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Soziale Schichtung Darunter versteht man die Gliederung der Gesellschaft nach verschiedenen Kriterien. Darunter versteht man die Gliederung der Gesellschaft.

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Präsentation zum Thema: "Soziale Schichtung Darunter versteht man die Gliederung der Gesellschaft nach verschiedenen Kriterien. Darunter versteht man die Gliederung der Gesellschaft."—  Präsentation transkript:

1 Soziale Schichtung Darunter versteht man die Gliederung der Gesellschaft nach verschiedenen Kriterien. Darunter versteht man die Gliederung der Gesellschaft nach verschiedenen Kriterien. Der Begriff verweist auf ungleiche Positionen, die von den Mitgliedern einer Gesellschaft eingenommen werden. Der Begriff verweist auf ungleiche Positionen, die von den Mitgliedern einer Gesellschaft eingenommen werden. So findet sich in allen Gesellschaften eine Schichtung nach Alter und Geschlecht So findet sich in allen Gesellschaften eine Schichtung nach Alter und Geschlecht

2 Soziale Schichtung In größeren traditionellen Gesellschaften und Industrieländern ist die Gesellschaft nach Reichtum, Vermögen und Zugang zu materiellen Gütern und kulturellen Produkten geschichtet. In größeren traditionellen Gesellschaften und Industrieländern ist die Gesellschaft nach Reichtum, Vermögen und Zugang zu materiellen Gütern und kulturellen Produkten geschichtet. Es lassen sich vier grundlegende Schichtungssysteme unterscheiden: Sklaverei, Kastenwesen, Stände und Klassen Es lassen sich vier grundlegende Schichtungssysteme unterscheiden: Sklaverei, Kastenwesen, Stände und Klassen

3 Sklaverei Extreme Form der Ungleichheit, bei der bestimmte Individuen Eigentum anderen Personen sind Extreme Form der Ungleichheit, bei der bestimmte Individuen Eigentum anderen Personen sind Diese Form sozialer Ungleichheit war gesetzlich sanktioniert Diese Form sozialer Ungleichheit war gesetzlich sanktioniert Die Rechte der Sklaven waren von Gesellschaft zu Gesellschaft recht unterschiedlich (vgl. Antike und Sklaverei des 18./19. Jahrhunderts in Südamerika) Die Rechte der Sklaven waren von Gesellschaft zu Gesellschaft recht unterschiedlich (vgl. Antike und Sklaverei des 18./19. Jahrhunderts in Südamerika) Wurde als formale Institution nach und nach abgeschafft und ist heute beinahe vollständig verschwunden Wurde als formale Institution nach und nach abgeschafft und ist heute beinahe vollständig verschwunden

4 Kastenwesen Wird vor allem mit Kulturen des Indischen Subkontinents in Verbindung gebracht. Wird vor allem mit Kulturen des Indischen Subkontinents in Verbindung gebracht. Der Begriff Kaste (portugiesisch: casta = Geschlecht, Stamm) Der Begriff Kaste (portugiesisch: casta = Geschlecht, Stamm) das Kastensystem entspricht weitgehend dem Ständesystem im mittelalterlichen Europa, ist aber durch seine religiösen Konnotationen als noch rigider anzusehen. das Kastensystem entspricht weitgehend dem Ständesystem im mittelalterlichen Europa, ist aber durch seine religiösen Konnotationen als noch rigider anzusehen. Die Kastenzugehörigkeit eines Individuums wird durch die Geburt bestimmt, ein- oder Austritt sind nicht möglich. Die Kastenzugehörigkeit eines Individuums wird durch die Geburt bestimmt, ein- oder Austritt sind nicht möglich.

5 Kastenwesen Die Kastenzugehörigkeit hat Auswirkungen auf das gesamte Leben eines Individuums. Sie bestimmt u.A. die Partnerwahl und die Berufswahl. Die Kastenzugehörigkeit hat Auswirkungen auf das gesamte Leben eines Individuums. Sie bestimmt u.A. die Partnerwahl und die Berufswahl. Das Kastenwesen ist insbesondere bei den kurdischenen Jezidi, in Indien, Sri Lanka, Nepal und Bali verbreitet. Das Kastenwesen ist insbesondere bei den kurdischenen Jezidi, in Indien, Sri Lanka, Nepal und Bali verbreitet.

