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Niko Paech: Postwachstumsökonomie Aufbruch in die Postwachstumsökonomie Schwerte, 04. März 2011 Niko Paech Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

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1 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Aufbruch in die Postwachstumsökonomie Schwerte, 04. März 2011 Niko Paech Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

2 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Ressourcen……Output Produktion und Konsum Ausgangssituation: Das Krisendreigestirn als Gesamtkunstwerk

3 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Klimawandel

4 Orientierung an der 2°C-Leitplanke: Budgetansatz des WBGU Quelle: WBGU (2009) Globalbudget: 750 Mrd. t CO 2 bis 2050 Bei ca. 6,9 Mrd. Menschen im Jahr 2010 ergibt sich eine durchschnittlich erlaubte jährliche Pro-Kopf-Emissionen von rund 2,7 t CO 2. Keine Berücksichtigung von Bevölkerungswachstum

5 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Zielkorridor für individuelle CO 2 -Mengen: 2,7 t pro Jahr Quelle: WBGU (2009) Auf welchem Weg lässt sich dieses Ziel erreichen? Entkopplungsstrategie Postwachstumsökonomie

6 Niko Paech: Postwachstumsökonomie EntkopplungsstrategiePostwachstumsökonomik Prämisse: Ökonomisches Wachstum kann durch Technik- und Systeminnovationen von Stoff- und Energieströmen entkoppelt werden. Prämisse: Permanentes ökonomisches Wachstum kann weder ökologisch entschärft, noch durchgehalten werden. Suffizienz: Entschleunigung/Entrümpelung Gerechtigkeitsvorstellung II: Umverteilung als Alternative zum Wachstumszwang Gerechtigkeitsvorstellung I: Wachstum als Friedensstifter und Ersatz für Umverteilung Ökologische Effizienz und Konsistenz Stand des Nachhaltigkeitsdiskurses: Zwei konträre Paradigmen Technischer Wandel: Produkt- und Dienstleistungsinnovationen Kultureller Wandel: Institutionelle Innovationen, maßvolle Versorgungsstrukturen Ökonomie Soziales Ökologie Soziales ExpansionKontraktion Ökologie

7 Niko Paech: Postwachstumsökonomie

8 Peak Oil, Peak Soil, Peak Everything (I)

9 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Peak Oil, Peak Soil, Peak Everything (II)

10 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Der Peak Oil kann dramatische Konsequenzen für die Weltwirtschaft haben. Das Ausmaß dieser Konsequenzen wird sich – nicht nur, aber eben auch – durch einen Rückgang des Wachstums der Weltwirtschaft messen lassen.... Ein ökonomischer Tipping Point besteht dort, wo – zum Beispiel in Folge des Peaks – die Weltwirtschaft auf unbestimmbare Zeit schrumpft. In diesem Fall wäre eine Kettenreaktion die Folge, die das Wirtschaftssystem destabilisiert... (S. 47) Mittelfristig bricht das globale Wirtschaftssystem und jede marktwirtschaftlich organisierte Volkswirtschaft zusammen... (S. 49) Eine auf unbestimmte Zeit schrumpfende Wirtschaftsleistung stellt einen höchst instabilen Zustand dar, der unumgänglich in einem Systemkollaps endet. Die Sicherheitsrisiken einer solchen Entwicklung sind nicht abzuschätzen... Eine Umstellung der Ölversorgung wird bis zum Eintritt des Peak Oil nicht in allen Weltregionen gleichermaßen möglich sein. Es ist wahrscheinlich, dass eine hohe Anzahl von Staaten nicht in der Lage ist, die notwendigen Investitionen rechtzeitig und in ausreichender Höhe zu leisten. Ein hohes systemisches Risiko ist in Anbetracht des Globalisierungsgrades Deutschlands also auf jeden Fall und unabhängig von der eigenen Energiepolitik gegeben. (S. 50) Auf gesellschaftlicher Ebene ist... auch eine Stärkung von Möglichkeiten und Fähigkeiten zur Selbstorganisation von Bürgern auf lokalem Level denkbar. (S. 77) Neue Studie zum Peak Oil Diese Auszüge stammen aus der Studie Peak Oil – Sicherheitspolitische Implikationen knapper Ressourcen (2010) vom Zentrum für Transformation der Bundeswehr

