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Copyright 2001 Juli 2003 Venture 2004 – Einführung in das Finanzplan-Modell.

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1 Copyright 2001 Juli 2003 Venture 2004 – Einführung in das Finanzplan-Modell

2 Finanzplan_Dok_V02[1] 1 ELEMENTE DES JAHRESABSCHLUSSES Das Finanzplanmodell unterstützt die Teilnehmer von Venture 2004 bei der Erstellung der drei Hauptelemente eines Jahresabschlusses: der Erfolgsrechnung, der Bilanz und der Liquiditätsplanung (Cashflow-Rechnung). Die Erfolgsrechnung (ER) oder Gewinn- und Verlustrechnung ermittelt den monatlichen/jährlichen Gewinn, indem sie die Umsätze und anfallenden Aufwendungen gegenüberstellt. Pro Produktbereich werden dabei zum einen die Umsätze und die der Produktion zuzuordnenden Aufwendungen berechnet (Bruttomarge), zum andern die zusätzlich anfallenden Aufwendungen für die Bereiche Entwicklung/Engineering, Marketing & Verkauf, Werbung sowie Administration. Auf Unternehmensebene werden zusätzlich das Finanzergebnis und die Steuerlast berechnet. Die Bilanz gibt Aufschluss über Herkunft und Verwendung des eingesetzten Kapitals. Das Unternehmen finanziert sich über Eigen- und Fremdkapital und investiert dieses Geld in das betriebsnotwendige Anlage- und Umlaufvermögen. Im Modell werden die Investitionen und Abschreibungen der Vermögensgegenstände für alle Bereiche (Produktion, Entwicklung/Engineering, Marketing, Administration) separat gerechnet. Die Cashflow-Rechnung ist in der Gründungsphase das wichtigste Planungselement. Sie ergibt sich aus der Verknüpfung von Bilanz und Erfolgsrechnung (ER) und gibt im Gegensatz zur ER Aufschluss über den Liquiditätsstatus des Unternehmens. Unzureichende Liquidität ist genauso wie Überschuldung ein Konkurs- tatbestand: Nur bei ausreichender Liquidität können am Monatsende – unabhängig vom ausgewiesenen Gewinn – die Zahlungen an Mitarbeiter, Lieferanten und Gläubiger geleistet werden. Die Cashflow-Rechnung unterscheidet sich von der ER in den tatsächlichen Ein- und Auszahlungen: Investitionen zum Beispiel werden im Zeitpunkt der Anschaffung mit ihren Anschaffungskosten erfasst und nicht wie in der ER mit den periodisierten Abschreibungen.

3 Finanzplan_Dok_V02[1] 2 MODELLÜBERSICHT FINANZPLAN HinweiseDetails Cashflow Erfolgs- rechnung Bilanz Produkt- planung Aufwands- arten Investitionen Übersicht Cashflow Erfolgs- rechnung Bilanz Umsatz- entwicklung Cashbedarf Grafikdaten /6/7 Annahmen Excel Sheets

4 Finanzplan_Dok_V02[1] 3 MODELLAUFBAU Das Modell gliedert sich in sieben Excel Sheets: Sheet 1(Hinweise) Fasst die wichtigsten Bedienungshinweise zusammen Sheet 2 (Annahmen) Fasst die wesentlichen Annahmen des Modells zusammen; hier handelt es sich nicht um Eingabefelder, sondern um eine Zusammenfassung der in Sheet 3 eingegebenen Daten Sheet 3 (Details [ER, Bilanz, Cash]) Enthält sowohl die drei Hauptelemente des Jahresabschlusses in detaillierter Form als auch alle dahinter liegenden Berechnungen mit den entsprechenden Eingabefeldern (grün unterlegt); das Sheet gliedert sich in je 15 Seiten für 2004, für 2005 und für 2006–2010, d.h. insgesamt 45 Seiten; die Nummerierung ist auf den Ausdrucken links oben zu sehen und fortlaufend; die Inhalte der ersten 15 Seiten (2004) werden auf den folgenden Seiten erläutert Sheet 4 (Übersicht [ER, Bilanz, Cash]) Fasst die drei Elemente des Jahresabschlusses (ER, Bilanz, Cashflow-Rechnung) zusammen Sheet 5–7 (Umsatzentwicklung, Cashbedarf, Grafikdaten) Sind Übersichtsgrafiken, in denen teilweise Daten einzugeben sind

