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GEWALT AN DER SCHULE? Eine schriftliche Befragung der Schüler/innen der Mittelschule Wilsdruff und deren Eltern im Schuljahr 2008/09 Datenauswertung und.

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1 GEWALT AN DER SCHULE? Eine schriftliche Befragung der Schüler/innen der Mittelschule Wilsdruff und deren Eltern im Schuljahr 2008/09 Datenauswertung und –interpretation: Diplom-Soziologin Mandy Glöckner

2 Ergebnisse der Schülerbefragung Ergebnisse der Elternbefragung

3 Gewalt an der Schule 3 Ergebnisse der Schülerbefragung Inhaltsverzeichnis Zusammensetzung der Stichprobe Freundschaftsbeziehungen Persönliche Aussagen Sachbeschädigung/Diebstahl Physische Gewalt Psychische Gewalt Erpressung Täter Opfer Täter und Opfer aus der Geschlechter- & Altersperspektive Offene Fragen Zusammenfassung der Schülerbefragung

4 Gewalt an der Schule 4 Zusammensetzung der Stichprobe Geschlecht Standardisierter Fragebogen mit geschlossenen und offenen Fragen Befragungszeitraum: Stichprobenziehung: Vollerhebung Grundgesamtheit:Alle Schüler/innen der Mittelschule Wilsdruff; G = 386 Stichprobengröße: N = 372 Rücklaufquote:Q R = 96,4% Alter in Jahren Zurück zum Inhaltsverzeichnis

5 Gewalt an der Schule 5 Zusammensetzung der Stichprobe Klassenstufen Zurück zum Inhaltsverzeichnis

6 Gewalt an der Schule 6 Freundschaftsbeziehungen (Frage 1) Angaben in %, N = ,1 34,6 5,4 1,9 vorwiegend aus Klasse 6, Jahre Manche haben mehrere Freunde/Freundinnen, andere haben nur eine/n Freund/in in der Schule, andere sind viel allein. Was trifft bei dir am ehesten zu? Zurück zum Inhaltsverzeichnis

7 Gewalt an der Schule 7 Persönliche Aussagen - Selbstwertgefühl/ Selbstwirksamkeit (Aussagen 2a, 2b, 2f, 2n) Im Großen und Ganzen bin ich mit mir zufrieden. (N = 371) Wenn ich von einer Lehr- person ungerecht behandelt werde, fühle ich mich zu hilf- los, um mich dagegen zu wehren. (N = 371) Ich glaube, ich habe eine Reihe guter Eigenschaften. (N = 371) Ich kann mir selbst helfen, wenn eine Aufgabe schwierig ist. (N = 369) Angaben in % Zurück zum Inhaltsverzeichnis

8 Gewalt an der Schule 8 Persönliche Aussagen – Einstellung zur Schule (Aussagen 2c, 2e, 2m, 2p) Schon der Gedanke an die Schule macht mich oft miss- mutig. (N = 371) Ich gehe gern zur Schule. (N = 371) Ich habe manchmal Angst vor Gewalt in der Schule durch Mitschüler. (N = 370) Es gibt in der Schule viele Dinge, die mir Spaß machen. (N = 369) Angaben in %

9 Gewalt an der Schule 9 Persönliche Aussagen – (Antizipierte) Reaktionen anderer Aussagen 2d, 2h, 2j, 2k, 2o, 2s) Ich kann mich so gut be- nehmen wie ich will, man glaubt immer nur Schlechtes von mir. (N = 368) Ich habe das Gefühl, Schüler behandeln mich wie einen Außenseiter. (N = 369) Ich glaube, die Lehrer haben mich schon aufgegeben. (N = 371) Ich glaube, niemand versteht mich so recht. (N = 370) Ich habe das Gefühl, viele in der Schule meiden den Kontakt mit mir. (N = 371) Ich habe den Eindruck, hinter meinem Rücken reden andere schlecht über mich. (N = 372) Angaben in %

10 Gewalt an der Schule 10 Persönliche Aussagen - Streitverhalten/ Aggressionspotential Aussagen 2g, 2i, 2l, 2q, 2r, 2t) Ich fühle mich leicht ange- griffen. (N = 370) Ich steigere mich leicht in einen Streit hinein. (N = 371) Es bringt mich zum Kochen, wenn andere sich über mich lustig machen. (N = 372) Streit mit anderen Schülern, kann ich meist durch Reden klären. (N = 370) Bei Streit mit anderen raste ich richtig aus & habe mich nicht mehr unter Kontrolle. (N = 372) Ich gerat schnell in Wut. (N = 372) Angaben in %

11 Gewalt an der Schule 11 Einrichtungsgegenstände wurden absichtlich be- schädigt. (N = 372) Sachen, die anderen Schülern gehören, wurden absichtlich beschädigt. (N = 371) Sachen, die anderen Schülern gehören, wurden absichtlich versteckt. (N = 369) Sachen, die anderen Schülern gehören, wurden absichtlich weggenommen. (N = 370) Angaben in % Wie oft hast du selber in diesem Schuljahr beobachtet, dass andere Schüler/innen an deiner Schule folgendes getan haben? Sachbeschädigung/Diebstahl (Aussagen 3a – 3d) Zurück zum Inhaltsverzeichnis

12 Gewalt an der Schule 12 Angaben in %, N = ,3 1,7 Sachbeschädigung/Diebstahl (Aussage 3e) Zurück zum Inhaltsverzeichnis

13 Gewalt an der Schule 13 Spaßkampf zwischen zwei Schülern/Schüler- innen (N = 370) Ernsthafte Prügelei zwischen zwei Schülern/ Schülerinnen (N = 369) Zwei Gruppen von Schüler/ Schülerinnen prügeln sich. (N = 366) Wie oft hast du selber in diesem Schuljahr an deiner Schule oder auf dem Schulweg folgendes beobachtet? Angaben in % Physische Gewalt (Aussagen 4a – 4c) Zurück zum Inhaltsverzeichnis

14 Gewalt an der Schule 14 Eine größere Zahl von Schülern/Schülerinnen feuert zwei an, die sich prügeln. (N = 366) Ein oder mehrere Jungen bedrängen ein Mädchen und fassen es gegen ihren Willen an. (N = 369) Ein Junge wird von einem oder mehreren Mädchen bedrängt und gegen seinen Willen angefasst. (N = 369) Wie oft hast du selber in diesem Schuljahr an deiner Schule oder auf dem Schulweg folgendes beobachtet? Angaben in % Physische Gewalt (Aussagen 4d – 4f) Zurück zum Inhaltsverzeichnis