11 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Peak Everything, globale Supply Chains und Ressourcenengpässe State of the Art des Supply Chain Managements Global Sourcing, Off-Shoring, Out-Sourcing Low Cost Country Sourcing Diffuse, komplexe und fragile Suppy Chains Just-in-Time-Orientierung steigert Instabilität Materieller Wohlstand und Versorgung Fremdversorgungssyndrom Verlust von Autonomie und Daseinsmächtigkeit Soziale Vulnerabilitäten Neue Schicksalsabhängigkeit Eskalation Blickwende innerhalb des Nachhaltigkeitsdiskurses Neben dem moralischen Ziel, die Welt zu retten, geht es um Selbstschutz Resilienz angesichts einer zukünftig instabilen Fremdversorgung Lebensstilrelevanz: Suffizienz und Subsistenz als Reaktionsmuster

12 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Was heißt Resilienz? Resilienz (Hopkins 2008) umfasst die Stabilitätseigenschaften eines Systems gegenüber exogenen Störgrößen – in diesem Fall Peak Oil und der Klimawandel –, welche den Fortbestand des Systems oder bestimmter seiner Funktionen unterminieren. Daseinsmächtigkeit (Gronemeyer 1988) beschreibt eine genügsame Anpassung von Ansprüchen (Suffizienz) an die Möglichkeiten, welche sich aus eigenen Fertigkeiten und Fähigkeiten oder den nahe gelegenen, nicht vermehrbaren Optionen und Ressourcen speisen (Selbstversorgung), kurz: das Zuhandene zum Hinreichenden werden zu lassen. These 1: Suffizienz + Subsistenz = Resilienz These 2: Resilienz entspricht genau dem, was Wachstumstreiber eindämmt! These 1: Suffizienz + Subsistenz = Resilienz These 2: Resilienz entspricht genau dem, was Wachstumstreiber eindämmt!

13 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Bedürfnisse, Versorgung, Konsum und industrielle Arbeitsteilung Bedürfnisse VersorgungSuffizienz SelbstversorgungFremdversorgung KonsumArbeitsteilung Konsum bedeutet, Dinge zu verbrauchen, die man/frau nicht selbst produzieren kann Übergang von Selbst- zu Fremdversorgung setzt geldvermittelten Leistungsaustausch über Märkte voraus Konsumenten werden auf doppelte Weise vom Fremdversorgungssystem abhängig als Einkommensbezieher (Höhe der Güterpreise und des Einkommens) als Bezieher von Fremdversorgungsleistungen Vier Möglichkeiten des sozialen Absturzes

14 Niko Paech: Postwachstumsökonomie –Spezialisierungsgewinne setzen einen Strukturwandel voraus: zunehmende Trennung von Produktion und Konsum geldbasierte Fremdversorgung –Mit zunehmender Fremdversorgung steigt nicht nur die ökologische Belastung, sondern auch die schicksalhafte Abhängigkeit von volatilen monetären Größen (Preise/Löhne) und damit die soziale Fallhöhe Verlust an Daseinsmächtigkeit (Gronemeyer) Regional- ökonomie Globalisiertes Konsummodell Subsistenz Grad an Fremdversorgung/ Radius der Arbeitsteilung Soziale Fallhöhe Versorgungsniveau (Ober- und Untergrenze) Best Case Worst Case Soziale Vulnerabilität durch Fremdversorgung

15 Niko Paech: Postwachstumsökonomie

16 Ursachen für den Wachstumszwang Mit der Spezialisierung steigt die Anzahl der Wertschöpfungsstufen, deren Investitions- und damit Kapitalbedarf jeweils Wachstumszwänge induziert. Push-FaktorenPull-Faktoren Wachstum Kulturelle Wachstumstreiber: Interpretation des modernen Freiheitsbegriffs als permanente Steigerung materieller Selbstverwirklichungsoptionen. … Output, Produkte, Dienstleistungen Geld

17 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Gibt es eine Obergrenze für das, was Konsumenten wollen könnten?

