmelzungen, Fistelbildung und migrierende Fisteln sind in Verbindung mit vereinzelter griesartiger Körnung im Ausstrichpräparat, die mit bloßem Auge erkannt werden kann, charakteristisch für: 1.Jeden chronischen Abszess 2.Ein hochakutes Abszessgeschehen mit Ausbreitungstendenz 3.Die sekundär chronische Osteomyelitis 4.Die Aktinomykose

162 Frage 6 Der submandibuläre Abszess wird durch folgende anatomische Strukturen begrenzt: 1.Ventral und dorsal der vordere und hintere Bauch des M. digastricus, caudal das Zungenbein, medial und cranial der M. mylohyoideus, lateral die linguale Unterkieferbegrenzung und das Platysma 2.Medial der M. pterygoideus medialis, caudal die Masseterschlinge, lateral die linguale Fläche des Kieferastes, cranial der M.pterygoideus lateralis 3.Dorso-caudal den Zungenbeinkörper, lateral die vorderen Bäuche der Mm. digastrici, cranial den M. mylohyoideus und die Zungenmuskulatur, ventral das Platysma 4.Caudal die Kieferbasis, cranial den Jochbogen, dorsal den M. masseter, medial den M. buccalis, lateral das SMAS und Haut

163 Frage 7 Sowohl beim perimandibulären als auch beim submandibulären Abszess treten Schwellungszustände unterhalb des Unterkiefers sowie weitere gemeinsame Entzündungszeichen und Beschwerden auf. Welches Symptom differenziert den perimandibulären Abszess vom submandibulären Abszess? 1.Beim submandibulären Abszess treten deutlich höhere Körpertemperaturen in Verbindung mit starker Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens auf 2.Das Kardinalsymptom des submandibuläre Abszesses ist ein starker Schluckschmerz 3.Die Rötung der Haut ist beim perimandibulären Abszess stärker ausgeprägt, die Kieferbasis gut palpabel 4.Die Unterkieferbasis kann beim perimandibulären Abszess nicht palpiert werden

164 Frage 8 Pterygomandibuläre und parapharyngeale Abzesse können aufgrund folgender Umständen lebensbedrohliche Situationen bedingen: 1.Thrombose der A. carotis interna 2.Infektionsausbreitung aufsteigend ausschließlich über die Flügel- Gaumengrube in die Orbita kann eine Sinus-cavernosus- Thrombose bedingen 3.Die Infektion kann sich in die mittlere Schädelgrube aufsteigend und/oder entlang der Gefäß-Nervenscheide in Richtung Mediastinum absteigend ausbreiten und so zu intracraniellen Komplikationen bzw. einer Mediastinitis führen 4.Die Gefahr einer Infektionsausbreitung ist bei korrekter Antibiotikagabe und Schmerzmedikation weitgehend ausgeschlossen

165 Frage 9 Die akute Kieferosteomyelitis zeichnet sich durch einen stürmischen Verlauf, rasende Schmerzen bei starker Beeinträchtigung des Allgemeinzustandes aus. Folgende lokalen Symptome vervollständigen das Krankheitsbild: 1.Vincent-Symptom, Schwellungszustände, eitriges Sekret über den Nasengang 2.Multiple Abszesse, gelockerte Zähne, Hyp- und Anästhesien 3.Fistelbildung und Abstoßung von Sequestern 4.Massive Auftreibung des befallenen Kieferabschnittes mit purulentem Exsudat und kariösen Zähnen

166 Frage 10 Die akute Osteomyelitis stellt sich im Röntgenbild wie folgt dar: 1.Es zeigt sich eine wolkenförmige Aufhellung des befallenen Kieferabschnittes mit zentralen, kalkdichten Verschattungsbereichen (Totenladen-Phänomen) 2.Initial keine Auffälligkeiten in der Knochendarstellung. Erst nach ca. 3 Wochen lassen sich wolkenförmig- transluzente Bereiche erkennen 3.Es imponiert eine Volumenzunahme des befallenen Kieferabschnitts mit unregelmäßigen Transluzenzen 4.Die aktue Osteomyelitis zeigt – abgesehen von periapikalen Aufhellungszonen - keine Veränderung im Röntgenbild

167 Frage 11 Die infizierte Osteoradionekrose des Kiefers ist die Folge einer Exposition des Kiefers mit tumorrelevanter Strahlendosis. Diese führt zu folgender Veränderung: 1.Verlust des Abwehrvermögens gegenüber oralen Keimen aufgrund einer Devaskularisation des Knochens 2.Strahleninduzierte Läsionen der Mundschleimhaut begünstigen eine Kontamination des Kieferknochens mit Infektionsausbreitung 3.Strahleninduzierte Mutation mit Steigerung der Virulenz oraler Keime bedingt die Infektionsgefahr und -ausbreitung 4.Die Strahlenkaries führt zur Zerstörung und Devitalisierung multipler Zähne mit nachfolgender intraossärer Infektionsausbreitung

