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Vorlesung: Einführung in die Soziologie – Wintersemester 2007/08 PD. Dr. Joachim Renn 23. Jan: Institutionen; Rationalisierung und funktionale Differenzierung.

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1 Vorlesung: Einführung in die Soziologie – Wintersemester 2007/08 PD. Dr. Joachim Renn 23. Jan: Institutionen; Rationalisierung und funktionale Differenzierung

2 Einführung in die Soziologie – Wintersemester 2007/ Jan: Institutionen; Rationalisierung und funktionale Differenzierung Haben Sie Ihren Essay abgegeben und… Ist er auch ANGEKOMMEN? Bitte überprüfen Sie, ob Sie auf der Liste stehen: (im Netz und Aushang am Raum 5.030, Kochstr 4, 5. St.) Von der Teilung der Arbeit zur Differenzierung von Wertsphären: Rechtssystems: System hier: Zusammenhang rechtlicher Regeln und rechtlicher Regeln Verwaltet wird das Recht (Rechtspflege und -anwendung) von Experten, sie erfüllen als Berufsgruppe die koordinierende Aufgabe als Mitglieder von: Organisationen (Problem der Sichtbarkeit des Unterschiedes: horizontale Elitenintegration)

3 Einführung in die Soziologie – Wintersemester 2007/ Jan: Institutionen; Rationalisierung und funktionale Differenzierung Von der Gruppe (und ihren kulturellen Institutionen) zur formalen Organisation (gruppentranszendent) durch: Rationalisierung M. Weber: spezifischer Rationalismus der okzidentalen Kultur als Differenzierung der Wertsphären: Rationalisierungen der Wirtschaft, der Technik, des wissen- schaftlichen Arbeitens, der Erziehung, des Krieges, der Rechts- pflege und Verwaltung (Vorbemerkung zu den Gesammelten Auf- sätzen zur Religionssoziologie) Verschiedene (widerstreitende) Gesichtspunkte der Rationalisierung, was von einem Gebiet aus rational erscheint, kann vom anderen aus als irrational erscheinen Konstellation zwischen den Sphären (Ergänzung oder Behinderung?) Für den Okzident charakteristische Konstellation: Bereinigung der Handlungssphären von sachfremden Gesichtspunkten: freie Entfaltung von Teilrationalitäten

4 Einführung in die Soziologie – Wintersemester 2007/ Jan: Institutionen; Rationalisierung und funktionale Differenzierung Wertsphärentrennung heißt: …dass sich Handlungsräume abgrenzen, in denen spezielle Wertorientierungen und Rationalitätskriterien konkurrenzlos und relativ ungestört zur Geltung und entsprechende Praktiken zur Entfaltung kommen (z.B.: Unternehmen und rationale Kapitalrechnung (Bankwesen; Fugger und co.); politische Institutionen und die zweckrationale bzw. verantwortungsethische Entscheidung (Machiavelli!, siehe: Michels: Parteiorganisation); Wissenschaftsorganisationen und relativ freie Wahrheitsorientierung (Francis Bacon!); Kunst und die autonome ästhetische Rationalität (l´art pour l´art)

5 Einführung in die Soziologie – Wintersemester 2007/ Jan: Institutionen; Rationalisierung und funktionale Differenzierung (nach M. R. Lepsius): Institutionelle Differenzierung bedeutet nicht nur Unterscheidung von sozialen Handlungskontexten, sondern auch ihre relative Freisetzung von gesamtgesellschaftlichem Sanktionsdruck und damit die Chance zur Entwicklung von eigenen institutionellen Wertorientierungen. (Lepsius, Ideen.., 55) Allokationsprobleme: Kompetenzen, Legitimitäten, Ressourcen, Kontrolle (Selbstregulierung bis zu: Verselbständigung) Effekte (Vorteile im Sinne der internen und der gesellschaftlichen Rationalisierung): Funktionale Spezifizität (Selbst-) Bestimmung und -beschränkung des Geltungsrahmens Durchsetzungskraft gegenüber anderen institutionalisierten Handlungseinheiten Förderung und Segmentierung von Innovationen

6 Einführung in die Soziologie – Wintersemester 2007/ Jan: Institutionen; Rationalisierung und funktionale Differenzierung Was sind Institutionen: (Der Begriff der Institution ist ebenso zentral wie mehrdeutig: er betrifft: jede Form von verabredeter oder eingespielter Einrichtung von Handlungsformen und –regeln sowie kultureller Selbstverständlichkeiten, die für die weiteren Handlungen (nach dieser Einrichtung) verbindlichen (d.h. normativ geltenden) oder konstitutiven (d.h. spezifische Abläufe und Pläne erst ermöglichenden) Status haben. (mehrdeutig, weil a) Regelzusammmenhang, der für Akteure verbindlich ist und b) Gebilde, das gewissermaßen selbst handelt)

7 Einführung in die Soziologie – Wintersemester 2007/ Jan: Institutionen; Rationalisierung und funktionale Differenzierung A. Gehlen: Instinktreduktion kulturelle Institutionen (Hintergrundserfüllung, Entscheidungsentlastung, Koordination durch Selbstverständlichkeiten hinter dem Rücken) P. Berger, T. Luckmann: Institutionalisierung finden statt, sobald habitualisierte Handlungen durch Typen von Handelnden reziprok typisiert werden. (Konstruktion, S. 58) also: (nach A. Schütz) Institutionen sind gebunden an Wissen der Handelnden, zeigen sich in Kollektiven Von der Institution (reziproke Typisierung und geteiltes Wissen) zurformalen Organisation (Problem der Verselbständigung) Aus Institutionen (Regelsysteme) werden Organisationen (Gebilde) durch Formalisierung und Verselbständigung

8 Einführung in die Soziologie – Wintersemester 2007/ Jan: Institutionen; Rationalisierung und funktionale Differenzierung Formalisierung: Explizite Regeln: Abgrenzung der Einheit und des Zwecks, Bestimmung der Programme, Mitgliedschaft: explizite Rechte, Pflichten und Aufgaben (Rollen bedeuten Austauschbarkeit der Person und Selektivität des Zugriffs auf die Person). Verselbständigung: Formale Organisation wird zu einem System (jetzt: eigene Einheit, deren Verhalten nicht mehr auf die Intention der Personen zurückgerechnet werden kann), sie sind nicht von außen (oder von innen/ oben – siehe altes Bürokratiemodell) steuerbar, sondern entwickeln ein Eigenleben (Problem: interne Steuerung und externe Koordination) Das Problem der Verselbständigung von Organisationen (und größeren Zusammenhängen: Wertsphären) führt in zwei Richtungen:

9 Einführung in die Soziologie – Wintersemester 2007/ Jan: Institutionen; Rationalisierung und funktionale Differenzierung 1. begriffliche Steigerung der Wertsphärendifferenz: Begriff des Systems (Organisationen und Funktionssysteme als autopoietische Systeme, Luhmann): funktionale Differenzierung 2. Koordinationsproblem: wie sind interinstitutionelle Beziehungen (bzw.: Beziehungen zwischen Organisationen, Funktionssystemen und Gruppen (endlich: Personen) zu koordinieren. Möglichkeiten (nach R. Münch, Die Struktur der Moderne, 1984, S.2): Dominanz steuernder über dynamisierende Systeme (z.B. Gemeinschaft über Wirtschaft) Anpassung steur. an dyn. Systeme Gegenseitige Isolierung Versöhnung ohne wechselseitige Beeinflussung Wechselseitige Beeinflussung unter Beibehaltung der Spannung (Interpenetration – siehe: T. Parsons).


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