18 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Push-Faktoren Pull-Faktoren Wachstum Zwei Ansatzpunkte zur Milderung des Wachstumsimperativs Ansatzpunkt 1: Systemimmanente Wachstumszwänge –Räumliche Entflechtung: Distanz zwischen Verbrauch und Produktion verkürzen –Strukturelle Entflechtung: Verringerung der Anzahl an Wertschöpfungsstufen, die zwischen der ersten und letzten Stufe liegen –Entmonetarisierung: Eigenarbeit, Subsistenzformen, (urbane) Selbstversorgung –Geldreform, um zinsinduzierte Wachstumszwänge zu mildern (Regionalwährungen) Ansatzpunkt 1: Systemimmanente Wachstumszwänge –Räumliche Entflechtung: Distanz zwischen Verbrauch und Produktion verkürzen –Strukturelle Entflechtung: Verringerung der Anzahl an Wertschöpfungsstufen, die zwischen der ersten und letzten Stufe liegen –Entmonetarisierung: Eigenarbeit, Subsistenzformen, (urbane) Selbstversorgung –Geldreform, um zinsinduzierte Wachstumszwänge zu mildern (Regionalwährungen) Ansatzpunkt 2: Kulturelle Wachstumstreiber Suffizienz als Entschleunigung und befreiende Entrümpelung Konsumobjekte sind Zeitdiebe, die dem individuellen Glück in die Quere kommen Jede Konsumhandlung beansprucht Zeit, um das Wohlbefinden zu steigern Zeitknappheit als zunehmend relevanter Engpassfaktor reicher Gesellschaften Ansatzpunkt 2: Kulturelle Wachstumstreiber Suffizienz als Entschleunigung und befreiende Entrümpelung Konsumobjekte sind Zeitdiebe, die dem individuellen Glück in die Quere kommen Jede Konsumhandlung beansprucht Zeit, um das Wohlbefinden zu steigern Zeitknappheit als zunehmend relevanter Engpassfaktor reicher Gesellschaften

19 Niko Paech: Postwachstumsökonomie

20 Regional- währungen Wiedererlangung ökonomischer Souveränität: Balance zwischen Eigen- und Fremdversorgung Subsistenz NachbarschaftshilfeTauschringe Regionalwährungen Kommunale Netzwerke Globalisierter Konsum Reduce to the max: Suffizientere Konsumansprüche Befreiung von Ballast Entschleunigung Selbstversorgung durch Eigenarbeit Fremdversorgung durch Erwerbsarbeit Konsum auf Basis der globalisierten Geldwirtschaft Lokale Selbst- versorgung Neue Kombinationen aus Eigen- und Erwerbsarbeit So lokal/regional wie mög- lich, so global wie nötig. Zwei Dimensionen einer Postwachstumsökonomie Maßlosigkeit Askese ? ?

21 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Postwachstumsökonomie: Lebensstilperspektive I Input 40 Stunden Arbeit Output Geld Waren Services Geldbasierte FremdversorgungKombinierte Versorgungssysteme Input 20 Stunden Arbeit Freizeit Eigenarbeit Sozialer Austausch Regionalversorgung Urbane Subsistenz Nachbarschaftshilfe Ehrenamt Austritt aus der Geldökonomie durch eigene produktive Leistungen Erziehung/Pflege Kultureller Wandel: Vom reinen Konsumenten zum Prosumenten!

22 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Serie der Verfügungsdauern Nutzungsdauer Produktlebensdauer … t Nutzungs- intensivierung Nutzungsdauer- verlängerung Produktlebens- dauerverlängerung Stoffliche Nullsummenspiele: Produktionslose Wertschöpfung zwischen Funktionsorientierung und urbaner Subsistenz Eigentumsbasierte Nutzungssysteme –Nutzungsdauerverlängerung (Reparatur) –Konsumgüterrezyklierung (Second Hand) –Rebuilding/Remanufacturing (Aufarbeitung) Eigentumsersetzende Nutzungssysteme –Nutzungsintensivierung Sharing/Pooling/Leasing Service-Konsum Access

23 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Regionale Ökonomie Entkommerzialisierter Bereich Monetärer Bereich 40 Stunden Arbeitszeit De-globalisierte Wertschöpfungsketten Regionale Komplementärwährungen Community Supported Agriculture (CSA) Politische Flankierung durch institutionelle Innovationen Subsistenz Eigenproduktion (z.B. Nahrung, Handwerk, Erziehung) Nutzungsdauerverlängerung: Instandhaltung/Reparatur Nutzungsintensivierung: Gemeinschaftsnutzung Leistungstausch in sozialen Netzen Gemeinnützige Arbeit/Ehrenamt Globale Arbeitsteilung Stoffliche Nullsummenspiele: Umgestaltung statt Neuproduktion Effiziente und konsistente Technologien Physisch u. kulturell dauerhaftes Produktdesign Reparabilität und Modularität Konversion, Renovation, Re-Building, Re-Manufacturing Ressourcengewinnung durch Entsieglung u. Rückbau Suffizienz Entrümpelung: Wohlstandsballast abwerfen Entschleunigte Lebensstile: Zeitsouveränität gewinnen Reizüberflutung vermeiden Postwachstumsökonomie: Lebensstilperspektive II 2 0 S t u n d e n

