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Zur Rolle der Sprache im Umgang mit Mathematik Plus? Plus mache ich nur in der Schule... Birgit Werner Pädagogische Hochschule Heidelberg

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Präsentation zum Thema: "Zur Rolle der Sprache im Umgang mit Mathematik Plus? Plus mache ich nur in der Schule... Birgit Werner Pädagogische Hochschule Heidelberg"—  Präsentation transkript:

1 Zur Rolle der Sprache im Umgang mit Mathematik Plus? Plus mache ich nur in der Schule... Birgit Werner Pädagogische Hochschule Heidelberg

2 Mathematikunterricht als sozial- kommunikative Situation Innerhalb eines Quadrates mit der Seite a befinden sich fünf sich nicht überschneidende Kreise mit demselben Radius r. Einer dieser Kreise ist konzentrisch mit dem Quadrat und berührt die vier anderen, deren jeder seinerseits zwei Seiten des Quadrates berührt (in eine Ecke hinein geschoben ist). Man drücke r durch a aus. Mathematikunterricht ist ein gemeinsam auszuhandelnder Erfahrungsbereich, ein durch einen mathematischen Inhalt geprägter sozialer Kontext. Sein Erfolg hängt u.a. davon ab, –ob eine gemeinsame Absicht anerkannt wird, –ob die Verständigung auf einem gemeinsamen Zeichenvorrat beruht und –ob die zu vermittelten Botschaften/Informationen gegenseitig verstanden werden und subjektiv bedeutsam sind. Mathematikunterricht ist vollumfänglicher Sprachunterricht mit hohen fachwissenschaftlichen und umgangssprachlichen Anteilen.

3 Sprache als Medium des Mathematikunterrichts Im Mathematikunterricht wird eine begriffliche Struktur aufgebaut, die im gegebenen Zusammenhang mit der Struktur vereinbar sein soll, die der Sprecher - hier meist die Lehrkraft - im Kopf hat. Die Kompatibilität zeigt sich darin, dass die Schüler nichts sagen bzw. nichts tun, was den Erwartungen der Lehrkraft widerspricht.

4 Strukturelle Merkmale der Sprache Mathematik Die Syntax der Mathematik, unsere regelgeleitete, konventionelle mathematische Schrift (meist in Form von Gleichungen, Termen, Aussagen) beschreibt ursächliche, räumliche und zeitliche Zusammenhänge = 7

5 Stolpersteine I - Wortebene Grundschule: ca. 500 neue Wörter allein in Mathematik Wörter, die nicht in der Alltagssprache vorkommen, z.B. Primzahl, Divisor, Ungleichung, Sinus, addieren Wörter, die auch in der Alltagssprache in gleicher oder ähnlicher Form auftreten Wortarten: Substantive, Adjektive, Verben, Zahlwörter, Präpositionen Ausdrücke für logische Objekte und deren Beziehungen: wenn... dann; nicht, als

6 Stolpersteine II Logisch-grammatikalische Strukturen Bildung der Zahlwörter: Zahlwörter sind trotz gleicher Wortteile nicht identisch: 356, 536, 653, 365, 653, 563. Text- bzw. Sachaufgaben: Peter hat vier Äpfel, Paula hat drei Äpfel. Wie viele Äpfel haben sie zusammen? Peter hat vier Äpfel, Paula hat zwei Äpfel mehr als Peter. Wie viele Äpfel haben Peter und Paula zusammen? Konventionelle Lese- und Schreibrichtung

7 Konsequenzen Umgangssprache und Fachsprache weitgehend parallel nutzen (so viel Umgangssprache wie möglich; so viel Fachsprache wie nötig) Umgangssprache als Brücke zur Fachsprache Umgangssprache als Mittel zur Konstruktion mathematischer Gegebenheiten

8 Didaktisch-methodische Varianten Verbalisierung von Lösungswegen Rechentagebücher Beratungsgespräche

9 Verbalisierung von Lösungswegen Verbalisieren von Lösungswegen: wie hast du gerechnet? Was hilft dir beim Rechnen

10 Rechentagebücher Rechen- bzw. Lerntagebüchern. sind textliche Eigenproduktionen Beim Schreiben verlangsamen und klären sich die Gefühle und Gedanken, nehmen Gestalt an und fordern zur Stellungnahme heraus. Wer schreibt, übernimmt in besonderer Weise Verantwortung für seine Position, öffnet sich der Kritik (Gallin & Ruf, 1993). Varianten: Sammeln von Arbeitsproben Vorstrukturierte Arbeitsblätter Offen gestaltet Schreibhefte

11 Rechentagebuch

12 Beratungsgespräche Leitfaden 1.Begrüßung 2.Beschreibung aktueller Stärken: Wenn Du an (z.B. Rechnen, Zahlen, Einkaufen, Geld und Bezahlen) denkst: Was kannst Du gut?- Beziehungsweise: Was kannst Du seit dem letzten Mal besser? 3.Analyse der Entwicklungsgeschichte aktueller Stärken: Wie hast Du das gemacht, dass Du das jetzt so gut kannst? 4.Entwurf künftiger Stärken: Was von dem, was Du derzeit tust, möchtest Du (noch) besser machen/können? 5.Anregungen und Tipps: Was hat Dir (oder anderen) bei vergleichbaren Problemen geholfen? 6.Gemeinsame Reflexion. Was haben wir diesmal gemacht? Was ist gelungen?

13 Dyskalkulie, LRS oder...?... ein...Werbeplakat! Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit


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