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Einführung in die Kulturwissenschaften / Cultural Studies VO 1 Kulturtheorien.

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1 Einführung in die Kulturwissenschaften / Cultural Studies VO 1 Kulturtheorien

2 Fünf Kulturbegriffe 1. normativer Kulturbegriff des Bürgertums 1. normativer Kulturbegriff des Bürgertums ( im Kontext von Aufklärung, bürgerlicher Revolution u. ( im Kontext von Aufklärung, bürgerlicher Revolution u. Industrialisierung im 19. u. frühen 20. Jh.) Industrialisierung im 19. u. frühen 20. Jh.) 2. totalisierender (romantischer) Kulturbegriff 2. totalisierender (romantischer) Kulturbegriff (Kultur = Zivilisation = Volk = Kulturkreis) (Kultur = Zivilisation = Volk = Kulturkreis) 3. anthropologisierender Kulturbegriff 3. anthropologisierender Kulturbegriff (Arnold Gehlen, Helmut Plessner u. a.) (Arnold Gehlen, Helmut Plessner u. a.) 4. sektoraler Kulturbegriff (Kultur = Kunst, Bildung, 4. sektoraler Kulturbegriff (Kultur = Kunst, Bildung, Wissenschaft) Wissenschaft) 5. Kultur als symbolische Organisation der Wirklichkeit 5. Kultur als symbolische Organisation der Wirklichkeit (aktueller Kulturbegriff der rezenten Kulturwissenschaften) (aktueller Kulturbegriff der rezenten Kulturwissenschaften)

3 bürgerliche (Lebens-)Kultur Im Salon…

4 Johann Christoph Adelung ( ) Kultur sei…. Kultur sei…. die Veredelung oder Verfeinerung der gesamten Geistes- und Leibeskräfte (…) eines Volkes, so dass dieses Wort sowohl die Aufklärung, die Veredelung des Verstandes durch Befreiung von Vorurteilen, als auch die Politur, die Veredlung und Verfeinerung der Sitten, unter sich begreift. die Veredelung oder Verfeinerung der gesamten Geistes- und Leibeskräfte (…) eines Volkes, so dass dieses Wort sowohl die Aufklärung, die Veredelung des Verstandes durch Befreiung von Vorurteilen, als auch die Politur, die Veredlung und Verfeinerung der Sitten, unter sich begreift. Adelung 1793 Adelung 1793

5 Johann Gottfried Herder ( ) Auch eine Philosophie der Geschichte zur Bildung der Menschheit Auch eine Philosophie der Geschichte zur Bildung der Menschheit (1774) (1774) Frankfurt am Main 1967 (Suhrkamp) Frankfurt am Main 1967 (Suhrkamp)

6 Edward B. Tylor ( ) Primitive Culture (1871) / Die Anfänge der Cultur : Untersuchungen über die Entwicklung der Mythologie, Philosophie, Religion, Kunst und Sitte Primitive Culture (1871) / Die Anfänge der Cultur : Untersuchungen über die Entwicklung der Mythologie, Philosophie, Religion, Kunst und Sitte Reprint, Hildesheim, Georg Olms 2005 Reprint, Hildesheim, Georg Olms 2005

7 Edward B. Tylor Primitive Culture Culture or civilization, taken in its wide ethnographic sense, is that complex whole which includes knowledge, belief, art, morals, law, custom, and any other capabilities and habits acquired by man as a member of society. Culture or civilization, taken in its wide ethnographic sense, is that complex whole which includes knowledge, belief, art, morals, law, custom, and any other capabilities and habits acquired by man as a member of society. Primitive Culture (1871) / Die Anfänge der Cultur : Untersuchungen über die Entwicklung der Mythologie, Philosophie, Religion, Kunst und Sitte (Reprint, Hildesheim, Georg Olms 2005)

