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Dipl.-Finw. Detlef Hergaden 1 Personalführung Unter Personalführung verstehen wir die Ausrichtung und Koordination der Verhaltensweisen der Mitarbeiter.

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Präsentation zum Thema: "Dipl.-Finw. Detlef Hergaden 1 Personalführung Unter Personalführung verstehen wir die Ausrichtung und Koordination der Verhaltensweisen der Mitarbeiter."—  Präsentation transkript:

1 Dipl.-Finw. Detlef Hergaden 1 Personalführung Unter Personalführung verstehen wir die Ausrichtung und Koordination der Verhaltensweisen der Mitarbeiter auf ein bestimmtes vorgegebenes Ziel durch den Vorgesetzten. Zur Personalführung gehören Führungsstile, Führungstechniken und Führungssysteme. Führung umfaßt die Beziehung zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern. Funktionen und Aufgaben der Führung –Ziele setzen –Planen –Entscheiden –Realisieren –Kontrollieren –Kommunizieren.

2 Dipl.-Finw. Detlef Hergaden 2 Der Vorgesetzte 1. oberste Führungsebene - Topmanagement –Träger der Unternehmenspolitik, sind verantwortlich für den Unternehmenserfolg im Sinne der Zielsetzung Unternehmer, Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder 2. obere Führungsebene - oberes Management –Sie erhalten von der ersten Ebene allgemeine Aufträge zur selbständigen Durchführung und Verantwortung Werksleiter, Hauptabteilungsleiter, Prokuristen 3. mittlere Führungsebene - mittleres Management –Sie erhalten von der zweiten Ebene speziellere Aufträge zur weitgehend selbständigen Erledigung und Verantwortung Betriebsleiter, Abteilungsleiter, 4. untere Führungsebene - unteres Management –Sie erhalten von der dritten Ebene Aufgaben mit begrenzten Kompetenz- und Verantwortungsbereich Meister, Gruppenleiter, Vorarbeiter Personalführung

3 Dipl.-Finw. Detlef Hergaden 3 Die Autorität des Vorgesetzten Die persönliche Autorität (z. B. Gerechtigkeit und faires Verhalten, Beständigkeit und Berechenbarkeit, Verantwortungsbereitschaft). Die fachliche Autorität (z. B. fachliche Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen) Gute Menschenkenntnisse, optimale Mitarbeiterführung, pädagogisch richtige Arbeitsunterweisung. Die betriebliche Autorität: das ist die dem Vorgesetzten vom Betrieb verliehene Dienstgewalt (Amtsautorität), z. B. beschrieben in der Stellenbeschreibung Personalführung

4 Dipl.-Finw. Detlef Hergaden 4 Mitarbeiterkenntnis Temperamentstypen: –Sanguiniker (stark gefühlsbetont und von heiterer Gemütsart, infolge seiner Umgänglichkeit meist beliebt, kann gespannte Situationen mit Humor lösen, seine Arbeitsweise ist zügig und schwungvoll, andererseits ist er bei der Arbeit nicht immer verläßlich, verspricht oft viel, was er nicht halten kann) –Choleriker (ist stark reizbar und erschütterungsfähig, geringste Anlässe können ihn zur Raserei bringen, er packt die Arbeit mit Schwung an, ermüdet aber schnell, ("Rauhe Schale, guter Kern") –Melankoliker (er fällt durch sein bedrücktes und stilles Wesen auf, er ist bei der Arbeit beharrlich und zuverlässig, er sieht die Welt zu schwarz, wittert überall Unheil) Personalführung

5 Dipl.-Finw. Detlef Hergaden 5 Phlegmatiker (Ruhe und Bedächtigkeit gehen ihm über alles, er ist beständig und treu, dafür ist er andererseits schwerfällig im Entschluß und Handeln [Trägheit], Unselbständig und stark anlehnungsbedürftig und für aufregende Posten wohl nicht geeignet) Persönlichkeitstheorien von Mitarbeitern: der Mensch als homo oeconomicus –der Mensch ist ein rein rationales Wesen, für das ausschließlich materielle Mittel als Anreiz und Antriebsmittel zählen. der Mensch als soziales Wesen, –hier stehen die sozialen Bedürfnisse an erster Stelle, ausschließlich immaterielle Anreize wirken als Antriebsmittel der Mensch als differenziertes Wesen –der Mensch ist vielschichtig angelegt und wird in hohen Maße von der Umwelt geprägt. Daher müssen auch differenzierte Bedürfnisstrukturen berücksichtigt werden Personalführung