6 Stände In vorindustrieller Gesellschaft hängt die gesellschaftliche Stellung der einzelnen wesentlich von ihrer familiären Herkunft ab Man wird in Stand hineingeboren und zählt in der Regel sein ganzes Leben lang dazu Stand bezeichnet bestimmte Bevölkerungsgruppe mit rechtlich fixiertem Status -> Rechte und Pflichten von Adel, Geistlichkeit, Bürgertum, Bauern sind genau verankert, soziale und politische Rechte sind standesabhängig, ständische Korporationen regeln Alltagsleben ihrer Mitglieder „standesgemäßes Verhalten“ bzw. die Pflege eines standesgemäßen Lebensstils wird erwartet allgemein: Stände = gesellschaftliche Gruppierungen, „deren Zugehörigkeit i.d.R. durch „Geburt“ zustande kommt, deren Existenzbedingungen und Lebensweisen darüber hinaus weitgehend geregelt und in ihren Abgrenzungen zu anderen Ständen genau festgelegt sind“ (Hradil 2001: 37)

7 Stände Das europäische Mittelalter kannte 3 Stände: Das europäische Mittelalter kannte 3 Stände: den „Klerus“ oder den 1. Stand - alle Geistlichen (Kleriker), d.h. alle kirchlichen Amtsträger / ca. 0,8 % der Bevölkerung; den „Klerus“ oder den 1. Stand - alle Geistlichen (Kleriker), d.h. alle kirchlichen Amtsträger / ca. 0,8 % der Bevölkerung; den „Adel“ oder den 2. Stand - alle Grund- bzw. Lehnsherren oder Vasallen, die durch den anfangs nur geliehenen (Lehen) Besitz von Amt, Land und Leuten der unmittelbar arbeitenden Sorge um ihr materielles Auskommen enthoben waren, damit sie die entstehenden öffentlichen Aufgaben erfüllen konnten. den „Adel“ oder den 2. Stand - alle Grund- bzw. Lehnsherren oder Vasallen, die durch den anfangs nur geliehenen (Lehen) Besitz von Amt, Land und Leuten der unmittelbar arbeitenden Sorge um ihr materielles Auskommen enthoben waren, damit sie die entstehenden öffentlichen Aufgaben erfüllen konnten. Und den „3. Stand“ - alle Bauern, die entweder als Hörige oder als Leibeigene arbeiteten, und die später allmählich wachsende Zahl von Stadtbürgern, die vorwiegend für Handel und Gewerbe sorgten. Und den „3. Stand“ - alle Bauern, die entweder als Hörige oder als Leibeigene arbeiteten, und die später allmählich wachsende Zahl von Stadtbürgern, die vorwiegend für Handel und Gewerbe sorgten. Ständegesellschaften gibt es immer dort, wo die Wirtschaftskraft einer Bevölkerung nicht ausreicht, ein Bildungs- und ein Selektionssystem zu finanzieren, das nahezu jedem Bevölkerungsmitglied den Zugang zu prinzipiell jeder gesellschaftlichen Position ermöglicht. Ständegesellschaften gibt es immer dort, wo die Wirtschaftskraft einer Bevölkerung nicht ausreicht, ein Bildungs- und ein Selektionssystem zu finanzieren, das nahezu jedem Bevölkerungsmitglied den Zugang zu prinzipiell jeder gesellschaftlichen Position ermöglicht.

8 Klassen Es gibt vier Unterschiede gegenüber der Sklaverei, dem Kastenwesen und den Ständen: Es gibt vier Unterschiede gegenüber der Sklaverei, dem Kastenwesen und den Ständen: 1. Werden nicht auf der Grundlage rechtlicher oder religiöser Vorschriften errichtet, Mitgliedschaft beruht nicht auf einer ererbten, gesetzlich oder gewohnheitsrechtlich bestimmten Position, die Übergänge zwischen Klassen sind fließend und es gibt keine formalen Einschränkungen bezüglich der Heirat

9 Klassen 2. Zugehörigkeit ist nur zum Teil erworben und wird nicht vererbt, Aufstieg und Abstieg (soziale Mobilität) innerhalb der Klassenstruktur ist möglich und weiter verbreitet als in den anderen Schichtungssystemen 3. Die Klasse bestimmt sich durch wirtschaftliche Unterschiede zwischen Gruppen von Individuen, durch die Ungleichheit des Eigentums an materiellen Ressourcen und der Kontrolle darüber.