8 Arnold Gehlen ( ) Der Mensch. Seine Natur und seine Stellung in der Welt, (1940) Erneut in: Arnold-Gehlen-GA Bd. 3,. Frankfurt a.M Der Mensch. Seine Natur und seine Stellung in der Welt, (1940) Erneut in: Arnold-Gehlen-GA Bd. 3,. Frankfurt a.M Arnold Gehlen: Die Seele im technischen Zeitalter. Sozialpsychologische Probleme in der industriellen Gesellschaft (1957 / 1972) Erneut in: Arnold-Gehlen- GA Bd. 6, Frankfurt a.M Arnold Gehlen: Die Seele im technischen Zeitalter. Sozialpsychologische Probleme in der industriellen Gesellschaft (1957 / 1972) Erneut in: Arnold-Gehlen- GA Bd. 6, Frankfurt a.M

9 Sektoraler Kulturbegriff: Parsons (Hoch-)Kultur Wirtschaft kleine soziale kleine soziale Systeme Systeme (Familie, (Familie, Politik Betrieb etc.)

10 Kultur als symbolische Organisation von Wirklichkeiten Das rezente kulturwissenschaftliche Forschungsprogramm zielt darauf ab, jene symbolischen Ordnungen, kulturellen Codes und Sinnhorizonte zu explizieren, die das Handeln von Individuen, Gruppen und Massen leiten und orientieren. Das rezente kulturwissenschaftliche Forschungsprogramm zielt darauf ab, jene symbolischen Ordnungen, kulturellen Codes und Sinnhorizonte zu explizieren, die das Handeln von Individuen, Gruppen und Massen leiten und orientieren.

11 Ernst Cassirer ( ) Philosophie der symbolischen Formen, Berlin 1923–1929. Philosophie der symbolischen Formen, Berlin 1923– Band: Die Sprache 1923; 1. Band: Die Sprache 1923; 2. Band: Das mythische Denken 1925; 2. Band: Das mythische Denken 1925; 3. Band: Phänomenologie der Erkenntnis Band: Phänomenologie der Erkenntnis 1929.

12 Ernst Cassirer animal symbolicum. animal symbolicum. Zu den symbolischen Formen, derer sich Menschen bedienen, zählt Cassirer den Mythos, die Sprache, die Kunst, die Erkenntnis. Zu den symbolischen Formen, derer sich Menschen bedienen, zählt Cassirer den Mythos, die Sprache, die Kunst, die Erkenntnis. Kultur ist die Art und Weise, wie der Mensch durch Symbole Sinn erzeugt. Kultur ist die Art und Weise, wie der Mensch durch Symbole Sinn erzeugt. KulturSinn KulturSinn

13 Cassirer: drei Funktionen symbolischer Formen Ausdruck: mimetische Funktion, dynamisch-lebendiger Gesichtsausdruck (das freundliche Lächeln nimmt Angst) Ausdruck: mimetische Funktion, dynamisch-lebendiger Gesichtsausdruck (das freundliche Lächeln nimmt Angst) Darstellung: analogische Funktion, grundlegende Strukturbildung (sprachliche Bezeichnung von Sachverhalten beziehen sich pragmatisch auf die Welt und gliedern diese sinnhaft) Darstellung: analogische Funktion, grundlegende Strukturbildung (sprachliche Bezeichnung von Sachverhalten beziehen sich pragmatisch auf die Welt und gliedern diese sinnhaft) Bedeutung: rein symbolisch und völlig abgelöst von den beiden anderen Funktionen (abstrakte, relationale Theorien auf logisch-mathematischer Basis). Bedeutung: rein symbolisch und völlig abgelöst von den beiden anderen Funktionen (abstrakte, relationale Theorien auf logisch-mathematischer Basis).