24 Niko Paech: Postwachstumsökonomie –Eine systematische Entkopplung wirtschaftlichen Wachstums ist zum Scheitern verurteilt. –Wachstum bewirkt in reichen Gesellschaften keinen Zuwachs an Zufriedenheit/Glück. –Konsumgesellschaften verlieren die Ressourcenbasis für Wachstum: Peak Everything –Die soziale Logik der Wachstumsorientierung ist hochgradig ambivalent. –Aber: Eine Überwindung der Wachstumslogik bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des bisherigen Wohlstands- und Versorgungsmodells ist undenkbar! Fazit: Wachstum oder Nachhaltigkeit – beides ist nicht zu haben! Postwachstumsökonomie Suffizienz als Strategie der Befreiung von Ballast Balance zwischen Selbst- und Fremdversorgung Aber wer kann das wollen? –Wer unter einer Lawine konsumtiver Selbstverwirklichungsoptionen zu ersticken droht, verzichtet nicht, sondern befreit sich von Stress, Reizüberflutung, Sinnentleerung, hinderlichem Ballast, der Geld, Zeit, Raum und ökologische Ressourcen kostet. –Die enorme Angreifbarkeit jenes komplexen Kartenhauses, das wir mit Wohlstand.und individueller Freiheit assoziieren, ist zugleich die Chance seiner Überwindung.

25 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Maßnahmen zum Übergang zur Postwachstumsökonomie –Den eigenen Lebensstil entschleunigen und entrümpeln: Mobilität, Ernährung, Konsumgüter, Gebäude –Das unmittelbare Umfeld gestalten im Sinne einer neuen Balance zwischen Selbst- und Fremdversorgung: Transition Towns, Gemeinschaftsgärten, Tauschringe, Verschenkmärkte, Nachbarschaftshilfe, Direkt- bzw. Regionalvermarktung, Regionalwährungen, 100%-Regionen, Reaktivierung handwerklicher Fähigkeiten etc. –Industrie: Stoffliche Nullsummenspiele –Politik und Planung Arbeitszeitumverteilung Subventionsabbau Flächenversieglungsmoratorium Geld- und Bodenreform, Tobin Tax, Reform von Unternehmensverfassungen Rückbauprogramme: Autobahnen, Flughäfen, Parkplätze, industrielle Areale entsiegeln, begrünen oder für EE-Anlagen umnutzen –Welches Messkonzept (Zielvariable) schafft Orientierung? Alternative Wohlfahrtsmaße haben ihre Grenzen. Weitaus wichtiger ist die Blickwende von Objekt- zur Subjektorientierung: CO 2 -Kennzeichnung von Produkten und individuelle CO 2 -Bilanzen

26 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Entkopplung scheitert an der Objektorientierung Beispiel: Drei-Liter-Autos Ist der Fahrer dieses Wagens ein Klimaschützer? Ist die Fahrerin dieses Wagens eine Klimasünderin? Von der Objekt- zur Subjektorientierung: Objekte – ganz gleich wie ökologisch konsistent oder effizient – lassen keine Rückschlüsse auf Beiträge zur Nachhaltigkeit bzw. zum Klimaschutz zu. Die einzig kongruente Zielvariable besteht in individuellen Öko- bzw. CO 2 -Bilanzen. Von der Objekt- zur Subjektorientierung: Objekte – ganz gleich wie ökologisch konsistent oder effizient – lassen keine Rückschlüsse auf Beiträge zur Nachhaltigkeit bzw. zum Klimaschutz zu. Die einzig kongruente Zielvariable besteht in individuellen Öko- bzw. CO 2 -Bilanzen.

27 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Abraum Produktion Verpackung Rohmaterial Verarbeitung Logistik Vorprodukte Montage Transport NutzungDemontageReparatur Handel Biol. Nährstoffe Abfälle Emissionen Individuelle CO 2 -Bilanzierung setzt die Kalkulation aller Emissionen entlang des Entstehungsprozesses eines Gutes voraus Prozess- oder Herstellungskette Lebenszyklusbetrachtung: Von der Wiege bis zur Bahre eines Produktes Material- und Energieströme entlang des Prozesses der Ressourcengewinnung, Produktion, Nutzung und Entsorgung

