Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Print cover Family Office Forum Internationale Vermögensanlage - Steueroptimierung ohne Wohnsitzwechsel RA/StB/FAStR Prof. Dr. Jochen LüdickeWiesbaden,

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "Print cover Family Office Forum Internationale Vermögensanlage - Steueroptimierung ohne Wohnsitzwechsel RA/StB/FAStR Prof. Dr. Jochen LüdickeWiesbaden,"—  Präsentation transkript:

1 Print cover Family Office Forum Internationale Vermögensanlage - Steueroptimierung ohne Wohnsitzwechsel RA/StB/FAStR Prof. Dr. Jochen LüdickeWiesbaden, 28. April 2015

2 Print divider Teil Welteinkommens- und Weltvermögensprinzip 1

3 Print slide Grundprinzipien des internationalen Steuerrechts Wohnsitzprinzip i.V.m. Universalitätsprinzip Im Staatsgebiet wohnende oder sich gewöhnlich aufhaltende Personen werden mit ihrem Welteinkommen bzw. –vermögen besteuert (z.B. ESt, KSt) Quellenprinzip i.V.m. Territorialitätsprinzip Nicht im Staatsgebiet wohnende oder sich gewöhnlich aufhaltende Personen werden mit ihrem Inlandseinkommen bzw. Vermögen besteuert (beschränkte Steuerpflicht kraft sachlicher Inlandsbindung (z.B. ESt, KSt) Nationalitätsprinzip i.V.m. Universalitätsprinzip Unbeschränkte Steuerpflicht für alle Staatsangehörigen (z.B. USA), unabhängig vom Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt 3

4 Print slide Welteinkommens- und Weltvermögensprinzip Welteinkommen Summe der Einkünfte Gleichgültig, wo die Einkünfte erwirtschaftet worden sind Persönliche Anknüpfung Zielsetzung Gleichgerichtete Umsetzung der Belastungsentscheidung in einem progressiven Tarif Problem der traditionellen Umsetzung: ­Freistellungsausnahmen bei enger Sachanknüpfung im Ausland ­Anrechnungsmethode führt zu “cherry picking” des Gesetzgebers 4

5 Print slide Fall 1 - Welteinkommensprinzip S ist ein im Inland ansässiger Vermieter mit Immobilien im Ausland und im Inland S bezieht Einkünfte aus seiner Vermietungstätigkeit in Deutschland Die Immobilieneinkünfte im Ausland werden dort besteuert und ausländische Steuer wird angerechnet oder es erfolgt eine Freistellung unter Progressionsvorbehalt 5 S Immobilie

6 Print slide Steuerliche Auswirkungen Bei S: Im Inland ­Ertrag durch Vermietungstätigkeit im Inland untersteht der Einkommensteuer in Deutschland ­Ertrag der ausländischen Immobilie wird zunächst, nach dem Welteinkommensprinzip, der Einkommensteuer unterworfen ­Entsprechend der deutschen Abkommenspraxis sind die Einkünfte aus der Vermietung der ausländischen Immobilie unter Anwendung des Progressionsvorbehalts (§ 32b EStG) freigestellt (Art. 23 A OECD-MA) ­Ist S zusätzlich US-Amerikaner, werden die Einkünfte zudem in den USA versteuert und die ausländische und die deutsche Steuer werden angerechnet Gestaltungsmöglichkeit bei Anknüpfung an Staatsangehörigkeit ­Aufgabe der US-Staatsangehörigkeit Nachwirkendes Besteuerungsrecht (expatriate regime) 6

7 Print divider Teil Gestaltungschancen mit Kapitalgesellschaften, Trusts und Stiftungen 2

8 Print slide Qualifizierte Investmentfondslösungen Abkommensberechtigung Bei entsprechender Ausgestaltung ist ein selbstständiger Investmentfonds eine in einem Vertragsstaat ansässige und abkommensberechtigte Person i.S.d. Art. 1 OECD – MA Trennungsprinzip Grundsätzlich keine Vermögenszurechnung (Abschirmwirkung) 8

9 Print slide Fall 2 – Investmentfonds Kapitalanlage über Beteiligung an Investmentfonds Anleger zahlt Geld in Fonds Erhalt von Anteilscheinen Fonds investiert das gebündelte Geld in Anleihen, Aktien, Immobilien, etc. Verkauf durch Anleger an Fonds ist möglich Die ausschüttungsgleichen Erträge sollten an Anleger fließen, da sie ohnehin beim Anleger besteuert werden Nicht ausschüttungsgleiche, thesaurierte Erträge werden (noch) nicht besteuert, Wiederanlage ist zu 100% (nicht rund 74% nach KapSt/Soli) möglich Fondssitz/Fondverwaltung bestimmt anwendbares DBA-Netz für Drittlandserträge 9 S Immobilie Fonds