14 John Fiske (* 1939) : Reading the Popular 1989: Reading the Popular 1989 Understanding Popular Culture, London u. New York (Routledge) 1989 Understanding Popular Culture, London u. New York (Routledge) 1993: Power Plays, Power Works 1993: Power Plays, Power Works 1994: Media Matters 1994: Media Matters 1996: Popkultur, Verstehen 1996: Popkultur, Verstehen 2000: Lesarten des Populären Wien 2000 (turia+kant) 2000: Lesarten des Populären Wien 2000 (turia+kant) 2001: Rainer Winter u. Lothar Mikos (Hg.), Die Fabrikation des Populären. Der John Fiske-Reader, Bielefeld [transkript] 2001: Rainer Winter u. Lothar Mikos (Hg.), Die Fabrikation des Populären. Der John Fiske-Reader, Bielefeld [transkript]

15 Cultural turn Phänomenologie und Hermeneutik (Husserl und Schütz) Phänomenologie und Hermeneutik (Husserl und Schütz) (französischer) Strukturalismus und Post- Strukturalismus (Levi-Strauss u. a.) (französischer) Strukturalismus und Post- Strukturalismus (Levi-Strauss u. a.) Semiotik und (nordamerikanischer) Pragmatismus (Peirce) Semiotik und (nordamerikanischer) Pragmatismus (Peirce) Sprachspiel-Philosophie des späten Ludwig Wittgenstein Sprachspiel-Philosophie des späten Ludwig Wittgenstein (Post-)strukturalistische Psychoanalyse (Lacan) (Post-)strukturalistische Psychoanalyse (Lacan) Sozialkonstruktivismus (Bourdieu, Giddens) Sozialkonstruktivismus (Bourdieu, Giddens) Symbolischer Interaktionismus ( Blumer u. a.) Symbolischer Interaktionismus ( Blumer u. a.)

16 Einführung in die Kulturwissenschaften / Cultural Studies VO 2 Cultural Turn (I)

17 cultural turn: vier kulturtheoretische Diskurse 1. Phänomenologie und Hermeneutik (Husserl, Schütz) 2. (französischer) Strukturalismus (Levi-Strauss), Semiotik und (nordamerikanischer) Pragmatismus (Peirce) 3. die Sprachspiel-Philosophie des späten Ludwig Wittgenstein 4. Sozialkonstruktivismus und Symbolischer Interaktionismus

18 Edmund Husserl ( ) Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie: Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie: Eine Einleitung in die phänomenologische Philosophie (1936) Eine Einleitung in die phänomenologische Philosophie (1936)

19 1. Phänomenologie und Hermeneutik Martin Heidegger (Sein und Zeit, 1927) Martin Heidegger (Sein und Zeit, 1927) Hans-Georg Gadamer (Wahrheit und Methode 1960, 4. Aufl., Tübingen 1972 Hans-Georg Gadamer (Wahrheit und Methode 1960, 4. Aufl., Tübingen 1972 Paul Ricœur, Zeit und Erzählung. Band 1: Zeit und historische Erzählung, München 1988 Paul Ricœur, Zeit und Erzählung. Band 1: Zeit und historische Erzählung, München 1988 Alfred Schütz, Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt 1932, Frankfurt a. M (suhrkamp tw 92) Alfred Schütz, Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt 1932, Frankfurt a. M (suhrkamp tw 92)

20 Alfred Schütz( ) Geboren 1899 in Wien Geboren 1899 in Wien 1932 erscheint bei Springer in Wien Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt. Eine Einleitung in die verstehende Soziologie erscheint bei Springer in Wien Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt. Eine Einleitung in die verstehende Soziologie Emigration über Frankreich in die USA 1938 Emigration über Frankreich in die USA Ab 1941 Lehre an der New School of Social Research Ab 1941 Lehre an der New School of Social Research in NY, 1952 full Professor in NY, 1952 full Professor 1959 stirbt Schütz in NY City 1959 stirbt Schütz in NY City