10 Klassen 4. In den anderen Schichtungssystemen = soziale Ungleichheit als Verhältnis persönlicher Verpflichtungen (Leibeigene/Grundherr; Sklave/Herr; Angehöriger einer niederen und einer höheren Kaste). Klassensysteme = großräumigere und unpersönlichere Beziehungen Klassensysteme = großräumigere und unpersönlichere Beziehungen Distinktion besteht in Hinblick auf Einkommenshöhe oder auch Arbeitsbedingungen Distinktion besteht in Hinblick auf Einkommenshöhe oder auch Arbeitsbedingungen

11 Von der Standes- zur Klassengesellschaft: Besitz löst familiäre Herkunft als Statusdeterminante ab In industrieller Gesellschaft hängen Lebensbedingungen der Menschen immer mehr ab von Besitz/Nicht-Besitz (insbes. an Gütern/Kapital) von der Stellung im Produktionsprozess von der ökonomischen Situation ab (Besitz-/Einkommensverhältnisse   Die Einteilung einer Gesellschaft in Klassen orientiert sich vor allem an ökonomischen Kriterien; Klassen sind ökonomisch bestimmt.   Der Begriff Klasse bezeichnet Gruppierungen von Menschen, die aufgrund einer bestimmten Stellung im Wirtschaftsprozess, d.h. aufgrund ähnlicher sozioökonomischer Lagen ähnliche Lebensbedingungen oder Lebenschancen haben und klassentypische Einstellungen und Wertorientierungen, Mentalitäten und Lebensstile entwickeln. Das Klassenmodell wird vertikal gedacht (oben –unten)

12 „Klassen“ bei Karl Marx Industriekapitalismus führt zur Ausbildung einer dichotomen Klassenstruktur Zentrale Trennlinie: privater Besitz/Nicht-Besitz an Produktionsmitteln „Die ganze Gesellschaft spaltet sich in zwei große, feindliche Lager, in zwei große, einander direkt gegenüberstehende Klassen: Bourgeoisie und Proletariat“ Menschen, die im gleichen Verhältnis zu Produktionsmitteln stehen = „Klasse an sich“ (objektive Klassenlage) „Klasse für sich“: Klassenbewusstsein (bei dessen Entwicklung: wichtige Rolle der Komm. Partei) sich zuspitzender Klassenantagonismus revolutionäre Systemüberwindung Klassentheorie ist eingebettet in allgemeine Theorie der (kapitalistischen) Gesellschaft Ökonomischer Determinismus, dennoch komplexer Klassenbegriff: Stellung im Produktionsprozess, Lebensbedingungen, Lebensweise, Bewusstsein, politisches Handeln werden in enger ursächlicher Verknüpfung gesehen

13 „Stände“ und „Klassen“ bei Max Weber „Klasse soll jede in einer gleichen Klassenlage befindliche Gruppe von Menschen heißen.“ Gruppierungen von Menschen, die aufgrund ihres Besitzes („Besitzklassen“) und /oder der Verwertbarkeit ihrer Leistungen („Erwerbsklassen“) ungefähr gleiche Chancen zur Erzielung von Einkommen haben Klassen werden also ebenfalls hauptsächlich ökonomisch definiert, aber hierbei kein ökonomischer Determinismus: Lebensweise, Denkungsart, Ansehen, politische Aktivität etc. bestimmter Gruppierungen folgen nicht notwendigerweise ihrer Stellung im Produktionsprozess -> Mehrdimensionalität Unterscheidung von: Besitzklassen (z.B. Grundbesitz, Aktienbesitz) Lebenslage geprägt durch mehr oder minder hohe Erträge des jew. Eigentums Erwerbsklassen (freie Berufe, qualifizierte und unqualifizierte Arbeitnehmer) Lebenslage geprägt durch jew. bessere o. schlechtere Chancen auf Güter- oder Arbeitsmarkt

14 „Klassen“ bei Max Weber Es lässt sich eine Vielfalt von Besitz- oder Erwerbsklassen unterscheiden – zu deren Bündelung: Einführung des Kriteriums Mobilität Begriff Soziale Klassen: Gesamtheit derjenigen Klassenlagen (Besitz- oder Erwerbsklassen), zwischen denen ein (inter-/ intragenerationeller) Wechsel möglich ist, über die hinaus aber nur selten Bewegungen stattfinden Max Weber unterscheidet die Gesellschaft seiner Zeit in vier soziale Klassen: Arbeiterschaft Kleinbürgertum Intelligenz und Fachgeschultheit (hoch qualifizierte Angestellte und Beamte) durch Besitz Privilegierte