168 Frage 12 Bisphosphonate sind Medikamente, die u.a. durch Hemmung der Osteoklastenaktivität bei der Behandlung von Knochenmetastasen und der Osteoporose angewendet werden. Eine wesentliche unerwünschte Nebenwirkung sind therapieresistente, chemische Knochennekrosen, die sich schnell infizieren und vorzugsweise im Kieferbereich auftreten. Folgende Aussage beschreibt die Krankheitsentstehung am treffendsten: 1.Chemisch induzierte Kochennekrosen werden ausschließlich in Verbindung mit einer Bisphosphonatmedikation beobachtet. 2.Eine einmalige orale Gabe von Bisphosphonaten ist ausreichend, um das Krankheitsbild zu induzieren 3.Bisphosphonate wie vorzugsweise Pamidronate und Zoledronate, aber auch Angiongenesehemmer wie der Thyrosinkinaseinhibitor Sunitinib oder monoklonale Antikörper werden mit der chemischen Kiefernekrose assoziiert 4.Die intravenöse Langzeitapplikation von Edidronsäure-Präparaten und Chlodronaten weist die höchste Inzidenz bei Entstehung der Kiefernekrose auf

169 Frage 13 Die Therapie der Bisphosphonat-assoziiierten Kiefernekrose hat die größten Erfolgsaussichten bei folgendem Vorgehen: 1.Breitspektrum-Antibiotikatherapie in Verbindung mit Lokalbehandlung und hyperbarer Sauerstofftherapie 2.Radikalchirurgische Entfernung der nekrotischen Kieferabschnitte unter Berücksichtigung des Allgemeinzustandes 3.Möglichst vollständige, schonende Entfernung sämtlicher nekrotischer Knochenanteile sowie mitbeteiligter Zähne mit anschließendem lokalplastischen Wundverschluss in Verbindung mit i.v. Breitspektrum-Antibiotikatherapie und lokaler Wundpflege, Vermeidung oraler Nahrungspassage 4.Zustandsadaptierte Nekrotomie und Zahnextraktion mit Wundverschluss und lokal-okklusiver Salbenbehandlung

170 Frage 14 Welche Rolle spielen prophylaktische Maßnahmen, wie chirurgische, konservierende und prothetische Zahnsanierung vor Beginn einer tumorrelevanten Strahlentherapie im Kopf-Halsbereich oder Bisphosphonattherapie für die Risikominimierung einer Kiefernekrose? 1.Sie spielen keine oder nur eine untergeordnete Rolle. Die Entstehung des Krankheitsbildes ist schicksalhaft 2.Die Häufigkeit der Krankheitsentstehung kann um etwa die Hälfte gesenkt werden 3.Die Häufigkeit der Krankheitsentstehung kann auf etwa ein Fünftel reduziert werden 4.Rechtzeitige prophylaktische Maßnahmen helfen, das Krankheitsbild vollständig zu vermeiden

171 Frage 15 Beeinflussen dentale Implantate die Entstehung einer bisphosphonat-assoziierten Kiefernekrose? 1.Vor Beginn einer Bisphosphonattherapie eingebrachte Implantate stellen einen Locus minoris resistenciae dar und bedürfen einer engmaschigen Kontrolle. Dentale Implantationen unter laufender Bisphosphonattherapie bedürfen einer strengen Indikationsstellung, wobei prothetische Alternativen den Vorrang haben. Bei infizierter Osteonekrose sind Implantationen kontraindiziert. 2.Die Erfolgsaussichten dentaler Implantate werden nicht durch eine Bisphosphonat-Therapie beeinflusst. Bei einer infizierten Kiefernekrose sind sie jedoch kontraindiziert. 3.Gegen eine implantatgetragenen, prothetischen Zahnersatz estehen keine Einwände 4.Im Falle einer Bisphosphonattherapie sind dentale Implantate kontraindiziert. Vorbestehende Dentalimplantate sollten unbedingt rechtzeitig entfernt werden.

172 Dentoalveoläre Chirurgie und Parodontalchirurgie D. Nolte

173 Frage 1 Bei der Entfernung von Weisheitszähnen im Unterkiefer muss der Patient über die folgenden möglichen unerwünschten Nebenwirkungen aufgeklärt worden sein: 1.Möglichkeit der Nervschädigung mit Hypästhesie/Anästhesie der Unterlippe 2.Fraktur des Unterkiefers im Kieferwinkelbereich 3.Schmerzen und Schwellung für drei bis vier Tage 4.Alle Aussagen sind richtig.