21 Alfred Schütz (wichtigste Werke ) Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt. Eine Einleitung in die verstehende Soziologie. Wien 1932 Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt. Eine Einleitung in die verstehende Soziologie. Wien 1932 (mit Thomas Luckmann): Strukturen der Lebenswelt, Neuwied-Darmstadt: Luchterhand 1975 (mit Thomas Luckmann): Strukturen der Lebenswelt, Neuwied-Darmstadt: Luchterhand 1975Thomas LuckmannStrukturen der LebensweltThomas LuckmannStrukturen der Lebenswelt Gesammelte Aufsätze. Den Haag: 1971–1972, 3 Bde. Gesammelte Aufsätze. Den Haag: 1971–1972, 3 Bde. Band 1: Das Problem der sozialen Wirklichkeit. 1971, Band 1: Das Problem der sozialen Wirklichkeit. 1971, Band 2: Studien zur soziologischen Theorie Band 2: Studien zur soziologischen Theorie Band 3: Studien zur phänomenologischen Philosophie Band 3: Studien zur phänomenologischen Philosophie Das Problem der Relevanz. Mit einer Einleitung von Thomas Luckmann. Frankfurt am Main Das Problem der Relevanz. Mit einer Einleitung von Thomas Luckmann. Frankfurt am Main 1971.Thomas LuckmannThomas Luckmann

22 Alfred Schütz: 5 Sinnschichten erste Sinnschicht: Sinn ist unabhängig von einem konkreten Anderen, er wird Dingen der Umwelt zugeschrieben (z. B. eine Tür öffnet sich). erste Sinnschicht: Sinn ist unabhängig von einem konkreten Anderen, er wird Dingen der Umwelt zugeschrieben (z. B. eine Tür öffnet sich). zweite Sinnschicht: Sinn richtet sich auf die Existenz eines Anderen (z. B. weil jemand klopft, öffne ich die Tür). zweite Sinnschicht: Sinn richtet sich auf die Existenz eines Anderen (z. B. weil jemand klopft, öffne ich die Tür). dritte Sinnschicht: das Verhalten des Anderen wird antizipiert (ich öffne dem Anderen die Tür und grüße ihn). dritte Sinnschicht: das Verhalten des Anderen wird antizipiert (ich öffne dem Anderen die Tür und grüße ihn). vierte Sinnschicht: es kommt zu wechselseitiger Verhaltensorientierung, (ich überlege, ob ich ihn empfangen soll oder nicht). vierte Sinnschicht: es kommt zu wechselseitiger Verhaltensorientierung, (ich überlege, ob ich ihn empfangen soll oder nicht). fünfte Sinnschicht: die Sinndeutung durch Andere (beispielsweise durch Soziologen) fünfte Sinnschicht: die Sinndeutung durch Andere (beispielsweise durch Soziologen)

23 Alfred Schütz: Lebenswelt Lebenswelt meint die intersubjektiv sinnhafte Welt, an der Menschen durch ihre alltäglichen Handlungen, durch ihre natürliche (d. h. vorwissenschaftliche) Erfahrung teilhaben. Lebenswelt meint die intersubjektiv sinnhafte Welt, an der Menschen durch ihre alltäglichen Handlungen, durch ihre natürliche (d. h. vorwissenschaftliche) Erfahrung teilhaben. Lebenswelt Alfred Schütz, Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt, (1932) Frankfurt a. M Suhrkamp tw 92 Alfred Schütz, Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt, (1932) Frankfurt a. M Suhrkamp tw 92

24 Max Scheler

25 Alfred Schütz und Thomas Luckmann Strukturen der Lebenswelt. Jetzt: Konstanz 2003 (UTB 2412)

26 Alfred Schütz On multiple realities (1945): Verschiedene Sinnprovinzen: Alltagswelt, die Welt des Traumes, des Spiels, der Wissenschaft, der Religion, der Kunst, usw.

