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H. Brügelmann. Rechtschreibmuster organisieren sich S. 87-94 Lisa beginnt mit drei Jahren und 4 Monaten zu schreiben. Sie schreibt bis zum Schulbeginn.

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1 H. Brügelmann. Rechtschreibmuster organisieren sich S Lisa beginnt mit drei Jahren und 4 Monaten zu schreiben. Sie schreibt bis zum Schulbeginn 1619 Wörter, diese Wörter wurden selbstständig geschrieben, nicht abgeschrieben oder erfragt. Der Anteil an allen Schreibversuchen von diesen Wörter steigt ständig an: 100 : 58% 200 : 78% 300 : 87% 400 : 98% Mit dem 400. Wort erreicht Lisa ihren 5. Geburtstag, von nun an schreibt sie durchgängig selbstständig. Wortlänge in Buchstaben Silbenzahl Konsonanten- mehrgliedrige häufung Grapheme 4. Lbj.4,1 2, ,8 1, ,8 1, Klasse 1 5,6-6,1 1,9-2,0.8.7

2 Lautgerechte Verschriftung Anzahl Merkwörter Anzahl neue Wörter Verdrehte Buchstaben Falsche Schreibrich tung 4 100%hochgering21%4% 5 976% %0, geringhoch Der von Lisa verwendete Wortschatz nimmt deutlich an rechtschreiblichen Schwierigkeiten zu. Sie erreicht in der Mitte der 1. Klasse ein Schwierigkeitsniveau, das der 4. Klassenstufe zugeschrieben werden kann, nämlich 105 rechtschreibliche Besonderheiten auf 100 Wörter

3 Entwicklung in der Groß-Kleinschreibung: Alter ,55,5-66-6,256,25-6,5Entwick lung Falsch klein SA Einzel- wort Block- schrift Dito iS Falsch groß iS Dito iW Satz Druck- schrift Summe GK- Fehler/ 100W

4 Zusammenfassung: Kinder schreiben Wörter, die weit über ihrer orthographischen Entwicklungsstufe liegen. Kinder erarbeiten sich auch rechtschreibliche Regeln. Die rechtschreibliche Entwicklung verläuft nicht kontinuierlich. je eher Kinder rechtschreiblich anfangen, desto schneller entwickeln sie sich in dieser Dimension.

5 H. Brügelmann Methode: Dieselben 9 ungeübten Wörter mit ausgewählten rechtschreiblichen Lupenstellen werden im Rhythmus von drei Monaten in Klasse 1 und 2 vorgelesen. Beispiel Sabine, Klasse 1, durchschnittliche Entwicklung: abcd = Juni Klasse 1 msmäsMaus KnuKanu strosineRosine seimlSchümelSchimel lLtleiterLeiter twantWand blBielikBilich lolkmtwlokomotiweLogmotiwe neifSchtrümfStrumf

6 abcdefgh Schreibschrift MaMaus knKauKanu Roinrosine SchSchimmel LeitWand LWantLeita Bbilich L0Loklokomotiwe Bernd zeigt eine um ein Jahr langsamere Entwicklung.

7 Zusammenfassung: Alle Kinder machen Fortschritte in der ersten Klasse. Schreibungen ohne Lautbezug sinken von 20% auf 1% in der ersten Klasse. Der Anteil von mindestens lauttreuen Schreibungen steigt von 20% auf über 80% in der ersten Klase an. Rechtschreibliche Richtigkeit steigt ohne Übung von 10% auf 50 % an. Rechtschreibmuster werden zunehmend eingesetzt ohne Regelunterricht. Falsche Muster nehmen von 10% auf 1% ab ohne Regelunterricht. Kinder erarbeiten sich die rechtschreiblichen Schwierigkeiten unterschiedlich schnell aber immer in derselben Reihenfolge, Beispiel: Fahrrad. Erst das d, dann h und dann das doppel r. Falsche Rechtschreibmuster werden von guten Rechtschreibern schon früh verwendet, dann aber aufgegeben. Schwache Schreiber zeigen diese Eigenart deutlich später.

8 Christine Mann. Selbstbestimmtes Rechtschreiblernen, Weinheim, Basel, 1991Lerntheoretische Grundlage: Aneignungstheorie. Der Lerngegenstand wird mit seinen relevanten Merkmalen vorgestellt oder analysiert, der Lösungsweg wird in einer Lösungsformel aufgeschrieben oder aufgezeichnet so lange, bis die Teilschritte verinnerlicht sind. Danach verfügt der Schüler über die erlernten Teilschritte unbewusst. Mitsprechwörter = lautgetreue Wörter –> mit Hilfe der nach Pilotsprache analysieren, dann verschriften. Lernwörter = nicht ableitbare Schreibungen. -> auswendig lernen Nicht lautgetreue Wörter, deren Schreibungen aber durch Regeln erschlossen werden können RS-Regeln entlasten das Gedächtnis, sie erscheinen aber als solche nicht im Unterricht. Sie müssen Bestand des Lehrerwissens sein, von dem methodische Anregungen zur Anwendung der Regeln entwickelt werden. Um die regelgeleiteten RS-Phänome zu üben, werden RS- Schwierigkeiten markiert -> Merksatz formulieren, es folgen Schreibübungen (-> Übungsformen werden nach und nach eingeführt, jede Übung erhält einen Namen)