15 Gewalt an der Schule 15 Physische Gewalt – Jungen (Aussagen 4g – 4i) (N = 371) Alle Aussagen werden vom über- wiegenden Teil der Jungen vollends abgelehnt; dies gilt für alle Alters- bzw. Klassenstufen gleichermaßen. Zustimmende Antworten kommen hauptsächlich bei Aussage 1 aus der 6. & 9. Klasse Aussage 2 aus der 9. Klasse Aussage 3 aus der 6. Klasse Zurück zum Inhaltsverzeichnis

16 Gewalt an der Schule 16 Physische Gewalt – Mädchen (Aussagen 4j – 4l) (N = 370) (N = 371) Vorwiegend Mädchen aus Klasse 7 & 9 stimmen Aussage 1 zu; Mädchen der 6. Klasse (bzw Jährige) lehnen sie ab. Aussage 2 wird eher von Mädchen aus der 7. Klasse (bzw Jahre) zugestimmt, von Sechstklässlerinnen abgelehnt. Ablehnende Antworten bei Aussage 3 sinken mit zunehmenden Alter. Zurück zum Inhaltsverzeichnis

17 Gewalt an der Schule 17 Psychische Gewalt (Aussagen 5a – 5d) Wie oft hast du selbst folgende Verhaltensweisen zwischen Schülerinnen und Schülern in diesem Schuljahr an deiner Schule beobachtet? Spotten/Auslachen (N = 370) Beschimpfen/Gemeine Ausdrücke (N = 370) Gemeine Gesten/ Zeichen (N = 369) Dass jemand von anderen ausgeschlossen wird (N = 366) Angaben in % Zurück zum Inhaltsverzeichnis

18 Gewalt an der Schule 18 Psychische Gewalt (Aussage 5e) Angaben in %, N = ,9 14,7 5,4 Zurück zum Inhaltsverzeichnis

19 Gewalt an der Schule 19 Erpressung (Aussagen 6a – 6c) Wie oft hast du selbst beobachtet, dass in diesem Schuljahr folgende Ergebnisse an deiner Schule vorgekommen sind? Angaben in % Jemand fordert Geld und droht mit Strafe, wenn nicht gezahlt wird. (N = 368) Jemand fordert Sachen abzugeben und droht mit Strafe, wenn nicht abgegeben wird. (N = 369) Jemand droht mit Strafe, falls dem Lehrer etwas mitgeteilt wird. (N = 368) Zurück zum Inhaltsverzeichnis

20 Gewalt an der Schule 20 Erpressung (Aussagen 6d) Angaben in %, N = ,9 54,4 42,5 3,1 Zurück zum Inhaltsverzeichnis

21 Gewalt an der Schule 21 Täter – physische/psychische Gewalt (Aussagen 7a – 7d) Wie oft hast du selbst an deiner Schule oder auf dem Schulweg in diesem Schuljahr folgendes gemacht? Andere im Unterricht ge- ärgert, beworfen oder be- schossen. (N = 370) Angaben in % Andere gehänselt oder mich über sie lustig gemacht. (N = 370) Mich mit einem/einer anderen geprügelt. (N = 369) Mit anderen einen Jungen/ein Mädchen verprügelt. (N = 370) Zurück zum Inhaltsverzeichnis

22 Gewalt an der Schule 22 Täter – Sachbeschädigung/Erpressung/ physische/ psychische Gewalt (Aussagen 7e – 7h) Wie oft hast du selbst an deiner Schule oder auf dem Schulweg in diesem Schuljahr folgendes gemacht? Sachen von anderen absichtlich kaputt- gemacht. (N = 371) Angaben in % Andere unter Druck gesetzt. (N = 370) Anderen auf dem Schul- weg aufgelauert, sie be- lästigt, bedroht oder ver- prügelt. (N = 371) Mit anderen bewusst Streit angefangen, sie angeschrieen, beschimpft. (N = 371) Zurück zum Inhaltsverzeichnis

23 Gewalt an der Schule 23 Täter – physische/psychische Gewalt/ Diebstahl (Aussagen 7i – 7l) Wie oft hast du selbst an deiner Schule oder auf dem Schulweg in diesem Schuljahr folgendes gemacht? Andere mit Sachen be- worfen. (N = 370) Angaben in % Anderen Sachen ver- steckt, so dass sie sie nicht wieder finden konnten. (N = 369) Andere mit gemeinen Ausdrücken beschimpft. (N = 370) Anderen etwas gewaltsam weg- genommen. (N = 369) Zurück zum Inhaltsverzeichnis

24 Gewalt an der Schule 24 Opfer – physische/psychische Gewalt/Erpressung (Aussagen 8a – 8e) Wie oft bist du selbst an deiner Schule oder auf dem Schulweg in diesem Schuljahr…...von anderen ge- schlagen worden? (N = 368) Angaben in % …von anderen gehänselt oder geärgert worden? (N = 370)...auf dem Schulhof be- lästigt, bedroht worden? (N = 368)...von anderen ange- schrieen, beschimpft, be- leidigt worden? (N = 367)...von anderen unter Druck gesetzt, erpresst worden? (N = 370) Zurück zum Inhaltsverzeichnis

25 Gewalt an der Schule 25 Opfer – physische Gewalt/Sachbeschädigung/ Diebstahl (Aussagen 9a – 9c) Wie oft wurde/n dir an deiner Schule oder auf dem Schulweg in diesem Schuljahr…...von anderen Sachen absichtlich kaputt gemacht? (N = 369) Angaben in % …von anderen gewalt- sam etwas weg- genommen? (N = 370)...von anderen Sachen versteckt, so dass du sie nicht wieder finden konntest? (N = 370) Zurück zum Inhaltsverzeichnis

26 Gewalt an der Schule 26 Täter und Opfer aus der Geschlechter- & Altersperspektive* * Tendenzielle Auffälligkeiten Physische/ Psychische Gewalt Öfters bzw. täglich körperlich gewalttätig wurden tendenziell eher Jungen und Schüler/innen der 7. Klasse; psychische Gewalt, wie Hänseleien oder Beschimpfungen, wurden auch eher von Jungs und insbesondere von Neuntklässlern/innen angewandt. Weiter lässt sich die Tendenz erkennen, dass das Ausmaß beider Gewaltformen mit zunehmenden Alter ansteigt. Dass sie nie körperlich oder psychisch gewalttätig wurden, geben mehr Mädchen als Jungen an und hauptsächlich Sechstklässler bzw Jährige. Als häufige Opfer physischer und psychischer Gewalt kristallisieren sich vor allem Jungen, Schüler/innen der 5. Klasse und Jüngere heraus. Im diesem Schuljahr nie Opfer körperlicher Gewalt waren vorwiegend Mädchen und wieder die Sechstklässer/innen; nie Opfer psychischer Gewalt waren eher Jungen und Ältere. Sachbeschädigung Tendenziell geben mehr Zehntklässler/innen, Jungen und ältere Schüler/innen an, dass sie schon öfters Privateigentum anderer beschädigt haben. Seltener machten dies eher Siebtklässler/innen und Jährige, nie Schüler/innen der 6. Klasse. Häufig Opfer von Sachbeschädigung waren Mädchen und Jungen gleichermaßen und vor allem Schüler/innen der höheren Klassenstufen; noch nie Opfer gewesen zu sein, geben wieder überwiegend Sechstklässler/innen an. Zurück zum Inhaltsverzeichnis

27 Gewalt an der Schule 27 Täter und Opfer aus der Geschlechter- & Altersperspektive* * Tendenzielle Auffälligkeiten Diebstahl Diebstahl (seltener bis häufig) begingen tendenziell eher Jungen und Neunt- bzw. Siebtklässlern/innen. Darüber hinaus ist erkennbar, dass das Ausmaß dieser Gewaltform mit zunehmenden Alter ansteigt. Nie etwas gestohlen zu haben, gaben abermals mehr Mädchen als Jungen und Sechstklässler bzw Jährige an. Eher Jungen lassen sich als Opfer von Diebstahl ausmachen; noch nie bestohlen wurden hauptsächlich Schüler/innen der 6. Klasse. Erpressung Tendenziell geben mehr Jungen, Siebtklässler/innen und Jährige zu, dass sie schon häufiger andere erpresst haben. Wieder sind es hauptsächlich Sechst- klässler/innen, die dies in diesem Schuljahr nie getan haben. Zurück zum Inhaltsverzeichnis

28 Gewalt an der Schule 28 Offene Fragen – Was ist für dich Gewalt? Physische Gewalt: 98,4% schlagen 69,1% (darunter blutig schlagen/ starke Schmerzen zufügen 5,5%) (ver-)prügeln 26,2% treten 16,9% schubsen 7,4% Waffen 3,0% Handgreiflichkeiten 2,5% Krieg 2,2% töten 1,6% unter 1%: beißen, kratzen, festhalten, würgen bewerfen, spucken, Amoklauf Mobbing 5,5% Anderen einen Schaden zufügen/verletzen 5,5% Sexuelle Gewalt 3,6% Psychische & Verbale Gewalt: 41,0% beleidigen/beschimpfen8,7% drohen7,1% Schimpfwörter 5,7% ärgern/provozieren3,0% runtermachen1,9% hänseln1,4% demütigen1,1% Mädchen (54%), Jahre (43,4%) unter 1%: einschüchtern, auslachen, diskriminieren, ängstigen Aggressives Verhalten 1,6% Diebstahl 1,4% Sachbeschädigung1,4% Erpressung0,8% N = 366 Zurück zum Inhaltsverzeichnis

29 Gewalt an der Schule 29 Offene Fragen – Wer ist für dich ein ideales Mobbingopfer? N = 308 Alle Schüler, die vom Normalbild/Standard/Masse abweichen 4,9% Jeder, der nicht ins Bild passt, ist ein potentielles Mobbingopfer. Äußerlichkeiten dick 26,6%dünn2,9% hässlich 18,2%hübsch0,3% klein16,9%groß2,3% Brillenträger 13,0% uncoole/abgetragene Klamotten11,0% ungepflegt/fettige Haare/stinkt 9,1% pickelig 4,9% Mauerblümchen/unscheinbar 2,3% Ausländer 2,0% Zahnspangenträger 1,6% komische Frisur 1,3% legt wenig Wert auf Äußeres 1,3% behindert (Hörgerät, Sprachfehler) 1,3% Unter 1%: schlampig, ungeschminkt, unmodern, krumme Haltung, schwuler Gang Auftreten/Eigenschaften still/ruhig 11,4% große Klappe 10,1% provoziert 6,8% dumm 11,4% schlau 4,6% Außenseiter/Einzelgänger 13,0% arrogant/denkt, wäre der Größte 8,1% Streber 8,1% verschlossen/zurückgezogen 7,5% arm/sozial schwache Familie 4,2% aggressiv/leicht provozierbar 4,2% kindisch/verspielt 2,6% Schleimer 2,0% komische Art 1,6% unsportlich 1,3% Unter 1%: Freak, Mamakind, Proll, Spießer, falsch, Langweiler, Schulschwänzer, ignorant, lebt in eigner Welt, egoistisch, trottelig, unbeliebt, mädchenhafte Jungs, nervig, Petze, uncool Zurück zum Inhaltsverzeichnis

30 Gewalt an der Schule 30 Offene Fragen – Wer ist für dich ein ideales Mobbingopfer? N = 308 Aber auch unsichere, schwächere, kleinere, hilflose, wehrlose Schüler schüchtern/zurückhaltend18,2% zurückhaltend 18,2% klein16,9% ängstlich 11,0% wehrlos 9,4% kein Selbstbewusstsein/ unsicher 8,4% schwach 6,5% Jüngere 1,6% Es gibt kein ideales Mobbingopfer, es kann jeden treffen 3,6% Zurück zum Inhaltsverzeichnis

31 Gewalt an der Schule 31 Offene Fragen – Würdest du einem Mobbingopfer helfen? Angaben in %, N = , ,1 1,2 Zurück zum Inhaltsverzeichnis

32 Gewalt an der Schule 32 Offene Fragen – Wie würdest du einem Mobbingopfer helfen? N = 203 Täterseite mit Mobbern reden14,3% Mobber auffordern aufzuhören 7,9% sie zurückschlagen 1,5% Opferseite verteidigen/in Schutz nehmen17,3% mit Opfer reden11,8% Ratschläge geben 9,4% aufbauen/Mut machen 7,4% Beistand 4,4% Eltern des Opfers in Kenntnis setzen 3,5% Freundschaft anbieten 2,5% zum Arzt bringen 0,5% in Selbsthilfegruppe schicken 0,5% eingreifen/dazwischen gehen25,6% Erwachsenen Bescheid geben/holen 22,2% verhandeln/Streit schlichten 4,4% mit Lehrern reden 4,4% Hilfe holen 3,0% Polizei rufen 3,0% Freunde holen 1,0% würde mich nicht trauen zu helfen 2,5% Zurück zum Inhaltsverzeichnis

33 Gewalt an der Schule 33 Offene Fragen – Hättest du dann Angst vor Folgen?/ Kennst du Mobbingopfer an unserer Schule? Angaben in % 64 6,4 29,6 N = 203 N = ,7 75,3 Zurück zum Inhaltsverzeichnis

34 Gewalt an der Schule 34 Offene Fragen – Weißt du, wo du dir Hilfe holen kannst? Angaben in %, N = 356 Spezifizierungen: Klassenlehrer (11x) Vertrauenslehrer (11x) Beratungslehrer (5x) Aufsichtslehrer (2x) Zurück zum Inhaltsverzeichnis

35 Gewalt an der Schule 35 Offene Fragen – Weißt du, wo du dir Hilfe holen kannst? Internet (6x) Bekannte (6x) Vertrauenspersonen (6x) Klassen-/Schülersprecher (5x) Arzt (3x) Außenstehende (3x) Bücher/Fernsehen (2x) Selbsthilfegruppe (2x) Behörden (2x) Man kann nicht helfen (2x) Man muss sich selbst helfen (1x) Busfahrer (1x) Angaben in %, N = 356 Zurück zum Inhaltsverzeichnis

36 Gewalt an der Schule 36 Offene Fragen – Wie sollte die gerechte Strafe aussehen für jemanden, der mobbt? N = 296 soll auch gemobbt werden, um zu wissen wie sich Mobbingopfer fühlt28,0% soll ignoriert/ verachtet werden 3,0% Schulverweis22,3% Schulausschluss11,5% Klassenwechsel/Schulwechsel 2,4% Eintrag ins Hausaufgabenheft 1,0% im Klassenbuch Spalte für Mobber einrichten* Schulverbot* Ausschluss von Klassenfahrten* Strafarbeit (z.B. Hausordnung abschreiben/ Aufsatz über Mobbing)13,2% Arbeitseinsatz in der Schule/Hausmeisterarbeiten11,5% nachsitzen 7,8% Sozialstunden 3,0% Elternbrief/Elterninformation/Elterngespräch 5,4% Elternstrafe (Hausarrest, Fernseh-/Computerverbot) 2,7% * unter 1% Zurück zum Inhaltsverzeichnis

37 Gewalt an der Schule 37 Offene Fragen – Wie sollte die gerechte Strafe aussehen für jemanden, der mobbt? N = 296 Entschuldigung beim Opfer8,1% Gespräch Täter – Opfer – Lehrer (Suche nach Ursachen)2,7% Gespräch Täter – Opfer – Lehrer – Eltern1,0% Gespräch in der Klasse* dem Opfer einen Tag helfen/es ein halbes Jahr beschützen* nebeneinander sitzen/zusammen ein Projekt bearbeiten lassen* Jugendanstalt/Arrest/Gefängnisstrafe7,1% Geldstrafe4,1% Anzeige bei der Polizei2,4% Besuch beim Psychologen/Therapie2,0% Man muss nach der Schwere der Tat differenzieren.* bei gegenseitigem Mobben keine Strafe* Keine – man muss sich ja nicht mobben lassen.* Keine – weil das nichts mit der Schule zu tun hat.* * unter 1% Zurück zum Inhaltsverzeichnis

38 Gewalt an der Schule 38 Offene Fragen – Was mir zu diesem Thema noch auf der Seele brennt: N = 97 Mobbing ist… …fies, grausam, unmenschlich, grausam, sinnlos, dumm, schwer vermeidbar, doof Es soll kein Mobbing an unserer Schule geben. 8,3% Ich finde es schlimm jemanden zu mobben. 7,2% Ich möchte selbst kein Mobbingopfer werden und habe Angst davor. 3,1% Man sollte aufhören zu mobben. Damit kommt man nicht weiter. Man verletzt einen Menschen damit sehr. 3,1% Jugendliche, die zu Gewalt neigen, finden ihr Leben langweilig und sind naiv. Es geht bei Mobbing meist ums Aussehen und dafür kann niemand etwas. Mobbing interessiert mich nicht. Mobbing wird meiner Meinung nach zu hoch bewertet; es gilt gleich als Mobbing, nur wenn mal geärgert wird. Mobbing kennzeichnet sich durch körperliche Gewalt und Regelmäßigkeit. Eigene Erfahrungen 18,6% Ich bin selbst ein Mobbingopfer. (4x) Ich war ein Mobbingopfer, habe aber im Internet Freunde gefunden, die mich unterstützen. Zurück zum Inhaltsverzeichnis

39 Gewalt an der Schule 39 Offene Fragen – Was mir zu diesem Thema noch auf der Seele brennt: N = 97. Ich war an der alten Schule selbst Mobbingopfer, ich weiß also, wie man sich fühlt. Deshalb helfe ich anderen, die gemobbt werden. Ich habe eine Freundin, die gemobbt wurde. Ich habe ihr geholfen und wurde dann auch gemobbt. Ich habe einen Freund, der gemobbt wurde. Ich habe ihm geholfen und daraufhin wurde ich geschlagen. Aber das war es wert. Ich war selbst mal Mobber. Das ging dann über die Polizei und nun sind wir gute Freunde. Ich finde Mobbing schlimm. Deshalb habe ich damit aufgehört. Die Opfer tun mir leid, aber ich will Mobber nicht strafen, weil ich selbst dazu gehört habe. An Bushaltestellen sieht man oft, wie jemand gemobbt wird. Zu viele Schüler, die mobben oder prügeln, gehen an diese Schule (insbes. 10. Klasse). Ich finde es blöd, wenn ein Junge und ein Mädchen befreundet oder verliebt sind und andere machen sich darüber lustig. Ich finde es blöd, dass Mobbingtäter sich immer an Kleineren vergreifen. Sie sollten sich mit Gleichaltrigen anlegen. Unsere Parallelklasse mobbt. Zurück zum Inhaltsverzeichnis

40 Gewalt an der Schule 40 Offene Fragen – Was mir zu diesem Thema noch auf der Seele brennt: N = 97 Es muss mehr gegen Gewalt und Mobbing getan werden. 20,6% Nicht wegschauen, sondern handeln und eingreifen. (3x) Situation an dieser Schule ist nicht i. O.; Lehrer unternehmen nichts gegen Mobbing, es wird einfach abgetan. Es sollte ein Antigewaltkurs eingeführt werden. Lehrer sollten schon gegen Beleidigungen und kleinere Delikte vorgehen. Mahnungen und Drohungen von Lehrern müssen konsequent eingehalten und durchgezogen werden. An der Schule werden Mobbingtäter zu harmlos bestraft. Es muss eine Regel gegen Mobbing an der Schule eingeführt werden. Gesprächsrunden mit Lehrern in der Klasse über Mobbing und spezielle Mobbingfälle einführen und dort auch Streitereien ausdiskutieren. (2x) Mobbingopfer und Mobber sollen sich zusammensetzen und darüber reden. Ich würde gern helfen, aber mir fehlt der Mut. (2x) Konflikte nicht durch Mobbing lösen, sich einfach in Ruhe lassen. (2x) Man sollte Mobbing nicht verheimlichen, sondern sagen. Mobbingopfer sollen sich wehren. Täter müssen sich in die Lage der Opfer versetzen. Sie sollen nachdenken, was sie tun. Kein Mensch ist perfekt - auch sie nicht! Zurück zum Inhaltsverzeichnis

