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HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview 14.12.2005 Barbara Benoist Das narrative Interview – eine elaborierte Forschungsmethode.

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1 HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview 14.12.2005 Barbara Benoist Das narrative Interview – eine elaborierte Forschungsmethode

2 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Das narrative Interview Begriffsklärung Begriffsklärung Entstehungszusammenhänge Entstehungszusammenhänge Grundgedanken und Erzählzwänge Grundgedanken und Erzählzwänge Aufbau und Methodik Aufbau und Methodik Datenauswertung Datenauswertung Der Interviewer Der Interviewer Kritik Kritik

3 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Begriffsklärung Narration die : (veraltet) Erzählung, Bericht narrativ: (Sprachw.) erzählend, in erzählender Form darstellend

4 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Entstehungszusammenhang Die Entdeckung der Artikulationsform der Erzählung (Bude 1985, S.328) Hans Paul Bahrdt, 1975: Entdeckung der erzählenden Rede des Arbeiters Fritz Schütze, 1975: Studie über kommunale Machtstrukturen Fundamentalisierung der Artikulationsform der Erzählung (Bude 1985, S.328) Fritz Schütze, 1977: Manuskript zur Technik des narrativen Interviews

5 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Grundgedanke & Erzählzwänge Homologie zwischen Erzählkonstitution & Erfahrungskonstitution Erzählzwänge: Kondensierungszwang Detaillierungszwang Gestaltschließzwang

6 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Aufbau und Methodik Vorbereitung Phase I: Haupterzählung Phase II: Nachfragen Ausklang

7 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Aufbau und Methodik Vorbereitungsphase: Vorbereitungsphase: Inhaltliche Vorbereitung Kriterien für Themen mit narrativer Generierungskraft Auswahl der Interviewpartner und Kontaktgestaltung

8 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Aufbau und Methodik Vorbereitungsphase: Vorbereitungsphase: Inhaltliche Vorbereitung Voranalyse des Feldes Theoretische Überlegungen Fragen- und Erzählfolie erarbeiten

9 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Aufbau und Methodik Vorbereitungsphase: Vorbereitungsphase: Inhaltliche Vorbereitung Kriterien für Themen mit narrativer Generierungskraft Bedeutungskraft für den Informanten Gesellschaftliches Interesse oder soziale Komponente Darstellung des Lebensmilieu und der sozialstrukturellen Positionierung Ereignisse betreffen verschiedene Perspektiven der Forschungsfrage Charakter des allgemeinen, öffentlichen Interesses

10 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Aufbau und Methodik Vorbereitungsphase: Vorbereitungsphase: Inhaltliche Vorbereitung Kriterien für Themen mit narrativer Generierungskraft Auswahl der Interviewpartner und Kontaktgestaltung Ziel: Erfassung aller am Untersuchungsgegenstand beteiligter Interaktionspartner Schneeballsystem Vermittlung über Dritte Unmittelbare Kontakte im Feld Bewusste Zeit- und Ortsauswahl Vorab-Kontakt zur Herstellung einer Vertrauensbasis

11 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Aufbau und Methodik Phase I: Haupterzählung Phase I: Haupterzählung Auslösung des Detaillierungszwangs und Einbettung in einen Erzählzusammenhang Stolpersteine zur Hervorlockung narrativer Sequenzen

12 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Aufbau und Methodik Phase I: Haupterzählung Phase I: Haupterzählung Auslösung des Detaillierungszwangs und Einbettung in einen Erzählzusammenhang Bedeutung des Leitthemas in der Forschungs- thematik...... dem Interviewpartner aufzeigen! Positive Auswirkung auf die Erzählfreude Vertrauenssteigerung Verminderung des schlechten Gewissens Stärkung der emphatischen Zuhörerrolle

13 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Aufbau und Methodik Phase I: Haupterzählung Phase I: Haupterzählung Auslösung des Detaillierungszwangs und Einbettung in einen Erzählzusammenhang Stolpersteine zur Hervorlockung narrativer Sequenzen Zu starre Erzählfolie schreckt ab! Der Forscher als interessierter, aber stiller Zuhörer Befragung mehrerer Personen zu einem Thema Gemeinsame Verständigungsbasis