5 Finanzplan_Dok_V02[1] 4 AUFBAU SHEET 3 (DETAILS) Bereich Seite (2004) Direkte Cashflow-Rechnung Indirekte Cashflow-Rechnung Erfolgsrechnung Bilanz Bruttomarge (4 Produkte) Personalplanung/bezahlte Saläre Investitionen/Abschreibungen Produktion/Vorräte/Lager Miete/Steuern 1 2 3–4 5 6–9 10–11 12– : Seite : Seite 31-45

6 Finanzplan_Dok_V02[1] 5 VORGEHENSWEISE – Erfolgsrechnung Erstellung der Erfolgsrechnung (Sheet 3, S. 3–4) Ermitteln Sie zunächst pro Produktbereich die geplanten Umsätze und die anfallenden Materialkosten auf Basis einer detaillierten Mengen- und Preisplanung (S. 6–9). Führen Sie ergänzend eine entsprechende Marktanteilsplanung durch, um die Umsatzentwicklung zu plausibilisieren. Ermitteln Sie anschliessend die nach Kostenstellen gegliederten Aufwandsarten (Produktion, Entwicklung/Engineering, Marketing & Verkauf, Werbung sowie Administration). Die einzelnen Aufwandsarten unterteilen sich jeweils in Personalkosten (direkte) und sonstige (indirekte) Kosten. Erstellen Sie daher zunächst für alle Kostenstellen eine detaillierte Personalplanung inklusive Personalbestands- und Personalkostenplanung (S. 10–11); die sonstigen Kosten werden in der Regel pro Person oder pro Umsatz kalkuliert. Die Aufwendungen für den Produktionsbereich unterteilen sich in direkte und indirekte Produktionskosten (S. 14). Verteilen Sie diese proportional zum Umsatzanteil eines Produktes auf die einzelnen Produktbereiche. Wenn Sie alle Aufwandspositionen vom Umsatz abziehen, erhalten Sie den Betriebsgewinn (EBIT = Earnings Before Interest and Taxes). Zur Ermittlung des Jahresüberschusses ziehen Sie anschliessend das Finanzergebnis und die Steuerlast ab. Auf Grund länderspezifischer Steuersysteme wird hier vereinfachend mit einem pauschalen Steuersatz von 30% gerechnet. Es wird dringend empfohlen, zur individuellen Steuerplanung einen Steuerberater beizuziehen. Insbesondere geht es um die Besteuerung unterschiedlicher Gewinnverwendungen (Thesaurierung vs. Ausschüttung).