27 Alfred Schütz Beobachtungsfeld soziale Wirklichkeit Das Beobachtungsfeld des Sozialwissenschaftlers, also die soziale Wirklichkeit, hat (…) eine besondere Bedeutung und Relevanzstruktur für die in ihr lebenden, handelnden und denkenden menschlichen Wesen. Sie haben diese Welt, in der sie die Wirklichkeit ihres täglichen Lebens erfahren, in einer Folge von Konstruktionen des Alltagsverstandes bereits vorher ausgesucht und interpretiert Das Beobachtungsfeld des Sozialwissenschaftlers, also die soziale Wirklichkeit, hat (…) eine besondere Bedeutung und Relevanzstruktur für die in ihr lebenden, handelnden und denkenden menschlichen Wesen. Sie haben diese Welt, in der sie die Wirklichkeit ihres täglichen Lebens erfahren, in einer Folge von Konstruktionen des Alltagsverstandes bereits vorher ausgesucht und interpretiertsoziale Wirklichkeitsoziale Wirklichkeit Alfred Schütz, Gesammelte Aufsätze I: S. 68. Alfred Schütz, Gesammelte Aufsätze I: S. 68.

28 Alfred Schütz: Konstruktionen zweiten Grades Daher sind die Konstruktionen der Sozialwissenschaften sozusagen Konstruktionen zweiten Grades, das heißt Konstruktionen von Konstruktionen jener Handelnden im Sozialfeld, deren Verhalten der Sozialwissenschaftler beobachten und erklären muß (...) Daher sind die Konstruktionen der Sozialwissenschaften sozusagen Konstruktionen zweiten Grades, das heißt Konstruktionen von Konstruktionen jener Handelnden im Sozialfeld, deren Verhalten der Sozialwissenschaftler beobachten und erklären muß (...) Alfred Schütz, Gesammelte Aufsätze I: S. 68. Alfred Schütz, Gesammelte Aufsätze I: S. 68.

29 Linguistik: Ferdinand de Saussure ( )

30 Cours de linguistique générale (1916) Die Sprache ist ein System der Zeichen, die Ideen ausdrücken (…) vergleichbar den symbolischen Riten, den Formen der Höflichkeit, den militärischen Zeichen, etc. etc. Sie (die Sprache) ist bloß das wichtigste von all diesen Systemen. Man kann daher eine Wissenschaft erdenken, die das Leben der Zeichen studiert im Innersten des sozialen Lebens; (..) wir nennen diese Wissenschaft Semiologie nach dem griechischen semeion, Zeichen. (Meine Übersetzung) Die Sprache ist ein System der Zeichen, die Ideen ausdrücken (…) vergleichbar den symbolischen Riten, den Formen der Höflichkeit, den militärischen Zeichen, etc. etc. Sie (die Sprache) ist bloß das wichtigste von all diesen Systemen. Man kann daher eine Wissenschaft erdenken, die das Leben der Zeichen studiert im Innersten des sozialen Lebens; (..) wir nennen diese Wissenschaft Semiologie nach dem griechischen semeion, Zeichen. (Meine Übersetzung) CLG, Paris 1916/dt. 1931, 2. Auflage 1967 CLG, Paris 1916/dt. 1931, 2. Auflage 1967

31 Strukturalistische Anthropologie: Claude Lévi-Strauss (geb. 1908) Die elementaren Strukturen der Verwandtschaft (dt. 1981, Die elementaren Strukturen der Verwandtschaft (dt. 1981, Traurige Tropen, Suhrkamp (dt.1978, Strukturale Anthropologie I (dt. 1967, Das Ende des Totemismus, Suhrkamp (dt. 1965,) Traurige Tropen, Suhrkamp (dt.1978, Strukturale Anthropologie I (dt. 1967, Das Ende des Totemismus, Suhrkamp (dt. 1965,) Das wilde Denken, Suhrkamp (dt. 1968,) Das wilde Denken, Suhrkamp (dt. 1968,) Mythologica I. Das Rohe und das Gekochte (dt.1971,) Mythologica I. Das Rohe und das Gekochte (dt.1971,) Mythologica II. Vom Honig zur Asche (dt. 1972,) Mythologica II. Vom Honig zur Asche (dt. 1972,) Mythologica III. Vom Ursprung der Tischsitten (dt. 1973, Mythologica III. Vom Ursprung der Tischsitten (dt. 1973, Mythologica IV. Der nackte Mensch (dt. 1975,) Mythologica IV. Der nackte Mensch (dt. 1975,) Strukturale Anthropologie II (dt.1975,) Strukturale Anthropologie II (dt.1975,)

