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INSBESONDERE DURCH DIE MAST- UND LEGEHENNENANLAGEN Gefahren durch Massentierhaltungen für den Menschen und die Umwelt.

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Präsentation zum Thema: "INSBESONDERE DURCH DIE MAST- UND LEGEHENNENANLAGEN Gefahren durch Massentierhaltungen für den Menschen und die Umwelt."—  Präsentation transkript:

1 INSBESONDERE DURCH DIE MAST- UND LEGEHENNENANLAGEN Gefahren durch Massentierhaltungen für den Menschen und die Umwelt

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24 DER INFEKTIONSWEG SCHEINT SICH IN LETZTER ZEIT UMZUDREHEN. NICHT VOM KRANKENHAUS NACH DRAUßEN, SONDERN VON DRAUßEN INS KRANKENHAUS! In den Krankenhäusern des Münsterlandes werden Risikopatienten auf MRSA untersucht. Zu diesen Risikopatienten gehören seit Oktober 2008 die Landwirte. Quelle: Interview mit Dr. Alexander Friedrich Hygieneinstitut. Uni Münster

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30 Viren Hx Nx Prof. Thomas Löscher, BDI-Experte und Leiter der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin an der Ludwig-Maximilian- Universität München

31 Grippe und die Massentierhaltung Beispiel

32 Die bloße Anzahl der Tiere: Dadurch, dass mehrere tausend Tiere in einem Stall gehalten werden, haben neue Viren viele Möglichkeiten, sich zu vermehren und auszubreiten. Wissenschaftliche Studien belegen, dass sich Schweine in großen Ställen (über Tiere) bis zu neun Mal öfter mit Schweinegrippeviren anstecken als Schweine in kleineren Ställen (weniger als Tiere).¹

33 Die Dichte der Tiere und Tierarten: Dadurch, dass die Abstände der Schweine- und Hühnerställe immer geringer werden, wird die Übertragung von Krankheiten erleichtert. Wissenschaftler sprechen höflich davon, dass es »unvernünftig« ist, Ställe so dicht beieinander zu positionieren.

34 Die drangvolle Enge: Dadurch, dass so viele Tiere auf engstem Raum gehalten werden, können sich Schweinegrippeviren sehr schnell per Tröpfcheninfektion verbreiten.

35 Stress: Je weniger Platz die Tiere haben, desto höher ihre Stresslevel. Auch Abferkelgitter, die es Muttersauen noch nicht einmal ermöglichen, sich um die eigene Achse zu drehen, geschweige denn ihre natürlichen Triebe wie den Nestbau auszuleben, erhöhen den Stress. Säue, die nicht die Möglichkeit haben, Nester zu bauen, haben im Vergleich zu Säuen mit Stroh und Platz zum Nestbau ein 2,5-fach erhöhtes Risiko, sich mit verschiedenen Formen der Schweinegrippe zu infizieren.

36 Die Mengen an Gülle: Viren können sich verbreiten, wenn Gülle auf Felder gesprüht wird. Außerdem können die Lüftungsanlagen in Massentierhaltungsställen Grippeviren über mehrere Kilometer hinweg in die Landschaft blasen.

37 Krankheitsüberträger: Die Güllemengen ziehen Fliegen an, die Viren über mehrere Kilometer verbreiten können (z.B. in den nächsten Massentierhaltungs-Stall). Das zeigt, dass Begriffe wie »Biosicherheit« in Verbindung mit der Massentierhaltung mit Vorsicht zu genießen sind. Mitarbeiter können ihre Gummistiefel noch so gründlich desinfizieren: Systeme, in die keine Fliegen eindringen können, sind uns nicht bekannt.

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39 Tiertransporte: Nimmt man einige der obigen Faktoren zusammen, so wird schnell klar, dass Tiertransporte die Verbreitung von Viren massiv beschleunigen können (z.B. über Fliegen, die einen Teil der Strecke bei den Schweinen bleiben).

40 »Es ist nicht H1N1 über das wir uns Sorgen machen. Es ist der Prozess, in dem sich weniger ansteckende Grippeviren zu hochansteckenden entwickeln. Und dieser Prozess wird im wesentlichen vorangetrieben indem man Hundertausende Stück Geflügel oder Schweine zusammenpfercht.« »Es besteht die Sorge, dass eine Erhöhung der Zahl von Schweineanlagen in der Nachbarschaft zu Geflügelanlagen, die Entwicklung der nächsten Pandemie weiter vorantreiben könnte.« O-Ton, Robert G. Wallace, Biologe Universität Minneapolis

41 O-Ton, Joachim Otte, Veterinärepidemiologe FAO: »Viren haben eine so kurze Generationszeit, und wenn man halt eine sehr große Zahl von Wirten hat für diese Viren, dann haben sie sozusagen Evolution im Zeitraffer, und je mehr Generationen ich habe, desto größer ist natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass sich irgendwo eine Mutation durchsetzt, die dann pathogen sein kann für den Menschen<<

42 O-Ton, Albert Osterhaus, Leiter Institut für Virologie Universität Rotterdam: »Das Virus kommt ursprünglich aus Vögeln, ist übertragen worden auf Schweine. In diesem Fall hier hat es sich erst in Menschen noch vermehrt und dann ist es auf Schweine übergegangen. Da hat es vier Schweineviren gegeben, die haben sich gemischt. Und das Mischvirus, das gemischte Virus, das ist auf Menschen übertragen worden. Und das ist jetzt ein Menschenvirus geworden.«

43 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!


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