6 Dipl.-Finw. Detlef Hergaden 6 Führungsstile Unter Führungsstil verstehen wir die Art und Weise, in der ein Vorgesetzter die Mitarbeiter führt und ihr Verhalten zielgerichtet beeinflußt. Traditionelle Führungsstile: charismatischer Führungsstil (Führung und Herrschaft aufgrund einer begnadeten persönlichen Ausstrahlungskraft) patriarchalischer Führungsstil (Führung und Herrschaft aufgrund der Autorität des Vaters in der Familie) autokratischer Führungsstil (autoritäre Führung und Herrschaft aufgrund eines hierarchisch aufgebauten Führungsapparat bürokratischer Führungsstil (Führung aufgrund eines Systems präziser rechtlicher und gesetzlicher Regelungen und einer strengen Über- und Unterordnung der Organisationsmitglieder Personalführung

7 Dipl.-Finw. Detlef Hergaden 7 Neuere Führungsstile der autoritäre Führungsstil: –die Mitarbeiter sind dem Vorgesetzten untergeordnet, der Vorgesetzte ordnet an, er bezieht seine Autorität vorwiegend aus der Stellung als Vorgesetzter. Die Entscheidung erfolgt durch den Vorgesetzten, er legt fest, was und wie dies zu tun ist. Die Mitarbeiter nehmen die Entscheidung zur Kenntnis. Als Entscheidungssystem herrscht das Direktorialsystem [Die Entscheidungsbefugnis liegt in einer Hand, z. B. Einzelunternehmung]. –Anordnung des Vorgesetzten, Einwendungen der Mitarbeiter sind kaum zugelassen. –Anforderungen an die Vorgesetzten: - Entscheidungsfähigkeit - Durchsetzungsvermögen - Selbstverantwortung Personalführung

8 Dipl.-Finw. Detlef Hergaden 8 P der kooperative Führungsstil: –Vorgesetzte und Mitarbeiter sind Partner, der Vorgesetzte koordiniert. Er bezieht seine Autorität aus seiner fachlichen und persönlichen Kompetenz. Die Entscheidungsfindung erfolgt durch aktive Beteiligung der Mitarbeiter. Der Vorgesetzte beschreibt das Problem und läßt die Mitarbeiter weitestgehend selbst entscheiden. Als Entscheidungssystem herrscht das Kollegialsystem 1 vor. Die Mitarbeiter handeln weitgehend selbständig. –Anforderungen an den Vorgesetzten: - Vertrauen in die Mitarbeiter - Delegationsfähigkeit - Aufgeschlossenheit Personalführung

9 Dipl.-Finw. Detlef Hergaden 9 Personalführung Kollegialsysteme: –Die Entscheidungsbefugnis ist auf eine Gruppe von Führungskräften verteilt. Es sind verschiedene Abstimmungen möglich: - Abstimmungskollegialität: die Entscheidungen werden nach dem Mehrheitsprinzip getroffen - Primatkollegialität: bei Stimmengleichheit entscheidet ein gewählter Vorsitzender des Gremiums - Kassationskollegialität: die Entscheidungen müssen einstimmig gefällt werden der "laissez-faire" Führungsstil: –Die Mitarbeiter werden als isolierte Individuen betrachtet und ihre Motivation soll durch Freiheit bewirkt werden, d. h. dieser Führungsstil kennt keine straffe Führung, sondern läßt "gewähren". Die Mitarbeiter bleiben oft sich selbst überlassen. Dieser Führungsstil der Gleichgültigkeit gegenüber den Mitarbeitern kann zu sozialen Fehlverhalten und zu unrationeller Arbeitsverrichtung führen.

10 Dipl.-Finw. Detlef Hergaden 10 Führungstechniken Management by Exception –Führung nach dem Ausnahmeprinzip. Der Vorgesetzte greift nur ein, wenn Abweichungen vom Gesamtziel oder Probleme von besonderer Bedeutung auftreten. Hauptziel ist: Entlastung der Vorgesetzten von Routineaufgaben Systematisierung der Informationsflüße Regelung der Zuständigkeiten –Vorteile dieser Führungstechnik: Vorgesetzte wird von Routinearbeiten entlastet, die Mitarbeiter dürfen in einem bestimmten Rahmen selbständig handeln, Organisation und Kommunikation im Unternehmen werden verbessert. –Nachteile dieser Führungstechnik: es ist nur auf einen Teil der Führungsprobleme anwendbar, die Festlegung der Toleranzbereiche kann sich als schwierig erweisen, die Mitarbeiter können durch ihre Beschränkung auf Routinearbeiten demotiviert werden Personalführung