7 Finanzplan_Dok_V02[1] 6 VORGEHENSWEISE – BILANZ (1/2) Erstellung der Bilanz (Sheet 3, S. 5) Erstellen Sie zunächst einen Investitionsplan für das Anlagevermögen der einzelnen Kostenstellen (S. 12), um die einzelnen Bilanzpositionen auf der Aktivseite zu ermitteln. Die Bruttoinvestitionen werden pro Person berechnet. Alternativ kann auch eine Kopplung der Investitionen an den Umsatz oder eine stückbezogene Investitionsplanung sinnvoll sein, wobei das Modell entsprechend angepasst werden muss. Ermitteln Sie für die einzelnen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens zusätzlich die Abschreibungsdauer (S. 13). Diese richtet sich nach der betriebsüblichen Nutzungsdauer des Vermögensgegenstandes, welche im handelsrechtlichen Jahresabschluss weitgehender Willkür unterliegt. Bindend hingegen sind die bei allen Finanzämtern erhältlichen steuerlichen Abschreibungstabellen. Ersetzen Sie im Modell deshalb die für drei Gruppen vorgegebene pauschale Abschreibungsdauer durch die geschäftsspezifischen Vorgaben der Tabellen. Als Differenz zwischen Bruttoinvestitionen (Anschaffungskosten) und Abschreibungen ergeben sich die Nettoinvestitionen; diese entsprechen der Veränderung der Jahresendbestände des Anlagevermögens. Planen Sie innerhalb des Umlaufvermögens bzw. Working Capital die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Vorratsbestände (S. 14). Der Forderungsbestand (Debitoren) ergibt sich vor allem aus den gewählten Zahlungszielen für die Kunden; der Bestand ist flexibel wählbar (30–90 Tage) und umso höher, je länger das Zahlungsziel ist. Gleiches gilt für die Verbindlichkeiten. Ziel eines jungen Unternehmens sollte sein, den Debitorenbestand möglichst niedrig und den Kreditorenbestand möglich hoch zu halten, um minimale Finanzierungskosten für das Working Capital zu erzielen. Beim Lagerbestand ist adäquat zu bestimmen, wieviele Monate im voraus das Material zu beschaffen ist.

8 Finanzplan_Dok_V02[1] 7 VORGEHENSWEISE – BILANZ (2/2) Die Passivseite der Bilanz wird in Abhängigkeit von den Finanzierungsmöglichkeiten des Gründungs- unternehmens sehr unterschiedlich sein. Achten Sie grundsätzlich darauf, dass langfristige Investitionen durch das Eigenkapital der Eigentümer, Business Angels und VC bzw. durch langfristige Darlehen finanziert werden, das Umlaufvermögen dagegen eher aus kurzfristigen Betriebsmittelkrediten bzw. Lieferanten- verbindlichkeiten. Für die Monatsplanung ist entscheidend, dass bei mangelndem Liquiditätszufluss aus den Umsatzerlösen ausreichend kurzfristige Kredite für die Zahlung der offenen monatlichen Rechnungen zur Verfügung stehen.

9 Finanzplan_Dok_V02[1] 8 VORGEHENSWEISE – CASHFLOW Ermittlung des Cashflows (Sheet 3, S. 1–2) Die Cashflow-Rechnung unterscheidet sich von der ER hinsichtlich der Orientierung an Einzahlungen/ Auszahlungen; d.h. Aufwendungen und Erträge, die keinen liquiditätswirksamen Effekt haben, werden nicht berücksichtigt (beispielsweise sind nicht alle Umsatzerlöse Cash-wirksam). Ziehen Sie nicht bezahlte Rechnungen sowie eine Erhöhung des Forderungsbestandes von den in der ER ermittelten Umsatzerlösen ab. Die Cashflows der Periode können sowohl direkt (S. 1) als auch indirekt (S. 2) berechnet werden. –Bei der direkten Berechnung ziehen Sie von den einzahlungswirksamen Umsatzerlösen sämtliche Auszahlungen inklusive Investitionen ab –Bei der indirekten Methode addieren Sie, ausgehend vom Reingewinn der Erfolgsrechnung, alle nicht zahlungswirksamen Aufwendungen hinzu bzw. ziehen Sie alle nicht zahlungswirksamen Erträge ab. Ergebniskontrolle Um die Konsistenz von Bilanz/ER und Cashflow-Rechnung zu überprüfen, berechnen Sie die Quersummen in den ersten drei Zeilen des Modells. Sie überprüfen damit einerseits, ob der Cashflow, der sich aus der direkten und indirekten Berechnung ergibt, mit dem Bestand an flüssigen Mitteln im Umlaufvermögen übereinstimmt, andererseits ob die Bilanzsummen der Aktiv- und der Passivseite der Bilanz übereinstimmen.


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