14 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Aufbau und Methodik Phase II: Nachfragen Phase II: Nachfragen Die Rückgreif-Frage-Strategie Die Bilanzierungsphase

15 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Aufbau und Methodik Phase II: Nachfragen Phase II: Nachfragen Die Rückgreif-Frage-Strategie Ziel: Erzeugung weiterer narrativer Sequenzen Suggestion des Erzählzwangs Bedingung: vertrauensvolle Atmosphäre und ein kompetenter Zuhörer

16 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Aufbau und Methodik Phase II: Nachfragen Phase II: Nachfragen Die Rückgreif-Frage-Strategie Die Bilanzierungsphase Ziel: Bilanzierung der Situation und Entwicklung einer Eigentheorie durch den Informanten Mittel: Fragen zur Erzeugung von Argumentationen

17 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Aufbau und Methodik Ausklang Ausklang Small-talk...... das Tonbandgerät ist aus... Hervorlockung intimer Informationen Ziel: Prüfung des Vertrauensgrades & Sondierung narrativer, bewertender und perspektivischer Elemente

18 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview 6 Schritte der Erzählanalyse 6 Schritte der Erzählanalyse Formale Textanalyse Strukturelle Beschreibung der einzelnen Erzählstücke Analytische Abstraktion der biographischen Gesamtforschung Vergleich Erfahrung – Bilanzierung/Eigentheorie Kontrastierter Vergleich unterschiedlicher Interviewtexte Konstruktion des theoretischen Modells Datenauswertung

19 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Der Interviewer Rolle Rolle Aufgaben Aufgaben Fehlerquellen Fehlerquellen

20 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Der Interviewer Rolle Rolle Interessierter, aber stiller Zuhörer Keine Unterbrechung Keine Nachfragen Keine Interventionen Keine Werturteile Keine Kritik Befreit aus Interaktionsregeln

21 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Der Interviewer Rolle Rolle Aufgaben Aufgaben Anwerbung Aufklärung über die Besonderheiten des narrativen Interviews Bitte um das erzählen einer Geschichte Redeübergabe mit der Bitte zu beginnen Hineinhören, Perspektive übernehmen, Verständnis signalisieren Erzählzwänge aufrechterhalten, Redeübernahme ausweichen

22 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Der Interviewer Rolle Rolle Aufgaben Aufgaben Fehlerquellen Fehlerquellen Vorschnelle oder verkürzte Bitte nach ausführlicher Erzählung Frage nach Zuständen oder Motiven Explizit gestaltetes Zuhörerverhalten Gebrauch von nicht eingeführten explizit indexikalen Inhalten

23 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Das narrative Interview - eine elaborierte Forschungsmethode ? elaboriert ja, aber...

24 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Kritik......an den theoretischen Grundannahmen Grundsatz Erzählung = Erfahrung nicht ausreichend begründet & nicht standhaft Unterscheidung Primärerfahrung – Deutung nur interpretierbar, nicht nachweisbar Zugzwänge wirken auch bei fiktiven Inhalten Wirkung von Zugzwängen in dieser Intensität nicht nachweisbar Erzählung als ungeeignete Darstellungsform Kommentarloses Zuhören fördert Abweichung von der Wirklichkeit

25 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Kritik...... an der mechanischen Wirkung der Grundannahmen & Erzählzwänge: Erzählen als Abwehrform Erzählen als Selbstbestätigung & zur Selbsterhaltung Ergänzung fiktiver Inhalte zur Bestätigung des Stigma

26 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Kritik...... an der mechanischen Wirkung der Grundannahmen & Erzählzwänge: Gelegenheit zur Ausblendung oder Ergänzung durch spezifische Interviewsituation Täuschung und Aufnahme fiktiver Inhalte in das eigene Selbstkonzept auch im Alltag Verdrängungsmechanismen bewirken Neukonstruktion der Biographie die alltagserprobt und damit reproduzierbar ist

27 14.12.2005 Barbara Benoist HS: Methodologie qualitativer Sozialforschung Referat: Das narrative Interview Das narrative Interview - eine elaborierte Forschungsmethode geschafft…


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