174 Frage 2 Welche Aussage bei der Entfernung von Weisheitszähnen im Oberkiefer ist richtig? 1.Bei der Eröffnung der Kieferhöhle muss grundsätzlich eine antibiotische Therapie erfolgen. 2.Bei der Luxation eines 3. Molaren in die Kieferhöhle muss dieser in der Regel über eine transantrale Kieferhöhlenfensterung geborgen werden. 3.Retinierte obere 3. Molaren können in der Regel belassen werden, insbesondere wenn sie den krestalen Tuberknochen bereits durchbrochen haben. 4.Bei der Eröffnung der Kieferhöhle muss grundsätzlich eine plastische Deckung erfolgen.

175 Frage 3 Welche Aussage bei der Wurzelspitzenresektion eines unteren Molaren ist falsch? 1.Die Prognose eines unteren ersten Molaren ist in der Regel besser als bei einem unteren zweiten Molaren und liegt im Durchschnitt bei über 90% Fünfjahres- Erfolgsraten. 2.Über die Möglichkeit einer Verletzung des N. alveolaris inferior muss in jedem Fall aufgeklärt worden sein. 3.Bei der WSR kann in besonderen Fällen auf die retrograde Wurzelfüllung (retrograde WK/WF) verzichtet werden. 4.Bevorzugte Wurzelfüllmaterialien bei der retrograden WK/WF sind Super-EBA und MTA.

176 Frage 4 Welche der folgenden Knochen aufbauenden Maßnahmen hat die geringste Erfolgsaussicht? 1.Offener Sinuslift 2.Horizontal gestielte Splittechnik im seitlichen Oberkiefer 3.Vertikal gestielte Splittechnik im seitlichen Unterkiefer 4.Auflagerungsosteoplastik im seitlichen Unterkiefer

177 Frage 5 Welche Aussage zum Sinuslift ist falsch? 1.Der offene Sinuslift hat eine mittlere Erfolgsrate von > 85%. 2.Die Restknochenhöhe beim geschlossenen Sinuslift sollte bei 4 bis 6 mm liegen. 3.Die Morbidität der Patienten ist beim geschlossenen gegenüber dem offenen Sinusliftverfahren höher. 4.Der offene Sinuslift erlaubt aufgrund seines Zugangs eine zusätzliche laterale Augmentation des Alveolarfortsatzes.

178 Frage 6 Welche Aussagen zu Knochenersatzmaterialien (KEMs) beim Sinusliftverfahren sind richtig? 1.Eigenknochen sollte in jedem Fall alloplastischen KEMs vorgezogen werden. 2.Eigenknochen ist bei wiederholt fehlgeschlagenen Sinusliftverfahren in jedem Fall der Vorzug zu geben. 3.Eigenknochen + KEM hat bessere Erfolgsraten als KEM allein. 4.Alle Aussagen sind richtig.

179 Frage 7 Welche Aussagen zur autogenen Zahntransplantation (autoTX) sind falsch? 1.Die autoTX hat aufgrund der Möglichkeiten der enossalen Implantation keine Daseinsberechtigung in der modernen Oralchirurgie/MKG-Chirurgie. 2.Die mittleren 10-Jahres-Überlebensraten von autogenen Transplantaten liegen bei >84%. 3.Die autoTX von Zähnen mit abgeschlossenem Wurzelwachstum kann bei mittleren 10-Jahres-Überlebensraten von ca. 80% ruhigen Gewissens empfohlen werden. 4.Die autoTX hat ein osteoinduktives Potential auf das Alveolarfortsatzwachstum.

180 Frage 8 Welche Aussagen zum Frontzahntrauma (FZT) sind richtig? 1.Die Milch-Eckzahntransplantation kann bei Patienten mit FZT im Alter von 6 bis 8 Jahren als temporärer Zahnersatz für die mittleren oberen Schneidezähne mit gutem Erfolg durchgeführt werden. 2.Die Prämolaren-Transplantation kann bei Patienten mit FZT im Alter von 12 bis 14 Jahren als Zahnersatz für die seitlichen und mittleren oberen Schneidezähne mit Erfolgsraten von bis zu 100% durchgeführt werden. 3.Das FZT tritt bei Patienten im Alter von 6 bis 14 Jahren mit einer Prävalenz von bis zu 30% auf. 4.Alle Aussagen sind richtig.

181 Frage 9 Welche Aussage zur Implantologie ist falsch? 1.Enossale Implantate haben ein osteoinduktives Potential auf das Alveolarfortsatzwachstum. 2.Die mittleren 10-Jahres-Überlebensraten von enossalen Implantaten liegen bei > 95%. 3.Schmalkieferimplantate haben Durchmesser von < 3mm. 4.Kurzimplantate sollten Implantatlängen von 5 mm nicht unterschreiten.