10 Print slide Fall 3 – Einschaltung einer KapG im Ausland S ist eine im Inland ansässige Person mit Beteiligung an KapG im Ausland (z.B. Bahamas), der ihm gehörende Ferienmmobilie im Ausland (z.B. Spanien) übertragen wurde Nutzung der Immobilie durch S Vergleich mit Segelschiff, Kunstgemälden, etc. 10 S Immobilie KapG Nutzung der Immobilie

11 Print slide Stiftungen und Trusts Übertragung von Vermögen auf die Stiftung /Trust ohne Wohnsitzwechsel Deutschland ­Gem. § 7 Abs. 1 Nr. 8 ErbStG steuerpfichtig ­Steuerklasse III i.S.d. § 15 Abs. 1 ErbStG, ggf. Steuerklassenprivileg nach § 15 Abs. 2 ErbStG Schweiz ­Kantonale Erbschaftsteuer bei der Errichtung nicht steuerbefreiter Stiftungen ­vgl. Für Kanton Zürich: § 4 Abs. 2 ZH-ESchStG ­Progressiv gestaffelter Steuersatz nach § 22 ZH-ESchG, beginnend i.H.v. 2% für einen schenkungssteuerpflichtigen Betrag von bis zu CHF; Steuerpflichtige Erwerbe für Beträge über 1.5 Mio CHF bis zu max. 6 % des Gesamtbetrages 11

12 Print slide Stiftungen und Trusts ­Ermittelte Steuer wird mit einem auf den Beziehungsstatus bezogenen Mulitplikator verrechnet, der nach dem Verwandschaftsgrad zwischen Stifter und Destinatären abgestuft ist Österreich ­Keine vergleichbaren Regelungen ­Stiftungseingangsteuer bei unentgeltlicher Zuwendung zugunsten von eigennützigen wie gemeinnützigen Stiftungen i.H.v. 2,5% ­Entweder Zuwendende oder Stiftung im Zeitpunkt der Zuwendung Wohnsitz/Sitz oder gewöhnlichen Aufenthalt/Ort der Geschäftsleitung in Österreich 12

13 Print slide Fall 3 – Stiftung in Liechtenstein Gründung einer Familienstiftung in Liechtenstein Selbstständige Rechtspersönlichkeit Trennungsprinzip Auf Dauer angelegt Stiftungsvermögen dauernd zum Zwecke der Bestreitung der Kosten der Erziehung und Bildung, der Ausstattung oder Unterstützung von Angehörigen einer oder mehrerer bestimmter Familien, oder zu ähnlichen Zwecken verbunden 13 S Stiftung S1S2 F E1

14 Print slide Steuerliche Auswirkungen Bei S: Im Inland (Deutschland): ­Grundsätzlich löst die Schenkung Erbschaftsteuer aus (Ausnahme: Begünstigtes Vermögen – 13a, 13b ErbStG) In Liechtenstein ­Keine Erbanfall-, Ertrag- oder Schenkungsteuer ­Keine Erbersatzbesteuerung Sperrwirkung für Thesaurierung ­Abgeltungssteuersatz auf Ausschüttungen, auch bei Kapitalanlagen im Inland oder Spezialfonds 14

15 Print slide Niedrige Thesaurierungsbesteuerung Belastung mit Körperschaftsteuer vs. Einkommensteuer Belastung mit Körperschaftsteuer ­Deutschland: 15 % ­United Kingdom:20 % Vs. Belastung mit Einkommensteuer ­Deutschland:45 % ­United Kingdom:ca. 42 % 15

16 Print divider Teil Gestaltungsgrenzen durch Quellensteuern und Hinzurechnungsregelungen 3

17 Print slide Quellensteuern Sachliche Inlandsbindung Deutschland: ­Im Inland erzielte Einkünfte ausländischer Investmentvehikel (Fonds, Trusts, Stiftungen) unterliegen der dt. Besteuerung (§ 2 KStG – beschränkte Steuerpflicht) ­Auslandseinkünfte unterliegen auf Ebene der Vehikel keiner deutschen Besteuerung. Durch Sitzwahl und Ort der Geschäftsleitung kann günstiges Besteuerungssystem erreicht werden Ausland: ­Prüfung, ob Quellensteuersätze bei Ausschüttung an natürliche Personen bzw. juristische Personen unterschiedlich sind ­Prüfung, welche Geschäftsintensität eine zwischengeschaltete Drittlandsgesellschaft entfalten muss um DBA-Vorteile zu nutzen 17

18 Print slide Hinzurechnungsbesteuerung Deutschland §§ 7 – 14, 16 AStG für Gesellschaften § 15 AStG für ausl. Familienstiftungen und Trusts ­Zurechnung Einkommen/Vermögen bei Bezugs- oder Anfallberechtigtem ­Gleichstellung von Trusts nach § 15 Abs. 4 AStG Bedenken hinsichtlich der Berechtigung von § 15 AStG Endgültige Vermögensentledigung Zurechnung bei Stiftungen/Trusts überhaupt möglich? Vergleich mit in der Schweiz ansässigen Stiftungen Vergleich mit Kapitalgesellschaften und Tochtergesellschaften 18