41 Gewalt an der Schule 41 Offene Fragen – Was mir zu diesem Thema noch auf der Seele brennt: N = 97 Mobbingopfer sollten mehr geschützt werden. Man kann als Einzelner nichts machen Man kann nichts gegen Mobbing tun, da die Opfer Angst haben irgendetwas zu sagen. Manche Mobbingopfer sind an ihrer Situation selbst schuld. 6,2% Sie sind arrogant, provozieren oder verbreiten Lügen. Es ist wichtig, immer Opfer und Täter zu betrachten und anzuhören. Befragungen über Mobbing sind sinnlos bzw. nerven. 5,2% Niemand antwortet ernst auf die Fragen. (2x) Hilft nicht Mobbing zu unterdrücken, es wird immer Mobbing geben. Man sollte das mit den Opfern selbst klären. Außerdem ist Mobbing an unserer Schule gar nicht so schlimm. Übertrieben ist auch der Elternfragebogen; das Thema wird zu oft angesprochen und das nervt. Zurück zum Inhaltsverzeichnis

42 Gewalt an der Schule 42 Offene Fragen – Was mir zu diesem Thema noch auf der Seele brennt: N = 97 FRAGEN Ab wann gilt Mobbing als Körperverletzung? Warum wird überhaupt gemobbt? (3x) Was kann man gegen Mobbing tun? Kann ich mich bei meiner Klassenlehrerin melden, wenn ich selbst gemobbt werde? Kann man durch Mobbing von der Schule verwiesen werden? Gibt es jemanden, der Mobbing abgewöhnen kann? Wie wird es mit Strafen geahndet? Wie wird man damit fertig, wenn man zu Hause gemobbt wird? Wieso hängt sich die Schule da so rein? Zurück zum Inhaltsverzeichnis

43 Gewalt an der Schule 43 Zusammenfassung der Schülerbefragung Persönliche Aussagen Die Schüler/innen sind hauptsächlich in festen Freundesgruppen integriert. Der Großteil ist zufrieden mit sich, besitzt ein gesundes Selbstwertgefühl und schätzt sich als selbstwirksam ein. Über die Hälfte aller Schüler/innen hat eine positive Einstellung zur Schule. Die Mehrheit weist ein konstruktives Streitverhalten und ein eher geringes Aggressionspotential auf. Sachbeschädigung/Diebstahl Während Sachbeschädigung (von Schul- und Privateigentum) an der Mittelschule Wilsdruff tendenziell seltener oder nie beobachtet wurde, ist dies bei Diebstahl eher der Fall. Als Täter werden hauptsächlich beide Geschlechter gleichermaßen identifiziert. Physische Gewalt Physische Gewalt ist zwar an der Mittelschule Wilsdruff anzutreffen, jedoch in ihrer Auftretenshäufigkeit eher gering. Auffällig ist, dass diese mit zunehmender Härte (von der Prügelei bis zur sexuellen Gewalt) abnimmt. Mädchen stellen dabei für die meisten Jungen keine Ursache für physische Gewalt- anwendung dar. Analog fühlen sich Mädchen auch nicht geschmeichelt oder schauen gerne zu, wenn sich Jungen prügeln. Zurück zum Inhaltsverzeichnis

44 Gewalt an der Schule 44 Zusammenfassung der Schülerbefragung Psychische Gewalt Bei der psychischen Gewalt verhält es sich konträr zur körperlichen Gewalt; sie wurde mehrheitlich täglich bzw. wöchentlich von den befragten Schüler/innen beobachtet. Sie äußert sich vor allem in Beschimpfungen und Auslachen anderer. Über drei Viertel der Befragten berichten von keinen Geschlechterunterschieden bezüglich der Täter. Erpressung Im Vergleich zu den anderen Gewaltformen ist Erpressung die am wenigsten an der Mittelschule Wilsdruff anzutreffende und wurde bis jetzt überwiegend nie oder seltener von den Schüler/innen beobachtet. Die Hälfte der Befragten gibt an, dass Erpressungen vorwiegend von Jungen ausgingen. Täter Die Daten zum Täterverhalten bestätigen im Großen und Ganzen die bisherigen Ergebnisse: Die befragten Schüler/innen geben an häufiger psychische Gewalt angewendet zu haben (andere hänseln, ärgern, beschimpfen) als physische (prügeln). Gleiches gilt für Sachbeschädigung, Erpressung und Diebstahl – diese Gewaltformen wurden kaum praktiziert. Als Täter aller Gewaltformen kristallisieren sich tendenziell Jungen, Siebtklässler/innen und Ältere heraus. Hauptsächlich Sechstklässler/innen werden laut Befragung nie gewalttätig. Zurück zum Inhaltsverzeichnis

45 Gewalt an der Schule 45 Zusammenfassung der Schülerbefragung Opfer Während über die Hälfte der Schüler/innen schon einmal Opfer von psychischer Gewalt war, wurde ein Viertel körperlich attackiert. Rund 10-20% der Schüler/innen war schon Opfer von Sachbeschädigung, Erpressung oder Diebstahl. Dennoch ist die Auftretens- häufigkeit eher seltener. Den Opferstatus nehmen bei psychischer/ physischer Gewalt bzw. Diebstahl auch wieder eher Jungen ein; bezüglich Sachbeschädigung und Erpressung gibt es keine Geschlechterunterschiede. Abermals hauptsächlich Sechstklässler/innen werden nie Opfer aller Gewaltformen. Offene Fragen Nahezu jede/r befragte Schüler/in verbindet mit Gewalt körperliche Arten; nur knapp die Hälfte nennt auch psychische und verbale Gewaltformen. Ideale Mobbingopfer scheinen all diejenigen Schüler/innen zu sein, die vom Standard abweichen und/oder unsicher, wehrlos, schwach etc. sind. Fast drei Viertel der Schüler/innen würde einem Mobbingopfer helfen, indem sie überwiegend dazwischen gehen oder einem Erwachsenen Bescheid geben würden. Rund zwei Drittel hätte dann jedoch Angst vor Folgen. Genau drei Viertel der Schüler/innen kennt Mobbingopfer an der Mittelschule Wilsdruff. Als Haupthilfequellen im Mobbingfall werden Lehrer, Eltern und Freunde genannt; lediglich 7% der Befragten wüsste nicht, wo Hilfe zu holen wäre. Schulverweis, Straf- arbeiten und insbesondere Mobben des Täters werden als gerechte Strafen angesehen. Zurück zum Inhaltsverzeichnis