182 Frage 10 Welche Maßnahmen ergreifen Sie bei einem vertikalen Knocheneinbruch von 6 mm Taschentiefe an einem eigens inserierten enossalen Implantat? 1.Parodontalhygienische Maßnahmen (Kürettage und Spülung) und enges Recall des Patienten, bei fehlendem Ansprechen auf PA- Therapie: Sondentest und mikrobiologische Keimbestimmung 2.Ggf. unterstützende lasertherapeutische Taschendekontamination (Diodenlaser, CO 2 -Laser, Nd-YAG- Laser) 3.Bei Progredienz: Entfernung des Implantates 4.Alle Aussagen richtig.

183 Frage 11 Ein 60jähriger gesunder Patient stellt sich mit einer deutlichen Schwellung im Vestibulum regio 16 vor. Aufgrund der Anamnese und der klinischen Inspektion ist von einem Abszess auszugehen. Eine Beteiligung des Zahnes 16 ist zu vermuten, jedoch nicht abschließend beurteilbar. 1.Sofortige Extraktion des Zahnes 16 ohne weitere Diagnostik 2.Marginale Schnittführung mit Abszess-Spaltung 3.Nur endodontische Behandlung 4.Abszess-Spaltung am punctum maximum

184 Frage 12 Ein 50-jähriger Patient in deutlich reduziertem Allgemein- und Ernährungszustand mit anamnestisch bekannter Leberzirrhose sollte operativ versorgt werden. Im Unterkiefer ist eine Totalprothese anzufertigen. Die schwierig retinierten Weisheitszähne sind nach ventral gekippt und mit dem distobukkalen Höcker unmittelbar unter der Schleimhaut liegend. Sowohl rechts als auch links ist rezidivierend ein kleiner Fistelkanal erkennbar. Welche Voruntersuchung sollte vor OP dringend durchgeführt werden? 1.Virologische Testung auf Hepatitis B/C 2.Gerinnungsparameter, INR 3.DVT, um ggf. eine Ankylose erkennen zu können. 4.Klinisch/labortechnisch keine weitere Untersuchung notwendig

185 Frage 13 Eine 20-jährige Studentin besucht ihre Praxis aufgrund einer diffusen Schmerzsymptomatik linksseitig als auch geringfügig rechts. Bei der klinischen Untersuchung gibt die Patientin den Kieferwinkel bzw. die Region um den Weisheitszahn an. Im durchgeführten OPG zeigt sich ein knöchern vollkommen bedeckter, schwierig retinierter Weisheitszahn 38 mit Nervkommunikation, zusätzlich ist ein umfangreicher Knochenanbau im Kieferwinkelbereich beidseits erkennbar. 1.Eine sofortige operative Entfernung des Zahnes 38 ist aufgrund der Schmerzsymptomatik indiziert. 2.Dreidimensionale Darstellung, ob eine unmittelbare Lage zum Nerven zur Schmerzsymptomatik führen kann. 3.Einleitung einer Schienentherapie, ggf. Physiotherapie 4.Bissflügelaufnahme/Zahnfilm zur Detektion einer kariösen Läsion am Zahn 38

186 Frage 14 Nach Implantation regio 46 kommt es bei einem 30-jährigen Patienten zu einer Anästhesie im Bereich des N. mentalis rechtsseitig. Die Anästhesie wird vom Patienten wie eine weiter bestehende Leitungsanästhesie des Unterkiefers rechtsseitig beschrieben. Das durchgeführte Kontrollröntgenbild zeigt einen unmittelbaren Kontakt des Implantates mit dem Kanaldach. Welche Vorgehensweise ist sinnvoll? 1.Sofortige neurologische Untersuchung 2.Abwarten über weitere sechs Tage, da sich die meisten Nervläsionen wieder erholen. 3.DVT, ob wirklich eine Nervläsion stattgefunden hat. 4.Sofortige Explantation und ggf. Insertion eines kürzeren Implantates

187 Frage 15 Bei der operativen Entfernung eines unteren Weisheitszahnes gibt die Patientin eine halbseitige Anästhesie der Zunge an. Aufgrund der Präparation und der weit lingualen Verlagerung des Zahns wurde ein Raspatorium zum Schutz des N. lingualis eingeführt. Es kam intraoperativ nur zu einer geringfügig verstärkten Blutung. Folgende Vorgehensweise ist indiziert: 1.Sofortige Exploration des Gebietes am ersten postoperativen Tag mit ggf. Rekonstruktion des Nerven 2.Lösung der plastischen Deckung, da ggf. der Faden den Nerv stranguliert hat. 3.Weiterleitung des Patienten in die Neurologie zur Verifizierung des Schadens durch sensibel evozierte Potentiale (SEPs). 4.Abwarten, da intraoperativ ohne verstärkte Blutung kein N. lingualis Schaden stattfinden kann.


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