9 Die einzelne Strategie, mit deren Hilfe die rechtschreibliche Lösung ermittelt wird, kann unterschiedlich schwierige Voraussetzungen haben. Sie besteht immer aus bestimmten Arbeitsschritten: -> Bestimmung des rechtschreiblichen Problems durch L. -> Suche in der Fülle der Wörter die heraus, die das besondere rechtschreibliche Problem haben. -> Markiere die Stelle im Wort. -> Begründe die Rechtschreibung mit einem bekannten Verfahren.

10 N. Sommer-Stumpenhorst. Rechtschreiben lernen mit Modellwörtern. Berlin Auflg. Die allgemeinen und generellen Regeln werden RS-Prinzipien genannt, es sind drei: Prinzip für die Lautebene: Schreibe, wie du sprichst, wenn du deutlich und hochdeutsch sprichst. Prinzip für die Wortebene: Schreibe den Wortstamm über alle Ableitungen und Umformungen hinweg gleich. Prinzip auf der Satzebene: Gliedere den Text so, dass der Leser möglichst schnell versteht, was du sagen willst. Nach S-ST. Wird der Gegenstand Rechtschreibung auf den genannten drei Ebenen Laut, Wort Kontext/Satz in bestimmten Schritten erarbeitet.

11 GrundprinzipFolgenBesonder- heiten Ausnahmen Lau -te Ein Laut wird durch einen Buchstaben / eine Buchstaben- folge wiedergegeben LB Eine Lautfolge wird in eine analoge Buchstabenfol- ge übertragen LD Regelhafte Kennzeich- nung langer und kurzer Vokale LV y, pf, v, chs/ks, ai Dehnungs-h, Doppelvokal, Fremdwort- schreibung AF Pilotsprache, Ableitungsregeln, Einsetzungsregeln, Rechtschreib- wissen Merkhilfen + nachschlagen

12 GrundprinzipFolgenBesonder- heiten Ausnahmen Wör- ter Wortstamm bleibt erhalten WU Wortbildungen Zusammen- setzungen Vorsilben WZ Großschrei- bung Nomen WA Fremdwort- schreibungen AF GrundprinzipFolgenBesonder- heiten Ausnahmen Kon- text Gliederung des Satzes durch Satzzeichen SZ Satzglieder und ihre Stellung im Satz SA Satz abhängige Schreibung SW Besonderheiten GK- und GZ- Schreibung AF

13 Diese 12 Lernbereiche werden sukzessive im Laufe von 10 Schuljahren erarbeitet. Schon im ersten Schuljahr wird eine Übersicht über die einzelnen Lernbereiche in der Klasse aufgehängt. Diese tabellarische Übersicht ist ein Poster, das als Haus gestaltet ist, die einzelnen Lernbereiche sind Zimmer. Die einfachen Lernbereiche befinden sich im Keller, drei weitere Stockwerke folgen. Jedes Aufgabenzimmer erhält eine kindgemäße Adresse z. B. LD = Durchgliederungswerkstatt. In diesem Haus wohnt Graf Ortho, der in den einzelnen Zimmern Mitarbeiter hat.

14 Zweitens wird ein Modellwortschatz verwendet, dieser Wortschatz liegt als Wortkartensammlung vor. Für alle Such- und Gruppenbildungsaufgaben ist dieser handhabbare Wortschatz von Vorteil. Drittens schlägt Sommer- Stumpenhorst eine Wortsammlung vor, die Übungswörter zu den einzelnen Lernbreichen (Zimmern im Haus des Rechtschreibens) enthält. Die Karteikarten werden in einem geeigneten Kasten aufbewahrt.

15 Als Übungsformen nennt S.-St. Für jeden Lernbereich: Abschreiben Partnerdiktat Sortieraufgaben Aufgaben zum Nachdenken (-> von der eigenen Regel zur Dudenregel) Rumpelkammer aufräumen ( Fach mit Wörtern, die noch nicht rechtschreiblich analysiert werden können) Viertens werden Techniken der Textkorrektur eingeübt.

16 Der Erwerb der Rechtschreibung wird dem Spracherwerb als Analogie gesehen: vom Laut zum Wort, von dort zum Satz mit den entsprechende rechtschreiblichen Regelungen. Der Lehrgang unterstellt beim Kind eine eigenaktive Regelbildung, die aber durch die verweise auf offizielle Regeln korrigiert werden muss. Die Analogie zur Sprachentwicklung trägt auch noch, wenn man die Funktionsbereiche im Gehirn sich ansieht: das Lesezentrum, in dem Laut-Buchstaben, Lautfolgen verarbeitet werden, das Wernicke -Areal, in dem Wortstamm und Wortbedeutung verarbeitet wird, das Broca-Areal, in dem die grammatikalischen Strukturen gespeichert und bereitgehalten werden.


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