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Westfälische Wilhelms-Universität Münster Wissenschaftsgeschichtliche Betrachtung der Rechtsinformatik Lena Gräwe und Jan Spittka Salzburg, 26. Februar.

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Präsentation zum Thema: "Westfälische Wilhelms-Universität Münster Wissenschaftsgeschichtliche Betrachtung der Rechtsinformatik Lena Gräwe und Jan Spittka Salzburg, 26. Februar."—  Präsentation transkript:

1 Westfälische Wilhelms-Universität Münster Wissenschaftsgeschichtliche Betrachtung der Rechtsinformatik Lena Gräwe und Jan Spittka Salzburg, 26. Februar 2009 Wie haben wir angefangen?

2 ITM 2Überblick I.Wissenschaftsgeschichtliche Disziplinbildung II.Erfassung der Vorgeschichte III.Aufgabe und Gegenstand der Rechtsinformatik IV.Verdichtung und Etablierung als Disziplin V.Thesen zur Geschichte der Rechtsinformatik

3 ITM 3 I. Wissenschaftsgeschichtliche Disziplinbildung 1.Begriffe 2.Ansichten zur Wissenschaftsgeschichte 3.Wissenschaftsgeschichte in der Rechts- wissenschaft

4 ITM 4 1. Begriffe Wissenschaft Wissenschaften Disziplin Wissenschaften Disziplin Teildisziplin

5 ITM 5 1. Begriffe Wissenschaft Disziplin QuerschnittsdisziplinIntegrationsdisziplin

6 ITM 6 2. Wissenschaftsgeschichte Wissenschaftsgeschichte HistorischWissenschaftstheoretisch Darstellung des Geschehensablaufs Untersuchung der Disziplinbildung Primär an historischem Material und historischen Fakten interessiert - Setzung - Selbstbegründung - Autonomisierung - Legitimierung - Organisation

7 ITM Wissenschaftsgeschichte in der Rechtswissenschaft Rechtswissenschaft Rechtsgeschichte Geschichte der Rechtswissenschaft RechtsgebietRechtsdisziplin Vorgeschichte Herausbildung d. Disziplin Etablierung als Disziplin

8 ITM 8 II. Erfassung der Vorgeschichte 1.Anfänge der Automationsdebatte 2.Bedürfnisse für Rechtsinformation

9 ITM 9 1. Anfänge der Automationsdebatte Technikdebatte als Ausgangspunkt langsamer Abspaltungsprozess (ab ca. 1962) Bezug zur Technikdebatte primär neue Richtung Bull Luhmann Haft Fiedler Podlech Simitis Computer als neues Organisiationsprinzip

10 ITM Bedürfnisse für Rechtsinformatik a)Welche technischen, gesellschaftlichen und/oder politischen Veränderungen bilden das Thema der Rechtsinformatik? ­ EDV-Einsatz in der Verwaltung als Ausgangspunkt ­ zunehmende Komplexität gesellschaftlicher Verhältnisse ­ Notwendigkeit des EDV-Einsatzes auch im Recht (Informationskrise, Konkurrenzfähigkeit der BRD) ­ Vereinigung unterschiedlicher Interessen in Aufbau der EDV b)Warum besteht ein Bedürfnis für eine theoretische Auseinandersetzung? ­ Planungszwecke ­ Diskussionsgrundlage ­ Grundlagenforschung c)Warum kann die theoretische Auseinandersetzung nicht innerhalb schon bestehenden Disziplinen (Informatik, RW, RT) erfolgen? ­ Verlust des sozialwissenschaftlichen Aspekts ­ unausreichender Begriffsapparat ­ Berücksichtigung der Spezifika von EDV und Rechtswissenschaft

11 ITM 11 III. Aufgaben und Gegenstand der RI 1.Dokumentation – Automation – Information 2.Rechtsinformatikkonzepte 3.Verwaltungsautomation und Datenschutz

12 ITM Dokumentation – Automation – Information Automatisierte Rechtsdokumentation ­ zahlreiche praktische Projekte (Juris, Bundessozialdatenbank) ­ interdisziplinäre Zusammenarbeit ­ rechtliche Fragestellungen, teilw. Grundlagenforschung (Benutzerforschung, Untersuchung Rechtsinformationssystems) Automatisierte juristische (Teil)Entscheidung ­ theoretische Vorarbeit mit Bezug zu Informationswissenschaft, Rechtstheorie und Formalwissenschaften ­ Formalisierung/ Axiomatisierung des Rechts Information als Rechtsgut größte Chance + größte Gefahr für die RI als Disziplin Schwerpunkt der aktuellen Überlegungen zum Informationsrecht