46 Gewalt an der Schule 46 Ergebnisse der Elternbefragung Inhaltsverzeichnis Einführende Betrachtungen Gewaltverständnis Ideales Mobbingopfer Beitrag der Eltern Beitrag der Schule Anmerkungen Zurück zum Inhaltsverzeichnis

47 Gewalt an der Schule 47 Einführende Betrachtungen Standardisierter Fragebogen mit fünf offenen Fragen Befragungszeitraum: Stichprobenziehung: Vollerhebung Grundgesamtheit:Alle Eltern der Schüler/innen der Mittelschule; G = ca. 386 Stichprobengröße: N = 37 Rücklaufquote:Q R = 9,6% Unterschiedlich ausführliche Antworten (stichwortartig – aufsatzartig) Zurück zum Inhaltsverzeichnis

48 Gewalt an der Schule 48 Wenn Sie an Schule denken – was ist für Sie Gewalt? Physische Gewalt: 88,9% schlagen 27,7% (ver-)prügeln 19,4% schubsen 13,9% Waffeneinsatz/-angriff 8,3% treten 5,6% stoßen 5,6% körp. Einsatz gegen andere 2,8% Psychische & Verbale Gewalt: 80,6% psychischen Druck ausüben16,7% (be-)drohen16,7% verspotten11,1% hänseln11,1% ärgern/sticheln11,1% beleidigen/beschimpfen 8,3% Schimpfwörter 8,3% einschüchtern/Angst machen 8,3% schikanieren 8,3% ausgrenzen 5,6% bloßstellen 5,6% N = 36 Erpressung 22,2% Sachbeschädigung/ Vandalismus 19,4% Diebstahl 16,7% Mobbing 8,3% Sexuelle Gewalt 2,7% Aggressives Verhalten 5,6% Misshandlung 5,6% Verschiedene Formen Zurück zum Inhaltsverzeichnis

49 Gewalt an der Schule 49 Wenn Sie an Schule denken – was ist für Sie Gewalt? N = 36 Verschiedene Orte (Schule, Schulhof, Schulweg, Schulbus) Verschiedene Personenkonstellationen (Lehrer – Schüler; Schüler – Schüler) Gewalt wird von der Gesellschaft (Politik/Wirtschaft) durch die Freigabe von Gewaltfilmen, -videos, -computerspielen und die Ausstrahlung von Nachrichten zu ungünstigen Zeitpunkten geschaffen. Gewalt ist die Überschreitung privater Grenzen und diese Grenzen, ab denen eine Handlung gewalttätig ist, sind individuell und kulturabhängig. Täter bevorzugen oftmals Schwächere. Mit zunehmenden Alter finden Jugendliche Einsicht und Vernunft bezüglich ihrer Einstellung und Reaktionen gegenüber Gewalt. Psychische Gewalt ist schwer erkennbar und damit schlimmste Art von Gewalt. Gewalt steht in der Schule nicht an erster Stelle. Zurück zum Inhaltsverzeichnis

50 Gewalt an der Schule 50 Gibt es für Sie ein ideales Mobbingopfer? N = 33 Äußerlichkeiten entsprechen nicht dem gängigen Schönheitsideal 6,1% zu dick 15,2% zu klein/zu groß 12,1% Haare/Frisur 9,1% Zahnspangenträger 3,0% Kleidung (keine Markenklamotten) 11,0% Nationale Herkunft 9,1% behindert (körperlich/geistig, Sprachfehler) 1,3% Auftreten/Eigenschaften Außenseiter/Einzelgänger 27,3% Streber 15,2% zurückgezogen 15,2% arm/sozial schwache Familie12,1% andere Meinung/Interessen/Werte12,1% sehr still/ruhig 9,1% überangepasst 6,1% Nichtraucher 3,0% nicht fähig, sich unterzuordnen 3,0% stellt sich immer in Mittelpunkt 3,0% große Klappe 3,0% kein Selbstbewusstsein/unsicher 66,7% schwach21,2% wehrlos/hilflos 21,2% schüchtern/zurückhaltend18,2% ängstlich12,1% kein Durchsetzungsvermögen 9,1% klein 9,1% Schüler/innen, die auffällig/andersartig sind, aus dem Rahmen fallen 24,2% Aber auch unsichere, schwächere, kleinere, hilflose, wehrlose Schüler/innen Zurück zum Inhaltsverzeichnis

51 Gewalt an der Schule 51 Gibt es für Sie ein ideales Mobbingopfer? N = 33 Zum Anderssein kommt die Bereitschaft bzw. das Signalisieren, die Opferrolle anzunehmen, hinzu. Man kann idealtypisch passive und provozierende Opfer unterscheiden. Einflussfaktoren Schulklima (Toleranz) Herkunftsfamilie Opferstrukturen werden in der Herkunftsfamilie vorgelebt. Mobbingopfer besitzt wenig Eigencharakter, da es sich zu Hause nicht richtig entfalten bzw. entwickeln kann und gelernt hat, sich durch Anpassung dem Stress zu entziehen. Je größer der Stress und Druck zu Hause ist, desto größer ist auch die Gefahr in der Schule Opfer zu werden. Schüler, die von Lehrern negativ in den Mittelpunkt (ironische/ abfällige Bemerkungen) gestellt werden. Es gibt kein ideales Mobbingopfer; es kann jeden treffen. 24,2% Zurück zum Inhaltsverzeichnis

52 Gewalt an der Schule 52 Eltern erhalten Kenntnis von einem Mobbingfall an unserer Schule – was können Eltern tun? N = 36 GESPRÄCHE MIT DER SCHULE: Klassenlehrer 47,2% Schulleitung 22,2% Elternvertretung 5,6% Schülervertretung 2,8% MIT DEN EIGENEN KINDERN: Kinder für Mobbing sensibilisieren verständlich machen, wie sich ein Mobbingopfer fühlt 44,4% falls Opfer: sie unterstützen, helfen, Selbstbewusstsein stärken 8,3% MIT ANDEREN ELTERN mit anderen Eltern sprechen 11,1% Eltern des Opfers be- nachrichtigen 2,8% betroffenen Eltern Mut machen, sie unterstützen 11,1% MIT DEM OPFER 5,6% MIT DEN TÄTERN 8,3% KEINESFALLS MIT TÄTERN SPRECHEN 5,6% ALLE AN EINEN TISCH BRINGEN UND SITUATION KLÄREN Gespräch Opfer-Täter- Eltern 11,1% Gespräch Opfer-Täter- Mediatoren PRÄVENTIVE GESPRÄCHS- KREISE INITIIEREN zwischen Eltern – Schülern - Lehrern Zurück zum Inhaltsverzeichnis