11 Dipl.-Finw. Detlef Hergaden 11 Management by Delegation –Führung durch Aufgabendelegation. Ein Aufgabenbereich wird mit Kompetenzen und Verantwortung übertragen. Ziel: –Entlastung der Vorgesetzten von Routineaufgaben –Förderung der Leistungsmotivation, Eigeninitiative, Verantwortungsbereitschaft und Selbstregelungsfähigkeit der Mitarbeiter –Vorteile dieser Führungstechnik: der Vorgesetzte wird entlastet, schnelle sachgerechte Entscheidungen werden möglich, Eigeninitiative, Leistungsmotivation und Verantwortungsbewußtsein der Mitarbeiter werden gefördert. –Nachteile dieser Führungstechnik: Vorgesetzte delegieren möglicherweise weniger interessante Aufgaben, die Hierarchie kann gefestigt werden, die Aufgabenorientierung ist stark, die Mitarbeiterorientierung gering Personalführung

12 Dipl.-Finw. Detlef Hergaden 12 Management by Objektives –Führung durch Zielvorgabe. Vorgesetzte und Mitarbeiter erarbeiten eine Zielvereinbarung, die Mitarbeiter versuchen das Ziel eigenständig umzusetzen. Es ist die umfassende und modernste Führungstechnik. –Vorteile dieser Führungstechnik: Verbesserung der Identifikation mit Unterzielen, eine objektivere Beurteilung der Mitarbeiter wird möglich, Eigeninitiative, Leistungsmotivation und Verantwortungsbereitschaft werden gefördert, gesteigerte Effizienz von Planung und Organisation. –Nachteile dieser Führungstechnik: überhöhter Leitungsdruck auf die Mitarbeiter ist möglich, Bevorzugung quantitativer Ziele, Überbetonen des Kontrollsystems. Personalführung

13 Dipl.-Finw. Detlef Hergaden 13 Management by Results –Führung durch Ergebnisse. Dem Mitarbeiter werden Ergebnisse vorgegeben, die erforderlichen Ziele daraus abgeleitet. Bestimmendes Merkmal: Entscheidungen werden nach dem Verhältnis von Aufwand und Ertrag zueinander in Beziehung gesetzt. Management by System –ist ein umfassendes computergestütztes Informationssystem. Personalführung

14 Dipl.-Finw. Detlef Hergaden 14 Führungsmittel Gespräche und Besprechungen Regeln: – bei der Vorbereitung sollte geachtet werden auf: einen ruhigen Gesprächsort einen Zeitpunkt innerhalb der Arbeitszeit und außerhalb der Pausen und einen ausreichenden Zeitumfang und eine rechtzeitige Ankündigung Personalführung

15 Dipl.-Finw. Detlef Hergaden 15 –Beim Aufbau des Gesprächs sollten festgelegt werden: die Abfolge der Gesprächsschwerpunkte ein nicht demotivierender Gesprächsbeginn und ein nicht demotiviendes Gesprächsende –Bei der Durchführung sollte geachtet werden auf: einen Dialog die Bereitschaft zum zuhören eine offene Gesprächsführung eine sachliche Gesprächsführung Personalführung

16 Dipl.-Finw. Detlef Hergaden 16 Folgende Arten von Gesprächen und Besprechungen können wir unterscheiden: 1. das Mitarbeitergespräch: es dient der Information und Beratung, der Vorgesetzte ist gleichberechtigter Gesprächspartner. 2. die Mitarbeiterbesprechung zwischen Vorgesetzten und mehreren Mitarbeitern: der Vorgesetzte ist gleichberechtigter Gesprächspartner. 3. das Dienstgespräch zwischen dem Vorgesetzten und ein Mitarbeiter: der Vorgesetzte führt mit Befehlsautorität, nicht mir Gesprächsautorität. 4. die Dienstbesprechung zwischen Vorgesetzten und mehreren Mitarbeiter: Zweck und Stellung des Vorgesetzten entspricht dem Dienstgespräch. 5. das Beurteilungsgespräch, das auch Fördergespräch genannt wird. Personalführung

17 Dipl.-Finw. Detlef Hergaden 17 Anerkennung und Lob –Es sind Führungsmittel und sollen die Motivation der Mitarbeiter erhöhen. Die Anerkennung ist die schwächere Form. Ein Lob bietet sich an, wenn eine sehr gute Leistung erbracht wurde. Es bezieht sich lediglich auf die Leistung, nicht auf die Person. Anerkennung und Lob sollten zur rechten Zeit und am rechten Ort in angemessener Weise erfolgen. Kritik und Tadel –Ein Führungsmittel, die bei mangelhafter Leistung der Mitarbeiter angewendet werden müssen. Die Kritik ist überwiegend Sachbezogen. Sie wird damit auf die Arbeitsergebnisse ausgerichtet, deren Mangel genau zu beschreiben ist. Der Tadel ist vorwiegend Personenbezogen. Er bezieht sich auf die Einstellung der Mitarbeiter zur Arbeit. Personalführung


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