32 Einführung in die Kulturwissenschaften / Cultural Studies VO 3 SemiotikDiskurstheorie Psychoanalyse (Lacan) Sozialer Konstruktivismus und Symbolischer Interaktionismus

33 Pragmatismus: Charles Sanders Peirce ( ) Charles Sanders Peirce, Schriften I, Frankfurt am Main 1967, Suhrkamp Verlag Charles Sanders Peirce, Schriften I, Frankfurt am Main 1967, Suhrkamp Verlag Zur Einführung Ludwig Nagl, Charles Sanders Peirce Zur Einführung Ludwig Nagl, Charles Sanders Peirce (Reihe Campus. Einführungen, Frankfurt a. m. U. New York 1992). (Reihe Campus. Einführungen, Frankfurt a. m. U. New York 1992).

34 Peirce: Semiosis is an action, an influence, which is, or involves, a cooperation of three subjects, such as is an action, an influence, which is, or involves, a cooperation of three subjects, such as a sign, a sign, its object, and its its object, and its interpretant, interpretant, this thri-relative influence not being in any way resolvable into actions between pairs. this thri-relative influence not being in any way resolvable into actions between pairs.

35 Peirce: die Struktur des sign

36 Der Prozess der Semiosis (Peirce) : Objekt / object Bedeutung / interpretan t Zeichen / sign

37 Charles Sanders Peirce: Tatsächlich erziehen sich daher Menschen und Wörter wechselweise, jedes Anwachsen der Information eines Menschen impliziert und wird impliziert von einem entsprechenden Anwachsen der Information eines Wortes. Tatsächlich erziehen sich daher Menschen und Wörter wechselweise, jedes Anwachsen der Information eines Menschen impliziert und wird impliziert von einem entsprechenden Anwachsen der Information eines Wortes. (zit. n. Ludwig Nagl, Charles Sanders Peirce. Reihe Campus: Band 1053, S. 23) (zit. n. Ludwig Nagl, Charles Sanders Peirce. Reihe Campus: Band 1053, S. 23)

38 Semiotik: Umberto Eco (geb. 1932) Semiotik untersucht alle kulturellen Vorgänge als Kommunikations- prozesse Semiotik untersucht alle kulturellen Vorgänge als Kommunikations- prozesse Umberto Eco, Einführung in die Semiotik, Umberto Eco, Einführung in die Semiotik, 9. unveränderte Auflage, München 2002 S unveränderte Auflage, München 2002 S. 32.

39 Strukturalismus versus Post-Strukturalismus Kultur (das Symbolische) ist die Voraussetzung des Sozialen (Levi- Strauss u. a.) Kultur (das Symbolische) ist die Voraussetzung des Sozialen (Levi- Strauss u. a.) das Kulturelle (Symbolische) und das sozial Wirkliche (Praxis) bringen einander hervor (Bourdieu u.a.)

40 Post-Strukturalisten Michel Foucault Michel Foucault Roland Barthes Roland Barthes Jacques Derrida Jacques Derrida Francois Lyotard Francois Lyotard Jacques Lacan Jacques Lacan Pierre Bourdieu Pierre Bourdieu Anthony Giddens Anthony Giddens u. a. u. a.