28 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Schnittstelle: Effizienz/Konsistenz/Suffizienz (a) Stoffliches Recycling (b) Recycling demontierter Module (c) Nutzungsdauerverlängerung (d) Second Hand u. Nutzungsintensivierung (e) Remanufacturing Abraum Produktion Verpackung Rohmaterial Verarbeitung Logistik Vorprodukte Montage Transport NutzungDemontageReparatur Handel Biol. Nährstoffe Abfälle Emissionen a b c d e Konsistenz Biologische Kreisläufe und regenerative Energieträger Effizienz Technische Maßnahmen zur quantitativen Senkung des Inputs an Material und Energie Individuelle CO 2 -Verursachung als Zielgröße CO 2 pro Konsumeinheit Konsummenge x Zielgröße = Kumulierte CO 2 -Menge aller Prozessstufen geteilt durch Produktionsmenge

29 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Herleitung der individuellen CO 2 -Bilanz CO 2 pro Konsumeinheit Konsummenge x Zielgröße Gut 1 = Kumulierte CO 2 -Menge aller Prozessstufen geteilt durch Produktionsmenge Objektorientierung: Entkopplung durch Effizienz und Konsistenz Subjektorientierung: Mäßigung der nachgefragten Menge durch Suffizienz Zielgröße Gut 2 Zielgröße Gut… Zielgröße Gut n = Individuelle CO 2 -Bilanz 2,7 Tonnen CO 2 – das geht nur in einer Postwachstumsökonomie…

30 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Und wie kann ich meine individuelle CO 2 -Bilanz ermitteln? Möglichkeit 1: 2

31 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Die individuelle CO 2 -Bilanz: Von 10,7 auf 2,7 Tonnen CO 2 – Verkehr: ca. 1,8 t bei durchschnittlich km per Auto An 200 Tagen 6 km zum Büro per Rad: minus 0,25 t Flug: London (0,54 t), Barcelona (0,8 t), New York (4 t), Sydney (12 t) – Ernährung Kein Fisch, kein Fleisch, kein Obst aus Übersee, heimische Produkte: 0,3 t Plus täglicher Verzehr von Fleisch aus Massentierhaltung: 1,8 t Plus Weitrauben im Frühjahr und Steaks aus Argentinien: 3,0 t – Konsumgüter: insgesamt ca. 3,0 t Energiesparlampen, Austausch von 14 Lampen: bis zu minus 0,45 t Ohne Trockner, sparsame Waschmaschinen bei opt. Ausnutzung: bis zu minus 1,1 t – Bauen/Wohnen Fenster an kalten Tagen dauernd gekippt: plus bis zu 1,0 t Gebäudesanierung Beispielhaft, ungenau und unvollständig!!! Maßnahme/ZustandCO 2 -Menge pro Jahr in kgReduktion Keine Maßnahme6.640 Heizungsumstellung auf Erdgas5.140– 23 % Fassadendämmung5.260– 21 % Solaranlage5.990– 10 % Dämmung der oberen Geschossdecke6.060– 9 % Dämmung der Kellerdecke6.060– 9 % Erneuerung der Fenster6.330– 5 % Summe aller Maßnahmen1.650– 77 % Beispiel: EHF, 1955, einschalig, Ölheizung, 120 m 2