15 Stände bei Max Weber Auch in einer entwickelten Industriegesellschaft finden sich ständische Elemente Stände = Gruppierungen von Menschen mit bestimmten gemeinsamen Eigenschaften (Herkunft, Erziehung, Beruf, Besitz-, Erwerbsform) und darauf beruhenden charakteristischer Gemeinsamkeiten des Denkens und Handelns ( -> Lebensstile), die eine spezifische (positive oder negative) Einschätzung erfahren ( -> hohes oder niedriges Prestige) Unterscheidung bestimmter Arten von Ständen Berufsstand (z.B. best. Kaufleute) Geburtsstand (z.B. Adel) Politischer Stand: Honoratioren Klassen wurzeln im Bereich der Wirtschaft und des Erwerbs (Wirtschaftsordnung) Stände in der Sphäre des Prestiges und der Lebensführung (soziale Ordnung) zwischen beiden können Verbindungen bestehen, müssen aber nicht

16 Parteien bei Max Weber Die Ausformung von Parteien in modernen Gesellschaften ein wichtiger Aspekt der Machtausübung und kann unabängig von der Klasse oder vom Stand die Schichtung beeinflussen. Eine Partei ist : eine Gruppe von Einzelpersonen, die zusammenarbeitet, weil sie aus dem gleichen Milieu kommt oder weil sie gleiche Interessen und Ziele hat. Die Partei dient zur aktiven Mobilisierung von Gruppen, um ihre Ziele durchzusetzen

17 Von Klassen zu Schichten Theodor Geiger Die soziale Schichtung des deutschen Volkes, 1932 Die Klassengesellschaft im Schmelztiegel, 1948/49 Alter Mittelstand verschwindet nicht, neuer Mittelstand bildet sich aus (Angestellte, Beamte) Innerhalb der Gruppe der Lohnabhängigen wachsen die sozialen Unterscheide, deren trennende Wirkung ist stärker als die einende Kraft der „Klassenlage“ Klassenkonflikte flauen ab Starke Bedeutung von „Schichtmentalitäten“ = schichtspezifische Einstellungen- und Verhaltensweisen Quer zu Klassenstrukturen verlaufen neue Linien der Differenzierung: z.B. Stadt-Land-Unterschiede ► Schichtstruktur wird nicht homogener, sondern differenzierter ► Geiger erklärt Marx’ Klassentheorie endgültig für überholt

18 Schichten In entwickelten Industriegesellschaften: Nicht mehr Besitz, sondern Beruf entscheidet über gesellschaftliche Stellung Schichten sind Gruppierungen von Menschen mit ähnlichem, in erster Linie aus der beruflichen Stellung abgeleitetem Status ähnliche Lebenschancen ähnliche Wirtschaftsinteressen ähnliche Schichtmentalitäten vertikale und horizontale Gliederung nach beruflichem Einkommen Qualifikation Prestige Dieser Schichtbegriff steht dem Klassenbegriff recht nahe – unterstellt aber, dass Schichtungsgesellschaften ‚offener’ sind als Klassengesellschaften -> höhere Mobilität: größere Chancen, zwischen Schichten auf- und abzusteigen

19 Begriffe Klasse und Schicht gemeinsamer Kern von Klassen- und Schichtmodellen gemeinsamer Kern von Klassen- und Schichtmodellen  fassen Menschen in ähnlichen sozioökonomische Lagen zusammen (ähnliche Stellung zu Produktionsmitteln, ähnliche Besitz- oder Einkommensverhältnisse, ähnliche Berufe oder Qualifikationen)  diese bilden aufgrund ähnlicher Lebenserfahrungen klassen- oder schichttypische Prägungen aus (Mentalitäten, Einstellungen und Wertorientierungen, Interessen, Verhaltensweisen etc.) -> „Klassenbewusstsein“ (Marx), „Schichtmentalität“ (Geiger)  aus ähnlichen Soziallagen (und ähnlichen Ressourcen und Prägungen) resultieren ähnliche Lebenschancen und –risiken


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