41 Michel Foucault ( ) Die Geburt der Klinik. Die Geburt der Klinik. Frankfurt am Main (fr. 1963). Frankfurt am Main (fr. 1963). Sexualität und Wahrheit Sexualität und Wahrheit Bände 1–3: Frankfurt am Main 1983 ff. Bände 1–3: Frankfurt am Main 1983 ff. Überwachen und Strafen Überwachen und Strafen Überwachen und Strafen Überwachen und Strafen Frankfurt am Main (fr. 1975). Frankfurt am Main (fr. 1975). Geschichte der Gouvernementalität, Geschichte der Gouvernementalität, 2 Bände, Frankfurt am Main Bände, Frankfurt am Main Wahnsinn und Gesellschaft. Wahnsinn und Gesellschaft. Frankfurt am Main 1993 (fr. 1961). Frankfurt am Main 1993 (fr. 1961).

42 Foucaults theoretische Hauptwerke Archäologie des Wissens. Archäologie des Wissens. Frankfurt am Main Frankfurt am Main Die Ordnung der Dinge. Die Ordnung der Dinge. Die Ordnung der Dinge Die Ordnung der Dinge Frankfurt am Main Frankfurt am Main Die Ordnung des Diskurses Die Ordnung des Diskurses Die Ordnung des Diskurses Die Ordnung des Diskurses München 1974 München 1974

43 Diskurs Diskurs ist Diskurs ist eine institutionell verfestigte Redeweise, insofern eine solche Redeweise schon Handeln bestimmt und verfestigt und also auch schon Macht ausübt. eine institutionell verfestigte Redeweise, insofern eine solche Redeweise schon Handeln bestimmt und verfestigt und also auch schon Macht ausübt. (Jürgen Link) (Jürgen Link)

44 Wissen und Macht (…) Es geht also nicht darum, zu beschreiben, was Wissen ist und was Macht ist und wie das eine das andere unterdrückt oder mißbraucht, sondern es geht darum, einen Nexus von Macht- Wissen zu charakterisieren, (…) - sei es das System der Geisteskrankheit, der Strafjustiz, der Delinquenz, der Sexualität usw. (…)." (…) Es geht also nicht darum, zu beschreiben, was Wissen ist und was Macht ist und wie das eine das andere unterdrückt oder mißbraucht, sondern es geht darum, einen Nexus von Macht- Wissen zu charakterisieren, (…) - sei es das System der Geisteskrankheit, der Strafjustiz, der Delinquenz, der Sexualität usw. (…)." (Michel Foucault, Was ist Kritik? Berlin 1992, S. 33 f.) (Michel Foucault, Was ist Kritik? Berlin 1992, S. 33 f.)

45 Jürgen Link: Spezialdiskurs und Interdiskurs Spezialdiskurse : Spezialdiskurse : alle fachwissenschaftlichen Diskurse alle fachwissenschaftlichen Diskurse ( ständig fließen Elemente der fachwissenschaftlichen Diskurse (Spezialdiskurse) in den Interdiskurs und somit auch in den Alltagsdiskurs ein) ( ständig fließen Elemente der fachwissenschaftlichen Diskurse (Spezialdiskurse) in den Interdiskurs und somit auch in den Alltagsdiskurs ein) Interdiskurse: Alle Diskurse, die Wissensdiskurse mit Alltagsdiskursen verbinden

46 Vom Strukturalismus zum Neostrukturalismus: Jacques Lacan ( )

47 Lacans Theorien Das Ich entwickelt sich im Spiegelstadium,. Das Ich entwickelt sich im Spiegelstadium,.IchSpiegelstadiumIchSpiegelstadium Das Subjekt ist ein Sprachwesen, das heißt durch die symbolische Ordnung der Sprache geprägt: Das Unbewusste ist wie eine Sprache strukturiert. Das Subjekt ist ein Sprachwesen, das heißt durch die symbolische Ordnung der Sprache geprägt: Das Unbewusste ist wie eine Sprache strukturiert. symbolische OrdnungSprache Unbewusste symbolische OrdnungSprache Unbewusste Das Subjekt ist ein begehrendes Subjekt. … ein grundsätzlicher Mangel hält das Begehren des Menschen aufrecht. Das Subjekt ist ein begehrendes Subjekt. … ein grundsätzlicher Mangel hält das Begehren des Menschen aufrecht. Die menschliche Psyche konstituiert sich in der unauflösbaren Trias Imaginäres - Symbolisches- Reales (RSI). Die menschliche Psyche konstituiert sich in der unauflösbaren Trias Imaginäres - Symbolisches- Reales (RSI).PsycheImaginäresSymbolisches RealesPsycheImaginäresSymbolisches Reales