13 ITM Rechtsinformatikkonzepte Rechtsinformatik als Strukturtheorie (Herbert Fiedler) Rechtsinformatik als Problemwissenschaft (Wilhelm Steinmüller) AufgabeMethodikGegenstand Grundlagenforschung Implementierung EDV Datenverarbeitung in Recht und Staat rechtliche Komponente (-) Orientierung an formal- logischer Arbeitsweise des Computers sozialverträglicher und verfassungsrechtlich legitimer Einsatz der EDV Wechselbeziehung von EDV und Recht Methodenpluralismus Rechtsinformatik als Problemwissenschaft (Wilhelm Steinmüller) Rechtsinformatik als Strukturtheorie (Herbert Fiedler) Grundlagenforschung Implementierung EDV Datenverarbeitung in Recht und Staat rechtliche Komponente (-) Orientierung an formal- logischer Arbeitsweise des Computers

14 ITM Verwaltungsautomation und Datenschutz Ab 1890: Philosophische und rechtliche Wurzeln des Datenschutzrechts Mitte 1950er: Einzug der EDV in öffentliche Verwaltung und Privatwirtschaft : Datenschutzgesetzgebung der ersten Generation 1971 – 1983: Der Weg zum Recht auf informationelle Selbstbestimmung 1983 – 1990:BDSG-Novelle (Datenschutzgesetze der zweiten Generation) Ab 1995:Europäisierung und moderner Datenschutz

15 ITM 15 IV. Entstehung des Datenschutzrechts Neue Technik Neue soziale Sachverhalte Neue Regelungen Herkömmliche/keineRegelungen Einfluss der Wissenschaft? Einfluss der Wissenschaft?

16 ITM 16 IV. Verdichtung und Etablierung 1.Kommunikationsforen 2.Universitäre Einrichtungen 3.Verhältnis zum Informationsrecht

17 ITM Kommunikationsforen a) Literatur Literatur zunächst verstreut ­ Zeitschriften für das öffentliche Recht (z.B. DÖV, Die Verwaltung, Deutsche Rentenversicherung), ­ rechtstheoretischen Zeitschriften/Jahrbüchern (z.B. ARSP, Jahrbuch für Rechtstheorie und Rechtssoziologie) ­ Interne Drucksachen, Mitteilungen und Berichte Schaffung von Publikationsorganen ­ Zeitschriften (z.B. ÖVD, DuD, DSWR, DVR inkl. Beihefte) ­ Monografien/Reihen (z.B. JA-Sonderheft, EDV und Recht, Informationsrecht und Informationspolitik, Arbeitspapiere zur Rechtsinformatik) b) Gesellschaften ­ 1968: GMD ­ 1969: GI ­ 1976: GRVI

18 ITM Universitäre Einrichtungen a) Einrichtung von Lehrstühlen ­ SS 1969/ 1970 erste Vorlesung EDV und Recht an der Uni München ­ 1973 erstmals Lehrbefugnis für RI in Frankfurt und München ­ 1977: TU Darmstadt: Einführung eines Schwerpunktes RI innerhalb des Studiengangs WI scheitert ­ 1978 Beschluss des Deutschen juristischen Fakultätentags, RI- Lehrveranstaltungen an allen deutschen Fakultäten ­ 1979: Beschluss VW-Stiftung: keine Errichtung RI-Lehrstuhl ­ 1983: Lehrstuhl für Rechtsinformatik in Hannover b) Arbeitsgruppen/Forschungsstellen ­ Forschungsstelle für juristische Informatik (1970, Bonn) ­ Arbeitsgruppe Mathematik und Recht (1970, Heidelberg) ­ Arbeitsgruppe Analyse der juristischen Sprache (Deutsches Rechenzentrum Darmstadt) ­ Forschungsstelle Informationsrecht (Regensburg) ­ Forschungsstelle für Informationstechnologie ( 1978, Hannover)

19 ITM Verhältnis zum Informationsrecht RI= R I InfoR= Datenschutz (recht) RI InfoR Datenschutz (recht) InfoR (R)I Datenschutzrecht Datensicher- heit Es kam zu einer Trennung der Fragerichtungen

20 ITM 20 IV. Thesen zur Geschichte der Rechtsinformatik 1.Praxis regte die Theorie an, Theorie begann sich zu verselbstständigen; mit Aufkommen des PC und der Vernetzung fand ein Paradigmenwechsel statt, sodass nun alltägliche Probleme zu lösen waren 2.Es wurde gezielt versucht Lehrstühle für RI zu schaffen, was aber zum Teil scheiterte und zu einer Destabilisierung der RI führte 3.Verengung der RI auf Datenschutz, weshalb langfristig das Informationsrecht ggü. der RI zur juristischen Dominanten wurde 4.RI verlangte von den Juristen fachliche Fähigkeiten, die sie größtenteils nicht entwickelt haben. Das Bedürfnis für RI bestand jedoch weiter, daher erfolgt Abwanderung in andere Fächer


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