53 Gewalt an der Schule 53 Eltern erhalten Kenntnis von einem Mobbingfall an unserer Schule – was können Eltern tun? N = 36 Kinder ernst nehmen notfalls Polizei informieren in schwerwiegenden Fällen Schulwechsel in Betracht ziehen sich über Mobbing informieren (Warnsignale, Ursachen, etc.) Kind aus einem gestärkten Elterhaus, in dem es geliebt und wertgeschätzt wird, wird sich wehren und kaum zum potentiellen Opfer werden Ansatzpunkt liegt im Elternhaus; dazu braucht es mitarbeitsbereite Eltern Der Beitrag von Eltern ist schwierig, da man seinem Kind nicht schaden will, dass es als Petze da steht. Zurück zum Inhaltsverzeichnis

54 Gewalt an der Schule 54 Welchen Beitrag soll die Schule sowohl präventiv als auch situationsbezogen leisten? N = 36 PRÄVENTIV Aufklärungsarbeit/Informationsarbeit bezüglich Mobbing leisten 72,2% Kinder im Unterricht für das Thema sensibilisieren, z.B. in der Klassenleiterstunde Wann fängt Mobbing an? Was gehört alles zu Mobbing? Was kann man dagegen tun? Täter – Opfer – Thematik: Wie fühlt sich ein Opfer? Welche Konsequenzen können sowohl für Opfer als auch Täter eintreten? Usw. Vorträge, Filme, Projekte, Diskussionen, Gespräche konkrete Mobbingfälle, die sich an der Schule ereignet haben, innerhalb der Klasse diskutieren fiktive Beispiele diskutieren (Kinder müssen am konkreten Fall entscheiden, ob Mobbing oder nicht) Rollenspiele/ Theaterstücke ehemalige Mobbingopfer von ihren Erfahrungen berichten lassen Therapeuten einladen, der aus der Sicht von Opfern spricht Gesprächsrunde mit Polizeibeamten (Fotos, Berichte, Auswirkungen auf das weitere Leben von Opfern und Tätern) Klassenregeln als präventive Maßnahmen gegen Mobbing vereinbaren mit den Kindern weiter an dem Thema arbeiten wie begonnen Zurück zum Inhaltsverzeichnis

55 Gewalt an der Schule 55 Welchen Beitrag soll die Schule sowohl präventiv als auch situationsbezogen leisten? N = 33 Offenes Schulklima schaffen, in dem Probleme und Sorgen angesprochen werden können 27,8% immer ein offenes Ohr für Schüler und Eltern haben Vertrauen zu den Schülern haben reguläre Plattform für Schüler bieten (Klassenleiterstunde, Beratungslehrer, Psychologen, Vertrauenslehrer) Anonymen Kummerbriefkasten errichten 11,1% Pausenaufsichten verstärken 8,3% z.B. durch größere Schüler Kurse anbieten/durchführen 5,6% Anti-Gewalt-Kurse/ Anti-Aggressionstrainings (offene und faire Konfrontation, konstruktives Streiten) Konfliktbewältigungs-Trainings soziale Kompetenz-Trainings zur Persönlichkeitsentwicklung Zurück zum Inhaltsverzeichnis

56 Gewalt an der Schule 56 Welchen Beitrag soll die Schule sowohl präventiv als auch situationsbezogen leisten? N = 33 Vorbilder sein: Toleranz vorleben und vermitteln 5,6% keine Sprüche über andere Schüler, die sich nicht alltäglich bzw. der Norm entsprechend kleiden, z.B. Gothics, Punks Vertrauenslehrer/innen und Ansprechpersonen schulintern und extern explizit benennen* Aushang, Schulzeitungen, Elternbrief Lehrer, Eltern- bzw. Schülervertreter in Mediation schulen (incl. Übungen)* Höheres Engagement der Lehrer* Streitereien der Schüler nicht als Rumgezicke abtun, sondern beobachten und nachfragen Schüler ermutigen über bekannte Mobbingfälle zu berichten Keine Bevorzugung von Schülern* Lehrer sollen einzelne Kinder vor der Klasse nicht öfters loben kann zu Ausgrenzung führen * unter 1% Zurück zum Inhaltsverzeichnis

57 Gewalt an der Schule 57 Welchen Beitrag soll die Schule sowohl präventiv als auch situationsbezogen leisten? N = 33 Auf Individualität des Einzelnen eingehen* Schülerinitiative gründen (evt. mit ehemaligen Mobbingopfern)* Vertrauensschüler etablieren (nicht nur –lehrer)* aus höheren Schulklassen, die in Lehrgängen in sicherem Auftreten und im Umgang mit Problemfällen geschult werden. Schüler werden eher an andere Schüler als an Lehrer herantreten (Petze) Beratung, sozialpädagogische Betreuung oder Schulpsychologen* Schule leistet schon großen Beitrag* * unter 1% Zurück zum Inhaltsverzeichnis

58 Gewalt an der Schule 58 Welchen Beitrag soll die Schule sowohl präventiv als auch situationsbezogen leisten? N = 36 SITUATIONSBEZOGEN: HINSEHEN STATT WEGSEHEN Aktives & schnelleres Eingreifen der Lehrer 36,1% schon bei den kleinsten Anzeichen schneller reagieren, wenn Schüler mit Problemen zu Lehrern kommen (aus kleinen Problemen können schnell größere werden) aktiv bei Verdacht auf Schüler zugehen, da sie sich oft nicht trauen etwas zu sagen (Angst als Petze dazustehen) Gespräche führen 36,1% Einzelgespräche mit Täter bzw. Opfer Gruppengespräche: Betroffene Schüler (Opfer/Täter) – Eltern – Lehrer Ursachen finden bzw. Konflikte lösen (Täter aktiv in die Lösung des Konflikts einbeziehen) Probleme (mit Klassenlehrer) in der Klasse ausdiskutieren Betreffende Eltern informieren/ Elterngespräche 19,4% Geschwächten Schülern Hilfe anbieten/ sie schützen 11,1% Zurück zum Inhaltsverzeichnis