48 Der Borromäische Knoten

49 Slavoj ŽižekSlavoj Žižek (geb. 1949) Slavoj Žižek Die Tücke des Subjekts, Frankfurt a. M Die Tücke des Subjekts, Frankfurt a. M Was Sie immer schon über Lacan wissen wollten und Hitchcock nie zu fragen wagten, Frankfurt am Main 2002 Was Sie immer schon über Lacan wissen wollten und Hitchcock nie zu fragen wagten, Frankfurt am Main 2002 Lacan in Hollywood, Lacan in Hollywood, Wien 2000 Wien 2000

50 Luce Irigaray (* 1930 ) 1930 Speculum, Spiegel des anderen Geschlechts (1974) Speculum, Spiegel des anderen Geschlechts (1974) Das Geschlecht, das nicht eins ist (1977). Das Geschlecht, das nicht eins ist (1977).

51 Ludwig Wittgenstein ( ) Logisch-philosophische Abhandlung (Tractatus logico- philosophicus, 1921) Logisch-philosophische Abhandlung (Tractatus logico- philosophicus, 1921) Philosophische Untersuchungen (1953, postum) Philosophische Untersuchungen (1953, postum)

52 Theorien des sozialen Konstruktivismus Soziale Wirklichkeit und einzelne soziale Phänomene werden von Menschen konstruiert ! Soziale Wirklichkeit und einzelne soziale Phänomene werden von Menschen konstruiert ! ist dynamisch und prozesshaft (historisch) ist dynamisch und prozesshaft (historisch) wird durch Handeln verändert / gestaltet wird durch Handeln verändert / gestaltet Handeln liegen Interpretationen und Entwürfe zugrunde Handeln liegen Interpretationen und Entwürfe zugrunde Harold Garfinkel Herbert Blumer Pierre Bourdieu Anthony Giddens u. v. a.

53 Symbolischer Interaktionismus Herbert Blumer ( ) Herbert Blumer ( ) Der methodologische Standort des Symbolischen Interaktionismus, in: Arbeitsgruppe Bielefelder Soziologen (Hg.), Alltagswissen, Interaktion und gesellschaftliche Wirklichkeit, Band 1: Symbolischer Interaktionismus und Ethnomethodologie, Reinbek bei Hamburg 1969 (rowohlt) Der methodologische Standort des Symbolischen Interaktionismus, in: Arbeitsgruppe Bielefelder Soziologen (Hg.), Alltagswissen, Interaktion und gesellschaftliche Wirklichkeit, Band 1: Symbolischer Interaktionismus und Ethnomethodologie, Reinbek bei Hamburg 1969 (rowohlt)

54 Herbert Blumers 3 Thesen 1. Menschen handeln Dingen gegenüber auf Grund der Bedeutung, die diese Dinge für sie haben. 1. Menschen handeln Dingen gegenüber auf Grund der Bedeutung, die diese Dinge für sie haben.MenschenDingenBedeutungMenschenDingenBedeutung 2. Diese Bedeutung entsteht in einem Interaktionsprozess. 2. Diese Bedeutung entsteht in einem Interaktionsprozess. Interaktionsprozess 3. Die Bedeutung wird von der Person in Auseinandersetzung mit den Dingen selbst interpretiert, daraufhin entsprechend gehandhabt und geändert. 3. Die Bedeutung wird von der Person in Auseinandersetzung mit den Dingen selbst interpretiert, daraufhin entsprechend gehandhabt und geändert.


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