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8. Standardisierte Datenschnittstellen für die Medizin Wintersemester 2010/11 Dozent: Univ.-Prof. Dr. med. Stefan Schulz.

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1 8. Standardisierte Datenschnittstellen für die Medizin Wintersemester 2010/11 Dozent: Univ.-Prof. Dr. med. Stefan Schulz

2 Typen von Schnittstellen Hardware- schnittstellen Benutzer- schnittstellen Software mit internen Schnittstellen

3 Softwareschnittstellen Softwareschnittstellen sind logische Berührungspunkte in einem Softwaresystem Definieren den Austausch von Kommandos und Daten zwischen verschiedenen Prozessen und Komponenten Unterscheidung zwischen Schnittstellen... o zum Zugriff auf Systemroutinen o zur Kommunikation mit anderen Prozessen o zum Verbinden von Softwarekomponenten

4 ISO/OSI-Referenzmodell für die Kommunikation (ISO7498-1) Standards bauen auf- einander auf Spezifische Protokolle in jeder Schicht Unterliegende Schichten werden verborgen

5 Formen elektronischen Datenaustausches im Gesundheitswesen Apotheke Arzt Labor Krankenhaus Versicherung Arbeitgeber Gemeinden Patienten / Kunden Staatliche Organisationen Laborergebnisse Patientendaten Anforde- rungen Ergebnisse Bilder Eignung Überweisung Abrechnung Verordnung Überweisung Status Versicherung Eignung Patientenakte Anstellung Versorgung Familienplanung Gesellschaft Öffentliche Gesundheit

6 Gesundheits- informations- systeme Klinikinfor- mtionssystem Bilder Patienten Monitore Kosten Rechnungen Nebenwirkungen Datenbank zum Immunstatus Materialanfor- derung Agenturen Anbieterliste HL7 HL7, X12N HL7 DICOM IEEE MIB, ASTM X12N / HL7 X12N Elektronische Signale Apotheke NCPDP Bedeutende Standards für den Datenaustausch in der Medizin

7 Zielsetzung für HL7 Kommunikationsstandard für den Austausch von patientenbezogenen Daten Welt-weite Verbreitung und Vermarktung des HL7 Kommunikationsstandards in der Politik Einbeziehung von Spezialisten weltweit zur Weiterentwicklung der Standards Zusammenarbeit mit anderen internationalen Organisationen zur Entwicklung von Standards (z.B. ANSI und ISO) Koordination von Nutzern der Standards Weiterentwicklung von zukünftigen Datenstandards basierend auf einem generischen Referenz- Informations-Modell (RIM) in HL7 Version 3

8 HL7 - Versionen HL-7 V2.x: – Weltweit im Einsatz – Rein syntaktischer Standard HL-7 V3: – In Pilotprojekten – Bedeutungsmodell klinischer Kommunikation – Dokumentenstandard (CDA) – Schnittstelle zu Terminologien / Ontologien – Nutzbarkeit umstritten

9 Was ist HL7 v2 ? HL7 v2 ist ein Protokoll (Verständigungsvorschrift) zum Austausch von Daten auf Ebene 7 des ISO – OSI – Referenzmodells Austausch von Nachrichten im Gesundheitswesen Ziel: bessere Verständigung einzelner, spezialisierter Programme (Interoperabilität)

10 Datenaustausch mittels HL7

11 HL7-Nachrichten (Version 2) Setzen sich aus verschiedenen Segmenten zusammen Segmente werden durch Namen aus drei Buchstaben eindeutig identifiziert: Beispiel: – MSH: "Message Header Segment" Dieses Segment steht am Anfang jeder HL7-Nachricht – PID: "Patient Information"-Segment Dieses Segment dient der Übermittlung persönlicher Daten des Patienten (Name, Geburtsdatum usw.). Es kann zum Beispiel für Nachrichten der ADT-Gruppe verwendet werden (ADT = admission / discharge / transfer). – EVN: trigger, der Rückmeldung erzwingt (EVN = Event)

12 Segment-basierte Nachrichten Beispiele: – Zusammenfassung administrativer Patientendaten – Änderung von Patientendaten – Verlegungsmeldungen – Mitteilung von Bestellungen / Anmeldungen – Mitteilung von Untersuchungsbefunden – Abfrage von Diagnosenziffern

13 Struktur PID-Segment (Patienteninformation) 1.interne Nummer 2.externe Patienten - ID 3.interne Patienten – ID 4.alternative Patienten – ID 5.Name des Patienten 6.Geburtsname des Patienten 7.Geburtsdatum des Patienten 8.… Felder werden durch ihre Reihenfolge eindeutig identifiziert Für jedes Feld ist ein Datentyp festgelegt, z.B. Datumsformat: yyyymmdd, aber auch komplexe Wertebereiche, wie Ländercodes etc. PID|||Z99999^5^M11||GUNCH^MODINE^SUE|RILEY| | F||C|RT. 1, BOX 97^ZIRCONIA^NC^27401|HEND|(704) |(704) ||S|C||

14 Aufbau der HL7 Nachrichten (v2) Syntaktische Regeln für einzelne Segmente – Segmente sind wieder in Felder aufgeteilt – Rechtschreibregeln für den Segmentaufbau – Format, Länge, Inhalt, etc. der Felder sind festgelegt – für verschiedene Aufgaben sind verschiedene Segmente definiert Abstract Message Definition – Nachrichten bestehen aus einzelnen Segmenten (Baukastenprinzip) – beschreibt die globale Syntax einer Nachricht. – Ähnliche Nachrichten können in Gruppen zusammengefasst werden