19 Print slide Befreiung von der Hinzurechnungsbesteuerung Deutschland § 15 Abs. 6 AStG für ausl. Familienstiftungen und Trusts ­Sitz oder Geschäftsleitung in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem Vertragsstaat des EWR-Abkommens ­Nachweis, dass das Vermögen der Stiftung (des Trusts) der Verfügungsmacht der Destinatäre und des Stifters tatsächlich entzogen ist ­Auskunftsvereinbarung, die erforderlich ist, um eine Besteuerung in Deutschland sicherzustellen 19

20 Print slide Fall 4 – Vergleich Stiftung und Zwischengesellschaft im Ausland Zwischengesellschaft im Ausland Mögliche Hinzurechnungsbesteuerung (§ 7 ff. AStG) für Zwischengesellschaften Möglicher Fall der Steuerhinterziehung durch Unterlassen Stiftung im Ausland Kein Beschluss der Nutzungsausschütung Lediglich Verzicht auf Kosten Keine Hinzurechnungsbesteuerung 20 S Immobilie KapG Nutzung der Immobilie Stiftung

21 Print divider Teil Intelligente Nutzung von gemeinnützigen Strukturen 4

22 Print slide Gemeinnützige Stiftung Deutschland Weitestgehend freie Möglichkeiten der Vermögensanlage (Insbesondere keine “mündelsichere” Anlage) Verwirklichung der gemeinnützigen Zwecke aus den Erträgen Möglichkeit der Ausschüttung von Stiftungserträgen zum Unterhalt für den Stifter und seine nächsten Angehörigen Angemessenheitsgrenze ist in diesem Zusammenhang zu beachten ­Grds.: 30% 22

23 Print slide Kombination gemeinnützige Stiftung und gemeinnützige GmbH Gründung: Gemeinnützige Stiftung als Ertragsträger Gemeinnützige GmbH als Vermögensträger Vermögensausgestaltung Zuwendungsnießbrauch (ggf. Quotenießbrauch) zu Lasten gGmbH und zu Gunsten gStiftung Steuern und Erträge Einnahmen der Stiftung unterliegen grds. keiner Ertragsbesteuerung Stiftung generiert minimal Erträge Vermögensnutzung Die Stiftung wickelt Projekte aus Erträgen ab Maximal 30% der Erträge können für Ausschüttungen an Stifter und Angehörige verwendet werden 23

24 Print slide Kombination gemeinnützige Stiftung und gemeinnützige GmbH Ende der Gemeinnützigkeit Ende des Nießbrauchs 24

25 Print divider Teil Legitimität und Teilhabe am privaten Erfolg 5

26 Print slide Legitimation der Erbschaftsteuer Doppelbelastung Aufgebaute Vermögen werden sowohl mit Einkommen- als auch mit Erbschaftsteuer belastet Grundprinzip der Besteuerung Leistungsfähigkeitsprinzip Abstellen auf die individuelle Leistungsfähigkeitserhöhung? 26

27 Print slide Strukturelles Strukturdefizit bei Immobilienverkäufen Vergleich: Immobilien im Privat – oder Betriebsvermögen Verkauf Immobilie im Betriebsvermögen steuerpflichtig, 15 EStG Verkauf Immobilie im Privatvermögen nach 10 Jahren steuerfrei möglich, § 23 EStG Vergleich mit Kapitaleinkünften Anderes Besteuerungssystem Möglichkeit der Erfassung von Immobilienverkäufen Verfassungswidrigkeit der Spekulationsfrist? 27

28 Print slide This material is provided by the international law firm Freshfields Bruckhaus Deringer LLP (a limited liability partnership organised under the law of England and Wales) (the UK LLP ) and the offices and associated entities of the UK LLP practising under the Freshfields Bruckhaus Deringer name in a number of jurisdictions, and Freshfields Bruckhaus Deringer US LLP, together referred to in the material as ‘Freshfields’. For regulatory information please refer to The UK LLP has offices or associated entities in Austria, Bahrain, Belgium, China, England, France, Germany, Hong Kong, Italy, Japan, the Netherlands, Russia, Singapore, Spain, the United Arab Emirates and Vietnam. Freshfields Bruckhaus Deringer US LLP has offices in New York City and Washington DC. This material is for general information only and is not intended to provide legal advice. © Freshfields Bruckhaus Deringer LLP 2015 Herzlichen Dank!


Herunterladen ppt "Print cover Family Office Forum Internationale Vermögensanlage - Steueroptimierung ohne Wohnsitzwechsel RA/StB/FAStR Prof. Dr. Jochen LüdickeWiesbaden,"

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen