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Gemeinsam gegen häusliche Gewalt: Von regionalen Innovationen zu Maßstäben guter Praxis Prof. Dr. Barbara Kavemann Forschungsergebnisse der Wissenschaftlichen.

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1 Gemeinsam gegen häusliche Gewalt: Von regionalen Innovationen zu Maßstäben guter Praxis Prof. Dr. Barbara Kavemann Forschungsergebnisse der Wissenschaftlichen Begleitung Interventionsprojekte gegen häusliche Gewalt (WiBIG) Universität Osnabrück

2 Information unter:

3 Forschungsauftrag Vergleichende Analyse von Konzepten und Vorgehensweisen von bundesweit 10 unterschiedlichen Interventionsprojekten Untersuchung der von Interventionsprojekten erreichten Veränderungen im Bereich von staatlicher Intervention, Schutz und Unterstützung Laufzeit: 1998 – 2004 Gefördert durch das BMFSFJ

4 Was ist ein Interventionsprojekt ? Institutionalisiertes interinstitutionelles Kooperationsbündnis. Mitwirkende als Delegierte ihrer Institution mit entsprechendem Auftrag. Abstimmen von Verfahrensweisen verschiedener Institutionen nach dem Leitbild der Interventionskette. Ziel: Reduzierung häuslicher Gewalt, täterorientierte Intervention, Optimierung von Schutz und Unterstützung für die Opfer.

5 Perspektivenwechsel in der Arbeit gegen Gewalt im Geschlechterverhältnis Gewalt im Geschlechterverhältnis wird nicht mehr als reines Frauenproblem gesehen. Männer werden als mitverantwortlich und als Teil der Lösung gesehen. Häusliche Gewalt wird nicht mehr nur als moralisch verwerflich, sondern als Rechtsverletzung gesehen. Das staatliche Gewaltmonopol soll auch für Gewalt im privaten Raum gelten. Menschenrechte sollen auch im privaten Raum gelten.

6 Entwicklung der staatlichen Intervention: Polizei Gelingt der Wechsel von der Schlichtung von Familienstreitigkeiten zur schützenden und täterorientierten Intervention bei häuslicher Gewalt? Was kann diesen Prozess fördern?

7 Entwicklung der staatlichen Intervention: Polizei Wegweisung wird als sinnvolle Maßnahme akzeptiert und angewendet. Die Praxis der Polizei ist bundesweit uneinheitlich. Gesetze bieten Rechtssicherheit. Unterstützend sind Fortbildungen und Spezialzuständigkeiten. Es können Stagnation und erste Rückschritte in der Praxis beobachtet werden.

8 Entwicklung der staatlichen Intervention: Strafverfolgung Gelingt der Wechsel von der folgenlosen Einstellung der Verfahren zu einer konsequenter Sanktionierung häuslicher Gewalt? Wo liegen Handlungsspielräume?

9 Entwicklung der staatlichen Intervention: Strafverfolgung Sanktionierung durch die Amtsanwaltschaft findet selten statt (mind. 2/3 Einstellungen, überwiegend folgenlos für die Beschuldigten). Auch wenn nicht mehr auf den Privatklageweg verwiesen wird, sinken die Einstellungsquoten kaum. Die Aussage der Geschädigten wird als das entscheidende Beweismittel gewertet. Der Lauf des Verfahrens folgt dem vermeintlichen Willen der Geschädigten.

10 Entwicklung der staatlichen Intervention: Gewaltschutzgesetz Gut ein Viertel der Klientinnen der IST stellten einen Antrag (27%). Anträge werden überwiegend mit anwaltlicher Unterstützung gestellt. Ein Viertel der Klientinnen der Mobilen Intervention wurden zum Gericht begleitet (25%). Ohne Begleitung erleben viele Frauen den Gang zum Familiengericht als erfolglos. Nach einer Wegweisung wird oft abgewartet, nicht gleich der nächste Schritt gegangen.

11 Entwicklung der staatlichen Intervention: Täterarbeit Gelingt die Arbeit mit justiziell gewiesenen Tätern? Welche Rahmenbedingungen sind dieser Arbeit förderlich?

12 Entwicklung der staatlichen Intervention: Täterarbeit Justiziell gewiesene Täter schließen mit größerer Wahrscheinlichkeit den Kurs ab. Viele nehmen trotz Weisung an den Kursen nicht teil, weil sie keine Sanktionen fürchten. Täterarbeit braucht die enge Kooperation mit Justiz (auch Gerichtshilfe) und Opferschutz. Qualitätsstandards müssen formuliert werden. Welche können das sein? Erfolgskriterien müssen diskutiert werden. Welche können das sein?

13 Innovative Unterstützung: Zugehende Beratung Was kann zugehende Beratung leisten? Gefährdet pro-aktive Beratung die Selbstbestimmung der Betroffenen?

14 Innovative Unterstützung: Zugehende Beratung Unter zugehender Beratung verstehen wir pro-aktive Beratung und aufsuchende Beratung Zugehende Angebote erreichen neue Zielgruppen Zugehende Angebote senken die Schwelle in das Hilfesystem Zugehende Beratung übernimmt eine Lotsenfunktion im Unterstützungssystem Zugehende Angebote benötigen die Einbettung in ein Unterstützungssystem. Andere Einrichtungen wie Frauenhäuser werden nicht überflüssig.

15 Zugehende Beratung erreicht Zielgruppen von Frauen, die von sich aus nicht Beratung gesucht hätten: weil sie sich subjektiv nicht als unterstützungsbedürftig sehen, obwohl ihnen Informationen fehlen und sie gefährdet sind. weil sie glauben, dass ihr Fall nicht schlimm genug ist, um Unterstützung zu verdienen. weil sie verängstigt oder resigniert sind, nicht mehr aktiv Hilfe suchen bzw. nicht mehr auf Hilfe hoffen.

16 Unterschiedliche Muster von Beratungsbedarf Schnelle Trennung Neue Chance Entscheidung im Trennungsprozess Ambivalente Bindung Ergebnisse der Untersuchung zum Beratungsangebot und Beratungsbedarf nach polizeilichem Platzverweis in Baden- Württemberg (Helfferich, Lehmann, Kavemann, Rabe 2004)

17 Erfolge der neuen Strategien Erfolge von Interventionsprojekten auf drei Ebenen: Welche sind das? Fest verankerte, dauerhafte Ergebnisse auf normativer Ebene. Ergebnisse mittlerer Festigkeit auf struktureller Ebene Weiche Ergebnisse auf individueller Ebene

18 Elemente guter Praxis Es konnten Elemente guter Praxis herausgearbeitet werden: Welche sind das? Klare gesetzliche Regelungen An Fragen der Sicherheit orientierte Praxis Institutionalisierung der Kooperation Spezialzuständigkeiten Bedarfsgerechte Unterstützung Eigenständige Angebote für Kinder/Jugendliche Angebote für Gewalttäter Evaluation der Praxis / Befragung der Betroffenen

19 Fragen an die Teilnehmenden: Welches sind für Sie die wichtigsten Erfolge? Wo sehen Schwachstellen / Verbesserungsbedarf? Wo beobachten Sie ungewollte Nebenwirklungen? Welche Konsequenzen ziehen Sie aus dieser Entwicklung für Ihren Arbeitsbereich? Welche Anforderungen werden zukünftig an Intervention und Unterstützung gestellt werden?


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