59 Gewalt an der Schule 59 Welchen Beitrag soll die Schule sowohl präventiv als auch situationsbezogen leisten? N = 36 Schulpsychologen/ Experten hinzuziehen 11,1% in Einzelfällen mit Jugendamt oder anderen Beratungsstellen zusammenarbeiten (Fallbesprechung bzw. Betreuung der betroffenen Schüler/Eltern) Mobbing muss Thema der Schule und Klasse sein 5,6% Schüler über Mobbing aufklären, auf Konsequenzen hinweisen Mobbing/Gewalt auf Elternabenden, Klassenkonferenzen thematisieren Klassenübergreifende Elternabende zu diesem Thema, bei denen entsprechende Fachkräfte dazu sprechen Für Mobbingfälle zuständige Lehrer ernennen* sollen diskret sein, Verständnis haben, zuhören und zwischen den Zeilen lesen können Strengerer Umgang bei schweren Fällen, nicht nur Androhung von Folgen* Polizei einschalten* * unter 1% Zurück zum Inhaltsverzeichnis

60 Gewalt an der Schule 60 N = 20 Ich finde es gut, dass sich dem Thema Mobbing an der Schule zugewendet wird. Bitte dranbleiben! Weiter so! Klasse, dass sich die Schule mit dem Thema auseinandersetzt!! Dranbleiben! Wir sind selbst nicht konfrontiert; vielleicht hat man als betroffene Eltern eine andere Sicht auf das Thema. Danke, dass Sie sich der Angelegenheit annehmen. Der Modebegriff Mobbing wird überstrapaziert. Auch früher gab es Schüler, die nicht dazugehörten. Für mich ist es die Aufgabe der Eltern, ein Kind fit für das Leben zu machen und es nicht schon zu Hause in die Rolle des Opfers zu drängen. Mobbing ist ein nicht zu unterschätzendes Thema. Man darf nicht wegsehen, denn es kann jeden treffen. Deshalb müssen alle mithelfen, damit Mobbing keine Chance hat: Lehrer, Schüler, Eltern. Es ist schlimm, dass Mobbing schon in der Schule anfängt. Da das Thema Mobbing schon wieder angesprochen wird, macht es mir Sorgen und auch ein bisschen Angst. Wir reden oft zu Hause in der Familie über solche Themen und wie man damit umgeht. Ich hoffe, dass die eigenen Kinder nicht zum Opfer werden. (3x) Falls die eigenen Kinder Opfer oder Täter werden sollten, bitte ich um Mitteilung von der Schule, da ich nicht glaube, dass sie davon zu Hause erzählen würden; es braucht viel Geduld aller betroffenen Lehrer, Eltern und Schüler. Was Ihnen zu diesem Thema noch auf der Seele brennt: Zurück zum Inhaltsverzeichnis

61 Gewalt an der Schule 61 Was Ihnen zu diesem Thema noch auf der Seele brennt: N = 20 Mein eigenes Kind ist Opfer und auch wir als Eltern leiden. Kein Tag verging an dem wir nicht Angst hatten und uns fragten, was wird heute wieder in der Schule passieren. Für die Eltern des betroffenen Kindes ist es sehr schwer mit dieser Situation zurecht zu kommen; sie bedürfen jeglicher Unterstützung. Dank des Programms Erwachsen werden, das Frau Erler und Herr Süptitz mit der Klasse durchführen, hat die Gewalt ein Ende. Lehrern sollten mehr Rechte eingeräumt werden, sich gegen Gewalt und Mobbing durchzusetzen. mehr Transparenz untereinander Alle Seiten sollen im Gespräch bleiben; alle sollen hinsehen und zuhören, was unseren Kinder passiert. Es wird zu wenig mit Kindern gesprochen. Lehrer sind zu wenig engagiert, wenn Probleme auftreten. Schüler werden im Schulbus angegriffen, werden von anderen Kindern gehindert, an ihren Haltestellen auszusteigen. Wo hat der Busfahrer seine Augen? Er müsste solche Vorfälle an die Schule weiterleiten, die dann reagieren müsste. Schüler werden im Unterricht mit Nüssen beschossen. Wie geht es, dass der Unterricht so gestört wird und nichts gemacht wird? Warum werden die betreffenden Schüler nicht vor die Tür gestellt oder zur Direktorin geschickt? Warum können sie manche Schüler auf Kosten der Anderen alles erlauben? Hinschauen und zuhören wäre wichtig, nicht wegsehen. Den betreffenden Schülern einfach mal die Grenzen aufzeigen und diese dann mit den Eltern absprechen und ihnen klarmachen, was an der Schule abläuft. Zurück zum Inhaltsverzeichnis

62 Gewalt an der Schule 62 Was Ihnen zu diesem Thema noch auf der Seele brennt: N = 20 Oftmals sind Schüler im Klassenverband vom Aggressor so stark in den Bann gezogen, dass es eines hohen Fingerspitzengefühls und einer guten Sachrecherche bedarf, um gegen Mobbing vorzugehen. Häufig kommt es besonders auf die Aufmerksamkeit der Klassen- und Fachlehrer/innen und deren Absprachen untereinander an. Schulungen für das Personal sind daher besonders wichtig, da ansonsten Mobbing erst zu spät aufgedeckt wird. Im Notfall auch Hilfe von außen holen Ethische Werte vermitteln; Amokläufe verhindern Es ist wichtig die Ursachen für Mobing zu erfragen, um ein besseres Miteinander in der Gemeinschaft zu realisieren. Es müssen Bedingungen geschaffen werden, wo ein ruhiges Klima vorherrscht; kein Kind darf sich ausgestoßen fühlen, damit es nicht zu weiteren Amokläufen kommt. Es darf nicht soweit kommen. Zurück zum Inhaltsverzeichnis

63 Gewalt an der Schule 63 Was Ihnen zu diesem Thema noch auf der Seele brennt: N = 20 FRAGEN: Herrscht an dieser Schule Gewalt und Mobbing? Welchen Beitrag leistet die Schule bereits jetzt dazu? Gab es schon Mobbingfälle? Wurden sie gelöst und wie? Wie verhält sich ein Mobingopfer im Unterricht? Was macht es außerhalb der Schule? Besucht es eine AG? wäre sinnvoll Sind Strafen in der Schulordnung festgeschrieben? Welche Strafen sind aus pädagogischer Sicht sinnvoll? Es gibt an unserer Schule auch Eltern, die ihre Kinder unterstützen ein anderes Kind zu ärgern. Die Eltern selber lachen das Opfer aus und lästern. Ich habe es selbst erlebt; wieder ist das Opfer mein Kind. Was kann man dagegen tun? Gibt es Schlichterschüler/innen? Gibt es einen Schulpsychologen? Gibt es einen Beauftragten für Gewaltprävention? Zurück zum Inhaltsverzeichnis


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