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Von Karl Kraus zu Robert Musil Österreichische Literatur in der Ersten Republik (1918-1938)

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Präsentation zum Thema: "Von Karl Kraus zu Robert Musil Österreichische Literatur in der Ersten Republik (1918-1938)"—  Präsentation transkript:

1 Von Karl Kraus zu Robert Musil Österreichische Literatur in der Ersten Republik ( )

2 Sigmund Freud (1856 Freiberg – 1939 London)

3 Arthur Schnitzler Wien – Wien ; - ursprünglich Arzt; -Bekanntschaft mit S. Freud, gegenseitige Beeinflussung - Erfinder des inneren Monologs - Erzähl. »Fräulein Else«, »Traumnovelle«, 1926: verbotene sexuelle Phantasien des jungen Arztes Fridolin als Literarisierung der Psychoanalyse + Gesellschaftskritik

4 Franz Werfel Prag Beverly Hills ; verh. mit Alma Mahler-Werfel, expressionistischer Lyriker: Prag, Leipzig; Prosa: »Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig«, 1919 (expres., Vater/Sohn-Konflikt), psychologischer Realismus: »Der Tod des Kleinbürgers«, 1927; »Der Abituriententag«, 1928; Exil (USA): »Eine blassblaue Frauenschrift«, Roman, 1941

5 Karl Kraus Jičín Wien ; - Literaturkritiker, Herausgeber der Zeitschrift »Die Fackel« ( ) - Entdecker Peter Altenbergs, Wiederentdecker J.N. Nestroys - verlangt nach genauer Sprache - Kritik der Sprache als Machtmittel: das Buchdrama »Die letzten Tage der Menschheit« (1918/19): dokumentarisch belegte Wirklichkeitsfetzen, in über 200 Einzelszenen zur Apokalypse des 1. Weltkriegs montiert Oskar Kokoschka, 1925

6 Ludwig Wittgenstein Wien Cambridge ; Professor in Cambridge; W. Sprachphilosophie ist gegen eine idealisierte Sprachauffassung gerichtet, die Bedeutung der Worte sei allein durch ihren Gebrauch gegeben: Worüber man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.

7 Wittgensteins Erbe(n) Werke: Logisch- philosophische Abhandlung (1921; 1922 englische Übersetzung als Tractatus logico-philosophicus); Philosophische Untersuchungen (1953); Philosophie als Sprachkritik, mathem. genaue Sprache Rezeption W.s: Musil, Wiener Gruppe, Bachmann, Bernhard

8 Elias Canetti: Leben Russe (Bulgarien) Zürich ; Sohn spanisch-jüdischer Eltern; studierte in Wien Naturwissenschaften; emigrierte 1938, lebte seit 1939 v.a. in London. Belletristik und Studien zur Massenpsychologie 1972: Georg-Büchner- Preis, 1981:Nobelpreis für Literatur.

9 Elias Canetti: Werk Roman »Die Blendung« (1935): als Groteske, Konflikt zwischen Geisteswelt und Masseninstinkten; Kulturphilosophisches Hauptwerk: »Masse und Macht« (1960); autobiografische Werke: »Die gerettete Zunge« (1977), »Die Fackel im Ohr« (1980)...

10 Robert Musil: Leben Klagenfurt Genf ; Kadettenanstalt in Mährisch-Weißkirchen, studiert an der Brüner Technik; Auseinandersetzung mit der Philosophie E. Machs im österr. Staatsdienst, lebte bis 1933 in Berlin, bis 1938 in Wien, emigrierte dann in die Schweiz

11 Musils Erzählwerk Roman »Die Verwirrungen des Zöglings Törleß« (1906): psychologisch exakt analysierender Erzähler, Tabubrüche »Drei Frauen« »Nachlass zu Lebzeiten« (1936)

12 Musil monumental: MOE Roman »Der Mann ohne Eigenschaften« ( ; 1943): spielt in 1913/14; Österreich wird zum Spiegel für geistige und kulturelle Strömungen; Erzählstruktur: zeitlich diskontinuierliche Handlung, einbezogene kulturkritische und wissenschaftliche Betrachtungen

13 Joseph Roth: Leben Brody (bei Lemberg) Paris ; Feuilletonist (FAZ), Korrespondent in Frankreich, in der Sowjetunion, in Polen und Albanien; 1933 Emigration nach Frankreich (Paris); engagiert in österreichisch- monarchistischen Kreisen gegen den Nationalsozialismus

14 Joseph Roth: Werk die Welt des (Ost)judentums: »Das Spinnennetz«, 1923, »Hiob«, 1930 der Untergang der Donaumonarchie: Romane »Radetzkymarsch« (Familien- und Gesellschaftschronik), 1932; »Die Kapuzinergruft«, 1938 – Allegorie des Untergangs der K.u.K-Monarchie

15 Stefan Zweig: Leben Wien Petrópolis (bei Rio de Janeiro) ; pazifistischer Humanist, befreundet u.a. mit R.Rolland, bedeutender Übersetzer aus dem Französischen; verließ Österreich 1934, lebte zunächst in Großbritannien, seit 1941 in Brasilien

16 Stefan Zweig: Werk Psychologische Novellen: »Verwirrung der Gefühle«, 1927; »Schachnovelle«, 1942; Biografien und Essays: subjektive psychologische Deutung ungewöhnlicher Charaktere und historischer Ereignisse: »Sternstunden der Menschheit«, 1927; »Marie Antoinette«, 1932; Autobiografisches: »Die Welt von Gestern«, 1942

17 Hermann Broch Wien New Haven (Connecticut) ; emigrierte 1938 in die USA Erzähler und Essayist - Zerfall der Werte: zeitkritische deutsche Romantrilogie »Die Schlafwandler« (1931/32); Roman »Der Tod des Vergil« (1945): Erzähltechnik des inneren Monologs; »Bergroman« (4 Bände, 1969: 1953 als »Der Versucher«) – Schuldfrage Österreichs

18 Fiume (heute Rijeka) Paris ; emigrierte 1938; ironisch-satirische Volksstücke, scharfe Analysen der kleinbürgerlichen Gesellschaft und ihrer untergründigen Bösartigkeit: »Geschichten aus dem Wienerwald«, 1931; »Glaube, Liebe, Hoffnung«, entstanden 1932, gedruckt 1936;

19 Der Habsburgische Mythos Claudio Magris: rückgewandte Utopie, (verklärende) Darstellung der (untergegangenen) Monarchie: Grillparzer (König Ottokar), Stifter (Nachsommer), Roth (Radetzkymarsch, Kapuzinergruft), Musil? (MOE), Zweig (Die Welt von gestern), Werfel (Das Trauerhaus); Nachklänge: Bernhard (Auslöschung), Bachmann (Malina, Drei Wege zum See)


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