32 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Literatur I Barnes, P. (2001): Who owns the sky? Our common assets and the future of capitalism, Washington et al. Barnes. P. (2008): Kapitalismus 3.0: Ein Leitfaden zur Wiederaneignung der Gemeinschaftsgüter Bello, W. (2005): De-Globalisierung. Widerstand gegen die neue Weltordnung, Hamburg. Binswanger, H. C. (2006): Die Wachstumsspirale – Geld, Energie und Imagination in der Dynamik des Marktprozesses Marburg. Binswanger, H. C. (2009): Vorwärts zur Mäßigung – Perspektiven einer nachhaltigen Wirtschaft Hamburg. Dahm, D./Scherhorn, G. (2008): Urbane Subsistenz – Die zweiten Quelle des Wohlstands, München. Daly, H. (1999): Wirtschaft jenseits von Wachstum, Salzburg/München. Diefenbacher, H. (2001): Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit, Darmstadt. Ehrenberg, A. (2004): Das erschöpfte Selbst, Frankfurt a.M. Fisher, I. (1935): 100%-Money, New York. Georgescu-Roegen, N. (1971): The Entropy Law and the Economic Process, Cambrigde/London. Gorz, A. (1998): Jenseits der Erwerbsarbeit, in: Politische Ökologie, 54, S Gronemeyer, M. (1988): Die Macht der Bedürfnisse, Reinbek. Heinberg, R. (2007): Peak Everything: Waking Up to the Century of Declines, Gabriola Island. Hirsch, F. (1980): Die sozialen Grenzen des Wachstums, Reinbek. Hopkins, R. (2008): The Transition Handbook: From Oil Dependency to Local Resilience, London. Jackson, T. (2009): Prosperity without Growth: Economics for a Finite Planet, London. Kennedy, M./Lietaer, B. (2004): Regionalwährungen: Neue Wege zu nachhaltigem Wohlstand, München. Latouche, S. (2006): Le pari de la décroissance, Paris. Kohr, L. (1962): The Overdeveloped Nations, London. Layard, R. (2005): Die glückliche Gesellschaft, Frankfurt a. M. Mayer-Abich, H. G. (2001): Nachhaltigkeit – ein kulturelles, bisher aber chancenloses Wirt­schaftsziel, in: Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik, 2/2, Meyer-Renschhausen, E. (2004): Unter dem Müll der Acker: Community Gardens in New York City, Frankfurt a. M. Miegel, M. (2010): Exit – Wohlstand ohne Wachstum, Berlin. Myers, N./Kent, J. (2005): Die neuen Konsumenten in Entwicklungs- und Transformationsländern und der Einfluss ihres Wohlstands auf die Umwelt, in: Natur und Kultur, 6/1, S Paech, N. (2005): Nachhaltigkeit zwischen Dematerialisierung und Ökologisierung: Hat sich die Wachstumsfrage erledigt?, in: Natur und Kultur 6/1, S Paech, N. (2005a): Nachhaltiges Wirtschaften jenseits von Innovationsorientierung und Wachstum – Eine unternehmensbezogene Transformationstheorie, Marburg. Paech, N. (2006): Wachstumsneutralität durch stoffliche Nullsummenspiele, in: Ökologisches Wirtschaften 3, S Paech, N. (2007): Woher kommt der Wachstumszwang?, in: Gaia 16/4, S Paech, N. (2007a): Angst essen (ökologische) Seele auf, in: Lang, E./Busch-Lüty, C./Kopfmüller, J. (Hrsg.): Ansätze für eine Ökonomie der Nachhaltigkeit, München, S

33 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Literatur II Paech, N. (2008): Innovationsstrategien auf Basis stofflicher Nullsummenspiele als Beitrag zur Corporate Social Responsibility, in: Müller, M./Schaltegger, S. (Hrsg.): Corporate Social Sustainability – Trend oder Modeerscheinung, München, S Paech, N. (2008a): Regionalwährungen als Bausteine einer Postwachstumsökonomie, in: Zeitschrift für Sozialökonomie (ZfSÖ) 45/ , S Paech, N. (2009): Die Postwachstumsökonomie – ein Vademecum, in: Zeitschrift für Sozialökonomie (ZfSÖ) 46/ , S Paech, N. (2009a): Wachstum light? Qualitatives Wachstum ist eine Utopie, in: Wissenschaft & Umwelt Interdisziplinär 13/2009, S Paech, N. (2009b): Nachhaltigkeitsinnovationen und die ungelöste Wachstumsfrage, in: Baumgartner, R. J./Biedermann, H./Zwainz, M. (Hrsg.): Öko- Effizienz – Konzepte, Anwendungen und Best Practices, München/Mering, S Paech, N. (2009c): Unternehmerische Nachhaltigkeit, Suffizienz und Zeitknappheit, in: Antoni-Komar, I./Beermann, M./Lautermann, C./Müller, J./Paech, N./Schattke, H./Schneidewind, U./Schulz, R. (Hrsg.): Neue Konzepte der Ökonomik. Unternehmen zwischen Nachhaltigkeit, Kultur und Ethik, Marburg, S Paech, N. (2010): Nach dem Wachstumsrausch: Eine zeitökonomische Theorie der Suffizienz, in: Zeitschrift für Sozialökonomie (ZfSÖ) 47/ , 2010, S Pallante, M. (2005): La decrescita felice. La qualità della vita non dipende dal PIL, Roma. Pfriem, R. (1992): Langsamer, weniger, besser, schöner: Von den Gesundheitsgefahren zum ökologischen Wohlstand, in: Eigenverlag Toplacher Gespräche (Hrsg.): Gesundheit und ökologischer Wohlstand, Toplach, Pfriem, R. (1996): Unternehmenspolitik in sozialökologischen Perspektiven, Marburg. Princen, T. (2005): The Logic of Sufficiency, Cambrigde. Raupach, M. R./Marland, G./Ciais, P./Quere, C. L./Canadell, G. C./Klepper, G./Field, C. B. (2007): Global and Regional Drivers of Accelerating CO 2 Emissions, in: Proceedings of The National Academy of Sciences of the USA, 104/24, S Sachs, W. (1993): Die vier Es. Merkposten für einen maß-vollen Wirtschaftsstil, in: Mayer, J. (Hrsg.): Strukturanpassung für den Norden – Modelle und Aktionspläne für eine global verträgliche Lebensweise in Deutschland, Loccum. Sachs, W. (2002): Nach uns die Zukunft, Frankfurt a.M. Schelling, T. C. (1978): Micromotives and Macrobehavior, New York/London. Scherhorn, G. (1994): Die Wachstumsillusion im Konsumverhalten, in: Binswanger, H. C./Flotow, P. v. (Hrsg.): Geld und Wachstum. Zur Philosophie und Praxis des Geldes, Stuttgart/Wien, Scherhorn, G. (1998): Von der Kompensation zur Kompetenz, in: Politische Ökologie, 54, Scherhorn, G./Reisch, L. A. (1999): Ich wär so gern ein Zeitmillionär, in: Politische Ökologie, 57/58, Scherhorn, G./Winterfeld, U. v. (2000): Resozialisierung der Ökonomie, in: Politische Ökologie, 66/18, Scherhorn, G. (2008): Nachhaltige Entwicklung: Die besondere Verantwortung des Finanzkapitals, Erkelenz. Schneidewind, U. (2002): Die Wirtschaft ist auf dem Weg der Effizienz, aber noch lange nicht am Ziel, in: BUND/Misereor (Hrsg.): Wegweiser für ein zukunftsfähiges Deutschland, München, S Schulze, G. (2003): Die Beste aller Welten, München/Wien. Sen, A. (1982): Poverty and Famines. An Assay on Entitlement and Deprivation, Oxford. Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie (2005): Fair Future – Begrenzte Ressourcen und globale Gerechtigkeit, München. Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie (2008): Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt, Frankfurt. Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie (2010): Zukunftsfähiges Hamburg, Hamburg/München.

34 Niko Paech: Postwachstumsökonomie –Das moderne Subjekt als überforderte Kreatur: Prometheische Scham (Anders 1956), Eigenzeit (Nowotny 1989), Rasender Stillstand (Virilio 1992), Beschleunigungsfalle (Reheis 1998), Das erschöpfte Selbst (Ehrenberg 2004), Beschleunigung (Rosa 2005), Tretmühlen des Glücks (Binswanger 2006) –Zeitknappheit als Ursprung für systematische Überforderung –Expansion und Multioptionalität an Selbstverwirklichungsangeboten, die sich jemand leisten kann, erhöht dessen Zeitknappheit – warum? Jede Konsumhandlung braucht Zeit, sonst entsteht kein Nutzen Individuelle Konsumzeit ist nicht vermehrbar: Unter den Bedingungen systematischer Zeitknappheit regiert die Logik der Zeitökonomik Nach Ausschöpfung der gesamten Konsumzeit hilft nur Suffizienz Exkurs: Zeitökonomik und Suffizienz

35 Niko Paech: Postwachstumsökonomie

36 Die soziale Logik des Wirtschaftswachstums ist ambivalent (1) –Wachstum als Friedensstifter (Simmel 1899; Erhardt 1957; Bolz 2003); nachholende Entwicklung: soziale Stabilität durch Zuwächse anstelle Umverteilung –Wachstum anstelle Umverteilung kann sozial kontraproduktiv sein. Warum? Wachstum setzt Spezialisierung und industrielle Arbeitsteilung voraus. Dies führt notwendigerweise zu einen Strukturwandel, der immer Gewinner und Verlierer hervorbringen muss, also die interpersonelle Ungleichheit gerade vergrößert (Primärverteilung)! (+) Wachstumslogik (+) Nullsummenlogik (-) Gilt als unmodern!

37 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Die soziale Logik des Wirtschaftswachstums ist ambivalent (2) (+) Verteilungsungleichheit durch Wachstum lindern, um keine Umverteilung vornehmen zu müssen: Ansprüche bedienen, ohne jemandem etwas nehmen zu müssen (+) (-) Wachstum zwecks Angleichung der Verteilung erzeugt die Notwendigkeit weiteren Wachstums, ohne die Ungleichheit zu beseitigen!

38 Niko Paech: Postwachstumsökonomie 1. Wachstum, um den aktuellen Status Quo (Primärverteilung) nicht durch Umverteilung (Sekundär- verteilung) antasten zu müssen 3. Deren Beseitigung würde erfordern, was gerade durch Wachstum hätte vermieden werden sollen, nämlich eine andere Sekundärverteilung. 4. Also erzeugt Wachstum die Notwendigkeit weiteren Wachstums, ohne die Ungleichheit zu beseitigen! 2. Wachstum ist nur zum Preis weiterer Ungleichheit der Primärverteilung zu haben Die soziale Logik des Wirtschaftswachstums ist ambivalent (3)

39 Niko Paech: Postwachstumsökonomie

40 Was heißt Entkopplung?

41 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Was heißt Entkopplung? Synonyme Qualitatives, grünes, nachhaltiges oder decarbonisiertes Wachstum Green New Deal Vierte industrielle Revolution Die Menge der in Geld und über Märkte gehandelten Konsumgüter – also unser Wohlstand – soll aufrecht erhalten werden, während die Umweltbelastung abnimmt. BIP Zeit CO 2 Wirtschaftswachstum = Zunahme der in Geld gehandelten Wertschöpfung

42 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Abraum Produktion Verpackung Rohmaterial Verarbeitung Logistik Vorprodukte Montage Transport NutzungDemontageReparatur Handel a. Nutzungsdauerverlängerung (Reparatur) b. Konsumgüterrezyklierung (Second Hand) c. Rebuilding/Remanufacturing (Aufarbeitung) d. Nutzungsintensivierung (Service-Konsum) a b c d Entkopplung durch technische und systemische Innovationen tech. Nährstoffe biol. Nährstoffe Abfälle Emissionen Systeminnovationen: Funktionsorientierung Primärenergie (E) Output-Einheiten (G) Quellenfunktion/ Inputseite Senkenfunktion/ Outputseite Technische EffizienzTechnische Konsistenz CO 2 -Emissionen (F) Primärenergie (E) Entkopplung (= Gesamteffekt) CO 2 -Emissionen (F) Output-Einheiten (G)

43 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Quelle: UBA CO 2 -Emissionsintensität der deutschen Wirtschaft Wie aussagekräftig ist diese Information? Wachstum materieller Selbstverwirklichungsansprüche konterkariert die Entkopplung Die zur vermeintlichen Entkopplung notwendigen materiellen Artefakte induzieren selbst weitere Energieverbräuche Globalisierung: Geographische Verlagerung schmutziger Wertschöpfungsstufen Resultat erhöhter Effizienz oder Konsistenz?

44 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Absolute und relative Entkopplung scheitern im globalen Maßstab (Beispiel: CO 2 -Emissionen im globalen Maßstab ) Globaler Durchschnitt: E = Primärenergieverbrauch G P = Bruttosozialprodukt in Kaufkraftparitäten P = Population F = Emissionen Konsistenz (F/E ) + Effizienz (E/G P ) = Entkopplung (F/G P ) Quelle: Global Carbon Project Absolute CO 2 -Menge

45 Niko Paech: Postwachstumsökonomie Systemische Gründe für das Scheitern der Entkopplung –Klimaschonende Technologien auf Basis Erneuerbarer Energien ( Konsistenz) als Hoffnungsträger für entkoppeltes, qualitatives Wachstum –Mediale Verlagerung: Flächennutzungskonflikte, Landschaftsbeeinträchtigung –Dilemma (1) Wenn EE zur CO 2 -Reduktion beitragen sollen, setzt das den simultanen Rückbau fossiler Produktionskapazitäten voraus. Aber wie kann dann die Wirtschaft wachsen? (2) Wenn EE zum BIP-Wachstum beitragen sollen, müssen sie additiven Charakter haben, aber dann entfällt nicht nur die CO 2 -Reduktion (= momentane Situation). Hinzu kommt ein Kapazitätseffekt, weil der Stromoutput insgesamt steigt, was wiederum die Preise senkt und damit tendenziell die Nachfrage steigert. –Zusammenspiel von Kapazitäts- und Einkomenseffekt der nötigen Investitionen –Rebound-Effekte: Nachfrage wächst systematisch mit der Entkopplung Klimaschutz oder Wachstum – beides ist nicht zu haben. Die These, dass mittels Konsistenz oder Effizienz ein klimafreundliches Wachstum ermöglicht wird, ist nicht einfach nur falsch. Das Gegenteil trifft zu: Damit Konsistenz und Effizienz zum Klimaschutz beitragen können, muss zuerst ein Wachstumsstopp eintreten! Klimaschutz oder Wachstum – beides ist nicht zu haben. Die These, dass mittels Konsistenz oder Effizienz ein klimafreundliches Wachstum ermöglicht wird, ist nicht einfach nur falsch. Das Gegenteil trifft zu: Damit Konsistenz und Effizienz zum Klimaschutz beitragen können, muss zuerst ein Wachstumsstopp eintreten!


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