15 Beispiel einer HL7 v2.x Message Trennzeichen | Feldtrennzeichen ^ Komponententrennzeichen & Unterkomponententrennzeichen ~ Trennzeichen f. Wiederholung \ Escape Markierung Segmente MSH: Message Header PID: Patienteninformation OBR: Befundanforderung OBX: Befundergebnis

16 HL7 2.x Segmentspezifikation SEQ - Positionsindex LEN - Feldlänge DT – Datentyp des Feldes OPT – Optional / Notwendig RP/# - Widerholung TBL# - Kodierungstabelle ITEM# - HL7 Feldbezeichnung ELEMENT NAME - Beschreibung

17 Nachrichtenstruktur

18 V2.x Abstract Message - ADT MSHNachrichtenkopf EVNBezeichnung des Events PIDPatientenidentifizierung [PD1]Demographische Daten [ { NK1 } ]Next of Kin (Bezugspersonen) PV1Visite [ PV2 ]Visite, Zusatzinformation … [ { GT1 } ]Garantor [ { IN1Versicherung, [ IN2 ]Versicherung, Zusatzinformation [ IN3 ] Versicherung, Zusatzinformation } ] … Segment IDSegmentname

19 Kanonische Nachrichtenprofile MSH EVN PID [PD1] [ { NK1 } ] MSH EVN PID [ NK1 ] OBX MSH EVN { PID } [PD1] [ { GT1 } ] MSH EVN { PID } [PD1] [ { NK1 } ] [ { GT1 } ] [ OBX ] Kanonisches Nachrichtenprofil Nachrichten- instanzen

20 Beispiel: v2 XML Nachricht Verwendung des Standards Extended Markup Language (XML) Explizite Syntax und Semantik durch die XML Sprachstruktur | ^~\& LAB ADT ADT A04...

21 Zusammenfassung: HL7 v2 Kommunikationsstandard für den Austausch von patientenbezogenen Daten Interoperabilität wird erreicht, indem alle Komponenten eine einheitliche Nachrichtenstruktur verwenden Die Entwicklung der Standards und der Softwarekomponenten ist zeitaufwendig

22 Erweiterung von HL7 v2 nach HL7 v3 Nachteile von HL7 v2 – Nur ein Teil der Nachrichten im medizinischen Gesundheitssystem sind erfasst – Die Entwicklung von Softwarekomponente basiert auf Kommunikationsstandard aber nicht auf einer standardisierten Infrastruktur Entwicklungsziele für HL7 v3 – Objektorientierte Enwicklung von Komponenten – Standardisierung der Semantik der Daten – Komplette Modellierung der Vorgänge im Gesundheitswesen

23 HL7 v3.0 Referenzmodelle Referenz- informations- modell Spezifikation von Datentypen Spezifikation von Termi- nologien Das HL7 Referenzinformationsmodell ist die Grundlage für alle anderen Informationsmodelle und für die Spezifikation der Nachrichten. Die HL7 Terminologyspezifikation legt die Konzepte fest, die für Attribute oder Eigenschaften der Datentypen in Frage kommen. Die HL7 Datentypspezifikation legt die Syntax und den Wertebereich der Daten fest, die für Attribute in Frage kommen.

24 Allgemeines HL7 v3.0 Referenzmodell Act – spezifischer Vorgang (Handlung, Aktion, Event ) mit Relevanz zum Gesundheitssystem Act relationship – spezifizierte Relation zwischen Aktionen, z.B. Befundanforderung und Befundergebnis Entity – alle existierende Objekte wie z.B. Organisationen, Personen, Waren. Role – Funktionszuordnung zu einer Entität, z.B. Angestellter (Person) und Arbeitgeber (Organisation). Participation – Spezifikation der Relation oder Assoziation, die einer Funktion in einem Vorgang zugeordnet ist. Role Link – Spezifikation der Relation zwischen zwei Funktionen.

25 UML Klassendiagramm des Referenzinformations- modelles Schadow G, Mead CN, Walker DM. The HL7 reference information model under scrutiny. Stud Health Technol Inform 2006;124:151-6.

26 Zusammenfassung: HL7 v3 Die Softwarekomponenten können auf einem einheitlichem objektorientiertem IT-Modell abgeleitet werden Interoperabilität wird durch die Objektorientierung und durch die Semantische Spezifikation von den Kommunikationsprozessen im Gesundheitssystem erreicht HL7 v3 ist noch in der Entwicklung

27 Digital Imaging and Communications in Medicine (DICOM) Der DICOM-Standard umfasst: – ein Datenformat – ein Netzwerkkommunikationsprotokoll Zielsetzung: Speicherung, Austausch, Ausdrucken und Übertragung von Bilddaten als auch Daten, die den Bildern zugeorgnet sind

28 DICOM – Standard für bildgebende Verfahren Feld- und Segmentdarstellung XML Repräsen- tation

29 Standards The wonderful thing about standards is that there are so many of them to choose from Attributed to Hopper, without source, in The UNIX-HATERS Handbook (1994), edited by Simson Garfinkel, Daniel Weise, and Steven Strassmann (ISBN ), p. 9The UNIX-HATERS HandbookISBN


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